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Bunte Fische überall

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Barnies Leben ist alles andere als unkompliziert. Sie wird von zwei Vätern großgezogen, die aus noch erschreckend altmodisch sind. Smartphones & Co. sind absolut tabu. Stattdessen bekommt sie zu ihrem 13. Geburtstag ein schnödes Tagebuch. Darin erzählt sie von ihrem chaotischen Leben, allen voran von dem Baby-Projekt in ihrer Schule. Zusammen mit ihrem Schwarm Sergej kümmert sie sich wie echte Eltern rund um die Uhr um ihre Baby-Puppe Herbie. Dabei stellt sich heraus, dass Papa Sergej doch nicht so cool ist, wie gedacht. Und dann taucht da plötzlich Tore auf …

184 pages, Hardcover

Published October 13, 2021

23 people want to read

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Kathrin Schrocke

31 books5 followers

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Community Reviews

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Displaying 1 - 15 of 15 reviews
Profile Image for Favola.
402 reviews115 followers
April 13, 2022
Kathrin Schrocke konnte mich mit ihrem Buch "Immer kommt mir das Leben dazwischen" total überzeugen, so dass ich mich riesig auf ihr neues Werk "Bunte Fische überall" gefreut habe. Wobei man "neu" eigentlich in Anführungs- und Schlusszeichen setzen müsste, denn "Bunte Fische überall" ist eine überarbeitete Neuauflage vom 2015 erschienen "Mein Leben und andere Katastrophen". Das spielt aber überhaupt keine Rolle, denn ob vor sieben Jahren oder heute, die Geschichte ist einfach wunderbar, wichtig und genau richtig.

Die 13-jährige Barnie hat zwei Väter. Sie liebt die beiden über alles, wenn die beiden doch nur nicht so kompliziert und altmodisch wären... Zu ihrem 13. Geburtstag hat sie sich von ihnen ein cooles iPad gewünscht, doch stattdessen bekam sie ein doofes Notizbuch. Barnie ist alles andere als begeistert. Trotzdem entscheidet sie sich dafür, es als Tagebuch zu nutzen. Sie erzählt darin von ihrem turbulenten Leben als Teenager und vom Baby-Projekt in der Schule, das ihr ganzes Leben auf den Kopf stellt. Dabei soll sie sich nämlich gemeinsam mit ihrem Schwarm Sergej rund um die Uhr um eine Baby-Puppe kümmern. Zunächst ist sie überglücklich, dass genau Sergej ihr Projektpartner ist, allerdings muss sie leider bald feststellen, dass dies doch nicht ganz so toll ist, wie sie es sich ausgemalt hatte.

Weit nicht alle gehen mit Barnies Familienkonstellation so selbstverständlich um, wie es das für sie ist. Sie wächst bei ihren zwei Vätern auf, hat aber auch zu ihrer leiblichen Mutter einen guten Kontakt. Es könnte also alles so perfekt sein, wenn da nur die Vorurteile und Engstirnigkeit einiger anderen wäre...
Doch Barnie ist eine klasse Protagonistin und wächst im Verlauf der Geschichte über sich hinaus. Sie erkennt, welche Menschen ihr gut tun und vor allem steht sie für ihre Regenbogenfamilie ein. Denn sie weiss, dass sie nicht mit der Masse schwimmen muss...

Nicht nur Barnie erlebt in diesem Buch eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Auch als Leser*in fühlt man mit. Beim liebevollen Umgang mit ihren Vätern wurde mir richtig warm ums Herz und bei den Sequenzen um das Schulprojekt musste ich mir ab und zu ein Grinsen verkneifen. Es ist wirklich erstaunlich, zu was sich Jugendliche durch so eine Baby-Puppe verleiten lassen.
Und dann war ich auch entsetzt, wie intolerant einige Gleichaltrige auf Barnies Regenbogenfamilie reagieren.

"Bunte Fische überall" ist eine bezaubernde Teenagergeschichte, die mich von der ersten Seite an fesseln konnte. Mit viel Humor und auch Ironie bringt uns die Autorin aktuelle und wichtige Themen näher und bietet einen realistischen Einblick ins Gefühlschaos eines Teenagers. Kathrin Schrocke ist der Spagat zwischen Unterhaltung und Ernsthaftigkeit bestens gelungen.
Profile Image for NiWa.
526 reviews9 followers
November 19, 2022
Zum 13. Geburtstag bekommt ein Barnie ein Tagebuch, dabei hätte sie sich viel mehr technischen Schnickschnack à la Tablet und Co. gewünscht. Trotzdem erzählt sie darin von ihrem verrückten Teenie-Leben, das aktuell von einem aufreibenden Schulprojekt, dem ersten Schwarm und Feststellungen zu ihrer Regenbogenfamilie geprägt ist.

Der Mixtvision Verlag steht für interessante Gesellschaftsthemen und arbeitet brisante Fragen aus unterschiedlichen Perspektiven - vorwiegend für eine jüngere Zielgruppe - in anregenden Romanen auf. Als ich eine Rezension zu „Bunte Fische überall“ gelesen habe, war mir klar, dass ich mehr über Barnies Regenbogenfamilie wissen will.

Barnie ist ein 13-jähriges Mädchen, das in einem altmodischen Elternhaus aufwächst, wenn es um technische Neuerungen geht. Weniger konservativ ist, dass ihre Eltern zwei Männer sind, die sie Papa und Dad nennt. In ihrem Tagebuch hält sie fest, wie ihr Teenieleben als Tochter zweier Väter, ein nachwuchsförderndes Schulprojekt und das erste Schwärmen für einen Jungen ist.

Barnies Tagebucheinträge sind witzig zu lesen. Sie schreibt frisch und locker von der Leber weg und zeigt, was ihr aktuell am Herzen liegt. So nimmt man an einem nervenaufreibenden Schulprojekt teil, bei dem die Jugendlichen Verantwortung lernen. Sie sollen in Paar-Konstellationen Babypuppen versorgen, die genau die Bedürfnisse eines realen Kinds simulieren.

Dieses Schulprojekt bringt Barnie zumindest näher an ihren Schwarm, wobei die Erwachsenen herum, eindeutig überfordert damit sind.

Bei diesem Schulprojekt musste ich schmunzeln. Ich stelle es mir schwierig vor, dass es wirklich so wie im Buch beschrieben funktioniert, wenn eine ganze Klasse mit Babypuppen am Unterricht teilnimmt. Dieser Einwand wird zwar vom Mathematik-Lehrer herausgestrichen, dennoch denke ich, dass es in der Realität arg auf Kosten des Lernstoffs geht. Jedenfalls haben es die Teenies glänzend hingekriegt.

Kathrin Schrocke spricht in ihrem Jugendroman das wichtige Thema der Familie an. Es gibt viele unterschiedliche Familienvarianten oder Arten, wie eine Familie sein kann. Die einen wachsen im klassischen Umfeld auf, die anderen haben nur ein Elternteil, die Eltern geschieden oder leben getrennt und manch einer hat ein gleichgeschlechtliches Elternpaar. Die Autorin hat viele Konstellationen schön aufgearbeitet und vor allem gezeigt, dass es nicht wichtig ist, sich an Konventionen oder Erwartungen zu halten. So lange eine Familie dem Gefühl nach eine Familie ist, ist alles andere egal.

Außerdem betont Kathrin Schrocke wie normal Familien sind, die keine normale Familien sind. Es ist egal, ob jemand zwei Mütter, zwei Väter, eine Mutter und einen Vater oder nur einen Teil davon hat. Im Grunde baut ein gesundes familiäres Umfeld auf Geborgenheit, gegenseitiges Vertrauen und Respekt füreinander auf, was die Autorin nachvollziehbar und ansprechend an die Leser:Innen bringt.

Mir hat das Buch gut gefallen. Die Botschaft ist bei mir angekommen und der lockere Stil hat es zu einer amüsanten Lektüre gemacht. Die Handlung ist mir teilweise zu sehr an der Oberfläche geblieben, andrerseits richtet sich das Buch an junge Leser:Innen, für die es sicherlich optimal geeignet ist.

Ich denke, gerade für Jugendliche im klassischen familiären Umfeld ist es eine ausgezeichnete Lektüre, um sich in andere Familienkonstellationen hineinzuversetzen, einen Blick darauf zu werfen und zu sehen, dass es ganz normal ist, wenn eine Familie anders ist.
Profile Image for CorniHolmes.
942 reviews44 followers
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October 15, 2021
Von Kathrin Schrocke hatte ich vor etwa zwei Jahren ihr Jugendbuch „Immer kommt mir das Leben dazwischen“ gelesen, welches ein richtiges Highlight für mich war. Ich war daher sofort Feuer und Flamme als ich zum ersten Mal von ihrem neuen Titel aus dem Mixtvision Verlag hörte, bei welchem es sich um eine überarbeitete Neuauflage des Jugendromans „Mein Leben und andere Katastrophen“ handelt. Da ich diesen noch nicht kannte und mich der Klappentext direkt ansprach, zögerte ich keine Sekunde lang und ließ „Bunte Fische überall“ bei mir einziehen.

Die 13-jährige Bernadette, genannt Barnie, ist ein ganz normaler Teenager. Sie hegt eine große Sammelleidenschaft für Radiergummis, sie besitzt eine Vorliebe fürs Sealife und wenn sie an ihren Mitschüler Sergej denkt, beginnen die Schmetterlinge in ihrem Bauch zu flattern. Das einzig Ungewöhnliche in ihrem Leben (zumindest aus der Sicht von so manch anderen) sind ihre Eltern. Barnie wird von zwei Vätern großgezogen, ihrem Dad und ihrem Papa. Von diesen hat sie sich zu ihrem 13. Geburtstag ein cooles iPad gewünscht, aber da die beiden schrecklich altmodisch sind, bekommt Barnie von ihnen ein Tagebuch geschenkt. Na super. Barnie ist wenig begeistert, aber sie beschließt dennoch das Notizbuch zu benutzen und ihr Leben darin festzuhalten. Und in diesem ist gerade dank des Baby-Projekts in ihrer Schule eine Menge los. Zusammen mit ihrem Schwarm Sergej soll sie sich rund um die Uhr um eine Plastikbabypuppe kümmern. Barnie ist zunächst überglücklich darüber, dass Sergey ihr Projektpartner ist, allerdings wird sich sehr schnell herausstellen, dass dieser irgendwie doch nicht so toll ist wie gedacht.

Dies war also mein zweites Werk aus der Feder von Kathrin Schrocke und auch mit diesem hat mir die deutsche Autorin ein echtes Lesehighlight bescheren können. Mich hat in „Bunte Fische überall“ einfach genau das erwartet, was ich mir erhofft habe: Eine zauberhafte Teenagerstory voller Herz, Witz, Charme und Gefühlschaos und mit einer genau richtigen Portion Tiefe. Ich habe mich beim Lesen prächtig amüsiert und das vergnügte Grinsen stellenweise gar nicht mehr aus dem Gesicht bekommen, gleichzeitig hat mich die Geschichte aber auch sehr nachdenklich gestimmt und stellenweise ziemlich erschüttert. Also in meinen Augen ist der Autorin die Mischung aus Unterhaltung und Ernsthaftigkeit hervorragend geglückt. Mit ganz viel Humor und Selbstironie bringt uns Kathrin Schrocke viele aktuelle und bedeutende Themen näher und liefert uns einen authentischen Einblick in die Gefühls- und Gedankenwelt einer 13-jährigen Jugendlichen; sie zieht das Ganze aber niemals ins Lächerliche oder übertreibt es mit der Komik. Einzig das Babyprojekt, welches meiner Ansicht nach dann doch ein bisschen zu schräg und unrealistisch dargestellt wird (was mich aber in keinster Weise gestört hat), habe ich persönlich die Handlung als vollkommen glaubhaft und lebensnah empfunden.

Mich hat die Geschichte von Beginn an bestens unterhalten und begeistern können. Die humorvolle und selbstironische Art und Weise wie uns unsere Ich-Erzählerin Barnie die Geschehnisse schildert habe ich vom ersten Moment an geliebt und auch Barnie selbst mochte ich auf Anhieb total gerne. Sie ist ein sehr sympathisches, lustiges und aufgewecktes Mädchen, man muss sie einfach gernhaben. In mein Herz hat sie sich jedenfalls sofort geschlichen und da wir dank der gewählten Erzählform ganz nah dran sind an ihren Empfindungen und Gedanken, ist es mir, als Erwachsene, mühelos gelungen mich in unsere 13-jährige Hauptprotagonistin hineinzuversetzen.

Ich musste immerzu sehr über Barnies chaotisches Leben schmunzeln und habe beim Lesen ständig an meine eigene Teenagerzeit denken müssen. Die erste Liebe, Zoff mit der besten Freundin, peinliche Gespräche mit den Eltern – wer kennt‘s nicht? An meiner Schule gab es nur glücklicherweise nicht so ein skurriles Babyprojekt. Mitzuverfolgen wie sich Barnie und ihre Klassenkamerad*innen um ihre „Babys“ kümmern und sich so als Eltern schlagen ist für uns Leser*innen zwar höchst amüsant, aber ich glaube, ich hätte es damals als 13-jährige nicht so prickelnd gefunden eine etwas längere Zeit so eine komische Plastikbabypuppe an der Backe zu haben. Aber wie gesagt, bei diesem Schulprojekt über das Lesen dabei zu sein, fand ich einfach nur köstlich. :D

Eine Sache in Barnies Leben, mit der ich ebenfalls keine eigenen Erfahrungen habe: Ihre außergewöhnliche Familienkonstellation. Barnie hat zwei Väter, bei denen sie aufgewachsen ist, und ihre leibliche Mutter sieht sie regelmäßig, da diese bei ihnen ganz in der Nähe wohnt.
Dass Kathrin Schrocke mit „Bunte Fische überall“ einen Roman über Regenbogenfamilien geschrieben hat, finde ich einfach großartig. Diversität ist ein so wichtiges Thema und sollte viel mehr in Kinder- und Jugendbüchern behandelt werden. Mittlerweile gibt es zum Glück so einige – richtig gute – Titel mit der LGBTQ-Thematik auf dem Markt, aber damals, als die alte Ausgabe von „Bunte Fische überall“ herauskam (2015), war das Buch sehr wahrscheinlich eine ziemliche Besonderheit. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es damals nicht so gut ankam wie es ganz bestimmt heute der Fall sein wird. Mein Eindruck ist, dass LGBTQ-Romane inzwischen eine große Beliebtheit besitzen; ich zumindest kenne so einige, die – wie ich – sehr gerne Bücher mit queeren Figuren lesen.

Leider ist es aber natürlich auch heute noch, sechs Jahre später, traurige Realität, dass Regenbogenfamilien schief angesehen oder angefeindet werden. Auch Barnie muss das am eigenen Leib erfahren. Mich hat es richtig wütend gemacht und schockiert zu sehen, wie ein paar Gleichaltrige auf ihre Familiensituation reagieren und wie homophob sie sich teils dazu äußern. Ich habe da sehr mit Barnie mitgelitten. Diese ist natürlich ebenfalls äußerst bestürzt darüber, dass einige ihrer Mitschüler ihrer Familie mit so wenig Toleranz begegnen. Barnie lässt sich aber nicht unterkriegen und zeigt uns mit ihrem mutmachenden Verhalten, dass man sich niemals verbiegen lassen darf, um von anderen akzeptiert zu werden. Regenbogenfamilien sind genauso normal und selbstverständlich wie andere Familien auch, was hoffentlich irgendwann von allen toleriert werden wird.

Neben den bereits genannten Dingen konnte mich Kathrin Schrocke auch mit den Nebenfiguren überzeugen. Sie wurden allesamt glaubwürdig ausgearbeitet und machen das Leseerlebnis mit ihren einzigartigen und teils recht ausgefallenen Eigenschaften rundum perfekt. Besonders gut gefallen haben mir Barnies Väter. Die zwei sind so cool! Na ja, okay, sie sind auch ein wenig altmodisch, aber ich fand die beiden klasse, ich mochte sie wirklich unheimlich gerne und auch Barnies leibliche Mutter Martha habe ich sehr liebgewonnen.

Mein Lesevergnügen war leider viel zu schnell wieder vorbei. Dank der packenden Handlung, dem locker-leichten Schreibstil und den angenehm kurzen Kapiteln bin ich nur so durch die Seiten geflogen und habe insgesamt eine superschöne und wunderbar bunte Zeit mit dem Buch verbracht.

Fazit: Turbulent, warmherzig, superwitzig. Eine bezaubernde Teenagergeschichte, die mitreißt, nachdenklich stimmt und unglaublich viel Spaß macht!
Kathrin Schrocke hat mit „Bunte Fische überall“ einen wundervollen Jugendroman ab 12 Jahren geschrieben, welchen ich jedem, egal ob Jung oder Alt, nur ans Herz legen kann. Ich bin absolut begeistert von dem Buch. Die Story sprüht nur so vor herrlichem Humor und beschert uns lauter tolles regenbogenbuntes Gefühlschaos, zugleich besitzt sie aber auch Tiefgang und vermittelt ein ganz wichtiges Thema. Ich kann „Bunte Fische überall“ nur empfehlen und vergebe 5 von 5 Sternen!
Profile Image for Lesezauberwelt.
22 reviews
November 20, 2021
Hi
wonach mir das andere Buch von Kathrin Schrocke „Immer kommt mir das Leben da zwischen“ so gut gefallen hat, habe ich mich sehr gefreut, dass ich bunte Fische überall als Rezensionsexemplar vom Mixtvision Verlag bekommen habe.

Inhalt
In dem Buch geht es um die 13-jährige Barnie, die in einer Regenbogenfamilie aufwächst. Sie lebt zusammen mit ihren zwei Vätern in einer Wohnung. Als es in der Schule ein Baby Projekt gibt, worum es darum geht, eine lebensechte Puppe zu versorgen tut sie sich mit ihrem Nachbar und Klassenkamerad Sergej zusammen. Doch er ist gar nicht so nett, wie sie es am Anfang gedacht hat…

Fakten
Bunte Fische überall von Kathrin Schrocke ist 2021 im Mixtvision Verlag erschienen. Das Hardcover kostet 14 Euro und hat 184 Seiten. Ich würde das Buch ab ca. 10 Jahren empfehlen.

Meine Meinung
Toll finde ich es, dass das Buch als Tagebuch aufgebaut ist, denn die Protagonistin Barnie schreibt zu jedem Tag, was dort genau im Leben passiert ist. Genau wie damals bei immer kommt mir das Leben dazwischen, war ich auch dieses Mal von Kathrin Strockes Schreibstil begeistert. Er lässt sich total flüssig lesen und ich hatte das Buch innerhalb eines Abends durch. Der Schreibstil ist total locker und besonders der Humor des Buches gefällt mir sehr gut. Die Protagonistin erzählt die Geschehnisse sehr lustig und viele Nebencharaktere sagen auch zwischendurch lustige Sprüche. Die Idee mit so einem Baby Projekt zur Abschreckung, dass man nicht so früh schwanger wird finde ich echt klasse. Ich finde es sehr schön, wie vielfältig das Buch ist, denn davor habe ich noch nie ein Buch gelesen, wo die Protagonisten/der Protagonist in einer Regenbogenfamilie aufwächst. Barney ist mir sehr sympathisch, und sie wurde auf jeden Fall sehr realistisch und authentisch dargestellt. Ich konnte ihre Gedankengänge und Gefühle sehr gut nachvollziehen. Besonders gut hat es mir gefallen, dass es ziemlich am Ende ein Gedicht von Barnie zum Thema Familie gab. Ich finde, dass dieses Buch für jeden/ jede etwas ist.

Cover
Ich finde es toll, dass alles auf dem Cover einen inhaltlichen Sinn hat und so gut zusammen passt. Denn man findet die Fische aus dem Titel auf dem Cover wieder. Aber auch das bunte aus dem Titel wird im Inhalt durch die Regenbogenfamilie wiedergegeben.

Fazit
Ein sehr besonderes Thema mit einzigartigen Charakteren und einem tollen Humor der Autorin Kathrin Schrocke.
Ich gebe ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ von 5 Sternen

Viel Spaß beim Lesen
Eure Natalie
Profile Image for Wuschel Yvo.
181 reviews
October 15, 2021
Ich finde Bücher in Form eines Tagebuchs ja schon eine große Herausforderung, denn meist fällt auf, dass es eben doch eine erzählte Geschichte ist und kein Tagebuch, da die Dialoge dafür einfach viel zu ausführlich sind und überhaupt die Details zu stark hervor treten. Dennoch gefällt mir das Format, besonders im Jugendbuch Sektor, immer wieder gut, weil es einfach nochmal einen besonderen Charme mit sich bringt. So auch hier. Manche Einträge bestehen lediglich aus einer Zahl. Allein das Thema hinter der Geschichte verrät schon Fiktion, denn die Sache mit der 13jährigen Teilzeit-Mama und das ganze noch auf eine ganze Schulklasse umgelegt - schwer vorstellbar, aber eine spannende Idee.

Dennoch möchte ich das Buch empfehlen, oder sogar gerade deswegen. Die Geschichte ist einfach nur genial. Sie ist lustig, ein bisschen traurig, ein bisschen chaotisch und einfach ganz viel Teenager. Die Autorin greift Fragen auf, mit denen wir uns vermutlich alle schon beschäftigt haben und findet kreative Antworten darauf. Ebenfalls eine wichtige Rolle in der Geschichte spielt Barnies Familienkonstellation, denn sie hat zwei Väter. Etwas, das nicht mehr ungewöhnlich sein sollte, aber es leider immer für Stirnrunzeln sorgt. Für Barnie etwas ganz Normales, aber eben nicht immer für ihre Schulkameraden. All dies, verpackt auf knapp 200 Seiten, erzählt der Teenager auf einfach bezaubernde Art und noch so viel mehr. Mir hat das Lesen auf jeden Fall unfassbar viel Freude bereitet und hoffe, dass es anderen genauso geht. Die kurzen Kapitel verleiten stets zum Weiterlesen sowie die Geschichte selbst.

Fazit:

Eine bezaubernde Geschichte über die Gefühlswelt von Teenie Barnie und dem Baby-Projekt.
Profile Image for Christiane Fischer.
515 reviews6 followers
March 16, 2022
Barnie ist 13 Jahre alt und wächst in einer Regenbogenfamilie auf.

"Regenbogenfamilien?" Offenbar hatte Sergej das Wort noch nie gehört. "Na ja, so nennt man Frauen- oder Männerpaare mit Kind".
"Wieso das denn?"
"Hm." Ich hatte mir ehrlich gesagt noch nie Gedanken darüber gemacht. Mein Blick fiel auf den neuen Radiergummi im Regal. Die Regenbogenflagge leuchtete in der Nachmittagssonne.
"Weil..." Ich überlegte. "Vielleicht, weil die Lebensgeschichte der Leute so bunt sind wie die Farben des Regenbogens..." (Tolino, Seite 105)

Eigentlich ist Barnie ein ganz normaler Teenager: Ein wenig verliebt in den Nachbarsjungen Sergej und nie mit dem zufrieden was die Eltern gerade (nicht) erlauben. Aber zum Glück kommt das neue Baby-Schulprojekt gerade richtig: Jeweils zu zweit soll man sich 24 Stunden am Tag um eine Baby-Computer-Puppe kümmern. Das Projekt soll aufzeigen, das Jugendliche besser nicht im Teenie-Alter schwanger werden sollten.
Barnie und Sergej schliessen sich für dieses Projekt zusammen und werde so zu Eltern.
Doch auf einmal stellt Barnie fest, dass nicht alles so toll an Sergej ist wie seine Küsse...
Und dann gibt es ja auch noch Tore, der viel verantwortungsvoller ist und ihre Familie nicht als "nicht normal" tituliert.

Mir hat das Jugendbuch sehr gut gefallen. Der Erzählstil ist flüssig und das Thema ist wichtig.
Klare Leseempfehlung von mir.
4 ½ Sterne
271 reviews3 followers
November 8, 2023
Dieses Jugendbuch ab 12 Jahre fand ich wirklich klasse. Meine Tochter ist zwar erst 10, hat es aber auch gelesen und mochte es auch sehr.

Es geht hauptsächlich um die 12 jährige Barnie, die mit ihren zwei Vätern zusammenlebt. Und die Väter sind, in ihren Augen, unsagbar altmodisch. Darum bekommt sie auch zu ihrem Geburtstag kein cooles Smartphone, sondern nur ein blödes Tagebuch, in dem sie ab da aufschreibt, was sie so erlebt.
In einem Schulprojekt muss sie sich mit Sergej, in den sie verknallt ist, rund um die Uhr um eine Babypuppe kümmern und merkt dabei, dass man einen Menschen nicht nur aufgrund seines Äußeren beurteilen kann, denn manchmal liegen im Verborgenen die entscheidenden Dinge - positive wie negative.

Eine LBGTQ+ Geschichte mit viel Humor, zu Themen wie erste Liebe, Minderheiten, Freundschaft, Selbstfindung, Familienkonstellationen usw. Es hat Spaß gemacht, das Buch zu lesen.
Profile Image for Karola.
811 reviews7 followers
November 23, 2021
In flottem Teeny-Schreibstil erfährt der Leser von einer Regenbogenfamilie in Bayern.
Nur wenn man nicht mit im Schwarm schwimmt, wird das Leben spannend, so zumindest ergeht es Barnie bei dem Schulprojekt ‚Babybedenkzeit‘ , das zusammen mit dem Nachbarjungen über 14 Tage verläuft. Das Tagebuch der 13-Jährigen enthält Gedichte, aber auch Gedanken zur Liebe von gleichgeschlechtlichen Partnern als Eltern, was ja nicht so alltäglich ist.
26 reviews
June 22, 2022
Bunte Fische überall

Die 13jährige Bernadette, ähh Barnie lebt bei ihren beiden Vätern (Papa und Dad). In der Schule wird zur Prävention von Teenagerschwangerschaften ein Projekt mit elektronischen Puppen, für die die Schüler*innen sorgen müssen durchgeführt (ist das jemandem schon mal an einer deutschen Schule begegnet? Kannte das nur von amerikanischen Serien/Filmen). Gemeinsam mit Sergej ist Barnie als Elternteil auf Zeit…

Ein wirklich kurzweiliges und lustiges Buch. Absolut empfehlenswert auch als Schullektüre. Dafür hat der @mixtvision Verlag sogar eine kostenfreie Handreichung herausgegeben 👍🏻 (ich hab sie aber nur kurz überflogen und kann nicht wirklich was dazu sagen).
Profile Image for Dea.
360 reviews
October 17, 2021
Ein lustiges Buch, das das Thema Regenbogenfamilie wunderbar aufgreift. Die Protagonistin ist sympathisch und auf ihre Art sehr real :)
Profile Image for Anna-Claire.
15 reviews
December 24, 2023
Ein tolles Jugendbuch, das viele Themen anregt.
Stereotypen/ Klischees werden gebrochen, die erste Liebe skizziert und viele Lacher sind garantiert!
Profile Image for Tanja von Der Duft von Büchern und Kaffee.
325 reviews15 followers
October 13, 2021
Inhalt:

Zu ihrem 13. Geburtstag hat sich Barnie von ihren beiden Vätern ein IPad gewünscht. Alles, was sie bekam, war ein handgeschöpftes Notizbuch. Um der Wahrheit willen: Hinzu kam eine Jahreskarte für Sea Life sowie einen Radiergummi in Form einer Überwachungskamera ...

Barnie ist nicht begeistert. Was hätte sie mit dem IPad nicht alles machen können. Doch mit einem Notizbuch? Man könnte Gedichte reinschreiben oder es als Tagebuch verwenden, so der Vorschlag ihrer Väter. Na klasse!

Doch als Frau Zelenki, die Biologielehrerin, im Rahmen des Sexualkundeunterrichts eine Tüte mit Plastikpuppen in die Schule mitbringt, verändert sich Barnies Leben schlagartig. Die Kinder sollen lernen, welche Opfer mit junger Elternschaft einhergehen.

Die Puppen sind mit einer besonderen Elektronik ausgestattet und mimen das Verhalten eines Babys. Es gilt einen Projektpartner zu finden und sodann den Alltag bestmöglich mit dem Nachwuchs zu bewältigen.

Die Klasse ist aufgeregt. Schnell finden sich Pärchen zusammen. So möchte Barnies Kindergartenfreundin auch am Liebsten mit Barnie ein Team bilden. Doch diese denkt heimlich an Sergej, den Jungen, der im gleichen Haus wohnt.

Also wird Barnie Chronistin in eigener Sache. Sie greift zu dem Notizbuch und schreibt erste Gedanken hinein.



Meinung:

Barnies Eltern sind von dem Projekt anfangs gar nicht begeistert. Sie halten, wie das Geburtstagsgeschenk ja schon gezeigt hat, nicht viel von Technik. Zudem fängt die eigene Tochter an, Muttergefühle zu entwickeln. Dass es sich zufällig ergeben hat, dass der Vater der Babypuppe nun auch im gleichen Haus wohnt, macht alles nicht einfacher. Barnie fängt an, sich in Sergej zu verlieben. Und Dad und Papa? Die bekommen Panik. Ein 13-jähriges Kind sollte noch kein eigenes Baby, auch wenn dieses aus Plastik ist, besitzen und außerdem muss dringend Aufklärung her.

Soweit die kurze und sachliche Zusammenfassung des Kerns der Geschichte. Bei Kathrin Schrocke kommt es aber viel kurzweiliger und unterhaltsamer.

Barnie wächst mit ihren zwei Vätern auf, während ihre leibliche Mutter eine gute Freundin gibt. Eine, die mit ihrem Hund glücklich zusammenlebt und für die Sexualkunde bedeutet, ihrer Tochter einfach ein Kondom in die Hand zu drücken. Aber hätten es die Väter besser hinbekommen?

Auch wenn alle Beteiligten nicht begeistert vom Babyprojekt sind, so versuchen sie doch, das Beste aus der Situation zu machen. Martina stellt als Tragetasche ihre Hundetasche zur Verfügung. Die Väter beobachten mit wachsender Sorge das junge Glück, beenden dies aber nicht. Der Mathelehrer allerdings gerät an den Rand der Verzweiflung, als die Kinder plötzlich zu den schreienden Babys rennen, um sie zu trösten.

Die Kinder sind von den alltäglichen Herausforderungen der Elternschaft extrem vereinnahmt. Sie nehmen das Projekt nach einem holprigen Start sehr ernst. Sie lernen, wie es ist, ein Kind großzuziehen. Nachts schreit es, tagsüber hat es Bedürfnisse. Ein Kind fallen lassen ist ein grober Verstoß und einfach abgeben führt zu einem großen Shitstorm innerhalb der Klassengemeinschaft.

All diese ernsten Themen lockert Kathrin Schrocke immer wieder auf. So wird ein Baby zum Youtubestar, weil die Jungs merken, dass man als besorgter Vater schnell bewundernde Blicke beim anderen Geschlecht erntet. In der Klasse werden „Impf-Apps für Babys ausgetauscht. Die SchülerInnen müssen lernen, wie es ist, wenn man plötzlich alleinerziehend ist und wie man mit abwertenden Blicken und Kommentaren von Außenstehenden umgeht.



Fazit:

Kathrin Schrocke erzählt in ihrem Kinderbuch “Bunte Fische überall“ von Barnie, die in einer Regenbogenfamilie aufwächst. Das bedeutet, dass sie zwei Väter hat.

Ein „Baby-Projekt“ im Sexualkundeunterricht treibt Barnie und Ihre Umgebung bis an die Grenzen der Belastbarkeit und führt sie auf eine Reise der Selbstentdeckung.

“Bunte Fische überall“ ist ein unglaublich unterhaltsames Buch, das Ereignisse in einer außergewöhnlichen Familie schildert, ohne zu urteilen und erstaunlich tief in die Psyche seiner Figuren dringt. Es ist ein empfehlenswertes Buch, das bedeutende Themen verhandelt, die Kathrin Schrocke zwar intensiv durchleuchtet, ohne sich dabei aber je anzumaßen, die richtigen Antworten zu kennen.



Buchzitate:

„Heute Abend wird Herbie von seinem Papa abgeholt“, versuchte ich die beiden schon mal vorzubereiten. Bislang hatte ich noch nichts von Sergej erzählt. „seinem Papa?“ fragte mein Papa entsetzt.

Profile Image for Libertine.
192 reviews16 followers
November 29, 2024
Zwei Väter, Herbie und eine Jahreskarte für Sea Life

Das Leben als 13-Jährige ist nicht immer leicht. Barnies Väter sind liebevoll und aufmerksam, aber leider keine Freunde von Technik. Sie hat zwar ein Handy, doch landet das eines Tages aus Versehen im Aquarium.

Außerdem soll Barnie plötzlich Mutter sein. Zwar nicht von einem echten Baby, aber auch die Baby-Puppe Herbie muss gewickelt, gefüttert und in den Schlaf gewiegt werden.

Sonst schreit es die ganze Nacht. Das Schulprojekt hat nicht nur Fans. Ein Lichtblick ist es, dass Barnie sich wenigstens mit ihrem Schwarm Sergej um Herbie kümmern darf. Auch wenn das ihre Freundschaft mit ihrer besten Freundin auf eine harte Probe stellt.

›Bunte Fische überall‹ erzählt von einem Schulprojekt, das nicht nur Barnies Leben ziemlich auf den Kopf stellt. Auch ihren Vätern und ihrer biologischen Mutter steht die eine oder andere Herausforderung bevor. Zum Glück entdeckt Barnie bald, dass sich ihr Notizbuch hervorragend als Tagebuch eignet.

»Ich wollte ein iPad zum 13. Geburtstag. Und alles, was ich bekam, ist dieses doofe Notizbuch.«


Das Elternsein haben sich Barnie und ihre Mitschüler definitiv einfacher vorgestellt. Schrocke stellt sie vor allerlei Herausforderungen. Als ein Mädchen der Klasse krank wird, ist ihr Babypartner alleinerziehend. Ein anderes Paar kommt auf die Idee, zu schauen, was passiert, wenn man die Baby-Puppe in eine Babyklappe legt – zum Entsetzen der Lehrerin. Auch Unterricht ist nicht mehr das Gleiche, wenn ständig ein Baby weint.

Mit viel Humor und Wärme müssen sich die jungen Schüler Aufgaben stellen, die bislang Erwachsenen vorbehalten waren. Eine herrliche Bandbreite von Erziehungsstilen und Familienkonstellationen zeigt sich.

»Es ist so, dass meine Familie aus zwei Vätern und mir besteht. Papa, Dad und ich. Papa und Dad sind ein Liebespaar, und das seit ungefähr zweitausend Jahren.«


Mit wunderbarer Leichtigkeit erzählt Schrocke in ›Bunte Fische überall‹ auch von schwierigen Seiten des Lebens. Denn während die Schüler merken, dass ein Baby zu haben, alles andere als einfach ist, muss Barnie feststellen, dass Sergej vielleicht doch nicht so toll ist, wie sie sich das vorgestellt hat.

Zugleich gewährt der Jugendroman Einblicke in den Alltag einer Regenbogenfamilie, der genauso liebenswert chaotisch und geordnet ist, wie er es bei Familien mit 13-jährigen Kindern so an sich hat. Schrocke erzählt ohne gehobenem Zeigefinger und nimmt Kinder und Jugendliche auf eine Art ernst, die ihre Romane zu etwas Besonderem machen.

»Hin und wieder kommt Martina auch zu uns – logisch, sie und Papa sind Freunde seit ihrer Schulzeit. Mich gibt es, weil Papa und Dad unbedingt ein Kind haben wollten. Geboren wurde ich von Martina.«


›Bunte Fische überall‹ ist ein tolles Jugendbuch, das Familien in ihrer Vielfalt zeigt, für Offenheit und Wärme wirbt und immer wieder zum Lachen bringt. Auch in ›Immer kommt mir das Leben dazwischen‹ zeigt Schrocke, wie unterhaltsam, ideenreich und humorvoll Jugendromane sein können, ohne oberflächlich zu sein. Wunderbar geschrieben, hochwertig hergestellt und definitiv eine Empfehlung wert.


Rezension erstmals erschienen auf Libertine Literatur
Displaying 1 - 15 of 15 reviews

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