Sommer, Strand und eine rätselhafte Serie toter Abiturienten am Sehnsuchtsort Sankt Peter-Ording
Während kleine Abschiedsbriefe auf Suizid hinweisen, glaubt Kommissarin Charlotte Wiesinger nicht an diese Theorie. Haben die Vorfälle mit dem sportlichen Wettkampf um den Kitesurf-Meistertitel zu tun, für den auch ihre Kollegin Lilly Morgenroth als Teilnehmerin gemeldet ist? Oder gibt es einen Zusammenhang mit der Schatzsuche der Schüler im Watt, die bereits zwei Jahre zurückliegt? Auf dem Gebiet der im Jahr 1362 versunkenen Siedlung Rungholt, nahe der Hallig Südfall, vermutete Phillip damals Goldmünzen, wurde jedoch nicht fündig. Obwohl er von zahlreichen Ängsten geplagt wird, will er schließlich selbst die Todesfälle aufklären. Bringt er sich dadurch ebenfalls in Gefahr? Torge Trulsen, der Hausmeister der Ferienanlage Weiße Düne, ist von Anfang an in den Fall involviert, weil er den ersten Leichnam frühmorgens in einem Pfahlbau findet. Schon bald schlägt er wieder weit über die Stränge und mischt sich eigenmächtig in die Ermittlungen ein.
Der neue, humorvolle Kuschelkrimi mit nordfriesischem Lokalkolorit der Erfolgsautorin Stefanie Schreiber
In der gedruckten Ausgabe des Romans werden die Kapitel mit Fotos aus der Region eingeleitet - Lokalkolorit zur Einstimmung.
Alle Fälle dieser Reihe sind in sich abgeschlossen und können unabhängig voneinander gelesen werden. Natürlich entwickeln sich die Ermittler selbst und ihr Verhältnis zueinander weiter. Dafür empfiehlt es sich, mit Band 1 zu beginnen. Viel Spaß beim Lesen!
Die Fälle für Torge Trulsen und Charlotte Wiesinger: 1. Mord im Watt vor St. Peter-Ording 2. Todesfalle Hochzeit in St. Peter-Ording 3. Das 13. Kind aus St. Peter-Ording 4. Doppelmord hinterm Deich bei St. Peter-Ording 5. Tatort Weiße Düne in St. Peter-Ording 6. Nachts im Pfahlbau in St. Peter-Ording
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Stefanie Schreiber ist Fach- und Krimiautorin. Ihre kleine Reetkate Tating steht bei St. Peter-Ording und liegt ihr genauso am Herzen wie das Schreiben ihrer Regional-Krimis. Die über Jahrzehnte gewachsene Verbundenheit sowohl zu dem Landstrich als auch mit der Mentalität der Küstenbewohner lässt sie in ihre Romane einfließen. Inspiriert durch ihr Journalismus-Studium veröffentlicht sie seit 2014 erfolgreich Praxis-Ratgeber zum Thema Vermögensaufbau mit Ferienimmobilien. 2019 erschien ihr Krimi-Debut.
Absolut hinterhältig Die Fälle von Torge und Charlie sind mir ja ohnehin schon ans Herz gewachsen, doch wenn es um Kinder geht, auch wenn sie schon groß sind, gehen mir immer ans Herz. Gerade frisch von der Schule und das Abitur in der Tasche, geraten eine Gruppe Jugendlicher in große Gefahr. Sogar die neue Kommissarin fällt dabei fast vom Board, denn die Meisterschaft im Kitesurfen steht an. Nur mit Geschick und jeder Menge Ausdauer und Geduld ist dieser Fall für unsere Ermittler zu lösen. Dabei schockiert das Ergebnis mehr als ich erwartet hatte. Da hilft auch kein Anwalt mehr. Schockierend, aufregend und mit Schatzsuche bereitet uns Stefanie Schreiber hier wieder einen großartigen Fall mit Torge, Charlie und vielen anderen besonderen Charakteren.
Stefanie Schreiber – Nachts im Pfahlbau in St. Peter-Ording
Diese Rezension enthält meine persönliche Meinung.
In ihrem sechsten Fall haben es Kommissarin Charlotte Wiesinger und Hausmeister Torge Trulsen mit einem toten Abiturienten zu tun. War es ein Unfall, Selbstmord oder Mord?Als eine zweite Abiturientin tot aufgefunden wird, ist die Aufregung groß. Treibt etwa ein Serienmörder sein Unwesen in St. Peter-Ording, oder haben die Todesfälle etwas mit der vor Jahrhunderten untergegangenen Siedlung Rungholt draußen im Watt zu tun?
Ich würde Nachts im Pfahlbau als einen typischen Urlaubskrimi bezeichnen. Das Setting im beschaulichen St. Peter-Ording passt gut zur Geschichte. Obwohl es sich um den 6. Teil der Reihe handelt, kam ich gut in die Handlung hinein. Es gibt zwar ein paar kleine Anspielungen auf die vorherigen Bücher, aber nicht so, dass man das Gefühl hat, etwas verpasst zu haben. Es macht eher neugierig auf weitere Geschichten mit Charlie und Torge.
Leider habe ich bei diesem Buch auch einige Kritikpunkte. Einer wären die teils platten, teils sprachlich unpassenden Dialoge. Es klingt einfach alles ein bisschen aufgesetzt. Die Schüler sprechen manchmal, als hätten sie ein Synonymwörterbuch verschluckt. Mir fehlte die Umgangssprache, das Lockere.
Zudem ist diese ganze Hausmeister-als-Hilfssherrif-Sache für meinen Geschmack genauso unrealistisch wie in den einschlägigen ARD und ZDF Vorabendkrimis. Leider hatte ich manchmal echt den Eindruck, in einem solchen gelandet zu sein.
Gefallen haben mir die Kapitelaufteilung und Personenbeschreibung. Zeit und Schauplatz sind immer klar und von den Figuren wird ein lebendiges Bild gezeichnet. Es bleibt ein bisschen oberflächlich, aber da man die Charaktere ja eigentlich über sechs Bücher hinweg kennenlernt, ist es in Ordnung. Der Krimi ist in sich stimmig, auch wenn ich mir eine längere und intensivere Aufklärung der Fälle gewünscht hätte. Das Ende wirkte sehr abrupt und es blieben einige Fragen für mich offen.
Mein Fazit: Nachts im Pfahlbau ist ein netter Krimi für zwischendurch, für den Strand oder Abend in der Ferienwohnung, oder wenn man einfach gern über St. Peter-Ording liest und sich für die Geschichte der Küstenregion interessiert. Das Wissen über Rungholt und die Ereignisse im 14. Jahrhundert fand ich sehr spannend und auch gut dosiert. Für eingefleischte Krimifans würde ich das Buch hingegen eher nicht empfehlen.
Der 6. Fall von Torge Trulsen und Charlotte Wiesinger!
Vorweg, da ich eher selten Krimis, Thriller und ähnliches lese, hab ich diesen Roman von Stefanie Schreiber sehr genossen.
🍃Story:
Torge Trulsen ist mal wieder mitten im Geschehen. Nachdem ein Jugendlicher Surfer Tod aufgefunden wird, ist für Torge und Charlotte Wiesinger wieder jede Menge Aufklärungsarbeit nötig. Denn dieser Fall hat es in sich und keinerlei Anhaltspunkte sind gegeben um in dem Fall weiter zukommen. Aber vielleicht hat es ja auch etwas mit einer Schatzsuche zutun die vor Jahren von ein paar Schülern gestartet wurde. Oder ist es der Wettbewerb der Kite-Surfer Meistertitel die genau zu diesem Zeitpunkt stattfindet. Fragen über Fragen, aber keine eindeutigen Beweise. Ein besonderer Fall für die Polizei und ihrem Gehilfen.
🍃Meinung: Für mich ein Cozy Crime nach meinem Geschmack. Ich hab den Schreibstil der Autorin genossen und habe mir öfters den Kopf zerbrochen, wer nun warum und mit wem, irgendwie zusammen hängt. Die Story wird aus mehreren verschiedenen Protagonisten erzählt und zudem auch mit Rückblenden versehen. Was ich sehr gut fand. Da etwas geschichtliches auch darin vorkommt. Interessant waren für mich auch die Norddeutschen Wörter und Phrasen. Es ist erfrischend in andere Dialekte hinein lesen zukönnen und dennoch alles zu verstehen. Torge Trulsen war mir sehr sympathisch, da er irgendwie wie ein Kommissar rüberkommt und dennoch so herzlich und liebenswürdig ist. Charlotte Wiesinger ist eine starke Frau nach außen und im inneren doch so zart. Die ganze Story fand ich fesselnd obwohl mich am Ende ein bisschen gestört hat, das es ein wenig abgehackt war. Aber ich fand es gut und werde die vorherigen Fälle alle lesen, da ich mich wohlgefühlt habe und ich Cozy Crime für mich entdeckt habe!