Helgoland 1899. Nach dem Tod ihres Mannes und dem Bankrott seines Hotels steht Tine Tiedkens vor dem Nichts. Nur ihre Tochter Henriette hindert sie daran, den letzten Schritt zu tun. Langsam findet sie wieder ins Leben zurück, züchtet im Garten der Pastorei, wo sie Zuflucht gefunden hat, Blumen für die prächtigen Hotels der Insel. Ein unerwartetes Angebot lässt sie schließlich Hoffnung auf ein neues Glück schö Man trägt ihr die Stelle als Hausdame im eleganten »Imperial« an – dem Hotel, das einst ihrem Mann gehörte und das ihr Lebensmittelpunkt war. Doch dann ziehen dunkle Wolken am Horizont auf. Helgoland wird immer mehr zu einer militärischen Festung ausgebaut, und die illustren Sommergäste vom Festland bleiben aus. Tines Träume welken – und schon bald steht sie vor einer Entscheidung, die nicht nur ihr Leben für immer zu verändern droht ...
Nachdem mich der erste Teil der Insel der Wünsche Reihe sehr begeistern konnte, war ich gespannt auf die Fortsetzung und wie es mit Tine, ihrer Familie und dem Leben auf Helgoland weitergeht.
Die Geschichte konnte mich wieder sehr gut unterhalten und ich war gefesselt von den Auf-und-Abs in Tines Leben. Zudem zieht der erste Weltkrieg auf und das Leben auf Helgoland ändert sich rapide, als immer mehr Militär auf die Insel kommt.
Ich fand die Geschichte sehr spannend und habe Tine und ihr Leben wieder sehr gerne verfolgt. Auch das Setting auf der Insel Helgoland konnte mich wieder begeistern.
Das Einzige was mich manchmal ein wenig gestört hat, sind die Schnitte bzw. größere Sprünge in der Handlung. Es passiert etwas und plötzlich ist man ein paar Wochen/Monate weiter, die Handlung geht dort erstmal weiter und man erfährt erst nach ca. 30 Seiten wie das Ereignis vorher ausgegangen ist.
Mir hat die Fortsetzung sehr gefallen und ich bin schon sehr gespannt auf den Abschluss der Reihe, den ich kurzfristig anfangen were.
„Die Insel der Wünsche - Gezeiten des Glücks“ ist der zweite Teil der Helgoland-Saga von Anna Jessen aus dem Goldmann-Verlag.
🅄🄼 🅆🄰🅂 🄶🄴🄷🅃 🄴🅂 Im zweiten Teil geht es weiterhin um Tine Heesters Leben auf der Insel Helgoland. Aus Spoilergründen möchte ich nicht näher auf den Inhalt eingehen.
🄼🄴🄸🄽🄴 🄼🄴🄸🄽🅄🄽🄶 Das Cover passt perfekt zum Ort des Geschehens und macht Lust auf eine Reise nach Helgoland. Der Schreibstil ist ganz ok, wobei ich mich immer erst etwas einlesen muss, eh ich im Lesefluss bin. Teilweise liegt das an den sich in einem Absatz wechselnden Perspektiven. Zwischendurch gibt es immer wieder große Zeitsprünge, wodurch einige Ereignisse, auf die die Leser gehofft z.B. gewartet hat, einfach übergangen werden. Im zweiten Band der Helgoland-Saga lernt man Tine weiter und noch besser kennen, ebenso alle Personen, die in ihr Leben treten oder an ihrem Leben teilhaben. Wie auch schon im ersten Teil muss ich leider sagen, dass mir auch hier die Tiefe und die Emotionen gefehlt haben. Zeitweilig wirkt die Geschichte wie eine sachliche Erzählung von Tines Leben und der Geschichte Helgolands. Natürlich ist es auf der einen Seite schon interessant, wie es damals in Helgoland von Statten ging, aber als Leser habe ich auf Grund des Klappentext etwas anderes erwartet. Es werden oft Ereignisse genannt, wo ich mich frage, ob diese Erwähnung notwendig war, da sie keine Auswirkung auf die Geschichte haben. Leider sind mir in diesem Buch auch einige inhaltliche Fehler aufgefallen, beispielsweise wurden ein Ort und ein Name öfters verwechselt, wodurch es bei mir zu Verwirrungen kam und mir der Lesespaß etwas abhanden gekommen ist.
🄵🄰🅉🄸🅃 „Die Insel der Wünsche - Gezeiten des Glücks“ wirkt für mich eher wie eine Erzählung der Geschichte Helgolands als ein Roman über das Leben von Tine. Zudem gab ein ein paar kleine Fehler, die sich wiederholt haben, wodurch mir leider der Lesespaß abhanden gekommen ist. Ich hoffe, dass der dritte Teil mich noch überzeugen kann.
Der zweite Band der „Insel der Wünsche“-Reihe ist turbulent, aufregend und voller Krisen. Dieses Mal begleiten wir Tines Leben in den ersten zwanzig Jahren des 20. Jahrhunderts. Nach dem unerwarteten Ende vom ersten Band muss Tine sich nun eigenständig um eine gesicherte Existenz auf Helgoland kümmern. Dabei begegnen ihr einige Hindernisse und Probleme, die sie meistern muss. Doch als wäre das alles nicht aufregend genug, verändert sich der Charakter der Insel langsam, und die Zeit, in der sie lebt, wird zunehmend durch militärische Strategien bestimmt.
Im zweiten Band bleibt Anna Jessen ihrem schnellen und zeitüberspringendem Erzählstil treu. Manchmal habe ich mir mehr tiefere und längere Gespräche oder Szenen gewünscht. Oftmals wird einfach erzählt, was geschehen ist, anstatt es zu zeigen. Persönlich mag ich es mehr, die Leben der Figuren mitzuerleben und selbst zu erfahren, was geschah. Doch irgendwie gefiel mir der Stil von Jessen dennoch. Dadurch, dass die Leser*innen eine Zusammenfassung der Ereignisse bekommen, wirkt die Erzählung wie eine Geschichte, die von einem oder einer Bekannten erzählt wurde. Die näher beschriebenen Szenen werden somit hervorgehoben und die Wichtigkeit dieser Momente verdeutlicht. Das ist definitiv eine andere Art der Erzählweise, die ganz erfrischend sein kann. Und gerade da unglaublich viel in diesen 575 Seiten geschieht, ist es doch sinnvoll, die Erlebnisse manchmal nur zu erwähnen.
Die Figuren werden durch den Schreibstil einem nicht ganz vertraut, aber bekannt. Nach und nach lernt man mehr über sie kennen und freut sich, wenn sie öfter in der Geschichte auftauchen. Große Gefühle erwachten trotz der auch intensiven und schrecklichen Szenen nicht wirklich beim Lesen, da eine gewisse Distanz durch die Erzählweise gewahrt wird. Das finde ich etwas schade. Dennoch tut es dem Lesespaß keinen Abbruch und man kann die Geschichte trotzdem sehr gut lesen.
Mir gefiel der zweite Band besser als der erste. Das mag auch daran liegen, dass mir die Figuren und ihre Hintergrundgeschichte vertrauter sind. Einige Punkte fand ich besonders spannend, wie zum Beispiel die Erwähnung von den Prostituierten und wie sie lebten. Das hätte von mir aus viel mehr Platz in der Geschichte haben könnten. Gerade dieser Punkt der Geschichte ist mir noch relativ unbekannt und hatte mich daher interessiert.
Alles in allem ist die Reihe eine gute, solide Erzählung, die Freude beim Lesen bringt und sich gut in einigen Tagen durchlesen lässt. Ich bin gespannt, wie der dritte Teil wird.
Gezeiten des Glücks“ ist nun der zweite Band der Helgoland-Saga aus der Feder der Autorin Anna Jessen auf den ich mich riesig gefreut habe. Nach dem spannenden Ende des ersten Teils konnte ich die Fortsetzung kaum erwarten. Der Inhalt: Helgoland 1899. Tine Tiedkens hat alles verloren: ihren Mann, sein Hotel und jede Zuversicht. Sie steht kurz davor, den letzten Schritt zu tun. Als sie in der Pastorei Zuflucht findet und dort im Garten Blumen für die Sommergäste züchtet, findet sie langsam wieder ins Leben zurück und zu neuem Glück. Doch dann wird Helgoland immer mehr zu einer militärischen Festung ausgebaut, und die illustren Besucher vom Festland bleiben aus. Tines Blütenträume welken – und bald steht sie vor der schwierigsten Entscheidung ihres Lebens …. Ich bin nach dem Lesen der ersten Zeilen sofort wieder in die Geschichte eingetaucht. Auf der Insel habe ich mich sofort wieder wohl gefühlt. Und auch von unserer liebenswerten Protagonistin habe ich ein wunderbares Bild vor meinem inneren Auge. Auch bringt uns die Autorin längst vergangene schreckliche Geschichte wieder nahe und man erfährt, welche große Rolle Helgoland während des ersten Weltkrieges gespielt hat. Beim Lesen wurde ich von vielen Emotionen übermannt. Ich habe mit Tine gelitten und hätte sie ab und an gerne in den Arm genommen. Wieviel Leid kann ein Mensch überhaupt ertragen? Natürlich war ich auch wieder von der Schönheit dieser Insel beeindruckt. Und die Seiten sind beim Lesen nur so dahingeflogen. Der Schreibstil der Autorin hat mich auch dieses Mal begeistert. Die berührende Geschichte läuft wie ein Film vor meinem inneren Auge ab. Manche Szenen waren vielleicht etwas zu langatmig, aber das hat dem Lesevergnügen keinen Abbruch getan. Eine gelungene Fortsetzung, ein tolles Lesevergnügen, das mir trotz kleiner Schwächen, wunderbare Lesestunden beschert hat. Gerne vergebe ich 4 Sterne.
Nachdem ich von Band 1 so begeistert war, habe ich mich schon sehr auf die Fortsetzung gefreut. Ich war auch gleich wieder in der Geschichte drin, der Schreibstil ist wie gewohnt sehr schön und flüssig zu lesen. Tine war mir auch hier wieder sehr sympathisch, aber bei ihr folgt auf Freude auch gleich wieder jede Menge Kummer. Und zudem haben wir ja auch noch den ersten Weltkrieg, wodurch die Geschichte diesmal ziemlich düster ist. Aber einen Stern muß ich leider abziehen, ich fand manche Passagen zu ausschweifend erzählt. Andere Erzählstränge jedoch, von denen ich gerne mehr gelesen hätte, wurden zu kurz abgehandelt. Hier hätte ich mir ein besseres Gleichgewicht gewünscht.
Fazit: Eine gelungene Fortsetzung, mit kleinen Schwächen, aber dennoch schön zu lesen.