Dunkle Magie, unheimliche Ritualmorde und eine junge Frau, die ihren Weg finden muss: »Knochenblumen welken nicht« ist ein orgineller und sympathischer Fantasyroman in einem Setting, das an Wien um 1900 erinnert.
In der prächtigen Stadt Vhindona ist man stolz auf geschickte Erfinder und reiche Händler – allem, was mit Magie zu tun hat, steht man dagegen misstrauisch gegenüber. Deshalb versucht Aurelia seit Jahren, ihre magische Begabung geheim zu halten. Doch als die junge Frau Zeugin eines Mordes wird, kommt dabei auch ihr Geheimnis ans Licht, und Aurelia wird dem mächtigen Nekromanten Marius Cinna als Schülerin zugeteilt. Als die wissbegierige junge Frau herausfindet, was wirklich hinter einer unheimlichen Serie von Ritualmorden steckt, und welche Rolle Marius dabei spielt, muss sie sich entscheiden: für ihren neuen Meister oder für ihre Heimatstadt.
Das erfrischend andersartige Fantasy-Debüt von Eleanor Bardilac begeistert mit vielschichtigen Charakteren, einer packenden Story und einer detailreichen Götterwelt.
2,5 Sterne Schwierig, dieses Buch zu bewerten. Es hat mir gefallen, aber es hat mich auch enttäuscht. Es ist ein gutes Buch, aber ich glaube, ich bin ganz einfach mit falschen Erwartungen herangegangen. Aufgrund der in der Inhaltsangabe erwähnten Ritualmorde habe ich es mir spannender vorgestellt. Es ist ein Fantasy-Roman. Die Geschichte spielt in einer Fantasy-Welt, es gibt Magie und Magier. Das alles konnte ich mir sehr gut vorstellen; es ist alles richtig gut beschrieben. Und dennoch hat mich die Geschichte irgendwann immer mehr verloren. Es gab immer mal wieder Abschnitte, die ich sehr fesselnd und unterhaltsam fand, aber es gab auch immer wieder Abschnitte, die mir zu langatmig waren. Aber ich bin froh, das Buch gelesen zu haben. Es war mal eine Abwechslung zu meinen ansonsten bevorzugten Genres.
Leider anders als erwartet. Zu wenig Ermittlungen, für mich grundsätzlich zu wenig Handlung. Es wird sehr langsam erzählt, was ich schon mag. Bei anderen Geschichten. Doch hier ist es mir zu langsam gewesen, fast schon fad. Dazu noch das für mich unzureichende Worldbuilding hinsichtlich Aufbau und Wesen. Dafür liebe ich Marius' Humor und den diversen Cast. 2,5 Sterne.
Also das Cover hat mich natürlich verlockt mir den Klappentext genauer anzusehen. Dieser hörte sich echt interessant an, leider hat mich die Handlung was enttäuscht, da diese nicht unbedingt so mit den Klappentext zusammenhängt.
Aurelias Leben ändert sich von ein auf den anderen Tag, als sie Meister Marius als Schülerin zugeteilt wird. An sich fand ich das Setting gar nicht mal so schlecht. Die verschiedenen Magiearten und das jeder sein eigenes Gebiet hat. Und im Grunde dreht sich auch die Handlung eher um die Ausbildung von Aurelia, die Ritualmorde sind eher nebensächlich und die ein Teil davon wird ziemlich plötzlich aufgelöst. Die Spannung war an sich keine Vorhanden für mich, weil es eben halt mehr um Magie ging. Die Charakter haben an sich noch das ganze herausgerissen, da diese noch recht interessant waren. Vor allem Meister Marius fand ich mega faszinierend, seine Art der Magie, sein Charakter an sich. Da hätte ich gern noch mehr erfahren. Mit Aurelia habe ich mich anfangs schwer getan, sie hat aber an sich ein offenes Wesen, was ich aber nicht nachvollziehen konnte war ihre Angst. Es gibt noch viele andere Charaktere über die man gern noch ein wenig mehr erfahren hätte.
An sich eine schöne Fantasy Geschichte, aber auf Grund des Klappentextes hatte ich ganz andere Erwartungen. Der Fokus liegt hier nicht auf der Ermittlung sondern das lernen von Magie. Den Schreibstil fand ich zwar schön, aber teils mir zu detailliert. An manchen Stellen war dies gut an anderen war es mir persönlich zu viel.
An sich keine schlechte Story, aber nicht das was ich erwartet habe.
Fantastische Ideen, toller queerer Weltenbau und zwei sehr interessante Hauptcharaktere, über die noch lange nicht alles erzählt wurde. Auch wenn das Pacing sehr behäbig daher kam und ich mir gerne etwas intensivere Ermittlungsarbeit gewünscht hätte, muss ich die tolle schriftstellerische Leistung klar in den Vordergrund stellen. Ultraflüssig lief mir der Plot ins Gedächtnis und schlug tiefgründige Wurzeln.
Warum ⭐️⭐️⭐️⭐️◾️? Eigentlich 3,5. Luft nach oben gibt es zumeist nach einem ersten Teil einer Saga. Auch hier. Etwas mehr Zug wünsche ich mir für Teil zwei. Aber bitte wieder mit solch einem tollen Weltenbau. Und den sehr einprägsamen Charakteren, die ich schnell ins Herz geschlossen habe
Ich hab mich riesig auf die Veröffentlichung des Romans gefreut und ich bin sehr glücklich, dass ich von ihm nicht enttäuscht wurde.
Es gibt sehr viel, das ich mochte: * ein vom Wien des 19. Jahrhunderts inspiriertes Setting * slow-paced * Nekromantie * tolle, dynamische, lebendige Dialoge und sehr viel wunderbare Charakter-Interaktion * eine angenehm schaurig-morbide Grundstimmung * gerade in den poetischen Passagen eine Bildsprache, die pure Gänsehaut hervorgerufen hat * einen untoten Affen * viele queere Figuren (u.a. auch zwei Nebenfiguren, die trans und genderfluid sind) * geschlechtergerechte Formulierungen * viel Liebe zu Details und zum Weltenbau * viele Gedanken und Allegorien zu Themen wie Anarchismus, Rebellion, Machtmissbrauch und Gesellschaftsordnung ohne eine zu einfache, unterkomplexe Antwort anzubieten
Es hat mir großen Spaß gemacht, die Geschichte zu verfolgen, und die Figuren haben es mir sehr angetan. Ich bin extrem gespannt auf die Fortsetzung und den möglicherweisen neuen Schauplatz, denn Eleanors Leidenschaft für Städtebau und Stadtstruktur steht der meinen in nichts nach. Darauf freue ich mich schon.
Es gibt allerdings auch ein paar kleine Kritikpunkte, sodass es nicht zu den vollen 5 Sternen gereicht hat. Die packe ich aber in Spoiler.
Trotz dieser Punkte kann ich die "Knochenblumen" auf jeden Fall empfehlen und hoffe, dass von Eleanor noch viel mehr tolle Geschichten kommen!
Ich habe diesem Buch schon wahnsinnig lange entgegengefiebert, weil die Prämisse und das Setting einfach unglaublich vielversprechend klangen. Leider war es am Ende jedoch nicht ganz das, was ich mir erhofft hatte.
Zunächst aber zum Positiven: Die Geschichte ist ruhig und einfühlsam erzählt, handwerklich gut geschrieben und erzeugt eine düster-melancholische Atmosphäre, die mir ausgesprochen gut gefallen hat. Generell ist das Buch mal etwas völlig anderes und hat in dieser Hinsicht meine Erwartungen auf jeden Fall erfüllt. Hervorzuheben sind außerdem die Diversität sowie die Tatsache, dass die Welt und das Magiesystem sehr komplex und gut durchdacht wirken.
Trotzdem habe ich leider keinen Zugang zur Geschichte finden können, ebenso wenig wie zu den Figuren. Das liegt vermutlich daran, dass die eigentliche Handlung recht dünn und vorhersehbar ist und man die Charaktere kaum in Aktion erlebt. Zudem gibt es viele Zeitsprünge, die es schwer machen, die Entwicklung von Figuren und zwischenmenschlichen Beziehungen nachzuempfinden.
Auch habe ich Aurelia nicht als die eigentliche Hauptfigur wahrgenommen und fand, dass bei ihr Charaktertiefe und persönliche Entwicklung im Vergleich zu Marius etwas zu kurz kamen. Dabei war ihre Ausgangssituation – die Tatsache, dass ihre Magie unterdrückt und sie jahrelang mithilfe von Medikamenten ruhiggestellt wurde – eigentlich genau das, was mich ursprünglich an der Geschichte gereizt hat. Schade, dass der Fokus dann doch eher woanders lag.
Insgesamt gab es für mich schlichtweg zu wenig, das mich an die Geschichte gefesselt hat. Dennoch ist "Knochenblumen welken nicht" ein solides Debüt und ich bin gespannt auf weitere Werke der Autorin.
Satz mit X - das war wirklich nichts. Ich hab die letzten 50 Seiten quer gelesen, da ich einfach nur wissen wollte, wie es endet. Langatmig geschrieben. Es wird versucht einen älteren Stil zu verpacken, der wohl an Schriften des 19. Jahrhunderts erinnern soll, dies ist jedoch so unglücklich gemacht, dass es spannender ist Farbe beim Trocknen zuzusehen....
Was kommt dabei heraus, wenn man einen griesgrämigen Nekromanten, ein junges wissbegieriges Mädchen, eine Stadt, die die Magie scheut und fürchtet und düstere blutige Rituale und Morde in einen Topf wirft und das Ganze noch mit einer kräftigen Prise Sarkasmus würzt, um es anschließend in ein Setting angelehnt an das 19. Jahrhundert zu füllen? Richtig, ein ziemlich cooles Buch mit tollen Figuren!
Der Einstieg konnte mich wirklich fesseln. Gut, eine dunkle Mischung aus viktorianisch anmutenden Gängen, einem ängstlichen Mädchen und viel Geheimnis macht mich immer neugierig. Aber Aurelia war mir gleich sympathisch, mit ihrer vorsichtigen, ängstlichen Art offenbarte sie schon früh ein ziemlich hohes Entwicklungspotential, woraus sie im Verlauf des Buches großzügig schöpfte. Und als die Magiebegabte schließlich ihrem neuen Meister übergeben wurde, war die Figurenmischung perfekt. Der zynische, missmutige, sarkastische (und traurige!) Marius ist der perfekte Gegenpol zu Aurelia und er stinkt förmlich nach Geheimnissen! Den Samen, den schon die ersten Zeilen im Buch setzten, ging bei mir auf.
Das Setting schlug bei mir ebenfalls ein wie eine Bombe. Ich mag die Urbanität des Buches, ich mag das alte verfallene Haus, das Marius‘ gehört und doch nicht sein zuhause ist, und ich liebe die Nachbarschaft, mit der er sich regelmäßig fetzt! Das einzige kleine Tränchen war eine fehlende Karte. Ich hätte mich furchtbar gerne in der Stadt orientiert, wenn sich die Charaktere schon an so vielen coolen Orten bewegen – ich weiß, ich bin ein Kartenjunkie!
Doch das wichtigste an diesem Buch, sind die Gefühle, die Eleanor Bardilac wahnsinnig gut zu transportieren weiß! Ich setzte meine Schritte vorsichtig mit Aurelia in der neuen Umgebung, entdeckte sie und meine Magie gleichermaßen. Diese unterschwellige Düsternis war gleichwohl immer präsent, auch wenn ich über viele Dialoge lachen musste. (Marius und Aurelia sind einfach nur herrlich zusammen!). Wenn aus Marius‘ Perspektive erzählt wurde, dann schwang immer ein Funken Bekümmerung mit, hinter die die Leser nur zu gerne kommen möchten. Ich tauchte jedenfalls sehr gerne in das Seelenleben der beiden Protagonisten ab, so unterschiedlich sie auch sind.
Die vielen kleinen Details gestalteten die Welt wunderbar bunt. Der blumensüchtige Nachbar Killian, Marius‘ knöcherne verschmuste Gehilfen, die Mahlzeiten – die kleinen alltäglichen Dinge. Eleanor Bardilac hat in die fantastische Geschichte ebenso reale Probleme miteingewoben. Ausgrenzung, Missgunst, Anderssein, fehlende Anerkennung – all das klang beständig mit, ohne jedoch den drohenden Zeigefinger zu erheben.
Das einzige Manko empfand ich in der Mitte des Buches. Da es über weite Strecken um Aurelias Ausbildung geht, streckte sich der Mittelteil voller (interessanter!) Lehrstunden und Exkursionen für mich, da ich viel zu neugierig auf die Geheimnisse und auf die Morde an sich war.
Toll, blutig, sarkastisch, melancholisch und spannend! Ich freue mich sehr auf den nächsten Teil.
Es hat sich gelesen wie eine lange Einleitung, bis endlich etwas passiert ist. Trotzdem konnte ich die meisten Beziehungen der Charaktere nicht nachvollziehen, weil doch zu viele Sprünge in der Handlung waren und bis auf Marius sind mir die Charaktere leider viel zu blass geblieben. Mal schauen, ob ich den zweiten Band noch lesen oder wenigstens eine richtige Rezension schreiben möchte, das hat ja noch Zeit.
In der prächtigen Stadt Vhindona ist man stolz auf geschickte Erfinder und reiche Händler – allem, was mit Magie zu tun hat, steht man dagegen misstrauisch gegenüber. Deshalb versucht Aurelia seit Jahren, ihre magische Begabung geheim zu halten. Doch als die junge Frau Zeugin eines Mordes wird, kommt dabei auch ihr Geheimnis ans Licht, und Aurelia wird dem mächtigen Nekromanten Marius Cinna als Schülerin zugeteilt. Als die wissbegierige junge Frau herausfindet, was wirklich hinter einer unheimlichen Serie von Ritualmorden steckt, und welche Rolle Marius dabei spielt, muss sie sich entscheiden: für ihren neuen Meister oder für ihre Heimatstadt.
Meinung
"Knochenblumen welken nicht" ist eine Geschichte von Eleanor Bardilac. Das Buch ist am 1. Juli 2021 im Knaur Verlag erschienen, umfasst 400 Seiten und ist als ebook oder als Paperback erhältlich. Es handelt sich um ein eher düsteres High Fantasy Debüt, welches zweiteilig angelegt ist. Die Autorin hatte bereits mehrere kleine Veröffentlichungen mit Essays, Kurzgeschichten und Gedichten im Rahmen von Anthologien. Das Setting ihres fantastischen Erstlingswerkes ist an Wien um 1900 angelehnt. Die rauschende Metropole Wien war um 1900 von Gegensätzen geprägt. Sie war die Hauptstadt des Hochadels und der Intellektuellen, durchwoben von der prunkvollen Ringstraße und dem ausgedehnten Armenviertel, gespickt mit Antisemitismus und Zionismus, des Konservativismus und der kommenden Moderne. Ein durchaus reizvoller Schauplatz für Geschichten verschiedenster Art.
Der Leser startet mit einem warnenden Wort zum Geleit. Danach folgt ein Prolog, in welchem er Marius Cinna bei seinem Tun in der Vergangenheit beobachten kann. Mit dem ersten Kapitel begleitet er die achtzehn Jahre alte Aurelia Genovia Frank die, aufgrund ihrer Magiebegabung und als vermeintliche Zeugin eines Mordes, dem Nekromanten Marius Cinna zugeteilt wird. Dieser ist nicht sonderlich glücklich damit, nimmt sich aber der jungen Frau an. So werden die Weichen für dieses Abenteuer gestellt. Der Einstieg in die Geschichte fiel mir nicht schwer. Neben dem Kennenlernen der Protagonisten, baut die Autorin immer wieder Informationen zur Welt ein, ohne den Bücherliebhaber damit zu überfordern. Da Aurelia mit Medikamenten ruhig gestellt wurde, kommt ihr wissbegieriges und einnehmendes Wesen erst nach und nach zum Vorschein. Marius, der bereits viel gesehen und erlebt hat, lernt der Leser gleich in seiner vollen etwas humorigen, leicht zynischen und geprägten Pracht kennen. Ich mochte beide sehr gerne.
Die anfangs langsam eingearbeiteten Informationen mehren sich, da der Leser gemeinsam mit Aurelia viel lernt und erfährt, ihre Entwicklung beobachtet. Das mag ich zwar einerseits, aber auf der anderen Seite empfand ich es dann doch sich ziehend und meine Lesefreude lähmend. Oft habe ich lieber zu einem anderen Buch gegriffen, als in diesem weiter zu lesen. Die Geschichte hat es nicht wirklich geschafft mich für sich einzunehmen, auch wenn ich die Charaktere sehr interessant fand und mochte. Auch wie die Autorin die Erzählung zu Papier gebracht hat. Es geht ruhig und geradlinig dahin. Die Aufklärung der Morde ist im Hintergrund und nimmt sehr wenig Raum ein. Vordergründiger ist die Magie und die Gesellschaft. Aufregender wird es erst im letzten Viertel des Buches. Die Autorin bringt gesellschaftliche Kritik ein, scheut keine kontroversen Themen und räumt mit Schwarz Weiß Denken auf. Das möchte ich auf jeden Fall positiv hervorheben. Letztlich fehlte mir persönlich die Bannkraft und der Sog.
Der Leser begleitet zumeist Aurelia und Marius. Den Schreibstil der Autorin mochte ich sehr gerne. Viel erklärend und gut beschreibend, aber auch mit Witz und Charme erzählt sie die Geschichte. Das Spannungslevel ist niedrig. Die Sprache fand ich zur Erzählung passend. Das Tempo war ruhig und vor sich hinplätschernd.
Fazit: "Knochenblumen welken nicht" ist eine Geschichte von Eleanor Bardilac. Die Geschichte hat es nicht wirklich geschafft mich für sich einzunehmen, auch wenn ich die Charaktere sehr interessant fand. Sie war geradlinig und großteils ruhig. Die Autorin bringt gesellschaftliche Kritik ein, scheut keine kontroversen Themen und räumt mit Schwarz Weiß Denken auf. Trotzdem fehlte mir der Sog. Von mir gibt es gute *** Sterne.
Zitat
"In den Tiefen der Nacht zeigt die Herrin sich mir, und in den Schatten ihres Mantels hüllt sie mich ein. Sterne fallen auf ihr Kleid, und in ihren Armen schläft der Mond."
(Zitat aus "Knochenblumen welken nicht", Pos.: 3645)
Beim Titel und Cover habe ich eine düstere Fantasygeschichte erwartet. Diese habe ich auch bekommen, aber irgendwie auch nicht.
Es dreht sich alles um Aurelia und mysteriöse Morde im Ort, bei denen sie vom potentiellen Mörder zur Schlüsselperson der Aufklärung wird, als sich herausstellt, dass sie magisches Potential und eine Gesächtnislücke zur letzten Tatzeit hat. Marius nimmt sie fortan als Meister unter seine Fittiche um sie in Magie zu schulen und ihrer Erinnerung nachzuhelfen und man kann eine spannende Entwicklung zwischen den beiden beobachten und sie näher kennen lernen, da es beide Erzählperspektiven gibt. Andere Charaktere bleiben eher etwas blass.
Leider beschränkt sich die Handlung fast ausschließlich auf zwischenmenschliche Entwicklungen und für über die Hälfte des Buches wird der Mord fast gar nicht thematisiert und dann oft nur am Rande. Auch die magische Ausbildung von Aurelia wirkt eher nebensächlich, da es die Handlung kaum voran bringt oder wichtig erscheint. Schade, da es hier viele spannende Ansätze gibt! Die Lösung des Mordes am Ende war dann irgendwie ziemlich unspektakulär.
Im Großen und Ganzen hat mich das Buch also eher enttäuscht, wenn auch der Schreib- und Erzählstil mal etwas erfrischend anderes waren und es viel Potential gab. Mir haben die Knochenblumen als Motiv sehr gefallen, doch hätte ich mir für sie eine größere Rolle gewünscht. Auch hat man der Geschichte den Faible der Autorin für Sprachen angemerkt, da alle ständig andere Sprachen sprachen - nur leider ohne dass es irgendeinen weiterführenden Sinn gehabt hätte. Abschließend waren im Buch eigentlich nicht die Knochen und die Art und Weise der Morde richtig düster, der Rest wirkte auf mich eher wie eine spannende Fantasy Spielwiese. 🥰
Ich bin trotz allem sehr gespannt auf ein nächstes Werk der Autorin, denn für ein Debüt war es vielversprechend! Vielleicht gibt es ja einen zweiten Band, die Welt hätte auf jeden Fall noch sehr viel zu bieten.
Knochenblumen welken nicht ist eine sehr besondere Geschichte. Es beginnt bereits mit dem Schreibstil. Anfangs habe ich zugegebenermaßen ein paar Seiten zum Reinkommen benötigt, der Stil wirkte sehr altertümlich und komplex. Aber danach habe ich es kaum noch bemerkt. Die Geschichte ist sehr geradlinig, neben dem besonderen Schreibstil schnörkellos, ruhig und fokussiert sich auf die Charakterentwicklungen. Ich möchte ehrlich sein. Ich hatte ganz andere Erwartungen. Erwartet habe ich eine düstere, actiongeladene Handlung, die mich kaum Luft holen lässt. Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob die Geschichte genau richtig war oder zu ruhig. Ich mag Aurelia und Marius sehr gerne. Zwei Persönlichkeiten, die nicht unterschiedlicher hätten sein können, sich trotzdem gefunden haben. Nicht auf romantische Weise, denn eine Liebesgeschichte gibt es nicht, aber der Fokus lag auch auf Aurelias Entwicklungen. An sich mochte ich die Geschichte, ganz besonders die Charaktere, aber wirklich zufrieden mit der Auflösung bin ich nicht. Es war zu...einfach. Ich hätte gerne noch mehr über Marius und sein Heimatland erfahren bzw. auch generell mehr über die Politik und die Auswirkungen der Unterdrückung und Diskriminierung. An diesem Punkt möchte ich gerne noch einmal einhaken. Ich mag es, dass die Autorin so ungeschönt an die Geschichte herangeht. Es gibt nicht nur schwarz und weiß, gut und böse, sondern noch so viele Schattierungen dazwischen. Sie glorifiziert nicht den Krieg oder Mord, sondern stellt auch die Schattenseiten, die Gräuel heraus, ohne sich irgendwie aufzudrängen. Sie geht locker mit LGBTQ+ Elementen und Transsexualität um sowie mit anderen Themen bei denen bestimmten Leuten bestimmt die Haare im Nacken stehen würden. Ich fand es nur eines - sehr erfrischend und interessant einen neuen Blick, eine neue Perspektive, geboten bekommen zu haben. Genau dafür bin ich der Autorin sehr dankbar und hoffe sehr, dass es evtl. noch einen zweiten Band geben wird. Viele Fragen sind noch offen und ich hoffe, dass sie noch geklärt werden. Ein bisschen mehr Action könnte die Geschichte noch vertragen, aber die Protagonisten, die Nebencharaktere, die Ideen und der Schreibstil waren großartig. Ich vergebe 4/5 Sterne.
Aurelias Leben lief bisher völlig normal ab, zumindest dachte sie das immer. Aber als ihre magische Begabung trotz medikamentöser Unterdrückung durchbricht, verändert sich alles für sie. Sie wird dem sehr mächtigen Marius Cinna als Schülerin unterstellt und muss ihre Familie dafür verlassen. Außerdem scheint sie Zeugin eines Mordes gewesen zu sein, hat aber keine Erinnerungen an dieses Erlebnis und versucht jetzt herauszufinden, was genau passiert ist.
Dies ist eins der Bücher, das ich unbedingt lesen wollte, als ich das Cover und den Klappentext gesehen habe. Das Setting der Handlung gefällt mir richtig gut, das hat mich nämlich an einen historischen Roman erinnern. Die Geschichte ist recht düster, die Autorin entführt ihre Leser in eine Welt, in der Magiebegabte wie Menschen zweiter Klasse behandelt werden.
Erzählt wird die Handlung aus verschiedenen Perspektiven, wobei Aurelia und Marius den größten Part übernehmen. Aurelia ist anfangs eine völlig verunsicherte junge Frau, macht aber eine sehr gute Entwicklung durch. Marius ist von Anfang an sehr geheimnisvoll und das bleibt auch fast die ganze Zeit so. Zwischen den beiden entwickelt eine sehr enge platonische Beziehung, die etwas von dem Verhältnis Vater/Tochter hat.
Die Autorin erklärt wirklich sehr viel, was ich zwar interessant fand, aber dadurch zieht sich die Handlung zwischendurch etwas. Der Mordfall kommt für meinen Geschmack auch etwas zu kurz.
Insgesamt hat mir das Buch aber richtig gut gefallen. Das Ende ist doch recht offen und ich könnte mir vorstellen, dass es noch einen 2. Teil geben wird. Von mir gibt es 4,5 von 5 Punkte.
Also Disclaimer gleich mal vorweg: Ich war bei der Werkgenese nicht uninvolviert (bin die Lebensgefährtin der Autorin), und bin dementsprechend biased. Was ich aber definitiv sagen kann ist, dass das Buch, selbst nach x-maligem Durchlesen immer noch aufregend ist, toll und spannend ist. Ich verlieb mich immer wieder aufs neue in diese Geschichte. Und das obwohl ich sonst eigentlich nie Bücher mehr als einmal lese. Ich liebe die Charaktere, das Setting, wie sich alles entwickelt so sehr. Ich find es is einfach ein absolut großartiges Buch geworden!
Das Buch werden vor allem die Personen lieben, die sich bei Harry Potter ständig gedacht haben: „Es wär toll wenn sie auch mehr vom Unterricht zeigen würden.“
Schon lange ist es mir nicht mehr so schwer gefallen, ein Buch zu rezensieren wie Eleanor Bardilacs "Knochenblumen welken nicht", mit dem die Autorin 2022 den SERAPH in der Kategorie Debüt gewonnen hat.
Kurzzusammenfassung: Aurelia lebt in einer Stadt, in der Magie zunehmend misstrauisch beäugt wird. So unterdrücken ihre Eltern ihre magischen Talente jahrelang mit Medikamenten. Als sie jedoch das letzte Opfer einer langen Serie von Ritualmorden findet, kommt sie als Schülerin zu dem mächtigen Totenbeschwörer Marius. Während sie ihre magischen Fähigkeiten entdeckt, kommt sie dem Hintergrund der Mordserie auf die Spur.
Meine Zusammenfassung wird am Ende etwas vage und das drückt auch ganz gut das Problem aus, das ich mit dem Roman habe. Aber zunächst zu den Punkten, die toll sind:
"Knochenblumen welken nicht" hat einen hervorragenden Weltenbau. Aurelias Heimatstadt Vhindona ist in meinen Augen von der Stadt Wien inspiriert, aus der auch Bardilac selbst stammt. Diese Herkunft spiegelt sich - für mich jedenfalls - auch in der Sprache der Figuren wieder, was das ganze Setting unglaublich sympathisch macht. Die Figuren sind facettenreich, die Dialoge amüsant, der Weltenbau und die vielen Erklärungen rund um das Magiesystem umfangreich und durchdacht.
Hierin liegt aber auch mein Problem mit "Knochenblumen welken nicht", denn unter dieser Gewichtung leidet leider der Plot massiv. Was im Klappentext nach einer Ermittlungsgeschichte klingt, ist keine. Ermittlungen finden kaum statt statt, es gibt ein paar wenige Hinweise, dann enttarnen sich die Täter selbst und es kommt zu einem überraschend intensiven Finale. Der Fokus des Buchs liegt schlicht nicht auf dem Plot. Er lieg auf den Figuren, ihrem Zusammenspiel, dem Weltenbau und den Fragen von Leben und Tod, um die sich das Buch dreht. Wie man den Roman letztlich findet, wird vermutlich sehr davon abhängen, ob man Geschichten ohne viel Plot mag oder nicht.
Absolut positiv hervorzuheben ist dafür die inklusive und diverse Schreibweise und das Setting, das Elemente wie Behinderungen und nicht-binäre Figuren selbstverständlich integriert.
Wie gesagt, ich tue mich schwer damit, den Roman zu bewerten. Er ist angenehm zu lesen, die Figuren sind charmant, nur leider agieren sie fast etwas im luftleeren Raum. Mit etwas weniger ausufernden Beschreibungen von Magie, Ausbildung und Geschichte und etwas mehr Ermittlungsarbeit hätte mir der Roman sicher besser gefallen oder sich zumindest runder angefühlt, auch wenn es dann vermutlich ein anderes Buch geworden wäre. Für die Figuren gibt es 10 Punkte, für den Plot nur 3, macht in Summe 6,5/10, aufgerundet 7. Für mehr reicht es aufgrund des dünnen Plots nicht, für weniger fand ich das Buch aber auch schlicht zu nett und angenehm.
Ich bin ja selten richtig begeistert aber dieses Buch ist einfach fantastisch. Es ist sehr elegant geschrieben, die Welt ist ausgearbeitet, ich persönlich habe die kleinen Grammatikeinheiten sehr genossen. Queere Figuren kommen vor, es ist aber nicht Hauptteil der Handlung. Liebe steht hier generell absolut im Hintergrund. 10/10
das Positive zuerst: - schöne Prämisse, interessanter Klappentext
Da hörts auch schon auf, weil das Versprechen (dunkle Magie, Ritualmorde, düstere High Fantasy) im ersten Drittel quasi keine Erwähnung findet. Da andere Reviews - selbst die guten - erwähnen, dass der Plot dünn und die Ritualmorde quasi irrelevant sind, hab ich es abgebrochen.
Nervig: - langsames Tempo - statische Szenen, die Figuren stehen/sitzen rum und unterhalten sich - keine Spannung, der Text versucht auch gar nicht Spannung aufzubauen, weil keine Fragen und keine Gefahren etabliert werden - uninspiriertes Worldbuilding - Erklärungen für ein Magiesystem, dass nicht 0815er sein könnte - vielleicht eher was für Leser, die noch nie Fantasy gelesen haben und bei Dialogen wie "es gibt keine schwarze und weiße Magie, nur Intention" noch staunen können - unnötige Fluff-Dialoge - allein der "Streit" am Anfang zwischen Marius und dem Rothaarigen (?), wäre eventuell später im Buch interessanter gewesen, nachdem man die Figuren schon eine Weile kannte - so steht man quasi wie Aurelia verwirrt daneben und guckt zu - Aurelia und Marius' Verhältnis ist creepy. Verstehe nicht, wie das irgendjemand als wholesome empfinden kann. - Marius. Hatte hin und wieder einen witzigen Satz, aber größtenteils liest er sich wie ein 12-jähriger. Dafür, dass er als "mürrischer Meister" eingeführt wird, wird er super schnell nett zu Aurealia und sie erwärmt sofort sein Herz. - Aurelia hätte auch eine Lampe sein können, der Marius alles erzählt. - hab ichs verpasst, oder wird nicht erklärt, wie Magier überhaupt unterdrückt werden? und das obwohl scheinbar dann doch solche wie Marius in hohen Politikerämtern sitzen? raff ich nicht - wo ist dieses Buch düster?? habe lange nicht mehr so ein friedliches happy-go-lucky-fluff-ensemble gelesen. die Erwähnung von Knochenmagie reicht nicht aus, um "dark" Fantasy zu sein
Wer puren Fluff ohne Spannung mag, wird hier bedient.
Eleanor Bardilac erzählt mit ihrem düsteren Fantasy-Roman eine packende Geschichte über unterdrückte Magie, Vorurteile, Unverständnis und Anfeindungen, eingerahmt von einer Kriminalgeschichte, in die die junge Aurelia verwickelt zu sein scheint.
Das Setting hat mir sehr gut gefallen, die Geschichte spielt in Vhindona, einer Variante des historischen Wiens. Götter, magische Wesen und Steampunkelemente sind Teil des Lebens und Magiebegabte werden von den eher technikgläubigen „normalen“ Menschen unterdrückt.
Es ist also verständlich, dass Aurelias Familie versuchte, ihre magische Begabung mit Medikamenten zu unterdrücken, bis zu dem Zeitpunkt, als ihre Fähigkeiten trotzdem aus ihr herausbrechen. Sie wird in die Obhut Meister Marius Cinners übergeben, der ihr bei der Kontrolle ihrer Kräfte helfen soll. Beides spannende Charaktere, denen ich gerne durch die Geschichte gefolgt bin.
Der Kriminalfall, der mit den magisch Begabten zu tun hat führt schließlich dazu, dass Aurelia sich entscheiden muss, wem ihre Loyalität gilt und so findet der Roman zwar ein befriedigendes Ende, macht aber Hoffnung auf eine hoffentlich genauso spannende und lesenswerte Fortsetzung. Da ich ungerne spoilere, wird nicht mehr verraten. Ich empfehle das Buch selbst zu lesen und in die interessante und knochenreiche Handlung einzutauchen.
Knochenblumen welken nicht ist ein Fantasyroman, den man schwer beschreiben kann, ohne zu viel von der Geschichte zu verraten. Es stecken so viele tolle Ideen zwischen den Seiten, dass leicht noch weitere Bücher gefüllt werden können. Außerdem ist es ein Buch, das auf Genderneutralität achtet und Raum bietet für alle Geschlechterbeziehungen. Sie sind ein normaler Teil der Handlung.
Mir hat Knochenblumen welken nicht sehr gut gefallen, ich liebe das Setting, Marius‘ Magie und Aurelias Weg zur Beherrschung ihrer Fähigkeiten. Das Buch ist spannend, die lebenden und die nicht mehr unter diesen weilenden Charaktere bilden einen tollen Rahmen, der einfach lesenswert ist. Ich hoffe, dass es in nicht allzu langer Zeit mit einem weiteren Buch rund um Aurelia fortgesetzt wird. Ein besonderes Buch, das anders ist und hoffentlich seine Fantasy-Fans finden wird, genau wie es mit mir gelungen ist.
Als Aurelias unterdrückte magische Fähigkeiten sich eines Tages endgültig bahn brechen, ändert sich schlagartig ihr ganzes Leben. In der vhinonischen Gesellschaft wird alles magische misstrauisch beäugt – Magiebegabte werden in eigene Stadtviertel einquartiert und leben unter strengen Auflagen. Doch für Aurelia eröffnen sich nun auch ungeahnte Freiheiten. Unter der Anleitung ihres neuen Mentors, dem mehr als schrulligen Nektromanten Marius Cinna, lernt sie zum ersten Mal, ihre magischen Kräfte zu kontrollieren und zu nutzen, hat zum ersten Mal seit langem Kontrolle über ihr eigenes Leben, hat zum ersten Mal seit langem ein Leben. Doch eine andauernde Serie an Ritualmorden erschüttert immer wieder den fragilen Frieden in der Stadt und Aurelia beschleicht immer mehr das Gefühl, dass ihr Meister nicht ganz ehrlich mit ihr ist. Als Aurelia der Wahrheit über die Morde auf die Spur kommt, steht sie vor einer unmöglichen Entscheidung – ihr Meister und ihr neues Leben – oder Vhindona.
Eleanor Bardilac’s Debütroman überzeugt auf ganzer Linie – ein poetischer, nahezu singender Stil, in dem jede der zahlreichen Charaktere ihre eigene Stimme findet und äußert, eine faszinierende Welt, die einige Anleihen an Mittel- und Osteuropa des frühen 20. Jahrhunderts genommen hat und die mit viel Liebe zum Detail, gerade in den verschiedenen Sprachen entworfen wurde. Gerade hier zeigt sich Eleanors Expertise in Sprache, Linguistik und die Wechselwirkungen zwischen Sprache und Kultur. Nicht zuletzt strotzt der Cast von interessanten, lebendigen (abhängig davon, wie man “lebendig” definiert), diversen Charakteren, von denen die überwiegende Anzahl ganz selbstverständlich queer ist. Definitiv eines der besten Bücher, das ich in letzter Zeit gelesen habe und ein großartiges Zeichen dafür, dass in der deutschsprachigen Fantastikszene ein großer Wandel passiert.
“Knochenblumen welken nicht” erschien am 01.07.2021 beim Knaur Verlag und ist als Softcover, ebook und auch als audible-Hörbuch erhältlich.
So viel vorneweg, ich habe dieses Buch geliebt! Absolut jeder Aspekt hat mich begeistert und ich konnte kaum aufhören zu lesen, weshalb die Geschichte auch ein Jahres-Highlight für mich geworden ist.
Das Worldbuilding ist einfach fantastisch. Wir lernen eine Welt kennen, in der magisch begabte Menschen neben nicht-magisch begabten leben. Die Problematik und Konflikte, die sich daraus ergeben und die die Autorin hier beschrieben hat, können sich leicht auf so viele Aspekte in unserer Gesellschaft anwenden lassen.
Die Protagonistin Aurelia fand ich auf Anhieb sympathisch. Sie musste ihre magische Begabung bisher immer verstecken und wurde von ihren Eltern quasi unter Drogen gesetzt, damit ihre Magie nicht zum Vorschein kommt. Erst als sich der Magier Marius ihr annimmt, lernt sie mit ihren Fähigkeiten umzugehen ohne jemanden zu schaden. Die Selbstzweifel, die Aurelia zu Anfang quälen, sind wahnsinnig gut beschrieben. Sie fühlt sich "nicht normal" und möchte nur dazugehören. Auch ein Aspekt, der in unserer Gesellschaft, die schnell alles "nicht zur Norm gehörende" schief anschaut, heutzutage leider keine Seltenheit ist.
Die Geschichte ist eher ruhig, aber mit einer Atmosphäre erzählt, dass man jederzeit auf den großen Knall wartet. Die Story lebt meiner Meinung nach von der Entwicklung der Charaktere und den zwischenmenschlichen Beziehung, die einfach nur grandios dargestellt werden. Freundschaft, Liebe und familiäre Verbundenheit werden hier absolut überragend thematisiert. Gerade die Beziehung zwischen Aurelia und Marius ist sehr schön zu lesen. Marius entwickelt im Laufe der Geschichte wie ich finde fast väterliche Gefühle für Aurelia.
Der Humor der Autorin, der absolut meinen Geschmack getroffen hat, lockert die Geschichte stellenweise auf und verleitet zu einigen Lachern.
Fazit: Absolute Leseempfehlung und ein Jahres-Highlight für mich, weshalb ich Band 2 kaum erwarten kann.
Ich habe das Buch durch den tollen Titel entdeckt - und der Klappentext hat sich für mich auch super spannend angehört🥰 Leider muss ich sagen, dass mich das Buch kaum fesseln konnte... Die Geschichte ist nur langsam vorangeschritten und hat sich für mich zu stark gezogen... Ich hätte es viel besser gefunden, wenn beispielsweise das Studium von Aurelia weniger detailliert gewesen wäre, und dafür noch irgendetwas Spannenderes eingebaut hätte... Es wurde einfach viel erzählt, wofür allerdings nur wenig geschehen ist.
Am Ende (die letzten 50 Seiten) wurde es spannender und es wurden viele Fragen aufgeworfen (ich denke, dass es noch einen 2. Teil geben wird) Die Ermittlungen um die Mordfälle waren zwar schon interessant, aber nicht sonderlich spannend. Die Auflösung kam überraschend, aber es war für mich kein Schock-Moment, da ich hier auch nicht wirklich mitfiebern konnte, weil der Spannungsbogen einfach generell zu niedrig war.
Das Magiesystem hat mir sehr gut gefallen💫 Und auch, dass die Autorin die Gesellschaft offen kritisiert & so etwas wie Diskriminierung (der magischen Bürger) eingebaut hat, fand ich interessant.
Das Setting der Stadt Vhindona ist weniger fortschrittlich und hat mich überzeugen können🥰
Der Schreibstil dagegen hat mir wieder weniger gefallen... Teilweise war er elegant und älter gehalten, und dann wieder eher plump und einfach... Die Geschichte ist aus der 3. Person erzählt, aus Aurelias & Marius' Perspektive, wobei die des Letzteren öfter vertreten wird. Wer hier auf eine Lovestory der hofft, ist aber leider falsch.
FAZIT Eine Story mit Potential, und ich denke auch, dass die Fortsetzung spannender wird. Hier konnte mich die Geschichte leider nicht wirklich fesseln. Es wurde zu viel erzählt, wofür zu wenig passiert ist. Die Magie und auch die Kritik an der Gesellschaft, und Diversität haben sich die 2 Sterne verdient... Alles in Einem war die Story leider nicht mein Fall😬
Ich habe einen Stern abgezogen, weil die Geschichte recht langsam in Fahrt kommt und dadurch so wirkt, als wäre es eher der erste Teil einer Reihe von Büchern, als ein alleinstehendes Werk. Am liebsten hätte ich dafür nur einen halben Stern abgezogen, aber leider geht das nicht. Abgesehen von diesem kleinen Manko fand ich das Buch nämlich wirklich toll! Das Setting würde ich als eine Art Urban Fantasy beschreiben, weil sich die Handlung um Serienmorde in einer Stadt dreht, die an Wien angelehnt ist (wie es die Sprache einer gewissen Fiakerin sehr klar macht). Es existieren magische und nicht-magische Menschen und der politische und gesellschaftliche Konflikt, der aus dieser Dualität hervorgeht, zieht sich durch das gesamte Buch. Gleichzeitig ist die Prämisse für die Existenz von Magie und diversen magischen Wesen eine faszinierend andere, als das übliche "ist halt so". Im "Knochenblumen"-Universum existieren nämlich höchst reale Gottheiten, die jeweils für andere Formen der Magie zuständig sind und manchmal auch aktiv in das Leben der Menschen eingreifen. Generell fand ich das Worldbuilding sehr gelungen und Aurelia als Hauptcharakter ist ideal, um uns Leser*innen in diese Welt einzuführen. Ich mochte auch die äußerst diversen Charaktere sehr und kann kaum sagen, wer mein absoluter Liebling ist - es halten sich die idealistische, gestaltwandelnde Figur Gales, der ruppige, aber herzensgute Gärtner von Nebenan und der uralte, eitle und fluchende Koffeinjunkie die Waage. Ich würde gerne noch mehr von dieser Welt und diesen Charakteren erfahren. Wird Aurelia zur größten Architektin aller Zeiten? Treffen sich Leon und Marius wieder? Wie viele Gottheiten gibt es eigentlich? Und was zu Hölle geschah genau beim Sternenfall? Insofern, ich hoffe, mein Gefühl, dass es sich hier um den ersten Teil einer Reihe handelt, bewahrheitet sich und es gibt noch viele spannende Geschichten aus Radbod und Bycaea.
Wenn aus einem necromantischen Blumenhändler ein Fantasyepos wird…
Ich habe ein eRezensionsexemplar von NetGalley zur Verfügung gestellt bekommen und möchte mich dafür ganz herzlich bedanken!
Das Buch von Eleanor Bardilac sollte eigentlich eine ganz andere Geschichte erzählen. Zumindest berichtet das die Autorin im Nachwort. Mich hat schon der Titel angesprochen und nachdem es auf Bookstagram sehr oft gezeigt wurde, musste ich es natürlich auch lesen.
Und Leute: Lest dieses Buch! Es ist wirklich episch! Normalerweise durchschaue ich Plots recht schnell, (das ist ne Superkraft, die keiner braucht 🙄) doch bei „Knochenblumen welken nicht“ hat es recht lange gedauert und auch dann war es total mindblowing. 🤯 Also auf diese Wendung wäre ich nicht gekommen. Der Plot hat mich komplett mitgerissen.
Den Schreibstil von Eleanor empfand ich als wunderbar leicht und er lässt sich gut, flüssig lesen. Hier und da hat sie Storyeigene Fremdwörter eingebaut, für die ich mir ein Glossar gewünscht hätte, doch im Großen und ganzen ist es ein High Fantasy Abenteuer, dem man leicht folgen kann. (Beim eBook gab es das nicht ggf ist es beim Print vorhanden) Es gibt den ein oder anderen Wechsel des Blickwinkels, doch schon nach 2-3 Sätzen ist klar, wessen Sicht man gerade liest. Noch einfacher wäre hier natürlich, wenn der entsprechende Prota in der Kapitelüberschrift genannt werden würde, doch es geht definitiv auch so. Am meisten erleben wir das Buch aus Aurelias Sicht.
Obwohl Aurelia quasi ein „Grünschnabel“ ist, fand ich sie von Beginn an sehr klug und sie hat eine erstaunliche Weitsicht, wenn man ihre Vergangenheit bedenkt. Mit mehreren Jahrhunderten Lebenszeit, ist Marius ein richtiger Opa, doch auch er ist eine wirklich spannende Persönlichkeit.
Ich hatte wirklich viel Spaß beim lesen und hoffe ein wenig darauf, bald mehr von Marius und Aurelia zu lesen.
(Meine Review ist vielleich etwas eskaliert, aber ich habe einfach viele Gedanken dazu, please bear with me.)
Ich finde den Aufbau des Magiesystems sehr interessant und gut gelungen. Die Welt lädt einfach zum Eintauchen ein und die verschiedenen magischen Disziplinen wirken so wundervoll. Ich hoffe wir lernen in Zukunft noch mehr über Magoarchitektur. Das Haus von Marius war mir irgendwie richtig sympathisch.
Was die Charaktere angeht, sind eindeutig Marius und Aurelia meine Favoriten, wobei ich auch Aywyn sehr interessant fand. Marius erinnert mich an eine düsterere Version von Howl aus 'Howl's Moving Castle'. So einen Nachbarn wie Meister Grünwald hätte ich auch gerne,nur mit Gale bin ich nicht ganz warm geworden. Der Abschluss war richtig spannend und die Ereignisse in Kapitel 22 haben mich zum Weinen gebracht.
Grundsätzlich habe ich die Geschichte sehr genossen, habe aber auch ein paar Kritikpunkte. Vielleicht ist es der Klappentext, der dem Leser eine ein bisschen andere Geschichte verspricht (und mMn etwas zu viel verrät), aber ich habe trotz der Tatsache, dass ich die Unterrichtsszenen Aurelias interessant fand, ab ungefähr der Hälfte ein immer größer werdendes Verlangen gehabt, doch etwas über die versprochenen Ritualmorde zu erfahren. Dieser Handlungsstrang wird dann erst am Ende wirklich ausgeführt und daher passiert in den letzten hundert Seiten erst das, worauf der Klappentext hindeutet. Klingt vielleicht seltsam, aber für meinen Geschmack wurde zu wenig gemordet. Ich hatte mir vorgestellt, wie weiterhin mehr Morde passieren würden und das in die Handlung eingewoben werden würde, bis hin zur Aufklärung am Ende. Trotzdem fand ich das Buch schön, düster und nie langweilig. Freue mich schon auf Teil zwei!
Zu Beginn muss ich sagen, dass ich nach der Beschreibung etwas anderes erwartet habe, aber trotzdem konnte mich das Buch sehr gut unterhalten. Es ist eine sehr ruhige Geschichte, die sich mit Aurelias Position als Magieschülerin beschäftigt. Die meiste Zeit verbringen wir mit ihr im Haus des Magiers, von der Stadt Vhindona sieht man leider nicht viel und auch die Steampunk-Elemente habe ich vermisst. Nichtsdestotrotz ist 'Knochenblumen welken nicht' gut geschrieben und flüssig zu lesen. Der Fokus liegt auf den Figuren und dem Worldbuilding, vorallem der Magie. Ein weiterer schöner Aspekt ist die (nicht romantische) Beziehung zwischen der Hauptfigur und ihrem Lehrmeister, die mit Aussicht auf die Fortsetzung eine interessante Facette annimmt. Die Autorin erschafft eine lebendige Welt, von der ich gerne mehr gesehen hätte, und schafft es (trotz wenig Plot) durch Figuren und Schreibstil zu unterhalten.
Neben dem wunderschönen Cover hat mich auch der Klappentext schon mit dem ersten Satz überzeugt als ich Worte gelesen habe wie „düster, Fantasy, Wien um 1900“…
Die Geschichte wird aus der Erzählerperspektive geschildet, bei der Marius und Aurelia im Fokus stehen. Beide Charaktere mochte ich sehr gerne, aber besonders Marius fand ich total interessant. Das Worldbuilding fand ich richtig cool, auch wenn es noch düsterer sein hätte können und mir zu wenig Wien-Bezug hatte, wenn es schon so angekündigt wird. Die Geschichte wird eher ruhig erzählt, was es aber nicht unspannend gemacht hat. Ich mochte es, dass es keine Liebesgeschichte, obwohl ich die grundsätzlich mag, aber es war mal erfrischend, dass das mal nicht im Vordergrund stand. Ich habe mich – nachdem ich mich in der Welt eingefunden habe – einfach fallen lassen und auf mich zukommen lassen, wohin die Reise geht, da ich es nicht erahnen konnte. War mal was anderes und hat mich gut unterhalten.
Knochenblumen welken nicht ist meines Erachtens ein gelungenes Debüt von Eleano Barilac. Das Buch ist mir durch das wunderschöne Cover ins Auge gefallen und auch der Klappentext hat mich gleich mitgenommen.
Das Buch erzählt den Beginn von Aurelias Abenteuer in einer Magischen Welt. Ich habe es als sehr angenehm zu lesen empfunden. Der Schreibstil der Autorin ist sehr locker gehalten. Besonders hat mir das necken auf einer Sarkastischen art zwischen Meister Marius und Aurelia gefallen. In der Story selbst erfahren wir verschiedene Infos über die Lehrmeister von Aurelia wie zum Beispiel das Meister Marius schon einmal gestorben ist und von der Göttin selbst wiedererweckt wurde.
Ich freue mich schon auf den weiteführenden Teil, da mich sehr interessier wie es mit Aurelia und dem Meister Marius weiter geht.