»Es gab auf der Welt nie nur das Licht, denn es war dazu bestimmt, Schatten zu werfen. Und schon bald konnten sie nicht mehr ohne einander. Je klarer und reiner die Helligkeit war, umso schwärzer und finsterer wurde die Dunkelheit.«
Der Krieg überzieht Elirion mit blutiger Dunkelheit und stürzt die Reiche ins Chaos. Während Nox und die Ratsgesandten an allen Fronten kämpfen, erregt Rias Magie die Aufmerksamkeit von neu gewonnenen Anhängern und mächtigen Feinden. Als das Schicksal schließlich eine Entscheidung fordert, muss Ria zwischen ihrem tiefsten Herzenswunsch und der Rettung ganz Elirions wählen.
Der zweite Teil der Reihe konnte mich absolut überzeugen. Endlich konnte den Nebenfiguren auch mal ein wenig Platz eingeräumt werden und wir erfahren durch eingeschobene Rückblenden aus ihrer Sicht, mehr über ihre Vergangenheit. Sogar für Valarian war ein wenig Platz, was mich ganz besonders gefreut hat :) Zusätzlich lernen wir nach und nach auch die anderen Reiche der Ratsgesandten kennen und eine weitere Partei von Illuminar, von denen man bis zuletzt nicht so richtig weiß, auf wessen Seite sie stehen: Die Gefallenen. Linnea und Nives sind als Pärchen wirklich richtig gut geschrieben. Man spürt ihre Anziehung, aber auch die Pflicht, in der sie gefangen sind. Nives ist mir nochmal sympathischer geworden, Linnea hat dafür ein paar Minuspunkte einstecken müssen ;) Sky und Liev sind zwei meiner absoluten Lieblinge und auch sie haben diesmal wesentlich mehr Auftritte gehabt, was mich sehr gefreut hat. Wieder schafft es die Autorin unglaublich viel Handlung und Szenensprünge auf wenige Seiten zu packen. Das ist einerseits gut, weil man nach knapp 300 Seiten das Gefühl hat, man hat die epische Handlung eines 700 Seiten Buches hinter sich. Andererseits wird dadurch aber auch ab und zu das Potential einer Szene verschenkt, wenn Handlungen schnell abgefertigt werden. Manchmal war ich durch super schnelle Szenen- & Handlungssprünge auch etwas verwirrt und habe mich teilweise gefragt, wo denn jetzt Figur XY ist, die einen Satz vorher noch in der Szene eine Rolle gespielt hat.
Insgesamt liest sich Starfall aber viel besser als Teil eins, die Handlung passt besser zusammen als vorher und man merkt so langsam, wie alles auf das große Finale zusteuert. Die Figuren bekommen mehr Tiefe und mehr Hintergrund. Das Ende war übel und hat mein Herz gebrochen, aber ich möchte nicht zu viel verraten.