„Welche Art von Mann willst du sein, Dantez?! Soll man sich vor dir in jedem Hafen fürchten?“ / „Es ist genug! Du gehst mit dem nächsten Händler, der an meine Tür klopft! MEINE Tür wird dir künftig verschlossen bleiben!“ Die Verbannung, die der maurische Kaufmann Yacub al-Bakr für seinen Ziehsohn Dantez ausspricht, ist eine ins Ungewisse. Mit wem wird der Siebzehnjährige gehen müssen: Mit Guillaume aus Okzitanien? Lorenzo Esporgia von Siqilliyya? Einem der Hellenen? Oder mit jemandem vom anderen Ende der Seidenstraße? Dantez versucht, sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen und macht sich 1209 auf einen Weg, der ihn quer durch Europa führt. / / Folgen Sie ihm auf eine Reise voller LIEBE und LEIDENSCHAFT, BESITZ und BEGIERDE, GEWALT und GÜTE. Erleben Sie mit ihm HINTERHALT und HILFSBEREITSCHAFT und begleiten Sie ihn auf seiner Suche nach WERTEN und WERTIGKEITEN. // DANTEZ - Der Verbannte von Córdoba; der über dieses Buch sagt: „Endlich habe ich die Möglichkeit, MEINE Geschichte zu erzählen!“
Ein unterhaltsames Buch, der so viel mehr ist als ein historischer Roman. Wir begleiten Dantez von Córdoba aus auf einigen Irrwegen und die meiste Zeit ist er mir als Protagonist einfach nicht symphatisch. Aber trotzdem ist er irgendwie faszinierend und man kann sich ihm nicht entziehen und ihm vieles verzeihen, wenn auch nicht Alles. Auch mag ich die Zeit, in der das Buch spielt, es gibt spannende geschichtliche Details und wir treffen sogar auf Wikinger und segeln mit ihnen. Die Handlung ist manchmal hart, die Menschen sind oft speziell, der Erzählton ist rau und ungeschönt. Und da es keine reine historische Handlung ist, wird die Geschichte immer wieder unterbrochen. Durch Streitgespräche zwischen der Romanfigur Dantez und der Autorin Susanne Pilastro. Was erstmal schräg klingt, funktioniert richtig gut im Buch. Diese verbalen Schlagabtausche helfen dabei, Dantez einzuschätzen, die Handlung besser zu verstehen und sie bringen sowohl Spaß als auch Erholung von der Geschichte. Bereits in „ÜBER LEBEN – Gespräche mit meiner Romanfigur“ beweist Susanne Pilastro, dass sie genau diesen Stil beherrscht und die Dialoge sind so lebendig und wirklich filmreif.
Bereits in ihrem Buch "Überleben-Gespräche mit meiner Romanfigur" hat Susanne Pilastro mich neugierig auf den Protagonisten Dantez gemacht. In diesem Buch wird nun seine Geschichte geschrieben...oder doch nicht? Nachdem wir Dantez kennenlernen, warum er von seiner Familie verbannt wurde, und mit was für Schwierigkeiten er persönlich zu kämpfen hat, hat das Buch einige Längen in der Mitte, als es darum ging, was er auf der mehrmonatigen Schifffahrt erlebt hat. Am Ende des Buches gibt es Hinweise auf weitere Situationen, die Dantez erleben wird, doch dann hört das Buch auf. Gibt es eine Fortsetzung? Oder ist es nun eben so zu Ende wie geschrieben? Es folgen über 50 Seiten Quellennachweise und Dankesworte, die ich sehr ermüdend und unnötig fand in der Länge. Ich verbleibe verwirrt und auch sehr enttäuscht. Dantez hat großes Potenzial als Protagonist, doch hat die Autorin dies meiner Meinung nach nicht umgesetzt.