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Das Spiel der Ketzerin

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Rheinland im 13. Als ihr Vater in Ungnade fällt, entgeht die Grafentochter Alida von Erkenwald nur knapp einem Mordanschlag und muss vor ihrem Widersacher fliehen. Sie versteckt sich bei Salomon ben Isaak, einem Juden aus Coellen, der sie zu ihrem Schutz als seine Tochter ausgibt und ihr verspricht, ihr bei der Rettung ihres Vaters zu helfen. Gemeinsam machen sie sich auf die Reise, doch ihre Verfolger sind ihr auf der Spur. Als Alida verbotene Gefühle für ihren Feind entwickelt, weiß sie nicht mehr, wem sie noch trauen kann...

479 pages, Paperback

Published June 22, 2021

3 people want to read

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Displaying 1 - 4 of 4 reviews
Profile Image for Tinstamp.
1,096 reviews
October 11, 2021
Von der Autorin Manuela Schörghofer habe ich bereits "Die Klosterbraut" und "Die Sündenbraut" gelesen. Vorallem ihr erster historischer Roman hat mir sehr gut gefallen.
Auch diesmal sind wir wieder im 13. Jahrhundert im Rheinland unterwegs. Es ist die Zeit der Zwiste und Kämpfe zwischen Grafschaften und Erzbischöfen, sowie territoralen Verändeurngen.

Alida von Erkenwald erlebt innerhalb weniger Stunden den Alptraum ihres Lebens. Ihr Vater Graf Eduard von Erkenwald, ist beim Kaiser in Ungnade gefallen und wurde gefangen genommen, ihre Zofe Liese ermordet, die mit ihr verwechselt wurde. Dahinter steckt Konrad von Westerburg, Ritter des Deutschordens, der den Besitz der von Erkenwalds an sich reißen möchte.
Alida gelingt die Flucht und sucht in Coellen beim jüdischen Kaufmann Soloman ben Issak Schutz. Ihr Vater hat ihm vor Jahren das Leben gerettet und Alida erhofft sich nun von ihm Hilfe. Er gibt Alida als seine Tochter aus, die als neue Identität den Namen Sara bat Salomon annimmt. Gemeinsam mit Mirjam, der fast gleichaltrigen Tochter von Salomon, brechen die drei auf, um zum Kaiser zu gelangen und bei ihm vorzusprechen. Doch die Verfolger von Konrad von Westerburg sind ihnen bereits auf den Fersen. Richard von Thurau, ein Ritter des deutschen Ordens, und Bertram von Leiningen, Sarjantbruder und Begleiter von Richard, treffen viel zu schnell auf die kleine Gruppe. Aber auch Alidas Verlobter Dankwart von Hemyberg ist bereits unterwegs seiner zukünftigen Frau beizustehen...

Abwechselnd wird aus der Sicht von Alida und Richard erzählt. Die Charaktere der beiden Hauptprotagonisten sind sehr lebendig und detailliert dargestellt, aber auch die Nebenfiguren werden sehr authentisch charakterisiert. Die Geschichte hat wieder Spannungspotential, jedoch war es mir diesmal zu viel Liebesgeplänkel. Im Gegensatz zu den beiden letzten historischen Romanen, wo das Klosterleben samt mörderischen Anschlägen oder das sehr interessante Thema der "Sündenesserinnen" aufgegriffen wurde, hat mich die eher "romantische Stimmung" weniger abgeholt. Ich suche in historischen Romanen eher Abenteuer, interessante historische Begebenheiten, die mir Neues erzählen und Spannung. Nur zu Beginn und am Ende hat mich diese richtig gepackt. Dazwischen hat mich die verbotene Liebe bzw. das Anschmachten eher gelangweilt. Ich bin da wohl weniger romantisch veranlagt ;)

Die Sprache ist der Zeit angepasst und man taucht perfekt in das 13. Jahrhundert ein. Das Leben der damaligen Zeit wurde von der Autorin wieder sehr bildhaft dargestellt und sehr gut recherchiert. Man erfährt einiges über jüdische Sitten und auch über die Verpflichtungen der Ritter des deutschen Ordens. Zusätzlich gibt Manuela Schörghofer Einblicke in das Innere der beiden Hauptprotagonisten. Vorallem Richards Kämpfe zwischen Pflichtbewusstsein und Gefühl sind deutlich spürbar. Er ist sehr pflichtbewusst und dem Orden treu ergeben. Alida ist eine sehr temperamentvolle und mutige junge Frau.

Am Beginn des Buches befindet sich eine Karte des Kölner Judenviertels, ein Personenverzeichnis, ein Glossar, eine Aufstellung von Orts- und Flussnamen damals und heute und noch weitere historische Begebenheiten. Am Ende befindet sich eine Karte von der Strecke zwischen Coellen und Worms. Der Verlag hat sich hier richtig Mühe gemacht. Auch das Cover ist wieder absolut gelungen.

Fazit:
Mir haben die beiden Vorgängerromane besser gefallen, da ich in historischen Romanen eher Spannung und gut recherchierte Historie bevorzuge. Letztere ist wieder top, aber der romantische Teil war mir einfach zu stark hervorgehoben. Deshalb gibt es von mir 3 1/2 Sterne für einen weiteren guten historischen Roman der Autorin.
Profile Image for Buchfreude.
82 reviews13 followers
August 19, 2021
Mittelalterliche Abenteuer erwarten einen im historischen Roman „Das Spiel der Ketzerin“ von Manuela Schörghofer. Alida von Erkenwald wechselt aus einer Laune heraus die Kleider mit ihrer Magd. Plötzlich erhält sie Besuch von Konrad von Westerburg, der kurz allein mit der vermeintlichen Grafentochter sprechen möchte. Alida, als Magd verkleidet, verlässt daraufhin das Zimmer und wird somit vom hinterhältigen Mord, welches an ihr ausgeübt werden sollte, verschont. Eilig macht sie sich auf die Flucht und findet beim jüdischen Kaufmann Salomon ben Isaak Zuflucht. Verkleidet als jüdische Kaufmannstochter macht sie sich mit ben Isaak und seiner Tochter Mirjam auf den Weg, um den Namen ihres Vaters beim Kaiser reinzuwaschen.

Das sind die wichtigsten Hintergrundinformationen, um die Geschichte zu verstehen. Auf dieser Reise kommt es zu einigen Hindernissen. Neben Lügen, Intrigen und Verrat bleibt die Liebe und Freundschaft im Roman nicht auf der Strecke. Vor allem der Deutschordensritter Richard von Thurau spielt eine wichtige Rolle. Zwischen Alida (verkleidet als Jüdin Sara) und Richard entwickelt sich eine besondere Bindung, die unmöglich erscheint. Als Deutschordensritter hat sich Richard der Enthaltsamkeit verpflichtet. Zudem ist „Sara“ als Jüdin keine geeignete Frau für einen Christen. Der Roman ist sehr stark auf diese Beziehungsentwicklung ausgelegt. Nebenbei geschehen einige abenteuerliche Ereignisse, die Spannung reinbringen. Vor allem das Ende hatte einen unerwarteten Plot Twist, den ich nicht kommen sah. Für Leser*innen, die gerne Literatur mit dem Setting im 13. Jahrhundert lesen und sich für zwischenmenschliche Beziehungen interessieren, ist „Das Spiel der Ketzerin“ eine klare Leseempfehlung.
Profile Image for Tauriel .
388 reviews5 followers
December 4, 2021
Alida auf der Flucht

Das Cover und der Klappentext haben mich neugierig auf diesen historischen Roman gemacht.
Eine Personenliste und ein Glossar findet sich zu Anfang des Buches, das finde ich persönlich immer sehr hilfreich. Auch die historischen und mir zum Teil unbekannten Orte werden hier in die heutige Sprache übersetzt und sind mir dadurch nicht mehr fremd.
Durch den flüssigen und klaren Schreibstil der Autorin bin ich sehr schnell in diese Geschichte gestartet.
Dieser Roman spielt zur Zeit um 1234 als Friedrich der II .von Hohenstaufen, Kaiser des Heiligen Römischen Reiches war.
Da die Autorin aus dem Rheinland stammt, hat sie das Geschehen hier angesiedelt.
Es handelt sich bei den Protagonisten um die Grafentochter Alida von Erkenwald und dem deutschen Ordensritter Richard von Thurau.
Alida befindet sich in Lebensgefahr und
reist durch das mittelalterliche Rheinland. Getrieben von ihrer erlebten Ungerechtigkeit erbittet sie Unterstützung von Salomon Ben Isaak, einem befreundeten jüdischen Kaufmann. Mit seiner Hilfe erhofft sich Alida ihren Vater beim Kaiser zu rehabilitieren.
Ihr Verfolger ist Richard von Thurau. Der wird vom Komtur Konrad von Westerburg auf Alidas Spur gesetzt. Der Komtur hält große Stücke auf Richards Loyalität und Unbestechlichkeit.
Als Alida und Richard aufeinander treffen,sprühen Funken und die Dialoge zwischen den beiden wird für mich zum Highlight in diesem Roman.
Leider haben Alida und Richard nicht mit ihren Gefühlen zueinander gerechnet. Doch ein Ordensmann und eine Jüdin sind nur Äußerlichkeiten, die sie zu trennen scheinen.
Alida tritt selbstbewusst und mutig auf und gibt selbst in ihrer ausweglosen Situation nicht auf. Richard, gradlinig und treu, findet selbst erst einmal keine Lösung .
Die Spannung steigt bis zum Ende stetig an und ich bin durch Alidas Schicksal betroffen. Hat dieser Roman ein gutes Ende? Lest selbst und lässt Euch überraschen.
Ich habe mich von der Autorin gut unterhalten gefühlt und kann diesen historischen Roman nur empfehlen.

Profile Image for Jenny Ullrich.
76 reviews19 followers
October 26, 2021
Spannender historischer Liebesroman, wobei die Liebesgeschichte doch eher nebensächlich ist. Die Protagonistin ist vorlaut und mutig, ihr männliches Gegenstück manchmal zum an die Wand klatschen. Doch die Chemie zwischen den beiden stimmt und die ganze Geschichte voller Intrigen und Verrat hat mir gut gefallen.
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