Nachdem ich „Das Schweigen des Fjords“ von Agnes Lovise Matre, den ersten Band der Reihe um Kommissar Bengt Alvaskar mit absoluter Begeisterung gelesen hatte, habe ich sehr gefreut, als ich gesehen habe, dass auch Band 2 ins Deutsche übersetzt worden ist. Ich habe mir „Das Grab am Fjord“ recht schnell nach Erscheinen gekauft, aber einige Zeit ins Land streichen lassen, bis ich es gelesen habe.
Grundsätzlich kann ich auch zu diesem zweiten Band sagen, dass auch „Das Grab am Fjord“ ein richtiger Pageturner und genau das richtige Buch nach einer heftigen Geschichte zur Zeit des Zweiten Weltkriegs für mich war. Ich sollte wirklich mehr Krimis im SUB haben und Reihen vervollständigen, wenn ich nach eher schwieriger Lektüre dringende Abwechslung brauche. Und was ist da besser, als zu einer Figur, in dem Fall einem Ermittler, zurückzukehren, den man schon aus anderen Büchern kennt und mag.
„Das Grab am Fjord“ ist ein vielschichtiger Roman. Es gibt einen Cold Case, was ich grundsätzlich sehr spannend finde und einen aktuelle Fall um einen verschwundenen Ermittler aus Bengt Alvaskars Team. Es geht in dem Buch aber auch um Familiengeheimnisse und das Queer-Sein in den 80er Jahren. Das Verhalten mancher Menschen macht so unfassbar wütend.
Im Gegensatz zu dem ersten Band der Reihe fand ich „Das Grab am Fjord“, vor allem die Fortschritte bei den Ermittlungen etwas zu gewollt und etwas schlechter als Band 1. Ich musste mich jetzt beim Schreiben der Rezension schon sehr anstrengen, um mich an Details zu erinnern. Doch alles in allem, war es eine gute und spannende Lesezeit. Ein Buch, das man problemlos in wenigen Tagen wegsuchten kann und ein Teil einer Reihe, die ich gerne weiterverfolgen würde.