Sie hat Fridays For Future nach Wien gebracht und ist die Sprecherin des Klimavolksbegehrens, sie ist 27, das Gesicht des Klimaschutzes in Österreich und mit ganzem Herzen dabei. Katharina Rogendorfer, studierte Biologin, hat ein beeindruckendes Faktenwissen zum Thema Umwelt und Klimakrise. Sie kennt die Zusammenhänge zwischen Ökologie, Wirtschaft und Politik - erst recht in schwierigen Pandemiezeiten - und weiß diese einfach, aber nie vereinfachend zu erklären. Sie arbeitet mit den politischen Akteurinnen und Akteuren auf nationaler und internationaler Ebene, um mutige Klimapolitik voranzutreiben. Ihr Buch ist ein beeindruckendes Plädoyer für einen Green New Deal.
Ein Buch von Klimaaktivisten/innen über die Klimakrise. Es wird insbesondere auf die politischen Umstände in Österreich eingegangen, aber da die Klimakrise ein globales Problem ist, konnte ich dennoch viel mitnehmen. Es wird kompakt dargestellt Wehalb sich das Klima verändert, welche Auswirkungen das hat und welches Ziel die Menschheit aktuell verfolgen müsste. Dabei werden auch konkrete Vorschläge unterbreitet, die typischen Ausreden entkräftet und die Möglichkeiten eines jeden Einzelnen einen Unterschied zu machen beleuchtet. Außerdem werden Einblicke in FFF Österreich, das Klimavolksbegehren und das Leben der Autor/innen gewährt.
Zuerst einmal muss ich sagen, dass dieses Buch unfassbar wichtig ist und jeder sich mit der Klimakrise auseinandersetzen sollte. Ein Ignorieren darf es in der aktuellen Zeit nicht mehr geben. Unsere Erde und die Menschheit braucht drastische Maßnahmen, wie diese aussehen könnten zeigen die Autor/innen. Dabei wird vor allem darauf hingewiesen, dass eine klimaneutrale Zukunft keinen Verzicht bedeutet, sondern ganz viele Vorteile daraus entstehen können. Bitte informiert euch und bildet euch eure Meinung, die auf fundiertem Wissen aufgebaut ist.
Mir waren schon vor der Lektüre dieses Buches einige Dinge klar, aber einiges war neu für mich. Es werden alle wichtigen Informationen gebündelt dargestellt und auch einige Argumente für Diskussionen am Familientisch geliefert. Es gelingt den Autor/innen sehr gut dieses komplexe Thema verständlich und geordnet darzustellen. Dabei ist auch der Schreibstil sehr angenehm und keine Stelle hat mich gelangweilt. Besonders toll fand ich, dass das Buch immer wieder durch persönliche Erfahrungen aufgelockert wurde.
ROGENHOFER, Katherina; SCHLEDERER, Florian: „Ändert sich nichts, ändert sich alles. Warum wir jetzt für unseren Planeten kämpfen müssen“, Wien 2021 Aufmerksam hat mich auf dieses Buch unser Bundespräsident gemacht. Eine Tageszeitung fragte Politiker, was sie im Sommerurlaub lesen werden. Van der Bellen sagte, er habe dieses Buch eingepackt. Erst beim Lesen wusste ich, warum er das tat: er wird mehrmals als Vorbild gelobt. Den Titel des Buches fand ich spannend und auch wollte ich die Gedankenwelt meiner Enkelkinder und Kinder besser verstehen und kaufte es. In der Einleitung erklärt die Autorin die Situation der Klimakrise sehr anschaulich mit einer Bootfahrt, auf der sich Menschen aus verschiedenen Erdteilen befinden. Da sind die Reichen hinten im Boot. Sie bauen starke Motoren, um schneller fahren zu können. Sie feiern ihre Erfolge und bauen weiter. Vorne sitzen die Armen. Sie haben nur Ruder. Die Reichen rufen ihnen zu schneller zu rudern. Die Reichen schneiden sich aus dem Boot Teile heraus, um bequeme Sitze daraus zu fertigen. Wasser dringt ein. Eine Frau warnt, dass das Boot einem Wasserfall zufährt. Sie errechnet in wie vielen Minuten sie kentern werden. Die Reichen meinen, sie hätten alles im Griff und diskutieren sogar einen noch stärkeren Motor einzubauen, dann könnten sie über den Wasserfall fliegen. Sehr anschaulich wird so die Situation der Welt heute erklärt. Dann setzt die Autorin erklärend alles in Basiswissen und Fakten um. Der Lauf des Buches wird durch persönliche Dinge der Schreiberin unterbrochen. Etwa, wie ihre Mutter eine Gehirnblutung bekommt und sie mit ihrem Vater bangt. Wie schnell sich unser Leben durch einen Vorfall ändern kann. Sie erzählt aber auch, wie sie in Indien im Regenwald ein Praktikum machte und dann in einem UNO Büro in Bonn arbeitete. So bekommt man den persönlichen Background der Autorin vermittelt. Auch die familiäre Situation: die alleinerziehende Mutter, weil der Vater die ganze Woche in der Ukraine arbeitet und nur ein Wochenendvater war. Die Autorin nimmt viele Gebiete aufs Korn. Unbestritten bleibt das Thema Klimawandel. Da ist sie ausgebildet und engagiert. Da muss man ihr Recht geben und auch etwas Angst bekommen. Als Leser beginnt man auch nachzudenken, wo man selbst aktiv sein könnte. Was man unterlassen könnte. Als Einzelner/Einzelne kann man diese Probleme nicht lösen, aber man kann einen Beitrag leisten. So wie die Erbsünde in der Religion tragen wir aber einen negativen Fußabdruck mit uns, der nicht von uns direkt ausgelöst wurde. Der Hauptakteur sind die Wirtschaft und die Politik. Die Wirtschaft muss sich umstellen und die Politik hat es versäumt Maßnahmen und Gesetze auf die Reihe zu bringen. Vielen Aussagen im Kapitel Wirtschaft und Politik kann ich aber nicht zustimmen. Da übersieht die Autorin, dass wir in einer Demokratie leben. Das wir verschiedene Ansichten in unserer Gesellschaft haben und die Politik darauf Rücksicht nehmen muss. Dass wir eben nicht in einer Diktatur leben. Sie stellt aber Forderungen auf, nach denen mit Gesetzen und Verordnungen eingegriffen werden muss. Das Steuersystem verändert werden soll. Irgendwie erinnert mich das an Neo-Kommunismus. An Maßnahmen, die etwa China, während der COVID Pandemie verordnet hatte. Zwar erfolgreich, aber diktatorisch. Umgekehrt schreibt sie sich Erfolge mit der Friday for Future Organisation zugute, die sicher nicht daher kommen. So etwa das letzte Wahlergebnis Österreichs, wo – so die Meinung der Autorin – die kleinen Parteien, die auf Klimapolitik gesetzt hatten, Gewinne erzielten. Ich las dieses Buch am Meer sitzend. Einen Kilometer von der Grenze zur Mönchrepublik Athos entfernt. Mehrere Jahrzehnte habe ich dieses Gebiet schon besucht und war nicht nur aus meditativen Gründen, sondern auch wegen der intakten Natur dort. Die Mönche haben nur angebaut was sie brauchen. Sie hatten keinen Strom und keine Autos. Sie waren also keine Umweltverschmutzer und haben das Weltklima sicher nicht negativ beeinflusst. Einmal täglich hat ein Schiff Pilger und Besucher vom griechischen Festland auf die Halbinsel gebracht. Wenn ich während des Lesens auf das Meer hinausblicke, musste ich feststellen, dass sich das geändert hat. Laufend fuhren Schnellboote vorbei. Fast jedes Kloster besitzt so eines. Sie holen damit ihre Pilger und Besucher ab und bringen sie auf schnellem Weg ans Ziel zu ihrem Kloster. Am öffentlichen Schiff sehe ich nicht nur wegen COVID19 weniger Passagiere. Bald wird man die öffentliche Schifffahrt einstellen und sagen, alle sollen mit diesen kleinen Booten kommen. Früher gab es ein Rundfahrtboot, das entlangfuhr und die einzelnen Klöster erklärte. Heute bieten mehrere Unternehmen solche Rundfahrten an und dabei gibt es weniger Touristen. Also ein umgekehrter Effekt, als in diesem Buch. Bei uns: hin zum öffentlichen und weg vom Individualverkehr. Hier umgekehrt. Generell wird man nach dem Lesen dieses Buches sensibler gegenüber der Umwelt. Der politische Zugang, wie er über viele Seiten ausgetragen wird, könnte sich die Autorin ersparen und lieber bei der Sache „Umwelt“ bleiben. Auf alle Fälle ist das Gelesene nachhaltig!
Kurzmeinung: Eine Bereicherung. Warum wir jetzt handeln müssen Klimamut - die Zeit ist jetzt! eine klare fundiert argumentierende Stimme ''Könnte es eine wichtigere Zeit geben als jetzt, um aktiv zu werden?''
Vielen lieben herzlichen Dank an die Autorin Katharina Rogenhofer und Co-Autor Florian Schlederer, dass ich dieses überaus lesenswerte Buch in den Händen halten, lesen, mitdiskutieren und rezensieren darf.
Ein Extrapunkt geht an die Leserunde, wobei auf jede Frage bezüglich des Themas eingegangen wurde (weil es einfach viele Fragen aufwirft) und hier so lässig und gekonnt Antwort gegeben wurde. Besonders toll und einen extra Dank geht zu den sympathischen Autor:innen von ''Ändert sich nichts, ändert sich alles''.
Die Autorin Katharina Rogenhofer ist wohl in ganz Österreich bekannt, sie ist das Gesicht des österreichischen Klimaschutzes, Sprecherin des Klimavolksbegehrens, sie hat die Bewegung Fridays for Future ins Land gebracht und mit dem Buch wird sie es oder hat es bestimmt schon, in die Herzen der Leser aus Deutschland gebracht. Eigentlich stammt sie aus dem Fachbereich Biologie, aber durch ein Studium in Oxford im Nachhaltigkeits-und Umweltmanagment hat sie ihr beindruckendes Fachwissen und ihre Liebe zum Umweltschutz vertiefen können. Das Buch glänzt mit Fakten und lässt keinerlei Ausreden mehr zu. Themen wie das 1.5-Grad Ziel werden angesprochen und warum so lange nichts passiert ist. Auch Fakten zum Green New Deal werden angesprochen und welcher Kraftakt es gewesen sein muss, die Politiker:innen in Österreich für den Umweltschutz zu aktivieren und sensibilisieren.
Das Buch hat aber, neben all den aufgeführten Punkten (und Ärgernissen warum noch nichts geschehen ist) zum Wohl des Klimaschutz auch eine nachdenkliche Seite. Denn es geht auch um die ganz persönliche Geschichte der Autorin, die um die Gesundheit ihrer Mutter bangte - und trotz alle dem den Fokus nicht verloren hat. Das ist meisterhaft und bemerkenswert.
Natürlich an ihrer Seite, Co-Autor Florian Schlederer (studierte Physik und Philosophie), aus Wien stammend und mit Herz und Seele für's Klima und die Bewegung Fridays for Future engangiert, dessen Stimme dem Buch ebenfalls einen besonderen Charakter hinzufügt!
Beide geben somit der Klimabewegung eine klare fundiert argumentierende Stimme. Es braucht nämlich nicht nur einen breitgefächerten Wissensschatz, um diese Themen anzugehen, sondern auch Mut. ( Dies war auch eine alternative Überlegung der Autorin, das Buch so zu benenennen). Man merkt, dass es ein Mammutprojekt für alle ist, aber mit Menschen, die sich einfach mal hinsetzten und aus dem Ärmel heraus 1,5 Jahre ein Buch schreiben, denen möchte man sich gerne anschließen und noch mehr hören.
Das Buch ist nicht nur ein Plädoyer, sondern eine Pflichtlektüre!
Das Buch macht hiermit eindeutig klar, es geht um die Zukuft, wir sitzen alle in einem Boot. Klimaschutz heißt eben nicht zurück in die Steinzeit, sondern es ist eine Chance. Vielleicht braucht es einfach noch seine Zeit (die wir eigentlich nicht haben), um zu verdeutlichen, dass es nicht lohnenswert ist, klimaschädliches Wirtschaften zu subventionieren.
''Gehen wir klimamutig in die neuen Zeiten (...), in eine faire, soziale, heimattreue Zukunft (...), die der Anstand wählen würde (...), wo Menschlichkeit siegt (...)- jetzt!''
Ich empfehle es von ganzem Herzen, das Buch und die beiden Autor:innen, die sich hiermit auch vorstellen, kennenzulernen.
Es ist bereits 5 nach 12 für unseren Planeten und scheinbar verschießt die Politik weiterhin die Augen davor. Die österreichische Fridays-for-Future-Organisatorin Katharina Rogenhofer hat zusammen mit Florian Schlederer einen umfassenden Überblick über das Thema Klimawandel geschrieben: „Ändert sich nichts, ändert sich alles! Warum wir jetzt für unseren Planeten kämpfen müssen“.
Gleich zu Beginn wird unsere Situation mithilfe einer eindrucksvollen Metapher dargestellt: Ein Boot, das auf einen Wasserfall zufährt, Insassen, die das Boot zerstören, um schneller voranzukommen, während andere versuchen die Steuermänner auf den Wasserfall aufmerksam zu machen und wie wenig Zeit noch bleibt, um gegenzusteuern.
Es ist unglaublich, wie lange die Folgen des menschengemachten Klimawandels schon bekannt sind und wie lange wir nichts dagegen tun. Verständlich wie nie erklären die Autoren, was es mit Treibhausgasen auf sich hat, warum der Klimawandel menschengemacht ist und wie bedeutsam schon ein halbes Grad Temperaturunterschied ist. Und sie haben auch Lösungen. Ein prall gefülltes Kapitel bereitet diverse Lösungsmöglichkeiten auf, wie unser Planet vor dem Kollaps gerettet werden kann und wie dringend diese Maßnahmen umgesetzt werden müssen. Alle im Buch getroffenen Aussagen werden durch Quellenangaben glaubhaft belegt.
Was sich nach trockener Lektüre anhört, liest sich eher wie ein spannender Krimi. Neben den Fakten und vielen anschaulichen Beispielen und Metaphern, schreibt Katharina Rogenhofer auch über Persönliches, FFF und das Klimavolksbegehren in Österreich und entkräftet in einem Kapitel auch die typischen Gegenargumente zum Klimaschutz. Und auch wenn sich das Buch auf unser Nachbarland bezieht, stellt sich die Situation bei uns in Deutschland sehr ähnlich dar, sodass man es fast 1:1 übertragen kann.
Lest dieses Buch! Es ist das Beste, was ich bislang zum Klimawandel gelesen habe. Und werdet aktiv – zumindest durch euer Kreuz in gut einem Monat bei der Bundestagswahl. There is no planet B!
Tolles Buch, das die Thematik speziell um das Klima aufgreift. Insbesondere für ÖsterreicherInnen sehr interessant da unsere Politik im Vordergrund steht, da die Autoren selbst aus Österreich stammen. Beleuchtet das Ganze sehr umfangreich, sehr zu empfehlen!
"Könnte es eine wichtigere Zeit geben als jetzt, um aktiv zu werden?"
Aufrichtiger, zu Herzen gehender, mitreißender Appell, klimaschützend laut zu werden und eine politische Wende einzuläuten. Bitte lesen!
Wie rezensiert man ein Buch, das das politisch und gesamtgesellschaftlich entscheidende Thema zum Inhalt hat? Das faktenbasiert, Zusammenhänge erklärend, verständlich und mitreißend aufzeigt, wo die Schalthebel liegen, die es jetzt gilt, umzulegen, um die schlimmsten Auswirkungen der Klimakathastrophe noch eindämmen zu können?
Auf knapp 300 Seiten laden Katharina Rogenhofer und ihr Co-Autor Florian Schlederer zu einem Parforceritt auf dem Weg zum österreichischen Klimavolksbegehren ein, finden eingängige Bilder, um zu veranschaulichen, wo dominierende Wirtschaftsinteressen den Weg zur Klimagerechtigkeit blockieren, wie versucht wird, Verantwortung auf den einzelnen Menschen abzuwälzen und warum es Bürger:innenpflicht ist, sich jetzt vehement für eine politische Wende starkzumachen.
Sehr nahbar erzählt Katharina Rogenhofer auch von einem persönlichen Schicksalsschlag, von eigenen Ängsten und dem Gefühl, mit der größten Herausforderung unserer Zeit und ihrer Rolle darin überfordert zu sein, ermutigt aber auch ungemein durch stärkende Erfahrungen, sich selbst als "Normalbürger:in" nicht hinter bequemer Tatenlosigkeit zu verstecken. Denn Eines wurde mir beim Lesen überdeutlich: Es ist nicht an uns Bürger:innen, die Hauptlast der Verantwortung zu tragen, aber es ist an uns, Entscheider:innen aufzuzeigen, welche Klimapolitik wir uns vorstellen, und das geht nur über Sichtbarkeit und Teilhabe.
Ein Buch, das aufrüttelt, mitreißt und Handwerkszeug für Klimaschutzdiskussionen liefert. Und ein Buch, das nicht ausschließlich von für dieses Thema Affinen gelesen werden muss, sondern von politischen Entscheidungsträger:innen.