Yma wusste schon immer, dass sie anders ist. Sie kann Mitleid empfinden. Und das ist hochgefährlich. Denn in Vahvin überleben nur die Starken und Gesunden. Den Schwachen zu helfen ist unter Höchststrafe verboten. Yma muss ihre Emotionen sorgsam unter Kontrolle halten. Doch dann verschwindet ihre beste Freundin. Auf der Suche nach ihr begegnet Yma dem geheimnisvollen Len. Was er ihr zeigt, stellt Yma vor eine harte Entscheidung: Wer will sie sein? Wie will sie leben? Und was wird sie riskieren für eine gerechtere Welt?
Im Europa der Zukunft ist nichts mehr, wie es war. Das Gesundheitswesen und das soziale Netz, das die Menschen aufgefangen hat, ist abgeschafft worden. Die Menschen leben nach den Naturgesetzen. „Die Starken überleben, die Schwachen sterben“. Mitgefühl und Gnade gibt es nicht mehr und jeder ist sich selbst der Nächste. Kranke, finanziell schwache und schutzbedürftige Personen werden nicht mehr vom Staat unterstützt. Sie leben in Gettos und müssen sich selbst versorgen. Es gibt keine Arbeit, keine Medikamente und keine Ärzte. Die Starken und Gesunden jedoch gehören zur Elite und leben in Saus und Braus.
Die 18-jährige Yma, ist gesund und klug und somit auf dem besten Wege, zur Elite zu gehören. Doch Yma ist anders, denn sie empfindet Mitleid und hat Probleme, dabei zuzusehen, wie die Menschen leiden. Aber da schon das Wort „Helfen“ in den Mund zu nehmen, in Vahvin unter Höchststrafe verboten ist, muss sie lernen ihre Gefühle und Empfindungen zu verbergen. Doch dann verschwindet nach einer Gesundheitsprüfung plötzlich ihre beste Freundin Kimi. Auf der Suche nach ihr, lernt Yma Len kennen und bekommt durch ihn Einblicke in eine Welt, die sie vor eine schwere Entscheidung stellt. Will sie weiter wegschauen oder etwas riskieren und ihren Beitrag, für eine neue gerechte Welt, in der alle Menschen gleich sind, leisten?
Wow! Jana Voosen hat mit „Broken World“ eine wahnsinnig fesselnde und mitreißende Dystopie geschrieben. Diese Zukunftsvision ist gar nicht so weit von der jetzigen Realität entfernt. Eine Welt, in der es keine medizinische Versorgung für die Menschen gibt? In der nur die Starken und Gesunden überleben und immer reicher werden und die Schwachen und Kranken, immer ärmer und in der Gesellschaft nicht akzeptiert und gesehen werden? Kommt uns das nicht bekannt vor? Wir brauchen uns nur etwas umzusehen und entdecken Länder, in denen diese Fiktion Realität ist.
Doch nun gibt es erstmal meine Eindrücke zum Buch. Aufmerksam wurde ich darauf durch dieses wunderschöne Cover und den Klappentext, der mich sofort neugierig auf die Geschichte gemacht hat. Jana Voosen hat einen tollen, sehr flüssigen Schreibstil und deshalb dauerte es auch nicht lange, bis sie mich damit in die Story hineingezogen hatte. Eloquent und fokussiert führt sie mich durch die Zeilen. Ich konnte mich diesem Buch einfach nicht mehr entziehen und habe es innerhalb von zwei Tagen verschlungen. Es gibt keine ausschweifenden und bildgewaltigen Beschreibungen, aber sie haben mir auch nicht gefehlt. Jana Voosen hat sich bei der Schilderung des Worldbildings auf das Wesentliche konzentriert. Die zentrale Figur ist Yma. Wir verfolgen die Geschichte aus ihrer Sicht und bekommen so einen wundervollen Einblick in ihre Gefühle und Empfindungen. Yma ist ein gutes Beispiel dafür, dass man es mit viel Fleiß schaffen kann, zur Elite zu gehören. Sie hat viel dafür getan und nach der nächsten Gesundheitsprüfung darf sie, wenn alles gut geht, an der Liebeslotterie teilnehmen und bald mit ihrer großen Liebe Adriel zusammenziehen. Doch niemand darf wissen, dass sie über Empathie verfügt und nicht wegsehen kann, wenn es ihren Mitbürgern schlecht geht. Deshalb versucht sie, auch wenn es ihr schwerfällt, regelkonform zu bleiben. Ihr Leben ändert sich jedoch von einem Tag auf den anderen, als sie Len trifft. Denn dieser weiß, wie es in den Bereichen aussieht, in denen die Schwachen und Kranken leben. Yma hat mir als Hauptprotagonistin sehr gut gefallen. Sie versucht zwar lange, sich der Gemeinschaft der Elite anzupassen, doch als es darauf ankommt, zeigt sie großen Mut. Sie hat sich im Laufe der Geschichte wunderbar weiterentwickelt. Die Autorin hat die Charaktere sehr überzeugend ausgearbeitet und auch die Nebenfiguren bereichern die Handlung und sind gut durchdacht. Meine einzige Kritik ist, dass sich die Liebesgeschichte am Ende etwas zu schnell entwickelte. Obwohl wir die Handlung aus der Sicht von Yma verfolgen, ist mir nicht bewusst geworden, dass sie diese Gefühle ihm gegenüber hat.
Die Geschichte ist durch unvorhersehbare Wendungen spannend zu lesen. Die Story verfügt nicht nur über die nötige Tiefe, sondern sie geht unter die Haut und regt zum Nachdenken an. Bis zum Schluss war für mich nicht ersichtlich, in welche Richtung sie sich entwickeln und wohin der Weg führen würde. Zwischendurch gab es Passagen, (wie zum Beispiel das Verhör) die mich sehr erschreckt haben. Schade fand ich, dass ich im Vorfeld nicht wusste, dass es sich um einen Mehrteiler handelt. Auch wenn ich eher der Typ bin, der ein Happy End am Ende der Geschichte braucht, macht, dass offene Ende neugierig auf die Fortsetzung! Ich hoffe, die Autorin lässt mich nicht zu lange darauf warten. Für mich ist „Broken World“ ein richtiger Pageturner und gehört zu den Highlights des Jahres 2021. Dafür gibt es von mir volle 5 Sterne!
Erschreckend. Fesselnd. Warnend. . Leseerlebnis : Kannst du dir eine Welt vorstellen, in der das Recht des Stärkeren regiert? In der die Kranken und Armen sich selbst überlassen werden? Eine Welt ohne Mitgefühl - aber was wenn du anders bist? »Broken World - Wie willst du leben?« wird aus der Perspektive der Protagonistin Yma in der Ich- Form erzählt. Die junge Yma ist auf einem steilen Weg nach oben. Obwohl sie aus ärmeren Verhältnissen stammt, erkämpft sie sich durch viel Fleiß und Ausdauer ihren Platz in der Elite. Sie ist sehr stark, wird aber auch immer von der Angst begleitet alles wieder zu verlieren. Sie wird unheimlich gut beschrieben und ich konnte mich sehr gut in die hineinversetzen. Ihr Zwiespalt zwischen dem wofür sie jahrelang gekämpft hat und dem, was sie nicht ertragen kann ist omnipräsent. Dadurch wird Yma für den Leser auch unheimlich greifbar. Auch die Nebencharaktere werden gut gezeichnet und man erhält einen guten Eindruck von der Gegend und ihren Bewohnern. Die Geschichte hat mich schnell in ihren Bann gezogen und komplett für sich eingenommen. Die Idee hinter dem Buch hat einfach atemberaubend und so erschreckend vorstellbar. Jana Vossen schreibt wunderbar flüssig, lebhaft und verleiht dem Buch durch die kurzen Kapitel eine angenehme Schnelligkeit. Der komplette Handlungsverlauf war durchweg interessant und spannend. Jetzt kommt das ABER. Die letzten Seiten waren für mich emotional nicht mehr wirklich nachvollziehbar. Die Entwicklung ging mir zu schnell und das Ende ist als Abschluss für mich zu offen. Nichtsdestotrotz hat mir das Buch sehr gut gefallen und ich hoffe sehr auf eine Fortsetzung. Fazit : Mega geniale Idee, die mich sehr gefesselt hat und dringend eine Fortsetzung braucht!
Im ersten Drittel des Buches werden wir in die Welt eingeführt, verfolgen Ymas Erfolg und den Rückschlag ihrer besten Freundin. die paarbildenden Strukturen sind ein wenig strange (Dates nach Freigabe und dann schnell zum festen Paar/Ehepaar werden) und ihr Schwarm ist eher undurchsichtig und merkwürdig.
Auf der Suche nach der gesellschaftlich abgestürzten Freundin erlebt Yma das Leben der Abgestürzten und stolpert über Len, der das Verbot der Mitmenschlichkeit nicht mitmacht. Im mittleren Teil werden die unterschiedlichen Strukturen deutlich und am Ende die Gewalt des Systems.
Im letzten Drittel habe ich mich nach der Zielgruppe gefragt. Für die typische Altersstufe für Young Adult (was zum Rest des Buches passt), ist der Themenbereich Folter mir zu sehr und ohne Vorwarnung dargestellt. Das Ende des Buches kommt ziemlich unvermittelt - es sind zu viele lose Enden und die Geschichte ist relativ unvollendet. (Inzwischen habe ich die Fortsetzung gefunden).
Insgesamt ist es eine typische Young Adult Dystopie mit einer Heldin im passenden Alter, die durch eine Wandlung der Lebenssituation in Konflikt mit ihrer Gesellschaft kommt. Trotz der Bandbreite der unterschiedlichen Bereiche der Gesellschaft bis hin zum allerschlimmsten Slum, sind die ersten 2/3 der Geschichte doch eher "Heile Welt", während das erwartbare Auffliegen Folter und danach ausweglose Situation bringt. Yma, als Ich-Erzählerin konnte man nahe kommen, auch wenn sie für ihre Rolle sehr introvertiert ist. Weder der einsilbige Len, noch Ymas Mann oder ihre beste Freundin schaffen jedoch mehr als eine Rolle als Abziehbild - sie füllen ihren Platz aus, aber nicht mehr. Da ist aus meiner Sicht Potential verschenkt. Ohne den Folgeband hätte ich für den Abbruch am Ende nur 3 Sterne gegeben, so werden es knapp 4 und ich hoffe auf ein rundes Ende im 2. Teil. #BrokenWorld #JanaVoosen #Dystopie #YoungAdult #KathrinliebtLesen #Bookstagram #Rezension
In Broken World von Jana Voosen gibt es die Gesunden, deren Klügste die Elite Vahvins bilden, und die Kranken, Alten, Schwachen, Bedürftigen, die gnadenlos verstoßen werden. Ihnen zu helfen, ist Hochverrat. Deshalb schwimmen die Einen im Überfluss, während die anderen verhungern. Das kann Yma nicht einfach so hinnehmen, vor allem nicht, als bei ihrer besten Freundin Krebs diagnostiziert und sie daraufhin verstoßen wird. Yma beschließt, unerlaubt zu handeln. Ein Entschluss, über den ich erfreut war, der meines Erachtens aber gar nicht so offensichtlich war. Yma ist sich der vielen Opfer, die sie bringt, nämlich durchaus bewusst. Sie könnte ihren Ruf, ihr luxuriöses Leben, das sie sich so hart erarbeitet hat, ihre Sicherheit aufgrund ihrer Hilfeleistung verlieren. Sie könnte zum Tode verurteilt oder für immer weggesperrt werden. Deshalb muss sie sich fragen, wie sie leben möchte – und wie sie nicht mit sich selbst leben kann. Was ist sie bereit für Andere zu opfern?
Diese Dystopie ist sehr realitätsnah und geht einem deshalb unter die Haut. Sie baut auf der momentanen Problematik auf, dass Menschen immer älter werden, die Ressourcen knapp werden und das Gesundheitswesen überlastet ist. Sie beschreibt außerdem, dass es bequemer ist, Elend zu ignorieren, statt etwas dagegen zu unternehmen. Auch die zunehmende Transparenz durch die moderne Technik wird thematisiert.
Eine Dystopie, die grausam, gruselig und zum Nachdenken anregend ist.
Klare Leseempfehlung für Fans von „Die Auslese„-Trilogie von Joelle Charbonneau „Delirium„-Trilogie von Lauren Oliver „Slated„-Trilogie von Teri Terry und „Superior Lies“ von Laura Cardea (Reihe noch nicht beendet)
Cover: Ich mag es wirklich sehr. Die Kombination der Farben gefällt mir gut und Person auf dem Cover passt perfekt zur Protagonistin. 😍
Meinung: Zunächst möchte ich positiv diesen angenehmen und einfachen Schreibstil erwähnen, dieser lässt die Geschichte superflüssig lesen.
Die dystopische Welt finde ich gleichermaßen faszinierend wie grausam. Ein Sozialsystem ist nicht vorhanden, vom Staat oder von den Menschen brauchst du keine Hilfe erwarten, egal wie sehr du diese auch benötigst. Die medizinische Versorgung wurde komplett eingestellt, somit müssen die Menschen ihr Bestes geben, um gesund zu bleiben. „Die Starken überleben, die Schwachen sterben“ Als Mensch mit einer oder gar mehren Krankheiten wirst du in dieser Gesellschaft quasi als Abschaum angesehen. Niemand wird dir eine Arbeitsstelle geben, niemand möchte mit die befreundet sein, selbst deine Familie wird sich abwenden. Von niemanden brauchst du auch nur ein wenig Hilfe erwarten, denn Hilfe ist strengstens verboten. Gehörst du jedoch zu jenen, die einen guten Job haben, somit Geld und auch noch gesund bist, gehörst du zur Elite und kannst wie die Made im Speck leben. In der Geschichte wird uns recht schnell gezeigt, wie grausam diese Welt sein kann, wenn man nicht zur Elite gehört, aber wir sehen auch, wie schnell man von dieser nach ganz unten abrutschen kann. Es war beim Lesen manchmal schon etwas drückend zu wissen, dass ich in dieser Welt aufgrund meiner Krankheiten höchstwahrscheinlich schon tot wär.
Yma lebt in dieser Welt, sie gehört seit Jahren zu den Klassenbesten, und wenn sie so weiter macht, wird sie irgendwann nicht mehr zur unteren Mittelschicht gehören, sondern zu den Eliten aufsteigen. Doch Yma hat ein großes Problem. Sie hat Mitgefühl. Das Leid der anderen sollte sie eigentlich kalt lassen, denn dies wird einem von klein auf eingetrichtert, doch Yma fällt es immer schwerer wegzuschauen. Als sie Len kennenlernt, ändert sich alles. Len zeigt Yma was mit den Menschen passiert, denen keiner hilft und unsere Protagonistin muss sich entscheiden, regelkonform bleiben und wegschauen oder das eigene Leben riskieren, um anderen zu helfen. Unsere Protagonistin gefiel mir durchweg sehr gut, sie ist mir sehr sympathisch. Sie ist ehrgeizig und dennoch ein viel zu guter Mensch für so eine Welt. Die Entwicklung, welche sie im Laufe der Geschichte durchmacht, fand ich gut und auch authentisch. Generell hat die Autorin die Figuren wirklich toll ausgearbeitet.
Die Geschichte ist von Anfang bis zum Ende spannend. Immer wieder kommen überraschende Wendungen und bis zum Schluss war ich mir nicht ganz sicher, welchen weg Yma letztendlich gehen wird.
Fazit: Eine spannende und absolut mitreißende Dystopie, welche mich begeistern konnte. Kein Sozialsystem, keine medizinische Versorgung, jegliche Hilfeleistungen sind strengstens verboten. Die Menschen in dieser Welt müssen ihr Bestes geben, um möglichst fit und gesund zu bleiben. Wird festgestellt, dass man eine Krankheit hat, hat man verloren, denn niemand stellt einen Kranken ein, niemand möchte mit so jemanden befreundet sein und auch auf die Familie kann man nicht zählen. Beim Lesen zu wissen, dass ich aufgrund meiner Krankheiten (eine benötigt blutverdünnende Medikamente) in dieser Welt höchst wahrscheinlich schon tot wäre, war irgendwie komisch. Die Autorin hat es geschafft, diese grausame Welt authentisch und faszinierend aufzubauen. Die Figuren ins Besondere, die Protagonistin haben mir sehr gut gefallen. Die ganze Geschichte war vom Anfang bis zum Ende sehr spannend und auch emotional konnte mich die Autorin an manchen stellen, wirklich berühren. Das Ende war mir persönlich zu offen, da es wohl vorerst ein Einzelband sein soll. Ich hoffe wirklich sehr, dass es eine Fortsetzung geben wird! Von mir gibt es auf jeden Fall eine große Leseempfehlung. 💖
In der Vorschau des Verlags ist mir „Broken World: Wie willst du leben?“ aufgefallen und ich wollte wissen, was sich hinter dieser Geschichte verbirgt. Yma gehört zu ärmerer Schicht in und musste bisher sich immer alles erarbeiten. Jetzt scheint die Chance auf ein besseres Leben in der Elite zu winken, doch was ist, wenn sie dafür eine harte Entscheidung treffen muss?
Yma ist nicht mit einem goldenen Löffel geboren worden und sie dagegen versucht sich durch Stipendien und als Klassenbeste ein besseres Leben zu ermöglichen. Niemand ahnt, dass sie ein Geheimnis hat, denn sie kann Mitleid empfinden …
Der Schreibstil ist angenehm flüssig und wird aus der Perspektive von Yma erzählt. Der Leser kann sie so noch näher kennenlernen und ihre Gedanken und Gefühle erfahren während der Handlung. Die Nebenfiguren sind ebenso authentisch und gestalten die Geschichte mit. Besonders die Stadt in der Yma lebt hat mich neugierig gemacht und ich wollte immer mehr kennenlernen.
Die Spannung hat mich mehr und mehr in die Geschichte gezogen um Yma. Sie lebt in einer Welt, in der es die ärmeren schwerer haben und sie selbst musste sich hocharbeiten. Sie möchte zur Elite gehören und ein besseres Leben zu haben und das System sorgt dafür das immer nur die Gesunden und stärkeren die Rechte haben. Es herrschen schlimme Klassenunterschiede, die es Yma nicht einfach machen in ihrem Leben.
Jana Voosen hat eine besondere Geschichte geschaffen, die mich auf ihre Weise mitgerissen hat. Ich finde es toll das sie sich ein Beispiel an ärmeren Ländern genommen hat, die heute ebenfalls kein gutes Netz einer Gesundheitsversorgung hatten.
Das Cover sieht einfach großartig aus und hat mir auf den ersten Blick gefallen, weil die junge Frau eine besondere Ausstrahlung hat.
Fazit
„Broken World: Wie willst du leben?“ ist eine besondere Jugendbuchhandlung, die mich mitgerissen hat.
Ich freue mich auf ihre nächsten Bücher, vielleicht wieder im gleichen Genre.
Das Buch ist superspannend und abwechslungsreich geschrieben. Es enthält eine Story, die einem zum Nachdenken anregt und manchmal auch die Sprache verschlägt. Besonders spannend finde ich an dem Buch die Geschichte, wie es dazu kam das die Regeln verändert wurde. Denn das ist ein gegenwärtiges und unvermeidbares Thema. Die Möglichkeit besteht wirklich, dass es irgendwann heißt: Die Starken überleben und die Schwachen sterben. Es ist wahrscheinlich und doch auch wieder nicht. Somit also die perfekte Grundlage für ein Science-Fiction Buch. Das wurde auch super im Buch umgesetzt und ich bin zu 100% davon überzeugt. Denn das Buch zu lesen war superspannend und aufschlussreich. Zugleich aber auch abschreckend und dramatisch. Weil einem bewusst wird, wie Menschen sein können und was ein Boss Empathie und Hilfe in der Gesellschaft doch ausmachen. Zudem finde ich sie Beziehung zwischen Len und Yma super interessant zu beobachten, da sowohl Len als auch Yma ja in festen Händen sind und nur durch ihre verbotene Hilfe miteinander in Kontakt sind. Das heizt die Story nochmal auf und führt zu vielen interessanten Momenten. Das Einzige was mich etwas gestört hat war Ymas leichtgläubige Haltung. Denn sie wird in der Welt, in der sie lebt, gefühlt 24/7 überwacht und denkt ernsthaft das ihr Verhalten nicht auffällt. Das war schon ziemlich dumm, aber naja schlussendlich hat sie ja bemerkt was wirklich Sache ist. Dennoch war das Buch voller Spannung und mir hat es wirklich gefallen. Ich bin auch schon sehr gespannt auf Band 2. Die Story ist phänomenal und futuristisch. Eine junge Frau, die ihre letzte gesundheitliche Prüfung hat, stellt sich die Frage was sie mit ihrem Leben anfangen will. Zur Elite gehören, viel Geld verdienen, einen Mann fürs Leben finden. Doch ausgerechnet dann, an diesem so wichtigen Tag stellt sich heraus das ihre beste Freundin diese Zukunft verwehrt bleibt. Dem Mädchen wird auf der Suche nach ihrer Freundin die Armut und Ungerechtigkeit bewusst und stößt dabei auf einem Rebellen. Der sich als ihr neuer Nachbar herausstellt und sie in eine andere, weit gefährlichere Welt mit reinziehet. Yma kommt aus nicht gerade den besten Verhältnissen, denn sie ist kein Teil der Elite. Doch sie kämpft dafür später dazu zu gehören. Sie erbringt Bestleistungen in ihrer Schule und lebt nach den Regel dieser Welt und doch unterscheidet sie sich von den anderen. Denn sie Besitzer Empathie und Mitgefühl, was in ihrer Welt ihr Todesurteil bedeutet. Sie hat Mitleid mit den Armen und kann sie verstehen, denn schlussendlich gehörte sie selbst dazu. Vom Charakter her ist sie eine sehr liebe, freundliche, hilfsbereite und ehrgeizige Person. Doch das wird ihr zum Verhängnis. Denn sie beginnt anderen zu helfen und verarztet sie. Da zwei der wichtigsten Menschen in ihrem Leben verschwunden sind, die ihr sonst den Weg gezeigt haben. Dadurch entwickelt sie sich zu einer starken, mutigen jungen Frau, die anderen selbstlos hilft. Ich schätze ihre Loyalität und bin sehr beeindruckt von ihrer Art mit Menschen umzugehen. Für mich ist sie ein Vorbild und hoffentlich auch bald das Vorbild einer Revolution. Len ist ein ziemlich verdrehter Typ, denn einerseits wirkt er kalt, aggressiv, ruppiger und überheblich, andererseits ist er aber auch ein hilfsbereiter und liebevoller Mensch. Er ist eindeutig kein Mann der großen Worte, dafür lässt er aber seine Taten für sich sprechen. Viel ist über ihn nicht bekannt, doch was man weiß ist das er sich dazu verpflichtet fühlt anderen zu helfen und täglich neben seinen Beruf Menschenleben rettet. Ich finde ihn sehr interessant, denn er lässt sich nicht in die Karten schauen. Zudem mag ich seine loyal Art. Über das Buch hinweg entwickelt er sich auch, denn er vertraut Yma immer mehr und schafft es sogar sie für sich zu gewinnen und sie zu retten. Len ist also eindeutig ein Held und ein Märtyrer zugleich, weshalb er mein Herz in Sekunden erobert hat. Adriel ist ein super Schüler, der sehr von sich selbst überzeugt ist und eine romantische Seite an sich hat. Er gehört zur Elite und vertritt dessen Meinungen zu 100%, weshalb er auch kein Mitgefühl kennt. Seine anderen Seite ist grausam, kalt und aggressiv, jedoch erkennt man dies erst auf dem zweiten Blick. Zu Beginn mochte ich ihn wirklich sehr, doch dann entwickelte er sich immer mehr zu einem Arsch, der sich nur um sich selbst sorgt. Zusammen sind Yma und Adriel oberflächlich betrachtet das totale Traumpaar. Sie sehen gut zusammen aus, sind die besten in ihrer Schule und gelten als das Dream Team. Jedoch ist Yma viel zu hilfsbereit und empathisch, weshalb sich ihre Ansichten stark voneinander unterscheiden. Während Yma und Len, sich erst nicht leiden können, aber die gleichen Meinungen und Ansichten vertreten. Doch je näher sie sich kommen, desto mehr zeigt sich ihre Verbundenheit zueinander. Ich mag Yma und Len tausendmal mehr als Yma und Adriel. Das Ende war unvorhersehbar. Ich war ein bisschen von Adriels Verhalten überrascht, obwohl eigentlich schon sehr überrascht, denn er hat schlussendlich seine Liebe verraten. Er hätte sie auch darauf ansprechen können, was er aber nicht getan hat. Stattdessen lässt er sie ins Messer laufen. Yma hat dafür aber ziemlich gelassen und mutig reagiert und gekämpft bis zum bitteren Ende. Doch es hat nicht gereicht, denn das Ganze hat eine ziemliche Wendung genommen als Yma jemanden begegnet den sie für Tod gehalten hat. Dieser jemand versucht sie zu retten und gleichzeitig führt das ganze dazu das sie alle die ihr was bedeuten zurücklassen muss und sich alleine rettet. Was mich auch schon zu der letzten Szene bringt, die mir den Wind aus den Segeln nimmt. Diese Szene ist so offen, dass ich schon die ganze Zeit am Spekulieren bin, was wohl in Band 2 gesehen wird. Ich bin sehr überrascht und beeindruckt davon, gleichzeitig verflucht ich es aber auch, denn ich muss noch warten, bis ich Band 2 lesen kann. Zusammengefasst war das Buch also ein super revolutionäres Science-Fiction Band, dass ich nur empfehlen kann.
Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar. Der Klappentext hat mich dazu verleitet dieses Buch zu lesen. Ich war gespannt und habe mich schon richtig gefreut das es spannend wird und auch mal Actionreich. Dabei war dieses Buch viel mehr als das. Es hat mich zum nachdenken angeregt und auch zum zweifeln. Man lernt die junge Yma kennen, die in einer Welt aufwächst die mir selbst die Nackenhaare aufstellen lässt. Dabei heißt es das die Starken gewinnen und die Schwachen und kranken direkt von der Gesellschaft ausgeschlossen werden. Eine der wichtigsten Regeln: Es ist verboten Menschen zu helfen oder zu heilen. Yma gehört schon zu den priviliegierten, aber sie hat gleichzeitig auch um ihre Stellung gekämpft. In ihrem Leben ist sie abgesichert und fest. Aber sie stellt auch das System in Frage. Gleichzeitig bringt sie sich in Große Gefahr und steht vor einer der schwierigsten Entscheidungen, welches auch ihr Leben ins Wanken bringt.
Yma war mir direkt symphatisch. Sie hat mit viel Arbeit um ihre Stellung gekämpft und wollte nicht von der Stellung ihrer Eltern profitieren. Sie hat Mut und Engagment bewiesen und hatte ihr Herz am rechten Fleck. Dass das System so falsch ist, weiß sie von tiefsten Herzen. Obwohl sie um ihre Stellung gekämpft hat, kann sie trotzdem nicht wegsehen als sie Len kennenlernt, der die Seite der Schwachen kennt. Sie bringt ihre Zukunft in Gefahr. Aber sie entwickelt sich auch immer mehr im Laufe der Geschichte und zwischen ihr und Len knistert es auch etwas. Len war mir auch direkt symphatisch. Er wusste wie es auf der anderen Seite aussieht und hat trotz allerdings Regeln versucht den Menschen zu helfen. Das er bei Yma auf eine Gefährtin stößt der ihr unglaublich helfen kann, war für ihn eine Bereicherung. Beide Charakter haben zusammen so harmoniert und waren authentisch. Dazu kommen noch einige Nebencharakter die man mag oder eben nicht mag.
Der Schreibstil der Autorin war flüssig zu lesen und super für ein Jugendroman. Man kommt flüssig durch die Geschichte und ist wie gebannt. Als Leser liest man nur aus der Sicht von Yma, wodurch man ihre Gedanken, Gefühle und Zweifel besser versteht. Das ganze Setting spielt in der Zukunft, in der man selbst nicht unbedingt Leben möchte. Auch wurde diese bildlich beschrieben. Man darf sich auch über einige Überraschungen und Wendungen freuen. Das Ende hat einen fiesen Cliffhanger, wodurch die Erwartungen noch höher sind. Ich bin gespannt ob man noch mehr über Yma und Len lesen darf und über die verkorkste Welt, die bei genaueren Betrachtungen, sogar ein klein wenig unserer Welt ähnelt. Man aber trotzdem nicht in dieser Welt oder eher "Broken World" Leben möchte. Eine klare Leseempfehlung von mir, gerade für Jugendliche oder auch für Leute die gerne Jugendromane lesen.
Mir war das Buch gleich vom Cover her aufgefallen und ich sage sicherlich auch nie nein gegen eine gute Dystopie, weshalb ich mich umso mehr gefreut habe, dass mich das Glück hier getroffen hat und ich bei der Leserunde dabeisein durfte. Vielen Dank dafür.
Der Grundansatz davon ist ja erst einmal absolute klasse. Die Idee dieses Systems, in welchem allein die Gesundheit den entscheidenden Faktoren bringt, wie sein Leben verläuft, ist wirklich genial. Auf einer gewissen Weise auch eigentlich das Fairste System überhaupt, wie auch hier gezeigt, wird, denn ob reich oder arm, ob gut oder böse, jeden kann eine Krankheit oder andere gesundheitliche Probleme ja letztendlich treffen, auch wenn Vorbeugung natürlich etwas hilft (wenn natürlich auch nicht immer), was auch mehr als einmal gezeigt wurde, nur dass sie in diesem Falle zum Verderb führt. Wie das nach und nach gezeigt und aufgeführt wurde und welche weittragenden Faktoren es noch hat, wurde hier wirklich beeindruckend beschrieben.
Generell wurde aber alles gut ausgebaut und wie manches beschrieben wurde, wie zum Beispiel die oberflächlichen Gefühle in der Beziehung zwischen Adriel und der erst einmal völlig überforderten Yma, die gerade den Aufstieg geschafft hat und nun alles geschenkt bekommt und gerade nicht weiss, was sie mit diesem neuen perfekten Leben machen sollte. Allein da merkt man bereits, wie gut die Beschreibungen getroffen wurden und man erkennt es im Verlaufe des Buches immer wieder, zum Beispiel, als sie mit Len die zum ersten Mal bei der medizinischen Versorgung mithilft.
Durch die starken Beschreibungen wurden natürlich auch die Charaktere gut ausgebaut, diesmal auch gut durch die Handlungen und weniger von Beschreibungen, etwas wofür ich immer lebe, denn wenn man es gut macht, braucht es auch keine Extrabeschreibungen.
Auch von der Storyline her, war das Buch wirklich sehr spannend gestaltet. Allein der Prolog schaffte es bereits, mich zu packen, aber es blieb durch das Buch hindurch spannend und endet mit einem miesen Cliffhanger.
Somit war das Buch im Gesamten also wirklich ein genialer Auftakt. Ich kann es jedem Dystopiefan wirklich nur wärmstens ans Herz legen. In dieser Reihe liegt wirklich Potential und ich freue mich schon riesig auf den nächsten Band, weshalb ich dem Buch auch gerne fünf Sterne geben möchte.
Rezension „Broken World: Wie willst du leben?“ von Jana Voosen
Meinung
Eigentlich finde ich ja immer Worte für jene Bücher, die ich gelesen habe. Doch nachdem ich dieses Buch beendete, war ich sprachlos und konnte sowohl meine Gedanken, als auch Gefühle nicht sortieren. Ich bin absolut geflasht von dieser emotionalen, mitreißenden, spannenden Story. Jana Voosen nimmt den Leser mit in die Metropole Zentral-Vahvin mit ihren extrem Gesetzen, die mir eine Gänsehaut bescherten.
Einzig das Recht des Gesunden und Stärkeren zählt hier. Das System duldet nichts anderes!! Es gelten harte Strafen für Mitleid oder Hilfe. Jana Voosen hat die Klassenunterschiede, wie auch die extremen Regeln der Regierung auf erschreckend reale Weise dargestellt, so dass ich beim Leser mehr als einmal fassungslos war. Entweder zählst du zur Elite, oder zum Nichts, ohne Rechte. Nicht nur für Yma war es beklemmend, gefährlich und beängstigend, sondern auch für mich, denn ich spürte die geballte Ladung der Emotionen bis in jede Zelle.
Jana Voosen schafft eine zutiefst berührende, bildhafte und vor Hochspannung strotzende Handlung, die zudem mit abwechslungsreichen Szenen aufwartet. Jana Voosen regt zum nachdenken an und verschlug mir pausenlos die Sprache. Jana Voosen zeigt auf dramatische Weise, wie Menschen sein können. Die Charaktere sind authentisch und von sympathisch, bis geht gar nicht ist alles vertreten. Die Autorin zeigt eine Vielfalt und meisterhafte Umsetzung, wie ich es selten zuvor erlebt habe.
Tausende Gefühle fluteten mein Inneres und ließen mich weinen, staunen, aber auch bewundern. Humor, Freundschaft, Liebe, Intrigen, Verrat - in dieser Geschichte gibt es alles. Mit zahlreichen Wendungen, die unvorhersehbar waren, Tiefe und Action im perfekten Einklang, raste die Geschichte mit irrer Geschwindigkeit zu einem Jahreshighlight. Schon jetzt kann ich die Fortsetzung nicht erwarten. Grandios. Genial. Fulminant.
Fazit
Was bitte ist „Broken World“ für ein spektakuläres Buch? Erschreckend, Atem raubend, sprachlos machend, unfassbar spannend und voller Emotionen. Jana Voosen führt den Leser in eine gefährliche Welt, in der nur das Recht der stärkeren zählt. Meine Gedanken und Gefühle rasten unaufhörlich und am Ende bleibt mir nur zu sagen „WOW“!!!! Lest diese Geschichte! Ein Page Turner der Extraklasse und mit Garantie zum Jahreshighlight!
Yma lebt in dem Europa der Zukunft. Nach zwei Pandemien ist das Sozialsystem vollkommen zusammengestürzt und ein neuer Staat, Vehmin entstand. Hier gilt das Prinzip der natürlichen Auslese - wer stark ist, überlebt, wer schwach ist, stirbt. Arbeitslosengeld, Versicherungen und sogar Krankenhäuser wurden abgeschafft und Hilfeleistungen sind strengstens verboten. Und Yma hat eigentlich Glück. Sie ist gesund, Klassenbeste und auf bestem Wege, es in die Elite zu schaffen. Doch als ihre beste Freundin krank wird, kommt ihr ihre große Schwäche in den Weg: Sie empfindet Empathie.
Es ist lange her, dass ich einen Dystopie-Roman gelesen habe. Ich hatte eigentlich mit dem Genre aufgehört, weil alles immer dem selben Schema folgte und ich mich schließlich nur noch zu Tode gelangweilt habe. Ein unscheinbares Mädchen, dass eigentlich gar nichts besonderes ist, lebt in einem ungerechtene System, wird dann irgendwie in eine Rebellion verstrickt und muss sich noch dazu zwischen zwei unglaublich gut aussehenden Männern entscheiden! Leider fiel auch dieses Buch wieder in einige dieser Klichees. Schon allein die Grundidee ist etwas seltsam. Empathie ist eine der grundlegenden Eigenschaften von Menschen und dennnoch ist Yma eine der wenigen, der es etwas ausmacht, andere Menschen leiden zu sehen? Das Worldbuilding war mir einfach etwas zu unrealistisch. Ein System, dass von der Ausbeutung der Armen profitiert ist nicht schwer vorzustellen, eines wo das aber aktiv beworben wird schon. Außerdem könnte ein Systme, wo niemand jemals sicher ist, nie funktionieren. Denn jeder kann krank werden, auch die oberste Elite. Und egal wo man ist, die oberste Elite schützt sich immer. Vielleicht wäre dazu ein Plottwist in einem weiteren Band gekommen, fände ich für meinen Teil essentiel.
Yma war aber für YA-Dystopie eine sehr gute Protagonistin, mit viel Eigenantrieb, starken Überzeugungen und nicht zu leicht von Männern abgelenkt. Auch die Love Interest habe ich eigentlich sehr gemocht, nur leider gar nicht als Love Interest. Die Chemie stimmte zwischen den beiden super - aber eher wie gute Freunde oder Geschwister und so (obwohl ich es natürlich schon gefürchtet habe) haben mich die plötzlich aus dem Nichts kommenden romantischen Gefühle doch ein wenig verwirrt.
Wie dem auch sei, das Buch war nicht unangenehm zu lesen, im Gegenteil, ich habe es in einem Tag fertig gehabt. Wenn einem ein paar Klichees und altbekannte Konzepte nichts ausmachen, ist es sicher eine nette Lektüre.
Broken World ist eine sehr gesellschaftskritische Rahmenhandlung, die sich mit dem Thema der Unterstützung Schwächerer und dessen Folgen befasst. Demnach ist es in dieser Welt verboten, anderen unentgeltliche Hilfeleistungen anzubieten oder Almosen zu verteilen; jeder ist für sein eigenes Glück verantwortlich. Diese Anschauung fand ich gleichermaßen interessant wie grausam und war gespannt, wie ich am Ende dazu stehen werde. Bis zum letzten Drittel fand ich es wirklich sehr gelungen, weil alles einem erkennbaren roten Faden folgte, ich mich selbst in der Protagonistin erkennen konnte und ich gleichzeitig aber auch verstanden habe, was die Idee hinter der "neuen Art zu leben" ist und auch diesen Gedankengang nicht ganz abwegig fand. Leider kam es gegen Ende zu einer Entwicklung, die ich als Leser überhaupt nicht vorhersehen konnte, weil sie nicht wirklich vorbereitet wurde, sondern einfach als Plottwist aus dem Nichts auftauchte. Gerade das wäre an anderer Stelle durchaus ein positiver Punkt gewesen, aber hier, wo der Leser eigentlich auch emotional mit von der Partie sein sollte, ist dies nicht der Fall. Ich wäre gern aktiv Teil der Gefühlsentwicklung gewesen, statt vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden, da in mir so der Eindruck entstanden ist, als hätte ich ein paar Seiten überblättert und dadurch die Entstehung verpasst. So ging es mir ab diesem Zeitpunkt auch mit dem Teil der Handlung, der nicht auf Gefühlen basiert. Vieles ging mir etwas schnell und wurde für meinen Geschmack nicht ausführlich genug begründet. Charaktere zeigen plötzlich ganz ungeahnte Seiten, die gar nicht zu ihrem vorherigen Auftreten passen und es passiert so viel, dass die einzelnen Handlungsschauplätze an Bedeutung verloren haben. Da mir die Grundidee der Handlung aber sehr gut gefallen hat, ich die Umsetzung der Diskussion des Themas Hilfe anbieten und für Schwächere sorgen grundsätzlich gelungen fand und ich Geschichten dieser Art gerne lese, vergebe ich 3/5 🌟.
Vahvin ist so zusagen das Nachfolgeland der europäischen Union. Nach einer verheerenden Pandemie wurde der Sozialstaat abgeschafft, nur die gesunden und leistungsstarken Menschen können ein gutes Leben führen, wer krank wird hat keine Möglichkeit sich behandeln zu lassen. Yma hat es geschafft, trotz ihrer Herkunft aus ärmlichen Verhältnissen mit harter Arbeit in der Schule an die Spitze der Klasse zu kommen und bekommt einen tollen Job inklusive einer tollen Wohnung angeboten. Doch als ihre beste Freundin bei einer Gesundheitsuntersuchung durchfällt und aussortiert wird, wachsen ihre Zweifel an der Mitleidlosigkeit der Gesellschaft. Als sie dann noch auf Len trifft, der ein Doppelleben zu führen scheint, wird ihr klar, dass sie sich entscheiden muss.
Mir hat das Buch an sich gut gefallen. Die Gesellschaft, die die Autorin zeichnet, ist durchaus denkbar. Das Ausgangsszenario, wie es dazu kommen konnte gleicht dem, was wir gerade erleben. In dieser Form der Gesellschaft ist nur der etwas wert, der Leistung abliefert, jedes Versagen wird mit Ausstoß aus der Gesellschaft geahndet. Auch Krankheit gilt als Versagen und da es keine Ärzte mehr gibt, kann man schon an den einfachsten Dingen sterben, die früher locker behandelbar waren.
Die Geschichte liest sich flüssig und Ymas Zweifel sind gut beschrieben, man kann sie gut nachvollziehen. Ich mochte das Buch auch nur ungern aus der Hand legen, durch die kurzen Kapitel entsteht ein ziemlicher Lesesog. Nur mit dem Ende war ich nicht zufrieden, das Buch ist derzeit nicht als Reihenauftakt gekennzeichnet und ohne eine Fortsetzung ist mir das Ende definitiv zu unvollständig. Daher hoffe ich mal sehr, dass es noch einen weiteren Band zu dieser Geschichte geben wird.
Trotz des Endes kann ich das Buch empfehlen. Es war spannend geschrieben und hatte eine wirklich gute Idee dahinter.
Begonnen habe ich dieses Buch mit hohen Erwartungen. Der Klappentext machte mich neugierig und schürte diese. Auch das Cover machte es nicht besser und heizte mich, wie auch der Titel noch mehr auf und ich musste dieses Buch unbedingt lesen.
In dem Buch ist eine interessante und wahrscheinlich gar nicht so ferne Welt erschaffen worden welche mich begeistern und zum Nachdenken anregen konnte. Es ist erschreckend wie realitätsnahe mir das ganze Setting vorgekommen ist. Für mich ist es alleine wegen dem Setting schon eine absolute Empfehlung. Auch der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig. Da es das erste Buch war welches ich von der Autorin gelesen habe kannte ich diesen noch nicht und bin sehr angenehm überrascht worden.
Die Charaktere sind ebenfalls sehr gut gelungen. Yma, unsere Protagonistin, macht eine interessante und glaubhafte Entwicklung durch. Außerdem ist sie auch sehr sympathisch und mir gelang es gut mit ihr mit zu fühlen. Auch Len und ihre beste Freundin sind tolle Charaktere. Allerdings konnte ich die Liebesbeziehung nicht vollständig nachvollziehen dass hat mich aber im Gesamtbild nicht großartig gestört. Einen weiteren Charakter den wir kennenlernen ist ebenfalls sehr sehr gut gelungen. Ich habe ihn das Buch über immer weniger ausstehen können. Dafür geht definitiv ein großes Lob an die Autorin.
Ich kann dies realitätsnahe, gut unterhaltene Dystopie weiter empfehlen. Ich freue mich schon sehr auf den Folgeband und hoffe dass dieser vielleicht sogar noch eine Schippe drauflegen kann.
Genau in solch einer Welt lebt Yma, die sich diesen Platz hart erkämpfen musste mit vielen Förderstipendien und somit immer die Beste war in der Schule. Ein Joch, das sich für sie eines Tages auszahlen soll. Yma hat nur ein Manko von dem niemand wissen darf. Sie kann Mitleid empfinden. In der Welt der Elite kommt das einem Staatsverrat gleich und somit muss Yma immer darauf achten nicht aufzufallen bis eines Tages nach einem Gesundheitscheck ihre beste Freundin einfach so verschwindet. Immer wieder tauchen neue Fragen auf und Yma begibt sich auf einen gefährlichen Pfad. Denn wer das System hinterfrägt macht sich einen gefährlichen Feind zum Gegner. Bei ihren Nachforschungen trifft sie auf Len und weiß, dass es nur eine Entscheidung gibt …
Nur welche wird die Richtige sein?
Meine Meinung
Ich bin geflasht von dieser emotional mitreissenden Story. Hier wird man mitgenommen in die Metropole Zentral-Vahvin und ihren extremen Gesetzen. Hier zählt das Recht des Stärkeren und Gesunden. Alles andere wird vom System nicht geduldet. Kranke, Mitleid, Hilfe sind hier nicht erwünscht und werden hart bestraft. Yma weiß das, wohnt sie doch mit ihrer Mutter in einer kleinen Zwei-Zimmerwohnung und versucht durch ihren Lerneifer ihre Position zu verbessern.
Ich finde die extremen Klassenunterschiede hier sehr gut dargestellt, wie auch die Regeln der Regierung. Hier wird man entweder zur Elite eingestuft oder als Nichts ohne Rechte und ohne das Recht zu Leben.
Gefährlich, beklemmend und beängstigend muss sich Yma diesen Tatsachen stellen, nachdem sie merkt, dass ein wegsehen bei diesen Zuständen keine Option mehr ist, wenn die Angst um geliebte Menschen einen zu einer Richtung fordern. In dieser grausamen Gesellschaft zu leben oder zu helfen.
Berührend, Packend und vor allem bildhaft hat mich die Autorin hier begeistern können auch wenn mir der Schluss nicht ganz so gut gefallen hat, war er authentisch und absolut nachvollziehbar.
Ein erschreckendes Bild und dann doch so nah an der Realität, die uns durch die Pandemie begleitet hat.
Ich war daher sehr neugierig, wie sich hier die Persönlichkeiten zu den Schicksalsschlägen und den Herausforderungen entwickeln.
Yma ist beeindruckend, wie sie sich durch die Ängste kämpft und sich dann für die Kranken einsetzt. Die Erkenntnisse auf sie einschlagen, sie sich trotz dessen nicht von ihrem Ziel abhalten lässt.
Auf der anderen Seite Len, der sich ohne Wenn und Aber für seine Sache aufopfert, jede Strafe dafür in Kauf nimmt.
Lest selbst, verstrickt euch in einer tragischen Welt, der Leute, der schlecht gestellten und ergreifenden Verstrickungen.
Ein Werk, was einem tolle Persönlichkeiten bietet, deren Entwicklungen erstaunen und schockieren.
Ich bleibe daher gut unterhalten, beflügelt von der Botschaft und dem Kampf gegen die Ungerechtigkeit zufrieden zurück.
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an den Verlag. Trotz der Bereitstellung hat dies in keiner Weise meine ehrliche Meinung zum Buch beeinträchtigt.
Das Buch war ein reiner Coverkauf, mir war egal um was es ging, ich wollte in erster Linie das Cover im Regal stehen haben. Als ich die erste Seite aufschlug, hatte mich die Story gepackt. Das Buch wieder aus der Hand zu legen, der Gedanke kam mir gar nicht erst. Die Protagonistin ist ein ganz toller Charakter mit viel Liebe zum Detail ausgearbeitet. Man erlebt ihre Geschichte und merkt, wie sie von Seite zu Seite in ihrer Rolle aufzugehen scheint. Ihr Gegenpart Len, konnte meine Sympathie leider nicht wirklich erhaschen, was Grund für einen Sternabzug ist. Ich fand seinen Charakter sehr schwierig und wusste ihn nie wirklich einzuschätzen. Das Ende hat mich leider etwas enttäuscht zurück gelassen. Es wirkte beinahe so, als wären alle Ereignisse so schnell geschehen, dass die Zeit zum Verstehen nicht reichte. Es hätte auf jeden Fall Potential für einen weiteren Teil, da leider doch sehr viele Fragen offen geblieben sind.
Allein der Klappentext von Broken World hat bei mir schon Gänsehaut ausgelöst. Der Gedanken an eine so egoistische Welt ohne Mitgefühl liegt leider manchmal auch bei uns nicht so fern, wie man es sich wünschen würde, allerdings sind wir Gott sei Dank noch nicht so extrem unterwegs, wie es in Ymas Welt der Fall ist.
Der Schreibstil hatte mich von Seite 1 an gepackt und ich habe trotz der etwas vorhersehbaren Geschichte zu jedem Zeitpunkt mitgefiebert und jede Zeile genossen. Die Figuren sind authentisch und nachvollziehbar gestaltet, das Setting ist detailliert vorstellbar, die Grundidee hinter der Story sehr faszinierend. Ein richtig tolles Jugendbuch, was ich guten Gewissens weiterempfehlen kann!
—Don’t read this book if you get upset easily, because this novel will definitely do that to you!—
Yma has the perfect life in a world where Darwin's theory of evolution applies. Only the strongest survive and no one has compassion, but Yma is different and begins to question the state system. So she meets Len, and both of them have to decide what it is worth living for
One out of ten dystopies is unrealistic and simply inconceivably unthinkable. And of the rare bad examples there is this book: no logical storyline, questionable motives and a horrible protagonist along with no answers to the questions on the fold text. One would think that today's authors no longer have creativity, but simply publish a book like that because it fits right now. That's exactly how it felt, and after each page I only asked myself one question: Seriously? How could that book be found well by so many, because the reviews speak for it? I do not understand it and I would like my time I have wasted reading this book back, please.
Yma is not so bad in itself, because she is calm, intelligent and empathic. But in a novel that calls for a revolution, she is the wrong person, because she is not courageous and rebellious. Never could the introverted and invisible Yma from the beginning help sick people, even though she has no idea of it. In addition, the novel is neither emotional, which was needed in some places, nor too exciting, so that you wanted to continue reading. I couldn't feel in the protagonist and I didn't understand her at all, no matter how hard I tried. In addition, the almost juvenile writing style and me the story could not catch anymore. The love stories are too superficial, as Yma has been dating her shwarm since childhood, but eventually feels attracted to a stranger and married man, even though they have nothing in common. Len lets her flash several times and no trace of feelings. Either you pack love into a youth novel or not, but to write something half straight is absolutely not and is even worse than a ever-recurring love affair. Only in the last 10 pages are they revealed and that's it. I even liked the first love more, because it was replied at least by both sides.
The story itself is quite good, if not just too good. You have to imagine that technology is at a high level and people make a lot of money. Except for those who live in the periphery, because they suffer from hunger and other distress. Moreover, only the strong win and the weak are treated like dirt. In this way, you are immediately rejected when you get sick and hardly any disease can be cured, because disease symbolizes the greatest weakness of man. For me personally, it wasn't even a worse scenario, and I could quite imagine life in this world. Anyone could work for themselves and, ultimately, the book world is hardly different from today’s world, except that weak people are not given medicine or alms other than here. So, except for the government, everything is fine and questions like “Who does she want to be? How does she want to live?“ have already been answered and were introduced only to want to give the novel a depth that does not exist at all. It is not supposed to be philosophical, but only naive and childish.
So if the story is good, even if there is likely to be a typical revolution to the old world again, and the worldbuilding could hardly be better, then why would I just give two stars? Simply, Yma’s world is perfect and after days of thinking, there’s no reason why she wants to change something or help the sick, if she doesn’t know anything about it anyway. Yma's life doesn't fit the story. Rather a girl from the third or fourth zone would have made sense as a protagonist than a girl who writes the best grades, has a wonderful girlfriend, marries the most attractive man in school, gets a modern apartment and does one of the best jobs. No one would choose anything else, especially not for danger and death, if you had this life. Of course, the poor Yma (beware, sarcasm) has had to suffer two fateful beats, but everyone has to and nothing would improve. There is no reason why she should risk her life for nothing. It all annoys me so abnormally that I don't understand her. I'm distanced when Yma is sad or discovers something exciting. For example, after a hard blow, she is sad forever and doesn't care about the rest of the world. I have no idea what it means for the book, and as it is presented at the end, it is absolutely not. Hardly any woman has excited me as much as she has. I'm even on Adriel's side, because he's the only one who deserves my affection and doesn't do anything wrong. Even the one decision at the end I don't take him badly, and I do not betray them for reasons of spoiler. Kimi, Yma's best and only friend, honestly doesn't care much about me, and is just another spoiled bitch. The ending brings a star back, because it was brutal and informative, which I would not have expected both. I'm a little nervous about the second bath, and I hope I won't be as disappointed.
Overall, the novel is an unnecessary waste of secondary money, about which one could be upset all the time. Everything is pointless.
Total interessante Idee einer Welt, die Mitgefühl als Schwäche ansieht. In der Mitte zieht sich das Buch leider etwas, doch das Ende ist total spannend und nervenaufreibend. Es regt extrem zum Nachdenken an und man fragt sich, wie es wäre wenn es so eine Welt wirklich geben würde... Freue mich auf den zweiten Teil und hoffe auf noch mehr Spannung!