Es brennt – es brennt auf und unter der Haut, Städte brennen und Sirenenlärm schallt durch die Gedichte. Es scheint dunkel geworden zu sein in den Seelen, die Natur zerstört; anstatt Blumen und Vögel, wüste Straßen beherrscht von immer neuen und neuen Kindern der Destruktion und des Tötens. In einigen Gedichten Habajs scheint eine Art post-apokalyptischer Chronist von einem Zeitpunkt aus zu sprechen, der von heute betrachtet noch Zukunft, für diesen Chronisten aber schon Vergangenheit ist. Somit weiß er auch, was noch kommen wird; weiß, welche neuen Götzen heraufbeschworen werden; welche neuen Lebensformen entstehen: Kein Blut wäre in uns nachzuweisen. / So synthetisch sind wir. Habajs Auswahl von Texten, die zwischen 2012 und 2018 entstanden, zeichnet eine brutale und zynische Welt, eine Welt der Verführung, der Versklavung, der Zerstörung und des Todes. Ist das titelgebende Erwachen ein böses oder bringt es eine Wende?
zweisprachig, Deutsch/Slowakisch aus dem Slowakischen von Stefanie Bose und Ulrike Feibig