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Das Leben keiner Frau

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Alte weiße Frau - hast Du den Blues?

Melanies Fünfzigster ist ein rauschendes Fest. Sie lässt sich feiern, der Champagner fließt in Strömen, ein Flirt liegt in der Luft. Doch dann wendet sich das Blatt. Ihre Mutter, zu der sie nie ein gutes Verhältnis hatte, braucht ihre Hilfe, sie ist alt geworden. Ihre erwachsene Tochter, die nie so werden wollte wie Mel selbst, ist gerne Hausfrau und will auf keinen Fall Karriere machen. Ja, und die Männer. Der Flirt, ein Kollege, redet im Büro schlecht über sie. Mels Chef fördert eine jüngere Kollegin. Ihr Exmann wird Vater, bekommt mit seiner neuen Frau ein Kind. Das Kind, das er mit ihr nie wollte. Mel hat in ihrem Leben alles richtig gemacht. Bis auf die Dinge, die kolossal schiefgelaufen sind. Und heute ist sie nur noch wütend. Ein Buch über die Fallstricke der Emanzipation und den Fluch, alles zum ersten Mal zu machen.

240 pages, Hardcover

Published August 30, 2021

2 people are currently reading
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About the author

Caroline Rosales

7 books9 followers

Ratings & Reviews

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Community Reviews

5 stars
55 (22%)
4 stars
91 (37%)
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73 (30%)
2 stars
19 (7%)
1 star
5 (2%)
Displaying 1 - 20 of 20 reviews
Profile Image for Jin.
843 reviews146 followers
August 30, 2021
Die Lebensgeschichte einer alten weißen Frau mitten in München, die jeden Halt verliert und nicht mehr weiter weiß. Es gibt unglaublich viele Geschichten über weiße alte (oder alternde) Männer, sodass ich dieses Buch sehr erfrischend fand. Sowieso wird sehr wenig über Frauen erzählt, die "anders" leben. Die Protagonistin lebt alleine in einer scheinbar schillernden Welt in der "untergehenden Sonne"; zwar hat sie eine Tochter, aber zu dieser hat sie keine enge Beziehung und auch zum Rest ihrer Familie nicht. Sie sieht sich als jung und ist noch nicht bereit ihre Schwächen zuzugeben. Alles zersplittert nach und nach, sodass Sie verzweifelt versucht über Glassplitter zu laufen bis sie einfach umkippt.

"Keine Geliebte, keine Ehefrau, keine Freundin. Ich bin als gar keine Frau gut. Mein Leben ist das Leben keiner Frau."


Die Schreibweise fand ich sehr genial, sie war bissig, ehrlich, höhnisch, aber trotzdem verletzlich. Es werden sehr viele Arten von Frauen aufgezählt als Mutter, Schwester, Tochter, Freundin, allein, schwanger, in einer Familie, usw. Ein sehr interessantes Porträt einer Frau mit einem Stück Zeitgeschichte über München, was mich unterhalten und zum Ende hin auch etwas bewegt hat. Auch wenn die Protagonistin nicht unbedingt ein Everybody's Darling ist, konnte ich mit ihr fühlen und auch das Ende fand ich sehr passend als Abschluss. Das Cover finde ich übrigens auch sehr passend zur Story! Insgesamt eine sehr lesenswerte Story.

"Ich will kein Klischee sein, aber es muss mich doch geben dürfen."


** Dieses Buch wurde mir über NetGalley als E-Book zur Verfügung gestellt **
Profile Image for Henny.
147 reviews24 followers
December 6, 2021
Hab mich oft ertappt gefühlt, wie ich strenger mit der Hauptperson strenger ins Gericht gegangen bin als ich es mit einem Mann als Hauptperson gewesen wäre. Internalisierte mysogonie, niemand ist frei davon und das Buch zeigt das wunderbar auf. Liest sich schnell weg und ist auf jeden Fall was für fans von Sonja Heiss „rimini“.
Profile Image for Lea-Sophie Minze.
18 reviews19 followers
January 3, 2023
Ich konnte diesen Roman nicht weglegen und hatte gleichzeitig oft Bauchschmerzen beim Lesen. War wohl gut?
Profile Image for Kati | die.buchbloggende.
16 reviews
August 22, 2022
Wir reden viel über den alten weißen Mann. Wen wir dabei aus den Augen lassen? Die alte weiße Frau.
Schon seit jeher hat sie ein Problem mit Sichtbarkeit. Mit der altersbedingten und fremdbestimmten Abnahme der se*uellen Verfügbarkeit, dem Verlust der Macht über das Wecken männlicher Begierde, und spätestens mit den Wechseljahren wird sie immer transparenter.
Wo bleibt sie also, die Protagonistin Melanie, deren Leben nach ihrem fünfzigsten Geburtstag sehr rapide bergab geht? Melanie hat einfach ein großes Problem: sie ist kein Werner.
»Werner zählt zu den wenigen Überlebenden unter den Wolfgangs, Jürgens und Rüdigers, die aus Artenschutzgründen noch in ihrer eigenen untergehenden Sonne herumstehen.«
Dabei hat sie eigentlich so vieles richtig gemacht. Sie hat sich nicht abhängig gemacht, ist ihrem Traum, dem Journalismus, gefolgt. Hat nicht ausschließlich auf einen, ihren Mann, gesetzt, sondern ist selbstständig geblieben. Soweit man das sein kann, mit Kind.
»Kinder sind eine Rechtfertigung für alles. Ich habe glücklicherweise eines bekommen, den Gebärauftrag erfüllt und kann mitreden.«
Uff, was für ein Buch. @therealcarolinerosales legt mit "Das Leben keiner Frau" keinen Finger in die Wunde(n), sie nimmt die ganze Hand. Rosales selbst ist deutlich jünger als ihre Protagonistin Melanie, und trotzdem kann ich mir so gut vorstellen, dass ihr erbarmungslos gezeichntes Porträt einer Frau im letzten Lebensdrittel so sehr zutrifft. Ich glaube, die meisten Frauen befürchten es. Mit der Gleichberechtigung und dem langsamen Aufbrechen des traditionellen Rollenbildes kommt nicht nur die große Freiheit, sondern auch die große Angst. Wut, die gesteht man vor allem den jungen Frauen zu, die kämpfen. Den "alten", die schon gekämpft haben, unterstellt man Verbitterung. Wer ist die alte, weiße Frau? Mögen wir sie? Wie wollen wir einmal werden?
Unbedingte Leseempfehlung für dieses heftige Buch.
Profile Image for Christiane Fischer.
512 reviews6 followers
December 17, 2025
DAS LEBEN KEINER FRAU
Caroline Rosales
ET: 30.08.2021

#backlist #12für2025

Nachdem ich Die Ungelebten von Caroline Rosales beendet hatte und mir daraufhin dieses Buch empfohlen wurde, musste ich es einfach kaufen. Leider lag es dann erst einmal eine Weile auf meinem SuB, doch nun konnte ich es endlich befreien – und das hat sich gelohnt.

Melanie ist eine echte Macherin: stellvertretende Chefredakteurin der Münchner Zeitung, Stilikone und eine Frau, die mitten im Leben steht – bis zu ihrem 50. Geburtstag. Ab diesem Tag scheint alles bergab zu gehen. Die Wechseljahre melden sich, ihre 25-jährige Tochter hat viel zu wenig von dem, was Melanie im Überfluss besitzt, die Mutter muss ins Altenheim und dann stellt der Chefredakteur auch noch eine blutjunge, attraktive Journalistin ein, die Melanie gefährlich werden könnte.
Ob es noch schlimmer kommen kann? Ja.

Caroline Rosales schreibt zynisch, ehrlich und schonungslos. Ich habe das Buch unglaublich gerne gelesen und innerhalb eines Tages beendet. Natürlich habe ich keine hochtrabende Literatur erwartet, sondern beste Unterhaltung – und genau die habe ich bekommen.

Fazit:
Eine temporeiche Geschichte, gepaart mit einer großen Portion Zynismus. Wunderbare Unterhaltung.
4½/5
Profile Image for Tessa.
915 reviews23 followers
January 16, 2022
Schlechte Mutter, schlechte Tochter, schlechte Feministin. Zu dünn, um gesund zu sein. Zu ungesund, um als Vorbild zu taugen. Keine Geliebte, keine Ehefrau, keine Freundin. Ich bin als gar keine Frau gut. Mein Leben ist das Leben keiner Frau.

*3,5 Sterne

Über alte weiße Männer wurde ja bereits viel gesprochen und geschrieben, doch wie sieht es mit den Frauen aus? Rosales schreibt offen und ehrlich über das Älterwerden und schreckt nicht davor zurück, Unbequemlichkeiten anzusprechen und darzustellen.
Zugegeben, die Negativität der Erzählerin schreckte mich zu Beginn sehr ab. Doch je mehr Zeit ich mit Melanie verbrachte, desto mehr sah ich, dass sie auch nur ein Mensch mit Fehlern ist, genauso wie jeder andere auch.
Einzig die Tatsache, dass zum Ende hin ein kurzes Kapitel die Erzählperspektive änderte, irritierte mich ein wenig.

Ansonsten präsentiert die Autorin ein interessantes und spannendes Frauenbild, welches mir so bisher noch nicht in der Literatur unter die Nase kam. Definitiv eine Leseempfehlung, da über dieses Alter von Frauen nie so schonungslos geschrieben wird.
Profile Image for Maria.
628 reviews14 followers
January 16, 2022
"Das Leben keiner Frau" von der Autorin Caroline Rosales stellt sich der Frage "Was tun, wenn man fünfzig wird? Eine Frau am Wendepunkt ihres Lebens". Somit war von Beginn an klar, dass ich mit beinahe dreißig höchstwahrscheinlich wenig persönliche Bezugspunkte zu Protagonistin Melanie haben werde. Das hat sich bestätigt, und war für mich insofern problematisch, als dass ich die Ausführungen und die Wertungen, die Melanie den Schwierigkeiten ihres Lebens gibt in keiner Weise nachvollziehen konnte. Der Charakter wirkte auf mich vor allem bitter und verdrossen.
Wenngleich ich mit der Protagonistin und damit unweigerlich der Erzählerin der Story nicht warm geworden bin, hat mich die klare, schonungslose und auf den Punkt gebrachte Sprache und Ausdrucksweise der Autorin fasziniert. Die sprachlichen Bilder sind intensiv und gut beobachtet. Die eingearbeiteten Beobachtungen sind ungeschönt, zu Teilen beinahe zynisch. Das hat mir sehr gefallen und daher habe ich den 240 Seiten umfassenden Roman auch beendet.
Profile Image for Lucas.
61 reviews1 follower
April 6, 2025
Ich fand’s wirklich nicht so gut, die Hauptcharakterin wird nur weniger unsympathisch weil man erfährt das ihre Mutter noch unsympathischer ist… weiß nicht ob es einen Charakter Buch gab den ich mochte
Die Hauptcharakterin fühlt sich so überspitz und verbittert an, als würde sie wirklich alles und jeden verachten und hassen und sich dann in Selbstmitleid baden
Ein Downspiral an schlechtigkeit für sie im Leben…
Vielleicht hat das Buch eine hiden Message oder so und ich Check sie nicht, vielleicht ein mix aus Titel und Thema, keine Ahnung
Naja
1,369 reviews6 followers
March 8, 2022
Pah, dieses Selbstmitleid der Frau geht einem auf die Nerven. Mit 50 Jahren
eine Krise, weil sie keinen Mann hat, die Tochter ihr zu bieder ist, jeden Mann, der ihr in die Nähe kommt vögelt, der Beruf als Chefredakteurin ihr in die Binsen geht und dann alles in Alkohol ertränkt. Vielleicht sollte sie einfach ein normaleres Leben führen und nicht immer so viel erwarten und sich als Super-Frau sehen.
Profile Image for gina.
408 reviews7 followers
July 5, 2022
Neues Lieblingsbuch.
Profile Image for Alina.
42 reviews
April 20, 2024
Ich liebe wie und über was Caroline Rosales schreibt. Das Ende fand ich irgendwie recht stumpf, das ist das einzig negative.
Profile Image for Lorenz Adlung.
152 reviews8 followers
November 5, 2021
Die Sprachgewalt ist bemerkenswert, intensiv und emotional. Etwa das titelgebende sprachliche Bild ist umwerfend stark. Die Perspektivwechsel (1./2./3. Person) der Erzählerin sind wunderbar vielstimmig und gehen dabei nahtlos ineinander über. Leider ist der Plot sehr voraussagbar und bei nur 240 Seiten wird etwas redundant erzählt. Dennoch Leseempfehlung, weil zu wenig gehörte Stimmen.
Displaying 1 - 20 of 20 reviews

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