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Napoleon

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Making History. The Home of 99p/99c History Books. ”A storehouse for all future writers of modern history” Athenaeum Originally published in 1896, Thomas Power O’Connor’s intimate portrait of Napoleon covers everything from his military campaigns to his questionable table manners. Far from a stuffy account of Napoleon’s battles and governance, O’Connor’s conversational style reveals the man behind the Emperor. This biography remains an important addition to the study of Napoleon with its personal and, at times, visceral details of the public and private life of the Emperor. Examining contemporary French sources such as Hippolyte Taine, and with quotations from those closest to Napoleon such as Claude François Méneval, Étienne-Denis Pasquier and Josephine, O’Connor’s depiction of Napoleon is informative and entertaining in style, and far-reaching in scope. As O’Connor guides the reader through these sources – either from devotees or detractors of Napoleon – a conflicting portrayal of the man arises that can only be expected from such a divisive and monumental figure. Brilliant but volatile, domineering but juvenile, but always – the violence of his campaigns appears rooted in his chaotic personality. Nevertheless, O’Connor shows that one link remains unbroken throughout Napoleon’s his fierce ambition. Perhaps this is what drew the leader of the United Irish League and the “Father of the House of Commons” to his subject. T. P. O’Connor (1848-1929) was a journalist and MP. His mastery of French and German led him to report from the Franco-Prussian War following his sub-editorship of The Daily Telegraph. He was elected into the House of Commons in 1880 and was then continuously re-elected for 49 years and 215 days running as a proponent for Home Rule and Irish nationalism.

434 pages, Kindle Edition

First published January 1, 1896

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Profile Image for Armin.
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November 14, 2021
Mit Abstand das beste Buch über Napoleon, das mir bisher untergekommen ist, dabei liefert der nominelle Autor allenfalls 10% eigenen Text. Deshalb erst ein paar Zeilen über das Phänomen hinter dem Buch. T.P. O'Connor war Journalist und liberaler Politiker, als Journalist war er nicht irgend ein Schreiberling, sondern eher ein Blattmacher, der als Erster die bislang üblichen Bleiwüsten durch ein stimmiges Layout ersetzte, sprich ein Mann mit Methode. Und seine methodische Vorgehensweise markiert den Unterschied zu den üblichen Bios, die halt ihren Schwerpunkt auf das Phänomen, das militärische Genie, den Liebhaber, den Tyrannen legen, bzw. die Laufbahn des in allerlei blutigen Lächerlichkeiten zu Ende gegangenen Wundermannes nach Jahres- oder Tageszeiten messen.
Dabei schöpfen die meisten dieser Biographen aus dem 20. Jahrhundert aus denselben Quellen, den Memoiren von Zeitgenossen des Kaisers, vom Sekretär über den General und diverse Geliebte und deren Vertraute bzw. den Briefwechsel mit z.B. Josephine Beauharnais, die zwar viel zum Aufstieg des jungen Generals beitrug, ihren Mann anfangs aber so wenig ernst nahm, dass der spätere Herrscher über halb Europa immer ein ziemlich verkorkster Wicht blieb, mochte er noch so viele demonstrative Affären haben. Auch wenn sich TPO als Mann des viktorianischen Zeitalters mit schmutzigen Details bzw. Zitaten sehr bedeckt hält, wird beim Aufrufen der einzelnen Zeugen für und wider Napoleon, bzw. seinen Umgang mit mehr oder minder nahe stehenden Zeitgenossen deutlich, woran er letztlich gescheitert ist.
Das Buch beginnt mit Hippolyte Taines Totalverriss und nennt dessen Quellen, der Soziologe stützt sich u.a. auf die Aussagen einer zeitweiligen, zuletzt ziemlich ernüchterten Geliebten über das ziemlich gezwungene Klima im engeren Umfeld. Das ziemlich anständig behandelte Faktotum Meneval, das längst nicht so vom Kaiser beschimpft und gequält wurde wie Generäle und Politiker hat nur Gutes zu berichten, ist aber bei den politischen Ansichten nicht mehr als ein Echo. Ein ganz besonderer Pluspunkt gegenüber den üblichen Napoleons-Bios und ihren Leiden eines jungen Mannes, den man einfach nicht schnell genug an die Macht oder wenigstens die Spitze einer Armee lässt, obwohl er doch alles viel besser kann, sind die Lebenswege von späteren Verwandten oder Vertrauten durch die Wirren der Revolution, permanente Flucht, Inhaftierung als gefühlte Erlösung, weil man endlich wieder mit den Freunden reden kann. Die Taktiken und Opfer, um der Guillotine zu entgehen, all das liefert TPO in seiner Auswahl oder beim Aufruf seiner Zeugen mit und vermeidet dabei den Tunnelblick der üblichen Monographien, bei denen sich nur die Schwerpunkte leicht verändern, sprich ein paar Schlachten mehr und ein paar Liebchen weniger oder umgekehrt.
TPO kommentiert durchaus den Standpunkt oder die Interessen des jeweiligen Auskunftgebers, wie beim im Machtkampf mit Napoleon unterlegenen Barras, dem es, trotz massiver Korruptionsvorwürfe noch gelang, Robespierre aufs Schafott zu bringen, um anschließend die schönsten Frauen Frankreichs um sich zu scharen und einen kleinen General mit einer hoffnungslos unterlegenen Armee abzufinden, um eine Geliebte loszuwerden, derer er längst überdrüssig geworden war, eben jene Josephine, die ihren Mann erst ernst nahm, als ihre Zeitvertreibe längst seine Glut in rechthaberisches Fremdgehen verwandelt hatte. Bezeichnender Gegenentwurf ist das Kapitel über die zweite Kaiserin, Marie-Luise, die zur Friedenszwecken und Nachwuchserzeugung nach Paris kommandierte österreichische Erzherzogin. Den Umgang des Kaisers mit der 18jährigen, hochadeligen Kriegsbeute erwähnt der Moralist TPO als besonders trauriges Beispiel für die von Taine aufgezeigte Tendenz Bonapartes die Menschen bei ihren Schwächen oder niedrigen Bedürfnissen zu packen, sprich die Generäle beim Ehrgeiz, die Truppen bei ihrer Gier. So schüttet er seine zweite Frau mit Luxusgütern und allzeit griffbereiten Schleckereien zu, der Appell an die Gefräßigkeit bei einem Pummelchen, die wie eine Harmesdame gehalten wird. Einen Appell an die idealen Regungen seiner jungen Frau unternimmt er nie, von daher entsteht auch kein Band, das sie nach der Niederlage bei ihm hält, so sehr er sich das auch wünscht.
Das beste und aufschlussreichste Militärkapitel liefern die Memoiren des jüngeren Generals Marbot, dessen Vater war ein Altersgenosse Bonapartes und schon General, bevor der Stern des späteren Kaisers aufging. Junior geht mit beiden Seiten des Zahlenfanatismus des Kaisers ins Gericht. Napoleon wusste z.B. vor Austerlitz wirklich mehr über die Gegner und verstand sie glänzend zu täuschen, andererseits forderten die Gewaltmärsche ihren Tribut, ein Drittel der Truppe blieb auf der Strecke. Aber die eingeschüchterten Generäle lieferten immer volle Mannschaftsstärke, um nicht vom Kaiser vor ihren Kollegen herunter gerissen zu werden.
In Austerlitz ging noch einmal alles gut, zumal genügend Zeit blieb, um allerlei Nachzügler heran zu führen. In Leipzig ging wegen der einschüchternden Präsenz Napoleons alles schief, keiner traute sich einen Rückzugsplan für den Fall einer Niederlage anzusprechen, das Fiasko am Ende der Völkerschlacht mit großen vermeidbaren Totalverlusten führte zu einem massiven Vertrauensverlust, der auch den späteren Verrat des Urgesteins Marmont erklärt, der den Schlachtplan des Kaisers schlichtweg sabotierte und damit letztlich die Abdankung erzwang.
Nach Leipzig gewannen auch langjährige Vertraute den Eindruck, sie seinen dem Kaiser egal.
Marbot liefert auch den Grund, warum Frankreich, im Gegensatz zur Revolution, am Ende keine lokale Gegenwehr mehr liefern konnte, Napoleon hatte das Land vollkommen ausbluten lassen und eine Reserve nach der anderen verheizt.
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