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Reise nach Maine

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Ein Mann – er ist Schriftsteller von Beruf, nachdenklich und ein wenig konfliktscheu – will die USA bereisen. Zunächst nach New York City, dann weiter Richtung Maine. An seiner Seite eine meinungsstarke Osteuropäerin, die seit dreißig Jahren im Fränkischen zu Hause ist: seine Mutter.
Von Beginn an liegt ein Schatten auf der Unternehmung: Donald Trump ist seit kurzem Präsident der angeschlagenen Nation, und Celina hat ihrem Sohn kurz vor der Abreise eröffnet, dass sie, anstatt die zweite Reisewoche bei einem Jugendfreund in Texas zu verbringen, die ganze Zeit mit ihm zusammenbleiben wird. Dann hat sie auch noch einen Unfall. Mit gebrochener Nase und zwei blauschwarzen Veilchen zieht sie überall die Aufmerksamkeit wohlmeinender Fremder auf sich.
Der leise Ärger des Sohnes wird zunächst von Sorge überlagert. Auf der Autoreise an die Küste Neuenglands aber beginnt ein Konflikt aufzubrechen, der viel darüber verrät, wie Männer mit Frauen, wie Mütter mit Söhnen sprechen, ein Konflikt, der nicht nur das Leben der beiden und ihr Verhältnis zueinander prägt. Davon erzählt Matthias Nawrat in sehr komischen, fein austarierten Szenen. Immer im Hintergrund: America the beautiful, der derangierte Sehnsuchtsort.

224 pages, Hardcover

Published January 1, 2021

33 people want to read

About the author

Matthias Nawrat

14 books6 followers
Matthias Nawrat was born 1979 in Opole in Poland. He moved with his family in 1989 to Bamberg. From 2000 to 2007, he studied Biology at Heidelberg and Freiburg im Breisgau. Beginning in 2009 he studied at the Swiss Literature Institute in Biel/Bienne. His debut novel, Wir zwei allein was published in 2012. He lives in Berlin.

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Community Reviews

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6 (13%)
1 star
1 (2%)
Displaying 1 - 2 of 2 reviews
Profile Image for Steffi.
1,123 reviews273 followers
July 23, 2021
Dieser leicht melancholische, nachdenkliche Tonfall, den ich auch aus Der traurige Gast kenne, gefällt mir auch hier ganz gut. Doch tröpfelt die Geschichte so unmotiviert vor sich hin, dass ich nicht ganz überzeugt bin.

Ein Sohn macht mit seiner Mutter eine Reise nach New York und von dort aus mit dem Auto nach Maine. Zunehmend zeigt sich, dass die Beziehung zwischen den beiden nicht einfach ist. Immer wieder kritisiert sie sein Leben, sein Schriftstellerdasein, seine Bindungslosgkeit. Jetzt hat Nawrat das natürlich nicht abgekupfert, aber diese Konstellation erinnert an ein anderes gerade erschienenes Buch, Krachts Eurotrash. Der Vergleich ist nicht fair, da stilistisch komplett unterschiedlich und Kracht ja auch viel mehr als dieses Thema behandelt. Dennoch drängte sich mir der Vergleich beim Lesen auf, und das nicht zu Gunsten von Nawrat.

Schön dagegen diese Momente der Fremdheit, die nicht näher spezifiziert werden und auch die Absurdität alltäglicher Situationen, wie der Bürokratie in einer Notfallaufnahme oder dass wildfremde Menschen ohne Anlass ihr ganzes Leben vor den beiden Hauptfiguren ausbreiten.

Kann man also gut lesen, aber man verpasst auch nicht viel, wenn nicht.
5 reviews
January 7, 2022
What was the point behind the book Reise nach Maine? What were we as readers expected to take from this? I felt like I wasted my time to read this book - a loser-type describes in a lifeless recount, a story that no one, including himself finds interesting. No deep thoughts, no contemplation… and therefore little-to no substance. I don’t get it. Why write it. Why share it with others? It took 154 pages of lifeless description to even begin to make a point. But even then, the depth of the writer is missing. And only just barely skims the very surface of a deep thought before continuing to drone on about the next passing event. I wish to spare someone else the valuable minutes of their life - time which I wasted on this. What has become of literature that a publisher wasted the printing process to put this onto paper. Shame on Rowohlt for their decision to take this into their repertoire.
Displaying 1 - 2 of 2 reviews

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