Darum gehts
Die zwei wichtigsten Dinge im Leben der sechzehnjährigen Paige sind die Musik und ihre beste Freundin Robyn. Als jene jedoch nach einem furchtbaren Unfall im Koma liegt, zerbricht Paiges Welt.
Sie zieht daraufhin zu ihrem Vater und lernt dort seine neue Frau und deren Sohn Damian kennen.
Ihr “neues” Leben dort ist voll mit neuen Freundschaften, der ersten Liebe, der ein oder anderen positiven, aber auch negativen Überraschung und einem Haufen komplizierter Gefühle…
Meine Meinung
Das Cover hat mich optisch zwar nicht vom Hocker, aber ich mag es, das im Hintergrund verschiedene Stellen aus dem Buch abgedruckt sind. Besonders jetzt nachdem ich es beendet habe, konnte ich nochmal die Szenen Revue passieren lassen.
“eXtRaVaGant-Mond oder Sonne” als Titel finde ich, besonders nach dem Lesen, einen wundervollen und absolut passenden Titel. (Auch wenn ich sagen muss beim Schreiben musste ich wegen der Groß- und Kleinschreibung nochmal im Buch nachlesen😅)
Auch zum Aufbau kann ich nur Gutes sagen. Neben der Geschichte kommen zwischendurch immer wieder Briefe und Songtexte, die wie ich finde ein mega nices Add-On sind.
Wo ich gerade schon die Songtexte erwähnt habe: Die Songs sind SO gut❤️❤️ Bisher kann man auf Spotify nur “Rockstar (I was only sixteen)” und auf der Webseite noch “Whataboutism” anhören, welche zwar sowieso zu meinem Favoriten gehören, aber ich hoffe ja das es irgendwann auch “Infinity” und meinen absoluten Favoriten “Eight Cups of coffee” zu hören geben wird. Meinerseits sind die Songs echte Highlights des Buches, allein schon, weil es etwas komplett Neues und Außergewöhnliches ist.
Auch der Soundtrack des Buches gefällt mir total, da er sogar ein paar meiner Lieblingslieder wie z.B. “Empty” von Olivia O’Brien und “Tortured Soul” von Chord Overstreet enthält.
Da es als Coming-Of-Age-Roman, Thriller, Freundschafts- UND Liebesgeschichte beworben wird, wusste ich nicht so ganz, was nun auf mich zukommen wird, war aber definitiv hyped. Überraschenderweise hält die Geschichte, was versprochen wird, auch wenn die Thriller- bzw. Krimielemente nicht so prominent sind, als das ich eXtRaVaGant als Thriller betiteln würde (aber das ist ja Ansichtssache).
Kommen wir zur Story. Ich denke wir alle kennen die typische “Mädchen-zieht-in-einen-Ort-wo-sie-so-gut-wie-niemanden-kennt-und-fängt-ein-neues-Leben-an”-Story, die man auf den ersten Blick vielleicht von diesem Buch erwartet.
Und ich muss sagen: Das ist es wirklich nicht. Wir haben einen großen Fokus auf Paiges Inneres, also wie sie mit der ganzen Situation um Robyn, ihrer Vergangenheit und ganz besonders ihrer Krankheit umgeht. Außerdem spielt Musik (und eine Art Rockstar-Romance😍) eine sehr große Rolle.
Allerdings hätte ich manche Aspekte der Geschichte nicht unbedingt gebraucht (z.B. die oben besagten „Thrillerelemente“), aber ich weiß ja nicht, ob diese notwendig für den Aufbau&Plot der Folgebände sind.
Eine Sache, die mich leider auch ein wenig gestört bzw. eher verwirrt hat, war das mehrfach Dinge ungeklärt im Raum stehen gelassen wurden und erst 100 Seiten später kurz in einem Nebensatz erklärt wurden. Meist waren es zwar eher nebensächliche Dinge, aber trotzdem habe ich mich 100 Seiten lang gefragt „Was ist denn nun mit xy??“. Insgesamt hat mich das aber nicht großartig gestört.
Eine Sache an der Grundidee des Buches konnte und kann ich immer noch absolut nicht verstehen (würde Spoilern, deswegen lass ich es lieber), sonst hat diese mir aber gut gefallen.
Da in „eXtRaVaGant“ sehr viele eventuell triggernde Themen behandelt werden, empfehle ich dringend die Triggerwarnung zu lesen.
Jetzt zu den Charakteren.
Unsere Protagonistin, Paige Alyaska Courtney, hat mich oft an mich selbst erinnert in ihren Handlungen und Gedankengängen, und auch wenn ich nicht jede ihrer Entscheidungen ganz nachvollziehen kann, mag ich sie total gerne.
Die Nebencharaktere sind mir mindestens genauso ans Herz gewachsen und haben ordentlich Schwung und Humor in die Story gebracht. Mein Lieblingscharakter war Alec, einer von Damians besten Freunden.
Mit welcher Nebenfigur ich nicht warm wurde, ist leider Robyn. Was man in den Rückblenden so erfährt hat mir irgendwie immer wieder aufgezeigt, dass sie Paige nicht gut tut😕
Das Couple der Liebesgeschichte (will keine Namen sagen, sonst würde ich Spoilern😅) hatte zwar Chemie, war mir aber an ein paar Stellen irgendwie toxisch. Ich mag die beiden trotzdem gerne zusammen, wollte es aber mal erwähnen, falls es manche Leute gibt, die sowas stören könnte.
Leona Efuna hat einen sehr angenehmen Schreibstil (und Talent als Songwriterin noch obendrein).
Ich mochte sehr, dass Paiges Erinnerungen in der Du-Perspektive geschrieben waren, was ich wirklich noch nie irgendwo gelesen habe (und ich habe echt relativ viele Bücher gelesen). Dadurch das sie selbst im Alter der Protagonist:Innen ist, wirkt die Jugendsprache und ihr Umgang mit einander sehr authentisch. In manchen Büchern ist die Jugendsprache echt cringe, das ist hier nicht der Fall.
Fazit
Auch wenn das Buch nicht ganz perfekt ist, hat es mich sehr unterhalten und ich wollte immer wissen, wie es mit Paige, Damian, Curtis und co weitergeht. Das Buch hat einen gewissen Wohlfühlcharakter jetzt im Nachhinein betrachtet und ist mir echt ans Herz gewachsen.
Bin schon sehr gespannt, wie es in Band 2 weitergehen wird.