Trotz Erfolg und öffentlicher Anerkennung stolperte Nicole Jäger immer wieder in ungesunde, gewaltvolle Beziehungen – auch, weil es ihr an Selbstwert mangelte. Diese Erfahrung teilt sie mit vielen Frauen, doch nur die wenigsten sprechen offen darüber. Nicole Jäger erzählt von ihren Erfahrungen, von den Tiefpunkten einer gefährlichen Beziehung, psychischem Terror und nagenden Selbstzweifeln. Mit viel Feingefühl schildert sie, wie ihr Leben zwischen TV-Auftritten, Morddrohungen, Applaus und dem Gefühl, nicht genug zu sein, aussah - und wie wichtig ein starkes Selbstwertgefühl ist, um sich aus ungesunden Beziehungen zu befreien. Ein mutiges, intimes Buch über Hoffnung und das Finden der ganz großen Liebe - zu sich selbst.
3,5 Sterne Der Schreibstil von Nicole Jäger nervt mich manchmal. Sie bleibt an einem Thema nicht dran, sondern schiebt immer wieder Anekdoten ein. Die Anekdoten sind sehr unterhaltsam, aber das eigentliche Thema kommt für mich dabei zu kurz. Ich kann mir aber vorstellen, dass es für viele dadurch erträglich wird oder sagen wir angenehmer sich mit dem Thema tatsächlich auseinander zu setzen. Ich konnte zwei Erkenntnisse für mich persönlich aus dem Buch ziehen. Trotzdem hätte ich mir das Buch konkreter und detailreicher gewünscht.
Anfänglich hat mir das Buch sehr gefallen, denn Nicoles Schreibstil ist sehr humorvoll und kreativ. Dennoch reicht es für mich nur für zwei Sterne. Ich hatte einfach etwas anderes erwartet, z.B. mehr Informationen darüber was genau sie 》Unkaputtbar《 gemacht hat und vor allem wie - mit welchen Schritten sie dies erreicht hat. Besonders störte mich, dass man als Leser ab Mitte das Buches das Gefühl bekam, das dieses bis zum Ende noch irgendwie gefüllt werden muss. Doe Autorin betont auch, dass sie dieses Buch für sie selbst geschrieben hat und genau darauf sollte man sich auch einstellen. Man bekommt persönliche Einblicke über krieselnde Zeiten und prägende Erlebnisse, ratgebende oder erläuternde Passagen habe ich hier vergeblich gesucht. Kein Problem - ist nur einfach nicht meins gewesen.
Ich hatte mir ein tiefgründiges Buch zum Thema gewünscht, eine Mischung aus Erfahrungsbericht und fundierten Informationen. Stattdessen war für mich kein roter Faden in der Erzählung zu erkennen. Die Autorin springt von einem Erlebnis mit einem Mann zu ihrem Vater, zu einer Szene in einem Club, zu ihrer Lektorin. Bei manchen Szenen wusste ich, was sie mir damit sagen will, bei anderen war ich ratlos. Dazu kam eine permanente Aneinanderreihung von Metaphern und Synonymen mit denen sie ein und dieselbe Sache teilweise dreimal hintereinander beschrieben hat. Ich empfand das als störend, vor allem bei der Hörbuchvariante.
„Unkaputtbar“ ist ein so tolles Buch, denn da werden tabuisierte Themen angesprochen: toxische Beziehungen, sexuelle und häusliche Gewalt. Es ist unglaublich wichtig über solche so wichtigen Themen zu sprechen und zu zeigen, dass sowas einfach nicht okay sein sollte, aber auch Opfer solcher Taten sich nicht schämen sollten.