Deine Normalität ist meine Krise - Wir müssen reden!
2021 ist ein Jahr der Zäsuren. Mit der Bundestagswahl endet nach 16 Jahren die Ära Merkel, und in einer historischen Entscheidung stärkt das Bundesverfassungsgericht die Freiheitsrechte der jüngeren Generation. Die Ökologie steht nun endlich im Zentrum aller Zukunftsfragen: Wirtschaft, Verkehr, Ernährung, aber auch Wissenschaft, Journalismus und Politik – elementare Bereiche der Gesellschaft müssen neu gedacht werden. Große Umbrüche stehen bevor. Und es hängt viel davon ab, ob wir gemeinsame Lösungen finden. Wieviel Ehrlichkeit verträgt der Konflikt zwischen den Generationen? Wir müssen dringend miteinander reden. Aktivistin und Vize-Chefredakteur, Studentin und Familienvater: Spannend, offen und klug diskutieren Luisa Neubauer und Bernd Ulrich die Schicksalsfragen unserer Tage. Denn noch haben wir die Wahl.
Grundlegende Beziehungen sind aus dem Gleichgewicht geraten. Es gibt einiges zu klären. Denn nur wenn wir jetzt zusammenkommen und die richtigen Entscheidungen treffen, haben wir auch in Zukunft noch eine Wahl. Was muss passieren, damit wir die Veränderungen selbst in der Hand behalten? Wie kann es gelingen, Jung und Alt, Mann und Frau, Stadt und Land nicht gegeneinander auszuspielen, sondern zusammenzudenken? Gibt es Freiheit ohne Nachhaltigkeit? Aktivistin und Vize-Chefredakteur, Studentin und Familienvater, Millennial und Boomer – Luisa Neubauer und Bernd Ulrich haben je eine andere Sicht auf die Klimakrise, das Artensterben, den erstarkenden Populismus und die Freiheit der Späterlebenden. Ein überfälliges Klärungsgespräch zwischen zwei Generationen und die Analyse einer Welt, in der Ökologie nicht bloß ein Thema unter vielen ist, sondern Ausgangspunkt von allem.
Luisa-Marie Neubauer is a German climate change activist and publicist. In Germany, she is one of the main organizers of the Greta Thunberg-inspired school strike Fridays for Future.
Größtenteils überflüssig, Erkenntnisgewinn nahe Null. Viel moralische Selbstüberhöhung, wenig konkrete Ideen. Ich nehme den beiden ja Ihre ehrliche Sorge ab und teile sie in vielem auch, aber um zu dem Schluss zu kommen muss ich kein 240 S. Interview lesen.
Ich habe das Buch am Tag der Veröffentlichung gekauft und 1,5 Monate zum lesen gebraucht, das Buch hat mich demnach nicht so ganz gecatcht.
Das Buch ist eine Art Gesprächsprotokoll zwischen Luisa Neubauer und Bernd Ulrich. Zu Beginn wird erläutert wie beider Leben bisher verlaufen sind, um den Generationenkonflikt in Bezug auf das Thema Klima- und Umweltsch(m)utz zu verstehen. Danach quatschten sie über ihren Weg in der Klima- und Umweltschutz Szene, mit netten Anekdoten über Treffen mit Greta, Merkel, usw. Danach folgen Themen wie: Rolle der Medien, Freiheitsbegriff, Bundestagswahl und Einhaltung des 1,5 Grad-Ziels, grüne Demokratie und vermeintliche Radikalisierung.
Zum Schluss werden Wünsche in Bezug auf ein nachhaltigeres Leben geäußert. Für Utopien könnte es ein zweites Buch geben. Und um ehrlich zu sein: das brauche ich! Wir müssen ins Handeln kommen und nicht die ganze Zeit rumlabern wie schrecklich alles ist und noch schrecklicher werden wird.
Typografie: Da alles in einer Schriftart geschrieben ist, kam ich oft durcheinander wer von den beiden das gerade nochmal gesagt hat, vor allem wenn die Absätze lang waren. Für ein eventuell folgendes Buch wären zwei verschiedene Schriftarten besser. ;)
“du sagst, man weiß noch immer nicht, was politik ist, weil sie männlich und westlich überformt ist. ich würde ergänzen: wenn wir nicht bald herausfinden, wie tatsächlich klimagerechte außen- und innenpolitik aussehen kann, dann wird es eng.”
leider konnte ich aus noch haben wir die wahl nicht so viel mitnehmen, wie ich mir erhofft hatte. das größte alleinstellungsmerkmal des buches — nämlich der dialog als inhalt — ist auch zugleich dessen größte schwachstelle. enthalten waren spannende ansätze und gedanken, jedoch wenige neue erkenntnisse. so fühlte es sich an wie ein überflüssiges 240-seiten-interview.
Ich habe dieses Buch als Hörbuch gehört und fand es sehr bereichernd. Das Buch beinhaltet spannende Gedankengänge und Überlegungen. Vorallem die Rolle der Medien wird duch Herrn Ullrichs Hintergrund bei der Zeit toll dargelegt. Auch Frau Neubauers Sicht auf politische ist sehr interessant und hat mich bereichert. Es ist eines der besten Bücher zur Klimakathastrophe die ich gelesen habe.
Wenn sich Menschen in Familien oder Freundeskreisen so zuhören und antworten könnten wie Luisa Neubauer und Bernd Ulrich, wäre Weihnachten mit Sicherheit ein schönerer Tag. Ein Buch für die Tatsachen, für die Freiheit, für die Menschheit und Gegen das Alleinsein. Unfassbar wichtiges Buch, und ein gutes Beispiel dafür, dass Offenheit und der Wille, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen, helfen.
5 Sterne für‘s Thema an sich, leider nur 2 Sterne für den Aufbau - ich kam irgendwie nicht so gut mit der Art des „Gesprächsbuchs“ zurecht. Es war dann doch mehr ein langgezogenes Interview ohne viele neue Erkenntnisse, die ich mir erhofft hatte. Als Hörbuch aber vielleicht auch anders zu bewerten als in Form eines physischen Buchs :)
Eins vorweg: Ich bin nicht sonderlich politisch und habe mich bis dato nie viel mit Klimaschutz bzw. -politik beschäftigt.
Ich bin in das Buch mit dem Gedanken „Nur 240 Seiten? Schaffe ich locker an einem Tag!“ gestartet. Diese Erwartung wurde bitter enttäuscht.
„Noch haben wir die Wahl“ ist ein Buch, dass ziemlich eindrücklich unbequeme Wahrheiten nennt: nämlich das es für uns als Gesellschaft allerhöchste Eisenbahn ist, beim Klimaschutz so richtig in die Puschen zu kommen. Ich als „Normalo“, der sich dazu nie sonderlich viele Gedanken gemacht hat, fand es erschreckend. Einfach nur erschreckend. Mir war nie bewusst, wie schlimm es wirklich ist und das es im Schlimmstfall um Leben und Tod gehen wird. Die aktuelle Flutkatastrophe zeigt das eindrücklich.
Das Buch ist wie das Manuskript eines Gesprächs geschrieben, was es relativ einfach macht, zu folgen. Und obwohl es „nur“ ein Meinungsaustausch war, fand ich es viele Informationen, die ich erstmal verarbeiten muss. Deswegen konnte ich das Buch tatsächlich auch nicht so schnell lesen, wie ich es geplant hatte.
Gut fand ich, dass mit Luisa Neubauer und Bernd Ulrich zwei Menschen das Gespräch hatten, die eigentlich nur eins eint: der innere Drang, unsere Natur - und damit unseren Lebensraum - zu schützen. Luisa gehört zu den Millenials und Bernd zu den Boomern, die oft für die Krise verantwortlich gemacht werden.
Schön fand ich auch, dass sich beide nicht immer einig waren. Das war kein Gespräch á la „ja das seh ich ganz genau so!“. Also das gab es auch oft, da sie sich im Kern ja einig sind, aber eben nicht nur.
Das Buch zeigt auch super auf, warum die Politik diese Krise überhaupt nicht ernst nimmt (und warum die CDU nicht wählbar ist, aber das ist meine persönliche Meinung). Und warum wir als Gesellschaft es eigentlich kaum ernst nehmen. Uns ist überhaupt nicht bewusst, dass es nicht die Krise des Klimas ist, sondern unsere. Unsere selbstverschuldete Krise.
Ich kann das Buch nur sehr empfehlen, wenn man sich zu dem Thema ein wenig belesen will. Mir hat es Impulse gegeben, mich weiter dazu zu informieren.
Kein klassisches Sachbuch zweiter Ko-Autor*innen, sondern tatsächlich das Ergebnis eines Gesprächs zwischen zwei Personen, die sich zwar beide für Klimaschutz einsetzen, aber doch sehr unterschiedliche Biographien haben. Diese unterschiedlichen Perspektiven von Ruhrpott-Boomer und Hamburger Millenial machen das Buch aber umso interessanter. Neubauer und Ulrich gehen den Fragen nach, wie es zur Klimakrise kommen konnte, aber auch welche geopolitischen Konsequenzen ein baldiger Ausstieg aus der fossilen Energieerzeugung mit sich bringt. Ein Höhepunkt ist Ulrichs Auseinandersetzung mit dem sehr materiell geprägten Freiheitsbegriff der "Coalition of the Unwilling". Ein hoch aktuelles Buch, das auch immer wieder Bezug auf die anstehende Bundestagswahl im September 2021 nimmt, aber sicherlich auch nach dieser Wahl noch relevant bleiben wird.
Tolles Buch, dass ich so durchlesen konnte. Ein bisschen gefehlt hat mir die wissenschaftliche Perspektive bzw. Belegung und tiefgründigen Beschreibung von Argumenten. Dennoch nehme ich aus diesem Buch einige Argumente mit, die mir sicherlich in Gesprächen mit Bekannten/Verwandten helfen werden, wenn es mal wieder darum geht warum ich kein Fleisch mehr esse. Sowas hat mir bisher gefehlt und da hilft dieses Buch tatsächlich weiter. Empfehlenswert!
Eins der most thought-provoking Bücher zur Klimakrise das ich gelesen habe. Ein spannendes eloquentes und mutiges Gespräch über unsere Herausforderungen. Ungeschönt, selbstkritisch und schlagfertig. Zwei Meister der Worte an deren Selbstlosigkeit man sich ein Beispiel nehmen kann, denn sie kämpfen für unser Morgen - jeder auf seine Weise.
An interesting read. A conversation between two generations on equal terms in which there is a real dialogue, even if both parties do not completely agree on some points. Definitely a book that invites reflection.
3,5 Sterne, die ich abrunde, weil mich ein paar inhaltliche Punkte sehr gestört haben.
Ich versteh nicht, warum in einem Buch in dem für eine gerechtere und fairere Welt geworben wird, der "weiße Mann" schon fast an den Pranger gestellt wird. Bernd Ulrich: "Autofahren, Fleischessen, angeberische energieaufwendige Business-Mobilität, auch da sind Männer jeweils bedürftiger, begieriger und anmaßender als Frauen. Nicht zuletzt diese ganze Töterei: das Jägern, Metzgern, Grillen." Natürlich ist das nicht repräsentativ für das ganze Buch, aber an einigen Stellen kommt diese Haltung durch und das sorgt, aus meiner Sicht, nur zu Schuldzuweisung aber noch zu keiner kollektiven Änderung.
Die erste Hälfte des Buches fand ich gut und die Kapitel über die Politik haben mir richtig gut gefallen. Luisa Neubauer war mir dabei in den ganzen Gesprächen deutlich näher als Bernd Ulrich. Herr Ulrich hat für mich immer wieder den Eindruck gemacht, dass er mit einem schlechten Gewissen Frau Neubauer gegenüber sitzt und das mit intellektueller Rede ausgleichen möchte.
Die Forderungen Ausstieg aus fossiler Energie, weniger Auto und weniger Fleisch sind gut gemeint, aber an einigen Stellen nicht zu Ende gedacht. Aktuell ( Stand Oktober 2021) wird von einer Energiekrise ( Gasspeicher leer, Energiemangel in wichtigen Produktionsbereichen, drohende Blackouts,..) gesprochen. Sollte sich dieser Zustand verschärfen, wird die Umsetzung bzw. Akzeptanz von Klimapolitik sehr schwierig.
Ein ganz wichtiger Punkt, der in solchen Büchern fast immer ausgeklammert wird, ist die Geld-, Finanz- und Steuerpolitik. Warum hat z.B. die Politik jahrzehntelang, Investitionen in die Vergrößerung von landwirtschaftlichen Betrieben subventioniert? Wachsen oder Weichen war das politische Credo. Produzieren für den Weltmarkt der Anspruch an die Bauern. In diesem Zusammenhang darf auch gefragt werden, ob der Titel Exportweltmeister wirklich erstrebenswert ist.
Warum wird soviel konsumiert und weggeschmissen? Ganz oft, weil neu kaufen billiger ist, als reparieren. Das ist doch schon ein Hohn in sich.
„Ein Gesprächsbuch“ - als ich das gelesen habe, dachte ich erst „ohjee“. Auch mit Bernd Ulrich konnte ich mich bisher nur schwer anfreunden.
Und trotzdem hat mich diese Kombi neugierig gemacht, auch fand ich das letzte Buch von/mit Luisa Neubauer super interessant.
Es hat sich gelohnt, das Buch "startet" zügig, wenig Vorgewäsch zu meiner Freude. Es wird schnell aufgezeigt wie unterschiedlich die beiden aufgewachsen sind & Politik bisher erlebt haben. Ich hätte tatsächlich mehr Streit in dem Buch vermutet. Auch wurde mir aufgezeigt, weshalb einige Dinge in der Politik, besonders in der Klimapolitik, eventuell so sind, wie sie sind.
Ich bin Aktivistin und inzwischen parteipolitisch unterwegs. Dieses Buch ist für mich eine gute Lektüre die man immer mal wieder in die Hand nehmen kann, besonders im Wahlkampf.
Das Buch ist eine Momentaufnahme und bietet eine Sicht auf die Möglichkeiten und Chancen. '' Noch haben wir die Wahl'', bietet ein Gespräch zwischen dem Journalisten Bernd Ulrich und der Klimaaktivistin Luisa Neubauer. Ein brisantes Thema. Es ist auch ein Dialog zwischen zwei Generationen, welche mit verschiedenen Sichtweisen, bzw. Lebensentwürfen aufgewachsen sind. Luisa Neubauer ist viel in den Medien zu sehen und gibt den jungen Menschen, aber auch denen den unser Planet und das Klima am Herzen liegt, eine Stimme. Hier erfahren wir auch, was sie dazu antreibt. Bernd Ulrich beleuchtet den Kilamschutz teils auch mit kritischer Stimme und gewährt uns gleich zu Anfang des Buches Einblicke in seine Jugend, als es den Klimaschutz noch so nicht gab und wie die Politik damals aber auch heute, sein berufliches und privates Leben beinflusst haben. Hier trifft ein großer Schatz an Erfahrung und Erinnerung auf junge Entschlossenheit, die den Blick nach vorne richtet.
Das Buch bietet viele interessante und aktuelle Themen, die von einer anderen Art, von einer neuen Art ''zu reden'' beleuchtet werden. Das gefällt mir gut, besonders, dass es ein Dialog, Diskurs ist. Mir gefällt mit welcher Beharrlichkeit hier die relevanten Punkte für den Klimaschutz aufgezählt und verteidigt werden, denn oft fehlt es an Vorstellungskraft und Durchsetzungsvermögen diese Dinge auch so umzusetzten seitens der Politik. Besonders das Kapitel ''Leben nach Merkel' finde ich sehr gut gewählt, denn es zeigt auf, welche Alternativen es geben könnte. Auch beleuchtet es die letzten vergangenen 16 Jahre im Detail. Wer sich schon viel mit der Thematik Umwelt auseinander gesetzt hat, dem werden hier sicherlich viele Punkte und Sichtweisen schon klar sein, das 1,5 Grad Ziel, Thematik Greenwashing, aber auch ganz reale Themen wie das Abschmelzen der Polkappen... dennoch bietet dieses Gespräch eine Auseinandersetzung und eine Momentaufnahme. (Das Gespräch stammt aus der Zeit der dritten Corona Pandemie Welle, man kann auch noch deutlich den Nachhall und die Wirkung spüren). Weitere Kapitel sind ''Wie lebt es sich am Strand, wenn der Meeresspiegel steigt?'', ''Die Parteien und die 1,5 Grad'', ''Geopolitik auf einer neuen Erde – Was nach der fossilen Weltordnung kommt.''
Das Buch ist eine Momentaufnahme und bietet eine Sicht auf Möglichkeiten und Chancen. Ich empfehle es.
Die Klimakrise ist ein wichtiges Thema und ich denke, wie Luisa, dass viel mehr gemacht werden muss. Die Selbstgefälligkeit von FFF und die Kategorisierung von "weißen Männern" schockiert mich allerdings immer wieder, weil hier Gruppen sprechen, die genau dieses Schubladendenken in anderen so sehr kritisieren. Jeder Mensch sollte als Individuum betrachtet werden. Wieso also werden ganze Teile der Gesellschaft so selbstgefällig in Gruppenhaft genommen? Ich halte diese Herangehensweise für höchst unintelligent, weil besagte Personengruppen Schwierigkeiten bekommen sich mit den Werten von FFF zu identifizieren (wie es auch im Buch andiskutiert worden ist). Übrigens ist diese Art zu denken auch in vielen anderen Gruppierungen der Welt zu beobachten: "Meine Ziele sind so wichtig und richtig, dass ich andere kategorisch verurteilen kann und darf." Dabei sollte man sich genau überlegen, ob man denn wirklich immer die moralische Hoheit hat. Bernd Ulrich hat in diesem Buch oft wichtige Argumente gegen Luisa vorsichtig angesprochen um auf Luisas aggressive Reaktion hin direkt klein beizugeben. Gerade beim Thema Intersektionalität frage ich mich, ob FFF überhaupt eine relevante Rolle über das "Anstoßen" der Klimathematik hinaus spielen wird.
Ich habe das Buch angefragt, weil ich das Buch interessant fand. Täglich setze ich mich mit Nachhaltigkeit und dem Klimawandel auseinander, Luisa Neubauer ist mir bekannt, Bernd Ulrich bisher nicht.
Sehr gespannt war ich, wie das Buch als Gesprächsbuch ist. Denn so etwas habe ich bisher noch nicht gelesen. Am Ende weiß ich, dass diese Art nichts für mich ist. „Noch haben wir die Wahl“ hat mich vom Stil her nicht richtig gecatched und ich habe mich super schwer getan, das Buch zu lesen.
Das gesamte Buch ist mit sehr vielen Informationen gespickt, die sehr interessant und wichtig sind. Persönlich habe ich viele neue Gedankenanstöße mitgenommen.
Gut fand ich auch die unterschiedlichen Ansichten aus den beiden Generationen. Das hat mir in vielen Belangen auch einige Argumentationen aus meinem Bekanntenkreis verständlicher gemacht.
Alles in allem war es gut und wichtig, „Noch haben wir die Wahl“ zu lesen und ich kann es guten Gewissens weiterempfehlen. Ob der Schreibstil zu einem passt, muss jede*r selber für sich herausfinden.
"Meine Freiheit, so viel zu emittieren, wie ich mir leisten kann, heißt für jemand anderen auf dem Planeten, an einem weniger privilegierten Ort, Unfreiheit durch Klimafolgen."
Ich fand dieses Buch unheimlich spannend. Ich mochte es, dass nicht von Co-Autor:innen als Fließtext geschriebn wurde. Ich dachte, dass ich relativ schnell durch das Buch kommen würde, da es doch 'nur' um die 200 Seiten hat, doch es bietet so viele Informationen die ich erst einmal verarbeiten musste. Dass zwei verschiedene Generationen das Thema diskutieren war sehr interessant, da es oftmals Punkte gab, an denen sie sich nicht einigen konnten. Was keinesfalls schlecht ist! Denn so können auch Leser:innen für sich entscheiden, wem sie zustimmen, und werden nicht mit ein und derselben Meinung überhäuft.
Definitiv ein sehr lesenswertes Buch, das vor allem vor der Bundestagswahl diesen Monat von hoher Bedeutung ist, denn es ist unsere Wahl für unsere Zukunft.
Mit „Noch haben wir die Wahl“ legt der Tropen-Verlag ein sehr interessantes Gespräch dar, welches von Vertretern zweier Generationen geführt wird und dementsprechend verschiedene Erfahrungen als auch Wünsche offenbart. Thema ist der Klimawandel, wie in der Vergangenheit damit umgegangen worden ist und wie wir gemeinsam den richtigen Weg einschlagen könnten. Der Titel ist doppeldeutig zu betrachten, da dieses Buch rechtzeitig vor der Bundestagswahl veröffentlicht worden ist und somit auch den Blick in diese Richtung geht. Die Diskussion der beiden vermeintlichen Kontrahenten ist sehr auf gegenseitige Augenhöhe bedacht, scheut sich aber auch nicht davor, den anderen ab und an etwas herausfordern zu wollen. Beide argumentieren auf einem sehr intelligenten Niveau mit ausreichend Hintergrundinformationen. Trotz der unterschiedlichen Lebenserfahrungen begegnen sie dem selben Problem und versuchen sich diesem auf ihre jeweils eigene Art anzunehmen. Eine allumfassende Lösung bieten beide in sich selbst natürlich ebenfalls nicht - es zeigt sich aber deutlich, dass nun die Zeit des Redens vorbei sein sollte und jeder für sich einfach mal anfängt und nicht auf Basis des „Whataboutismus“ mit dem Finger regelmäßig woanders hin zeigt. Natürlich gibt es Einschränkungen - gleichzeitig stellt sich aber die Frage, ob das denn wirklich Einschränkungen oder nur leibgewonnene Gewohnheiten sind, deren Entfernen nicht wirklich weh tun würde. Viele Meinungen zeigen in andere Länder und argumentieren mit dem angeblich geringen Anteil Deutschlands am weltweiten Ausstoß - dass jedoch eine nicht gerade geringe Zahl an Ländern bereits erheblich weiter ist als unser angeblich so Fortgeschrittenes wird allzu oft verdrängt. Hinzu kommt der simple Umstand, dass der Erste auch der Innovative sein wird, was die dafür notwendige Wirtschaft sprunghaft nach vorne bringen oder doch zumindest auf der richtigen Bahn befindlich aufstellen könnte. Wenn hier noch lange nichts geschieht, werden wir nicht nur rechts überholt, sondern schlicht übersehen… „Noch haben wir die Wahl“ zeigt nicht nur unterschiedliche Sichtweisen - nein, es offenbart auch eine gelungene Debatte auf Augenhöhe. Diese Art der Diskussion scheint immer mehr verloren zu gehen und in Richtung Hatespeech abzudriften - schade, da sich eine gemeinsame Themenbefassung als erheblich ergiebiger darstellen kann. Das vorliegende Buch zeigt dies jedenfalls sehr deutlich. hysterika.de / JMSeibold / 16.10.2021
Intelligentes Streitgespräch zwischen Luisa Neubauer (Klimaaktivistin) und Bernd Ulrich (Journalist) über Freiheit, Ökologie und den Konflikt der Generationen. So habe ich das Setting verstanden.
Real kann ich das Wort "Streit" aus der Diskussion herausnehmen. Es gibt zwar kleinere Unstimmigkeiten, elegantes Reden auch um wechselseitige Vorurteile doch grundlegend Einigkeit und ähnliche Sichtweisen aus den Perspektiven zweier intelligenter Menschen mit unterschiedlich viel Lebenserfahrung.
Wer viel zum Thema gehört und gelesen hat, wird naturgemäß nur wenig Neues, dieses aber auf eine erfrischende Art verpackt finden.
Für mich hat sich dieses Buch gelohnt.
Auch wenn ich wenig Hoffnung habe wünsche ich uns allen, dass Luisas Beruf sich tatsächlich selbst abschafft.
Das unterschwellige „Gerangel“ der Generationen und Geschlechter mag von Zeit zu Zeit zwar genervt haben, hat aber dabei die Realität wiedergespiegelt, dass Jung und Alt, Männer und Frauen in Sachen Klimaschutz weniger miteinander arbeiten, als sie denken. Die Meinungen und Wünsche gehen in die gleichen Richtungen, aber Ansätze, da hinzukommen gab es wenige, oft wurde die Aufgabe eine Lösung zu finden, auf die Regierungen und Konzerne geschoben. Im Großen und Ganzen ist das ja auch richtig, aber die Frage nach dem „Was sollen wir denn machen?“ steht trotzdem noch im Raum. Nettes und wichtiges Gespräch, das zum nachdenken anregt, aber leider nicht beim Handeln hilft. Einen Mehrwert hatte es für mich trotzdem, allerdings nicht den, den man sich anhand der Thematik erhoffen würde
Die Klimakrise aus dem Blickwinkel der Boomer-Generation und der jungen Generation. Bernd Ulrich und Luisa Neubauer diskutieren über den Generationenkonflikt, über die unzureichenden Pläne der Parteien für die Einhaltung des 1,5 Grad Ziels, aber vor allem diskutieren sie über die große Aufgabe unsere ganze Welt neu zu denken, denn wie die Hauptbotschaft des Buches treffend sagt: Ein Co2-neutrales Leben ist in einer fossilen Welt nicht möglich. Und unser fossile Welt ist die Grundlage unserer Politik, unseres Wohlstands und unserem Konsum. Genau daher müssen wir anfangen miteinander zu sprechen. Damit wir alle diesen Wandel gemeinsam gestalten.
Etwa die erste Hälfte fällt in das Wiederholungsmuster von dem, was man bereits alles über die Klimakrise weiß, nochmals aufzugreifen und abzuarbeiten. Wirkt etwas ermüdend, wenn man bereits mit dem Thema vertraut ist. Die zweite Hälfte ist, wo das Buch seine Stärke hat und glänzt. Der Schlagabtausch in Kapitel 10 bringt frischen Wind in das Gespräch und danach werden auch die Themen interessanter, neuer, und wichtiger. Besonders die letzten drei Kapitel sind ein wunderbarer Abschluss für dieses Gesprächsbuch.
Ein echt schönes Gespräch von 2 Menschen mit unterschiedlichen Biographien. Ich hatte erst meine Zweifel inwiefern sich ein Gespräch angenehm und inhaltsvoll lesen lassen kann, hat mich aber komplett überzeugt. Ich fand sie haben eine gute Mischung aus vorbereiteten Positionen, geplanten Themen und spontanen Meinungen gefunden. Also weder haben sie einfach Argumente und Informationen aufgezählt, noch haben sie einfach ein Casual "uninteressantes" Gespräch geführt.
Der Inhalt an sich war mega interessant, es hat bestimmte Themen greifbarer gemacht. Es ging auch mal hin und her.
Eine Reihe kluger Ideen und Gedankengänge, die aber leider in einer allzu verschwurbelten und hochgestochenen Sprache verschwinden. Den Charakter eines "Gesprächs" bekommt das Buch leider nie wirklich. Man hat fast den Eindruck, als hätten sich beide vor dem Gespräch mit dem Studium eines Fremdwörterlexikons beschäftigt, um möglichst intellektuell rüberzukommen. So geht die Chance verloren, die wahren, dramatischen Folgen des Klimawandels für Gesellschaft, Wirtschaft und Politik wirklich greifbar zu machen.
Auch wenn sich die Welt in den drei Jahren seit der Erstveröffentlichung weitergedreht hat, viel Schreckliches und zu wenig Hilfreiches geschehen ist, öffnen die Überlegungen der beiden so unterschiedlichen miteinander Sprechenden auch jetzt, 2024, viele gute Denkräume und Perspektiven. Die dialogische Form gefällt mir sehr gut, da sie mich mit hinein nimmt in das Gespräch und Lust macht, mit Menschen weiter über das sonst häufig schon durchgekaut scheinende Thema zu sprechen... und gemeinsam weiter nach Lösungen zu suchen.
Spannendes Buch. Hat die ganze Klimadebatte wieder präsenter für mich gemacht. Im mitteleren Teil ging es vor allem um die Wahlen in Deutschland. Da ich die Parteien und auch Personen nicht kenne , war es oft nicht besonders spannend. Am Schluss wurde es interessant da auch Aspekte angesprocjen wurden die nicht direkt mit der Erwärmung zu tun haben. Also Intersektionalität. Es ist eine starke Momentaufnahme.
Viele gute Gedanken sind in diesem Buch/Gespräch versammelt. Impulse zu einer neuen Politik, neuen Gesellschaft, dazu wie wir mit der Schuld umgehen könnten und wie die Generationen zusammen arbeiten müssen. Die Themen können natürlich nicht in ihrer vollen Tiefe behandelt werden, aber es gibt viele wertvolle Denkanstöße.
überraschend leicht/flüssig zu lesen, weil in Dialogform. Gedanken und Themen waren alle sehr interessant - aber man nimmt nicht soo viel neues aus dem Buch mit. Halt eher ein Gespräch, wo man gerne zuhört, als ein Buch zur Information. Trotzdem sehr empfehlenswert :) Auch gegenteilige Meinungen vertreten.
Leider wenig Aha Momente für jemanden, der sich zumindest ein wenig mit der Thematik auseinandersetzt. Das Kapitel über die Rolle der Medien sowie über die Geopolitik waren recht interessant. Ansonsten muss ich einigen Reviews hier zustimmen, der Erkenntnisgewinn war recht gering.