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Waringham #6

Teufelskrone

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England 1193: Als der junge Yvain of Waringham in den Dienst von John Plantagenet tritt, ahnt er nicht, was sie verbindet: Beide stehen in Schatten ihrer ruhmreichen älteren Brüder. Doch während Yvain und Guillaume of Waringham mehr als die Liebe zur selben Frau gemeinsam haben, stehen die Brüder John Plantagenet und Richard Löwenherz auf verschiedenen Seiten - auch dann noch, als John nach Richards Tod die Krone erbt. Denn Richards Schatten scheint so groß, dass er John schon bald zum Fluch zu werden droht ...

926 pages, Perfect Paperback

Published November 27, 2020

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About the author

Rebecca Gablé

89 books491 followers
Rebecca Gablé wurde am 25. September 1964 in einer Kleinstadt am Niederrhein geboren. Nach dem Abitur 1984 machte sie eine Lehre als Bankkauffrau. In diesem Beruf hat sie anschließend auch vier Jahre gearbeitet, meistens auf einem Stützpunkt der Royal Air Force, wo sie viel über England, seine Sprache und seine Menschen gelernt hat. Aber die Lust am Erzählen hatte Rebecca Gablé immer schon, und 1990, nachdem sie ihren ersten Roman geschrieben hatte, gab sie ihren erlernten Broterwerb auf, um aus der Lust einen Beruf zu machen. Sie begann ein Literaturstudium in Düsseldorf, dessen Schwerpunkt sich mehr und mehr zur Mediävistik - der Lehre vom Mittelalter - verlagerte.

Nach mehrjähriger, frustrationsreicher Verlagssuche erschien 1995 bei Bastei Lübbe ihr erster Kriminalroman „Jagdfieber“, der im Jahr darauf für den Friedrich-Glauser-Krimipreis nominiert wurde, und sie trat der Autorengruppe deutschsprachiger Kriminalliteratur - dem Syndikat - bei, dessen Sprecherin sie drei Jahre lang war.

Seit Beendigung ihres Studiums 1996 arbeitet sie als freie Schriftstellerin. Zwischenzeitlich hat sie auch zwei Semester lang altenglische Literatur an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf gelehrt, was sie zu ihrem Bedauern aus Zeitgründen wieder aufgeben musste. Seit mit ihrem ersten historischen Roman „Das Lächeln der Fortuna“ 1997 der Durchbruch kam, hat sie etwa alle zwei Jahre einen Mittelalterroman veröffentlicht, die alle Beststeller geworden und in viele Sprachen übersetzt sind. 2006 erhielt sie für ihren Roman „Die Hüter der Rose“ den Sir Walter Scott-Preis.

Rebecca Gablé lebt mit ihrem Mann am Niederrhein und auf Mallorca.

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Community Reviews

5 stars
496 (53%)
4 stars
320 (34%)
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99 (10%)
2 stars
7 (<1%)
1 star
1 (<1%)
Displaying 1 - 30 of 73 reviews
Profile Image for Peter.
401 reviews235 followers
September 18, 2021
Und wieder einmal hat mich Rebecca Gablés Meisterschaft mittelalterliche Geschichte lebendig werden zu lassen begeistert. Dieses mal geht es um König John I. auch "Ohneland" genannt. In der Geschichtsschreibung erscheint er als brutaler Loser, Frau Gablé aber, schildert ihn als facettenreiche Persönlichkeit. Der als Held verehrte Richard I. "Löwenherz" bekommt auch sein Fett weg. Bei all der sowohl lehrreichen als auch spannenden Unterhaltung kann ich über den reißerischen Titel und das Recycling von einigen Handlungssträngen (verbotene Liebe, Einkerkerung, Schwester, die den größten Feind liebt etc.) leicht hinwegsehen.
Profile Image for Anika.
967 reviews325 followers
May 25, 2020
ETA: [Dieses Buch haben wir auch im Papierstau Podcast besprochen (Folge 85: Making History)] /ETA

Ich liebe die Bücher von Rebecca Gablé, vor allem die der Waringham-Reihe, aus zwei Gründen: Zum einen ist es immer ein bisschen, wie nach Hause zu kommen, zum anderen macht Geschichte lernen selten so viel Spaß.

Der vorliegende Band ist der 6. der Reihe, und ich habe ihn gelesen, ohne Band 5 zu kennen - weil ich es kann, ha! Aber hey, ihr könnt das auch: Grundsätzlich kann man die Bücher sowieso unabhängig voneinander lesen, da sie alle abgeschlossene Geschichten erzählen (wobei einem die geschickt eingewobenen Querverweise auf die Vorfahren früherer Teile dann natürlich entgehen). Bei diesem Buch war die Reihenfolge aber sowieso unerheblich, da es chronologisch vor allen bereits erschienenen spielt, die Reihe also quasi aus der Vorvergangenheit fortgesetzt wird. Boah, das hört sich total kompliziert und unsexy an, ist es aber nicht.

Wir starten in England im Jahr 1193, unser Waringham im Mittelpunkt des Buches ist der junge Yvain, der in vielerlei Hinsicht im Schatten seines älteren Bruders Guillaume steht. Doch weder das noch die unterschiedliche Loyalität zu König Richard (Guillaume, der Kreuzfahrerheld) bzw. Prinz John (Yvain, der Knappe) führen zu einem ernsthaften Zerwürfnis. Anders bei den royalen Brüdern König Richard "Löwenherz" und Prinz John "Ohneland" - aber da gehört das eher zur Tradition der Familie, in der jeder gegen jeden hetzt, integriert, kämpft, wegsperrt und was sonst noch (z.B. Bruder gegen Bruder, Brüder mit Mutter gegen Vater, Vater gegen Mutter usw.). Die Spiegelungen der Bruderpaare war jedenfalls eine sehr interessante Erzählweise der alten Waringham'schen Tradition zur Königstreue. Denn die wird hier ganz schön auf die Probe gestellt, und Frau Gablé zeichnet ihre Figuren wie gewohnt nicht schwarz oder weiß, sondern mit sehr vielen Grauschattierungen.

Vor allem Prinz/König John hat mich als Charakter sehr fasziniert. Ich muss zugeben, ich hatte zuerst den daumennuckelnden Löwen aus dem Disneyklassiker "Robin Hood" vor Augen. Aber auch sonst, wenn man an andere, vor allem Hood-bezogene Umsetzungen denkt, erscheint Richard Löwenherz immer als der strahlende Kreuzritter, sein Brunder eher als fieser Gesell. Nun, Gablé lässt keinen Zweifel daran, dass John ein durchaus moralisch fragwürdiger, bisweilen sehr grausamer Charakter war, der vor allem wegen seiner Niederlagen und ausufernden (und für den Adel sehr teuren) Kriegszüge in Erinnerung geblieben ist.

Seine positiven Seiten und Leistungen - er soll z.B. sehr gute juristische Kenntnisse gehabt und sich, im Gegensatz zu seinem hauptsächlich abwesenden älteren Bruder, auch als "englischer" König gefühlt und verhalten haben - stehen eher selten im Mittelpunkt. Das liegt wohl vor allem daran, dass John sich mehrfach massiv mit Kirche und Papst überworfen hat und zeitweise sogar exkommuniziert war. Und Geschichte wurde damals halt vorwiegend von Mönchen oder anderen Kirchenmenschen geschrieben, da hat so ein Ketzer schlechte Karten. Und dann auch noch das: König John war für damalige Verhältnisse geradezu waschsüchtig, mindestens alle zwei Wochen wollte er baden, das muss man sich mal vorstellen! Ein eher wenig stinkender König im Mittelalter, da kann doch was nicht stimmen...;)

Ich will John aber gar nicht zu sehr in Schutz nehmen, denn der Typ war alles andere als nice. Aber, wie gesagt, Rebecca Gablé zeichnet ihn sehr fein und von allen Seiten, sodass die innere Zerissenheit, die Yvain's Königstreue mit sich bringt, nicht nur beim Hauptcharakter für viel Kummer sorgt, sondern auch die Lesenden erreicht. Was ich auch noch ganz nebenbei gelernt habe: Wie die Magna Charta zustande kam und was genau so besonders und toll an ihr war. Und dass Eleonore von Aquitanien quasi die Queen Mum des Mittelalters war und ihre Lebensgeschichte äußerst faszinierend ist (vielleicht komme ich doch nochmal auf Eleanor of Aquitaine: A Life zurück oder versuche The Summer Queen).

Auf der Seite der fiktiven Charaktere gibt es wieder die üblichen dramatischen Verwicklungen, die, abseits des Thrones, schön die Sorgen und Probleme auch der "kleineren" Leute dieser Zeit illustrieren: Hunger, Belagerung, Familienfehde, Klosterverbannung, Lepra, unglückliche Liebschaften und vieles mehr.

Kurzum: Wieder ein sehr unterhaltsamer und äußerst lehrreicher Ausflug nach Waringham. Ich komme sehr gerne wieder.
Profile Image for Cynnamon.
784 reviews134 followers
June 14, 2023
English version below

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Wie alle Waringham-Romane von Rebecca Gablé ist auch dieser ungemein unterhaltsam, immer wieder sehr spannend und außerdem noch außerordentlich lehrreich. Wie bei jedem von Gablés Büchern hat es mich auch hier gedrängt verschiedene Dinge tiefergehend nachzurecherchieren.

Wir bewegen und hier Ende des 12./Anfang des 13. Jahrhunderts, vorwiegend in der Regierungszeit von König John, dem Bruder von Richard Löwenherz.

Unser Protagonist Yvain of Waringham ist von Kindesbeinen an Prinz John in einer Art Haßliebe verbunden, da er sehr bald erkennt, was für ein gefährlicher, unmoralischer Mann John ist, ihn aber dennoch bewundert und fast dauerhaft unter allen Umständen zu ihm hält.

John ist in diesem Roman als ausgesprochener Psychopath dargestellt, was vermutlich gar nicht so weit von der Wahrheit entfernt war. Außerdem war er vermutlich Alkoholiker, was den Umgang mit ihm nicht einfacher machte.

Ich finde die Waringham Bücher richtig toll und sehr lesenswert, auch wenn man sich vielleicht gar nicht so sehr für englische Geschichte interessiert.
Von mir gibt es wieder 5 Sterne.

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Like all of Rebecca Gablé's Waringham novels, this one is immensely entertaining, often very exciting and also extremely educational. As with all of Gablé's books, I felt urged to research various things in more depth.

We are here at the end of the 12th/beginning of the 13th century, mainly in the reign of King John, the brother of Richard the Lionheart.

Our protagonist Yvain of Waringham is bound to Prince John from childhood in a kind of love-hate relationship, as he very soon realises what a dangerous, immoral man John is, but nevertheless admires him and sticks by him almost permanently under all circumstances.

John is portrayed in this novel as an outright psychopath, which was probably not that far from the truth. He was also probably an alcoholic, which didn't make him any easier to deal with.

I think the Waringham books are really great and well worth reading, even if you might not be that interested in English history.
I give them 5 stars again.


Profile Image for Aleshanee.
1,724 reviews125 followers
November 13, 2024
Ich lese ja nicht oft historische Romane, aber wenn Rebecca Gablé die Feder schwingt, stellt sich für mich gar nicht die Frage ... und auch ihr neuer Roman hat mich wieder von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt.
Unglaublich bei fast 1000 Seiten, wie die Autorin es immer schafft die Spannung aufrecht zu erhalten, Abwechslung zu bieten und historische (überlieferte) Fakten mit einer lebendigen, fitkiven Geschichte zu vermischen!

Nachdem der letzte Waringham Roman im 16. Jahrhundert spielt, ist sie dieses Mal in der Zeit noch weiter zurückgegangen: in die Epoche von Richard Löwenherz und seinem Bruder John "Ohneland", an dessen Seite der junge Yvain Waringham seine Ritterlaufbahn einschlägt.

Yvain ist ein großartiger Charakter mit vielen Stärken aber auch einigen Schwächen, die ihn umso authentischer machen. Seine Entscheidungen sind getragen von der Loyalität seinem König gegenüber, aber auch seinem Gerechtigkeitssinn. Sein etwas loses Mundwerk bringt ihn das ein oder andere Mal an Grenzen, durch die er sein Leben aufs Spiel setzt, aber um sich selbst treu zu bleiben ist es ihm das wert. Ein sehr typisches Bild aus dieser Zeit, in der das Wort eines Mannes noch etwas gilt.
Und natürlich hat er ein ausgeprägtes Gespür für Pferde, das das Waringham Geschlecht über die Jahrhunderte immer miteinander verbindet.

Während wieder viele Intrigen, Kämpfe und höfisches Gerangel um Macht in dem umkämpften England sowie Frankreich ein authentisches Bild der Zeit abgeben, wird durch die Familie der Waringhams auch glaubwürdig gezeigt, wie das Leben sich auch "im Kleinen" abgespielt haben mag. Rebecca Gablé hat am Ende ihrer Geschichte natürlich wieder aufgezeigt, welche Details sie aus ihrer Recherchearbeit mit eingeflochten hat und jedem ist klar, dass man nur mutmaßen kann, wie es tatsächlich auf den Burgen, den Höfen und in den Familien zuging. Und trotzdem schafft sie es immer wieder ein so farbenfrohes und glaubhaftes Panorama zu schaffen, dass man sich direkt in diese Zeit zurückversetzt fühlt und neben geschichtlichem Wissen ein durchweg spannendes Abenteuer erlebt.

Besonders deutlich wurde für mich auch wieder die ungestrafte Willkür eines Königs, dessen Wort über allen steht und egal, was er befielt: es wird ausgeführt. Zumindest zu 99%. Ob im Recht oder nicht scheint erstmal zweitrangig zu sein, ob Logik, Berechnung oder eine zufällige Laune dahintersteckt, sein Wille ist Gesetz.
Hier fand ich das Bild von König John äußerst interessant, denn er scheint ja sehr unbeliebt gewesen zu sein, wenn man den Überlieferungen glauben mag. Das Porträt, das die Autorin hier entworfen hat, lässt etwas tiefer blicken und John als Person besser verstehen. Denn einfach war das Leben damals für alle nicht und ihre Identität scheinen die Königsfamilien eh nur durch Macht und Eroberungen empfunden zu haben.

Die Rolle die Frauen, die in dem Zeitalter nicht viel zu entscheiden hatten, aber deren Einfluss man nicht unterschätzen sollte, war ebenfalls authentisch und zeigte sich in unterschiedlichen Beziehungen und überraschenden Entwicklungen vor allem auch in der Liebe. Sie hatten wirklich kein einfaches Los, aber ich denke, dass doch viele versucht haben, das Beste aus ihrem Schicksal zu machen und es ist schön zu sehen, dass Rebecca Gablé hier einige sehr tapfere Frauen mitwirken ließ, die ihren Weg ein Stück weit selbst bestimmt haben.

Übrigens wurde auch die "Zahnfee" erwähnt - war die damals echt schon bekannt? Das hat mich etwas verwundert, aber wer weiß :)

Am Ende kann ich nur wieder sagen: Ich bin begeistert von den authentischen Hintergründen, von der abwechslungsreichen Handlung und den mitreißenden Spannungsbögen, den charismatischen Figuren und dem flüssigen Schreibstil, bei dem die Seiten viel zu schnell dahinfliegen.

Weltenwanderer
Profile Image for sina.liest.
333 reviews19 followers
March 24, 2021
"Teufelskrone" ist der sechste Band der Waringham-Saga, der zeitlich jedoch weit vor dem ersten Band spielt. Und wie fast jedes Buch dieser Saga habe ich es geliebt!

Mein letzter Waringham "Der Palast der Meere" hat mich damals ziemlich enttäuscht, denn all das, was ich an den Büchern immer mochte, war plötzlich weg. Das ist hier zum Glück nicht mehr der Fall. Mit "Teufelskrone" geht Gablé wieder zu den Wurzeln zurück und bietet dem Leser eine Geschichte, die sich trotz über 900 Seiten bei weitem nicht so anfühlt. Ein facettenreicher, sympathischer Protagonist, eine spannende Story und nebenbei lernt man als Laie wieder etwas Neues über die englische Geschichte.

Eine ganz große Empfehlung!

Profile Image for Alexa.
161 reviews16 followers
November 21, 2019
Ich hätte ich gerne mehr als 5 Sterne gegeben. Ein wunderbares, grandioses Buch!
Profile Image for Gitti.
1,170 reviews
September 11, 2019
Rebecca Gablé nimmt uns wieder mit nach Waringham. Nachdem wir im letzten Band Königin Elisabeths Zeit erleben durften, folgt nun der Sprung zurück in die Zeit von Richard Löwenherz und John Ohneland. In Waringham ist Jocelyn der Baron und seine beiden Söhne dienen unterschiedlichen Plantagenets. Guillaume, der Ältere, war mit König Richard auf dem Kreuzzug und bringt die Nachricht von dessen Gefangennahme auf der Rückreise nach England. Sein jüngerer Bruder Yvain tritt kurz darauf als Knappe in Prinz Johns Haushalt ein. Das Verhältnis zwischen den Brüdern ist daher etwas angespannt, kann Guillaume John doch gar nichts abgewinnen. Doch im Gegensatz zu den Plantagenet Brüdern, schaffen es die Waringhams sich nicht zu entzweien. Ihr Verhältnis bleibt Zeit ihres Lebens freundschaftlich.

Yvain bleibt trotz vieler Zweifel John lange treu, auch wenn es immer wieder zu Zerwürfnissen kommt. Doch irgendwann bricht das Verhältnis und Yvain muss sich entscheiden, wen er in Zukunft unterstützen will.

Rebecca Gablé gelingt es in ihrem Roman eine Seite von König John zu zeigen, die in den meisten anderen historischen Romanen eher nicht zu finden ist. John ist durchaus taktisch begabt und auch im Krieg erfolgreich. Allerdings leidet er immer wieder darunter, mit seinem großen Bruder verglichen zu werden. Und im Gegensatz zu seinem Bruder ist er kein Glückspilz. Am Ende zeigt sich dann das grausame Gesicht, das alle Welt kennt. Diesen Wandel hat die Autorin wirklich toll beschrieben und anhand der Figur von Yvain lässt sich auch gut nachvollziehen, wie sehr diese Wandlung auch seine Bundesgenossen beschäftigt haben muss.

Wie immer ist dieser Roman auch ein Ausflug in die Zeit, man lernt viel über das Leben bei Hofe, im Krieg und auf dem Land. Ich hatte immer das Gefühl einen guten Blick auf diese Zeit zu haben und das Kopfkino lief von Anfang an. Generell hatte ich von der ersten Seite an das Gefühl nach Hause zu kommen. Yvain und sein Bruder sind typische Waringhams, inklusive der familiären Seekrankheit, dem Gespür für Pferde und dem vorlauten Mundwerk. Und auch die seherischen Fähigkeiten, die in den späteren Generationen immer wieder auftauchen, sind hier schon Teil der Familie. Beatriz, Yvains Frau, hat sogenannte gläserne Träume. Ihre Figur war zusammen mit Richard und Guillaume eine meiner Lieblingsfiguren.

Es bleibt zu hoffen, dass Rebecca Gablé nun die Lücke zwischen den Generationen schließen wird. Zwischen dem Ende diesen Buches und dem Auftritt der nächsten Waringham-Generation liegt doch gut ein Jahrhundert und aus dieser Zeit gibt es sicher noch einiges zu erzählen.

Mit leisem Bedauern habe ich das Buch geschlossen und kann es allen Fans von gut recherchierten historischen Romanen empfehlen. Für langjährige Waringham Fans ist das Buch sowieso ein Muss.

Bleibt zu hoffen das es bald wieder Nachschub gibt. Bis dahin werde ich wohl noch den ein oder anderen Band der Reihe ein weiteres Mal lesen.
Profile Image for Ashleys Bücherkabinett .
225 reviews18 followers
September 9, 2019
Hierbei handelt es sich um den sechsten Band der #WaringhamSaga , der aber zeitlich vor den Ereignissen des ersten Bandes spielt. Die Handlung bezieht sich auf die Jahre 1193 - 1216, in denen Richard "Löwenherz" und John "Ohneland" Plantagenet als Könige regiert haben. Und während dieser Zeit begleiten wir Yvain of Waringham, der seinen "Nachfolgern" aus den vorigen Bänden in nichts nachsteht 😏
Denn auch hier haben wir es wieder mit einem sturen, aber auch loyalen und gutgläubigen Waringham zu tun, der seine Zunge schlecht im Zaun halten kann und sich somit gerne mal in diverse Bredouillen bringt. Dementsprechend schnell schließt man diesen jungen Mann in sein Herz, auch wenn man nicht alle seine Handlungen immer nachvollziehen kann.
Aber auch die Könige bringt Gablé wieder schön zur Geltung! Diese beiden doch so unterschiedlichen Charaktere heben sich bildhaft hervor und man merkt einfach, wie der Thron gewisse Charakterzüge verstärkt oder erst hervorruft.
Zwar gibt es diesmal nicht ganz so viele Schock- und "Oh mein Gott?! Das wird sie doch jetzt nicht wirklich machen?!"-Momente, doch die Geschichte fliegt nur so dahin und reißt den Leser in ihrem Sog mit. Das Kopfkino läuft von Anfang an und man fühlt sich in Waringham direkt wieder Zuhause ❤ Man fiebert mit den Charakteren mit! Man liebt, lacht, weint, hofft und bangt mit ihnen! Sie sind ein Teil von einem und zum Schluss möchte man sie einfach nicht gehen lassen. Das Nachwort lässt eventuell auf einen weiteren Waringham Band schließen, worüber ich mich sehr freuen würde 🙏🏻 Denn ich möchte nicht, dass es schon vorbei ist 😭
FAZIT:
Spannend, emotional, amüsant und mireißend! Gablé liefert hier wiedermal Geschichte zum Anfassen und Miterleben 😍 Durch Gablés lebendigen, bildgewaltigen Schreibstil ist das Kopfkino garantiert!
Von mir gibts 🌟🌟🌟🌟🌟/5 Sterne!
Profile Image for Feyre.
1,433 reviews135 followers
July 16, 2020
"Sollte irgendwer dir irgendwann eine Krone anbieten, lass sie liegen, Einhörnchen, sie bringt einem nichts als Verdruss ein."

4,5 Sterne
Es war so schön, wieder in Waringham zu sein. Gablé hat wieder einen Ort geschaffen, den der Leser schnell ins Herz schließt und nach sechs dicken Büchern kann ich sagen, dass es durchaus mehr geben darf.
Ywain wird wohl niemals mein Lieblingscharakter werden, dafür ist er zu verbohrt. Aber man begleitet ihn sehr gerne auf seinen Abenteuern. Der Schreibstil lässt die Orte und Figuren vor dem inneren Auge lebendig werden.
Ich verspüre große Lust, die anderen Bücher der Reihe nochmal zu lesen.
Profile Image for Nikki the Geek.
145 reviews9 followers
October 8, 2019
Die ersten achtzig Seiten wollte ich es noch abbrechen, dann wurde es besser. Großartig wurde es nie. Keiner der Charaktere hat mich besonders angesprochen, von entwickelten Sympathien ganz zu schweigen. Ich hatte das starke Gefühl, dass auch dieses Warringham-Buch einem mittlerweile mehr als vertrauten Aufbau folgt mit den ewig gleichen Elementen. Freundschaft zum König. Ein Erzfeind. Was mit Pferden. Ein paar eingestreute Sexszenen. Krieg und Schlachten.

Es ist natürlich klar, dass die Geschichte den Rahmen und Verlauf des Buches vorgibt, trotzdem scheint alles vorhersehbar und nach Schema F abzulaufen. Zudem fand ich den Stil holprig. Was nun zu der Frage führt, ob das bei all den anderen Gablé-Romanen, die ich so begeistert verschlungen habe, auch schon der Fall war oder ob sich meinen Ansprüche in der letzten Zeit grundlegend verändert haben.
Profile Image for caroliest.
70 reviews
July 19, 2025
mega spannendes buch!! ich liebe an rebecca gablé, wie toll sie fakten in geschichten verwandelt & dass man sich dabei immer fühlt, als würde man seine allgemeinbildung aufpolieren

an dieser stelle auch kleines shoutout an mich selbst, es ist das erste mal, dass ich ein 900+ seiten buch noch am selben tag beende, an dem ich es anfangen habe

ich fand aber 900+ seiten relativ viel, zT zog es sich oder war mir zu brutal - dafür 4,25 ⭐️
Profile Image for Moni2506.
395 reviews
September 7, 2019
„Teufelskrone“ von Rebecca Gablé ist der 6. Waringham-Roman. Dieser spielt vor allen anderen und erzählt von der Magna Charta sowie der Regierungszeit John Ohnelands. Erschienen ist der historische Roman im August 2019 im Lübbe-Verlag.

England, 1193: Richard Löwenherz ist in Gefangenschaft, doch diese Nachricht ist noch geheim. Yvain of Waringham wird zusammen mit seinem Bruder Guillaume dazu auserkoren, die Nachricht zu Aliénor von Aquitanien zu bringen und anschließend in den Templerorden einzutreten. Doch das Schicksal meint es anders und so tritt Yvain in die Dienste John Ohnelands, der sehr unter dem ruhmreichen Vorbild seines Bruders Richard Löwenherz leidet, auch dann noch als er die Krone Englands von ihm erbt…

Und da habe ich den neuen Waringham, auf den ich so lange gewartet habe, wieder ausgelesen. In diesem Waringham-Roman widmet sich Rebecca Gablé John Ohneland und damit einem sehr widersprüchlichen König von England. Darüberhinaus hat sie hiermit vielen ihrer Leser*innen einen Wunsch erfüllt.
Der Schreibstil ist gablé-typisch sehr gut und flüssig zu lesen. Ich bewundere es immer wieder und auch diesmal schafft sie es mich umgehend in eine vergangene Zeit zu katapultieren. Ich konnte mir alles sehr gut vorstellen und habe mich sehr darüber gefreut, Waringham auf ein neues zu entdecken. In diesem Roman sieht es dort ein bisschen anders aus als gewohnt, denn die berühmte Pferdezucht gibt es noch nicht.
Die Autorin hat sich einen guten Zeitraum für ihre Geschichte ausgesucht. Man erlebt die letzten Jahre Richards und die gesamte Regierungszeit John Ohnelands. Das gibt Rebecca Gablé den nötigen Spielraum, um alle Facetten Johns aufzuzeigen. Es wird ein sehr differenziertes Bild erschaffen, was mir sehr gut gefallen hat. Wir erleben nicht nur den Tyrannen, der mit Willkür herrscht, sondern lernen auch seine gute Seiten kennen und auch wenn man es kaum glauben mag, die gab es.
Mit Yvain of Waringham hat sie John einen typischen Gablé-Helden an die Seite gestellt. Auch dieser musste sehr unter dem vortrefflichen Vorbild seines großen Bruders leiden. Ich habe das Geschehen gerne an seiner Seite verfolgt und mit ihm mitgefiebert und mitgelitten. Oftmals kommt er schon fast zu perfekt rüber, er ist aber tatsächlich nicht ganz unfehlbar.
Allgemein gefiel mir sehr gut, dass es viele typische Waringham-Elemente gab, aber auch Lücken in der Familiengeschichte geschlossen wurden. Es hat dafür gesorgt, dass man sich in diesem Roman sofort heimisch fühlt. Ich mag sowas wahnsinnig gerne. Zeigt es doch auf, welche innige Verbindung man zu dieser fiktiven Familie aufgebaut hat. Zu einigen erwähnte Ereignissen würde ich gerne Kurzgeschichten lesen.
Der Spannungsbogen hat mir im Großen und Ganzen gefallen und auch die Einteilung in drei Abschnitte ist gelungen, allerdings ist mir persönlich das letzte Viertel des Buches ein bisschen zu lang geraten. Ich glaube, da hätte man durchaus etwas kürzen können und auch mit einigen Entwicklungen war ich nicht ganz so zufrieden. Das ist jetzt allerdings meckern auf hohem Niveau. Es gab Szenen mit erdrückender Spannung, es gab überraschende Wendungen, es gab traurige und erschütternde Szenen und dabei hat man wieder einmal sehr viel über die Geschichte jener Zeit gelernt.
Die Recherche von Rebecca Gablé ist auch dieses Mal wieder top. In ihrem Nachwort trennt sie Fiktion von Wahrheit, aber wer die Autorin kennt, kann mittlerweile auch so gut einschätzen, was stimmt und was nicht. Die fiktiven Personen sind wieder einmal tadellos in den historischen Hintergrund eingearbeitet. Abgerundet wird das Gesamtpaket dieses Romanes mit einem Personenverzeichnis und einer kleinen Hilfe zur Aussprache der Namen zu Beginn des Buches.

Fazit: Ein historischer Roman, der die Zeit von John Ohneland zum Leben erweckt und ein sehr differenziertes Bild dieses umstrittenen Königs zeichnet. Für Fans der Familie Waringham ein absoluter Must-Read, denn es gibt einiges Neues zu erfahren, aber auch Geschichtsliebhaber kommen dank der guten Recherche voll auf ihre Kosten. Lediglich das letzte Viertel dieses Romans konnte mich nicht 100% überzeugen.
Profile Image for Fhina.
344 reviews83 followers
October 17, 2019
Anzeige | Unbezahlte Werbung | Rezensionsexemplar

Herzlichen Dank an den Bastei Lübbe Verlag für das Bereitstellen dieses Rezensionsexemplars.


Obwohl „Teufelskrone“ bereits der 6. Band der Waringham-Reihe ist, so spielt er zeitlich knapp 170 Jahre vor dem ersten Band und eignet sich somit bestens als Einstieg in diese Reihe. Frau Gable hat zu dem bei der Lesung im Dussmann am 29.8.2019 im Gespräch mit Margarete von Schwarzkopf erwähnt, dass es weitere Bände geben wird, welche zeitlich nach der „Teufelskrone“ aber vor „Das Lächeln der Fortuna“ spielen werden. Ob es ein oder mehrere Bände werden, wurde dabei noch nicht verraten.


Inhalt

Wir steigen in das Buch im Jahre 1193 ein, als Yvain ca. 12 oder 13 Jahre alt ist. Richard Löwenherz wurde gerade entführt und wird vom österreichischen Herzog Leopold gefangen gehalten, allerdings ist dies noch geheim. Da Yvain als zweitgeborener Sohn keinen Anspruch auf den Hof hat, soll er bei Geoffroy FitzStephen, Meister des Templerordens in England, um Aufnahme in den Orden bitten. Wie der Zufall es will, hält FitzStephen sich gerade am Hofe Eleonore von Aquitaniens, Mutter von John und Richard, auf. Dies passt gut, denn Yvains Bruder Guillaume und er sollen Eleonore die Nachricht von Richards Gefangenschaft überbringen.

Aber es kommt natürlich anders als erwartet und Yvain landet am Hofe John Plantagenets. Fortan begleiten wir Yvain auf seiner Reise im Dienste von John Ohneland, der immer Schatten seines ruhmreichen Bruders stand und nicht besonders gut auf ihn zu sprechen ist. Und auch Yvain und Guillaume wird diese Verbindung noch schwer zu schaffen machen, denn jeder ist dem jeweiligen Bruder treu ergeben und auch die Liebe zur selben Frau treibt einen Keil zwischen die Brüder.


Meine Meinung

Historische Romane wirken auf viele immer einschüchternd. Sie gelten als langweilig und staubig, aber das ist schon lange nicht mehr so! Viele der Romane sind lebendig, aufregend, farbenfroh und absolut spannend.

Mit Yvain hat die Autorin einen sympathischen jungen Protagonisten geschaffen, der seinen Weg geht. Allerdings nicht ohne Hinternisse, denn sein Gewissen und die Entscheidungen, was richtig und falsch ist, liegen ihm immer wieder schwer auf den Schultern, scheinen ihn innerlich teilweise zu zerreißen.

John Ohneland ist dafür bekannt, dass er ein sehr tyrannischer Herrscher war, aber Rebecca Gable schafft es auch die anderen, guten Seiten von ihm aufzuzeigen.

Auch die anderen Charaktere wie Guillaume, Richard Löwenherz, Eleonore von Aquitanien, Amabel, Isabella, Yvains Eltern Jocelyn und Maud und seine Freunde und Feinde am Hofe Johns sind gut ausgestaltet und passen perfekt in das Gesamtbild.

Zudem ist Rebecca Gablé bekannt dafür, dass sie ausgesprochen gut recherchiert und auch bei Teufelskrone ist ihr das sehr gut gelungen. Man lernt so viel in diesem Roman über die Geschichte Englands und vor allem über John Plantagenet, aber auch über die Geschichte Europas im Hochmittelalter.

Der Schreibstil ist flüssig und einfach zu verstehen. Es wir keine unnötig komplizierte Sprache verwendet, welches das Buch sehr nahbar macht und definitiv auch für Einsteiger in die Welt der historischen Bücher geeignet ist.


Fazit

Das Buch is eine spannende Zeitreise durch die Regierungszeit Johns Ohneland und soviel mehr. Ein absolutes Lesemuss für gemütliche Stunden auf der Couch!
Profile Image for Lizzy Curse.
298 reviews10 followers
September 4, 2019
Teufelskrone von Rebecca Gable

Was soll ich sagen? Ich kann euch nur meine Gefühllage annährend beschreiben, in der ich vor der Lektüre der „Teufelskrone“ war. Und danach. Ich denke, das gibt am besten wieder, wie ich das Buch wahrgenommen habe.

Zunächst einmal mag es jeden Histo- und Gable-Fan verwundern. Waringham im 12. Jahrhundert? War die Autorin nicht schon längst bei Britanniens Seefahrten und den großen Kapitänen angelangt? Warum reist sie nun wieder in der Zeit zurück?
Die Frage ist ganz einfach zu beantworten: Weil sie ein unglaublich spannendes Stück Geschichte ausgegraben hat, über welches sie noch nicht geschrieben hat – und zwei Könige, an deren Seite noch kein Waringham stand. Also – auf zu neuen Abenteuern!

Yvain und Guillaume of Waringham sind Brüder und ganz nebenbei die Protagonisten von Gables neuen Roman. Guillaume ist der ältere der beiden, der Erbe des Titels und ein Kreuzfahrer. Auch Yvain soll das Kreuz nehmen und gen Jerusalem ziehen. Doch es kommt anders – nach einer durchzechten Nacht – mit König Richards Bruder Prinz John – fällt er in Ungnade und wird nicht in den Orden aufgenommen, worüber Yvain nicht unbedingt traurig ist. Fortan ist er Prinz John treu ergeben und durchläuft die Ausbildung zum Ritter. Und was für eine Ausbildung. Er findet treue Kameradschaft und erbitterte Feinde und steht schließlich Prinz John als Ritter zur Seite. Die Ausbildung war für mich persönlich ein Highlight. Ich konnte regelrecht das Band, das zwischen den Freunden geknüpft wurde, wahrnehmen und auch verstehen. Wundervoll. Yvain als Charakter ist Gablé ausnehmend gut gelungen. Er ist kein Nice Guy, jedoch trägt er das Herz am rechten Fleck und trifft schwerwiegende Entscheidungen nicht leichtfertig – mit ihm konnte ich viele Abenteuer, aber auch genauso vielen Schrecken mutig gegenübertreten – und die annährend tausend Seiten wunderbar im Galopp hinter mir lassen.

Doch mein wahres Highlight stellte ein anderer dar. Prinz John – der dunkle Bruder von König Richard, an dem in Filmen und Büchern kaum ein gutes Haar gelassen wird. Das Schreckgespenst in vielen Robin Hood Filmen. In der Teufelskrone hat Gable den Versuch unternommen, einen Menschen zu charakterisieren, kein Ungeheuer. Und dieses Vorhaben ist ihr über alle Maßen gut gelungen, wie ich unumwunden zugebe. Ich verneige mein Haupt vor ihr. John wird als ein Mensch mit Charisma dargestellt, natürlich, denn sonst hätte Yvain nie entschieden, ihm die Treue zu schwören. Der Zorn flammt ebenso oft in ihm auf wie anfangs die Treue zu jenen, die zu ihm stehen. Im Laufe des Romans verändert sich sein Charakter spürbar und Yvain wird vor die Frage gestellt, ob er immer noch treu zu ihm stehen kann oder eben nicht. Und diese Frage stellte für mich das Highlight dar – denn Gable schafft es, dass sich der Leser – ich – die Frage ebenso stellt wie Yvain. Im Laufe des Buches musste ich meine Meinung über John, ja über einige Charaktere revidieren – und das erhält die Spannung und die Leselust über alle Maßen.

Die Spannungskurve stieg für mich etwas behäbig an, jedoch stetig. Im zweiten Abschnitt – als ich die Figuren kannte und liebte, schlug sie förmlich Purzelbäume und dann in einem grandiosen Finale zu münden.
Die Motive des Buches sind wundervoll, vor allen da sich das Buch nicht nur auf Liebe beschränkt, sondern ebenso die unverbrüchliche Bruderliebe thematisiert oder eben die Treue zum König. Wundervoll und detailliert ausgearbeitet. Es war mir eine Freude!
Hervorheben muss ich auch noch, dass es einige Szenen gab, die mich sehr anrührten – obwohl eigentlich banal (Die Zubereitung eines Mahls, ein Spaziergang in der Nacht), waren die Szenen einfach so griffig geschrieben, dass ich mir Post Ist in mein Buch setzen musste. Das schaffen nur wirklich gute Autoren bei mir, und Rebecca Gable ist eine von ihnen.

Was bleibt zu sagen? Gable hat einen Mann in Szene gesetzt und eine fantastische Geschichte um ihn herum errichtet. Großartig! Einzig für die behäbig steigende Spannungskurve ziehe ich ein halbes Sternchen ab. Und jetzt bleibt mir nur noch zu warten, auf Gables nächstes Buch, auf die nächste Geschichte aus ihrer Feder.
Profile Image for gardienne_du_feu.
1,452 reviews12 followers
June 25, 2023
Wenn es nach seinem gestrengen Vater geht, wird Yvain of Waringham als Tempelritter dem Namen der Familie Ehre machen. Doch es kommt nach einer folgenschweren Begegnung mit Prinz John "Ohneland", dem Bruder von König Richard aka Löwenherz, anders als geplant, und wenn Yvain ehrlich ist, ist er gar nicht böse drum, dass nichts aus seiner Reise ins Heilige Land geworden ist und er stattdessen als Knappe in die Dienste des Prinzen treten soll.

Die Ausbildung ist zwar hart und der Prinz äußerst launenhaft, insbesondere, wenn er zu tief in den Weinkelch geschaut hat, aber Yvain findet unter seinen Kameraden Freunde fürs Leben - aber in Pentecôte FitzHugh auch einen erbitterten Feind. Dem Prinzen selbst bleibt Yvains Begabung für den Umgang mit Pferden nicht verborgen, er ist eben ein echter Waringham und erhält nach Johns Thronbesteigung nicht zu Unrecht das Amt des "Master of Horse".

Es sind äußerst bewegte Zeiten, ständig ist die englische Krone im Kampf mit den Herrscherhäusern auf dem Kontinent, vor allem im heutigen Frankreich, um sich Gebiete zu sichern oder zurückzuerobern, und Yvain ist meistens eher mittendrin als nur dabei, bis er eines Tages Zeuge eines furchtbaren Geschehnisses wird und an seinem König zu zweifeln beginnt. Der darf das natürlich auf gar keinen Fall merken, denn Yvain hat mehr als einmal miterleben müssen, was geschehen kann, wenn man John zu oft reizt.

"Teufelskrone" erzählt ein Stück Vorgeschichte zum allerersten Waringham-Roman "Das Lächeln der Fortuna" und enthält natürlich die altbekannten Zutaten: einen leicht rebellischen jungen Mann in der Hauptrolle, die Waringhamschen Pferde, jede Menge historische Ereignisse sowie Schlachtengetümmel, Kameradschaft, verbotene Liebe und Palastintrigen. Als Historikerin und Mediävistin kennt sich Gablé in der Materie bestens aus und hat einige besonders hübsche überlieferte Anekdoten und Episoden in die Handlung eingebaut (wie sie im informativen Nachwort erklärt), bis hin zu Johns Lieblingsfluch "Bei Gottes Zähnen".

Yvain ist ein sympathischer Protagonist, es gab aber schon interessantere Hauptdarsteller und auch seine heimliche Liebe zur Frau seines Bruders erfindet das Rad nicht direkt neu. Das letzte Drittel des Buches hat sich für meinen Geschmack dann auch ein wenig gezogen, wobei die ewigen Kämpfe und Belagerungen sicherlich der damaligen Realität entsprechen und ich die Entstehung der berühmten Magna Charta schon spannend fand. Die wichtigsten Nebenfiguren sind liebevoll ausgestaltet, auch wenn sie eher selten überraschen können.

Richtig gut fand ich die differenzierte Darstellung von Richard Löwenherz und John Ohneland. Hier ist Richard einmal nicht der makellose Ritter in strahlender Rüstung und John der teuflische Tyrann, beide dürfen ihre hellen und dunklen Seiten haben und Gablé zollt Johns Intellekt und politischem Geschick durchaus Respekt, ohne seine brutale Ader zu beschönigen.

Trotz der erwähnten gelegentlichen Längen ein schöner historischer Schmöker.
Profile Image for LeseMaus.
340 reviews13 followers
December 25, 2019
#beendet
🐭🐭🐭

Rebecca Gablé
"Teufelskrone"
- Waringhamsaga -
*historischer Roman*

Normalerweise sind die Bücher von Rebecca Gablé ein Garant für gute und spannende Unterhaltung.

Im Gegensatz zu den vorherigen Teilen der Waringhamsaga hat es hier fast bis zur Hälfte gedauert bis mich die Geschichte für sich einnehmen konnte.
Die Charaktere sind blass und auch die Erzählung eher langatmig und nicht so flüssig wie bei den Vorgängern.
Das erste Mal, dass ein Buch von der Autorin kein Highlight für mich ist.
Profile Image for Elke.
387 reviews55 followers
December 27, 2019
Das hat viel Spaß gemacht. Ich habe so mit Yvain mitgefiebert und hoffte die ganze Zeit, John möge sich bessern. Ich wollte ihn so gerne mögen. Gut, dass Frau Gablé so viele Bücher geschrieben hat. Da kann ich gleich weiterlesen.
Profile Image for black-eyes-black.
261 reviews8 followers
September 9, 2019
Mit dem historischen Roman „Teufelskrone“ ist das neuste Werk von Rebecca Gable auf dem Büchermarkt veröffentlich wurden. In diesem Buch wird die Geschichte der Waringham- Familie weitererzählt. Wobei dies nicht ganz korrekt ist. Ihr neustes Werk spielt zeitlich noch vor „Das Lächeln der Fortuna“ und kann somit auch gut ohne Vorkenntnisse aus den bisher erschienenen historischen Romanen rund um die Familie Waringham gelesen werden.

Klappentext:
England 1193: Als der junge Yvain of Waringham in den Dienst von John Plantagenet tritt, ahnt er nicht, was sie verbindet: Beide stehen in Schatten ihrer ruhmreichen älteren Brüder. Doch während Yvain und Guillaume of Waringham mehr als die Liebe zur selben Frau gemeinsam haben, stehen die Brüder John Plantagenet und Richard Löwenherz auf verschiedenen Seiten - auch dann noch, als John nach Richards Tod die Krone erbt. Denn Richards Schatten scheint so groß, dass er John schon bald zum Fluch zu werden droht...

Rebecca Gable hat sich im Bereich der historischen Romane bereits einen Namen gemacht. Auch ich habe ihre bisherigen Bücher immer mit großer Freude gelesen, sie hat es bisher immer geschafft, mich in ihren Bann zu ziehen und in eine fremde, längst vergangene Zeit zu entführen. Als ich dann gelesen habe, dass Gable ihr nächstes Werk wieder von der Familie Waringhams handeln wird, war meine Vorfreude groß. Meine Erwartungen waren groß und ich wurde auch diesmal nicht von Rebecca Gable enttäuscht.
Der Schreibstil von Gable ist wie gewohnt flüssig, die Seiten fliegen nur so dahin. Als Leser wird man in eine vergangene Zeit entführt, hierbei ist man mittendrin, kann sich alles sehr gut vorstellen und erlebt zusammen mit den Charakteren Abenteuer. Der Spannungsbogen wird über die komplette Seitenanzahl hoch gehalten. Auf sehr vielseitige Art und Weise wird Spannung aufgebaut, viele unverhofften Wendungen werden eingebaut und nicht selten habe ich mitgelitten, wurde von meinen Emotionen während des Lesens überwältigt oder habe auflachen müssen. Gekonnt werden historische Gegebenheiten oder auch Anekdoten in die Handlung mit eingebaut. Auch viele historische Personen sind Teil der Handlung und werden vielseitig dargestellt. Man merkt auf jeder Seite des Buches die umfangreiche und tiefgründige Recherchearbeit der Autorin, welche im Vorfeld von ihr geleistet wurde. Die englische Geschichte im 12. und 13. Jahrhundert wird lebendig erzählt und ganz nebenbei lernt man noch einiges über die damaligen Gegebenheiten und auch die Probleme des Adels aber auch des einfachen Volkes. Man erlebt die englische Geschichte hautnah und dies auf so facettenreiche und spannende Art und Weise, dass es einfach Spaß macht die Handlung gebannt zu verfolgen und in die damalige Zeit abzutauchen, welche ganz anders als die heute ist. Hierzu möchte ich auch nochmal das Nachwort erwähnen. Wie man es bereits von ihren vorherigen Büchern kennt, geht Gable in diesem nochmal auf die Fakten ein und was Fiktion ist, was aus ihrer Feder stammt und was sie hier aus diversen Quellen zur damaligen Zeit zusammengetragen hat. Dies gefällt mir immer recht gut, lernt man die damalige Zeit nochmal aus einer anderen Sicht kennen – oftmals sind die unglaubwürdigsten Anekdoten höchstwahrscheinlich doch genau so geschehen.
Auch wenn dies der sechste Teil der Waringham- Reihe ist, erzählt er quasi die Vorgeschichte von „Das Lächeln der Fortuna“. Der Leser wird in das 12. Jahrhundert zu Zeiten von Richard Löwenherz und John Ohneland versetzt. In diesem Buch erfährt man einige interessante Aspekte aus der Geschichte dieser fiktiven Familie. Bekannte Elemente wie die Seekrankheit werden eingebaut oder auch die enge Bindung zu den Pferden. Auch einiges über ihre Abstammung erfährt man. Diese Darstellung hat mir gut gefallen. Dadurch, dass „Teufelskrone“ zeitlich noch vor den bisher veröffentlichten Büchern angesetzt ist, kann man diesen historischen Roman auch ohne Probleme lesen, wenn man bisher noch kein Waringham- Fan ist. Doch auch für Liebhaber dieser Reihe ist es ein voller Genuss. Eine interessante Epoche der englischen Geschichte wird thematisiert und das auf sehr vielseitige Art, sodass man noch das ein oder andere aus dieser Zeit lernt.
Sehr überzeugend fand ich in diesem Buch die charakterlichen Darstellungen. Sowohl die fiktiven als auch die historisch belegten Persönlichkeiten konnten mich überzeugen. Die wesentlichen historischen Charaktere sind König Richard Löwenherz und sein jüngerer Bruder John. Beide werden differenziert dargestellt. Hierbei ist Richard Löwenherz nicht nur der König in der glänzenden Rüstung. Auch seine Schattenseiten werden dargestellt, seine Verfehlungen und auch seine schlimmen Taten sind hier wiederzufinden. Aber besonders hat mir die Darstellung von Prinz John, später König John Ohneland überzeugt. Er wird so differenziert dargestellt, wie ich es bisher noch nicht gelesen hatte. Er wird als ein Mensch mit Fehlern und Schwächen dargestellt, der aber auch seine guten Seiten hat. Der diplomatisch handeln kann, aber auch auf Grund von zu viel Alkohol unbedacht handelt, der mit sich hadert oder auch mal auf seine Berater hört. Mit dieser Darstellung hat Gable brilliert. Gebannt habe ich seine charakterliche Entwicklung verfolgt, habe Sympathien für ihn entwickelt, diese wieder verworfen – ich habe Mitgefühl entwickelt, nur um ein paar Seiten ihn wieder zu verfluchen. Es war ein auf und ab mit ihm, aber dies hat es einfach so spannend gemacht. Zusammen mit dem Protagonisten Yvain habe ich ein Wechselbad der Gefühle in Bezug auf John erlebt, war immer gebannt, was John sich neues einfallen lässt, welche Laune er wohl an dem heutigen Tag hatte. Aber auch der fiktive Protagonist Yvain Waringham konnte mich überzeugen. Er ist ritterlich, hat ein ausgeprägtes moralisches Wesen und folgt seinen Prinzipien. Er hat ein loses Mundwerk und gibt auch mal eine Äußerung von sich, die einfach nur unbedacht war und ihn oftmals auch in Schwierigkeiten bringt. Einzig sein Umgang mit den Frauen ist nicht immer ganz so moralisch, aber auch ein ritterlicher Yvain muss schließlich seine Schwächen haben. Gut gefallen hat mir auch, dass er für seine Freunde einige Risiken eingegangen ist und dies nicht immer gut für ihn ausgegangen ist. Nicht immer hat König John ein Auge zugedrückt, auch er musste einige Tiefen überleben. Diese Seiten haben ihn nur menschlicher wirken lassen, dadurch hat sein Charakter einfach noch mehr Tiefe bekommen. Besonders seine Knappenzeit ist mir positiv in Erinnerung geblieben. Eine Ausbildung als Ritter unter Prinz John war nicht immer einfach, einige Hürden mussten gemeistert werden. Dies hat dazu geführt, dass ein enges Band zwischen den Knappen geknüpft wurde. Diese tiefe Freundschaft hat auch noch angehalten, als aus den Knappen Rittern wurden und es hat große Freude gemacht die Anekdoten zwischen den Freunden mitzuverfolgen.
Etwas enttäuscht war ich von den letzten paar Seiten des Buches. Die Entwicklung von Yvain hat mir leider nicht vollkommen gefallen, ist aber Geschmackssache. Dennoch wird hier Raum für Eigeninterpretationen gelassen, sodass ich dann doch wieder ganz gut mit dieser Lösung leben konnte. Tiefer werde ich nicht ins Detail gehen, es wäre einfach ein zu großer Spoiler.

Alles in allem konnte mich Rebecca Gable mit ihrem historischen Roman „Teufelskrone“ wieder von ihrem Erzähltalent überzeugen. Ihr ist es geschickt gelungen, mich in eine vergangene Zeit zu entführen, ich habe mit den Charakteren mitgelitten und dabei einiges über das 12. und 13. Jahrhundert gelernt. Besonders die Darstellung von John Ohneland konnte mich begeistern. Dieser historische Roman hat aufs Neue bewiesen, dass die Autorin eine Meisterin ihres Faches ist. Und somit bleibt mir nichts anderes übrig, als gebannt auf das nächste Werk aus ihrer Feder zu warten. Für „Teufelskrone“ möchte ich wohlverdiente 4,5 Sterne vergeben.
Profile Image for Nadine Schrott.
686 reviews65 followers
May 11, 2021
Historien Epos im bekannt hervorragenden Stil von Rebecca Gable.....gut recherchiert und authentisch erzählt....ein Hochgenuss für Historien Fans!
12 reviews
July 18, 2021
Ich glaube ich habe selten ein so dickes Buch so schnell beendet! Teufelskrone ist wirklich ein unfassbar gut recherchierter und mitreißender historischer Roman! Wer die anderen Waringham-Bücher kennt, wird auch hiermit nicht enttäuscht. Die Geschichte um Yvain of Waringham fügt sich nahtlos in die Geschichte ein, die einige interessante und bekannte Charaktere beinhaltet. Von Richard Löwenherz bis zur Geburtsstunde der Magna Charta ist alles dabei 😊 wirklich eine unglaublich gute Geschichte und definitiv für jeden Historik-Fan eine klare Empfehlung!
Profile Image for Lucie Müller.
Author 5 books18 followers
December 2, 2019
Hervorragend geschrieben. Yvain ist ein starker, vielschichtiger Protagonist der wieder mal wunderbar in die Geschichte von England eingewoben wurde. Beim Lesen habe ich Lust bekommen, die Reihe wieder mal von vorne zu beginnen. Ausserdem bin ich Gablé dankbar, dass sie zeitlich wieder zurück gegangen ist. Schwerte und Ritter sind eben immer noch das Beste!
Profile Image for Tamara.
61 reviews
October 23, 2019
Das Buch ist wie immer wunderbar recherchiert und geschrieben. Mir blieben jedoch weder die Charaktere noch die Geschichte so einträglich im Kopf wie es bei den anderen Waringham-Romanen der Fall war.
Unterhaltsam, mehr aber auch nicht.
Profile Image for Meggies Fussnoten.
946 reviews12 followers
November 17, 2019
Yvain of Waringham tritt in den Dienst von Prinz John, der als Bruder des sagenumwobenen König Richards immer nur in dessen Schatten steht. Genauso ergeht es auch Yvain, denn sein Bruder Guillaume, der ein Ritter Richards ist, steht auch höher in der Gunst von Yvains Vater.
Als Richard stirbt, wird John König und schon bald merkt Yvain, dass die Herrschaft der beiden Brüder John und Richard sich gar nicht so unähnlich ist.
Doch John ist unberechenbar. Seine herrschsüchtige Art, der grausame Zug und sein Hang zu jungen Frauen und Alkohol führen zu einigen Schwierigkeiten. Trotz allem bleibt Yvain ihm treu. Bis eine Entscheidung Yvain seinen besten Freund nimmt und Zweifel immer weiter in Yvains Innerem nagen. Yvain stellt sich die Frage: Ist John der König, den England verdient?

Rebecca Gablé schafft auf ihre unvergleichliche Art aus dem in der Geschichte so verhassten König John eine fast sympathische Figur zu machen, der viele Wesenszüge zeigt, die ihn sehr menschlich machen. Auch Yvain von Waringham sieht diese "netten" Gesten und hält John deshalb die Treue.

Mit teilweise großem Staunen las ich, wie die Autorin König John Momente andichtete, in denen er mit Yvain tiefgründige Gespräche führte, kurz darauf aber auch wieder die Grausamkeiten ins Licht rückte, für die er bekannt war.

Fast kam es mir so vor, als wäre nicht Yvain, sondern John die Hauptfigur des Buches. Doch zum Glück ist dem nicht so und so besuchen wir ein Waringham in den Jahren 1193 bis 1216.

Es ist, wenn man die anderen Romane der Waringham-Saga gelesen hat, wie ein nach Hause kommen.

Wir lernen Yvain von Waringham sowie seinem Bruder Guillaume kennen, die genauso unterschiedlich sind wie König Richard und Prinz John.

Doch es verbindet sie auch die Loyalität zu ihren Dienstherren, welche auch über den Tod hinaus Bestand hat. Beiden liegt jedoch auch noch eins am Herzen: Amabel, Guillaumes Ehefrau und Yvains unerfüllte Liebe.

Wer jetzt jedoch denkt, es erwartet einem die typische Liebesgeschichte. Mann liebt Frau von Bruder, Bruder stirbt, Mann kommt mit Frau zusammen - Happy End, den muss ich enttäuschen. Die Autorin überrascht hier mit einigen Dingen.

Wie immer sind die historischen Begebenheiten sehr gut recherchiert und Yvains Geschichte schmiegt sich wunderbar in die vorhandenen Lücken. Ich bewundere solch ein Talent bei Autoren.

Nachdem ich vor Lesen des Buches eher im #TeamRichard war, muss ich nun jedoch sagen, dass auch John seine Reize hatte. An guten Tagen war er sympathisch, lustig und ein angenehmer Zeitgenosse.
Doch seine grausame Seite überwiegt, gerade zum Ende seiner Herrschaft hin.

Yvains Werdegang war spannend zu lesen, gerade die Szenen mit König John oder am Hofe des Königs. Natürlich läuft alles nicht nach Yvains Plänen, vor allem, da er selbst unglücklich in Amabel, die Ehefrau seines Bruders Guillaume verliebt ist. Doch merkt er selbst nicht, dass sein Glück eigentlich vor seinen Füßen liegt.

Insbesondere Beatriz, Yvains von König John bestimmte Ehefrau, hat es mir angetan. Ihre zerstreute Art und ihr Talent, sich um andere zu kümmern, vor allem um Kinder. Ihre Art hat mir sehr imponiert, weil sie im richtigen Moment immer das Richtige zu sagen wusste. Außerdem hat sie eine besondere Gabe, die sich in den anderen Büchern der Saga weiter in der Familie ausprägt.

"Teufelskrone" spielt zeitlich, ca. 230 Jahre vor dem ersten Band "Das Lächeln der Fortuna".

Meggies Fussnote:
König John und Yvain of Waringham, beide stehen im Schatten ihrer Brüder, beide gehen jedoch ihren eigenen Weg.
Profile Image for Oneofthefoxes.
746 reviews24 followers
November 7, 2019
Die Waringhams gehören für mich persönlich einfach ins Mittelalter. Ich glaube, auch deshalb konnte Gablé mit ihrem Roman für mich viele Pluspunkte sammeln. Trotzdem hat "Teufelskrone" schon so seine schwächen. Denn ehrlich gesagt fiel mir schon sehr auf, das die Autorin eben ihr bewährtes Strickmuster aufgefahren hat. Ein rebellischer Waringham-Sohn, Pferde, natürlich eine unglückliche Liebe seitens der Hauptfigur - fertig ist der perfekte Waringham-Held, für einen neuen Roman der Reihe. ;)

Außerdem fand ich es gerade zu Beginn Teilweise schon sehr Episodenhaft erzählt. Immer wieder werden die wirklich spannenden Ereignisse, die mich viel mehr interessiert hätten, nur in der Rückschau erzählt. Wir erleben sie als Leser*innen nicht mit. Das fand ich an einigen Stellen wirklich schade, weil das leider einen weiteren Schwachpunkt der Reihe offen legt ... Einem Waringham passiert einfach nichts, ihm gelingt immer wieder dem "Schicksal" ein Schnippchen zu schlagen.

Aber es macht trotzdem sehr viel Spaß Gablés Romane zu lesen. "Teufelskrone" hat mich bestens unterhalten. Yvain gefiel mir als Hauptfigur ausgesprochen gut und er gehört definitiv neben Julian (Das Spiel der Könige) zu meinen Lieblings-Waringhams.

Vor allem die Spiegelung der Brüder Yvain und Guillaume zu den beiden Königen Richard und John fand ich gelungen. Tatsächlich finde ich, das die Autorin hi und da ruhig noch mehr auf diesen Punkt hätte eingehen können. Rückblickend wirkt so einiges etwas zu glatt gebügelt. Es gibt eigentlich einige Konfliktmöglichkeiten, die aber ein ums andere Mal nicht genutzt werden. Hier wirkt das Ganze ehrlich gesagt zum Teil ziemlich Flach. Vor allem Yvains Gefühlswelt fand ich dabei nicht immer nachvollziehbar.

Der Sitz der Familie Warhingham selbst ist wie schon so oft, eher ein Nebenschauplatz. Die eigentliche Geschichte spielt sich nicht dort ab, sondern am Hof des Königs. Ich war immer dann gefesselt,wenn Yvain und Prinz später König John auf einander trafen. Das ist eben auch die Stärke der Autorin, historische Zusammenhänge und Figuren zum Leben zu erwecken. Hier liegt auch die Stärke des Romans. Für mich war es einfach sehr spannend und unterhaltsam zugleich, wie die Verwicklungen der fiktiven Figuren, mit den historisch verbürgten, geschah. Leider bleibt die Autorin auch hier manches Mal in einem Schwarz-weiß Schema verhaftet, das so manche Vielschichtigkeit der Figuren verdeckt. Schade das sich sie sich daraus einfach nicht lösen kann. Das wirkt doch schon manchmal etwas altmodisch in der Erzählweise.

Dafür flogen die Seiten nur so dahin und ich habe insgesamt sehr gerne weiter gelesen. Ich gebe aber auch zu, das ich die Familie Waringham - egal in welcher Zeit - schon sehr mag und daher den Romanen doch schon einiges verzeihe, das ich anderen Autor*innen nicht so leicht durchgehen lassen würde. ;)

Im Vergleich zu "Der Palast der Meere" gefiel mir "Teufelskrone" wieder sehr viel besser. Ich hatte den Eindruck das auch die Autorin sehr viel mehr Lust hatte, sich die Konflikte des Mittelalters anzusehen, als die Tudorzeit zu beleuchten.

Praktischer weise gäbe es ja noch eine schön große Zeitspanne, bevor Robin of Waringhams Geschichte den Kreis schließen würde, und ich hoffe das Gable dazu schon eine Idee hat. Hier würde ich mir allerdings wünschen, das auch die Frauenfiguren wieder stärker in den Fokus rücken würden. (Das fand ich im Palast der Meere ziemlich gelungen).
Profile Image for Hannah (auri.winter).
95 reviews
November 11, 2020
Ich mag die Bücher von Rebecca Gablé. Eigentlich. Dieses Buch war leider nicht so gut, wie die vorherigen Bücher der Waringham Reihe. Eventuell liegt es auch daran, dass es eine Weile her ist, seit ich das letzte Buch von ihr gelesen habe. ABER, da ich einige Bücher sehr häufig gelesen habe (das Lächeln der Fortuna habe ich bestimmt 6-7 mal gelesen), wage ich zu behaupten, dass ich mich dennoch ganz gut an die generelle Geschichte erinnern kann.
Ich glaube, man kann das Buch auch alleinstehend lesen, aber gerade im Vergleich zu den vorherigen Bänden, fällt dieses Buch etwas ab. Ich habe das Gefühl, dass die Geschichte sehr auf den Hauptcharakter fokussiert ist. In den vorherigen Bänden, habe ich das Gefühl, dass mehr in die Nebencharaktere investiert wurde, wodurch die ganze Geschichte lebendiger wurde. Außerdem lernt man, meiner Meinung nach, auch viel über den Hauptcharakter, so wie er/ oder sie von seinen Freunden gespiegelt werden. Das fehlt hier.
Alles in allem gebe ich aber dennoch 3 Sterne. Warum? Das Buch war kurzweilig und die bekannten Strukturen, die sonst immer wieder in den Büchern vorkommen (verbotene Liebe, ständige Kerkerhaft, ein fieser Gegenspieler der alles macht, um den Hauptcharakter zu Fall zu bringen) fehlen größtenteils. Es kann sein, dass ich deswegen etwas enttäuscht war, weil meine Erwartung nicht erfüllt wurde, auf der anderen Seite war das auch sehr erfrischend.
688 reviews7 followers
November 29, 2019
Gablé hat immer mindestens vier Sterne verdient, sie schreibt einfach unglaublich lesbar, fließend und atmosphärisch. Die Hauptdarsteller sind sympathisch und integer. Hier kommt dazu ein eigentlich negativ geprägter König, der menschlich wird, obwohl er Grausamkeiten verübt. Trotzdem fehlt mir etwas der Konflikt und die Zuspitzungen, die Twists sind nett, aber es machte mir auch nichts, den Roman mal aus der Hand zu legen. Auch die gewohnt starken Frauenrollen bleiben nebensächlich. Schön, wieder in die Waringham-Welt einzutauchen und sogar fast zum Ursprung zu kommen, daher ist der Roman wichtig für uns Fans, aber in seiner perfekten Lesbarkeit plätschert er hin und wieder etwas dahin wie der Tain.
Profile Image for Michael Gray.
217 reviews1 follower
May 10, 2025
Das war für mich jetzt die fünfte Waringham- Geschichte und ich bin immer wieder überrascht wie sehr mich die Bücher von Rebecca Gable fesseln. So spannend geschrieben und es wird nie langweilig, einfach toll. Ich bin jedes Mal etwas traurig wenn ein Buch zu Ende geht, ich würde den Lebensgeschichten und Schicksalen gerne weiter folgen aber es muss ja (leider) mal ein Ende geben. Ich freue mich auf eine weiter Waringham-Story!
Profile Image for Cathrin.
406 reviews14 followers
February 3, 2020
In diesem neuen Waringham-Roman, welcher zeitlich vor allen anderen spielt, läuft Rebecca Gablé mal wieder zu Höchstformen auf. In üblicher Manier folgt der Leser einem Sprößling der Waringham-Familie, die es immer wieder schafft ihre Mitglieder in den Dunstkreis der Könige und Herrschenden einzuschleusen. In diesem Fall handelt es sich bei letzteren um Richard Löwenherz und dessen Bruder John. Von der ersten bis zur letzten Seite ist der Roman spannend und fesselnd zu lesen. Trotz der Länge des Buches kam zu keinem Zeitpunkt Langeweile auf, ich mochte das Buch kaum aus der Hand legen. Dennoch wird es mir auch mit diesem Buch gehen wie mit all seinen Vorgängern: in ein paar Wochen werde ich bereits wieder vergessen haben, was sich zwischen den Buchdeckeln verbirgt.
Profile Image for Sabine .
116 reviews17 followers
March 18, 2020
3-3,5 stars

Detlef Bierstedt als Sprecher hat zweifelsohne 5 Sterne verdient, einfach grandios gelesen...
Displaying 1 - 30 of 73 reviews

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