In meiner Familie hat Rassismus keinen Platz - darin sind sich fast alle Eltern einig. Doch vielen fällt es schwer, Vorurteile in der Erziehung anzugehen. Offen, persönlich und durchaus verständnisvoll für Rassismusfallen im Alltag zeigen Olaolu Fajembola und Tebogo Nimindé-Dundadengar, was zählt, um Rassismen im Kopf von Kindern gar nicht erst entstehen zu lassen. Zugleich stärken sie Eltern von Kindern of Color, die unter Diskriminierung leiden.
Viele Hintergrundinformationen und Checklisten unterstützen Eltern, aktiv gegen Rassismus im Alltag von Kindern vorzugehen. Welche Worte und Sätze verletzen? Welche Symbolik versteckt sich in Kinderliedern, Büchern und Spielen? Die angeborene Neugierde und der ausgeprägte Gerechtigkeitssinn unserer Kinder sind dabei die perfekte Voraussetzung, ihnen zu zeigen, dass zwar nicht alle Kinder gleich, aber alle gleichwertig sind.
Eine antirassistische und diversitätssensible Erziehung ist so wichtig und "Gib mir mal die Hautfarbe" erklärt nicht nur WARUM, sondern auch WIE. Nicht nur Erwachsene mit Kindern sollten sich damit beschäftigen, sondern alle Erwachsene. Punkt. Unabhängig davon, ob sie weiß sind oder BIPoC. Gegen Ende gibt es super viele tolle Beispiele für unterschiedliche Medien für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Auch für Pädagog*innen sinnvoll. 🩷
So ein schönes und wichtiges Buch, ich kann es ohne Einschränkung allen empfehlen, mit oder ohne Kind. Ich habe auch keine, aber fand den Perspektivwechsel absolut bereichernd, weil es sehr gut beleuchtet, wo und wie Rassismus entsteht und ein paar Irrtümer über die Denkweise von Kindern aufgezeigt werden.
Absolutes must read für alle! Es beginnt mit einer Aufkkärung über Rassismus, die an jede*n gerichtet ist und auch als Auffrischung 1a ist, wenn man sich schon mit dem Thema auseinander gesetzt hat. Im Weiteren wird erklärt, wie Kinder rassistische Verhaltensweisen erlernen und übernehmen. Außerdem gibt es ganz klare Hilfestellungen, wie man Gespräche über Rassismus mit Kindern führen kann. Am besten gefallen mir die vielen Tipps, Checklisten und Kaufempfehlungen für Antirassistische Spielsachen/Kinderbücher. 5 saftige Sternis von mir!
Sollte Pflichtlektüre für alle Jobs sein, die mit Kindern zusammen arbeiten.
Das Buch gibt tolle Ansätze, wie man mit Kindern über Rassismus sprechen kann. Sie verstehen es besser als wir ihnen oft zutrauen, das gilt für fast alle schweren Themen. Auch die Listen für Bücher und Spielzeuge kann man immer wieder nachschlagen, werde ich wohl auch tun, wenn ich selber mal das Vergnügen habe, ein Kind zu erziehen.
Mir fällt es oft schwierig auf deutsch über Rassissmus zu sprechen, da der Großteil meines Wissens auf Informationen aus dem englischsprachigen Raum (insbesondere den USA) basiert.
Dieses Buch liefert alle nötigen Begrifflichkeiten mit entsprechenden deutschen Bezeichnungen, Beispielen, die man in Deutschland aus der Kindheit oder dem Erwachsenenleben kennt (wie bspw die Debatte, um "Die kleine Hexe"), und bereitet einen gut vor Gespräche über Rassissmus auf deutsch zu führen mit Kindern, aber nicht nur.
Das Buch ist an weiße und Schwarze Menschen gerichtet und zeigt teilweise unterschiedliche angepasste Herangehensweisen auf, ob man mit weißen oder Schwarzen Kindern über Rassissmus redet.
Würde ich persönlich auch für Personen ohne Bezug zu Kindern empfehlen.
Sehr spannendes Buch, das einen immer wieder mit den eigenen Denkweisen und Vorurteilen konfrontiert. Definitiv herausfordernd zu lesen, da es sich anfühlt, als stünde ich erst ganz am Anfang eines hohen Berges, aber gleichzeitig auch ermutigend und definitiv wert für die Vision einer Welt mehr im miteinander.
Gutes Sachbuch für Eltern und auch für Fachkräfte, die sich mit dem Thema Rassismus noch nicht beschäftigt haben. Sehr gut, dass es nicht von weißen Menschen geschrieben ist. Das Buch klärt über Mythen auf, gibt praktische Alltagstipps und bleibt auf einer verständlichen und überwiegend sehr sachlichen Ebene, was es zugänglich macht.
"Deutschland ist, bezogen auf die Allgemeinbildung zum Thema Rassismus, leider erst ganz am Anfang. Und das liegt nicht daran, dass dieses Wissen nicht vorhanden und verfügbar wäre." (229)
Abgesehen von dem Wissen, was jede:r in einer idealen Welt bereits hätte, bietet dieses Werk spezielle Schritte, die man als Eltern, Erzieher:innen und Lehrer:innen unternehmen kann, um das Gespräch zu beginnen. Damit wir aufhören, Rassismus schweigend hinzunehmen. Ein sehr gelungener Anfang!
Eine sehr gute und kompetente Einführung in das Thema, um mit Kindern über Rassismus zu sprechen. Es wird kaum wissen vorausgesetzt. Die ersten 106 Seiten sind eine konkrete intersektionale Einführung zum Thema Rassismus, die mit konkreten Situationen aus dem Alltag mit Kindern historische Bedingungen, notwendige Konzepte und Begriffe eingeführt. Die nächsten 110 Seiten haben dann sehr konkrete Hinweise für die Praxis. Es werden mögliche Gespräche und Situationen vorbereitet und Empfehlungen für die Medienauswahl gegeben. Das Buch ist hier auf angenehme Art in der Gegenwart angekommen und empfiehlt auch Hashtags und Benutzer im Internet als weiterführende Quellen zu nutzen. Die auf der Rückseite abgedruckte Empfehlung von Tupoka Ogette kann ich teilen (oft wird an der Stelle ja übertrieben):
>>Dieses Buch kommt wie gerufen für alle, die mit dafür Sorge tragen wollen, dass Kinder aktiv an einer gerechteren Welt für alle mitarbeiten können.<<
The titel of the book is great and also the first part talking about the history is very informative.
I was a bit disappointed that they did not do more out of the topic having the chance to talk about it. I did not like the tone how they were talking to me in the second part of the book. it seemed that they were talking to a 12 year old. In addition a lot of the second part of the book is just a list of books, toys, songs etc. which are not adequate anymore. It was not very intersting and of course when i read such a book or hear such a sing i realize that things are not ok.
The could have done so much more out of this big opportunity when they have people very interested in the topic reading their book.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Well written and helpful. First half of the book is a 101 on racism, identity, intersectionality etc. The second half contains tips on how to start conversations about racism with children of different ages, as well as media and toy recommendations.
Seit ich vor zwei Jahren angefangen habe, mich mit Anti-Rassismus zu beschäftigen, stand bei mir immer die Frage im Raum, wie man es Kindern so erklärt, dass sie es verinnerlichen. Daher war ich auf dieses Werk sehr gespannt.
Inhaltlich beginnt es mit allgemeinen Hintergründen zu Rassismus, wobei vor allem rassistische Worte erklärt werden und warum sie rassistisch sind. Danach wird kurz erläutert, wie Kinder sich generell entwickeln, wie und wann sie anfangen, Verhaltensweise aus ihrer Umwelt zu übernehmen und wozu sie dies tun. Es handelt sich dabei natürlich nur um einen kleinen Umriss und nicht um eine ausführliche Erklärung der Entwicklung von Sozialverhalten bei Kindern. Aber es hilft, wenn man - wie ich - noch gar keine Ahnung von dem Thema hat, die Grundlagen zu verstehen. Der Hauptteil dreht sich dann darum, wie Rassismus in einem Menschen entsteht, welchen Einfluss z.B. Medien haben und wie man als Elternteil damit umgehen kann, wenn das eigene Kind entweder von Rassismus betroffen ist oder aber sich rassistisch äußert/verhält. Zum Abschluss gibt es dann noch zahlreiche Empfehlungen für Bücher, Filme und Co., die Kindern Diversität und Toleranz nahebringen können.
Alles in Allem fand ich das Buch sehr informativ und dadurch, dass es die ganze Bandbreite von Rassismus abdeckt, kann es auch als Einstieg von Menschen gelesen werden, die sich damit bisher nicht oder kaum beschäftigt haben. Besonders gelungen fand ich dabei die Tipps im Umgang mit Kindern beschrieben, die sich tatsächlich so anhören, als wären sie für jeden Elternteil einfach umzusetzen. Natürlich setzt das auch voraus, das man selbst bereits Rassismus-kritisch ist und bereit, sich mit dem eigenen Rassismus zu beschäftigen.
Es gibt daher eine große Empfehlung von mir für alle, die ihre Kinder anti-rassistisch erziehen wollen, und eine Empfehlung für diejenigen, die eine leicht verständliche Einstiegslektüre in das Thema suchen.
Gib mir mal die Hautfarbe. Mit Kindern über Rassismus sprechen von Olaolu Fajembola und Tebogo Nimindé-Dundadengar ist ein Ratgeber für Eltern, Erzieher:innen und Lehrer:innen zum Thema Rassismus. Dabei werden viele verschiedene Bereiche abgedeckt und die Autorinnen sprechen auch über ihre eigenen Erfahrungen.
Dieses Buch steht schon seit der Erscheinung auf meiner Leseliste und endlich habe ich es lesen können. Das Buch ist sehr ansprechend gestaltet und deckt wirklich viele Bereiche ab. Besonders aufschlussreich sind die kleinen (oder manchmal auch großen) Infokästchen mit genaueren Definitionen. Das Glossar am Ende des Buches ist auch eine super Ergänzung und macht das Buch für mehr Menschen zugänglich. Die Checklisten und Übungen im Buch sind auch super, um zu reflektieren. Das Buch gibt wirklich tolle Anhaltspunkte, um Gespräche über Rassismus zu führen. Auch die vielen Tipps für diverses Spielzeug, diverse Bücher, Filme und Serien ist wunderbar.
Alles in allem ist dieses Buch ein wirklich toller Ratgeber mit vielen Tipps und Anhaltspunkten. Die Autorinnen haben sich sichtlich Mühe gegeben. Kann dieses Buch wirklich allen empfehlen.
Wissen eure Kinder, was Rassismus ist? Divers erziehen ist das eine – auf Missstände in der Gesellschaft, wie Rassismus und Diskriminierung, hinzuweisen und dem entgegenzutreten, ist das andere. Olaolu Fajembola und Tebogo Nimind��-Dundadengar haben deswegen ihr Buch „Gib mir mal die Hautfarbe – Mit Kindern über Rassismus sprechen“ geschrieben.
Zunächst gehen die beiden Autorinnen auf Begrifflichkeiten und die Geschichte ein. Dabei erklären sie, wie es zu Rassismus kommt, besprechen das Thema Kolonialismus und erklären, welche Begriffe und wie diese zu verwenden sind und warum andere Bezeichnungen abgelehnt werden.
Um die eigene Situation zu reflektieren, gibt es weitere Informationen und vor allem Übungen und Fragebögen. Basierend darauf, findet man dann einen Leitfaden, wie man ein Gespräch über Rassismus mit seinen Kindern führen kann und wie man deren Lebensumfeld divers und positiv gestalten kann.
Das Buch richtet sich natürlich an weiße Menschen, wie mich, aber – und das ist eine der großen Stärken - auch an Schwarze Eltern und Kinder. Viele Übungen und Informationen sind dazu zweigeteilt. Aber es lohnt sich, auch über den Tellerrand zu schauen und die Fragen auf der „anderen Seite“ zu lesen und so ein Gefühl für deren (Rassismus-) Erfahrungen zu erhalten.
Dieses Buch sollten alle Eltern, Lehrer:innen und Erzieher:innen lesen, denn es enthält sehr viele Informationen, Tipps und Anregungen, wie man Kinder und sich selbst feinfühlig für das Aufspüren und Vermeiden von Rassismus macht, gerade auch den Alltagsrassismus, den wir weiße Menschen oft unbeabsichtigt und unbemerkt begehen.
man lernt in diesem buch so viel neues auch wenn man sich schon intensiv mit dem thema rassismus auseinander gesetzt hat & ja es ist nicht nur auf kinder bezogen aber für erzieher*innen ist es sehr interessant
Egal wie viele Bücher ich über Rassismus lese, gewinne ich immer wieder neue Erkenntnisse und möchte diese so gerne bei mir und meiner Familie anwenden und diese an die nächste Generation weitergegeben. Ich hoffe sehr, es gelingt mir bei meinen Kindern.
10/10 Eine wunderbarer Ausgangspunkt für die antirassistische Reise. Ich denke, zu diesem Buch werde ich zurückkehren und es noch mal lesen. Nicht nur, aber auch für die Listen an empfohlenen Medien.
Ein tolles, einfühlsames Sachbuch zur aufgeklärten Erziehung von Kindern. Wie mit Kindern über Rassismus sprechen? Um handlungsfähig zu sein, erst die eigenen blinden Flecken ausräumen. Beides vereint dieses Buch ganz leicht.
Viele Informationen und Anregungen zu einer antirassistischen und diversitätssensiblen Erziehung, ein Must-Read für Eltern aber auch Menschen ohne Kinder!