Die Welt gehört denen, die diszipliniert sind. Disziplin ist der Schlüssel zur Stärke. Das Gegenteil von Disziplin ist Weichheit und Nachgiebigkeit gegenüber sich selbst. Keine Nation hat überlebt, die sich selbst gegenüber nachgiebig und schlaff geworden ist.
Disziplin muss eine grundlegende Eigenschaft sein. Wenn man nur in einem Bereich diszipliniert ist oder eine Fähigkeit gut ausgebildet hat, wird diese früher oder später von anderen Lastern erstickt werden und der allgemeinen Charakterschwäche unterlegen.
Disziplin hat mit gewohnheitsmäßiger Selbstbeherrschung und intelligenter Ausrichtung zu tun. Sie zeigt sich vor allem in Krisen Zeiten.
Dass häufig Pläne nickt umgesetzt und Ziele nicht erreicht werden, liegt nach R.S. Taylor häufig nicht an Mangel an Begabung, sondern an Charakter und Disziplin. Die Ambitionen vieler liegen im Bereich ihr Fähigkeiten, aber jenseits ihrer Disziplin. Wie ein disziplinierter Mensch aussieht, welche Eigenschaften ihn auszeichnen und an welchen praktischen Kleinigkeiten man einen disziplinierten Menschen im Alltag erkennen kann, beschreibt er in seinem Buch ausführlich.
Die echte Disziplin zeigt sich nicht dann am besten, wenn auf spektakuläre Art und Weise etwas Drastisches erreicht wird, sondern wenn Verhaltensmuster permanent angepasst werden.
Taylor geht auf die verschiedenen Facetten und auch Gefahren der Disziplin ein.
Im ersten Teil, den ersten fünf Kapiteln, geht es verstört um die „Theorie“ würde ich sagen (Der Platz von Disziplin im christlichen Leben). Der zweiter Teil, das sechste Kapitel, ist dann durch und durch praktischer Natur (Der Pfad zur Disziplin im christlichen Leben).
Besonders krass fand ich den Satz: Disziplin oder Dekadenz.
Das Buch ist gut geschrieben und voller lebenspraktischer, biblischer Weisheiten. Es ist anregend und gut zu lesen.
Ein paar Sachen muss man vielleicht nicht wie Taylor sehen, aber generell ist es empfehlenswert.