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Das Kreuz des Pilgers

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Koblenz, 1379: Als die junge Grafentochter Reinhild von Wegelagerern übermannt wird, wähnt sie sich dem Tode nah. Zum Glück kommen ihr der Pilger Palmiro und sein Weggefährte Conlin zu Hilfe, bringen die Übeltäter zur Strecke und retten Reinhild. Für ihren Mann kommt die Rettung allerdings zu spät. Auf ihrem Weg zurück in die Heimat begleiten Conlin und Palmiro die junge Frau. Nur langsam erholt sie sich von den schrecklichen Ereignissen, und doch entwickelt sie zarte Gefühle für Conlin. Dabei weiß sie genau, dass ihr Vater eine solche Verbindung niemals gutheißen würde. Und damit nicht genug, führt Palmiro einen Schatz mit sich, der sie alle erneut in Gefahr bringen kann.

432 pages, Paperback

Published August 24, 2021

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About the author

Petra Schier

119 books44 followers
Schier studierte Geschichte und Literatur an der Fernuniversität Hagen und arbeitet seit 2003 als freie Lektorin und Autorin. Neben Kurzgeschichten und Einzelromanen veröffentlichte sie Hörbücher für Kinder sowie zwei historische Reihen; jedes Jahr veröffentlicht Schier zudem einen Weihnachtsroman, in dem jeweils ein anderer Hund involviert ist. Unter dem Pseudonym Mila Roth veröffentlicht die Autorin zum Teil verlagsunabhängig verschiedene Buchserien.
Sie lebt mit ihrem Mann und einem Deutschen Schäferhund in der Eifel.

Impressum: http://www.petra-schier.de/rechtliche...

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Displaying 1 - 29 of 29 reviews
219 reviews1 follower
June 19, 2022
Wieder hat mich die Geschichte gefangen genommen und überrascht. Jetzt warte ich auf den 2. Teil.........
Profile Image for Tiaras Bücherzimmer.
329 reviews5 followers
August 27, 2021
"Das Kreuz des Pilgers" ist der Auftakt einer neuen Trilogie, mit der Petra Schier an ihre Kreuz- Trilogie anknüpft, die ich bereits mit großer Begeisterung gelesen habe.
Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass Palmino, den ich schon in der Bastardtochter liebgewonnen habe, hier neben Conlin und Reinhild die Hauptrolle spielt. Inzwischen ist er erwachsen und ich mag es sehr, alte Bekannte wieder zu treffen um zu sehen, was aus ihnen geworden ist. Aber nicht nur Palmino, sondern auch noch einige andere Charaktere sind mir hier wieder begegnet. Lasst euch einfach überraschen.
Mir ist der Schreibstil der Autorin ja bereits bestens bekannt, daher war ich auch von Anfang an in der Geschichte drin und und fühlte mich sofort wieder in die damalige Zeit hineinversetzt.
Um die drei Hauptpersonen ranken sich ja verschiedene Geheimnisse, die Petra Schier sehr spannend, aber auch mit Humor erzählt. Wie immer in ihren historischen Romanen, fand ich auch hier alle anderen Protagonisten sehr lebendig gestaltet und auch die, die mir unsympathisch sind, wie Conlins Bruder Oswald, geben der Geschichte die richtige Würze. Und sehr amüsieren konnte ich mich über Minta.
Natürlich wird im ersten Band nicht alles aufgeklärt, wofür die Autorin sich auch entschuldigt. Aber ich finde, das erhöht nur die Vorfreude auf die Fortsetzung.
Auf diese Trilogie habe ich mich ganz besonders gefreut, denn Petra Schier hat dazu auf Youtube und abwechselnd auf ihrem Blog ein Schreibtagebuch hochgeladen, was ich mit großem Interesse verfolgt habe. Hier erklärt sie Schritt für Schritt, wie ihr neuer Roman entstanden ist und ich war natürlich auf das Ergebnis sehr gespannt.
Fazit: Ein sehr gelungener Auftakt, mit bereits bekannten und neuen Protagonisten und einer tollen Handlung über Reliquien, Glauben und Verrat.
Sehr gerne vergebe ich 5/5 Sterne, mit einer Lese- und Schreibtagebuchempfehlung.
Profile Image for Sabine.
771 reviews20 followers
September 4, 2021
Ich habe schon einige Bücher der Autorin gelesen und weiß, dass sie fesselnd und packend schreiben und mich in andere Welten entführen kann. Mit diesem Auftaktband ihrer neuen Reihe hatte ich aber leider so meine Probleme und hatte große Probleme, in die Geschichte reinzufinden und min ihr treiben zu lassen.

Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Reinhild, Palmiro und Conlin, drei ganz unterschiedliche Charaktere, die sich schon seit Kindertagen kennen und gerade von einer langen Pilgerreise in ihre Heimat nach Koblenz zurückgekehrt sind. Reinhild ist eine junge Witwe, die noch nicht so recht weiß, wie sie ihr Leben mit ihrem Sohn Hannes nun weiter gestalten soll. Palmiro dagegen baut ein Kontor und versucht sich als Händler. Er hat von der Pilgerreise ein wertvolles Kreuz mitgebracht, das er wie seinen Augapfel hütet – nicht nur, weil es als wertvolle Reliquie gilt, sondern auch, weil es besondere Fähigkeiten zu haben scheint und die echte Seele eines Menschen erkennen können soll. Conlin muss sich nach seiner Heimkehr erst mal um seine Familie kümmern – sein Bruder Oswald galt immer schon als jähzornig, jetzt aber ist er zunehmend gewalttätig und landet immer häufiger im Kerker. Conlin muss sich überlegen, wie er seine Familie nun ernähren soll und wie er Oswald zur Vernunft bringen kann.

Der Einstieg in die Geschichte ist mir gut gelungen, denn es beginnt spannend direkt mit einem Überfall auf die Reisenden. Dann jedoch folgt ein langer Abschnitt, in dem die verschiedenen Figuren eingeführt werden und in dem sonst leider nicht viel passiert. Es sind viele Charaktere, die in der Geschichte auftauchen, aber sie wurden gut eingeführt, so dass ich alle gut einordnen konnte. Und wenn man doch mal den Überblick verloren hat, hilft das vorangestellte Personenverzeichnis schnell. Leider aber dauert diese für mich langatmige Phase fast die ganze erste Hälfte des Buches, und ich war weder gefesselt noch sonst irgendwie gepackt, so dass ich mich schon fast zwingen musste weiterzulesen. Ab der Mitte dann wird es aber wieder spannender. Das geheimnisvolle Kreuz nimmt eine immer größere Rolle ein, es summt und sirrt zunehmend, und es gibt immer wieder brenzlige Situationen, Gefahren, aber auch Intrigen und Geheimnisse. Aber auch Liebe und Freundschaft kommen nicht zu kurz – und beides vielleicht in einer Art, die man sonst in historischen Romanen selten findet.

Obwohl die Charaktere gut eingeführt wurden, fühlte ich mich ihnen irgendwie nicht verbunden. Ich kann nicht mal sagen, dass sie nur gut oder nur schlecht waren, denn die meisten haben tatsächlich einige Macken, die sie sehr besonders machen, trotzdem ist mir keiner von ihnen richtig nahe gewesen. Reinhild hat ein großes und gutes Herz und scheut sich auch nicht, anderen ihre Hilfe anzubieten. Conlin ist ein richtiger Kauz, der mich mit seinem verletzten Ehrgefühl manchmal etwas genervt hat, der aber dennoch auch liebenswerte Züge besitzt. Palmino wirkt zunächst sehr großherzig und liebevoll, aber auch er hat Geheimnisse, die ich jetzt natürlich nicht verraten werde.

Der Schreibstil ist leicht und locker und wird einem historischen Roman trotzdem gerecht. Gefallen hat mir auch, dass die Autorin den Leser auch in meine Wahlheimat Köln und nach Aachen entführt, nur hat mir ein wenig Atmosphäre in der Geschichte gefehlt. Auch der Spannungsbogen ist sehr flach, in der ersten Hälfte nahezu nicht vorhanden, in der zweiten dann zwar spürbar, aber auch nicht übermäßig. Da dies der erste Band einer Reihe ist, habe ich natürlich nicht erwartet, dass alle Rätsel aufgelöst werden und dafür „entschuldigt“ sich die Autorin dann auch im Nachwort, trotzdem wirkt das Ende des Buches wie abgebrochen und abgeschnitten.

Was mir gar nicht gefallen hat, sind die vielen magischen Anteile – auch dazu erklärt die Autorin im Nachwort, dass Aberglaube für die Menschen damals ein großes Thema war, trotzdem ist es mir zu mystisch gewesen und dem sirrenden Kreuz wurde mir zu viel Bedeutung gegeben.

Leider hat mich die Autorin diesmal nicht fesseln können, obwohl die Geschichte spannende Themen aufgreift, die ich bisher nur in wenigen historischen Romanen gefunden habe. Die Einführung der Charaktere war mir zu langatmig und auch danach wurde es nur selten spannend. Ich gebe dem Buch daher 3 von 5 Sternen.

Mein Fazit
Ich mag die Bücher von Petra Schier meist sehr gerne, dieses hier fand ich aber gerade in der ersten Hälfte sehr langatmig. Dabei werden spannende Themen aufgegriffen, die sonst in historischen Romanen nicht so häufig zu finden sind, man sollte aber wissen, dass es diesmal magisch und auch ein bisschen fantastisch wird, was dem damals herrschenden Aberglauben geschuldet ist. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und leicht zu lesen. Trotzdem hat mich das Buch nicht richtig fesseln können, so dass ich 3 von 5 Sternen vergebe.
Profile Image for Petra.
341 reviews1 follower
September 6, 2021
1379: Palmiro Bongert war mit seinem Freund Conlin von Langenreth im Heiligen Land. Auf dem Rückweg nach Koblenz treffen sie auf eine Handelskarawane von Palmiros Verwandten, Reinhild von Winneburg-Manten und ihrem Ehemann Gottfried. Bei einem Überfall stirbt Gottfried. Gut, dass Reinhild Familie und Freunde hat, auf die sie sich verlassen kann, aber irgendwann wird sie vielleicht wieder einen Ehemann an ihrer Seite benötigen.

Palmiro möchte sein eigenes Handelskontor aufbauen. Eigentlich sollte Gottfried sein Partner sein, nun steht auch er alleine. Auch Conlin hat es nicht einfach, er hat große Probleme mit seiner Familie und wird wohl seine Zukunftsvorstellungen ändern müssen.

Wer die Kreuztrilogie der Autorin kennt, wird hier viele bekannte Charaktere wiedertreffen, denn der Roman ist eine Fortsetzung. Die damaligen Protagonisten treten in den Hintergrund, sind aber immer noch aktiv. Aber nicht nur mit Charakteren aus der Kreuztrilogie gibt es Wiedersehen, in Köln treffen wir zusammen mit Conlin u. a. eine beliebte Protagonistin als Kind. Ich liebe solche Querverbindungen und hatte großen Spaß daran.

Auch die neuen Charaktere gefallen mir gut, Petra Schier hat sowieso ein Händchen dafür, diese tiefgehend zu zeichnen. Mein Lieblingscharakter hier ist Palmiro, der ein Geheimnis in sich trägt, aber allgemein sehr offen ist. Er vertraut auf seine besondere Gabe, und ist dadurch ein sehr liebenswerter Mann. Sein Geheimnis ist etwas, was man in historischen Romanen eher selten findet, aber die Autorin hat auch hier die richtigen Worte gefunden. Das Wort „Gabe“ verrät zudem eine weitere Besonderheit, es schwebt ein Hauch Mystik durch den Roman, wie man es auch aus der Kreuztrilogie bereits kennt. Im Nachwort kann man Petra Schiers Meinung dazu lesen. Ich selbst finde diesen Hauch Mystik auch durchaus passend zu einem Roman dieser Zeit, in dem die Menschen noch anders glauben als wir heutzutage.

Neben den Charakterzeichnungen sind auch die Dialoge sehr gelungen, und bringen einen durchaus zum Nachdenken. Vor allem Palmiro gibt einige schlaue und nachdenkenswerte Dinge von sich. Er hat zudem etwas aus dem Heiligen Land mitgebracht, das ihn in Gefahr bringen könnte – das bringt Spannung ins Spiel, aber auch einen Charakter, der sehr ambivalent ist, und sicher noch ein Paar Überraschungen in den weiteren Bänden liefert.

„Das Kreuz des Pilgers“ ist nämlich der Beginn einer neuen Trilogie, so bleibt das Ende offen, ja, es gibt auch den einen oder anderen Cliffhanger – leider muss man nun erst einmal wieder auf die Fortsetzung warten.

Petra Schiers neuer historischer Roman, der gleichzeitig der Start in eine neue Trilogie ist, hat mir wieder sehr gut gefallen. Man trifft alte Bekannte, aber auch interessante neue Charaktere, man erlebt spannende Lesestunden, erhält aber auch nachdenkenswertes und einen gut recherchierten Roman. Ich vergebe sehr gerne volle Punktzahl und eine Leseempfehlung für alle Fans historischer Romane.
Profile Image for Uwe Tächl.
341 reviews8 followers
September 21, 2021
Jeder hat sein Kreuz zu tragen im späten Mittelalter

Wenn die Autorin im Nachwort schon darum bittet, dass die Leser ihr nicht wegen der offenen Handlungsfäden und dem sich daraus ergebenden Cliffhanger erzürnen sollen, so beweist sie ein ziemlich gutes Gespür dafür, wie man sich am Ende des ersten Bandes der Pilger-Trilogie fühlen wird. Mir ist es zumindest so gegangen, ich hätte noch Stunden lang weiterlesen können, doch nun ist erst einmal Warten auf Band 2 angesagt.

Diejenigen, die schon den einen oder anderen Roman von Petra Schier gelesen haben, wissen, dass ihr Schreibstil sehr angenehm ist, ihre Charaktere lebensnah sind und einem schnell ans Herz wachsen, die beschriebenen Orte historisch korrekt dargestellt werden und ihre Geschichten reichlich Überraschungen aufweisen. Dies ist natürlich auch in Das Kreuz des Pilgers der Fall, trotzdem gibt es viele neue Ideen, die mir sehr gut gefallen haben und mich tief in die Geschichte um Reinhild, Conlin und Palmiro hineingezogen haben.

Die drei Hauptcharaktere strotzen nur so vor Geheimnissen, denen man langsam auf die Spur kommt. Neben dem Kreuz, dass schon in anderen Büchern eine wichtige Rolle spielte, tauchen auch einige altbekannte Charaktere wieder auf und haben bei mir für begeisterndes Schmunzeln gesorgt.

Die Geschichte spielt diesmal im Jahr 1379 in Koblenz. Reinhild verliert ihren Mann bei einem Raubüberfall und findet Trost bei ihren guten Freunden und der Familie. Die drei Hauptcharaktere sind völlig unterschiedlich und trotzdem vereint darin, dass sie gemeinsam aufgewachsen sind. Alle drei stehen an Wendepunkten in ihren Leben, die sie zu neuen Herausforderungen führen, die wohl nur gemeinsam zu meistern sind.

Natürlich gibt es noch zahlreiche Nebenfiguren, die ebenfalls durch die Bank weg klasse sind. Selbst Oswald, Conlins Bruder macht das, was er macht, so hervorragend, dass er einfach in jedem die von der Autorin gewünschten Gefühle auslösen wird.

Der Klappentext lässt vermuten, dass sich die Handlung nur um Reinhild dreht, doch für mich ist eher Palmiro Zentrum der Geschichte. Er scharrt ein paar besondere Gestalten um sich, von denen ich nur Mathys le Smithy, Nilda und Minta erwähnen möchte. Er hält die Handlung zusammen, ist Träger des Kreuzes und scheint auch die meisten Geheimnisse zu haben.

Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie es weitergehen wird, habe das Buch verschlungen, wie es mir bisher bei jedem Roman der Autorin ergangen ist, und kann die Geschichte um das Kreuz des Pilgers nur jedem empfehlen, der gerne gute Bücher liest. Es geht um Liebe, Verrat, Glauben, Familie und vieles mehr und ich könnte noch so viel verraten, doch das hieße ja Spielverderber zu sein. Man möge mir einfach glauben, dass es sich lohnt, bei den Bewohnern des mittelalterlichen Koblenz vorbeizuschauen.
Profile Image for Elke Sonne.
525 reviews
September 4, 2021
Gelungener Trilogieauftakt

„Das Kreuz des Pilgers“ ist der erste Band der Pilger-Reihe der Autorin Petra Schier.

Die Handlung beginnt im Juni im Jahre 1379 und Reinhild von Winneburg-Manten möchte mit ihrem Mann Gottfried gemeinsam mit einer Gruppe aus Pilgern und Kaufleuten aus der Schweiz in ihre Heimatstadt Koblenz zurückkehren. Mit dabei sind auch ihre beiden Freunde Palmiro und Conlin, die sie seit Kindertagen kennt. Während ihrer Reise sind sie an ein silbernes Kreuz gelangt, das den Menschen in die Seele blicken und Gutes und Böses unterscheiden kann. Bei einem Überfall auf die Reisegruppe kommt Gottfried ums Leben und nun muss Reinhild allein für ihren fünfjährigen Sohn Hannes und sich sorgen.

Der Einstieg in die Geschichte war sehr angenehm. Bereits nach wenigen Seiten habe ich mich zeitlich zurückversetzt gefühlt und konnte mir das Leben der Menschen gut vorstellen. Der Schreibstil von Petra Schier ist unkompliziert und flüssig zu lesen. Die Dialoge machen alles sehr lebendig und auch authentisch. Der Zeitgeist wird hier gut eingefangen und ich konnte durch die detaillierten Beschreibungen der Schauplätze direkt in die Örtlichkeiten des 14. Jahrhunderts eintauchen.

In der Geschichte findet man immer wieder Querverweise zu anderen Romanen der Autorin und mir hat es gut gefallen diese hier, wenn auch nur als Nebencharaktere, anzutreffen.

Zu Beginn des Buches findet man eine Karte der Umgebung, durch die man sich sehr gut orientieren kann und so weiß man, wo sich alles abspielt.

Auch das vorgestellte Personenverzeichnis fand ich sehr hilfreich, da man sich so einen guten Überblick über die zahlreichen Charaktere verschaffen kann und den Überblick behält wer zu wem in welchem Verhältnis steht. Durch die detaillierten Beschreibungen, konnte ich mir von jeder Person ein gutes Bild machen.

Von mir gibt es eine uneingeschränkte Leseempfehlung für Leser, die gut recherchierte Romane mit Spannung und interessanten historischen Hintergründen mögen.
1,409 reviews7 followers
August 24, 2021
Grandioser Auftakt der Pilger Trilogie

Koblenz im Jahre 1379.
Die Grafentochter Reinhild wird von Wegelagerern überfallen.
Sie sieht schon den nahen Tod vor Augen doch zum Glück kommen die Pilger Palmiro und Conlin ihr zur Hilfe.
Reinhild wird gerettet doch für ihren Mann kommt die Hilfe zu spät.
Reinhild leidet sehr unter dem Tod ihres Mannes doch sie hat auch Gefühle für Conlin.
Vor ihnen liegt ein Weg der weitere Gefahren birgt.

„Das Kreuz des Pilgers“ ist der Auftakt der Pilger-Trilogie von Petra Schier.
Mit diesem Buch knüpft die Autorin an ihre Kreuz-Trilogie an die ich leider noch nicht gelesen habe.

Wieder einmal bin ich unsagbar dankbar für das Personenverzeichnis, das am Anfang des Buches steht.
Die vielen Personen haben mich zu Beginn etwas erschreckt, doch Dank des Verzeichnisses kann man sie schnell zuordnen und findet sich in der Geschichte zurecht.
So bin ich auch gut in das Buch hineingekommen, nach einigen Seiten hat mich die Geschichte völlig in ihren Bann gezogen. Ich konnte das Buch zeitweise nicht aus der Hand legen.

Reinhild war mir auf Anhieb sympathisch auch Palmiro und Conlin haben schnell meine Sympathie erobert.
Viele Geheimnisse umgeben sie und es macht Freude sie nach und nach zu entblättern.
Auch die ganzen anderen Charaktere und davon gibt es ja reichlich, sind gut konzipiert und richtig lebendig in Szene gesetzt.

Petra Schier erzählt ihre Geschichte spannend und unterhaltsam. Ihr Schreibstil ist sehr schön zu lesen.
Die Zeit der Handlung wird gut beschrieben. Ich habe mich richtig in die Zeit hineinversetzten können.

Das Buch endet mit mehreren offenen Handlungssträngen und die Autorin bittet im Nachwort dafür um Verständnis.
Petra Schier macht es spannend und ich warte jetzt schon gespannt auf den 2. Band.
406 reviews1 follower
September 2, 2021
+ + 1379, Koblenz - - eine schöne und kurzweilige Zeitreise [Band 1 - Pilger-Trilogie]

Ich habe die "Lombarden-Reihe" mit viel Freude angehört und deshalb war ich auf das neueste Werk der Autorin sehr neugierig.

Bei diesem Band handelt es sich um den Auftakt in eine Trilogie, in der Figuren aus einer früheren Reihe ( Kreuz-Trilogie) neue Herausforderungen bestreiten müssen. Wer die Kreuz-Trilogie kennt, wird hier alten Bekannten begegnen. Ich bin ohne Vorkenntnisse eingestiegen und bin mit den Figuren gut zurecht gekommen.

Es gibt 3 Hauptfiguren. Einen Kaufmannssohn, der im Visier der Inquisition steht, eine junge Witwe, die mehr als ein Geheimnis hütet und einen Grafensohn, der von seinem Vater verstoßen wurde. Diese 3 Figuren sind schon seit ihrer Kindheit befreundet und das Schicksal stellt ihnen hier in diesem Band neue Aufgaben.

Ein sehr wichtiges Element der Handlung ist eine Reliquie, die ihrem Träger einiges abverlangt. Nur wer ein reines Herz hat, kann das Kreuz tragen und mit seiner Hilfe zwischen Gut und Böse unterscheiden. Das hat mir sehr gut gefallen und ich fand das auch sehr gut in die Handlung eingebunden.

Besonders gut gefallen haben mir die Beschreibungen und Erklärungen zu den 'Problemen' die der niedere Adel zur damaligen Zeit hatte. Finanznöte und Verpflichtungen haben manche Familie sehr belastet.

Das Buch endet mit einigen offenen Fragen und macht dadurch natürlich neugierig auf die Fortsetzung, die ich auf jeden Fall lesen werde.
Profile Image for Tanja Jahnke.
109 reviews4 followers
September 3, 2021
Spannung, Geheimnisse und ungeahnte Verwicklungen.
Und ein Cliffhanger der Superlative... Voll fies.
Profile Image for James Eliza.
71 reviews
February 28, 2022
Der Auftakt zu der neuen Saga von Petra Schier konnte mich wie gewohnt überzeugen. Die Autorin ist für mich einfach ein Garant für gute solide historische Unterhaltung.

Das Cover ist sehr schön gestaltet und gefällt mir ausgesprochen gut. Diesmal ist Gott sei Dank nicht der klassische Frauenkörper auf dem Cover abgebildet, sondern Ornamente, eine Kreuzanhänger, wie man ihr am Ketten kennt und eine Darstellung aus dem Minnesang. Es zeigt Bernger von Horheim, ein Vertreter des rheinischen Minnesangs Ende des 12. Jahrhunderts aus dem Codex Manesse.

Der Klappentext fasst kurz und prägnant zusammen, um was es in der Geschichte geht. Wobei er einige wesentliche Aspekte unberücksichtigt lässt.

Der Roman beginnt im Jahr 1379, zentraler Handlungsort ist Koblenz. Aber der Leser begleitet die Figuren auch auf Reisen und macht somit Halt in Köln und Aachen. In dem Roman geht es um den Handel und alle damit verwobenen Ereignisse in der Stadt Koblenz. Aber auch die Familienbande kommen nicht zu kurz, ebenso die Intrigen und die Heiratspolitik. Im Zentrum der Geschichte steht, wie der Titel schon verrät das Kreuz des Pilgers, welches drei Familie auf unwiederbringliche Weise miteinander verbindet. Kette, Rahmen und Kreuz bilden eine Einheit, der Glaube an das Kreuz lässt den oder die Träger über sich hinauswachsen. Und wie ein Sprichwort so schön sagt: „Glaube kann Berge versetzen.“. In diesem Roman ist es Palmiro der das Kreuz trägt, er hat den „siebten Sinn“ oder wie man heute sagen würde, er ist hochsensibel. Er nimmt Dinge wahr, die für andere nicht ersichtlich sind. Er ist dabei sich ein Handelsgeschäft aufzubauen, ebenso sein Freund Conlin. Conlin hat es aber wesentlich schwerer, denn er muss auch immer wieder seinem Bruder Oswald aus der Patsche helfen. Oswald ist eine tragische Figur, er meint er sein von bösen Geistern besessen, heute würde man sagen er leidet unter Schizophrenie. Reinhild hat Ihren Mann verloren und ist die dritte im Bunde, die mit dem Kreuz in Verbindung steht. Sie versucht das Erbe ihres Mannes für ihren Sohn zu retten und denkt deshalb kurz nach dem Tod ihres Mannes wieder über eine neue Ehe nach. Conlin und auch Palmiro kennt sie seit vielen Jahren, die drei sind zusammen aufgewachsen und stehen so einander in diesen Zeiten bei.

Als bedeutsame Nebenfiguren sind zum einem Mathys le Smithy, der englische Handelsgehilfe zu nennen, oder auch Reinhilds Schwester Mariana oder die Küchenmagd Minta und die Kinderhure Nilda.

Der Roman baut die Spannung durch das Schicksal der einzelnen Figuren auf. Er wird chronologisch erzählt und ist somit für den Leser gut nachvollziehbar. Man merkt dem Roman deutlich an, dass die Autorin gut recherchiert hat und sich in der Welt des Mittelalters gut auskennt. Die Gepflogenheiten und Bräuche werden sehr gut dargestellt, auch wenn wir sie heute als etwas seltsam abtun.

Der Roman hat sehr viele auftretende Figuren, dies ist man von Petra Schiers Bücher bisher so nicht gewohnt und kann vielleicht zu anfänglichen Problemen beim Lesen führen. Mir persönlich ging es nicht so, ich konnte die Personen gut zuordnen und kam auch mit den verwandtschaftlichen Verhältnissen gut klar.

Der Schreibstil ist wie immer bei Petra Schier gut und flüssig lesbar, die Dialoge tragen zu einem hohen Lesefluss bei. Besonders einige Passagen mit einer ordentlichen Prise Humor sorgen für kleine Schmankerl zwischendurch.

Das Wiedersehen mit einigen Figuren aus älteren Romanen der Autorin hat viel Spaß gemacht. Zu weil hatte ich aber ein wenig das Gefühl, der Roman sei arg konstruiert.

Der Auftakt zur neuen Saga von Petra Schier ist ohne Zweifel lesenswert, auch wenn die Autorin vom Stil her nicht an ihre vergangenen Bücher anknüpft.

Vielen herzlichen Dank an HarperCollins und Petra Schier für die Bereitstellung des Rezensions- und Leseexemplars.
Profile Image for Meggies Fussnoten.
946 reviews12 followers
October 9, 2021
1379: Reinhild reist zusammen mit ihrem Gemahl Gottfried in einer Handelskarawane ins heimische Koblenz. Bei einem Überfall stirbt Gottfried jedoch und Reinhild kehrt als Witwe zurück. Sie muss sich nun alleine zurechtfinden, unterstützt von Palmiro, dem besten Freund von Gottfried und Reinhild. Doch weiß Reinhild, dass sie sich wieder verheiraten muss, um für sich und ihren Sohn die Zukunft zu sichern. Die Verbindung, die sie jedoch eingehen möchte, wird vielen ein Dorn im Auge sein.

Diesmal hat es mich besonders gefreut, ein Buch aus der Feder der Autorin zu lesen, da wir uns nach Koblenz begeben, der Stadt, in der ich geboren wurde. Zwar habe ich dort nicht lange gewohnt, doch verbinde ich viel mit der Stadt.

Und so reisen wir am Anfang mit Reinhild, ihrem Mann Gottfried und deren Freunden Palmiro und Conlin nach Koblenz zurück. Unterwegs stirbt jedoch Gottfried bei einem Überfall auf die Karawane. Nicht nur Reinhild verliert ihren Ehemann, auch Palmiro seinen besten Freund. Die Trauer ist groß, doch auch ihrem Sohn zuliebe, muss Reinhild sich für die Zukunft zurechtfinden.

Palmiro, der von seiner Reise mehr mit nach Hause bringt, als nur Handelswaren, muss ebenfalls mit seiner Trauer fertig werden. So stürzt er sich in seine Arbeit. Unterstützt wird er dabei auch von einem ganz besonderen Mitbringsel: ein silbernes Kreuz aus dem Schatz der Templer. Dieses Kreuz ist etwas besonderes, zeigt es doch ob jemand reinen Herzens ist. Es warnt vor Gefahren und gibt Geborgenheit.

Die Autorin schreibt bildhaft über das Schicksal von Reinhild sowie deren Freunden Palmiro und Conlin. Denn diese Schicksale sind eng miteinander verknüpft. Während Palmiro ein Geheimnis bewahren muss, welches zwar von Reinhild geteilt wird, hat Conlin Probleme mit seinem Bruder.

Ich hatte zu Anfang etwas Schwierigkeiten mit den vielen Namen und deren Verbindungen zueinander. Erst gegen Mitte der Geschichte konnte ich unterscheiden, wer zu wem gehört bzw. wer mit wem verwandt ist.

Die Geschichte fängt mit einem Knaller an: dem Tod von Reinhilds Ehemann. Doch dann plätschert es leider etwas dahin. Wieder gegen Mitte der Geschichte nimmt die Story Fahrt auf. Das Geheimnis wird nach und nach aufgedeckt, Reinhild muss sich über ihre Zukunft klarwerden, Conlin muss sehen, wie er aus dem Schlamassel mit seinem Bruder herauskommt und Palmiro sein Handelskontor aufbauen.

Man merkt deutlich, dass dies der erste Teil der auf drei Bände angelegten Reihe ist. Es werden sehr viele Informationen gegeben, wobei ständig neue Fragen in einem aufklappen und neue Handlungsstränge angerissen werden. Es werden einige Personen eingeführt, viele gleich zu Anfang, weitere dann im Laufe der Geschichte und jeder hat ein besonderes Anliegen.
Auch werden Themen behandelt, die für die damalige Zeit tabu waren bzw. mit dem Tode bestraft werden.

Wer die Romane der Autorin kennt, wird hier auf den ein oder anderen Bekannten aus ihren historischen Geschichten treffen. Quasi ein kleines Wiederlesen mit liebgewonnenen Figuren.

Und gerade am Ende wird mit einem üblen Cliffhanger die Lust auf einen weiteren Teil geschürt. Sehr fies, sehr dramatisch, sehr genial.

Meggies Fussnote:
Wie immer ein lebendiger und interessanter Roman aus der Feder der Autorin.
569 reviews3 followers
October 10, 2021
Eine opulente Geschichte

Buchmeinung zu Petra Schier – Das Kreuz des Pilgers

„Das Kreuz des Pilgers“ ist ein historischer Roman von Petra Schier, der 2021 bei Harper Collins erschienen ist.

Zum Autor:
Petra Schier, Jahrgang 1978, lebt mit Mann und Hund in einer kleinen Gemeinde in der Eifel. Sie studierte Geschichte und Literatur an der Fernuniversität Hagen, und seit 2003 arbeitet sie als freie Autorin.

Klappentext:
1379: Im Schutz einer Handelskarawane wollen Reinhild und ihr Gemahl in ihre Heimat Koblenz zurückkehren. Als sie von einer marodierenden Räuberbande überfallen werden, entgeht Reinhild nur knapp dem Tod, während für ihren Mann jede Hilfe zu spät kommt. Langsam erholt sie sich von den schrecklichen Ereignissen, doch sie weiß: Um ein Auskommen für sich und ihren Sohn zu haben, wird sie wieder heiraten müssen. Ein Gedanke, der ihr Angst macht. Trotzdem wird ihr immer klarer, dass es nur einen Mann gibt, der für sie in Frage kommt – auch wenn sie sicher ist, dass ihr Vater diese Verbindung niemals gutheißen wird.

Meine Meinung:
Im Mittelpunkt dieses Buches steht mit Reinhild eine junge Witwe, die einen gangbaren Weg für ihre weitere Zukunft finden muss. Weitere Hauptfiguren sind ihre Freunde aus gemeinsamen Jugendtagen Palmiro und Conlin. Jede von ihnen hütet gefährliche Geheimnisse, die ihre Zukunft bedrohen könnten. Diese drei Figuren sind komplex mit etlichen Grautönen gezeichnet. Zahlreiche weitere Figuren sind im sechsseitigen Personenverzeichnis gelistet, aber die Fülle an Personal sollte mögliche Leser nicht abschrecken. Einige der auftretenden Figuren sind aus anderen Büchern der Autorin bekannt und haben wie die hier noch junge Apothekertochter Adelina einen unterhaltsamen Gastauftritt. Doch werden auch viele ernste Themen angesprochen, die ich nur teilweise in einem historischen Roman erwartet hatte. Der Glaube an die Kraft von Reliquien, Agenten im Auftrag der Kirche, die Auswirkungen des Erbrechts auf die Nachgeborenen, Standesdenken, wirtschaftliche Abläufe, das alltägliche Leben im Mittelalter und die Liebe in vielen Variationen. Die aufwändige Recherche ist gelungen umgesetzt und führt zu einer jederzeit glaubhaften Handlung. Der Handlungsfaden ist dabei jederzeit spürbar. Allerdings ist die Fülle der Themen aufgrund der puren Anzahl schon grenzwertig.
Der Schreibstil der Autorin ist leicht lesbar und vermittelt gleichzeitig Inhalte und Emotionen. Auch grausame und schwer verdauliche Geschehnisse sind enthalten, werden aber durch die umgebende Handlung abgemildert.
Ein Nachwort der Autorin rundet das Werk ab.

Fazit:
Dieser Einstiegsband in einen neuen Mehrteiler überzeugt sowohl durch die Figurenzeichnung als auch die Handlung. Allerdings empfand ich die Fülle der Themen schon als grenzwertig. Trotzdem bewerte ich das Buch noch mit fünf von fünf Sternen (90 von 100 Punkten) und spreche eine Leseempfehlung für die Freunde komplexer historischer Romane aus.
237 reviews
November 29, 2022
Reinhild und ihr Gemahl Gottfried wollen in ihre Heimat Koblenz zurückkehren. Doch leider werden sie von einer Räuberbande überfallen und Reinhild entgeht nur knapp dem Tod. Für Gottfried endet dieser Überfall tödlich, weil er einem kleinen Mädchen das Leben rettet. Nur langsam erholt sie sich von diesem schrecklichen Ereignis. Doch ihr ist auch schnell bewusst, dass sie allein für ihren Sohn, wieder heiraten muss. Auch wenn ihr immer klarer wird, dass für sie da nur ein Mann in Frage kommt, weiß sie auch das eine Verbindung mit ihm vor allem ihr Vater nicht gutheißen wird…

Dieser neue Reihenauftakt schließt an die Kreuz-Trilogie an. Aber auch ohne Vorwissen, kann man diesen Roman gut lesen. Mir war auch anfangs nicht bewusst, dass es eine Vorgänger-Reihe gibt. Es werden ein paar Geschehnisse kurz angedeutet und gut in die Geschichte eingebaut, so dass man keinerlei Nachteile als Neueinsteiger hat. Außerdem gibt es zu Beginn des Buches ein sehr hilfreiches Personenregister, da man gerade am Anfang erstmal vielen Personen begegnet und die jeweiligen Verwandtschaftsbeziehungen vielleicht nicht gleich klar werden. So dass es sehr gut ist auf dieses zurückgreifen zu können.

Vorrangig wird diese Geschichte aus der Sicht von Reinhild, Palmiro und Conlin erzählt. Die drei kennen sich schon seit der Kindheit und treffen jetzt wieder aufeinander. Ich fand es sehr spannend mit der Zeit ihre jeweiligen Geschichten und Beziehung zueinander zu erfahren. Die Autorin schafft es sehr gut dem Leser häppchenweise immer mehr Details und Geheimnisse über die Figuren zu präsentieren. So dass für mich die Figuren wirklich bis zum Ende hin teilweise noch sehr geheimnisvoll, aber vor allem interessant wirkten.

Mal etwas ganz anderes und besonders fand ich die Geschichte um die alte Reliquie. Dieses Kreuz, dass jetzt im Besitz von Palmiro ist, tauchte wohl schon in der vorherigen Trilogie auf und birgt so einige Geheimnisse. Die natürlich noch längst nicht alle gelüftet sind. Mit dieser Reliquie bekommt diese Geschichte auch einen fast mystischen oder fantastischen Anstrich, den ich anfangs erstmal etwas merkwürdig fand. Aber im Nachwort erklärt die Autorin für mich sehr logisch diesen Aspekt. Und ich bin sehr gespannt wie es dahingehend im zweiten Band weiter geht. Vor allem weil man nach diesem offenen Ende sowieso unbedingt weiter lesen muss.

Wer gut recherchierte Romane mag und auch nicht gegen etwas Mystik in historischen Geschichten abgeneigt ist, kommt hier auf seine Kosten.
Profile Image for Silverlibary.
27 reviews
October 7, 2021
Im Vergleich zu anderen historischen Romanen geht es hier recht friedlich zu. Aber es müssen ja nicht immer glorreiche Schlachten und brutale Hinrichtungen sein. Historische Romane können auch so spannend sein, was die Autorin eindrucksvoll beweist.
Zu Beginn des Romans verliert Reinhild ihren Mann, nun ist sie mit ihrem kleinen Sohn auf sich allein gestellt, doch sie kann auf die Unterstützung ihrer Familie zählen. Dennoch ist eine neue Verbindung unausweichlich, womit Reinhild sehr hadert. Mit ihr hat Petra Schier eine starke Frau geschaffen, die trotz einiger Verluste ihren Weg mit erhobenem Kopf geht.
Ein zweiter Handlungsstrang begleitet Palmiro, der sich als Handelsmann etablieren möchte. Seine Reisen führen ihn unter anderem nach Köln, wo er einigen besonderen Menschen begegnet und sein gutes Herz unter Beweis stellt. Der junge Mann hütet einige Geheimnisse, die im Laufe der Handlung ans Licht kommen und ziemlich überraschend sind.
Auch Conlin, Palmiros bester Freund, wird näher beleuchtet. Er stammt aus einer zerrütteten Familie, die er nun zusammenhalten muss, obwohl er am liebsten die Flucht ergreifen möchte.

Im Zentrum der Handlung steht eine große, in Koblenz ansässige, Familie, von mir auch liebevoll "Gang" genannt. ;) Dort ist jeder willkommen, Blutsverwandtschaft ist da zweitrangig. Die Mitglieder dieser Familie begleiten die Autorin schon lange, viele dieser Figuren wurden bereits in vorherigen Werken näher beleuchtet, dementsprechend facettenreich treten sie in "Das Kreuz des Pilgers" auf. Für viele Leser bedeutet das außerdem ein freudiges Wiedersehen mit alten Bekannten. Auf mich trifft das nicht zu, aber ich finde es super, dass man so die Entwicklung der einzelnen Figuren beobachten kann.
Aufgrund der liebevollen Ausarbeitung habe ich alle Figuren auf ihre Weise lieb gewonnen, am meisten haben es mir jedoch Minta und Conlin angetan, dazu fand ich die schlagfertige Dynamik zwischen "Smissi" und Mariana einfach himmlisch.

Der Schreibstil der Autorin ist wundervoll, er passt hervorragend zur damaligen Zeit, aber ist nicht zu hochgestochen. Dabei schafft sie es auch, ernste Themen anzusprechen und angemessen zu transportieren. So wurden hochemotionale Szenen geschaffen, die den Roman zu etwas besonderem machen.

Ich bin einfach nur begeistert von diesem Werk und freue mich schon sehr auf die Fortsetzung.
1,800 reviews7 followers
September 26, 2021
"Das Kreuz des Pilgers" ist der erste Teil der "Pilger-Reihe" und ist praktisch eine Fortsetzung der "Kreuz-Trilogie". Für mich war es allerdings das erste Buch welches ich von der Autorin gelesen habe.



Ich lese zwischendurch immer wieder sehr gerne historische Bücher und gerade auch Bücher die im Mittelalter spielen. Solche Bücher haben einfach alles für mich was ein gutes Buch haben sollte. Sie sind spannend und wahnsinnig informativ.



Ich durfte dieses Buch durch eine Leserunde kennenlernen, die auch von der Autorin selber betreut wurde. Ich habe schon lange nicht mehr soviel bei einem Buch gelernt wie bei diesem. Und daran hat gerade auch die Autorin "Schuld" jede noch so kleine Frage hat sie hervorragend und ausführlich erklärt. Es ist einfach unglaublich wie dieses Buch mich in seinen Bann gezogen hat und einfach nicht mehr losgelassen. Es fiel mir wahnsinnig schwer es aus der Hand zu legen.



Eins weiß ich auf jeden Fall jetzt schon, ich will nicht nur wissen wie es weiter geht und warte jetzt schon sehnsüchtig auf nächstes Jahr, denn leider muss sich tatsächlich ein Jahr warten bis es endlich weiter geht. Das fällt mir allerdings wahnsinnig schwer. Ich würde das Ende zwar nicht als mies bezeichnen, doch es war trotzdem ein Cliffhanger. Auch weiß ich genau das ich so schnell wie möglich versuchen werde, die Vorgänger Trilogie, die "Kreuz-Reihe" zu lesen. Ich möchte unbedingt erfahren wie das alles begonnen hat.



Der Schreibstil der Autorin hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht. Das Buch hat vom ersten Moment an eine Grundspannung die sich durch das ganze Buch zieht, außerdem ist es so Bild- und auch Wortgewaltig ich habe einfach alles direkt vor mir gesehen. Dankeschön das ich es lesen durfte.



Reinhild und ihr Mann werden zusammen mit einer Handelskarawane auf dem Weg zurück nach Koblenz überfallen. Ihr Mann kommt dabei allerdings ums Leben. Die junge Adelige weiß, um ihren Sohn zu schützen muss sie bald wieder heiraten. Doch das macht ihr große Angst, denn auch sie hat Geheimnisse.
Profile Image for Avila.
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September 27, 2021
Palmiro und sein Freund Conlin kommen von der Pilgerreise aus dem heiligen Land zurück. Mit neuen Geschäftsbeziehungen und der geheimnisvollen Reliquie, die schon früher mal im Besitz der Familien von Marten und Wied...

Da die Reliquie aus der Kreuz-Trilogie einen nicht ganz unwichtigen Part einnimmt, zudem alle Personen aus der Reihe wieder auftauchen, empfiehlt es sich, diese Trilogie vorabzulesen. Auch wenn das an sich kein Muss ist und die vorherigen Beziehungen und Geschichten nochmals erläutert werden. Allerdings ist das so viel Input, dass es drei ganze Bücher gefüllt hat und ich denke, die Leserin durchblickt die Geschichte so besser.
Doch stehen in dieser Trilogie die nun erwachsenen Kinder der vorherigen Trilogie im Mittelpunkt und auch die Reliquie hat es wieder in deutsche Reich geschafft. Ich weiß nicht genau, wie glücklich ich damit bin, dass die an sich beendete Geschichte der Reliquie nochmal aufgegriffen wird. Zumal mir das mystisch-magische an dem Kreuz nie so ganz gut gefallen hat. Ein wenig fühlt es sich so an, als ob hier wieder etwas bereits Gekochtes nochmals aufgewärmt wird.

Die Protagonisten hingegen gefallen mir total gut. Petra Schier hat hier eine tolle Kombination von Charakteren zusammengestellt, die einiges an Konflikt-Potenzial bieten, aber dennoch auch harmonisch-schön ist. Besonders gefällt mir die Diversität, die die Autorin geschickt in ein historisches Gewand verpackt.
Die Liebesgeshichten und politischen Konflikte sind wie gewohnt schön be- und geschrieben und ich habe von Anfang an mit den Personen mitgefiebert. Ich finde so auch, dass es die ganze Rahmenhandlung der Reliquie gar nicht braucht. Schiers Buch wäre auch so spannend und lesenswert! Deswegen leider einen kleinen Minuspunkt, in dem ansonsten schönen Auftakt ihrer neuen Reihe, bei der ich mich schon auf den nächsten Teil freue.
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January 6, 2022
Inhaltlich geht es in diesem Roman um Reinhild und ihren Gemahl Gottfried, die in einer Handelskarawane nach Koblenz reisen wollen. Als sie einer Räuberbande in die Hände fallen, kann Reinhild knapp entkommen, für ihren Gemahl kommt aber jede Hilfe zu spät. Gemeinsam mit Palmiro, einem Freund ihres toten Ehemannes kehrt sie in ihre Heimat zurück, doch sie weiss, dass sie wieder heiraten muss. Doch den Mann, den sie wählen würde, ist für ihren Vater und andere ein Dorn im Auge.

Wiedereinmal hat die Autorin mit ihrem neuen Buch einen wundervollen historischen Roman erschaffen, der diesmal ins Rheinland nach Koblenz führt. Da ich die Stadt selbst schon besichtigt habe und die Altstadt sowie die Festung kenne, war es natürlich ein besonderes Vergnügen diesen Roman zu lesen. Petra Schier hat einen sehr bildhaften und lebendigen Schreibstil, sodass man sich stets gut unterhalten fühlt. Ausserdem flicht sie immer wieder historische Ereignisse in den Roman ein, die gut recherchiert sind.

Reinhild war mir als Protagonistin schnell symphatisch und ich habe sie gern begleitet. Anfangs hatte ich jedoch etwas Schwierigkeiten mit den vielen Namen und wohin diese genau gehören. Da ich das ebook gelesen habe, ist es sicher einfacher das gedruckte Buch zu lesen und so immer mal wieder nachsehen zu können wohin welche Person gehört. In der Handlung gibt es sehr spannende und interessante Passagen, ab und zu hätte man aber auch etwas kürzen dürfen. Nichtsdestotrotz wieder ein sehr interessantes, gut recherschiertes Buch. Durch den Cliffhanger am Ende freue ich mich bereits auf den zweiten Teil!

Fazit: Spannend, interessant und gut recherchiert. Für Fans der Autorin sehr zu empfehlen.
Profile Image for Jenny Colditz.
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March 11, 2022
Wann erscheint Teil 2?
Also mal ehrlich, was war das für ein fieser Cliffhanger?

Aber mal zum Anfang zurück. Die Grundstory: das Geheimnis der Eheleute, die kommende Lovestory war jetzt nichts überraschendes. Es gab hierzu genügend Hinweise und dies direkt zu Beginn des Buches. Somit blieb die Spannung hierzu recht schwach. Es gibt allerdings andere Personen und Handlungen welche durchaus interessant sind. Colins Bruder und dessen Wahnsinn, Palmiro und dessen Schatz aus dem Abendland und die Story hierzu. Ich kann mir auch gut vorstellen das es einmal ein Buch mit dessen Vorgeschichte gibt, das muss ein spannendes Abenteuer gewesen sein.

Ganz allgemein fühlte ich mich häufig, als wäre dies nicht Teil 1 einer Reihe. Einige Zusammenhänge wurden doppelt und dreifach erklärt, andere nur teilweise. Gerade sämtliche Familienzusammenhänge, wer ist mit wem verwandt / verheiratet, ich habe es leider bis zum Schluss nicht verstanden. Auch da ich keine besonderen Sympathien zu irgendeinem der Charaktere entwickeln konnte. Durch die wenigen Informationen, bekam ich keinen Zugang, somit konnte ich auch nicht mitfiebern, lieben, trauern oder Spannung empfinden. Die Charaktere waren mir schlicht egal. Allerdings war die Story trotzdem sooo spannend das ich gar nicht aufhören konnte zuzuhören, und ich auch unbedingt wissen mag wie es weitergeht. Es ist actionreich, spannungsgeladen, aber auch stellenweise recht ruhig und langatmig, aber es ist ein guter Mix zwischen beiden, so dass es wieder angenehm wird.

Die Sprecherin ist grandios, auch wenn ihre Stimmfarbe nicht unbedingt auf die vielen sehr jungen und naiven Damen passt. Die männlichen Parts wiederum spricht sie perfekt. Sehr angenehme Geschwindigkeit, Betonungen.
Profile Image for Cornelia.
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August 22, 2021
Das aufwendig gestaltete Cover im Stil des Mittelalters hat mich sofort angesprochen und ich hoffte auf einen farbenprächtigen und spannenden historischen Roman.
Geschildert wird der Überfall auf eine Handelskarawane im Jahr 1379, bei der Gottfried getötet wird. Er hinterlässt die Witwe Reinhild. Wir folgen ihr nach Koblenz, wo sie aufgewachsen ist und lernen ihre Familie und die Freunde der Kindheit kennen. Eine besondere Rolle spielt noch ein Reliquienkreuz, das Palmiro und Conlin von einer Pilgerreise im Heiligen Land mitgebracht haben. Die Autorin schildert den Umgang mit psychischen Erkrankungen, Vergewaltigung und Homosexualität im Mittelalter und den schwindenden Einfluss des Landadels.
Für meinen Geschmack wird jedoch vieles zu detailliert dargestellt und der weitere Verlauf der Geschichte ist doch sehr vorhersehbar. So wird dann auf 500 Seiten ausgewalzt, was die Leserin nach 100 Seiten schon vermutet und aus Andeutungen geschlossen hatte. Und ganz am Ende stellt man fest, dass es sich um den ersten Teil einer Trilogie handelt, was weder aus dem Cover noch dem Klappentext hervorgeht. Das finde ich schon ärgerlich, zumal in dem vorliegenden ersten Band keines der eröffneten Probleme sinnvoll zur Lösung geführt wird und sämtliche Fäden noch in der Luft hängen.
Empfehlenswert ist das Buch daher nur, wenn man auch bereit ist, die weiteren Teile zu lesen.
Profile Image for Jessi.
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September 14, 2021
Ein historischer Roman, der in meiner Region spielt? Ich war Feuer und Flamme für dieses Buch. Leider konnte es nur bedingt meiner Euphorie Stand halten.

Als Leser wird man ein bisschen ins kalte Wasser geschmissen, denn sehr bald findet man sich in einer turbulenten und tragischen Situation wieder. Man leidet mit den Figuren mit. Ein starker Einstieg, der leichte Sympathien erregt.

Danach flaute es für mich recht schnell ab. Der Funke mit den Charakteren nicht weiter überspringen und der detaillierte Schreibstil ließ manch potentiell spannende Szene für mich langatmig und ein bisschen frustrierend werden. Leser, die diese Art des Schreibens mögen, werden hier aber auf ihre Kosten kommen. 

Es werden einige Themen behandelt, die dem Roman eine gewisse Vielschichtigkeit. Homosexualität, psychische Krankheiten, Inquisition, Spiritualität/Esoterik... Für jeden ist da was fandet. Vielleicht war mir die Sache mit dem Kreuz aber auch ein bisschen zu viel. 

In "alten" Koblenz habe ich mich hingegen gut zurechtfinden können. Die stellen waren gut beschrieben. Die Karte am Anfang ist sicherlich eine gute Hilfe für Leute, die Koblenz nicht so gut kennen. 

Als Fazit kann ich ziehen, dass es ein grundsolider Roman ist, deren Autorin Petra Schier sich ein paar schwierigere Themen rausgesucht hat. Aufgrund der (von mir so empfundenen) Langatmigkeit, die den Lesefluss gestört hat und der fehlenden Sympathie für die Charaktere hat er in der Bewertung aber ein paar Federn lassen müssen. 
Profile Image for Friederike Lober.
115 reviews8 followers
October 1, 2021
Von der Autorin Petra Schier habe ich schon viele Bücher gelesen. Besonders Ihre historischen Romane sind sehr gut recherchiert und lehrreich.

Mit diesem Buch beginnt sie eine neue Buchreihe und taucht ins Jahr 1379 ein.

Ihre Hauptperson ist wieder eine Frau. Ihr Gegenüber im Buch ist Palmiro, der ursprünglich aus Mailand kommt und als Pflegekind nach Koblenz kommt.

Mir gefällt sehr gut, dass Frau Schier selbständige, gut ausgebildete Frauen in ihren historischen Romanen als Hauptfigur hat. Es zeigt ein ganz anderes Bild auf das Mittelalter. Frau Schier macht sich viel Mühe ihre Bücher historisch richtig darzustellen. Ihre Bücher sind sehr flüssig zu lesen und gut verständlich geschrieben.

Dieses Buch ist sehr dick mit 528 Seiten und 27 Kapiteln. Mir persönlich sind 528 Seiten zu lange zu lesen, aber das ist meine persönliche Meinung.

Sehr hilfreich waren mir das ausführliche Personenverzeichnis und der Lageplan von Koblenz im Jahr 1379, in welchem die wichtigsten Örtlichkeiten der Stadt vermerkt sind.

Im Dankesteil freut sich die Autorin schon den 2. Band des Buches bekanntgeben zu dürfen.

Fazit
Gut dargestellter historischer Roman – Koblenz 1379 um eine selbständige Frau, die ihren Weg geht
Profile Image for pia.pf10.
56 reviews
September 23, 2021
Der Schreibstil von Petra Schier ist auf jeden Fall ein positiver Aspekt, da es sehr angenehm zu lesen ist, auch wenn hier sehr viel alte Sprach miteingebracht war, da es nunmal im Mittelalter spielt.

Der Roman ist auch super gut recherchiert und man lernt viel über die verschiedenen Lebensumstände der Menschen, die Rangordnungen und vieles mehr kennen.

Die Geschichte konnte mich aber leider nicht so für sich einnehmen. Die Charaktere waren zwar sympathisch (natürlich nicht alle) und durch die Reliquie kommt nochmal ein bisschen was Magisches in die und ich fand auch die Mythen darum interessant.

Allerdings habe ich es alles als sehr langatmig empfunden und konnte nicht so richtig schön mitfiebern, wie ich es mir gewünscht habe. Ich habe mich nicht komplett gelangweilt, es gab auch spannende Szenen, es taten mir Charaktere leid und ich war auch wütend auf so manchen, aber trotzdem war es irgendwie nicht das Richtige. Ich kann es gar nicht so genau beschreiben.

Das liegt aber wahrscheinlich einfach an meinem Geschmack, da es vielen anderen ja so gut gefallen hat und das freut mich auch, für mich war es leider nicht so wie erhofft.
2,281 reviews13 followers
September 22, 2021
Zum Inhalt:
Die Grafentocher Reinhild wird von dem Pilger Palmiro und seinem Begleiter Conlin gerettet als diese von Wegelagerern angegriffen wird. Leider kkam die Hilfe der beiden für den Mann von Reinhild zu spät. Die beiden begleiten Reinhild auf den Weg in die Heimat und bei Reinhild keimen Gefühle für Conlin auf, doch das würde ihr Vater niemals zulassen. Zudem droht der Reisegruppe Gefahr von ganz anderer Seite.
Meine Meinung:
Ich hatte das Vergnügen dieses Buch als Hörbuch zu genießen und ich habe es sehr genossen. Die Stimme der Sprecherin war sehr gut und sie liest auch gut. Die Geschichte hat mir insgesamt gut gefallen. Auch wenn ich natürlich nicht wirklich die Verhältnisse im Jahr 1379 kenne, hatte ich durchaus das Gefühl, dass es so sein könnte. Die Protagonisten fand ich durch die Bank total interessant. Ich glaube, dass ich auch noch mal zum Buch greifen muss.
Fazit:
Sehr schöner historischer Roman
114 reviews
September 5, 2021
Gleich zu Beginn des Buches werden uns alle Charaktere kurz beschrieben. Dies zu lesen gibt einem gleich einen guten Überblick über die Figuren und weiß immer gleich um wen es sich später handelt.
Die Geschichte startet im Jahr 1379. Reinhild muss einen neuen Mann finden. Und so begibt sich der Leser auf eine Reise ins Mittelalter. Sehr detailliert beschrieben fühlt man sich sofort in die Zeit zurückversetzt und es entstehen viele Bilder im Kopf.
Schnell wird klar, dass im Mittelpunkt ein Kreuz steht, welches Begehrlichkeiten weckt. Petra Schier hat einen sehr angenehmen Schreibstil. Das Buch lässt sich recht flüssig lesen und ist für Freunde dieser Art der historischen Romane sehr geeignet. Ich bewerte das auch mit 4 Sternen, da mir an manchen Stellen die Spannung schwindet, weil es da doch zu langatmig ist. Alles in Allem aber toll zu lesen.
135 reviews
September 19, 2021
Der Auftaktroman der geschichtsträchtigen Trilogie zum Kreuz des Pilgers ist leicht zu lesen. Man erwartet bei so alten Themen schwere Literatur. Aber hier wurde das Thema sehr leicht verarbeitet.
Ich habe mir das frühe Mittelalter immer sehr grau und streng vorgestellt. Aus Sicht privilegierter Familien ist es zwar gefährlich mit Raubzügen und Kirchenverfolgung. Dennoch haben wir in diesem Buch eine Ehe zu dritt, verheiratete Frau, mit Kind vom anderen und Ehemann schwul mit Freund. Die Frau als Witwe verweigert dem Vater Gehorsam und hält um die Hand eines Mannes an , auch nicht üblich . Seh fortschrittlich auf einen Schlag. Der erste Band hört am spannensten Fleck auf und nun muß ich weitersehen.
Es liest sich flüssig , viel Lokalkolorit , bestimmt auch historisch bekannte Personen . Die Mittelalterzeit macht Märchenstimmung.
Profile Image for Dustin.
Author 2 books9 followers
September 30, 2021
Leider konnte ich mit diesem Buch nicht viel anfangen. Viel zu viele Kapitel werden verwendet um über belangloses Zeug zu schreiben, welches die Geschichte absolut nicht weiter bringt.

Vielleicht ein Drittel des Buches ist spannend genug und da es sich um eine Trilogie handelt, würde wohl ein einziges Buch reichen – welches dann auch eine gute und spannende Bewertung bekommen würde. Der Spannungsbogen in diesem einzigen Buch ist einfach nicht gut genug, um weiterlesen zu wollen. Ein Spannungsbogen über drei solcher Bücher für mich absolut nicht vorstellbar.

Zwar scheint das Buch gut recherchiert und auch flüssig geschrieben, aber das macht die 2/3 Kapitel über "Hausarbeiten" nicht wett.
276 reviews
August 2, 2025
Die pilgertrilogie knüpft an die kreuztrilogie von Petra schier an und spielt eine Generation später. Wieder stehen das Kreuz und drei Familien im Fokus. Diesmal sind es elisabeths Tochter Reinhild, antons ziehsohn palmiro und conlin ein kinderfreund von beiden, um die dich die Handlung dreht. Ein spannender Mittelalter Roman mit vielen geheimnissen.
Profile Image for Bücherkätzchen.
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September 6, 2021
Das Cover von Das Kreuz des Pilgers ist recht aufwendig und im Stil des Mittelalters - passend zur Zeit, in der das Buch spielt - gestaltet. Nach der Kurzbeschreibung habe ich auf einen spannenden historischen Roman gehofft.

Zuvor hatte ich noch kein Buch von Petra Schier gelesen. Der Stil lässt sich gut und locker lesen.

Mich persönlich hatte die Unmenge an Charakteren jedoch wirklich erschlagen. Am Anfang des Buches ist zwar ein Personenverzeichnis, aber beim Lesen möchte ich eigentlich nicht alle drei Seiten blättern müssen, wer nochmal wer war. Und auch im Verlauf der Geschichte sind die Figuren für mich zu flach geblieben, eine Bindung konnte ich nicht aufbauen.

Auch der Spannungsbogen ist wirklich flach. Letztendlich hätte man die Geschichte auch deutlich kürzer darstellen können. Wobei ich auch ehrlich zugeben muss, ich bin kein Fan von langen Beschreibungen - es gibt bestimmt Leser, denen genau das gefällt.

Die Geschichte hat eine spannende Grundidee, aber mich konnte die Geschichte leider nicht fesseln.

Cover: 3/5
Stil: 4/5
Idee: 4/5
Umsetzung: 2/5
Charaktere: 1/5

Von mir bekommt Das Kreuz des Pilgers 2 von 5 Sternen.
Profile Image for Bettina Lippenberger.
Author 15 books13 followers
September 22, 2021
Meine Meinung:
Gleich zu Beginn ist die Spannung extrem hoch. Der Überfall schockiert, vorallem der Tod von Gottfried ist mehr als traurig, auch wenn dieser als Held stirbt.

Da es viele Protagonisten gibt, möchte ich nur auf einige, für mich als Leserin, interessante Charaktere eingehen.

Reinhild und Hannes tun mir unendlich leid. Sie haben so viel verloren. Reinhild ist sich ihres Standes bewusst. Klagt nicht, leidet still. Bewahrt ein Geheimnis, das sie nicht preisgeben will. Für mich stellt sie das Sinnbild für wahre, bedingungslose Liebe dar.

Don Palmiro ist für mich kein gewöhnlicher Mensch. Er hat eine Gabe und weiß damit umzugehen. Manchmal überwältigt ihn die Eingebung. Er handelt gerade gegenüber Le Smithy sehr unbedarft und für mein dafürhalten zu vertrauensselig.
Die Frage wer wirklich Hannes Vater ist, beschäftigt nicht nur Palmiro.

Conlin vom Langenreth, ist ein getriebener Charakter. Verstoßen durch den Vater, ist er seitdem auf der Suche nach einem wahren zu Hause. Einem Herz das für ihn schlägt. Zufällen so scheint es, ist es zu verdanken, dass er zurück in die Heimat findet. Dort angekommen steht er vor fast unlösbaren  Problemen. Die Ehre seiner Familie, steht auf dem Spiel. Stellt Conlin sich der Verantwortung? Oder sucht er das Weite? Ich persönlich hoffe Ersteres.

Mathys le Smithy ist durchtrieben, ein Häscher der Inquisition, etwas das ihn sehr unsympathisch macht. Aber er hadert auch, mit seiner Aufgabe. Die Frage ist: wird er etwas Nennenswertes herausfinden und es Erasmus preis geben? Oder die Freundschaft wählen und dadurch auch zum Gejagten werden.

Graf Oswald vom Langenreth, ist Conlins Bruder und ein Wahnsinniger. Seine Gedanken sind verworren, sein Handeln unberechenbar. Er ist eine Zeitbombe und trägt trotzdem den Grafentitel, der meiner Meinung nach, Conlin zusteht. Dennoch liebt Amalia ihren Oswald. Verstehe einer diese Frau.

In diesem ersten Teil, werden sehr viele Protagonisten vorgestellt.
Einige sind schon so greifbar, dass man sie sympathisch finden oder dem Gegenteil zuordnen kann. Vier der Charaktere habe ich unmittelbar, auf meine persönliche schwarze Liste gesetzt. Welche verrate ich nicht, da ihr euch gern ein eigenes Bild machen sollt.

Mir hat das Lesen sehr viel Spaß gemacht. Die Umgebung und auch die sprachlichen Belange sind sehr gut recherchiert. Man findet alles was einen guten Roman ausmacht. Spannung, Dramatik, Verzweiflung,  Verdruss, Enttäuschung und Wahnsinn, aber eben auch Liebe, Freundschaft und überraschende Wendungen.

Mein Fazit:
Diese Trilogie werde ich definitiv komplett lesen. Jetzt schon halte ich das Warten, bis zum nächsten Band kaum aus. Der Schluss martert mich und ich denke, dass es vielen mit diesem ganz "bösen" Cliffhanger auch so geht.
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