Queer*Welten ist ein vierteljährlich erscheinendes queerfeministisches Science-Fiction- und Fantasy-Zine, das sich zum Ziel gesetzt hat, Kurzgeschichten, Gedichte, Illustrationen und Essaybeiträge zu veröffentlichen, die marginali- sierte Erfahrungen und die Geschichten Margi- nalisierter in einem phantastischen Rahmen sichtbar machen. Außerdem beinhaltet es einen Queertalsbericht mit Rezensionen, Lesetipps, Veranstaltungshinweisen und mehr.
In dieser Ausgabe: Mutter Finsternis von Nora Bendzko (Kurzgeschichte) Die gayte Fee von Janus Reihmann (Kurzgeschichte) Schimmer im Staub von Miou Sascha Hilgenböcker (Kurzgeschichte) Wovon träumen Androiden? von Aiki Mira (Essay)
Die Geschichten mochte ich allesamt, wobei "Schimmer im Staub" ganz knapp mein Favorit wurde. Der Essay ist dazu lesenswert und weiterbringend.
Absolut minimale Kritik wäre der Stil des Essays, der sehr universitär anmutet und daher vielleicht nicht jedem leicht zugänglich ist, und mein persönlicher Geschmack, der Musikkritiken in dem Quartalsbericht absolut uninteressant findet.
Die letzte Kurzgeschichte und das Essay haben es noch einmal herausgerissen, ansonsten finde ich die anderen beiden Kurzgeschichten okay, aber von der Umsetzung her schwach.
Habe das Zine in einem Rutsch durchgelesen und bin wie immer begeistert. Eine Dark Fantasy Geschichte die sowohl mit ihrer Struktur als auch mit ihrem Worldbuilding spielt, eine niedliche Urban Fantasy Geschichte über den ersten homosexuellen Crush, und eine düster-hoffnungsvolle Sci-Fi Geschichte, die mein persönliches Highlight der Ausgabe war. Das Essay von Aiki Mira war für mich als schreibende Person aber auch als lesende höchst interessant, und hat mir einen nochmal neuen Blick auf queere Sci-Fi geschenkt. Zu diesem Essay werde ich sicher immer wieder mal greifen.
Ich glaube, diese Ausgabe ist meine bisher liebste der Queer*Welten mit drei total unterschiedlichen, aber sehr guten Kurzgeschichten in verschiedenen SFF-Genres, die alle auf ihre eigene Art trotz teilweise düsterem Setting/Plot auch irgendwie hoffnungsvoll waren. Außerdem ein Essay mit tollen Denkanstößen zum Thema „Queer* Science Fiction“.
Oh, das war eine Ausgabe nach meinem Geschmack. Mehr Hoffnung und Fluff und weniger Dunkelheit und Trauma (aber auch nicht gar keines). Essays sind nicht so meine, aber auch hier war das bisher der, der mir am besten gefallen hat. Auch, wenn es schade ist, dass da nur Romane (und dabei nicht mal Tie-Ins) bedacht wurden, da es da noch einige alte Romane gegeben hätte, die da halbwegs passen würden und eben Vorreiter waren.
Zwei sehr gute Geschichten gepaart mit einem Essay, der sehr nachdenklich macht. Natürlich waren auch wieder Buchtipps dabei, aber zum Glück habe ich Einen Teil davon schon.