In Hasenclevers Typendrama verweigert sich ein 20jähriger Sohn den Anforderungen seines Vaters und fällt absichtlich durch die Matura-Prüfung. Problematischerweise setzt er sich damit auf unbestimmte Zeit in der väterlichen Einflusssphäre fest. Ein zutiefst ambivalenter und ödipal gefärbter Machtkampf beginnt, an dessen Ende sich Vater und Sohn mit Hundepeitsche und geladener Pistole gegenüberstehen werden. Dramen sind eigentlich nicht mein Metier, aber dieses hier liebe ich - zumal es sich weniger ernst nimmt, als auf den ersten Blick angenommen werden kann. Empfehlung für alle, die mit Vater-Sohn-Konflikten und expressionistischen Schreibweisen etwas anfangen können.
Boah, qué divertido. Gracias a dios no leí esto a mis 17 años
Soy honesto, no sé si la comedia (la ironía) es involuntaria o no JAJAJA el expresionismo siempre me parece telenovelas mexicanas escritas en alemán: superpatéticas, superfreudianas, superoscuras, a tal grado que se vuelve cómico. Claro que uno lo puede decir a un siglo de distancia y, como dijo Jarvis Cocker, ya que "irony is dead".
También me impresiona la cantidad de simbolismos que pudo ocupar sin concretar ninguna posición política o religiosa: cuales eran esas intenciones queda por completo a la interpretación: uno puede imaginar, siempre a ratos, una conspiración marxista, una chamaco influído por el liberalismo, etc. Eso sí, parece ser que en la revolución de Hasenclever la policía solo cambia de jefe (históricamente, no dijo mentiras).
¿Qué más? La obra tiene un narcisismo que te cagas, un conflicto generacional (y masculino) más que evidente, y una posición muy contradictoria sobre las mujeres.
En general me gustó, es entretenida, en mi lectura es además divertida, el conflicto generacional es de mis temas prediletos. Todo bien pues. No recomendaría lecturas literales, sólo juguetonas.
Der Sohn ist eines der bedeutendsten Dramen für die Entwicklung der expressionistischen Literatur, insbesondere des Dramas. Der junge Walter Hasenclever (bei der Abfassung 1914 war er 24) zeigt sich hier als keineswegens glühender Verfechter fester Überzeugungen, er zweifelte und schwankte und das schlägt sich auch im Drama nieder. So neigt er z.B., nachdem Kurt Hiller ihn ab dem Schreiben des III. Aktes stark beeinflusste, zum Aktivismus, lässt aber doch immer wieder Vorbehalte dagegen erkennen. Mit den Figuren "Der Sohn" und "Der Vater" scheint er die expressionistische Typisierung zu vollziehen, aber schon mit der Gegenüberstellung des Kommisars im 5. Akt fällt zumindest die Typisierung des Vaters in sich zusammen. Diese Phänomene machen das Drama sehr interessant, es gibt tiefen Einblick in die Dynamik des Expressionismus oder besser: in die Bewegung der im expressionistischen Jarhzehnt umherschwirrenden Ideen und Überzeugungen, wie sie sich kreuzten und auseinandergingen, wie man sie akzeptierte und doch wieder verwarf.
Warum die Figuren manchmal komplett zusammenhangslose miteinander sprechen, ist mir leider nicht klar geworden. Ich fand das Thema und die Ereignisse großteils interessant und spannend, aber die gestellte, inkonsistente Art und Weise der Figuren hat mich in den Wahnsinn getrieben (sehr prävalent bis Akt 3). Ständig suchte ich nach einem Interpretationsgrund, aber vielleicht ist die Antwort einfach, dass der Autor 24 Jahre war und sich sehr unentschlossen fühlte (Quelle: Wikipedia). Ich lasse mich gerne eines besseren belehren.
As an opener to the Expressionist theatre, Hasenclever's The Son is a rather extraordinary document, seeming to demand Expressionist acting styles before they were widespread. His play is an Ibsenian, Strindbergian riff, but it also feels deeply influenced by the French Symbolists. I have read it three or four times now, and at this point I think it's pretty great.
Ein Drama über ein Thema, das mich schon immer anspricht. Probleme der Adoleszenz werden hier in expressionistischer Art bis zu einer Übersteigerung getrieben, die schon hier und da bis in die Ironie reicht. Die Atmosphäre ist passenderweise konstant feierlich und verheißungsvoll und das Stück hat teilweise Anklänge an Schiller und Goethe.