Jump to ratings and reviews
Rate this book

Kleine Engel

Rate this book
Kommissar Simon Winter kann nicht glauben, dass die todkranke kleine Lilli ihrem Leben selbst ein Ende gesetzt haben soll. Obwohl seine Vorgesetzten den Fall bald als Suizid zu den Akten legen, bleibt der Kommissar hartnäckig, unterstützt nur noch von der ebenso attraktiven wie ehrgeizigen Kriminalpsychologin Nadja Bergendahl. Denn Nadja ist überzeugt, es mit einem ganz besonderen Serientäter zu tun zu haben.
Doch als sich tatsächlich herausstellt, dass noch in mindestens einem anderen Kinderhospiz ein weiteres Kind unerwartet früh gestorben ist, stehen Simon und Nadja vor einer Frage, die sie entzweit: War es wirklich Mord?

Unknown Binding

First published July 1, 2021

4 people are currently reading
18 people want to read

About the author

Ratings & Reviews

What do you think?
Rate this book

Friends & Following

Create a free account to discover what your friends think of this book!

Community Reviews

5 stars
13 (27%)
4 stars
15 (31%)
3 stars
16 (33%)
2 stars
4 (8%)
1 star
0 (0%)
Displaying 1 - 17 of 17 reviews
Profile Image for Janine.
1,440 reviews19 followers
November 25, 2021
"Kommissar Simon Winter kann nicht glauben, dass die todkranke kleine Lilli ihrem Leben selbst ein Ende gesetzt haben soll. Obwohl seine Vorgesetzten den Fall bald als Suizid zu den Akten legen, bleibt der Kommissar hartnäckig, unterstützt nur noch von der ebenso attraktiven wie ehrgeizigen Kriminalpsychologin Nadja Bergendahl. Denn Nadja ist überzeugt, es mit einem ganz besonderen Serientäter zu tun zu haben.
Doch als sich tatsächlich herausstellt, dass noch in mindestens einem anderen Kinderhospiz ein weiteres Kind unerwartet früh gestorben ist, stehen Simon und Nadja vor einer Frage, die sie entzweit: War es wirklich Mord?"


Anfangs hatte ich Schwierigkeiten in die Geschichte rein zu kommen, aber nach 50 Seiten war ich drin und ich habe das Buch fast in einem Rutsch gelesen.
Kurze Kapitel - ich liebe kurze Kapitel- und der angenehme Schreibstil führen dazu, dass sich das Buch zu einem Pageturner entwickelt.
Kommissar Winter ist ein sympathischer Mann, der eine bedrückende Vergangenheit hat. Sehr gut gelungen. Im Gegensatz zu Nadja. Ich wurde mit ihr nicht warm und ich finde bei ihr hat die Tiefe irgendwie gefehlt.
Die Geschichte ist ganz spannend gewesen, dennoch ist das jetzt nicht der Thriller schlechthin bezüglich vieler Wendungen und Überraschungen. Dafür setzt Herr Kohlhass eher Schwerpunkte auf sensible Themen wie Selbstmord, Kinderhospiz, Moral und Sterbehilfe, was ich richtig gut fand , denn das sind Themen über die man nicht gerne spricht und worüber man ungern nachdenkt. Das wurde gut in die Geschichte eingebaut und umgesetzt, sodass man, obwohl es ja ein Thriller ist, zum Nachdenken angeregt wird.
Das Ende hat mich überrascht, was ich zum Teil etwas unrealistisch fand, aber ich kann damit leben.
Insgesamt ein tiefgründiger Thriller der anderen Art, den ich ohne weiteres empfehlen kann, da dies irgendwie mehr als nur ein Thriller ist. Lesenswert.
Profile Image for Patricia Jörges.
55 reviews8 followers
November 25, 2021
Das Buch hat mich emotional sehr beschäftigt. Ich finde Daniel Kohlhaas hat es mit sehr viel Fingerspitzengefühl zu einem sehr spannenden Thriller verarbeitet.
Der Schreibstil war sehr flüssig zu lesen und die kurzen Kapitel haben mit gut gefallen.
Das sehr überraschende Ende war nicht vorauszusehen.

Alles in allem hat es mit sehr gut gefallen und viele Denkanstöße gegeben
318 reviews1 follower
January 24, 2022
Buchtitel: Kleine Engel
Autor/in: Daniel Kohlhaas
Verlag: Droemer Knaur
ISBN: 9783426526613
Ausgabe: E-Book
Erscheinungsdatum: 01.07.2021

Inhalt:
"Ein Kind, das zu früh stirbt.
Zwei Ermittler, die nicht dasselbe Ziel verfolgen.
Und die Frage, ob Mord jemals gerecht sein kann …
»Kleine Engel« ist ein düster-abgründiger Psychothriller um eine Mord-Serie in einem Kinderhospiz.
Kommissar Simon Winter kann nicht glauben, dass die todkranke kleine Lilli ihrem Leben selbst ein Ende gesetzt haben soll. Obwohl seine Vorgesetzten den Fall bald als Suizid zu den Akten legen, bleibt der Kommissar hartnäckig, unterstützt nur noch von der ebenso attraktiven wie ehrgeizigen Kriminalpsychologin Nadja Bergendahl. Denn Nadja ist überzeugt, es mit einem ganz besonderen Serientäter zu tun zu haben.
Doch als sich tatsächlich herausstellt, dass noch in mindestens einem anderen Kinderhospiz ein weiteres Kind unerwartet früh gestorben ist, stehen Simon und Nadja vor einer Frage, die sie entzweit: War es wirklich Mord?
Die Grundidee für Daniel Kohlhaasʼ abgründigen Psychothriller um eine Mord-Serie in einem Kinderhospiz beruht auf einem wahren Fall. Mit dem Konzept für »Kleine Engel« hat er die Thriller-Schule von Sebastian Fitzek gewonnen."

Meinung:
Zu Beginn möchte ich mich direkt bei NetGalley, dem Verlag und dem Autor für das Rezensionsexemplar bedanken!
Fangen wir einmal mit dem Cover des Buches an, welches mir gemeinsam mit dem Titel und dem Klappentext direkt ins Auge gesprungen ist. Ich finde vor allem nach dem Lesen des Buches das Design einfach nur absolut passend und nahezu perfekt gewählt.
Nun möchte ich aber auch über den Inhalt des Werkes ein paar Worte verlieren. Vorneweg muss ich ja direkt sagen, dass ich ein riesiger Fitzek-Fan bin, weswegen mich "Kleine Engel" nur umso mehr angesprochen hatte, da es ja im Zuge der Thriller-Schule von Sebastian Fitzek, dem deutschen Thriller-König, entstanden ist. Ich wurde auf jeden Fall keineswegs enttäuscht. Nicht nur, dass die Geschichte auf einer wahren Begebenheit beruht, nein. Das Buch weißt auch noch die Grundzüge eines Fitzek-Werkes auf. Denn, wenn man den Thriller liest, kann man sich vor allem auf durchgehende Spannung und tausende Wendungen genau an den Stellen, an denen man sich der Lösung des Falles eigentlich sicher ist, gefasst machen. Vor allem das Finale des Buches hat mich komplett umgehauen. Doch auch das Thema, welches in dem Werk aufgegriffen wird, ist durchaus spannend und regt zum Nachdenken an. Wissen Kinder wirklich, welche Tragweite der Tod hat? Und ist es moralisch vertretbar schwer und unheilbar kranken Kindern den Wunsch zu sterben zu erfüllen?
Genauso wie von einem richtig gutem Thriller erwartet, sind die Protagonisten undurchsichtig und alles andere als durchschaubar. Bis zum Ende weiß man eigentlich nicht, wer denn nun wirklich der Täter ist, wodurch das Rätsel bis zum Schluss spannend bleibt. Auch haben wohl alle handelnden Personen sowohl ihre Fehler, aber auch ihre guten Eigenschaften. Dadurch wirkt die Geschichte überaus authentisch und real, was sie wohl durchaus an vielen Stellen ist.
Der Schreibstil ist ein meinen Augen mehr als nur angenehm. Ich hatte regelrecht einen Lesefluss und habe das Buch innerhalb kürzester Zeit verschlungen. Vor allem die recht kurzen Sätze großteils haben dazu beigetragen, dass es ein Pageturner war.

Fazit:
Alles in allem ist es also ein richtig gut gelungener Thriller, welcher mein Fitzek-Fan-Herz einfach nur begeistert hat. Demnach würde ich dieses Buch an Gleichgesinnte und vor allem Thriller-Fans absolut weiter empfehlen!
Profile Image for Anja.
657 reviews11 followers
July 9, 2021
Das Buch hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen! Es beginnt mit dem Tod der kleinen Lilli in einem Hospiz.

Lilli soll aus dem Fenster gesprungen sein, doch Komissar Simon Winter glaubt nicht an diese Selbstmordtheorie. Als er Nadja kennenlernt, machen sich die beiden zusammen auf die Suche nach dem Täter.

Im Buch gibt es auch immer wieder eher kleinere Einblicke in die Kindheit des Täters, schnell hatte ich meine eigene kleine Theorie im Kopf zusammen....

Ich fand Nadja und vor allem Simon Winter super. Vor allem Simon war ein Komissar mit ganz eigener, dunkler Geschichte, die mir ein paarmal eine Gänsehaut beschert hat. Außerdem habe ich mit den kranken Kindern regelrecht mitgelitten und bin nur so durch die Seiten geflogen. Für mich war allerdings einiges schon ziemlich zeitig klar, darum hat mir an manchen Stellen ein kleines bisschen die Spannung gefehlt. Allerdings gab es dann relativ zum Schluss nochmal eine Wendung, die war Wahnsinn....damit hätte ich nie gerechnet und ich war absolut schockiert! Ich kann das Buch für jeden Thrillerfan empfehlen!
Profile Image for Luisa.
364 reviews3 followers
August 29, 2022
Die Geschichte hatte so viel Potenzial, konnte dieses doch leider nicht nutzen ...

Die Grundidee von Morden in einem Kinderhospiz ist kein leichter Stoff, doch war ein Ausgangspunkt, den ich so noch nicht gelesen habe und deshalb sehr gespannt war. Doch leider war die Umsetzung nicht mein Fall. Es war mir an den falschen Stellen zu viel und dafür an anderen wieder zu wenig.

Der Schreibstil war so für sich angenehm und ließ sich sehr leicht lesen. Leider wurde meiner Meinung nach zu viel drum rum geredet. Ständig kommt es zu Wiederholungen, zu so unheimlich vielen Beschreibungen, ohne dass man den Sinn dahinter erkennt. Ich hatte das Gefühl, es wird viel geschrieben, aber es kommt nichts dabei rum.
Außerdem gab es viele Perspektivenwechsel, deren Potenzial auch nicht ausgeschöpft wurde. Es wurde zu oft gewechselt und ständig kam eine neue Perspektive. Oft wusste man gar nicht, wer gerade spricht. Zusätzlich wird in diesen Kapiteln (vor allem denen aus Tätersicht) sich oft auch nur wiederholt.
Und dann die sehr kurzen Kapitel, deren Grund man auch nicht erkennen kann. Oft versteht man gar nicht, warum an dieser Stelle nun das Kapitel beendet wurde. Der Autor hat Fitzeks Thriller-Schule gewonnen und es wirkte für mich manchmal wie das Konzept von Fitzek kopieren gewollt, nur dass es hier für mich leider nicht wirklich funktioniert hat.
Gerade zu Ende hin änderte sich manchmal auch der Grundton der Geschichte. Mit einem Mal wird ein Kapitel ganz anders erzählt oder der Protagonist spricht ganz anders, als ob hier plötzlich ein anderer Autor am Werk gewesen wäre.

Die Charaktere blieben mir fremd. Der Protagonist wird das ganze Buch über nur mit seinem Nachnamen angesprochen. Es gibt immer wieder Andeutungen zu seiner Vergangenheit, die aber für eine viel zu lange Zeit nur Andeutungen blieben. Als man dann endlich mal mehr erfahren hat, war es zu spät und man fühlte sich immer distanziert zu ihm, konnte keine Beziehung aufbauen. Simon Winter war mir einfach egal. Oft (vor allem zu Beginn) hatte ich auch das Gefühl, als ob ich schon mehr über ihn wissen müsste, so wie er beschrieben wurde. Am Ende wurde wieder ein neuer Aspekt aus seiner Vergangenheit aufgemacht, aber dessen Hintergrund und Auflösung ist mir leider egal, nachdem mir der Protagonist das ganze Buch hinweg so distanziert blieb.

Auch die Geschichte an sich konnte mich leider nicht überzeugen. Von Beginn an hat der Spannungsbogen gefehlt und es ist nichts wirklich passiert. Nach einem Drittel vom Buch versuchte der Protagonist immer noch, alle davon zu überzeugen, dass es Mord war, wofür es aber nun wirklich nicht viele Hinweise bekommt. Als Leser weiß man es wegen der Kapitel aus Tätersicht, aber die anderen Charaktere können es wirklich nur schwer sehen und trotzdem glaubt Winter fest dran, ohne dass man weiß warum er das tut. Das ändert sich leider über das Buch hinweg nur wenig. Winter ist DER EINE, der an Mord glaubt und ermittelt, auch wenn das für mich zu wenig ermitteln ist, denn das geht mir viel zu schnell. Endlich fangen sie mal mit der richtigen Ermittlungsarbeit an und ich habe mich auf spannende Spuren gefreut, doch dann geht alles schnell und natürlich hat die zweite Protagonistin Nadja sofort die perfekte Idee und sofort wird die richtige Person gefunden. Das war mir zu unrealistisch und schnell. Auch fand ich es unrealistisch, wie sich alle Charaktere sofort sicher sind, die richtige Person gefunden zu haben, ohne dass es irgendwelche Beweise dafür gibt.
Das Ende war mir dann zu viel und etwas drüber. Da wollte der Autor dann wieder zu viel. Ich finde, wenn man die Geschichte rum um den Täter mehr ausgebaut hätte, hätte es das viele Drama am Ende nicht gebraucht. Wenn ich dagegen zu dem Ende mehr Erklärungen bekommen hätte, warum und wie manche Charaktere gehandelt haben, hätte mich das vielleicht mehr überzeugt.

Gut gefallen hat mir die moralische Frage des Buches. Das fand ich sehr spannend und hat zum Nachdenken angeregt. Auch die Fragen, die Nadja zu Beginn des Buches stellt, fand ich sehr, sehr spannend und interessant.
409 reviews3 followers
December 14, 2021
Bist du bereit für den Sprung ins Licht?

"Kleine Engel" ist ein Thriller von Daniel Kohlhaas, der am 01.07.2021 in der Verlagsgruppe Droemer Knaur erschienen ist. Dieser düstere Psychothriller hat mich nicht nur geschockt, sondern auch zum Nachdenken angeregt und zugleich sehr berührt. Das Thema Sterbehilfe, welches in Deutschland aus ethischen Gründen immer wieder stark diskutiert wird, hat in dieser rasanten Handlung das Kommando übernommen. Was für die einen Hilfe bedeutet und einen Akt der Menschlichkeit darstellt, meint für Widersacher der Sterbehilfe einen Eingriff ins Leben. Noch kritischer ist es bei Kindern, die nach ihrem Willen meistens überhaupt nicht gefragt werden. Schwerkranke Kinder, die mit permanenten Schmerzen im Hospiz auf ihr Ende warten, werden in "Kleine Engel" von einem sich selbst ernannten Retter erlöst. Denn er will ihnen ihre Schmerzen nehmen, damit sie nicht weiter unendliche Qualen erleiden müssen. Für diese Person ist es kein brutaler Akt des Tötens, sondern er will, nachdem er das Vertrauen zu den Kindern aufgebaut hat, helfen und sie so sanft wie möglich von ihren unendlichen Leiden erlösen. Doch die Frage, warum dieser jemand sich als Gott aufführt und den todkranken Kindern seine Hilfe anbietet, hat mich während der Handlung unheimlich interessiert. Die Beweggründe des Täters haben mich auf der einen Seite schockiert, aber durch Rückblenden aus seiner Vergangenheit konnte ich seine Meinung zum Thema Sterbehilfe immer besser verstehen. Er sieht es als seine Aufgabe an, diese Kinder von ihren Qualen zu erlösen und ihnen zu ermöglichen, in Würde zu sterben. Seine Gedankengänge und die Gründe seiner Taten wurden mit der Zeit sehr deutlich. Obwohl er Kinder umbringt, wurde er nicht als ein kaltblütiges Monster dargestellt, welches wahllos Kinder abschlachtet. Seine Vergangenheit hat ihn geprägt und er ist deshalb der Meinung, den Kindern mit seiner Hilfe einen Gefallen zu tun. Dass nur er sich als Retter der Kinder sieht, ist ihm klar, weshalb er seine Taten extrem sorgfältig durchplant und äußerst vorsichtig in die Tat umsetzt.

Der Plot besteht hauptsächlich aus dem sehr heiß diskutiertem Thema der Sterbehilfe bei Kindern, welcher mich von Anfang an gefesselt hat. Selbstmord oder Mord, diese Frage stellt sich Kommissar Simon Winter. Er erfährt zufällig von Lilli, die aus dem Fenster ihres Zimmers eines Kinderhospizes gestürzt ist. Die anfänglichen Ermittlungen werden schnell abgeschlossen, da von Selbstmord ausgegangen wurde. Doch kann ein 10-jähriges, todkrankes Mädchen, dessen Wunsch es war, wie Skye von den Paw Patrols fliegen zu können, sich selbst in den Tod stürzen? Die Frage wurde mir hier am Anfang direkt mit Nein beantwortet, da ich Zeugin dieser Tat wurde. Ich hatte bildlich vor Augen, wie er der kleinen Lilli behutsam hilft, in den Tod und seiner Meinung nach in den Frieden zu fliegen. Der Täter wird nicht als grausam und unberechenbar dargestellt, der sich an den Tod seiner Opfer erfreut und sich im Rausch befindet. Da er stark mit seiner Vergangenheit zu kämpfen hat, habe ich teilweise Mitleid mit ihm empfunden. Die Frage, ob das Böse in jedem Menschen steckt, ist ein Nebenthema, welches sich Kriminalpsychologin Nadja Bergendahl stark mit beschäftigt. Gemeinsam mit Simon Winter versucht sie herauszufinden, ob es weitere Morde in Kinderhospizen gibt, die als Selbstmord abgestempelt wurden. Bergendahls' Ermittlungen kommen rein zufällig mit ins Spiel, denn eigentlich will sie mit Helge Rennen, ihrem Kollegen und Journalisten, ihren True Crime Podcast in Gummersbach vor einem kleinen Publikum promoten.

Der Thriller ist spannend angelegt. Mich haben überraschende Wendungen erwartet, mit denen ich nicht gerechnet habe. Obwohl ich von Anfang an wusste, dass Lillis' Tod kein Selbstmord war, hat mir die Handlung eine Menge Gänsehaut beschert. Die Identität des Täters hat sich hinausgezögert, seine Gedanken und Handlungen konnte ich regelmäßig aus seiner Perspektive herauslesen. Nicht nur er kommt zu Wort, ein Wechsel aus seiner, Winters' und gelegentlich Bergendahls' Perspektive haben für Abwechslung gesorgt. Dass auch Winter ein Päckchen aus seiner Vergangenheit mit sich trägt, konnte ich relativ früh herauslesen. Was ihn persönlich belastet, habe ich nach und nach erfahren, somit konnte ich auch sein Handeln besser verstehen. Er verlässt sich, wie auch in diesem Fall, auf seinen messerscharfen Instinkt und erkennt auf den ersten Blick, dass Lillis' Tod im Hospiz kein Suizid war. Er beginnt zu recherchieren und kommt somit durch hartnäckigen und gründlichen Ermittlungen einer grausamen Entdeckung auf die Spur.

Die Protagonisten sind nicht allzu tief ausgearbeitet. Jeder einzelne besitzt Geheimnisse, die erst nach und nach gelüftet wurden. Viele Andeutungen wurden wie Puzzleteile eingestreut, damit ich am Ende ein komplettes Bild erhielt. Da Winter zwischen Gummersbach und Nümbrecht hetzt, wurde es nie langweilig. Genauso gehetzt empfand ich die kompletten Handlungen und besonders den Schreibstil, was mir persönlich sehr gut gefallen hat. Daniel Kohlhaas schreibt rasant, packend und direkt. Durch die teilweise kurzen und abgehackten Sätze wirkte die Geschichte für mich deshalb sehr lebendig. Auch die kurzen Kapitel sorgten für einen schnellen Lesefluss. Dieser Psychothriller überzeugt ohne blutige Szenen, der Plot hat mich nicht losgelassen und mich Seite für Seite in den Bann gezogen. Die Spannung war während des gesamten Handlungsverlaufs präsent, besonders das Finale hat mich ziemlich geschockt. Der Täter gibt sich von Anfang an zu erkennen und lässt die Polizei trotzdem lange im Dunkeln tappen, dies gefiel mir unheimlich gut. Ein Thema, welches zum Nachdenken anregt, sorgt dafür, dass man diesen Thriller, der in vier Teile aufgeteilt ist, nicht so schnell vergisst. Von mir eine klare Leseempfehlung und hervorragende 4,5 Sterne.
Profile Image for JoanStef.
354 reviews
July 24, 2021
War es Mord?
Daniel Kohlhaas wird uns als Absolvent der Sebastian Fitzek Schule vorgestellt.
Der ausgebildete Industriekaufmann, geboren und aufgewachsen im Westerwald, schrieb schon in frühen Jahren Gedichte und andere Prosa. Nachdem er in seinem Beruf nicht die ihn erfüllende Freude fand, versuchte er sich durch anderes „Menschen nahes“ Wirken.
Sein Freund Daniel Juhr lud ihn ein, mit 4 Kurzthriller zu einem Gesamtwerk beizusteuern.
Kurze Zeit später nahm Kohlhaas an der Fitzek Thriller Schule teil. Hier entbrannte erneut seine Liebe zum Schreiben. Welches Glück für uns!

Das Cover: eine blutverschmierte Kinderhand ist zusammen mit dem Titel „Kleine Engel“ ein Wegweiser zum Buchthema.
Mit hoher Vorfreude beginne ich die Lesung.

Inhalt:
Schon früh begegnen wir der kleinen Lilli und den Umständen ihres Todes.
Ein neu in die Region versetzter Kommissar, Simon Winter glaubt nicht an einen Selbstmord und nimmt die Ermittlungen in diesem Fall wieder auf.
Die Kriminalpsychologin Nadja Bergendahl unterstützt ihn, in diesem so fragwürdigen Fall. Nadja ist sich sicher, einen Serienmörder zu suchen.
Schon kurze Zeit nach Beginn der erneuten Ermittlungen, tritt ein weiterer Todesfall in dem Kinderhospiz, in welchem auch Lilli lebte, auf.
Wer tötet todkranke Kinder & warum?

Fazit:
Der gesamte Roman ist spannend und sorgt für viel Diskussionsmaterial.
Ein für uns alle schwerwiegende Hauptthema:das Leid kranker, sterbender Kinder, wird hier mit Sorgfalt und Spannung präsentiert.
Es folgen,spannende Lesestunden, in welchen Gedanken, Gefühle, Skrupel und Ängste der Protagonisten,mit erstaunlicher Klarheit & Nähe wiedergegeben werden.
Es gelang dem Autor, Raum für das eigene Abwägen der Leser, zu kreieren.
In verschiedenen Abschnitten nutzt er eine teils, ungewöhnliche Satz- & Ausdrucksstruktur.
Diese vermag es, uns den Lesern, die Gedanken-Fetzten der jeweiligen Protagonisten, nahezubringen. Mit einem sich stetig erhöhendem Spannungsbogen und Cliffhangern zwischen den Kapiteln, wurde hier nicht gegeizt.
Im Finale werden, die Fall relevanten Fragen, gut beantwortet & abgeschlossen.
Die Vor-Geschichten der Hauptprotagonisten bleiben jedoch im Dunkeln.
Eine Vorfreude auf weitere Ermittlungen von Simon Winter und Nadja Bergendahl? Mich würde es sehr freuen.

Eine sehr gute 4*Leseempfehlung an all diejenigen, die nicht nur einen spannenden Thriller lesen möchten, sondern sich mit Vorliebe den schwierigen Themen unserer Welt, stellen mögen.

Ich gewann „Kleine Engel“ als Freiexemplar für einer Leserunde.
Meine Rezension gibt meinen persönlichen Leseeindruck weiter.
Profile Image for Podcast bücherreich.
877 reviews10 followers
December 13, 2021
Ein Thema, was sicher viele nicht gut lesen können, z.B. Mütter und Väter, was aber ebenfalls Gesellschaftsfragen über Moral aufwirft: Es geht um einen Mörder, der Kinder mit unheilbaren Krankheiten zum Tod verhilft - getarnt als Selbstmord. Aber können Kinder überhaupt so eine weitreichende Entscheidung treffen? Wissen sie, was sie sich da wünschen? Sollten Kinder entscheiden dürfen, ob sie umgebracht werden, weil ihr Leid so groß ist?

Diesen Aspekt fand ich sehr spannend und ich mag es auch, wenn über einen Kriminalfall hinaus gesellschaftskritische Themen (nicht zu viele) eingewoben werden. Es hatte auch etwas von einem Regionalkrimi, weil es in Gummersbach spielt und ich dort glaube ich noch nie einen Krimifall habe spielen sehen.

Ich muss allerdings sagen, dass mir der Schreibstil mit den sehr kurzen Sätzen nicht so wahnsinnig gut gefiel und auch die ständigen Perspektivwechsel ein wenig anstrengend waren, weil die Kapitel sehr kurz waren und man sich immer wieder orientieren musste als Leser: Bei welchen Personen und bei welchem Handlungsstrang bin ich jetzt gerade? Da gibt es einmal den Ermittler, Simon Winter, der natürlich ein dunkles Geheimnis in seiner Vergangenheit hat (was übrigens auch nicht aufgelöst wurde, wahrscheinlich ist eine Krimireihe gplant), dann das True-Crime-Podcast-Duo Helge und Nadja, den Täter, teilweise die Kinder usw.
Nadja hilft beim Ermitteln, da sie Kriminalpsychologin ist, während Helge eigentlich in sie verliebt ist, aber in die Friendzone abgeschoben wurde. Winter wiederum ist frisch von Köln nach Gummersbach versetzt worden und hat sich in sein neues Team noch nicht wirklich eingefügt. Ihm fallen Ungereimtheiten an einem angeblichen Freitod einer neunjährigen Hospizbewohnerin auf, und so ermittelt er gegen die Skepsis seines Vorgesetzten Kurzow los.

Das Buch ist augrund einer Idee entstanden, die Kohlhaas bei der "Sebastan Fitzek Thrillerschule" in Koop mit der BILD eingereicht hat. Ich muss allerdings sagen, für mich war es kein Thriller. Man kennt den Täter schon von Seite 1 und weiß direkt, dass es Morde waren und keine Selbstmorde, wie es eigentlich scheint. Als Leser bekommt man alles mit: Wie die Gelegenheit entstand, was das Motiv ist, wer der Täter ist usw. Dadurch baut sich natürlich deutlich weniger Spannung auf und man rätselt auch nicht mit, wie bei klassischen Whodunnit-Krimis. Man hofft einfach nur, dass der Polizist den Täter schnappt.
Auf den letzten 20 Seiten gab es dann noch einen Twist, den ich nicht kommen sehen habe, der aber plausibel erklärt wurde.

Alles in allem ein solider Krimi mit Denkanstößen, der mich jetzt aber nicht so sehr aus den Socken gehauen hat.
Profile Image for Alexandra.
431 reviews2 followers
Read
August 11, 2021
Das Cover:

Ist sehr schlicht, aber dabei sehr ausdrucksstark gehalten. Das weiß / rot zieht einen direkt in den Bann und es wird deutlich, dass dieses Buch nichts für schwache Nerven ist.

Meine Meinung:

Einer meiner ersten Thriller und was soll ich sagen: Ich fand es sehr spannend. Der Fokus dieses Psychothrillers lag auf der Frage, ob man todkranke Kinder erlösen darf, wenn sie keine Chance mehr auf Heilung und Besserung haben. So verwischen hier auch immer wieder die Grenzen von dem was richtig ist. Dies ist sehr gut gelungen.

Die verschiedenen Protagonisten und ihre Denkweisen werden in diesem Thriller sehr gut dargestellt und regen bei einem so heiklen Thema durchaus zum Nachdenken an, besonders die Sicht der Eltern gingen mir hier unter die Haut.

Es war ein durchweg spannendes Erlebnis, bei dem bis zum Ende nicht ganz klar war, wer hier wirklich die Strippen gezogen hat. Der Stil war gut zu lesen, die Seiten flogen nur so dahin, wenn man nicht das Buch kurz mal schließen und darüber nachdenken wollte, was hier grade passiert ist.

Die Geschichte an sich wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, immer mal wieder wechselt es, als Leserin war ich manchmal echt verwirrt, wer da grade die Gedanken führt. Ich hätte mir hier definitiv eine kleine visuelle Abgrenzung gewünscht, so hat es doch mehrmals meinen Lesefluss gestört, was sehr schade war.

Es ist schwer mehr in Worte zu fassen, ohne etwas vorweg zu nehmen. Wer also einen Psychothriller sucht, der durchaus zum Nachdenken anregt, sollte zu diesem Buch greifen.

Mein Fazit:

Ein spannendes Erlebnis, welches nur durch die wechselnden Protagonisten ein wenig geschmälert wurde. Ein anspruchsvolles Thema das bestimmt nicht für alle geeignet ist, aber von vielen Standpunkten beleuchtet wurde und mit Mord vermischt zu einem Psychothriller wurde, der unter die Haut geht.

Profile Image for myautumnofbooks.
19 reviews
January 20, 2022
Ist Mord gleich Mord, auch wenn du jemandem offenbar einen Gefallen damit tust?

Tödliche Krankheiten, der Verlust des eigenen Kindes, Trauer - und ein selbsternannter Retter, der todgeweihte Kinder vermeintlich ,zu kleinen Engeln‘ macht.
Kohlhaas widmet sich in seinem Buch „Kleine Engel“ einem sehr schwierigen Thema und hat mich damit extrem zum Nachdenken angeregt und zugleich tief berührt. Dieser Thriller ist anders, er ist nicht bestialisch oder extrem grausam - nein, er ist menschlich und damit umso nahbarer für mich gewesen.
Die Charaktere, besonders Kommissar Simon Winter und der Täter sind für mich sehr interessante und toll ausgearbeitete Figuren, deren Handlungen ich von Kapitel zu Kapitel mit Spannung verfolgte. Ein Katz-und-Maus-Spiel der anderen Art: Gut und Böse sind nicht immer trennscharf voneinander abgrenzbar; jede der Figuren hat eine helle und dunkle Seite in sich verankert, die sie so individuell und besonders machen und zum Grübeln anregen.
Ein Thriller, der anders funktioniert; ein Thriller, der nicht bloß schocken will, sondern an das eigene Innere appelliert: Für mich damit ein besonderes Werk.
Was bleibt mir abschließend zu sagen? Eine klare Empfehlung von mir!
Profile Image for Kreativ Miene.
14 reviews1 follower
May 7, 2022
Ich hab das Buch als Rezensionsexemplar von Daniel bekommen und bin begeistert. Der Thriller hat mich gepackt, nicht mehr losgelassen und mit vielen Fragen zurück gelassen. Achja, wer Probleme mit Kindern, Hospizen und Sterbehilfe oder Suizid (bei Kindern) hat, der sollte eventuell die Finger von lassen.

Kohlhaas hat wirklich einen tollen, flüssigen Schreibstil. Man merkt das er in Fitzeks Schule war, denn ein paar Stilelemente konnte man erkennen, aber das ist ja in Ordnung und darf sein. Mir war zu keiner Zeit langweilig, ich bin den Protagonisten gefolgt, habe in deren Kopf sehen dürfen und war echt gespannt. Mit einigen Wendungen hatte ich echt nicht gerechnet.

Was ich wirklich hervorheben möchte ist das Thema. Kohlhaas spricht nicht nur das Tabuthema Sterbehilfe an - besonders bei Kindern,
NEIN: er spricht auch den Pflegenotstand an, bzw wie sich das auswirkt und das, ohne dass es gekünstelt rüberkommt. Dafür hat er wirklich meinen Respekt!

Danke für diesen klasse Thriller!🖤 Für das aufwecken und Nachdenken, für die spannende Reise mach Köln und Umgebung zu all den 'Kleinen Engeln' und den Einblick in so mancher Gedankenwelt eines jeden von uns❤.
Profile Image for Weidenblume.
131 reviews
February 6, 2022
Bewertung: Gut für Zwischendurch
Eine spannende und interessante Story um vermeintliche Selbstmorde in Kinderhospizen. Die Thematik Sterbehilfe fand ich gelungen beleuchtet und das Motiv des Täters gut ausgearbeitet.
Simon Winter als Hauptperson hat mir gefallen, seine Hintergrundgeschichte bietet Stoff für einen weiteren Band, in dieser Geschichte haben mich die Einschübe allerdings gestört.
Nadjas Motive für ihr Verhalten konnte ich nicht nachvollziehen, ihre Warnung an André vielleicht noch, aber die Tat selber auszuführen und Helge dann so zu belasten und sich selber zu verletzen war für mich nicht nachvollziehbar.
This entire review has been hidden because of spoilers.
322 reviews
February 22, 2022
Ganz ok, mehr aber nicht.
Die Ausgangssituation ist ungewöhnlich, ernst und dadurch interessant. Die Handlung, die sich dann entspinnt, ist eher durchschnittlich und zieht sich ein wenig. Auch die Charaktere wirken ein wenig sterotypisch (der Ermittler mit dem geheimnisvollen und tragischen privatem Problem).
Profile Image for Inis.
92 reviews
February 6, 2022
Die Sätze sind sehr kurz gehalten,was mich manchmal gestört hat.
Auch die Kapitel sind kurz gehalten.
Die Geschichte hat langsam an Fahrt aufgenommen,zur Mitte hin wurde es mal ziemlich spannend. Das Ende war mir leider zu plump. Hier fehlte meiner Meinung nach der große Knall.
Profile Image for kristinaliest.
644 reviews9 followers
March 21, 2022
Die Idee der Geschichte fand ich klang sehr toll, aber an der Umsetzung hat es gehadert. Warum ich mich so schwer getan habe? Einmal lag das an dem Schreibstil und an den verschiedenen Perspektiven an die ich mich erstmal gewöhnen musste. Hier wäre es toll gewesen, wenn über jedem Kapitel gestanden hätte aus welcher Sicht dieses Kapitel ist.
Als in der Geschichte Nadja und ihr Podcast an der Stelle waren, wurde das Buch für mich interessanter. Dennoch fand ich, dass es kaum Spannung gab und die Geschichte so etwas vor sicher hergetröpfelt ist.
Am Ende gab es dann doch noch einen Twist in der Geschichte mit dem ich so nicht gerechnet hätte.
Allgemein hat es mir aber an Spannung in der Geschichte gefehlt. Teilweise habe ich mich durch die Seiten gequält. Für mich war dieser Thriller leider kein Pageturner.
Displaying 1 - 17 of 17 reviews

Can't find what you're looking for?

Get help and learn more about the design.