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‎Die Sehnsucht kommt leise

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Sieben Jahre nach einer schweren Depression liest die Autorin zum ersten Mal ihre Tagebücher aus der Zeit und zieht Bilanz: Was ist heute anders als damals? Wo ist sie gewachsen, wo nicht? Und vor allem: Hört Depression irgendwann auf? „Die Sehnsucht kommt leise“ ist eine Zusammenstellung aus Tagebucheinträgen aus dieser Tiefphase, die aus der Gegenwart neu beleuchtet werden; sie offenbaren Gedanken über das Erwachsenwerden, über Selbstliebe und die Notwendigkeit, niemals aufzugeben.

82 pages, Paperback

Published May 13, 2018

8 people want to read

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Lea Melcher

28 books44 followers

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Profile Image for frau.gedankenreich.
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March 31, 2022
!! Triggerwarnung: Depression, Magersucht !!

"Ich war fünfzehn und sechzehn Jahre alt, als ich das schrieb. Jetzt bin ich dreiundzwanzig.
Es ist Weihnachtszeit.
Und etwas in mir musste auf einmal diese alten Tagebücher lesen.
Ich hatte Angst davor.
Angst davor, dass ich zurückfallen würde.
Wieder eins würde mit meiner damaligen Person.
Aber das ist nicht passiert.
Im Gegenteil."

Tagebücher waren zu meiner Teenagerzeit und auch heute nie mein Ding. Rückblickend betrachtet, hatte ich wahrscheinlich einfach blos große Angst davor, mich selbst mit meinen inneren dunklen Ecken und Nischen zu konfrontieren und jedes Detail davon auszuleuchten.
Gedichte schreiben war leichter, denn da konnte ich die Dinge auf eine Art umschreiben, die ihnen eine gewisse Anonymität verlieh.
Bis heute habe ich die meisten davon fast niemandem gezeigt. Dementsprechend beeindruckt hat mich Lea Melcher mit ihrem Buch "Die Sehnsucht kommt leise."
Der Blick zurück erfordert für sich genommen schon sehr viel Mut, diesen Blick dann aber auch noch mit anderen zu teilen, macht mich ein stückweit sprachlos.
Sicherlich, jeder Künstler hinterlässt irgendwo ein Stück von sich selbst in seinem Werk, aber meistens bleibt das Ergebnis der Interpretation des Betrachters überlassen.
Hier aber stellt Lea Melcher ihr vergangenes Ich vor völlig Fremden ins Scheinwerferlicht und zeigt mit dem Finger darauf.
Ich habe mich sehr oft in den Gedanken, Gefühlen und Texten wiedererkannt; das hat zum Teil wehgetan, mich zum Weinen und dann aber auch wieder zum Lächeln gebracht und mich erinnert: Die Depression oder allgemein schwere Zeiten machen uns nicht aus. Wir sind nicht das Schlechte, was uns passiert. Wir haben nicht aufgegeben. Wir haben gekämpft. Am Ende zählt nur, dass wir überlebt haben! Und das habe ich!!

*eine Sternebewertung werde ich nicht vergeben, da es sich um kein fiktives Werk handelt.
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