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Die Zerstörung Amerikas: Wie Donald Trump sein Land und die Welt für immer verändert
Donald Trump ist der Prsident der mchtigsten Nation der Erde. Er kommandiert nicht nur die schlagkrftigsten Streitkrfte auf dem Globus, sondern steht auch an der Spitze der nach wie vor strksten Wirtschaftsmacht. Seine Entscheidungen beeinflussen Hunderte Millionen Menschen in aller Welt, es geht um Krieg und Frieden, Leben und Tod.Doch wie hat Trumps Prsidentschaft Amerika, die Amerikaner und die Position ihres Landes in der Welt verndert Welche dramatischen und vielleicht unumkehrbaren Auswirkungen hat die Amtszeit eines bsartigen Narzissten, der selbst in der grten Krise des Landes seit vielen Jahrzehnten immer nur auf den besten Deal fr sich selbst aus ist und Menschenverachtung zum politischen Prinzip erklrtDieses Buch basiert auf umfangreichen Recherchen und intensiven Gesprchen mit fhrenden Politikern, hochrangigen Militrs, einflussreichen Wirtschaftsmanagern und herausragenden amerikanischen Journalisten. Es bietet die scharfe Analyse eines Amerikas, das nie mehr so sein wird, wie es einmal war, und zeigt, was das fr uns bedeutet.
Hardcover
Published October 5, 2020
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Displaying 1 - 3 of 3 reviews
March 3, 2021
Eine gelungene Analyse der Präsidentschaft Donald Trumps - menschlich, politisch, gesellschaftlich.
Theveßen positioniert sich deutlich gegen Trump, insofern könnte man seinem Buch mangelnde Objektivität vorwerfen, aber er begründet seine Meinung ausführlich, sodass man sich durchaus auch ein eigenes Bild machen kann. Und seien wir ehrlich, über manche Dinge kann es kaum zwei Meinungen geben, höchstens vielleicht in der Gewichtung der einzelnen Aspekte.
Und, für mich sehr wichtig: Gegenüber den Wählern und Unterstützern Trumps ist Theveßen dagegen sehr um Neutralität bemüht, beleuchtet die Hintergründe und sucht nach Erklärungen.
Es geht um Innen- und Außenpolitik, um die Russlandaffäre und das Impeachment-Verfahren, um Migrations- und Klimapolitik, um Wirtschaft, um Auftritte, Inszenierung und Charaktereigenschaften, das Verhalten gegenüber anderen Politikern und Journalisten, die Coronapandemie und vieles mehr.
Und die Bilanz ist nicht auf Trump beschränkt, es wird auch beleuchtet, welche Entwicklungen schon vor seiner Amtszeit zu beobachten werden und was womöglich in Zukunft nachwirkt.
Man bekommt einen umfassenden Eindruck der Themen, die in den letzten vier Jahren wichtig waren, und eine Prognose für die zukünftigen Aussichten - das Buch ist im Oktober 2020 erschienen, also vor der Wahl, insofern kann man einige der Vorhersagen schon jetzt als realistisch abhaken.
Man braucht kaum Vorwissen, um dem Buch folgen zu können, alle Zusammenhänge sind gut verständlich dargestellt. Leser, die sich ohnehin viel mit aktuellem Geschehen in den USA beschäftigt haben, werden das meiste schon kennen. Interessant sind dann vor allem die Querverweise, Chronologie und größeren Zusammenhänge, die hier aufgezeigt werden.
Theveßen positioniert sich deutlich gegen Trump, insofern könnte man seinem Buch mangelnde Objektivität vorwerfen, aber er begründet seine Meinung ausführlich, sodass man sich durchaus auch ein eigenes Bild machen kann. Und seien wir ehrlich, über manche Dinge kann es kaum zwei Meinungen geben, höchstens vielleicht in der Gewichtung der einzelnen Aspekte.
Und, für mich sehr wichtig: Gegenüber den Wählern und Unterstützern Trumps ist Theveßen dagegen sehr um Neutralität bemüht, beleuchtet die Hintergründe und sucht nach Erklärungen.
Es geht um Innen- und Außenpolitik, um die Russlandaffäre und das Impeachment-Verfahren, um Migrations- und Klimapolitik, um Wirtschaft, um Auftritte, Inszenierung und Charaktereigenschaften, das Verhalten gegenüber anderen Politikern und Journalisten, die Coronapandemie und vieles mehr.
Und die Bilanz ist nicht auf Trump beschränkt, es wird auch beleuchtet, welche Entwicklungen schon vor seiner Amtszeit zu beobachten werden und was womöglich in Zukunft nachwirkt.
Man bekommt einen umfassenden Eindruck der Themen, die in den letzten vier Jahren wichtig waren, und eine Prognose für die zukünftigen Aussichten - das Buch ist im Oktober 2020 erschienen, also vor der Wahl, insofern kann man einige der Vorhersagen schon jetzt als realistisch abhaken.
Man braucht kaum Vorwissen, um dem Buch folgen zu können, alle Zusammenhänge sind gut verständlich dargestellt. Leser, die sich ohnehin viel mit aktuellem Geschehen in den USA beschäftigt haben, werden das meiste schon kennen. Interessant sind dann vor allem die Querverweise, Chronologie und größeren Zusammenhänge, die hier aufgezeigt werden.
November 21, 2020
Und jetzt haben wir den Salat!
In einer komplexen Welt sehnen sich viele Menschen nach einfachen, klaren Strukturen. Und nach einfachen Wahrheiten. Dies ist weiß, dies ist schwarz. Punktum. Und je mehr man sich mit einer Partei identifiziert, desto weniger muss man sich mit seinen Repräsentanten auseinandersetzen. Oder es ist einem sowie so egal. Aus Politikverdrossenheit. Das politische Establishment hatte allerdings wirklich einen Denkzettel verdient, do you hear me now? Sagten die Amerikaner.
In dem ansprechend gestalteten und geschriebenen Sachbuch Elmar Theveßens versucht der Autor nicht nur, dahinter zu kommen, warum der Trumpismus die Amerikaner nicht zum Erbrechen bringt. Warum sie nicht nur hinnehmen, dass ihr gewählter Präsident, Fakenews verbreitet, sexistisch ist, rassistisch und Feindbilder zementiert, sondern warum sie ihren Präsidenten fast als Gott bejubeln. Alles dies, aber nicht nur. Theveßen beschreibt auch, wie sehr die kenntnis- und richtungslose Regierung Trumps das Land in eine schwere Krise gestürzt hat und die Staatsschulden ins Unermessliche haben ansteigen lassen.
enn Trump hat dem Land mehr geschadet als genutzt. Seine Steuersenkungen kamen vor allem den großen Konzernen zugute, die ihren Reichtum keineswegs weitergeben.
Zitat:
„Insgesamt 91 Großkonzerne unter den genannten Unternehmen, zum Beispiel Amazon, IBM, General Motors und Netflix, zahlten überhaupt keine Bundessteuern in den USA oder bekamen sogar noch Erstattungen von der amerikanischen Steuerbehörde zurück.“
Und selbst wenn den kleinen Haushalten unterm Strich kurzzeitig ein wenig mehr im Geldbeutel bleibt, werden sie langfristig ärmer, weil das Einkommen der oberen Schichten signifikanter ansteigt.
Zitat:
„Amerikas Bruttoinlandsprodukt ist seit 1980 um 79 Prozent gestiegen. … Im gleichen Zeitraum wuchs das Einkommen der unteren Hälfte der arbeitenden Bevölkerung … nur um 40 Prozent. Für die Gruppe der mittleren Einkommen betrug die Steigerung 50 Prozent. Gleichzeitig schoss das Einkommen der Reichsten 0,01 Prozent der arbeitenden Bevölkerung um 420 Prozent in die Höhe.“
Diesen Trend befeuerte Trump mit seiner Politik.
Der menschengemachte, von Trump geleugnete Klimawandel trifft auch die Staaten hart. Küstennahe Landstriche versalzen, viele kleine Betriebe, die im Gegensatz zu großen nicht gefördert werden, müssen schließen. Die Regierung tut nichts dagegen. Im Landesinneren vertrocknet das Land.
Theveßen zählt des weiteren auf, wie die republikanischen Bundesstaaten ihre Wahlkreise neu zuschneiden, so dass benachteiligte Minderheiten keine Chance haben, für ihre (demokratischen) Vertreter eine Mehrheit zu finden;
wie Trump Gelder für die Erhaltung von Nationalsparks zusammenstreicht,
er führt den Handelskrieg mit China ins Feld, der die Waren für die Kleinverdiener verteuert und die kleinen Betriebe benachteiligt,
er zeigt auf, wie sehr Trump ein Feindbild braucht, um seine Misswirtschaft zu verschleiern
und nicht zuletzt widmet er einen Großteil des Buches dem Missmangement in der Coronakrise.
Aber alle diese doch zu Buche schlagenden Fakten scheinen dem Trumpismus egal zu sein. Die Leute sind blind geworden. Emotionen zählen mehr als Fakten. Die Journalisten haben das ihre dazugetan, muss man ehrlicherweise sagen, um ihn zu befördern, weil man trefflich Schlagzeilen mit dem Rüpel Trump machen kann.
Und jetzt haben wir den Salat.
Theveßens Buch kommt knapp vor den Wahlen 2020 heraus, aber der Autor sieht das Festkrallen des Autokraten Trump am Thron voraus!
Fazit. Ein mit persönlichem Zungenschlag geschriebenes Sachbuch, das informativ ist und leicht zu lesen. Allerdings arbeiten Sachbücher mit Fakten und Zahlen. Das dürfte klar sein oder? Für meinen Geschmack ist die Coronakrise zu ausgewalzt dargestellt und auch das Impeachment hätte ich nicht ganz so detailliert gebraucht, aber trotzdem ist „Die Zerstörung Amerikas“ ein Buch, das betroffen macht. So schnell wird der Trumpismus nicht vom Tisch sein.
Kategorie: Sachbuch. Politik.
Verlag: Piper. 2020
In einer komplexen Welt sehnen sich viele Menschen nach einfachen, klaren Strukturen. Und nach einfachen Wahrheiten. Dies ist weiß, dies ist schwarz. Punktum. Und je mehr man sich mit einer Partei identifiziert, desto weniger muss man sich mit seinen Repräsentanten auseinandersetzen. Oder es ist einem sowie so egal. Aus Politikverdrossenheit. Das politische Establishment hatte allerdings wirklich einen Denkzettel verdient, do you hear me now? Sagten die Amerikaner.
In dem ansprechend gestalteten und geschriebenen Sachbuch Elmar Theveßens versucht der Autor nicht nur, dahinter zu kommen, warum der Trumpismus die Amerikaner nicht zum Erbrechen bringt. Warum sie nicht nur hinnehmen, dass ihr gewählter Präsident, Fakenews verbreitet, sexistisch ist, rassistisch und Feindbilder zementiert, sondern warum sie ihren Präsidenten fast als Gott bejubeln. Alles dies, aber nicht nur. Theveßen beschreibt auch, wie sehr die kenntnis- und richtungslose Regierung Trumps das Land in eine schwere Krise gestürzt hat und die Staatsschulden ins Unermessliche haben ansteigen lassen.
enn Trump hat dem Land mehr geschadet als genutzt. Seine Steuersenkungen kamen vor allem den großen Konzernen zugute, die ihren Reichtum keineswegs weitergeben.
Zitat:
„Insgesamt 91 Großkonzerne unter den genannten Unternehmen, zum Beispiel Amazon, IBM, General Motors und Netflix, zahlten überhaupt keine Bundessteuern in den USA oder bekamen sogar noch Erstattungen von der amerikanischen Steuerbehörde zurück.“
Und selbst wenn den kleinen Haushalten unterm Strich kurzzeitig ein wenig mehr im Geldbeutel bleibt, werden sie langfristig ärmer, weil das Einkommen der oberen Schichten signifikanter ansteigt.
Zitat:
„Amerikas Bruttoinlandsprodukt ist seit 1980 um 79 Prozent gestiegen. … Im gleichen Zeitraum wuchs das Einkommen der unteren Hälfte der arbeitenden Bevölkerung … nur um 40 Prozent. Für die Gruppe der mittleren Einkommen betrug die Steigerung 50 Prozent. Gleichzeitig schoss das Einkommen der Reichsten 0,01 Prozent der arbeitenden Bevölkerung um 420 Prozent in die Höhe.“
Diesen Trend befeuerte Trump mit seiner Politik.
Der menschengemachte, von Trump geleugnete Klimawandel trifft auch die Staaten hart. Küstennahe Landstriche versalzen, viele kleine Betriebe, die im Gegensatz zu großen nicht gefördert werden, müssen schließen. Die Regierung tut nichts dagegen. Im Landesinneren vertrocknet das Land.
Theveßen zählt des weiteren auf, wie die republikanischen Bundesstaaten ihre Wahlkreise neu zuschneiden, so dass benachteiligte Minderheiten keine Chance haben, für ihre (demokratischen) Vertreter eine Mehrheit zu finden;
wie Trump Gelder für die Erhaltung von Nationalsparks zusammenstreicht,
er führt den Handelskrieg mit China ins Feld, der die Waren für die Kleinverdiener verteuert und die kleinen Betriebe benachteiligt,
er zeigt auf, wie sehr Trump ein Feindbild braucht, um seine Misswirtschaft zu verschleiern
und nicht zuletzt widmet er einen Großteil des Buches dem Missmangement in der Coronakrise.
Aber alle diese doch zu Buche schlagenden Fakten scheinen dem Trumpismus egal zu sein. Die Leute sind blind geworden. Emotionen zählen mehr als Fakten. Die Journalisten haben das ihre dazugetan, muss man ehrlicherweise sagen, um ihn zu befördern, weil man trefflich Schlagzeilen mit dem Rüpel Trump machen kann.
Und jetzt haben wir den Salat.
Theveßens Buch kommt knapp vor den Wahlen 2020 heraus, aber der Autor sieht das Festkrallen des Autokraten Trump am Thron voraus!
Fazit. Ein mit persönlichem Zungenschlag geschriebenes Sachbuch, das informativ ist und leicht zu lesen. Allerdings arbeiten Sachbücher mit Fakten und Zahlen. Das dürfte klar sein oder? Für meinen Geschmack ist die Coronakrise zu ausgewalzt dargestellt und auch das Impeachment hätte ich nicht ganz so detailliert gebraucht, aber trotzdem ist „Die Zerstörung Amerikas“ ein Buch, das betroffen macht. So schnell wird der Trumpismus nicht vom Tisch sein.
Kategorie: Sachbuch. Politik.
Verlag: Piper. 2020
February 9, 2021
Theveßen macht keinen Hehl daraus, dass er Trump nicht ausstehen kann. Insofern ist "Die Zerstörung Amerikas" kein neutrales Buch. Der Autor löst das mit Verweis auf amerikanische Autor*innen aber zufriedenstellend auf: "zu lange haben die Medien Trump normaler dargestellt, als er ist". Also werden in diesem Buch Zitate erbarmungslos im Wortlaut und all ihrer Absurdität wiedergegeben und Trump klar als Rassist gekennzeichnet, teils sogar in die Nähe des Faschismus gerückt. Insgesamt gibt Theveßen einen guten Überblick (mit ein, zwei verzeihbaren Schnitzern) auf Trumps Präsidentschaft und vertieft wichtige Punkte, die man über die Nachrichten möglicherweise nur oberflächlich verfolgt hat. Einzig die Analyse, warum es so weit kommen konnte und wie das mit der achtjährigen Präsidentschaft Obamas zusammenhängt, fehlt etwas.
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