Před třiceti lety byla armáda Inelukiho, Krále bouří, rozprášena a on sám zahuben. Ve Východním Ardu zavládl mír pod vládou Simona Bělokadeřného, pomocníka z kuchyně, z něhož se stal král, a Miriamele, jediného potomka krále Eliáše. Nyní však na jejich vládu doléhá stáří. Simon přišel o své sny, staří spojenci umírají a všude se to hemží zradou a úklady. Jejich syn a dědic Jan Jošua je už léta mrtvý a jejich vnuk Morgan žije jako rozmařilec. Všechny ale čeká cesta vykoupení a objevů, která vede stále chmurnějším světem. A na zamrzlém severu v horské pevnosti Nakkize se z hlubokého, dlouhého spánku probouzí nornská královna a Inelukiho spojenkyně, aby sdělila svým poddaným, že lidé musejí být zničeni. Že její čarodějové přivedou z říše smrti mocného démona a její válečníci budou ve světě hledat krev živého draka... A konečně jí bude patřit nejmocnější artefakt ze všech – koruna z čarodřeva. Koruna z čarodřeva je román plný lidí, obrů, draků, trollů, Sithů i Nornů. Je velkolepá a rozmáchlá a Tad Williams v ní opět dokazuje, kdo je největším žijícím autorem epické fantasy.
Tad Williams is a California-based fantasy superstar. His genre-creating (and genre-busting) books have sold tens of millions worldwide, in twenty-five languages. His considerable output of epic fantasy and science fiction book-series, stories of all kinds, urban fantasy novels, comics, scripts, etc., have strongly influenced a generation of writers: the ‘Otherland’ epic relaunches June 2018 as an MMO on steam.com. Tad is currently immersed in the creation of ‘The Last King of Osten Ard’, planned as a trilogy with two intermediary novels. He, his family and his animals live in the Santa Cruz mountains in a suitably strange and beautiful house. @tadwilliams @mrstad
Tad Williams schreibt ganz klassische Fantasy, wie ich sie mag. Keine Firlefanz von komplizierten magischen System, keine platte Liebesgeschichten für ein jüngeres Publikum, sondern ausgereifte Charaktere mit einem Spiel und Krieg, Frieden, Intrigen und Macht. Osten Ard ist nun auch schon fast 30 Jahre alt und so ist nicht nur der Autor gealtert, sondern auch seine Figuren. Und gerade dieses Ehegeplänkel zwischen unserem Königspaar, welches mittlerweile schon Großeltern geworden ist, fand ich sehr amüsant geschrieben. Tad Williams bleibt einer meiner liebsten Fantasy-Autoren. Er ist der Grund, warum ich mich wieder einem Genre zuwende, welches ich eigentlich für mich abgeschlossen hatte.
Die erste Reihe um das sagenumwobene Land Osten Ard ist ja schon eine ganze Weile her, aber Tad Williams hat es geschafft, nach so vielen Jahren einen gelungenen Anschluss zu finden! Die Handlung beginnt 30 Jahre nach den Ereignissen aus "Das Geheimnis der großen Schwerter" und auch wenn der Autor im Vorwort schreibt, dass man hier keine Vorkenntnisse braucht und er alles Wesentliche zum Hintergrund eingeflochten hat, wäre es extrem schade, die vorherige Reihe nicht zu lesen!
So viele Figuren kommen darin vor, die man schon kennt und auch wenn sie teilweise nur nebenbei erwähnt werden, hat man sofort einen Bezug zu ihnen und die Erinnerung, welche tragenden Rollen sie in der "Vorgeschichte" gespielt haben. Deshalb rate ich auf jeden Fall dazu, die Bücher um Osten Ard chronologisch zu lesen, wie ich es unten für euch aufgelistet habe.
Durch meine Vorkenntnisse ist mir der Einstieg hier sehr leicht gefallen - es war wie ein Nachhause kommen, auch wenn viele der Figuren aus der ersten Reihe mittlerweile ein reifes Alter erreicht haben. Dafür rücken aber ihre Kinder und Enkel nach, die sich neuen Problemen stellen müssen, und davon gibt es nicht wenig:
- Das Königspaar im Hochhorst sieht sich einer erneuten Gefahr aus dem Hohen Norden gegenüber
- Der junge Prinz Morgan muss sich nach einer Jugend mit Saufgelagen und Weibergeschichten der schweren Herausforderung stellen, endlich erwachsen zu werden
- Tiamak, der Gelehrte aus dem Wran, hat ein Rätsel einer alten Schrift zu lösen
- Die junge Nezeru ist als Opfermutige der Nornen-Königin auf einer gefährlichen Mission unterwegs
- und im Süden entstehen immer mehr Unruhen durch die Machthaber in Nabban und den kriegerischen Stämmen in den Thrithingen
Reichlich Konflikte, die Tad Williams gekonnt verstrickt und wunderbar strukturiert aufbaut, so dass man nach und nach immer tiefer in die komplizierten Hintergründe der neuen Ereignisse eintaucht, die nichts gutes verheißen.
Trotz dem Sammelsurium an Figuren und unterschiedlichen Schauplätzen verweilt der Autor lange genug in den Kapiteln, um beim Lesen ein Gefühl für die Szene entwickeln zu lassen. Hohes Tempo darf man aber nicht erwarten, denn er erzählt mit viel Liebe zum Detail - das mag für manche langwierig wirken, ich empfinde es als lebendig, anschaulich und wirkunsvoll. Grade durch den Rundumblick, was an den verschiedenen Ecken des Kontinents passiert, gibt es auch genügend Abwechslung!
Neben den bekannten Figuren gibt es auch einige neue Charaktere mit interessanten Eigenschaften, Zielen und Herausforderungen, die mich sehr neugierig machen, wie es in der Fortsetzung mit ihnen weitergeht. An Ideen mangelt es Tad Williams jedenfalls nicht und ich freu mich schon sehr auf den nächsten Band!
Die vielen Leerseiten vor den Kapiteln finde ich allerdings unnötig, die hätte man sich sparen können. Ansonsten haben sie aber eine wunderschöne Optik von außen, eine übersichtliche Karte von Osten Ard im Inneren und eine ausführliche Liste aller Personen, Orte und Begriffe im Anhang.
Tad Williams‘ neue Trilogie „Der Letzte König von Osten Ard“ wird für Fans wieder einmal zu einem Geduldsspiel. Nachdem Das Herz der verlorenen Dinge und „Die Hexenholzkrone“ (für den deutschen Markt gesplittet) 2017 zügig nacheinander erschienen, heißt es nun warten. Hodder & Stoughton, Williams‘ Verlag in Großbritannien, kündigt den zweiten Band Empire of Grass für September 2018 an. Ein deutsches Veröffentlichungsdatum existiert bisher nicht. Wahrscheinlich wird dieser Band erneut geteilt, da das Originalmanuskript ca. 1.200 Seiten umfasst. Ich bin guter Hoffnung, dass Hobbit Presse | Klett-Cotta zeitnah reagieren werden. Schließlich waren sie auch mit dem zweigeteilten ersten Band fix und darüber hinaus so freundlich, mir Rezensionsexemplare zur Verfügung zu stellen.
Der Frieden in Osten Ard wankt. Nabban steht am Rande eines Bürgerkriegs. Der hernystirische Blutkult breitet sich aus wie ein Geschwür. Wieder paktieren Menschen aus Habsucht und Machtgier mit den Nornen der Sturmspitze. Als Hochkönigspaar bemühen sich Miriamel und Simon, die schwelenden Brände in ihrem Reich einzudämmen, doch sie können nicht überall zugleich sein. Sie brauchen Hilfe. Mit gemischten Gefühlen entsenden sie ihren Enkel Prinz Morgan in den magischen Wald Aldheorte, um die Sithi aufzusuchen. Sie hoffen, von ihren alten Verbündeten Antworten und Unterstützung gegen die Hikeda’ya zu erhalten. Leider war das lange Schweigen zwischen den Völkern kein Missverständnis. Die Sithi weigern sich, den Menschen beizustehen. Werden Simon und Miriamel ihr Volk allein vor der unheilvollen Magie der finsteren Nornenkönigin Utuk’ku schützen können?
Eigentlich habe ich meiner Rezension zu Die Hexenholzkrone nicht viel hinzuzufügen. „Die Hexenholzkrone 2“ ist eine unbeabsichtigte Fortsetzung. Ihre Existenz ist den Normen des deutschen Buchmarktes geschuldet, der ungern Bücher produziert, die mehr als 1.000 Seiten umfassen. Unter anderen Umständen hätte ich mich garantiert dazu entschieden, die beiden Teile als Gesamtband zu rezensieren, aber da ich sie einzeln als Rezensionsexemplare erhalten habe, was sehr großzügig von Hobbit Presse | Klett-Cotta war, sehe ich mich verpflichtet, sie getrennt zu besprechen. Grundsätzlich änderte sich in „Die Hexenholzkrone 2“ für mich nichts: die Lektüre erinnerte emotional an Heimkehren. Allerdings ist dieses Heim nicht länger ein geborgener, sicherer Ort. Düsternis erfasst Osten Ard. Wer in Die Hexenholzkrone daran zweifelte, dass unseren geliebten Figuren schwere Zeiten bevorstehen, kann es nun nicht länger leugnen. Tad Williams steuert seine Geschichte unbeirrt in einen gewaltigen Sturm und die ersten heftigen Böen lassen die Segel bereits ordentlich knattern. Er erzeugt Spannung, indem er seinen Leser_innen erstaunlich freigiebig viele Details verrät, die seinen Charakteren bisher verborgen sind. Ich fand mich in der privilegierten Position wieder, als einzige das Ausmaß des zerstörerischen Unwetters, das sich am Horizont abzeichnet, erahnen zu können. Es erschreckte mich zutiefst, dass es nach 30 Jahren des Friedens erneut Menschen gibt, die bereit sind, mit den Nornen zu konspirieren. Wie weit diese Verschwörung reicht, offenbart Williams (noch) nicht, doch allein die Andeutung eines faustischen Paktes ließ mir alle Haare zu Berge stehen. Haben sie denn nicht dazu gelernt? Begreifen sie nicht, dass die Hikeda’ya und ihre unheimliche Königin Utuk’ku die Auslöschung der Menschheit anstreben? Offenbar benötigt sie dafür die mysteriöse Hexenholzkrone, die leider nur vereinzelt am Rande erwähnt wird. Für mich wäre ihr Wunsch nach diesem geheimnisvollen Objekt bereits Grund genug, sie daran zu hindern, es zu bekommen, weshalb mich Simons und Miriamels Entscheidung, Prinz Morgan zu den Sithi zu schicken, sehr erleichterte. Trotz des unerfreulichen Ausgangs dieses Besuches, der mich davon überzeugte, dass die Sithi das Hilfegesuch nicht allein aus Zorn ablehnen, sondern rätselhafterweise vollkommen verängstigt sind, beruhigte es mich, dass das Königspaar die Gefahr ernstnimmt. Der zunehmende Druck auf die beiden war greifbar; besonders Simon ist die Verantwortung, die sein Titel mit sich bringt, leid. Er wünscht sich, sein Amt ruhen zu lassen, um mehr Zeit mit seiner Familie verbringen zu können – sogar mit Morgan, der wirklich einzigartig talentiert darin ist, seinem Gegenüber auf die Nerven zu gehen. Unglücklicherweise erfüllt ihm Tad Williams diesen Wunsch nicht, stattdessen trennt er die Gruppe und verteilt sie in ganz Osten Ard, um Bewegung in die Handlung zu bringen. Die Spieler sind in Position. Das Spiel hat begonnen.
Auf der Verlagsseite von Das Herz der verlorenen Dinge heißt es, es biete „für alle neuen Leser den Einstieg in die Welt von Osten Ard“. Dem stimme ich nach der Lektüre von Die Hexenholzkrone und „Die Hexenholzkrone 2“ nicht zu. Ich glaube nicht, dass Das Herz der verlorenen Dinge ausreicht, um die Dimension des nachfolgenden Auftakts zu begreifen. Um die drängende Bedrohlichkeit der aktuellen Situation zu erfassen, braucht es meiner Meinung nach den Kontext des Sturmkönigskrieges in „Das Geheimnis der Großen Schwerter“. Ich denke, die beabsichtigte Wirkung der dunklen Vorzeichen in „Die Hexenholzkrone“ entfaltet sich nur, wenn man weiß, durch welche Opfer die Menschheit 30 Jahre zuvor vor der Auslöschung bewahrt wurde. Wenn ihr Lust auf „Der Letzte König von Osten Ard“ bekommen habt, empfehle ich euch daher eindringlich, zuerst „Das Geheimnis der Großen Schwerter“ zu lesen. Die erste Trilogie wird euch das Wissen vermitteln, das ihr benötigt, um die Raffinesse der Geschichte und Tad Williams‘ formidable Entwicklung als Autor wertzuschätzen, sodass ihr in Die Hexenholzkrone und „Die Hexenholzkrone 2“ das sehen könnt, was ich sehe: einen köstlichen Vorgeschmack dessen, was Leser_innen und Figuren in „Der Letzte König von Osten Ard“ erwartet.
Vielen Dank an den Verlag Hobbit Presse | Klett-Cotta für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars im Austausch für eine ehrliche Rezension!
Der zweite Teil des ersten Bandes bringt ein Wiedersehen mit König Simon und Königin Miriamel. Sie wirken wie ein liebenswertes älteres Ehepaar aus der Nachbarschaft, das sich in einer in Jahrzehnten gewachsenen Beziehung gegenseitiges liebevolles Lästern erlauben kann.
Simons und Miriamels Enkel Morgan soll sich endlich seiner Verantwortung als Thronfolger stellen und zeigen, dass er erwachsen geworden ist, doch speziell die Frauen um Morgan zweifeln bisher an seiner Reife. Wer keine Ratschläge der "Alten" annehmen will, muss seine eigenen Erfahrungen machen. – Für Morgan bedeutet das eine Expedition zu den Sithi als Bewährungsprobe, die ihm Simon aufdrückt und zu der ihm der treue Porto als Gefährte und Ausbilder mit auf den Weg gegeben wird.
Als Fantasy-Leserin interessieren mich in fantastischen Welten besonders die Lebensbedingungen normaler Leute. Großkanzler Pasevalles mit seiner Sicht auf die finanziellen Folgen des Sturmkönigkrieges und Baumeister Viyeki mit seiner Verantwortung für die Festungsanlagen erfüllen diesen Anspruch ideal. An Pasevalles mag ich seine Altersweisheit und dass er seine Stellung selbst erarbeitet und nicht durch Vetternwirrtschaft erreicht hat.
In der ebook-Ausgabe der Hexenholzkrone ist mir bewusst geworden, dass ich umfangreiche Fantasy-Epen mit Karten und Personenregistern lieber in der Printausgabe lese, um leichter darin blättern zu können. Auch liegt mir das Lesen aller Folgen im Block mehr als das Warten auf die Fortsetzung.
Druhá část Koruny z čarodřeva ničím nepřekvapila. Snad kromě (ne)závěru. U prvního svazku jsem si říkal, že jde vyloženě o p��ípravu jeviště a doufal, že tady se to už konečně rozjede. Bohužel se to nestalo a i tahle kniha byla velice neakční a přípravná. V mnoha ohledech je to skoro jako dèja vu na Trůn z dračích kostí. Strašně se to vleče, postavy mluví nebo chodí sem a tam. Ale je to dost zívačka. Zklamání byl také závěr, který prakticky nic nerozseknul a chybí jakékoliv vyvrcholení příběhu. Chápu, že jde o sérii, ale i tak bych čekal že jednotlivé díly budou mít své finále. Na druhou stranu vah se dají položit perfektní postavy. Jak ty, které vystupují v první sérii a tady sledujeme jak je změnil čas, tak i ty nové, které jsou uvěřitelné a propracované. Nic se nedá vytknout ani světu, který působí organicky a realisticky. Děj, ač pomalý je rozehrán také celkem slibně. Nicméně i přes všechna pozitiva je hodnocení 4* ve vakuu přehnané. Prvnímu svazku jsem dal 3*, tak tady to vyvážím. Celkově Koruna z čarodřeva sedí mezi 3* a 4*. A pořád doufám, že se série více rozjede. Stejně jako se rozjela Vzpomínka, Žal a Trn. Tam to trpělo v začátcích stejnými nedostatky a nakonec bylo skvělé.
Im englischen Original handelt es sich bei der Hexenholzkrone nur um ein Buch, im deutschen sind zwei daraus geworden. Ein bisschen erinnert es mich daran, wie ich "Herr der Ringe" gelesen habe: es hat zwischendurch seine Längen, aber ist eigentlich sehr spannend. Es erinnert mich auch an noch irgendwas. Vielleicht ein bisschen an Game of thrones. Zwar weniger blutig, aber es hat nicht unbedingt weniger Personal. Und in Band 2 gibt es jetzt auch einige Stellen, wo man erfährt, dass auch in Osten Ard Verrat und Intrigen an Stellen lauern, an denen man nicht damit rechnet. Eine Stelle musste ich sogar mehrmals lesen, weil ich dachte: "Wtf! Das ist jetzt nicht wirklich passiert?! Wo kam das so plötzlich her?" Aber es ist ja gut, wenn Bücher einen auf diese Weise überraschen können. Mit der meckernden Königin und ihrem kindischen Enkel werde ich zwar immer noch nicht warm, aber es gibt mehr als genug anderes Personal. Ich bin also gespannt wie es weitergeht und vergebe 4 von 5 ⭐.
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Der Norden erhebt sich. Die Nornen dringen immer weiter in das Königreich von König Simon und Königin Miriamel vor und das Königspaar entschließt sich, ihren Thronerben Morgan auf eine Mission zu entsenden, um das alte Volk der Sithi um Unterstützung zu bitten. Doch die beiden rechnen nicht mit den politischen Intrigen, die im Inneren des Reiches gären … Unterdessen geht die Suche nach den verschollen rechtmäßigen Königskindern weiter …
Zum Glück mussten Fans und Anhänger der Osten Ard Reihe nicht allzu lange auf eine Fortsetzung von Williams Neustem Werk warten. Das ist auch keine Kunst, da das Buch schon vorlag. „The Witchwood Crown“ wurde aufgrund des Umfangs im Deutschen geteilt und konnte so recht rasch nacheinander erscheinen - Deshalb ist es auch ratsam, die Hexenholzkrone eins vor der Lektüre des zweiten Bandes zu genießen. Was habe ich mich auch dieses Buch gefreut, genoss ich doch schon den ersten Band und das Wiedersehen mit all den bekannten und geliebten Figuren so sehr. Zu sehen wie Simon und Miri noch immer vom Hochhorst aus über das Reich herrschen und Simon dabei zu beobachten, wie er mit weiser, manchmal auch impulsiver oder gutgläubiger Art die Geschicke des Reiches lenkt, bereitete mir die größte Freude. Schlicht und einfach deswegen, weil ich unter der Königsmaske immer wieder das Mondkalb von einst hindurchblinzeln sah. Das Mondkalb, in das Miri sich verliebt hat und dem ich in der ersten Reihe auf all seine Abenteuer gefolgt bin. Williams behielt also die altbekannten Charakterzüge bei, lies aber trotzdem nicht außer Acht, dass einige Jahre zwischen dem Mondkalb und der Person des Königs liegen. Und so blitzte seine Handschrift durch viele Figuren hindurch. Begegnet einem zuerst nur die Oberfläche eines Charakters wie ein See, lohnt es sich den Kopf ins Wasser zu stecken, die Oberfläche zu durchbrechen und in die Untiefen der Unterwasserwelt zu blicken. Manchmal kommen vollkommen überraschende Details zu Tage. Genau so verhält es sich beispielsweise mit Morgan, der scheinbar noch nichts durchstehen musste außer dem Verlust einiger Münzen beim Kneipenspiel. Wenn man jedoch tiefer blickt, während man ihm auf seinem Abenteuer zu den Sithis folgt …
Besonders froh war ich auch, dass Eloair an Morgans Seite stand. Ich mochte ihn schon in den ersten Bänden! Generell gestaltete sich die Handlung abwechslungsreich. Der Leser wird mit mehreren Blickwinkeln konfrontiert wie auch im ersten Band und erhält dadurch einen umfassenden Einblick in die Lebenswelt der einzelnen Protagonisten - seien es nun rachsüchtige Menschen oder Nornen, die den Platz in dieser Welt fordern. Im Gegensatz zum ersten Teil der Saga rund um Osten Ard fand ich toll, dass die Seite des Feindes so eingehend beleuchtet wurde! Hielt Williams die Spannungskurve in den ersten zwei Dritteln des Buches zwar konstant, doch unterschwellig, schnellte diese im letzten Drittel steil nach oben (ebenso wie mein Herzschlag!) und lies mich an einigen Stellen vollkommen verblüfft zurück. Einige Enthüllungen hab ich erahnt, bei anderen mir wiederum vor den Kopf geschlagen, was für gewaltige Scheuklappen ich doch vor den Augen hatte …
Der Stil von Williams ist und bleibt ein Juwel. Er erzählt so dicht, lässt sich Zeit, um vor dem Leser eine Welt auszubreiten, die seines gleichen sucht und bei der einem so manches Mal der Atem stockt. Insbesondere im Wald der Sithi hatte ich persönlich meinen Spaß ;)
Was bleibt mir zu sagen, als das ich schon sehnsüchtig auf den zweiten Band (bzw 2.1 und 2.2 in Deutsch) warte und fünf wohlverdiente Sterne für eine Welt vergebe, die mich immer wieder in ehrfürchtiges Erstaunen versetzt.
Nachdem im ersten Band dieser neuen Trilogie Utuk'ku, die Königin der Nornen ist aus ihrem Heilschlaf erwacht ist und auf Rache an den Menschen sind, ist so einiges geschehen. Es entspinnen sich jede Menge Intrigen im Berg der Nornen und auch im Herrschaftsbereich der Menschen lauert bereits Verrat hinter jeder Ecke. Selbst die Elfen, die in diesem zweiten Band endlich ihren großen Autritt haben, scheinen nicht frei davon zu sein.
Wo die Hexenholzkrone einen tollen Mix an altbekannten Charakteren und neuen Helden geboten hat, wartet Teil zwei nun mit noch mehr bekannten und auch neuen Gesichtern auf. Das Rad des Schicksals dreht sich, und droht ganz Osten Ard unter sich zu Staub zu zermalmen. Doch verschiedene Helden kämpfen an unterschiedlichen Fronten, einander unbekannt und doch einem Ziel folgend. Viele Fragen die im ersten Band aufgeworfen wurden finden nun eine Antwort und lassen mich auf eine noch spannendere Fortsetzung hoffen, wenn nach und nach alle Fäden ihren Weg zu einem großen Höhepunkt finden werden.
Im ersten Band fand ich es besonders schön, dass wie schon in „Das Herz der verlorenen Dinge“ auch Nornen-Charakteren Raum gewährt wird, und sie nicht nur der große Gesichtslose Feind bleiben. Der Norne Viyeki und vor allem seine Halbblutstochter Neseru gehören zu meinen Lieblingscharakteren. Und auch Neserus Mutter, eine Sklavin unter dem Berg ist ein sehr spannender Charakter. Überhaupt finde ich, dass es Tad William fantastisch schafft, trotz der manchmal überwältigenden Fülle an Charakteren, allen eine gewisse Tiefe zu verleihen, die sie wie alte Bekannte erscheinen lassen. Jeder ist irgendwie besonders und Helden findet man manchmal an völlig unerwarteten Orten.
Die Story bleibt durch die vielen Handlungsstränge und Charaktere durchgehend divers und spannend. Ab und zu gibt es auch größere Spannungsspitzen. Im Gegensatz zum ersten Band war ich diesmal direkt im Geschehen und konnte den verschiedenen Charakteren ohne größere Verwirrung folgen. Wie im ersten Band vermutet braucht die Geschichte etwas Anlauf und so fand ich Band zwei noch weitaus spannender als den ersten. Vor allem hat mir gefallen, dass die ersten Fragen sich bereits geklärt haben, auch wenn sich dafür mindestens genauso viele neue auftun. Doch ich finde es schön, einen roten Faden im Kopf zu haben, der die Ereignisse und Charaktere miteinander verbindet. Den nächsten Band erwarte ich nun noch gespannter.
Fazit Die Lesung von Andreas Fröhlich ist wie gewohnt gelungen. Er hat einfach eine unglaublich tolle Erzählerstimme und ich liebe seine Interpretationen der Charaktere, die völlig unaufgeregt daher kommt und mich doch jedes Mal wieder in ihren Bann zieht.
Nach mehr als fünf Jahren bin ich durch dieses Buch zurück nach Osten Ard gereist. Tad Williams gehört für mich zu den großen Geschichtenerzählern unserer Zeit. Ist man einmal in der Geschichte gefangen, lässt sie einen so schnell nicht los. Kein Wunder also, dass ich beide Teile der Hexenholzkrone in nur wenigen Tagen verschlungen habe (also nicht wortwörtlich gemeint...). Zwar fällt es mir am Anfang immer ein bisschen schwer in Williams Bücher einzutauchen, sobald ich mich aber wieder an seinen detailverliebten und manchmal auch repetitiven Schreibstil gewöhnt habe, ist das Buch kaum noch aus der Hand zu legen. In diesem Buch begegnen uns altbekannte Charaktere wie Simon und Miriamel, Binabik und Tiamak, aber auch neue Gesichter wie etwa der Kronprinz Morgan oder die Halbnorne Nezeru. Kunstvoll werden mehrere Erzählstränge miteinander verwoben, bis man am Ende die ersten Zusammenhänge zwischen zunächst vollkommen alleinstehenden Geschichten sieht. Morgan ist einer der wichtigsten neuen Charaktere, soll er doch eines Tages den Hochkönigsthron übernehmen und über das ganze Königreich herrschen. Dafür ist er allerdings noch wenig geeignet, denn er säuft und hurt den ganzen Tag und hasst Politik, Zeremonien und vor allem wie ihn seine Großeltern behandeln. Trotzdem lässt Williams immer wieder durchblicken, dass Morgan sich ändern wird und das Zeug dazu hat, ein guter König zu werden. Zum Glück schlägt er aber nicht den gleichen Weg ein wie viele andere Autoren und schreibt dem Charakter eine super schnelle Entwicklung auf den Leib. Das wäre im Fall von Morgan einfach unrealistisch. Änderungen sind am Anfang kaum bemerkbar und auch am Ende des zweiten Teils der Hexenholzkrone ist Morgan noch weit davon entfernt als Herrscher geeignet zu sein. Mein liebster Handlungsstrang ist wohl der von Nezeru und Jarnulf, da man endlich mehr über die Nornen erfährt. (Mittlerweile habe ich erfahren, dass es eine Art Zwischenband gibt, der zwischen der letzten Reihe und dieser Reihe angesiedelt ist und u.A. Porto und Viyeki als Charaktere näher behandelt.) Die Konflikte innerhalb der Gruppe der Nornen, die ausgesandt wurden um einen Drachen zu fangen, zeigen, dass nicht alle Nornen gleich sind und verleihen dem Feind des Königreiches mehr Dimension und Tiefe.
Mehr will ich hier auch gar nicht verraten, denn ich kann das Buch nur weiterempfehlen an alle, die schon früher die Bücher von Tad Williams gelesen haben. Aber auch Leser, die noch nie eine Geschichte über Osten Ard gelesen haben, können ohne Probleme mit dieser Reihe anfangen, da die wichtigsten Ereignisse der Vorgeschichte nochmal aufgenommen und erklärt werden. Gerade wenn man die Vorgeschichte noch nicht kennt kann es manchmal schwierig sein, die Politik und die unterschiedlichen Völker dieser Welt zu verstehen, aber ich kann nur dazu ermutigen, wenigstens den ersten Band komplett zu lesen und sich darauf einzulassen. Denn Tad Williams ist eine eigene Klasse des Fantasy-Genres: leichter und entspannter zu lesen als George R.R. Martin, ausführlicher als Tolkien und intelligenter als die meisten anderen Fantasybücher, die ich bis jetzt gelesen habe.
Es scheint, dass Tad Williams mit "The Last King of Osten Ard" in die Welt von Osten Ard zurückkehrt, aber leider mit einigen interessanten, aber auch problematischen Ergänzungen. Sicherlich zeigt der Autor das Bestreben, das Universum weiter auszubauen, aber wie du bemerkst, wird das Ergebnis etwas ermüdend durch den langsamen Fluss und die übermäßigen Informationsmengen, die einen förmlich überschütten. Dies stellt zweifellos eine doppelte Herausforderung für einen Leser dar, der die Entwicklungen verfolgen möchte, aber sieht, wie sich die Dinge langsam bewegen, ohne den notwendigen Raum für die Charaktere zu bieten, sich zu entfalten.
Die Kombination aus der atmosphärischen Erzählweise von Williams und der intensiven Schwafelei, gepaart mit riesigen Informationsmengen, schafft dieses „trübe“ Gefühl, das einem beim Lesen überkommt, wenn man das Gefühl hat, dass die Dinge nicht vorankommen. Wenn die Spannung der Ereignisse allmählich nachlässt und der Leser das Gefühl hat, dass sich nichts tut, kann dies den Eindruck erwecken, dass der Autor die Geschichte verzögert, statt sie wirklich voranzutreiben.
Was die Rückkehr der Königin der Norn und die Mobilisierung ihrer Charaktere betrifft, so ist es in der Tat wahr, dass das „Es war Zeit“ nicht immer ausreicht, um einen tatsächlichen Anstoß für die Ereignisse zu geben. Verglichen mit klassischen Mythologien, wie z.B. "Der Herr der Ringe", ist das Risiko, dass die Hauptanlässe für die Bewegung der Ereignisse deutlicher und tiefgründiger sein müssen, damit der Leser die Notwendigkeit von Veränderung und Handlung wirklich fühlt.
Unzweifelhaft, wie du sagst, gibt es auch großartige Momente im Buch, aber es braucht noch Arbeit, um die Qualität der ursprünglichen Reihe zu erreichen. Ich hoffe, das nächste Buch wird einen kohärenteren Fluss und eine bessere Ausnutzung der reichen Welt bieten, die er geschaffen hat.
Mit „Die Hexenholzkrone“ beginnt Tad Williams‘ neuer Zyklus „Der letzte König von Osten Ard“, welcher nach dem Zwischenspiel „Das Herz der verlorenen Dinge“ an die Saga um das Geheimnis der Großen Schwerter anknüpft. Dabei war „Die Hexenholzkrone“ mein Tor nach Osten Ard, doch auch ohne das entsprechende Vorwissen ist mir der Einstieg bestens gelungen. Musste ich mich stellenweise ob der Fülle an Völkern, Sprachen und Figuren etwas mehr konzentrieren, blieb dennoch alles verständlich.
Miriamel und Simon, das Hochkönigspaar von Osten Ard, stehen vor einigen Herausforderungen. Gerüchten zufolge soll die Nornenkönigin erwacht sein, und auch bei den Hernystiri und in Nabban kündigen sich Konflikte an. Zu allem Überfluss bereitet ihnen auch der königliche Enkelsohn große Sorgen, der seine Rolle als zukünftiger Thronfolger nicht mit der gebührenden Ernsthaftigkeit anzugehen scheint. In mehreren zunächst voneinander unabhängigen Handlungssträngen schildert Tad Williams das Schicksal mehrerer Bewohner von Osten Ard, die unter den unterschiedlichsten Bedingungen leben – doch keinem von ihnen entgeht, dass sich ihre Welt im Wandel befindet. Alle Figuren wirken bisher authentisch, doch erfährt man wegen der vielen Perspektivwechsel noch nicht allzu viel über einzelne Protagonisten. William’s Schreibstil ist dabei sehr angenehm, detailverliebt und zieht den Leser schnell mitten ins Geschehen, allerdings dauert es ein wenig, bis dieses an Fahrt aufnimmt. Anfänglich plätschert die Geschichte so vor sich hin, ohne, dass es zu spannenderen Zwischenfällen käme, doch dies wird der Tatsache geschuldet sein, dass hier die Basis für weitere Bände gelegt wird. Diese versprechen allerdings, spannend zu werden! Der Roman hat mich in seinen Bann gezogen und auch auf die Vorgeschichte bin ich sehr neugierig geworden.
Nachdem der erste Teil mit einem fiesen Cliffhanger geendet hat, geht’s hier übergangslos weiter.
Aber auch in diesem Band zieht sich das Buch streckenweise ganz schön. Die Geschichte teilt sich wieder auf. Sie spielt erneut an verschiedenen Orten mit den entsprechenden Charakteren; was die Geschichte sehr komplex, aber eben teilweise auch recht unübersichtlich werden lässt. Der rote Faden war für mich leider nicht immer sichtbar. Zum Ende hin legt es dann wieder an Spannung zu, die Geschehnisse rücken etwas näher zusammen und ich kann langsam eventuelle Schnittpunkte erkennen.
Der Schreibstil gefällt mir zwar gut, die Story ist interessant und auch die Charaktere sind individuell gut beschrieben, aber wie schon im Vorband fehlt mir die direkte Verbindung. Also wieder hoffen auf Aufklärung im nächsten Band.
Reihe: Der letzte König von Osten Ard: 1. Die Hexenholzkrone Teil 1 2. Die Hexenholzkrone Teil 2 3. Das Graslandimperium 4. Die Kinder des Seefahrers
Die Vorreihe: Das Geheimnis der Großen Schwerter: 1. Der Drachenbeinthron 2. Der Abschiedsstein 3. Die Nornenkönigin 4. Der Engelsturm
= Inhalt (5/5 Sterne) = Wie schon im ersten Teil (Die Hexenholzkrone) ist die Welt von Osten Ard liebevoll gestaltet und die Beweggründe vieler Charaktere sind nachvollziehbar. Leider verbleiben der König sowie die Königin noch immer in den teils seltsam unreflektiert wirkenden Verhaltensmustern, die sie schon in der ersten Hälfte der Geschichte aufgewiesen haben. Auch der Prinz verhält sich über weite Teile der Handlung weiterhin wie ein verzogenes Kind, scheint sich jedoch am Ende des Buches langsam zu entwickeln. Wenn sich diese Entwicklung im nächsten Buch fortsetzen sollte, könnte er zu einer deutlich interessanteren Figur werden. Durch die restlichen Haupt- und Nebenfiguren sowie der insgesamt detailliert gestalteten Welt ist das Buch jedoch noch immer eins der besten Fantasywerken der letzten Jahre und weckt Vorfreude auf die hoffentlich 2019 erscheinende Fortsetzung.
= Allgemeines = Wie so oft bei deutschen Verlagen wurde hier ein englisches Buch in zwei Bände (Die Hexenholzkrone und Die Hexenholzkrone 2) aufgeteilt, was natürlich keinen Einfluss auf die Qualität der Geschichte hat, aber doch kostspieliger als die Originalausgabe ist.
= Buchqualität = ISBN-13: 978-3-608-96196-6 Eine schöne Hardcoveredition mit vernünftiger Papierqualität und zwei detaillierten Karten. Hinter dem Schutzumschlag verbirgt sich ein gelber Einband mit silberner Schrift auf dem Buchrücken. Leider wurde die Vorderseite des Einbands nicht bedruckt, ansonsten gibt es jedoch keinen weiteren Kritikpunkt.
Weiter geht's in Osten Ard. Da der erste Band sehr umfangreich ist, wurde er in zwei Bände aufgeteilt. Also, hier bitte Vorsicht, das ist der zweite Teil der Hexenholzkrone. Wie in Band eins und auch von anderen Büchern von Tad Williams bekannt, liebt er es, seine Figuren und Orte sehr ausführlich zu beschreiben, was es teilweise etwas langatmig macht. Aber nichts desto trotz ist die Handlung sehr flüssig, spannend und überrascht mit ungeahnten Wendungen. Ein paar der einzelnen Handlungsstränge führen schon zusammen und man erahnt ein ganz großes Ganzes dahinter. Ich bin sehr auf die nächsten Bände gespannt!
Macht weiter, wo der erste Teil des ersten Bandes dieser Trilogie aufhörte - und der Plot explodiert nun in Gefahr. Ich mag insbesondere immer, wenn Jarnulf Weißhand am Start ist. Aber auch die derzeit dunkle Sicht der Welt von Unver interessiert mich besonders. Aber am Ende sind alle verschiedenen Sichtweisen interessant und machen Osten Ard sehr lebendig.
Grandios erzählt, aber leider läßt mich das Buch mit lauter angefangenen Handlungssträngen zurück. die Folgebücher sind noch nicht erschienen, bzw. noch nicht geschrieben. Aber ich habe die Vorgeschichte zum letzten König von Osten Ard-vollständig -und bin bereit sie zu lesen
(Text stejný jako u jedničky, je to v podstatě jedna kniha.) Od Tada Williamse jsem kdysi četl sérii Trůn z dračích kostí. Byla to klasická „high fantasy“ – což podle všeho označuje stav, ve kterém tvůrci svá díla tvořili. Ale i tehdy mě to bavilo o dost víc, než ostatní kusy: Feista jsem nějak nedočetl, stejně tak Jordana, Goodkinda a spol., čili nejsem zrovna fantasyžrout. A teď se, na stará kolena, autor k téhle série vrátil a je to jako návrat do starých časů. (Což můžete brát jako zápor i klad… a je to asi od každého trochu.) Je to samozřejmě sága, takže první kniha (u nás byl sice první díl, jak bývá zvykem, rozdělený do dvou knih, ale já to beru komplet) je vlastně jen představováním postav a nějaké naznačování budoucích problémů a konfliktů… a to je asi tak všechno. Na jejím konci jsou už všichni v pohybu a vystřeleni ke svým cílům. Postavy jsou dost jasně rozvržené, kladní jsou kladní (s nějakou tou mírnou šmouhou), záporní jsou… zatím spíš v utajení, jsou jasně označení ti, co se mají obrátit – prostě takové to klasické velké divadlo. Celkově mi to přišlo jako literární ekvivalent rybaření (aspoň takového, jak si ho představuju). V podstatě hodiny čekáte, až se začne něco pořádného dít… ale kolem vás je celkem hezký okolí, je hezký počasí, teče řeka, občas na druhé straně vidíte nějakou vraždu, takže se vlastně i docela bavíte. Hezký je, že hlavním motivem je tady stáří. Jsou tu sice i nějací noví hrdinové, kteří se začínají profilovat, ale hrdinové prvních dílů jsou už téměř na penzi a zírají, kam zmizely jejich heroické časy. Samozřejmě, všichni jsou stále kladní, nikdo se charakterově léty nezměnil… ale věk je začíná dohánět a musejí se s tím nějak vyrovnat. A jasně, jsou tam i zlí „elfové“, temní mágové, spiknutí, úkladné vraždy, prchající otroci, mstitelé, draci i tajemná proroctví. Zásadních postav je tak padesát (kniha mezi nimi skáče i v rámci jednotlivých kapitol), takže se pořád něco děje. Každá postava má vlastní problémy, své protivníky, svá ohrožení, a dokonce dorazí i jeden zajímavý zvrat, takže jsem se do toho nakonec dostal a nakonec jsem skončilo někde mezi „bavilo mě to“ a „nesralo mě to“. A ano, trochu mě i zajímá, co bude dál.
Das Buch "Die Hexenholzkrone 2", geschrieben von Tad Williams, umfasst 550 Seiten und ist im Klett-Cotta Verlag erschienen. Es ist der zweite Teil des Buches (in der englischen Ausgabe nur ein Buch).
Genau wie im ersten Teil bekommen die Leser auch hier ein sehr schön gestaltetes Cover geboten. Im Hintergrund ist der knorrige Baum zu sehen, der auch schon den Hintergrund des ersten Buches beherrschte. Im Vordergrund befindet sich ein mittelalterliches Schwert.
Die liebevoll gestalteten Charaktere aus dem ersten Buches werden auch hier wieder gekonnt in Szene gesetzt. Was mir sehr gut gefällt ist, dass jeder Charakter ein Eigenleben zu besitzen scheint. Ihre Wesenszüge sind bis in kleinste Detail beschrieben und ich konnte sie mir vor meinem geistigen Auge sehr gut vorstellen. Außerdem sind alle Charaktere originell und vielseitig geschrieben.
Die Lage in der sich die Welt befindet wird immer schwieriger und die Auferstehung der Nornenkönigin bringt weiterhin ungeahnte Schrecken und Geschehnisse. Prinz Tristan wird mit seinem Begleiter auf eine Mission geschickt um Verbündete zu bekommen. Derweil versuchen alle anderen Charaktere die Lage zu entspannen, sich gegen den Krieg zu wappnen und Antworten auf ihre Fragen zu finden.
Der Spannungsaufbau ist sehr gut gewählt und zum Schluss des Buches wird es sehr spannend. Ich empfehle auch diesen zweiten Teil und bin sehr neugierig auf die Fortsetzung!
„Die Hexenholzkrone 2 - Der letzte König von Osten Ard“ von Tad Williams
1. Zur Rezension des ersten Teiles 2. Zum Inhalt Tad Williams schließt den zweiten Teil direkt an den ersten Teil an. Wir erleben Morgan und seine Ausflüge weiter. Das Hochkönigspaar ist von seinen Eskapaden nicht beeindruckt.
Ich erinnere daran, in der Rezension des ersten Teiles habe ich acht Handlungsstränge, kurz skizziert. Auch im zweiten Teil erleben wir mehrere Handlungsstränge, mit unterschiedlichen Erzählperspektiven. Es bleibt also dabei: komplexer Weltenbau mit unterschiedlichen Settings. Wie gesagt, Tad Williams muss man sich erarbeiten.
Der Leser begleitet Prinz Morgan und seine Gefährten auf dem Weg zu den Sithi in einem Handlungsstrang. Gibt es die Sithi noch? Morgan und die Gefährten haben die Aufgabe den Bund zwischen den Menschen und den Sithi zu erneuern.
Dann gibt es den Handlungsstrang mit Halbblut Nezeru Seyt-Enduya. Das ist überhaupt mein Lieblingshandlungsstrang.
Ein weiterer Handlungsstrang begleitet Vijeki, dem Großmagister des Ordens.
Auch Nezerus menschliche Mutter hat einen eigenen Handlungsstrang! Was für eine wichtige Familie, in der jedes Mitglied eine andere aber genauso wichtige Rolle spielt.
Der Großkanzler Pasevalles nimmt nun auf völlig unerwartete Weise am Geschehen teil.
Die Nornenkönigin Utuk’ku hat eigene Ziele und versucht diese mithilfe der Hikkeda’ya, der Nornen und ihrer Klauen durchzusetzen. Gibt es interne Probleme im Nornenreich?
Kann das am Totenbett gegebene Versprechen des Hochkönigspaares eingehalten werden?
Wer oder was ist Morriga?
Und im hinteren Drittel dieses Teiles belohnt uns Tad Williams mit einigen Enthüllungen oder Wendepunkten, die ich keineswegs erwartete.
Ihr wisst noch, wie der erste Teil geendet hat? Ja! Mit einem Cliffhanger. Und es gibt ihn auch im zweiten Band. Eben ein Tad Williams. Also warten wir auf den nächsten Band: Das Graslandimperium.
5/5 Punkten
3. Protagonisten Nezeru ist meine Lieblingsfigur. Sie weckt so große Sympathien, durch ihre Bereitschaft zu reflektieren und entwickelt dabei eine starke Persönlichkeit.
Der Hikeda’ya Viyeki gerät in einen Konflikt. Wer ist er? Auf welcher Seite kämpft er? Gehört er wirklich auf diese Seite?
Die weiße Hand ist immer noch „Under Cover“ unterwegs.
Neue Akteure betreten die Bühne. Ich möchte keinem Leser das Erstaunen vorenthalten, das ich hatte. Deswegen: Lasst euch überraschen!
5/5 Punkten
4. Sprachliche Gestaltung Was soll man sagen? Excellenter Weltenbau mit faszinierenden Settings. Protagonisten, die nicht nur gegen äußere Bösewichte, sondern auch gegen innere Dämonen kämpfen.
Es ist komplex mit vielen Akteuren, mehreren Handlungsstränge und keineswegs schwarz/weiß, sondern in Fifty Shades of Grey.
Trotz der hohen Seitenzahl bleibt die Spannungskurve hoch, weil es wie eine Art von Schnitzeljagd ist. Man erfährt Antworten und findet neue Fragen! Und der Leser will noch mehr Seiten!
5/5 Punkten
5. Cover und äußere Erscheinung Das Cover ähnelt dem Cover des ersten Covers unterscheidet sich aber im Detail.
5/5 Punkten
6. Fazit Leseempfehlung!
Lieber Tad Williams! Bitte! Bitte! Schreib schnell den nächsten Teil.
Das ist epische Fantasy!
@NetgalleyDE und Klett-Cotta Vielen Dank für das Rezensionsexemplar!