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Allein durch die Sterne

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Was würdest du tun, wenn du der letzte Mensch der Welt wärst? Für alle, die eine Reise durch die Sterne machen wollen, um am Ende bei jemandem anzukommen, der es wert ist»Meine Fotos wurden kurioser. Selfies im leeren Supermarkt. Ein „Hilfe“ aus Dosenravioli gebaut. Da war niemand. Niemand sah meine Bilder, egal wie viel Hashtags ich versuchte. Ich betitelte sie alle mit #iamunstoppable.«Die freiheitsliebende Ariadne tut nur, was sie Sie versucht sich an Dingen, die ihr Spaß machen und umgibt sich nur mit Leuten, die ihr Freude bereiten – sowie mit ihrer Katze namens Katze. Doch dann sind alle Menschen in ihrer Umgebung von einem Moment auf den anderen verschwunden. Ariadne ist der letzte Mensch auf Erden und völlig allein. Bis sie eines Tages eine Nachricht von Sanghyun erhält – dumm nur, dass er in Shanghai und auf der anderen Seite der Welt ist ...

286 pages, Kindle Edition

First published July 1, 2022

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Nika S. Daveron

59 books7 followers

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Community Reviews

5 stars
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28 (32%)
2 stars
8 (9%)
1 star
2 (2%)
Displaying 1 - 30 of 31 reviews
Profile Image for Nilguen.
353 reviews154 followers
April 8, 2022
Phänomenal! Von jetzt auf nachher scheint Ariadne die einzige Person auf der Welt zu sein. Paris für sich ganz allein! Kling erstmal gut. Also bedient sie sich nach Lust und Laune in allen Einkaufsläden: isst, trinkt was das Herz begehrt und kleidet sich in Gucci ein, denn als Kellnerin kann sie sich solche Luxuswaren ja nicht leisten! Lässt man aber jemandem erst mal freie Hand zu tun, was er will, schwappt die angebliche Freiheit schnell in Ausbeutung um und das ist nicht mehr lustig! So veranschaulicht Nika S. Daveron das soziale und psychische Verhalten, wenn keine Ordnung, sondern Chaos herrscht.

Ariadne wirkt sehr sympathisch, weil sie sich auf ihre Art und Weise ´gegen das System auflehnt´ und sich in keine Rollen reinzwängen lässt, die ihr Vater vorschreibt oder sich nach den Trends in sozialen Medien orientiert. Laissez-faire ist ihr Lebensstil ohne jegliche Sorgen um die Zukunft.

In ihrer Einsamkeit als scheinbar einzige Lebende in Paris und auf der Welt sucht sie in sozialen Medien nach jemanden, der ebenfalls noch am Leben sein könnte. Es meldet sich tatsächlich jemand bei ihr, nämlich, Sanghyun aus Shanghai! Ein Abenteuer beider einsamen Seelen beginnt mit hoher Aufregung; Flüsse, Berge und Wüsten werden überquert, um einander zu finden. Ach! Romantik pur! 🤪

War das alles nur ein Traum oder gibt es ein Körnchen Wahrheit in der Geschichte?

Jedenfalls endet die Handlung mit einem Happy-End, was mir sehr gut gefallen hat. Ich hatte das irgendwie gebraucht ☺️.

Der Schreibstil von Nika S. Daveron ist modern, reflektiert also zeitgemäß die Kommunikation in hashtags. Die Dialoge sind umgangssprachlich gehalten.

Empfehle ich gerne weiter!
Profile Image for Shirley.
285 reviews72 followers
July 24, 2021
Die Geschichte begann sehr realistisch und irgendwie alltäglich. Doch von dem einen Moment auf den anderen wird die Protagonistin Ariadne in eine Welt katapultiert, in welcher sie ganz alleine ist. Oder vielleicht auch nicht?

"Allein durch die Sterne" von Autorin Nika S. Daveron ist ein Buch, das mich mehrfach überraschen konnte. Zuerst hatte ich ein Buch mit einer Art Selbstfindungs-Roadtrip erwartet. Doch, dass Ariadne um ihr Überleben kämpfen muss, hatte ich gar nicht auf dem Schirm. Der Sprung in die Zwischenwelt war mir persönlich zu krass aus dem Kontext gerissen. Ebenso hat mich das Ende der Geschichte nicht hundertprozentig zufriedenstellen können.

Der Mittelteil bzw. die Haupthandlung mochte ich sehr. Es gab einen direkten roten Faden, bei welchem ich sehr mitgefiebert habe. Es war stets spannend, da die Autorin viele Plottwists in die Geschichte eingebaut hat. Manche Szenen hätte ich anders geschrieben, aber die Autorin hat sich vermutlich schon was dabei gedacht. Ich mochte die Message hinter der Geschichte sehr, aber denke, dass man auf einiges hätte mehr eingehen können. Ich gehe jetzt auch nicht näher darauf ein, was für mich unzureichend beschrieben wurde, da dies möglicherweise spoilern könnte.

Das Cover lädt zum Träumen ein und sieht sehr schön aus. Tatsächlich ist die Atmosphäre im Buch oft eher düster. Deswegen kann ich nur sagen, dass ich das Cover ansprechend finde, aber meiner Meinung nach die Farben noch zu fröhlich wirken. Der Schreibstil war angenehm und meist toll zu lesen. Die Autorin hat mehrfach jugendhafte Sprache angewandt, was ich normalerweise nicht sonderlich mag. Doch in dieser Geschichte konnte mich der Erzählstil schnell begeistern.

Ich mochte die Darstellung der Charaktere. Protagonistin Ariadne war mir oft allerdings zu naiv und unvorbereitet. Ich denke, dass man mit einem allgemeinen Menschenverstand viele Dinge anders gemacht hätte, als sie. Sie wurde dennoch authentisch beschrieben, da vermutlich jeder in ihrer Situation einfach durchdrehen würde. Für mich unverständlich war außerdem, dass Ariadne so verschwenderisch mit ihren Lebensmitteln und Ressourcen umgegangen ist. Hier hätte man einige wichtige und coole Überlebenstipps einbauen können. Vor allem wenn es sowieso darum geht, als einziger Mensch auf der Welt zu überleben.

Die Liebesgeschichte zwischen Ariadne und Sanghyun habe ich nicht abgekauft. Generell war für mich die Liebesgeschichte zu aufgesetzt und erzwungen. Aber ich kann mir vorstellen, dass sie für viele Leser die Handlung auflockert. Jedoch habe ich die tierischen Begleiter von Ariadne schnell in mein Herz schließen können.

Mein Fazit ist, dass "Allein durch die Sterne" eine mitreißende Dystopie ist, welche ich gerne weiterempfehle. Dennoch hätte die Geschichte noch Luft nach oben gehabt.
Profile Image for Frank Lang.
1,366 reviews15 followers
July 4, 2021
Und plötzlich sind ohne Vorwarnung alle Menschen weg. Eine sehr schräge Situation, mit der Ariadne plötzlich zurechtkommen muss. Sie ist allein auf der Welt. Ihre Mitmenschen sind spurlos verschwunden. Nika Daveron schafft eine dystopische Situation, in der sich die Hauptperson relativ zügig zurechtfindet. Nur kurz flammen tiefergehende Gefühle auf, bevor der Leser in den eigentlichen Plot einsteigt.

Sie findet nämlich zufällig über Instagram eine zweite Person, die ebenfalls ein Lebenszeichen von sich gibt. Der Haken an der Sache: Sie wohnt in Lille, er befindet sich in Shanghai. Also beschließen beide, dass sie losgehen und sich auf halbem Wege im russischen Jekaterinburg treffen. Dass der Strom in einer solchen Situation nicht mehr funktioniert, spielt für den Roman keine Rolle. Der Leser muss diesen Umstand als gegeben hinnehmen. Ebenso wie die ein oder andere Unzulänglichkeit.

Der Roman konzentriert sich auf die Unterhaltung zwischen den beiden Figuren und auf die Reise von Ariadne, die natürlich das ein oder andere Abenteuer erlebt. Dabei bleibt die Sprache vergleichsweise einfach und der Leser braucht keine Sorge zu haben, mit bildgewaltigen Reisebeschreibungen konfrontiert zu werden. Auch bleibt insgesamt die Charakterentwicklung und auch die Beziehung zwischen den beiden Hauptfiguren relativ oberflächlich.

Die Autorin bietet dem Leser ein Ende an, das mich nicht hundertprozentig zufrieden zurückgelassen hat. Mir fehlt eine echte Erklärung, wie es zu dieser Situation kam. Der Leser muss also ein wenig Toleranz gegenüber nicht aufgeklärten Handlungen haben.

Fazit

Das Buch richtet sich eindeutig an ein jüngeres Publikum, das gerne in einfache Geschichten eintaucht, in denen sie dennoch ein bisschen mitfiedern können. Zu spannend wird es an keiner Stelle und fordert den Leser auch nicht sonderlich. Für mein Gefühl war es ein wenig zu simpel, aber ich weiß, dass es einige Leser und Leserinnen gibt, die gerne solch leichte Lektüre vor allem in den Sommermonaten bevorzugen.
Profile Image for Adorable.Books.
300 reviews2 followers
July 3, 2021
Stell dir vor, du bist er letzte Mensch auf der Welt, was würdest du als erstes tun? Denn so geht es Ariadne in Frankreich. Eigentlich wollte sie mit ihren Freundinnen Badminton spielen, aber urplötzlich ist niemand mehr da. Keine Menschenseele. Berauscht von der neuen Freiheit geht sie erstmal bei Gucci und Prada „shoppen“ doch bald hat alles seinen Reiz verloren und sie sieht sich mit Einsamkeit und streunenden Hunden konfrontiert.

Reden wir erst einmal über dieses wunderschöne Cover, welches mich dazu inspiriert hat überhaupt den Klappentext zu lesen. Dieser versprach eine super spannende Story, die es mehr oder weniger halten konnte. Mit dem Schreibstil kam ich super zurecht, weshalb ich das Buch wirklich schnell lesen konnte.

Ariadne, Katze und Tobi sind mir super schnell ans Herz gewachsen und ich habe mit ihnen gelacht und auch gelitten. Zu Sanghyun hatte ich eher weniger Zugang aber das war okay. Er war auf jeden Fall sympathisch und nett. Zu tief ging die Beziehung zum Leser dann aber nicht.

Die Geschichte, dass auf einmal keine Menschen mehr auf der Erde sind, ist vielleicht an sich nicht neu, hat mich aber sofort in den Bann gezogen. Für meinen Geschmack hat es aber ein bisschen zu lange gedauert, bis sich Ariadne mal gefragt hat, was da eigentlich los ist. Meine Vermutung war ja ein Koma, was sich dann aber nicht bewahrheitet hat. Ohne zu viel zu verraten, aber der Leser wird ziemlich im Dunklen gelassen. Man bekommt keinerlei Erklärung und dazu noch ein „na hä?“ zum Schluss. Dennoch möchte ich dem Buch nur einen Stern abziehen, obwohl es mich nun ganz schön unbefriedigt von dannen lässt. Super fand ich die Geschichte dennoch. Kann ich auf jeden Fall empfehlen, auch ohne viele Erklärungen.
Profile Image for Rosecarie.
427 reviews1 follower
August 27, 2021
Ariadne ist von einem Moment auf den nächsten völlig allein auf dem Planeten. Jedenfalls was die menschliche Bevölkerung betrifft. Online wird aber dann doch noch ein Mensch auf ihre Instagram Posts aufmerksam und nimmt Kontakt zu ihr auf. Die beiden wohnen nun aber leider 9000km voneinander entfernt, beschließen aber, den Weg auf sich zu nehmen und wollen sich in der Mitte - irgendwo in Russland - treffen. Denn eines wollen sie auf gar keinen Fall sein: allein.

Puh… ich stehe diesem Roman sehr ambivalent gegenüber. Die Idee hat mir gut gefallen und auch der Witz und Ariadnes Art, mit ihren Gefährten umzugehen mochte ich gerne. Sie ist plötzlich allein auf der Welt und verhält sich genauso, wie man das erwarten würde. Genauso wie ich es vermutlich auch gemacht hätte.

Aber schon den Einstieg fand ich furchtbar. Es beginnt mit belanglosen Gesprächen, unwichtige Charaktere und Hobbies werden eingeführt, sprachlich hat es mir auch gar nicht zugesagt. Ich habe mir wirklich Sorgen gemacht, wie das Buch wohl werden würde.

Der Moment als sie dann plötzlich allein war kam unerwartet. Ich wusste ja, dass es passieren wird, aber da war ich kurz überrascht. Gott sei Dank, denn das Teenager-Gequatsche hätte ich nicht mehr viel länger ertragen. Was mich schon zu meinem ersten Kritikpunkt führt: Offenbar ist Ariadne Studentin. Vom Schreibstil her und von ihren Gedanken und Handlungen hätte ich sie auf 13 geschätzt. Aber als 13-jährige wäre sie dann schon eine sehr junge Studentin gewesen… Das Bild, das die Autorin von der Protagonistin gezeichnet hat, war total widersprüchlich. Ich mein: wer sagt bitte „Hupen“ und „angearscht“... deswegen hab ich Ariadne ihre Mittzwanziger nicht abgekauft.

Hinzu kamen leider auch noch einige Schreibfehler, über die ich gestolpert bin. Ich weiß nicht, ob das bei der Print-Version anders ist. Das elektronische Format hatte dahingehend noch Luft nach oben.

Trotzdem kam mir die geschilderte Situation realistisch vor. Nicht die Details, wie Stromversorgung, Internet etc. Es gab da für mein Verständnis schon einige Logiklücken und teilweise dürftig recherchierte Patzer, auch was den Weg zwischen Lille und Shanghai anbelangt, aber darüber kann man hinwegsehen oder vielleicht irre ich mich da auch. Egal. Was ich meine, sind Ariadnes Gedanken und Gefühle und die Art, zu handeln. Ganz alleine zu sein. Unvorstellbar. Ohne die Tiere, die wenigstens den Anschein von Gesellschaft vermitteln, wäre sie bestimmt nach wenigen Tagen schon durchgedreht. Einsamkeit ist einfach nichts für die Menschen. Das konnte die Autorin gut vermitteln.

Ariadnes Umgang mit ihren Wegbegleitern hat mich auf der anderen Seite wieder sehr berührt. Ich konnte mich so gut hineinversetzen. Ich mochte, dass sie so ein großes Herz für Tiere hat. Die innige Freundschaft, die man zu Tieren haben kann, wird so unterschätzt. Ich würde auch niemals ohne meine Vierbeiner losstiefeln. Nirgendwohin.

Die Geschichte bleibt recht unspektakulär, kratzt nur an der Oberfläche und lässt nur wenig Spielraum für Charakterentwicklung, Spannung oder echte Gefühle. Wobei es schon einen Moment gab, der mich berühren konnte.

Eine richtige Auflösung gibt es nicht, damit muss ich jetzt wohl zurechtkommen. Aber mit dem Ende bin ich trotzdem einigermaßen zufrieden, denke ich. Vielleicht. Ich bin mir nicht sicher ^^

Ich glaube, dieses Buch ist eher was für jüngere Leser:innen. Mir hat es an allen Ecken an irgendwas gefehlt. Tiefe, Schreibstil, Entwicklung etc. Ich hätte mir von allem ein bisschen mehr gewünscht. Am Ende hat es mich aber ganz gut unterhalten und das ist ja mit das Wichtigste.
Profile Image for Callibso.
973 reviews19 followers
Read
September 15, 2021
Amazon nennt das Buch ein “Dystopisches Fantasy-Jugendbuch ab 16” und vermeidet hier den Begriff Science-Fiction. Ich denke, wenn man den Roman in seiner Gesamtheit beurteilt, ist dies durchaus gerechtfertigt. Es wird nie ein ernsthafter Versuch unternommen, die Grundidee des Buches zu erklären.
Ariadne findet sich plötzlich als letzter Mensch der Erde wieder: sie kommt aus der Umkleidekabine und alle anderen Menschen sind weg, einfach verschwunden. Nun durchlebt sie verschiedene Phasen in ihrem Alleinsein: von Unverständnis und Verzweiflung bis hin zum Ausprobieren der neuen Situation (man kann sich z.B. die tollsten Klamotten aus den Geschäften holen). Anfangs gibt es auch noch Strom und alles funktioniert weiter, erst nach und nach entstehen die ersten Probleme, wenn der Strom halt hin und wieder doch ein wenig ausfällt und wenn Tiere in die menschenleeren Städte kommen. Über ihr Handy - das Mobilfunknetz und das Internet funktionieren praktisch bis zum Schluss - kommt sie in Kontakt zu einem jungen Mann in Shanghai. Die beiden scheinen die einzigen noch lebenden Menschen auf der Erde zu sein und so beschließen sie, sich zu treffen. Der Treffpunkt soll etwa in der Mitte zwischen ihnen sein und dies ist Jekaterinburg in Russland.
Dies war grob das erste Drittel des Buches. Im Rest des gut und schnell lesbaren Romans wird vor allem Ariadnes Reise geschildert, die natürlich voller Probleme ist. Sie wird begleitet von einem Hund und einer Katze und ist - fast - immer in Kontakt mit Sanghyun, der auch so seine Abenteuer auf dem Weg nach Russland erlebt.
Leider hat mich die Welt gar nicht überzeugt: ich weiß nicht, wann das Buch spielen soll und die Tatsache, dass Google auch Monate(!) nach einem Verschwinden fast aller Menschen noch zuverlässig funktioniert, erscheint mir arg unglaubhaft. Ohnehin ist die Dystopie ziemlich “weichgespült”, natürlich gibt es hier und da Gefahren, aber es wird nie brutal oder schrecklich. Das Ende fand ich ärgerlich...
(Ich sehe mich nicht als Zielgruppe des Buches und habe auf eine Wertung verzichtet.)
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Alina.
36 reviews
September 8, 2021
Ich kann absolut nicht verstehen, wieso dieses Buch so gut abschneidet. Mir gefällt die Idee an sich total gut und auch, worauf es am Ende hinausläuft. Aber da hört es eigentlich auch schon auf. Ariadne ist unerträglich, privilegiert und egozentrisch. Ihr fehlt jegliche Reflexionsfähigkeit und macht bis zum Schluss so gut wie keine Charakterentwicklung durch. Sangyhun ist ganz nett, aber wir sehen ihn immer nur von einer Seite. Viele Entscheidungen der Hauptfigur fühlen sich an wie Ideen, die die Autorin ganz toll fand, die aber logisch gesehen keinen Sinn machen, was wiederum dazu führt, dass Ariadne total weltfremd und uneducated wirkt. Dieselben Probleme wiederholen sich immer und immer wieder und haben trotzdem keinerlei Konsequenzen. Ich hatte außerdem die ganze Zeit das Bedürfnis, Erklärungen und Beschreibungen der Erzählfigur zu googlen, ob Sie tatsächlich stimmen, und die wenigen Male, die ich das getan habe, ist mir im Buch totaler Blödsinn erzählt worden. Es wäre schön gewesen, hätte mehr Recherche drin gesteckt.

Zuletzt will ich noch den Piper Verlag ansprechen. Ich bin sehr enttäuscht, dass es in diesem Roman von Rechtschreib- und Grammatik-Fehlern nur so wimmelt. Es fehlen zum Teil ganze Worte in Sätzen, man findet mehrere dass-das Fehler und ständig sind Wörter falsch geschrieben. Es ist eine Frechheit, so etwas als angeblich lektoriertes Buch zu veröffentlichen.
Profile Image for Mira123.
670 reviews10 followers
November 7, 2021
Dieses Buch durfte diesen Sommer mit mir in den Urlaub fahren. Es hat jetzt mehrere hundert Kilometer auf dem Fahrrad auf dem Buckel, ist ordentlich zerfleddert und riecht nach Meer. Letzteres rede ich mir zumindest gerne ein. Und während eintöniger Straßenabschnitte, die es natürlich auf jeder Radwanderung mal gibt, hat dieses Buch bei mir für ordentlich Nachdenkstoff gesorgt. Wenn ich jetzt plötzlich ganz alleine auf der Welt wäre, was würde ich dann tun? Also zuerst wahrscheinlich in Frieden und komplett ungestört lesen. Meinem Stapel der Schande würde so eine Situation ganz sicher nicht schaden. Oder vielleicht doch: Wer würde mich davon abhalten, einfach in alle Buchhandlungen in meiner Nähe einzubrechen? Von den Büchereien und Archiven ganz zu schweigen! Ich wäre hochbeschäftigt! Und später grübelte ich dann darüber nach, wie ich wohl nach Russland kommen würde, wenn ich ganz alleine wäre. Meine Antwort: Wahrscheinlich mit dem eBike, wenn es noch Strom gibt. Sonst halt mit einem normalen Rad.

Die Protagonistin finde ich sympathisch und war überrascht darüber, wie nachvollziehbar sie beschrieben wird. Vor allem ihre Wahrnehmung von der plötzlichen Einsamkeit, die von totaler Verwirrung und Angst über Euphorie und Freude reicht und bis zur Depression geht, fand ich sehr glaubwürdig. Ariadne bringt einige echt witzige Aktionen, anderes hätte ich wohl nicht so gemacht wie sie, aber alles war nachvollziehbar. Gerade auf emotionaler Ebene war Ariadne sehr glaubwürdig und so war auch ihr Wunsch nachvollziehbar, Sanghyun, den einzigen anderen Menschen auf dieser Welt, zu treffen und sich für ihn auf die Reise nach Russland zu begeben. Gemeinsam mit einer Katze und einem Hund und ohne zu wissen, ob sie beide es wirklich schaffen werden, sich zu treffen.

So sehr ich auch die Gestaltung der Protagonistin liebe, gibt es für mich trotzdem einige Knackpunkte, die die Geschichte für mich stellenweise unglaubwürdig erscheinen lies. Das größte Problem hatte ich damit, dass eigentlich alles sehr lange ganz normal weiter funktioniert. Ariadne hat Strom, fließendes Wasser, Internet und eine normale Handyverbindung. Natürlich gibt es mal Aussetzer, aber das war mir zu selten, um glaubwürdig zu wirken. Natürlich weiß ich nicht genau, wie das mit der Stromversorgung, dem Internet und sauberen Wasser funktioniert, aber würde das nicht relativ schnell Auswirkungen haben, wenn plötzlich alle Menschen weg sind? Ich denke nicht, dass all das Zeug länger als eine Woche weiter funktionieren würde.

Mein Fazit? Super Idee und sehr schön ausgearbeitete Protagonistin. Leider hatte ich aber Probleme mit dem Worldbuilding und fand das nicht immer glaubwürdig. Aber alles in allem? Tolles Buch.
Profile Image for Anika Franke.
1,298 reviews11 followers
August 8, 2021
Das tolle Cover und der interessante Titel haben mich neugierig gemacht. Die Aufmachung des Buchkleides traf direkt meinen Geschmack. Jedes Detail harmonierte richtig gut miteinander. Als ich mir dann den Klappentext durchlas, war meine Neugierde geweckt.
 
Ehrlich muss ich sagen, dass es hier keinen anspruchsvollen Schreibstil gibt und auch keine übermäßig bildhaften Beschreibungen. Für mich ist das ganze Buch leider viel zu oberflächlich geblieben, sei es von der Story, als auch von den handelnden Personen. Eine Entwicklung der Charaktere kann ich jetzt nicht wirklich ausmachen. Die Schreibweise war mir manchmal zu abgehackt vor mit kurzen Sätzen und ganz einfallslosen Namen, z.B die Katze heißt Katze.
Außerdem muss ihr ehrlich sagen, dass mir, nachdem ich das Buch beendet habe, immer noch die Erkenntnis fehlt, wie es zu all dem gekommen ist. Eine Erklärung der Situation hätte ich mir doch sehr gewünscht.
 
Die Idee der Story ist jetzt keine Neuheit, aber das muss nicht ja an sich nicht schlecht sein. Nur leider hat die Autorin Potenzial liegen lassen. Es war für mich nichts besonders oder absolut lesenswert oder mal was ganz anderes. Es wurde eine nette Dystopie, aber kein Highlight, was mich umgehauen hat.
 
Ariadne bemerkt auf einmal Veränderungen um sich herum. Nichts ist mehr, wie es scheint. Ihre Freunde sind Weg, die Straßen leer usw. Plötzlich ist sie die letzte Person auf Erden, völlig allein. Was anfangs sehr viel Anreiz hat, wird irgendwann langweilig. Dennoch findet sich Ariadne schnell damit ab und kommt gut mit ihrem Leben zurecht. Als sie dann aber zufällig eine weitere Person auf Instagram entdeckt, welche auch ein Lebenszeichen abgesendet hat, beschließen beide sich auf den Weg zu machen und sich zu treffen. Nur dumm, das Sanghyun am anderen Ende der Welt ist.
 
Diese Dystopie ist etwas für das jüngere Publikum als seichte Geschichte zwischendurch. Mich konnte die Handlung und alles einfach nicht umhauen.
Ich habe mir eine tiefere, etwas andere Story gewünscht, welche mich nicht mit so vielen Fragen und Oberflächlichkeiten zurückgelassen hat. Meine Hoffnung war groß, mal in etwas anderes eintauchen zu können. Für mich hätte man mehr aus der Handlung rausholen können.
 
Definitiv könnte ich mir aber vorstellen, dass es viele jüngere Leser oder Leserinnen begeistern könnte. Deswegen ist dies hier nur meine persönliche Meinung und ich möchte niemanden in seiner Denkweise oder Erwartung zu dem Buch beeinflussen.
 
Leider vergebe ich für dieses Buch nur 2 von 5 Sterne.
Profile Image for Miss Pageturner.
424 reviews33 followers
October 16, 2022
Dieses Buch hat mich weniger vom Cover, als vielmehr vom Klapptext her angesprochen. Ich erhoffte mir eine spannende postapokalyptische (NEIN Piper, das ist KEINE Dystopie, Know Your Terms!) Geschichte mit Humor und eine Prise Liebe. Was ich jedoch stattdessen bekam, hat mir leider kaum zugesagt.

Achtung: Diese Rezension enthält Spoiler!!!!
(Das Fazit kann aber gefahrlos gelesen werden)


Jung, dumm und kein Plan
Das Szenario ist schnell erzählt: Alle Menschen auf der Welt verschwinden von der einen Sekunde zur anderen. Nur Protagonistin Ariadne und eben Sanghyun bleiben übrig. Wir haben 99% des Buches genau zwei Charaktere und beide konnte ich nicht leiden. Eine mehr als schlechte Voraussetzung für das Buch. Ariadne war mir schon auf den ersten Seiten sehr unsympathisch. Sie ist ein völlig antriebsloser, langweiliger und reizloser Mensch. Hat keine Ziele Träume oder Wünsch außer, “Nicht tun, was Daddy will”. Es ist ok, in seinen 20er in einer Orientierungsphase zu sein, sich auszuprobieren, Lebenswege zu verwerfen und auf der Suche zu sein. Aber Ariadne ist nicht auf der Suche, sie will nichts und macht einfach nichts, so gar nichts. Dass sie gleichzeitig darüber lamentiert, als Studentin nur eine 40m² Wohnung für sich allein zu haben, machte sie mir noch unsympathischer, denn mal im Ernst, an alle Studenten da draußen, wie viele Leute ohne reiche Eltern kenn ihr, die 40! m² Raum ganz für sich allein ihr Eigen nennen können. Klar sowas sind Kleinigkeiten, führten aber eben nicht dazu, dass ich Ariadne mochte.

Hinzu kommt, dass Ariadne auch nicht gerade die hellste Kerze auf der Torte ist. Für ihre 20 Jahre hat sie ein wirklich miserables Allgemeinwissen. Das zeigt sich dann überdeutlich, als sie plötzlich auf sich allein gestellt ist und null Ahnung von irgendwas hat. Auch sonst bringt sie keinerlei nennenswerte Fähigkeiten mit, weshalb ich es mit Fortschreiten der Handlung immer schwieriger fand sie zu begleiten, ohne in einem fort genervt aufzustöhnen.

Insgesamt muss man leider auch sagen, dass die beiden Charaktere auch sehr blass blieben. Sie haben kaum Hintergrund und auch keine wirklichen Ziele, Träume, Wünsche etc. Das gilt für Ariadne genauso, wie für Sanghyun, der einfach ein netter kleiner Sunnyboy ist, aber genauso unwissend wie Ariadne, was mitunter schon gefährlich wird: Als Ariadne nämlich, nachdem sie schlechtes Fleisch gegessen hat, Magenprobleme bekommt, sagt Sanghyun: “Ich weiß zwar nicht was du hast. Nimm aber sofort irgendwelche Medizin, egal was!” Ähm ja, ist klar. Es ist ein wahres Wunder, dass keiner von den Beiden Darwin Award mäßig draufgegangen ist.


It’s a Match
Kommen wir zurück zur Handlung. Ich gebe zu, die ersten 30 Seiten in denen Ariadne sich allein in einer menschenleeren Welt bewegt und zwischen Tollerei, Wahn und Verzweiflung schwankt waren noch ganz unterhaltsam, doch damit ist es dann vorbei, sobald sie online auf Sanghyun trifft. Was folgt ist eine Liebesgeschichte im Chat/Skype Style die praktisch genauso auch ohne Apokalypse funktioniert hätte. Statt spannendes Endzeitabenteuer mit einer Prise Liebe, bekam ich Liebestory im Tinderyle mit einer Prise Endzeit. Wenn denn wenigstens der Austausch zwischen den Beiden interessant gewesen wäre, hätte ich es dem Roman ja noch verzeihen können und die Schuld dem Verlag fürs falsche Marketing zugeschoben, aber sie sind es nicht. Der Großteil ist langweiliges Gesülze ohne Tiefe, gepaart mit ein paar ach so witzigen Sprüchen. Schon nach der Hälfte des Buches (ich erinnere, es sind sowieso grade mal 272) habe ich begonnen immer dann vorzublättern, wenn die Beiden sich kontaktieren und ich habe inhaltlich überhaupt nichts verloren, was nur zeigt wie belanglos und inhaltsleer diese Gespräche waren.


Logikfehler wohin man sieht
“War denn wenigstens das Endzeitszenario spannend?”, fragt ihr euch jetzt vielleicht. Naja, nicht wirklich, was vor allem daran lag, dass die Autorin es auf Kosten der Logik ihren Figuren sehr leicht machte. Bis auf eine selbst verursachte Lebensmittelvergiftung und ein paar aggressiven Hunde läuft es eigentlich ganz okay in der Apokalypse. Der Strom ist noch monatelang da und fällt nur vereinzelt aus, ein paar Brände brechen aus, aber auch das vereinzelt. Schon allein diese Schilderung ist völlig unlogisch.

Nehmen wir den Strom. Die meisten Kraftwerke haben einen automatisierten Schutz vor Überspannung der Leitungen, dieser sorgt dafür, dass Kraftwerke vom Netz gehen, sollte genügend Strom bereits vorhanden sein. Da in den Stunden vor dem Verschwinden normal produziert wurde und von einer Sekunde zu anderen der Verbrauch drastisch sank, dürften die meisten fossilen Kraftwerke schon nach einigen Stunden vom Netz gegangen sein. Auch Solar- und Windkraftwerke schalten sich nach einigen Tagen ohne Wartung ab. Nichts da also mit monatelangem Strom oder Handynetz, wie im Buch, den letzteres gäbe es ohne Strom auch nicht mehr
Noch gravierender dürften die Atomkraftwerke sein. Deren Kühlwasser dürfte nach a. einem Monat aufgebraucht sein. Hat das Kraftwerk keinen Schutz für diese Fälle überhitzt der Reaktor und es kommt zum Supergau (vereinfacht gesagt, so geschehen in Tschernobyl), heutzutage haben zwar viele Atomkraftwerke eine Automatik, die in diesem Fall den Reaktor runterfährt, allerdings durch die eben erwähnten Schutz vor Überspannung kann diese gestört werden und es kommt ebenfalls zum Supergau (so geschehen in Fukushima). Lille, die Stadt in der Ariadne lebt, liegt zwischen zwei Atomkraftwerken: Chooz (in Luftlinie ca. 136 km entfernt) und Gravelines (ca. 77 km). Das ist zwar außerhalb der jeweiligen Todeszonen, wenn aber dutzende Kraftwerke in Europa gleichzeitig ihren Gau haben, dürfte trotz der Schutzhüllen der Reaktoren so einiges an nuklearen Material entweichen. Ariadne hätte es also trotz Stromausfall mit einem strahlenden Europa zu und ich bezweifle, dass es in China besser aussähe.

Dann wären da noch die Tiere, auch in Punkt der immer wieder im Roman Erwähnung findet und völlig unrealistisch behandelt wurde. Im Roman sterben nur die Tiere, die gefangen sind. Allem, was sich befreit oder auf einer Weide stand, gehts halbwegs gut. Vom kleinen Terrier bis zum Pony. Tatsächlich wären die kleinen Hunderassen wie Chihuahua, Bulldoggen, Minipudel etc., schon nach kurzer Zeit tot, da sie sich im Kampf um Nahrung mit den größeren Tieren nicht messen könnten.

Und wenn man jetzt sagt “Ja du bist halt ein Nerd, dass du sowas weiß” Nein bin ich nicht. Alles was ich gerade genannt habe beruht auf ca. 30 min Recherche im Internet, mehr nicht. Und wenn ich das schaffe, kann man von einer Autorin ja wohl auch erwarten, wenigstens minimale Rechercheanforderungen zu erfüllen. Zumal im Roman auch so einige Fehler sind, die einfach nur zum Haare raufen sind. So wird zum Beispiel behauptet, man könne erkennen, dass jemand kein naturblondes Haar hat, weil diejenige braune Augen hat. Aha. Es gibt also nur blauäugige blonde Menschen? Das grenzt ja schon an den Quatsch vom Arier Ideal, auch wenn ich in dem Fall der Autorin nichts unterstellen möchte und eher denke, dass das “einfach” eine Ausgeburt von Unwissenheit, oder schlechter Formulierung war. Ich hoffe es zumindest.


Und das Ende vom Lied
Ich fasse also mal zusammen: Wir haben zwei Toastbrot blasse Protagonisten, die in einem unlogischen udn aufgeweichten Endzeitszenario eine 0815 Liebestory ohne Tiefe nachkommen. Als Leser schleppt man sich zwischen Süßholzgeraspel und semigefährlichen Situation dahin, denn a) ist das Buch ja nicht lang und b) will man wenigstens wissen, was mit den Menschen passiert ist und dann kommt das Ende. Ja, was soll ich dazu sagen, außer: Was für eine Zeitverschwendung. (erneute Warnung: Fetter Spoiler:) Am Ende stellt sich nämlich raus, Ätschibätsch ist alles nicht passiert. Die Uhr wird nahtlos zurückgedreht, alle Menschen sind wieder da. Nur Ariadne und Sanghyun erinnern sich an die vermeintliche menschenleere Zeit und lieben sich jetzt natürlich sehr. Wieso weshalb, warum das ganze? Wer weiß. Immerhin werden wir nicht mit einer fadenscheinigen Erklärung abgespeist, die Autorin gibt nämlich einfach gar keine. So kann man es natürlich auch machen … Nicht.

Fazit:
Im ersten Moment dachte ich: “Ok vielleicht sollte ich einfach die Jugendbücher sein lassen, ich bin zu alt dafür” Aber im nächsten dachte ich an zahlreiche Jugendbücher, die mich auch heute noch begeistern und komme zum Schluss, es liegt nicht an mir, sondern diesem Buch. Es ist einfach nicht gut. Zu flach, zu fad und voller Logikfehler. Das einzig unterhaltsame sind die Tiere und die vernünftigsten sind sie auch und das sagt doch schon alles. Ein Punkt gibt’s von mir und einen für den Fall, das ich mich irre und doch einfach nur zu alt dafür bin.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Lisa.
137 reviews17 followers
July 26, 2021
Stell dir vor, es ist ein schöner Sommertag, du triffst dich mit Freunden, willst Badminton spielen und von einem auf den anderen Moment bist du der letzte Mensch auf der Welt.
In Ariadnes Welt verschwinden plötzlich alle Menschen und sie bleibt als vermeintlich Einzige übrig. Sie, das Stadtmädchen, das normalerweise meist orientierungslos durch's Leben stolpert und ihre Freiheit immer über alles schätzte und stellte, findet sich in einer apokalyptischen Welt wieder, in der nur sie und die Tiere übrig geblieben sind.

"Allein durch die Sterne" hat mich überrascht. Gelockt und neugierig geworden bin ich durch den Inhalt, relativ seicht begann das Ausgangsszenario, das sicherlich nicht neu ist, doch kurz nach der Einführung in die Geschichte verfiel ich dann relativ schnell in einen Leserausch, der zum einen von der Entdeckung Ariandes, dass sie eben doch nicht ganz allein auf der Welt war, ihr Gegenstück Sanghyun sich aber unglücklicherweise am anderen Ende der Welt befand, lag, aber zum anderen und vor allem an der Protagonistin selbst. Für mich war Ariadne unglaublich authentisch. Ich weiß nicht, ob es an ihrer sympathischen Tierliebe oder an ihren Lebensumständen lag, aber ich habe sofort eine Verbindung zu ihr aufgebaut. Und wenn sich diese Verbindung bei Leser*innen einstellt, stellt sich relativ schnell die Frage, was man selbst in so einer Situation tun würde. Als ich die letzte Seite des Buches ausgelesen hatte, bin ich daraufhin zum Bäcker gelaufen und als ich durch die Straßen lief, stellte ich mir vor, wie diese Straßen aussehen würden, wenn plötzlich alle Menschen verschwanden und die Natur mit den Tieren ihr Territorium zurückgewinnen würde. Mir würde es wie Ariadne gehen, ich wäre wahrscheinlich nicht beim Sport, wenn es passierte, sondern eher in einem Buchladen, aber die "Was wäre, wenn...?" Frage schwebt unablässig während des Lesens und noch lange nach der letzten Seite über mir.
Auch die Art und Weise wie die Protagonistin mit dieser unvorstellbaren Situation vor allem am Anfang umgegangen ist, hat mir sehr imponiert und ihre charakterliche Entwicklung, als sie sich auf eine fast 5000 km lange Reise machte, um Sanghyun in der Mitte zu treffen, tat das Übrige zu einem Buch, von dem ich nicht dachte, das es mich nach dem Ende noch so lange beschäftigen würde.
Natürlich gab es auch viele Stellen, die ins Unrealistische abfielen und auch das Ende hätte der vorangegangene wirklich starke Plot nicht gebraucht, aber schlussendlich hat mir "Allein durch die Sterne" viel mehr gegeben, als ich gedacht hätte. Und das macht gute Geschichten doch aus, oder?
Profile Image for Lyra.
370 reviews46 followers
July 5, 2022
- Gerade noch 3 Sterne: Starker Beginn, aber dann leider langatmig, unlogisch und oberflächlich! -

* Spoilerfreie Rezension! *

Inhalt

Eben war der Sportverein noch voller Geplauder, Lachen und Leben, doch plötzlich ist es still. Die Menschheit ist verschwunden, Ariadne bleibt alleine in Lille, Frankreich, zurück. Jetzt hat sie nur noch ihre Katze. In ihrer Verzweiflung postet Ariadne jeden Tag kurze Beiträge auf Instagram und Twitter. Eines Tages erhält sie eine Antwort – von einem jungen Mann, der in Shanghai lebt, Tausende Kilometer von ihr entfernt…

Übersicht

Einzelband oder Reihe: Einzelband
Erzählweise: Ich-Erzählweise, Präteritum
Perspektive: weibliche Perspektive
Kapitellänge: mittel

Tiere im Buch: +/- Im Buch werden Tiere verletzt und sie sterben, viele davon in ihren Käfigen / Ställen, nachdem die Menschheit verschwunden ist (keine Beschreibungen des Todes, aber die Leichen werden beschrieben). Dafür kümmert sich die Protagonistin liebevoll um ihre Haustiere und rettet so viele eingesperrte Tiere wie möglich.
Triggerwarnung: Tod von Tieren, Trauer
Bechdel-Test (zwei Frauen mit Namen sprechen miteinander über etwas anderes als einen Mann): bestanden!
Frauenfeindliche / gegenderte Beleidigungen: Tussi, Weib

Warum dieses Buch?

Tatsächlich habe ich mir vor der Lektüre dieser Dystopie weder Rezensionen noch die Leseprobe angeschaut, sondern das Buch nur aufgrund des interessanten Klappentexts ausgewählt.

Kurzrezension

Das mochte ich…

+ den angenehmen, flüssigen, locker-leichten Schreibstil, der perfekt für die Zielgruppe geeignet ist.
+ den Beginn, den ich sehr stark geschrieben fand.
+ die Grundidee, die zwar nicht innovativ, aber doch interessant ist.
+ den liebevollen, verantwortungsbewussten Umgang der Protagonistin mit ihren Tieren und ihre Rettungsversuche. Ich hätte genau gleich gehandelt!
+ den Feminismus. Die Protagonistin kritisiert und spricht Sexismus und veraltete Rollenvorstellungen immer wieder an. Ein paar Rollenklischees und problematische Formulierungen (z. B. „n+ttiges Rotkäppchen“) gibt es dennoch, dafür ziehe ich einen Punkt in diesem Bereich ab.

„Und dann fiel mir die eigentümliche Stille auf, die über der Stadt lag. Niemand war da.“ E-Book, Position 127

Das lässt mich zwiegespalten zurück…

~ der Spannungseinbruch im Mittelteil. Das Buch beginnt spannend und interessant mit dem Verschwinden der Menschheit. An diesem Punkt ist man natürlich neugierig, wie die Protagonistin damit umgeht. Gleich danach gibt es allerdings eine ziemlich lange, langatmige Durststrecke, während der nicht viel passiert.
~ die Oberflächlichkeit. Ja, mir ist bewusst, dass es sich hier um ein Jugendbuch handelt, trotzdem habe ich mir etwas mehr Tiefe bei der Behandlung von Themen wie Selbstfindung, Überleben, Freundschaft, Einsamkeit und Emanzipation vom Einfluss der Eltern erhofft. Gegen Ende wird es dann kurz etwas tiefgründiger und emotionaler (dieser Teil hat mich auch berührt), doch insgesamt wurde mir die Geschichte einfach zu oberflächlich abgehandelt.
~ die ausgelassenen Worte und vereinzelten Fehler, die ich zwar nicht so schlimm fand, die andere Leser·innen aber stören könnten.
~ die zwar sympathische, aber etwas blass bleibende Protagonistin. Hier hätte ich mir mehr Ecken und Kanten – einfach mehr Persönlichkeit – gewünscht, dann hätte ich bestimmt auch besser mit ihr mitfühlen und mitleiden können.

„Was, wenn ich krank wurde? Oder Katze? Oder Tobi? Was sollte ich dann tun? [...] Verdrängen. Schnell verdrängen.“ E-Book, Position 683

Das hat mir nicht gefallen:

- die unangenehme Liebesgeschichte. Dazu kam, dass ich den Love Interest irgendwie unsympathisch fand und mit ihm überhaupt nicht auf einer Wellenlänge war. Die Lovestory entwickelt sich eigentlich recht langsam, trotzdem ging mir alles viel zu schnell – wahrscheinlich, weil ich den Humor der beiden, ihr Flirten und ihre Gefühlsbekundungen eher „cringe“ fand als romantisch und ihre Liebe überhaupt nicht „gefühlt“ habe.
- die Atmosphäre. Vor allem den Beginn, dieses plötzliche Verschwinden der Menschheit und Ariadnes Leben in einer leeren Welt, fand ich stark und stimmungsvoll beschrieben, aber danach hätte ich mir oft mehr Details und Beschreibungen (besonders was die Städte in den verschiedenen Ländern betrifft) gewünscht. Mehr wäre in diesem Fall tatsächlich auch mehr gewesen!
- das unverschämte Glück, das nicht immer nachvollziehbare Verhalten der Figuren und die Logiklöcher. Generell hatte ich das Gefühl, dass die Protagonistin ein bisschen zu viel Glück auf ihrer Reise hatte, dass alles ein bisschen zu sehr am Schnürchen lief. Die Protagonistin braucht ein Motorrad? Wie praktisch, im nächsten Haus steht perfekte Gefährt! Außerdem kommt sie extrem schnell und problemlos voran, bringt pro Tag teilweise Hunderte von Kilometern hinter sich. Aus meiner Sicht war das alles etwas unglaubwürdig. Das Verhalten der Figuren konnte ich auch nicht immer nachvollziehen. Feuer legen in der Stadt, in der man wohnt? Vermutlich nicht ganz so eine gute Idee in einer Welt ohne Feuerwehr! Ein paar große Logiklöcher sind mir auch aufgefallen: Zum Beispiel sprießen bereits wenige Wochen oder Monate nach dem Verschwinden der Menschheit Blumen und Gras aus den Motorhauben verlassener Autos, aber Strom, Wasserleitungen, Handyempfang und Internet funktionieren immer noch einwandfrei (zumindest meistens), obwohl nichts mehr davon gewartet wird? Ich bezweifle es!
- den Mangel an Erklärungen. Für die mysteriösen Vorkommnisse gibt es keinerlei Erklärungen (die Figuren rätseln selbst auch eher halbherzig herum) und die lieblos wirkende Auflösung am Ende konnte mich leider gar nicht überzeugen. Da hat es sich jemand aber sehr einfach – um nicht zu sagen ZU einfach – gemacht!

„Irgendwelchen Macho-Scheiß kannst du dir sparen. Ich fahre dir entgegen. Ob es dir passt oder nicht. Ich bin doch kein hilfloses Frauchen.“ E-Book Position 877

Mein Fazit

Nach einem starken, stimmungsvollen Beginn folgen leider Spannungseinbrüche, Oberflächlichkeit, Logiklöcher, zu viele glückliche Zufälle und eine Liebesgeschichte, die mich nicht überzeugen konnte. Es gab einige gute Ansätze und gelungene Momente und ich mochte den Schreibstil und die Tierliebe, insgesamt habe ich mir aber von dieser Dystopie in vielen Bereichen (Figurenzeichnung, Spannung, Plot, Tiefe) einfach mehr erhofft! Eventuell könnte das Buch etwas für Jugendliche sein (auch für sie gibt es allerdings bessere Dystopien dort draußen), eine klare Leseempfehlung gibt es von mir dieses Mal aber nicht.

Bewertung

Idee: 4 Lilien
Inhalt, Themen, Botschaft: 3 Lilien
Tiefe: 2 Lilien
Umsetzung: 3 Lilien
Worldbuilding: 2 Lilien
Einstieg: 5 Lilien
Ende: 3 Lilien
Schreibstil: 4 Lilien
Figuren: 3 Lilien
Spannung: 2 Lilien
Tempo: 3 Lilien
Wendungen: 3 Lilien
Atmosphäre: 2 Lilien
Emotionale Involviertheit: 3 Lilien
Feministischer Blickwinkel: 4 Lilien
Einzigartigkeit: 3 Lilien

Insgesamt:

❀❀❀ Lilien

Dieses Buch bekommt von mir knappe 3 Lilien!
Profile Image for M.andthebooks.
805 reviews
August 16, 2021
Rezension: (kann Spoiler enthalten)

Danke an Netgalley und den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Der Klappentext hat mir sehr gut gefallen, weil es echt interessant klang, dass plötzlich alle Menschen verschwinden. Da habe ich mich natürlich gefragt, wieso.
Und die Geschichte hat mir echt gut gefallen, weil Ariadne und Sanghyun absolut sympathisch waren, das habe ich nicht so oft. Sie waren einfach tolle Figuren und ein schönes Paar, ich mochte es, dass ihre Lovestory nicht auf dem üblichen Kitsch beruhte, sondern einfach auf Verbundenheit und sie durch all ihre Erlebnisse wuchs.
Außerdem gefiel mir der Schreibstil sehr, er war wirklich angenehm und hatte etwas Traumhaftes.
Das Ende selbst hat mir auch gut gefallen, es hat alles ganz gut aufgelöst, aber es war recht wenig erklärt. Trotzdem hatte es etwas Magisches an sich, das ich wirklich sehr mochte. Da hat es mich nicht mehr soo gestört, dass es recht wenig erklärt wurde. Ich will nicht zu viel verraten, denn das würde zu sehr spoilern, doch eines kann ich abschließend über die Geschichte sagen:
Sie war wirklich schön und die Ereignisse, die diese beiden Menschen zusammenbringen, hatten schon etwas Magisches.

4,5 Sterne
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350 reviews1 follower
August 6, 2021
Schon wie der Klapptext geschrieben ist, hat mich total begeistert. Ein lockerer und witziges Buch habe ich erwartet.
Der Schreibstil von Nika S. Daveron ist leicht zu lesen und ich kam schnell ins Buch rein. Es umfasst 18 Kapitel plus Epilog und ist geschrieben aus der Ich-Perspektive der Protagonistin Ariadne.

Ariadne ist eine tolle Person. Ich konnte mich in sie hineinversetzen und fand sie sofort sympathisch. Soweit man es eben kann, wenn man sich vorstellt, dass man plötzlich der letzte Mensch auf Erden ist. Einfach so, von einem zum anderen Moment. Aber dann nimmt Sanghyun Kontakt zu ihr auf. Blöd nur dass sie in Frankreich sitzt und er in Shanghai - nicht grade ein Katzensprung. Apropos Katze: Ariadne hat eine - ihr Name: Katze. Ach wie ich sowas liebe. Trockener Humor, dem man öfters im Buch begegnet.

Die Geschichte hat mich unterhalten und amüsiert. Auf der anderen Seite auch schockiert und traurig gestimmt. Es hat mich etwas zum nachdenken gebracht.
Ein wundervolles, mal ganz anderes Buch - habe bisher nichts vergleichbares gelesen und kann es jedem empfehlen.
Profile Image for Miri | tthinkttwice.
235 reviews2 followers
August 4, 2021
Was würdest du tun, wenn du der letzte Mensch auf der Welt wärst? Über die Frage habe ich tatsächlich noch nie bewusst nachgedacht. Und jetzt, da ich dieses Buch hier kenne, würde ich nie der letzte und einzige Mensch auf Erden sein wollen – es wäre so einsam.

Ariadne tut nur das, was sie will. Sie schmeißt ihr Studium, auf ihren Job hat sie auch nicht so richtig Lust und sortiert Menschen aus ihrem Leben, sobald diese zu anstrengend werden und ihr keine Freude mehr bereiten. Sie liebt ihre Freiheit, Verantwortung übernimmt sie nur ungern. Ariadne ist so eine richtige Partymaus, die keinen Gedanken an morgen verschwendet. Doch dann sind von einem Moment auf den anderen plötzlich alle Menschen auf der Erde verschwunden. Ihre beste Freundin ist weg, ihre Schwester ebenso. Kein Mensch mehr da.
Zu Beginn findet Ariadne das noch ziemlich gut, ganz alleine zu sein. Sie geht shoppen und klaut sich all die Kleidung, die sie sich sonst nicht leisten kann. Isst nur das Beste vom Besten, säuft bis zur Besinnungslosigkeit und genießt ihre immense Freiheit in vollen Zügen. Das Genießen hält jedoch nicht lange an. Irgendwann wird es ganz schön einsam, selbst mit ihrer Katze und einem aufgelesenen Hund an der Seite.
Ariadne beginnt Fotos in den Sozialen Medien zu posten, in der Hoffnung, dass es doch noch einen anderen Menschen auf diesem Planeten gibt, mit dem sie reden kann.

„Meine Fotos wurden kurioser. Selfies im leeren Supermarkt. Ein „Hilfe“ aus Dosenravioli gebaut. Da war niemand. Niemand sah meine Bilder, egal wie viel Hashtags ich versuchte. Ich betitelte sie alle mit #iamunstoppable.“

Als eines Tages dann plötzlich Ariadnes Handy aufleuchtet und eine Nachricht anzeigt, ist sie ganz aus dem Häuschen. Blöd nur, dass der Schreiber der Nachricht – Sanghyun – auf der anderen Seite der Welt in Shanghai sitzt.

Zuerst einmal möchte ich sagen, dass das Buch nicht realistisch ist und ich glaube auch, dass es keinerlei Anspruch auf Realismus erhebt. In “Allein durch die Sterne” bleiben der Strom und die Handynetze mehrere Wochen, wenn nicht sogar Monate mehr oder weniger intakt. Bis auf einige regionale Ausfälle, passiert hier nicht viel. Das würde in der Realität natürlich ganz anders aussehen. Da würde alles innerhalb weniger Tage kollabieren.
Wem Realitätstreue wichtig ist, der wird vermutlich einige Schwierigkeiten mit der Geschichte haben. Wer sich auf das Gedankenexperiment einlässt, wie es sich wohl als letzter Mensch auf Erden anfühlt, der wird seinen Spaß mit dem Buch haben.
Meiner Meinung nach ist es bei der Geschichte um Ariadne und Sanghyun nicht wichtig, ob das mit dem Strom wirklich so funktioniert oder nicht. Der Fokus liegt hier ganz woanders. Hier sind zwei Menschen, die durch die Abwesenheit aller anderen Menschen und den Überlebenskampf erfahren, was ihnen wirklich wichtig ist im Leben.

Das Buch ist aus Sicht von Ariadne geschrieben. Die Leser*innen begleiten sie auf ihrem Weg durch die Apokalypse. Obwohl wir nur ihre Gedankenwelt miterleben, lernen wir Sanghyun auch sehr gut kennen. Beide offenbaren im Laufe der Gesichte ihr Innerstes.
Im realen Leben wäre ich mit Ariadne nie ausgekommen. Uns beide trennen Welten. Hier im Buch mochte ich sie dagegen sehr. Sie ist äußerst tierlieb und Nika S. Daveron gelingt es sie sehr authentisch darzustellen. Genauso wie auch Sanghyun. Beides Charaktere, die ich im Buch gerne mochte, mit denen ich im echten Leben jedoch nie hätte befreundet sein können.

Der Schreibstil der Autorin hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Er ist locker und leicht und hat mich nur so durch’s Buch getragen. Ich habe das Buch auch sehr zügig durchgelesen. Es hat einfach Spaß gemacht und ich wollte unbedingt wissen, wie es weiter geht.
Leider sind mir beim Lesen einige Fehler aufgefallen. Zu viele, als das ich sie in einem veröffentlichten Buch tolerieren könnte. Dafür gibt es von mir auch einen Stern Abzug.

Eine Geschichte wie diese, habe ich bisher noch nicht gelesen. Und auch wenn sie nicht realistisch ist, hat sie mir unglaublich gut gefallen. Sie vermittelt eine Message, ist spannend und voller Emotionen.Ich bin wirklich froh, dass ich auf dieses Buch aufmerksam wurde.

Ich vergebe sehr gerne gute 4 von 5 Sternen.
Profile Image for Runenmädchen.
239 reviews8 followers
July 11, 2021
Inhalt:

In diesem Buch geht es um Ariadne, die ihrem Leben bislang keinen Sinn geben konnte und nur in den Tag hineinlebte. Ihre engen sozialen Kontakte bestanden aus ihrer Schwester und ihren Freundinnen aus dem Badmintonclub. Und in letzterem passiert es: Plötzlich ist sie alleine, alle Menschen sind fort- einzig Tiere gibt es noch. Instagram sei dank lernt sie dann doch noch einen Menschen kennen, Sanghyun lebt in Shanghai. Beide beschließen sich auf der Hälfte des Weges zu treffen. Eine Reise beginnt.

Gestaltung und Genre:

Cover samt Titel, Genre (Science-Fiction) und Klappentext haben mich neugierig auf dieses Buch gemacht. Allerdings sollte man dieses Buch meiner Ansicht nach eher als Jugendbuch deklarieren.

Schreibstil:

Erzählt wird die Geschichte aus Sicht von Ariadne. Die Erzählweise ist relativ flüssig, dennoch wurde der Lesefluss drei bis vier Mal aufgrund des Ausdrucks unterbrochen. Insgesamt betrachtet, war es sprachlich wahrlich kein Highlight, vielmehr finde ich es beispielsweise eher befremdlich, wenn beschrieben wird, dass Menschen „fressen“.

Story:

Der Plot klang ganz interessant. Die Idee ist zwar nicht neu, aber sie bietet Autoren viel Spielraum für die eigene, besondere Interpretation. Und die Geschichte, insbesondere die Verbindung, die Ariadne und Sanghyun aufbauen, hat die Autorin recht schön beschrieben. Was allerdings offen bleibt (und das ist das größte Manko im Bereich Science-Fiction), sind jegliche Erklärungen, wie „es“ passierte und warum es keine Menschen mehr gibt. Die fehlende Ursache ist nur ein Beispiel von Vielen. Das Buch lässt mich mit vielen Fragen zurück. Ich finde, dass unendlich viel Potenzial verschenkt wurde. Außerdem war das Buch vorhersehbar, je mehr ich gelesen habe, desto eher habe ich gehofft, dass es nicht ein solches Ende geben wird. Für mich persönlich war es ein enttäuschendes Ende und durch die fehlenden Erklärungen macht es wenig Sinn, zumindest so wenig, dass ich es nicht ernst nehmen kann. Es wirkt zu konstruiert und unlogisch.

Fazit:

Mir hat das Buch in Anbetracht des vorgegebenen Genres wenig gefallen, weil ich mehr erwartet habe. Allerdings war es auch nicht schlecht genug, um keine Empfehlung aussprechen zu können, wenn man denn die Zielgruppe beachtet: Es ist ein seichtes Jugendbuch. Ich kann es allen (Jugendlichen) empfehlen, die zwischendurch eine leichte Geschichte lesen möchten und sich damit zufrieden geben können, dass nichts, was zu dem Umstand einer menschenleeren Welt geführt hat, erklärt wird.



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Herzlichen Dank an den Piper Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars in Form eines eBooks.
37 reviews
August 16, 2021
Ich begegnete diesem Buch auf Netgally während ich dort durch die verschiedensten Titel stöberte um neue Bücher zu entdecken, wie ich es mir in Zeiten von Corona angewöhnt habe als Besuche in Buchhandlungen nicht möglich waren. Das schöne Cover verleitete mich dann wohl dazu mir dieses Buch genauer anzusehen und nach dem mich dann auch der vielversprechende Klappentext überzeugen konnte musste ich mich doch gleich Mal für ein Rezensionsexemplar bewerben. Danke für das Bereitstellen eines Exemplares.

Aber trotz dem wirklich überzeugenden Cover und Klappentext ging ich ohne wirklich Erwartungen an das Buch. Ich meine das vorgestellte Setting an sich ist schon schwer vorstellbar und das ganze dann auch noch als fiktionales Buch. Irgendwie schwer vorstellbar für mich gewesen welche Ausmaße das ganze hätte annehmen können. Und ich wurde sehr positiv überrascht.
Die Geschichte wird aus der Sicht von Ariadne erzählt was es einem gut möglich macht die Geschichte mit ihr zu erleben und ihre Gedankengänge in dieser absurden Situation verständlich zu verfolgen. Sie war mir sofort sympathisch und ich konnte ihre Handlungen und Emotionen gut verstehen und mir so überlegen wie ich gehandelt hätte. Generell hat mich das Buch sehr zum Nachdenken angeregt, wie würde ich nur handeln wenn auf einmal keine Menschen mehr existieren würden? Auch die Situation an sich, so ohne Menschen, war gut dargestellt und auch die Probleme welche auftreten wenn auf einmal keine Menschen mehr existieren waren gut durchdacht und Glaubwürdigkeit. Viele davon sind mir zuvor gar nicht bewusst gewesen.
Der Schreibstil ist auch angenehm wenn auch sehr eigen. Aber er hat für mich perfekt zu Ariadne und ihrer Situation gepasst.

Einzig und alleine das Ende kam mir etwas zu abrupt. Meiner Meinung nach hätte da noch einiges mehr rausgeholt werden können und es hätte noch die ein oder andere, für mich persönlich wichtige, Frage geklärt werden können bzw. müssen. Naja aber ich denke auch das es okay gewesen ist den Fokus so zu legen wie er gelegt wurde und dass das Ende zwar nicht das beste aber auch okay und irgendwie passend ist.

Meiner Meinung nach ist dieses Buch eine Empfehlung für die jenigen die eine unterhaltsame und kurzweilige Lektüre für einige angenehme Stunden suchen.
1,798 reviews7 followers
July 30, 2021
"Allein durch die Sterne" ist das zweite Buch für mich welches ich von der Autorin lesen durfte.

Schon als ich dieses ich dieses wunderschöne Cover zum ersten mal gesehen habe war mein Interesse geweckt, als ich dann den Klapptext gelesen habe, wusste ich einfach ich muss dieses Buch einfach lesen. Der Einstieg viel mir allerdings, warum genau könnte ich gar nicht sagen, ein wenig schwer. Das war allerdings ganz schnell wieder vorbei, hat vielleicht so ungefähr 10 Seiten angedauert. Als ich dann richtig im Buch war, konnte ich es kaum wieder aus der Hand legen. An zwei Abenden habe ich es fertig gelesen.

Ich weiß gar nicht was ich in so einer Situation machen würde. Ich treffe mich mit meinen Freunden, gehe kurz zurück und bin alleine. Nicht nur meine Freunde sind weg, nein die ganze Stadt und anscheinend auf der ganzen Welt. Nur noch Tiere gibt es, besonders viele wilde Hunde (was auch sehr oft betont wird). Die erste Zeit macht es bestimmt Spaß endlich mal seine Ruhe zu haben, "einkaufen" gehen ohne Geld auszugeben, aber dann, keine Ahnung... Ich würde wahrscheinlich durchdrehen.

Was ich ein wenig Schade fand war das Ende, es wird leider überhaupt nicht aufgeklärt was da eigentlich passiert ist, warum sind alle Menschen verschwunden bis auf diese zwei?? Wo sind sie alle hin?? Das hat mir den Spaß am Buch ein wenig verdorben, Schade.

Der Schreibstil der Autorin ist wirklich flüssig und leicht. Kein Meisterwert aber das richtige Buch um abzuschalten und nachzudenken was wäre wenn... Hat sich nicht jeder schon mal gedacht, was würde ich machen, wenn ich der letzte Mensch auf Erden wäre... Hier erfährt man es und es ist nicht so toll wie man es sich vielleicht vorgestellt hat.

Ariadne trifft sich mit ihren Freundinnen zum Sport, als sie aus der Umkleidekabine kommt sind auf einmal alle verschwunden. Nicht nur ihre Freundinnen sondern einfach alle Menschen. Verzweifelt setzt sie immer neue Post in den sozialen Medien ab und tatsächlich, irgendwann bekommt sie Antwort von Sanghyun. doch der ist auf der anderen Seite der Welt....
Profile Image for Stella.
7 reviews
January 24, 2024
Traumhaftes Buch für alle mit Sehnsucht!

Die freiheitsliebende Ariadne tut nur was sie will: Sie versucht sich an Dingen, die ihr Spaß machen und umgibt sich nur mit Leuten, die ihr Freude bereiten – sowie mit ihrer Katze namens Katze. Doch dann sind alle Menschen in ihrer Umgebung von einem Moment auf den anderen verschwunden. Ariadne ist der letzte Mensch auf Erden und völlig allein. Bis sie eines Tages eine Nachricht von Sanghyun erhält – dumm nur, dass er in Shanghai und auf der anderen Seite der Welt ist ...

»Meine Fotos wurden kurioser. Selfies im leeren Supermarkt. Ein „Hilfe“ aus Dosenravioli gebaut. Da war niemand. Niemand sah meine Bilder, egal wie viel Hashtags ich versuchte. Ich betitelte sie alle mit #iamunstoppable.«

Charaktere:

Bei “Allein durch die Sterne” gibt es streng genommen nur zwei Charaktere - die anderen stammen aus der Erinnerung der beiden Hauptcharaktere oder sie sind Tiere. Was das ganze extrem liebenswert macht. Aber auch schrecklich traurig zwischendurch. Achtung: Diese Charaktere können euch das Herz brechen.

Stil:

Wunderschön, traurigkomisch, lustig und mitten aus dem Leben. Ariadne erzählt ihre Geschichte, als säße sie bei mir auf dem Sofa und so muss das bei einem solchen Buch auch sein. Ich habe die lustigen Momente echt geliebt, die traurigen haben mich völlig umgehauen und ich war irgendwo zwischen Heullachen. Gibt es das Wort überhaupt?

Meinung:

Bezaubernd, erschreckend … ich benutze eigentlich sonst nicht so viele Adjektive in meinen Rezensionen aber für dieses Buch braucht man eine Menge. Weil es sich nicht mit einem Wort beschreiben lässt. Ich habe jeden Moment auf Ariadnes Reise genossen und hätte am liebsten noch 100 Seiten Buch gehabt (allerdings ist die Geschichte schlichtweg auserzählt und bedarf keiner 100 weiteren Seiten). Die Romanze war für mich nicht mal das Wichtigste, aber sie ist wenigstens endlich mal logisch erzählt. Nicht ständig die ewige Liebe - Eifersucht, Unsicherheit und Zoff gehören da auch zu und das macht die Charaktere so menschlich. Lest dieses Buch!
Profile Image for Jenny.
66 reviews
July 31, 2021
Das Buch „ Allein durch die Sterne“ hat mich leider nicht so gepackt wie ich gehofft hatte.
Es ist ein Jugend Dystopie Buch, aber die Geschichte an sich, hat bei mir für mehr Verwirrung als Freude gesorgt.
Plötzlich war die Ich Protagonistin Adriadne ganz allein auf der Welt, bis sie Shaygnun per Social Media gefunden hat .
Die ganze Story beschäftigt sich dann mit dem Weg des Aufeinandertreffens der Beiden. Dabei sehen sie einigen Gefahren ins Auge. Mir fehlte da komplett der Sinn und die Spannung. Anfangs war ich noch neugierig, was alles passieren wird und ob es einen Grund für das plötzliche Verschwinden der Menschheit gibt. Ich habe auch mit Adriadne gekämpft und gelitten, besonders bei einer Szene.
Aber so richtig gepackt hat mich das Buch leider nicht.
Der Schreibstil war dagegen sehr gut zu lesen. Die Sätze sind kurz gehalten und aus den Gedanken einer Jugendlichen geschrieben . Anfangs froh darüber, alleine auf der Welt zu sein, keine Verantwortung übernehmen oder Rechenschaft irgendjemanden gegenüber abgeben zu müssen, ändert sich das anfangs freudige Gefühl, in Einsamkeit und Ängste.
Das Gute an der Geschichte ist für mich die Bedeutung. Es zeigt das man dankbarer für das Leben sein soll. Für alles was man hat, auch Wertschätzung entgegen bringen soll.
Strom, warmes Wasser, Essen. All das ist nicht selbstverständlich.
„Der Mensch ist ein domestiziertes Tier, das ohne andere Menschen nicht leben kann“.

Der Mut der Beiden, sich auf einen Weg mit 4500km zu machen, ist bemerkenswert. Wie groß kann die Sehnsucht nach einem fremden Menschen sein, wenn es keinen Anderen mehr gibt, um so eine Entfernung mit Gefahren und möglichen Problemen zu wagen?

Wer würde auch um die Welt reisen, um seiner wahren Liebe zu begegnen?

An sich ein nettes, leicht zu lesendes Buch, dass berührt, aber nicht fesselt.
Profile Image for Gitti.
1,167 reviews
August 1, 2021
Ariadne lebt ziemlich ziellos vor sich hin, Hauptsache die Erwartungen des Vaters nicht erfüllen. So schlägt sie sich als Kellnerin durch und weiss nicht so recht, was sie mit ihrem Leben anfangen soll. Doch eines Tages sind von einem Moment auf den anderen alle Menschen einfach verschwunden. Um herauszufinden, ob noch jemand da ist, postet sie auf Instagramm und tatsächlich, eines Tages stellt sich heraus, dass es genau noch einen anderen Menschen auf der Welt gibt, Sanghyun. Allerdings ist er in Shanghai und damit am anderen Ende der Welt. Die beiden beschließen sich zu treffen, auf der Hälfte der Strecke zwischen ihnen in Jekaterinenburg. So macht sich Ariadne mit ihrer Katze und dem Hund Tobi auf den Weg.
Am Anfang habe ich etwas Probleme gehabt, ins Buch zu kommen. Ariadne wirkte da sehr Ich-Bezogen auf mich und ich bin mit ihr nicht warm geworden. Das hat sich erst geändert, als sie sich auf den Weg macht, um Sanghyun zu treffen. Da wird ihre Fürsorglichkeit für die Tiere sichtbar und sie verändert sich deutlich merkbar. Sie kümmert sich um die Tiere, die sie begleiten, befreit immer wieder eingesperrte Tiere und vor allem baut sie eine Beziehung zu Sanghyun auf, macht sich Sorgen um ihn und versucht ihm aus der Ferne zu helfen. Gegenseitig motivieren Sie sich immer wieder, bis sie das Ende ihrer Reise erreichen.
Die Kapitel des Buches sind mit einzelnen Hashtags überschrieben, die ziemlich gut zum Kapitelinhalt passen. Der Schreibstil ist locker und flapsig, passend zum Alter der Protagonisten. Am Ende mochte ich das Buch nicht mehr weglegen, da ich unbedingt wissen musste, ob die beiden ihr Ziel erreichen und ob es eine Auflösung der ja doch recht seltsamen Situation gibt. Alles in allem kann ich das Buch auf jeden Fall empfehlen.
Profile Image for Karschtl.
2,256 reviews61 followers
October 12, 2021
4,5 Sterne

Von einer Sekunde auf die andere ist Ariadne komplett allein auf der Welt. Alle anderen Menschen sind spurlos verschwunden, ohne dass es dafür eine Erklärung gibt. Ariadne gibt sich aber auch nicht sehr viel Mühe, den Grund für dieses Phänomen herauszufinden. Oder wieso sie noch übrig ist. Stattdessen richtet sie sich in ihrem neuen Leben ein, dass ebenso viele Freiheiten wie Einschränkungen mit sich bringt. Und dann stößt sie auf noch einen 'Überlebenden' - allerdings befindet der sich im fernen Shanghai.

Ich fand die Idee der Geschichte wirklich toll. Das ist ein spannendes Gedankenexperiment, bei dem ich mich ständig gefragt habe: wie würde ich mich jetzt an dieser Stelle verhalten? Nachdem ich nicht nur "I am Legend" gelesen und gesehen habe, sondern auch "Die Wand" von Marlen Haushofer, hätte ich wohl ziemlich bald mal angefangen mir Gedanken darüber zu machen, welches Obst und Gemüse ich kultivieren könnte und welche Tiere ich mir halten würde, damit ich auch in ein paar Monaten (oder Jahren, wenn auch die letzte Dose geöffnet wurde) noch Essen habe. Darüber macht sich Ariadne komischerweise gar keine Gedanken. In anderen Situationen hingegen ist sie doch recht praktisch veranlagt und weiß sich zu helfen. Dann widerum verabsäumen Ariadne und Sanghyun es, wichtige Absprachen zu treffen. Was sie z.B. tun wenn es plötzlich keinen Strom mehr gibt und sie nicht mehr täglich telefonieren können. Eigentlich unvorstellbar, dass es keinem der beiden einfällt, da rechtzeitig vorzusorgen.

Ich habe wirklich jede Seite des Buches mit großem Interesse und teils auch Spannung gelesen. Wartete aber auch immer noch auf eine Aufklärung, was denn nun überhaupt eingangs passiert ist. Dahingehend hat mich das Buch nicht ganz überzeugt, der Rest passte aber!
Profile Image for Maike Ruppelt.
Author 9 books3 followers
April 16, 2022
Was Ruhiges für zwischendurch

Ein hübsches, verträumtes Cover und der tolle Titel nebst vielversprechender Beschreibung - davon habe ich mich hier anlocken lassen. Diese spezielle Plötzlich-allein-auf-der-Welt-Fantasie zieht mich immer wie magisch an, vor allem in Kombination mit der Vorstellung, wie sich zwei Menschen in dieser Situation - abseits von allem, was einen im normalen Alltag so auseinanderreißen kann - finden und näher kommen ... egal wie oft dieses Thema schon in den verschiedensten Büchern aufgegriffen wurde. Leider konnte "Allein durch die Sterne" mit meinen Erwartungen jedoch nicht ganz mithalten.

Ganz wichtig ist mir bei jeder Geschichte, dass ich mich gut mit der Protagonistin oder dem Protagonisten identifizieren oder mich zumindest gut in sie/ihn hineinversetzen kann. Besonders Ariadne fand ich hier jedoch tlw. so anstrengend, dass ich über manche ihrer Handlungen nur den Kopf schütteln konnte. Auch ihre Gespräche mit Sanghyun blieben durchgehend ziemlich oberflächlich, obwohl die beiden durchaus einige tiefgründigere Themen streifen, aus denen sie aber nicht viel mitnehmen.
[Zudem finden sich außergewöhnlich viele Grammatik- und Übersetzungsfehler in fast jedem Kapitel - ein paar Fehlerchen kommen natürlich überall mal vor und sind meiner Meinung nach überhaupt nicht schlimm, hier ist es mir jedoch sehr stark aufgefallen. Da es aber vermutlich an der deutschen Übersetzung liegt und nicht der Autorin selbst zuzuschreiben ist, habe ich dafür keinen Stern abgezogen.]

Die Story an sich plätschert ganz angenehm dahin, ohne große Höhen und Tiefen, und auch das Ende ist dann sehr einfach, passt aber gut zu dieser unaufgeregten Geschichte. Insgesamt also für die kleine Lesepause zwischendurch genau das Richtige.
Profile Image for Wuschel Yvo.
181 reviews
September 8, 2021
Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Den Namen "Katze" fand ich besonders toll, da es so an die alten Columbo Zeiten erinnerte. Die Autorin schreibt flüssig und die Seiten fliegen nur so dahin. Einzig die Wortwahl störte mich gelegentlich, aber zum Charakter von Ariadne passte es. Ich muss nur leider immer an Tiere denken, wenn jemand von sich selbst sagt, dass er frisst oder säuft. Gelegentlich fand ich auch ihre Art etwas dämlich bzw. ihr Handeln unlogisch. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich mehr Camping Erfahrung habe, aber ich glaube, dass ich sie einfach nicht wirklich leiden konnte. Nichtsdestotrotz gefiel mir die Geschichte ganz gut, aber wohl mehr wegen dem Abenteuer.

Wie schon der Klappentext fragt: Man stelle sich nur mal vor, dass man plötzlich alleine ist auf der Erde?! Eine unfassbar erschreckende Vorstellung. Dann noch etwa 4.500 km durch die Welt zu gondeln um den einzigen anderen Menschen auf der Welt zu treffen. Schon allein der Gedanke daran ist ein riesiges Abenteuer. So erlebt man auch allerlei mit den Beiden, wobei die Geschichte selbst nur aus der Sicht von Ariadne erzählt wird. Man kann lachen, sich aufregen, Nägel kauen, auch ein bisschen weinen und das Ende ist halbwegs rund - hier hätte man vielleicht noch ein wieso oder weshalb einfügen können. Es hat mir viel Freude bereitet das Buch zu lesen, denn es war eine leichte Lektüre für's Wochenende. Ich musste nicht viel nachdenken und konnte mich einfach berieseln lassen.

Fazit:

Eine spannendes Abenteuer um sich einfach berieseln zu lassen.
Profile Image for Anyah Maria.
467 reviews8 followers
July 3, 2021
Ariadne bevorzugt ein freies Leben, in dem sie tun und lassen kann was sie will. Ihr Studium für Modedesign hat sie geschmissen und nun kellnert sie sich ihren Lebenserhalt zusammen. Sie beißt jeden aus ihren Leben heraus, der ihr etwas vorschreiben oder zu belehren möchte. Gute Freunde hat sie, aber sie entscheidet, wer Platz in ihrem Leben hat und wer nicht. Als sie mit ihrer besten Freundin zum Badminton-Spielen verabredet ist, passiert in der Sport-Halle etwas, dass ihr Leben komplett durcheinander wirbelt. Denn von einer Sekunde zur nächsten ist sie mutterseelenallein. Kein anderer Mensch ist mehr da – weit und breit niemand. Eine Odyssee beginnt …

Dies ist die außergewöhnlichste Geschichte, die ich jemals gelesen habe und sie sie hat mich sofort in ihren Bann gezogen. Ariadne, die auf einmal ganz allein ist, etwas das sie sich zwar gewünscht hatte, doch so? Probleme fallen an, Gefahren lauern. Kann ein Mensch völlig auf sich allein gestellt überleben, geht das? Fragen gehen durch ihren Kopf, über den Sinn des Lebens. Über ihre Vergangenheit, ihr Verhalten. Es ist schön zu sehen, welche Entwicklung die Figur Ariadne durchfährt, wie sie lernt, die Wichtigkeit im Leben erkennt und Verantwortung übernimmt. Der Schreibstil der Autorin fasziniert mich ebenso wie die Geschichte selbst. Die Sprache ist modern und frisch. Die Geschichte in hohem Tempo erzählt, beinhaltet viele Emotionen, Trauer, Angst, Freude, Liebe – die ganze Bandbreite ist vertreten und wunderbar gezeichnet.

Natürlich vergebe ich dem Buch seine wohl verdienten fünf von fünf möglichen Sternen und empfehle es so klar weiter. Ich wurde prächtigst unterhalten und mochte das Buch gar nicht mehr aus den Händen legen. Ich wünsche dieser abenteuerlichen und gefühlvollen Dystopie, die so herrlich erzählt ist, eine große Leserschaft!
5 reviews
September 29, 2022
Allein durch die Sterne ist einfach ein wunderschönes Buch. Ich kann es nicht anders ausdrücken.

Ariadne lebt ihr Leben in Frankreich, weiß aber nicht so wirklich etwas mit sich anzufangen, bis plötzlich, mitten am Tag, die Menschheit verschwindet. Hier zeigt sich dann auch eine der Stärken des Buchs, der großartige Humor. Ariadne allein in der Welt ist einfach mega lustig, bis es dann irgendwann auch düster und bedrohlich wird.

Ein Glück, dass es Sanghyun gibt, der allerdings am Ende der Welt festsitzt, in Shanghai. Die beiden beginnen eine zauberhafte, aber auch gefährliche Reise.

Das sei mal so über den Inhalt gesagt, doch Allein durch die Sterne ist viel mehr. Es ist wunderschön, es ist zwischendurch auch tieftraurig (wer das Buch gelesen hat, weiß, was ich meine) und die Romantik kommt auch nicht zu kurz.

Absolute Empfehlung von mir, ich habe es in einem Rutsch durchgelesen!
Profile Image for Franziska Buechertatzen.
142 reviews23 followers
May 7, 2024
Bei diesem Buch haben mich Cover, Titel und Klappentext sofort überzeugt, dass ich es lesen wollte. Allein, dass die Protagonistin eine Katze namens Katze hat, war schon ein Anreiz für mich als Katzenliebhaberin und die „kreative“ Namensgestaltung hat mich natürlich neugierig gemacht.

Der Einstieg in das Buch ging flott und ich war direkt in der Geschichte drin. Es gibt keine ewig lange Einleitung, sondern das Hauptthema des Buches kommt sehr schnell zum Laufen. Das gefällt mir persönlich immer sehr gut, da ich nicht zu lange warten muss, bis die Spannung aufgebaut wird. Gerade in „Allein durch die Sterne“ ist es in meinen Augen wichtig, sich mehr auf die zentrale Thematik zu konzentrieren, statt nicht relevante Charaktere vorzustellen. Das ist hier sehr gut gelungen.

Mitfiebern und nachdenken

Ich konnte die Gefühle und Gedanken von Ariadne sehr gut nachvollziehen. Ihre Taten haben mich dazu angeregt, mich näher mit dem Thema auseinanderzusetzen und zu überlegen, wie ich mich als letzter Mensch auf Erden fühlen würde. Was sehr gut gelungen ist, war die Darstellung, wie die ganzen Prozesse, an denen wir Menschen mal mehr und mal weniger beteiligt sind, ineinander zerfallen, wenn niemand mehr da ist. Die Überlegungen, wie lange es noch Strom geben wird und hin zu dem Problem, dass irgendwann kein Essen, wie man es gewohnt ist, mehr nachkommen wird.

Das gesamte Buch über habe ich mitgefiebert, mitgerätselt und mitgehofft. Dadurch wurde ich sehr an die Geschichte gebunden und habe immer unbedingt weiterlesen müssen. Einzig das Ende hat mich etwas enttäuscht, da ich mir etwas anderes vorgestellt hatte.

Fazit

Eine spannende Thematik sehr gut verpackt in einer mitreißenden Geschichte, die zum Nachdenken anregt und zeigt, dass man vor lauter Gewohnheit vergisst, was eigentlich alles ineinander greift. Für mich eine absolute Empfehlung, wenn ich auch ein anderes Ende erhofft hatte.
Profile Image for Kathrin Schröder.
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January 11, 2023
Gelesen dank Netgalley Dystopie ab 16

Alle sind weg - Ariadne ist von einem Augenblick zum anderen allein in Lille und wohl auch in der ganzen Welt. Erst ihre Suche durch Social Media bringt einen zweiten Alleingebliebenen in Shanghai zu Tage. Doch die online geteilte Einsamkeit wird zusehends schwieriger je mehr ausfällt und sich die Hunde vermehren. Gemeinsam beschließen sie zueinander zu reisen.

Rezension:

1. Immer dran denken, ich bin nicht die Zielgruppe - dennoch für mich ist das Benennen der Kapitel mit hashtag ein eher lahmer Gag. Die Grundidee der Geschichte ist toll, doch die "Heldin" Ariadne gefällt mir gar nicht. Im Einstieg vor der eigentlichen Geschichte wirkt sie maximal unreif (Sprachstil, nicht vorhandener Lebensentwurf, Einstellung anderen gegenüber). Sie wirkt nicht wie Anfang, Mitte 20, sondern in einem deutlich jüngeren Verhalten hängengeblieben. Sie steckt in Vorläufigkeiten fest: Keine Beziehung, Haustür versehentlich dageblieben, kein Beruf oder Interesse an einem, aber auch keine anderen Lebensträume. Familiäre Beziehungen: Negativ (Vater) und weit weg (Schwester).

Die Welt ohne Menschen ist mit dem voranschreitenden Verfall der Zivilisation einigermaßen plausibel. Kleinere Logiklücken sind dabei völlig in Ordnung und stören den Erzählfluss nicht. Am Besten hat mir die Beziehung der beiden einsamen Seelen gefallen und das Ende - im letzten Drittel gewinnt die Geschichte für mich deutlich und das Finale ist super.

#Netgalleyde! #AlleindurchdieSterne #KathrinliebtLesen #Bookstagram #Rezension
Profile Image for Sunsy.
1,911 reviews28 followers
July 31, 2021
Ein dystopisches Jugendbuch, mal ganz anders, und auch wenn ich nicht wirklich dahinter gekommen bin, wieso und wodurch dies alles ausgelöst worden sein soll, so hat mich die Situation doch interessiert.

Ein spannendes Jugendbuch mit der Frage um den Sinn des Lebens, des Schicksals und der Verantwortung. Was ist uns wirklich wichtig? Und wie viel bedeutet uns das Internet, die Kommunikation und das menschliche Miteinander.

Geschrieben ist es in der ersten Person Singular und lässt uns somit die Welt aus Sicht von Ariadne sehen und erleben.

Mit ein paar Logik- und Rechtschreibfehlern (falsche, vertauschte oder fehlende Worte) hatte ich selbst zwar das Gefühl, nicht unmittelbar am Geschehen teilnehmen zu können, aber Jugendliche sind da vielleicht nicht so wählerisch ;) Auf jeden Fall geht es natürlich auch um die große Liebe. Um den Einen, der zu einem passt, auch über viele 1000 km hinweg.

Warum dann plötzlich alles wieder im Normalzustand war, wieder ohne irgendeinen Auslöser, das weiß nur die Autorin ;)

Fazit: Ein spannendes Buch mit kleinen Fehlern, aber auf jeden Fall empfehlenswert. 08/10 Punkte.

https://sunsys-blog.blogspot.com/2021...
Profile Image for Nika.
108 reviews7 followers
September 21, 2022
Gute Idee, die mit simpler Sprache und kurzweiligen Figuren umgesetzt wurde. Gut für zwischendurch, das Ende ist jedoch etwas unbefriedigend.

Meine Ausgabe des Titels hätte vor dem Erscheinen definitiv noch jeweils eine Runde durch Lektorat und Korrektorat gekonnt. Außerdem gab es hier und da für mich ein wenig problematische Aussagen in Bezug auf andere Kulturen und Länder.
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