Der Preis der Freiheit. Jens Druwe, der glaubte, als Polizeiinspektor nach 1945 ein neues Leben beginnen zu können, wird als Kriegsverbrecher inhaftiert und verurteilt. Man wirft ihm vor, bei Säuberungsaktionen im Osten dabei gewesen zu sein. Auch seine Freundin Eva, die von ihm schwanger ist, kann ihn nicht retten. Doch da eröffnet sich eine neue Chance. Im Auftrag des britischen Geheimdiensts soll Druwe verdeckt im Zuchthaus arbeiten, um untergetauchte Nazis aufzuspüren. Es geht vor allem darum, einen Mann zu finden, der für Tausende von Tötungen im Osten verantwortlich ist. Druwe nimmt diese Aufgabe an – und er weiß genau, dass er nicht scheitern darf, will er seinen Frieden und seine Freiheit wiedererlangen. Spannend und gründlich recherchiert – ein einzigartiger Roman über die Zeit unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Vom Autor des Bestsellers „Totenland“.
Der dritte Band um Jens Druwe. Die Probleme sind andere geworden. Druwe muss ins Gefängnis wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Haftverschonung gibt es, wenn er unter den Mitgefangenen spioniert und schlimmere Täter ausfindig macht. Sein Umfeld weiß das er sich nicht in dem Maße schuldig gemacht hat, in dem er verurteilt wurde. Das Buch spielt in der Zeit von Ende 1945 bis zum Beginn der Bundesrepublik 1949. Es ist eine politisch wirre Zeit, die Allianz der Alliierten bricht auseinander. Die Sowjetunion ist auf einmal der Feind. Den Amerikanern ist auf einmal ein ehemaliger Nationalsozialist lieber wie ein Kommunist. In dieser Zeit will jeder nur nach vorn sehen. Die Vergangenheit vergessen. Egal ob jemand Opfer, Täter, Mitläufer oder nur jemand der schweigend weggeschaut. hat war. Diese Einstellung bringt der Autor sehr deutlich zum Ausdruck. Dieser Wunsch nach einem wieder normalen Leben. Gleichzeitig sind da die Albträume und das Schuldbewusstsein. Ganz nah an seiner Figur Jens Druwe beschreibt er die widersprüchlichen Gefühle und Handlungen. Die Frage warum gab es Menschen die diese Unmenschlichkeiten geduldet, weggeschaut, nicht geholfen oder das Ausmaß der Gräuel nicht erkannt haben. Auch er findet keine Antwort. Aber er zeigt auf das viele, erst als es zu spät war, reagiert haben. Dieses es wird schon nicht so schlimm, scheint in der Natur jedes Menschen zu liegen. Egal ob es unser eigenes oder anderes Schicksal betrifft. Der Krimi ist Nebensache. Die Suche nach Tätern wird zwar ausführlich und spannend beschrieben. Der Zeitgeist hat Vorrang. Die politische Situation wird mehr gewichtet. Es war sehr interessant zu lesen, aber ich habe einen Krimi erwartet und ein Geschichtsbuch erhalten. Der Gegensatz zu den ersten beiden Bänden.
Bei diesem Roman handelt es sich um den dritten Teil der Serie um Jens Druwe. Die Kenntnis der vorherigen Romane ist aber nicht erforderlich, um diesem hier folgen zu können. Der ehemalige Polizist Jens Druwe ist nach dem Zweiten Weltkrieg als Kriegsverbrecher wegen seiner Beteiligung an Erschießungen verurteilt worden. Durch glückliche Umstände gerät er an einen Offizier des britischen Geheimdienstes und unterstützt diesen nur durch das Ausspionieren und Infiltrieren von Nazi-Netzwerken, die sich in- und außerhalb von Gefängnismauern halten bzw. etablieren. Die sich im Laufe der Jahre verkomplizierenden Verhältnisse, geprägt durch die Paradigmenwechsel in den Beziehungen der Alliierten, machen die Aufgabe ebenso wenig leichter wie die weitreichenden alten Seilschaften. Der Krimi startet mit durchaus ansehnlichem Tempo und eröffnet ein weites Spielfeld, das viel Raum für Verstrickungen lässt. Leider bleibt dieses ungenutzt und die Schurken sind sehr schurkig, die Geheimdienstler sehr geheimnisvoll, Druwe sehr geradlinig und Gewalt nicht abgeneigt. Es hätte ein spannendes Geflecht werden können, aber leider bleibt der Roman letztlich eher einfach gestrickt.
Totenreich ist der dritte Krimi rund um Inspector Jens Druwe und seine Ermittlungen direkt nach Kriegsende 1945. Allerdings endet gleich zu Beginn seine Polizeikarriere mit der Anklage als Kriegsverbrecher. Er bekommt allerdings eine zweite Chance, indem er mit den britischen Besatzern kooperiert.
Es geht vor allem darum, untergetauchte Nazis aufzuspüren und ihrer gerechten Strafe zuzuführen. Darunter ist auch ein größerer Fisch, der für tausende Tötungen im Osten verantwortlich sein soll. Druwe macht sich souverän an die Arbeit, die ihm so schnell nicht ausgehen dürfte, da es doch reichlich Ex-Nazis gibt, die versuchen als normale Bürger unterzutauchen.
Ein detailliertes und hervorragend recherchiertes Bild der damaligen Zeit. Das Buch macht die Suche nach den Kriegsverbrechern hervorragend fassbar und zeigt, wie leicht es manchen doch gefallen ist, erst einmal unterzutauchen. Zum Glück gibt es Männer wie Druwe, die alles daransetzen, dass sie ihr Schicksal ereilt. Insbesondere im zweiten Teil des Buches ergibt sich eine Wendung, die wieder völlig neue Möglichkeiten eröffnet.
Für mich war dieser dritte Band der Reihe der erste, den ich gelesen habe. Ich bin problemlos in die Handlung hineingekommen und hatte, da es ein neuer Lebensabschnitt für Druwe ist, keinerlei Probleme in die Geschichte und die Charaktere einzutauchen. Einen richtigen Kriminalfall gibt es nicht, es ist eher schon ein Thriller mit ein bisschen Agentenhandlung, der den Kampf gegen die Alt-Nazis beschreibt. Da ich aber sowohl die Geschehnisse, die dem Buch zugrunde liegen, als auch Jens Druwes Erlebnisse in dem Buch sehr fesselnd finde, hat es mich nicht gestört, sondern eher genau meinen Geschmack getroffen.
Dies mag auch an Rolf Bergs Stimme und Erzählweise liegen, die mich sofort gepackt und mitgerissen hat. Es ist einfach toll, der Erzählung in dieser Form zu folgen. Eine hervorragende Umsetzung, die ich nur empfehlen kann.
Ein Buch, dass ich jedem empfehlen kann, der sich in die Zeit nach dem 2. Weltkrieg hineinversetzen und einige spannende Stunden auf der Jagd nach Nazis verbringen will. Hervorragend erzählt, spannend präsentiert und ein Abschnitt im Leben Jens Druwes, der alles verändern kann und wird. Ein historischer Krimi, mit großem historischem Anteil, den ich kaum zur Seite legen konnte.
Der ehemalige Polizeiinspektor Jens Druwe, wird nach dem zweiten Weltkrieg als Kriegsverbrecher inhaftiert und fristet sein Leben nun im Gefängnis statt mit seiner schwangeren Freundin ein neues Leben zu beginnen. Um nicht seine volle Haftstrafe absitzen zu müssen, lässt er sich auf einen Deal mit einem ehemaligen Kollegen ein...er soll spionieren und im Untergrund in den Gefängnissen mehr über ehemalige Nazis herausfinden und dabei kommt er vorallem einem Mann auf die Spur, den er nur zu gut kennt...
Mir hat es sehr viel Spaß gemacht dieses Hörbuch zu erleben und in die Zeit kurz nach dem zweiten Weltkrieg einzutauchen. Von vornherein war mir dabei bewusst, dass dieses Hörbuch wohl mehr historisches beeinhaltet, als die große Spannung in den modernen Kriminalromanen. Im Hörbuch stößt man auf die verschiedensten Theorien rund um die Zeit kurz nach dem zweiten Weltkrieg. Warum sind überhaupt so viele Nazis dieser Ideologie gefolgt. Wie haben die meisten doch noch ihren Kopf aus der Schlinge gezogen oder wie sind sie kompett untergetaucht? Wie historisch korrekt das ganze Hörbuch ist, kann ich leider nicht sagen, denn im Hörbuch kommt zumindest kein Nachwort vor. Dies fand ich etwas schade, gern hätte ich gewusst inwieweit diese Theorien im Hörbuch möglich gewesen sind. Nichtsdestotrotz habe ich die Handlung stets mit Interesse verfolgt und langweilig wurde es mir zu keiner Zeit.
Der Protagonist selbst ist anfangs nicht gerade ein Symphatieträger, kann er ja auch schlecht mit dieser Vergangenheit, aber man gewöhnt sich bald an ihn und ich hatte Spaß dabei gemeinsam mit Jens Druwe den alten Nazis Geheimnisse zu entlocken.
Der Sprecher des Hörbuchs hat gut zum Inhalt gepasst und hatte eine angenehme Stimme. Ich habe ihm gern zugehört und diesem Hörbuch gelauscht.
Fazit: Wer einmal einen ungewöhnlichen, historischen Kriminalroman mit allerlei Theorien über Altnazis sucht, sollte hier auf jeden Fall einen näheren Blick riskieren. Ich empfehle es gern weiter.
Totenreich war mein erster Krimi von Michael Jensen. Auch wenn man die beiden Vorgänger in der Reihe nicht gelesen hat war der Einstieg in die Geschichte problemlos möglich. Also durchaus auch als Stand Alone lesbar!
Dafür das auf dem Cover "Kriminalroman" steht hat mir persönlich etwas der eigentliche Krimi gefehlt. Nachdem ich aber die Charaktere interessant, die Handlung spannend und das Zeitgeschehen flüssig und gut aufgearbeitet fand, hat mich das nicht wirklich gestört.
An sich bin ich kein großer Fan von Büchern die im zweiten Weltkrieg spielen, aber Jensen hat es geschafft mich schon sehr früh zu fesseln.
Der Mix aus verschiedenen Charaktere, privaten Problemen, moralischen Entscheidungen, Rückblicke auf den Krieg, die langsame Rückkehr zum normalen Leben und doch zumindest ein Hauch von Krimi und Rätsel haben ein Thema, von dem ich an sich schon übersättigt bin, wieder faszinierend gemacht.
Der eine Stern Abzug ist für die Nebencharaktere die mir teilweise etwas zu kurz weg kamen, und somit nicht alle so drei dimensional und gut ausgearbeitet waren. Einige mal gibt es ein kurzes Kapitel, und das war es dann auch schon mit diesem Charakter. Das wurde dann auch etwas vorhersehbar...
Totenreich ist nicht gerade ein kurzes Buch, und dennoch habe ich es in wenigen Tagen verschlungen, wenn das keine Empfehlung ist!
Bei diesem Roman handelt es sich um den dritten Teil der Serie um Jens Druwe. Die Kenntnis der vorherigen Romane ist aber nicht erforderlich, um diesem hier folgen zu können. Der ehemalige Polizist Jens Druwe ist nach dem Zweiten Weltkrieg als Kriegsverbrecher wegen seiner Beteiligung an Erschießungen verurteilt worden. Durch glückliche Umstände gerät er an einen Offizier des britischen Geheimdienstes und unterstützt diesen nur durch das Ausspionieren und Infiltrieren von Nazi-Netzwerken, die sich in- und außerhalb von Gefängnismauern halten bzw. etablieren. Die sich im Laufe der Jahre verkomplizierenden Verhältnisse, geprägt durch die Paradigmenwechsel in den Beziehungen der Alliierten, machen die Aufgabe ebenso wenig leichter wie die weitreichenden alten Seilschaften. Der Krimi startet mit durchaus ansehnlichem Tempo und eröffnet ein weites Spielfeld, das viel Raum für Verstrickungen lässt. Leider bleibt dieses ungenutzt und die Schurken sind sehr schurkig, die Geheimdienstler sehr geheimnisvoll, Druwe sehr geradlinig und Gewalt nicht abgeneigt. Es hätte ein spannendes Geflecht werden können, aber leider bleibt der Roman letztlich eher einfach gestrickt.
Rolf Berg liest den knurrigen Druwe sehr passend, bei der Interpretation von Frauen überzeugt er mich weniger.