Seit Jahrzehnten steht der Kletterer und Extrembergsteiger Thomas Huber hart am Abgrund, stets am Limit. Er verzeichnet große Erfolge bei Erstbesteigungen und spektakulären Klettertouren, die kein Mensch zuvor wagte, erlitt Niederlagen, überlebte schwere Unfälle und einen Nierentumor. Er machte aus dem Scheitern eine Tugend und stand immer wieder auf. In seinem Buch berichtet er von seiner Kindheit am Fuße der Alpen, von der Kraft des ersten Schrittes, von Leidenschaft, Mut und Zweifel. Das Buch ist die Geschichte eines der berühmtesten Bergsteiger unserer Zeit und eine Hymne auf die Freiheit.
Die erste Autobiografie des Offen wie nie erzählt der Ältere der berühmten »Huberbuam« über sein Leben.
Seit Jahren ist Thomas Huber in der Welt des Bergsports eine feste Größe. Gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Alexander oder auch alleine ist er an den großen Wänden der Welt, aber auch Bergen von Berchtesgaden zuhause. In den Bergen ist Freiheit erzählt das Leben des Ausnahmekletteres.
Vieles von dem, was Thomas Huber in seiner Autobiografie erzählt, kannte ich bereits aus Berichten, die ich über ihn gelesen und Vorträge, die ich besucht habe. Aber beim Lesen habe ich durch die Art, wie er erzählt, das bereits Bekannte neu erfahren. Er erzählt sein Leben in einer kontinuierlichen Geschichte und nicht in kurzen, nicht immer zusammenhängenden Ausschnitten, wie es bei den Vorträgen oft der Fall ist.
Thomas Huber erzählt von spektakulären Erstbesteigungen, von gemeinsamen Expeditionen mit seinem Bruder Alexander, von seiner Familie und von den beiden Dingen, die er neben den Bergen am meisten liebt: der Musik und dem Basejumpen. Er lässt seine Leser daran teilhaben, wie er im Yosemite Valley das erste Mal einen Basejumper gesehen hat und von der Angst vor dem ersten Sprung. Es ist eine ehrliche Geschichte, die auch von den weniger schönen Dinge berichtet. Gerade am Anfang war Thomas Huber oft verletzt, was dazu führte dass sein jüngerer Bruder an ihm vorbeigezogen ist. Von Freunden, die er verloren hat und seinem Sturz, der ihm einen Schädelbruch eingetragen hat.
Nach ungefähr zwei Dritteln gibt es einen Bruch in der Geschichte, als ob der Autor eine Pause beim Schreiben gemacht hat. Danach hat es ein paar Seiten gebraucht, bis die Geschichte wieder in den Fluss gekommen ist. Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Thomas Huber gewährt seinen Lesern einen tiefen Einblick in sein Leben und wirkt dabei immer so sympathisch und authentisch, wie er im Leben außerhalb des Buchs ist.
Aus dem Scheitern eine Tugend machen, anders geht´s nicht. Diese Nachricht übermittelt Thomas Huber immer wieder. Ein ereignisreiches Leben, harte Lektionen, und immer wieder zurück kämpfen, ins Leben, in die Berge, zur Freiheit. Aber auch abschalten, bei der Familie, die Ruhe genießen. Dieses Buch hat einfach spaß gemacht. Authentisch und ungeschönt wird von großen Erfolgen und Misserfolgen gleichermaßen berichtet. Von Comebacks, bei denen es mir mehr als einmal die Sprache verschlagen hat. Einblicke in das Leben eines Bergsteigers und Kletterers, die ich so nicht einmal vermutet habe. Am Ende blicke ich auf ein inspirierendes Buch, das mich zum denken angeregt, und zum Träume jagen motiviert hat.