Eine geheimnisvolle Villa, zwei rätselhafte Geschwister, eine große Liebe. Nach Jahren kehrt die achtundzwanzigjährige Sophie an den magischen Ort ihrer Kindheit zurück, die alte Villa der Nachbarsfamilie von Gutenbach. Hier verbrachte sie früher jede freie Minute mit den ätherisch-schönen Geschwistern Noah und Emilia. Mit siebzehn wurden Noah und sie ein Liebespaar, und Sophie erlebte ihre bislang glücklichste Zeit – bis Noah fünf Jahre später von einem Tag auf den anderen aus ihrem Leben verschwand. Nun führt ein Brief Sophie zurück in das geheimnisvolle Haus, in dem Emilia nach dem plötzlichen Tod der Eltern allein wohnt: Noah ist erneut verschwunden, und seine Schwester bittet Sophie um Hilfe. Sophie zögert, der Gedanke an ihre große Liebe lässt sie auch nach all der Zeit nicht los, doch dann ergreift sie die Chance: Sie muss Noah finden, vielleicht kann sie so endlich mit der Vergangenheit abschließen und ihr Herz erneut verschenken.
»Langsam streckte er die Hand nach mir aus, ließ die Handfläche offen wie eine Frage in der Luft schweben. Es war Antwort genug, dass ich meine Finger in seine legte.«
Darum geht‘s: Als die Familie von Gutenbach in die alte Nachbarsvilla einzieht, fühlt sich Sophie sofort angezogen von der scheinbaren Bilderbuchfamilie, vor allem aber von den Geschwistern Noah und Emilia und es entwickelt sich eine sonderbare Freundschaft. Mit siebzehn werden Sophie und Noah sogar ein Paar. Er verlässt sie jedoch von einem Tag auf den anderen und verschwindet ohne ein Wort aus ihrem Leben.
Fünf Jahre später wendet sich Emilia mit einem Brief an Sophie. Die Eltern sind bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen und Noah ist erneut verschwunden. Auf ihre ganz eigene geheimnisvolle Art bittet Emilia Sophie um Hilfe. Als Sophie in die alte Villa zurückkehrt, wird sie jedoch von Emilia ignoriert. Diese scheint sich nur noch für ihre Libellenzucht zu interessieren, die sie im Keller der Villa betreibt. Sophie macht sich also ohne Emilias Unterstützung auf die Suche nach Noah, da sie sich erhofft, endlich mit der Vergangenheit abschließen zu können.
So fand ich‘s: „Das Haus der Libellen“ ist für mich so ein Buch, das mich zuerst vor allem mit dem wunderschön gestalteten Cover angelockt hat. Und auch der Beginn war verheißungsvoll und das Versprechen des Klappentextes einer „mitreißenden, sinnlichen und schillernden“ Geschichte schien sich zu bewahrheiten. Schnell hatte mich der melancholisch angehauchte Erzählstil gefangen genommen und ich konnte mir die Villa und ihre Bewohner problemlos bildlich vorstellen.
Es ist dann auch diese Wehmut und Sehnsucht, die bis zum Schluss hin für mich die Stärke des Buches ausmacht. Zusammen mit den Kapitelüberschriften, die dem Leser spannende Details über die Libellen näherbringen, gefällt mir der Rahmen, sprich Schreibstil, Aufmachung etc., des Buches außerordentlich gut.
Leider konnte mich das Buch nicht durchweg so begeistern. Der Plot selbst zieht sich für meinen Geschmack zu sehr in die Länge. Auch wenn man durch die Kapitel, die in der Vergangenheit spielen, immer mehr von den Umständen und Begebenheiten erfährt, die zur aktuellen Situation geführt haben, hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte sich nur schwerfällig entwickelt und ich als Leser auf der Stelle trete.
Der Abschluss hat mich dann wieder etwas mit dem Plot versöhnt. Im Großen und Ganzen blieb die Geschichte durchweg konsequent und in sich schlüssig. Es ist vor allem ein Buch für Leser, die es gerne ruhig und unaufgeregt haben. Auch ich konnte mit dieser Lektüre einen Gang herunterschalten und den sinnlichen Schreibstil genießen. Doch ab und an hätte zumindest eine kurzzeitige Beschleunigung der Story bestimmt gutgetan.
„Das Haus der Libellen“ ist ja Emma Behrens erster Roman, der mir vor allem durch den besonderen Erzählstil in Erinnerung bleiben wird.
Sophie findet die alte Villa der Gutenbachs schon als Kind einen mysteriösen Ort voll Rätsel. Wie schön ist es da, dass sich ausgerechnet Sophie mit den beiden Kindern der Hausbesitzer, Noah und Emilia, anfreundet und zwischen Sophie und Noah sogar mehr als nur Freundschaft entsteht.
Nach einem Schicksalhaften Ereignis trennen sich jedoch die Wege und Sophie hat jahrelang nicht von den Gutenbachs gehört-bis ihr Emilia einen Brief schreibt. Darin bittet sie Sophie zu ihr in die alte Villa zu kommen und mit ihr nach Noah zu suchen, der verschwunden ist! Wo ist Noah und gelingt es Sophie ausserdem herauszufinden was damals wirklich vorgefallen ist?
Mir hat dieser aussergewöhnliche Roman wirklich gut gefallen! Der Schreibstil war sehr bildhaft und ich hatte sowohl die Villa, als auch das Dschungellabor von Emilia im Keller des Hauses, sowie die Gartenfeste in der Vergangenheit sehr schön vor Augen! Ausserdem war viel zwischen den Zeilen heraus zu lesen, gerade wenn es um die zwischenmenschlichen Aspekte zwischen Noah, Emilia und Sophie ging!
Die Personen sind sehr rätselhaft und verschlossen von Anfang an. Als Leser erfährt man zunächst nicht sehr viel, Emilia zum Beispiel verhält sich sehr merkwürdig und taucht völlig in ihr Dschungelabor mit den Libellen ein, erst nach und nach wird ersichtlich was eigentlich in den verschiedenen Personen vor sich geht! Ich fand das sehr rafiniert gemacht und mir hat das gefallen!
Die Handlung ist mysteriös und man rätselt einerseits was mit Noah passiert ist, aber auch was in der Vergangenheit geschehen ist, warum Sophie so plötzlich zu den Gutenbachs keinen Kontakt mehr hatte! Da das Buch in zwei Zeitebenen, kapitelweise wechselnd, erzählt wird, bekommt man sowohl etwas aus der Vergangenheit der drei mit, der Kindheit in der Schule und der ersten Liebe, als auch in der Gegenwart von der Spurensuche nach Noah. Dadurch ist das ganze sehr abwechslungsreich und bei mir kam nie langeweile auf!
Fazit: Für mich ein echtes Highlight gewesen, einerseits passiert viel zwischenmenschlich im Buch, andereseits fasziniert auch die Welt der Botanik und Insekten. Ich empfehle das Buch sehr gern weiter!
Dieses Ebook durfte ich über Netgalley kennenlernen und bedanke mich dafür. Meine Meinung über das Gelesene ist davon nicht abhängig.
Das Haus der Libellen von Emma Behrens ERSCHEINUNGSTERMIN 16.07.2021 DUMONT BUCHVERLAG GMBH & CO. KG BELLETRISTIK | FRAUENUNTERHALTUNG Zum Inhalt Eine geheimnisvolle Villa, zwei rätselhafte Geschwister, eine große Liebe
Nach Jahren kehrt die achtundzwanzigjährige Sophie an den magischen Ort ihrer Kindheit zurück, die alte Villa der Nachbarsfamilie von Gutenbach. Hier verbrachte sie früher jede freie Minute mit den ätherisch-schönen Geschwistern Noah und Emilia. ….
Klapptext Auszug .- Netgalley Noah verschwand urplötzlich, ohne Grund aus dem Leben von Sophie und brach ihr damit das Herz. Jahre später bekam sie einen Hilferuf von Noahs Schwester, sie solle ihr doch helfen Noah wieder zu finden, denn er wäre wieder verschwunden, nach dem Tod ihrer Eltern.
Eine rätselhafte Suche beginnt und nicht nur das, ihre Vergangenheit holt sie ein. Aber auch das Verhalten von Emilia ist äußerst merkwürdig.
Meine Meinung zum gelesenen Eine ausgesprochen tolle Geschichte, anders als üblich und sehr interessant. Die Geschichte ist rätselhaft und sehr emotional . Sie zeigt auch auf, wie es dazu kommen kann, dass man anders werden kann wie manch anderer, zurück zu führen auf das Verhalten der Eltern.
Eine gut durchdachte Geschichte mit viel Gefühl fürs Detail. Die Handlungen waren gut nachvollziehbar und verständlich.
Besonders gefiel mir aber der Schreibstil der Autorin, so feinfühlig und gut geschildert. Man lernt Noah, Emilia und Sophie sehr gut kennen und sie sind sehr gut beschrieben, dass man ihr Handeln in gewisser Weise gut nachempfinden konnte.
Beim Lesen sind mir ein paar Flüchtigkeitsfehler aufgefallen, aber dies kreide ich der Autorin nicht an, denn das hätte dem Verlag auffallen müssen. Aber wer überliest mal nicht so Kleinigkeiten, vor allem wenn die Geschichte selbst, wirklich wunderbar ist.
Wow, das war Mal wieder ein Leseerlebnis nach meinem Geschmack, denn die Autorin hat ein Händchen dafür, einem die Geschichte, so rüberzubringen, dass man ihren Zauber spürt.
Auch optisch finde ich das Buch sehr gelungen, denn überall sieht man wunderschöne Libellen, die bis auf die Innenseiten des Klappenbroschurs reichen.
Mich hat diese besondere Geschichte wirklich begeistert, denn sie hat was besonderes an sich, was nicht nur mit den Libellen zu tun hat, die im Haus gezüchtet werden, sondern sie besitzt auch einen gewissen Zauber, der sie umgibt, den man schlecht mit Worten erklären kann. Ich wurde aber auch damit gefangen wie Sophie sich Schritt für Schritt aus dem Bann und der Abhängigkeit ihrer Vergangenheit und Noah befreit und langsam Erwachsen wird. Man lernt mit Sophie und nimmt sogar was für sich selbst mit. Aber man spürt auch den Zauber, den auch Sophie empfindet mit.
Sophie war mir sofort sympathisch und hat mich mit ihrer ganzen sympathische Art gefangen, wogegen Emilia und später auch Noah für mich was geheimnisvolles an sich haben. Trotzdem Frage ich mich, was Sophie an den Geschwistern, insbesondere Noah mit seinen ganzen Gefühlsschwankungen findet, denn für mich würde es zumindest einen Teil der Abhängigkeit vertreiben.
Man begleitet Sophie auf der Suche nach Noah, durch die Rätsel und deren Lösung, was ich als sehr spannend empfand, da man jedes Detail und jede Gefühlsregung mitempfindet und sich fragt, was als nächstes passiert. Spannend im herkömmliches Sinn ist die Geschichte nicht. Die Autorin hat alles sehr gut beschrieben und führt einen mit ihrem lockeren aber auch gefühlvollen Schreibstil durch die Geschichte, die mich so gefesselt hat, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte, denn für mich war diese ganz besondere Geschichte ein echtes Highlight, welches ich absolut empfehlen kann und hoffe, dass es in Zukunft noch mehr von der Autorin zu lesen gibt
Inhalt: Sophie kehrt nach Jahren an den Ort zurück, in dem sie einen großen Teil ihrer Kindheit verbracht hat - die Villa ihrer früheren Nachbarn von Gutenbach. Ein tragischer Anlass führt sie hierher zurück und Sophie hofft hier zu finden, was sie selbst schon für gar nicht mehr machbar hält: einen emotionalen Abschluss mit der Vergangenheit.
Meine Meinung: Sophie, die Hauptperson des Romans führt die LeserInnen durch die Vergangenheit, durch ihre eigene Gefühlswelt und entlang eines Rätsel zu einem Geheimnis, das schon lange gelüftet werden möchte. Von Anfang an wollte ich in Sophie gern die Sympathieträgerin sehen, aber bis zum Ende des Romans ist es mir nicht gelungen. Zu abhängig von den Gefühlen und Erwartungen Anderer, zu festgefahren und gleichzeitig allen gegenüber, die ihr helfen möchten so angriffslustig. Und dann bekommt sie schon zur Hälfte des Buches das, von dem die LeserInnen wissen, dass es das ist, was sie braucht und will und wirft es fast wieder weg. Eigentlich mag ich zerrissene Charaktere, aber Sophie hat es einfach nicht in mein Herz geschafft. Vielleicht, weil von Anfang an klar war, wie es (zumindest auf emotionaler Ebene) enden würde? Die anderen Charaktere fand ich nachvollziehbarer und geradliniger.
Was mir sehr gut gefallen hat, war der Erzählstil. Wunderbar ruhig und nicht zu opulent, auch wenn sich die Beschreibungen manchmal in Wiederholungen verfangen. (Was mir allerdings trotz aller vorhandenen Beschreibungen gefehlt hat, war die Erklärung des Bezugs zum Titel.)
Der Roman lässt sich dank der schönen Sprache wunderbar und einfach lesen und ist auf jeden Fall super Sommer- bzw. Ferienlektüre.
„Das Haus der Libellen“ von Emma Behrens klang nach einer Geschichte ganz nach meinem Geschmack: Ein exzentrisches Geschwisterpaar in einer alten Villa, ein geheimnisvolles Verschwinden, eine Liebesgeschichte – dazu ein außergewöhnlich schönes und modernes Cover mit Blumen und Libellen, dass mich direkt neugierig gemacht hat.
Sophie ist mit den Geschwistern Noah und Emilia aufgewachsen und von Anfang an faziniert von Noah. Sie werden ein Liebespaar – bis er sie plötzlich verlässt. Jahre später ist Noah erneut verschwunden und Sophies Wunden immer noch nicht verheilt. Sie macht sich auf die Suche nach ihm. Dabei erfahren wir parallel zur Geschichte in der Gegenwart in Rückblenden alles zur Vergangenheit der drei Protagnonist:innen. Der Stil der Autorin lässt sich flüssig lesen, man ist schnell in die Welt der Geschwister und Sophie eingetaucht.
Ganz erfüllt wurden meine Erwartungen aber trotzdem nicht. Der Mystery-Faktor und die Spannung kamen für mich im Buch ein bisschen zu kurz und die ersten 2/3 fühlte sich das ganze für mich eher nach Teeniedrama an. Auch hätte ich mir noch ein, zwei spannende Plottwists gewünscht. Die Autorin spricht mit ihrer Sprache alle Sinneseindrücke an – auf Dauer haben sich einige Beschreibungen für mich, aber einfach zu häufig wiederholt (z.B. der salbeiduftene Mann, die gerade gehaltenen Schultern etc. ). Auch fehlte für mich eine Protagonistin mit der ich mich idenfizieren kann, denn den großen Teil des Buches fragte ich mich zu Sophie: Warum tut sie sich das an?
Insgesamt habe ich das Buch aber doch ganz gerne gelesen. Es war für den Urlaub ein schöner Feel Good Roman, der sich entspannt lesen lässt und mir ein paar Stunden Unterhaltung geboten hat. Daher gibt es von mir 3 Sterne.
Wer romantische Bücher mag, mit ein bisschen Mystik und Spannung, ist hier genau richtig. Eine junge Frau auf der Suche nach ihrer verlorenen Liebe und Kindheit. Ein Haus mit vielen Erinnerungen und einer exzentrischen Bewohnerin und die Suche nach Noah. Alles etwas versponnen und doch auch ein wenig spannend.
Aber für mich war es nicht das richtige Buch. Ausser der Geschichte mit Noah war eigentlich alles absehbar, "eine tapfere,junge Frau stellt sich der Vergangenheit".Die Sprache war sehr adjektiv belastet und alles wurde ausformuliert und beredet und die Handlung kam nicht voran. Weniger wäre mehr gewesen. Angelockt von dem Buchcover und den Libellen hatte ich etwas mehr Realtitätsbezug oder Nüchernheit erwartet. Es gibt bestimmt begeisterte Leserinnen für dieses Buch - ich bin es nicht :-) #dumontbuchverlag #NetGalleyDE
Der Klappentext von "Das Haus der Libellen" klang super spannend, sodass ich wahnsinnig neugierig auf die Geschichte war. Vor allem der Titel hat mich auch neugierig gemacht, da ich doch mehr zu der Namenswahl wissen wollte.
Leider war aber direkt der Einstieg in das Buch eher schleppend und mühselig. Manche Seiten habe ich irgendwann mehr überflogen, weil ich nicht richtig in die Geschichte reingekommen bin. Statt des erwarteten Spannungsaufbaus war es eher Verwirrung, da ich nicht wusste, auf was ich mich hier eingelassen hatte. Die Beschreibungen und die Story selbst wirkten auf mich eher düster. Den Zusammenhang zum Titel "Das Haus der Libellen" konnte ich zwar finden, aber ich hatte mir hier etwas mehr erhofft.
Im Verlauf der Handlung wurde es dann etwas besser, sodass ich das Buch nicht abgebrochen, sondern beendet habe. Letztendlich war ich doch noch zu neugierig darauf, was denn nun am Ende die Auflösung sein würde. Gerade diese konnte mich dann etwas milder stimmen, aber es hat halt leider nicht mehr dazu gereicht, dass mir das Buch noch sehr gut gefallen konnte.
Insgesamt also leider nicht meins und ich hatte vielleicht etwas zu hohe Erwartungen. Aber trotzdem noch ganz gut zu lesen und eine spannende Auflösung des Geheimnisses.
Das Debüt der Autorin macht vom Cover her tatsächlich Lust, es lesen zu wollen. Auch der Titel wispert von Liebe und Geheimnissen, etwas vielleicht Mysteriösem in einem besonderen Haus.
Voller Spannung steckt das Buch jedoch nicht. Im Gegenteil, es ist eher langweilig, und trotz allmählich – und erst viel später - enthüllender Tatsachen nahm die Spannung eher ab als zu. Alles dauert viel zu lange. Vielleicht liegt es am Schreibstil der Autorin. Sie wechselt in den Perspektiven immer wieder in die Vergangenheit und erzählt Begebenheiten, die die Geschwister von Gutenbach für mich eher immer unsympathischer werden ließen. Aber auch die Protagonistin ist nicht die Figur, in die ich mich gern hineinversetzen würde. Somit war ich von Anfang an Zuschauer und nicht inmitten der Geschichte. Einzig Manuel als absoluter Gutmensch fällt hier aus dem Rahmen.
Die ganze Szenerie hat etwas Nebulöses, denn obwohl sie im Jetzt stattfinden soll, hatte ich immer wieder das Gefühl, in einer Parallelwelt gelandet zu sein, es fehlte mir persönlich tatsächlich der Bezug zur Realität.
Sophie als Protagonistin ist im Grunde auf der Suche nach sich selbst. Sie hat noch nicht mit der Vergangenheit abgeschlossen und fordert Antworten auf viele Fragen. Nur deshalb lässt sie sich auf den Hilferuf von Emilia ein, lässt sich aber von ihr auch immer wieder beeinflussen, während sie mit ihr in der heruntergekommenen Villa wohnt. Und wartet und ausharrt, um überhaupt erst einmal zu erfahren, warum sie eigentlich kommen sollte.
Die Libellen und das dschungelartige Kellergewölbe sind nur Randerscheinungen. So ganz hat sich mir auch nicht erschlossen, warum das Buch nach ihnen benannt wurde, denn es geht doch um Liebe und Freundschaft, um Vergangenes, Gegenwärtiges und Künftiges, um das Loslassen-Können und das eigene Selbst.
Es gab Momente, in denen ich daran dachte, abzubrechen. Ich habe es nicht getan, bin aber etwas enttäuscht und gebe 06/10 Punkte.
Die ca. 3/4 des Buches sind alle Charaktere einfach nur so delulu, dass man sie schütteln will, aber am Ende siegt der Verstand. Der build-up der Story ist teilweise langwierig, aber gerade noch ok.