Sterben ist ihr Schicksal. Töten ist seine Bestimmung. Sie sind durch den Tod verbunden.
Niemand überlebt die Begegnung mit einem Todbringer. Doch als Letifer das Leben der jungen Alys verschont, ahnt er noch nicht, welchen Sog aus Leidenschaft, Hexerei und Gewalt er damit entfesselt. Denn er ist nicht der einzige Todbringer - und Alys nicht die, für die sie sich ihr Leben lang gehalten hat. Während ihre Welt aus den Fugen gerät, muss sie erkennen, dass der Eingriff in ihr Schicksal finstere Konsequenzen hat. Der Überlebenskampf beginnt ...
Nach ein paar Nächten denke ich, dass ich 3,5 Sterne gebe, die ich auf vier aufrunde.
Ich mag viele Ansätze von Jessica Iser in diesem Roman. Sie vermeidet übliche Klischees in der Beziehung einer Todgeweihten und ihres Todbringers. Kombiniert mit neuen Ideen und zwischenmenschlichen Beziehungen, die nicht nur auf den Love Interest bezogen sind (für mich mit das schlimmste, wenn dann alle anderen total nebensächlich werden!) und einem sehr spannenden Finale war es ein ziemlicher Lesespaß.
Für glatte vier Sterne reicht es nicht ganz, weil mir Letifer manchmal zu sehr ohne seine Umwelt gehandelt hat und andere nicht um ihre Meinung fragte, wenn er etwas tat, um sie zu beschützen (vielleicht hätten sie es ja auch selbst gekonnt oder alternative Lösungen gehabt? :D).
Oh Mann. Der Schreibstil war auf einem so niedrigen Niveau, ich hätte im tiefsten Keller noch immer danach gesucht. An sich ist die Idee ja eine ganz Gute gewesen, aber es war leider im Ganzen einfach schlecht. Und dann kam da dieser Plot, von dem die Autorin sicher dachte, das man das als Leser nicht mitbekommen würde, aber sorry to disappoint, ich hab diesen Plot schon meilenweit entfernt kommen sehen. Und dann diese eine Szene ab Seite 207 bis 209 beim Oktobermond-Dings. Das war so was von unnötig.
𝔅𝔞𝔰𝔦𝔰 ℑ𝔫𝔣𝔬𝔯𝔪𝔞𝔱𝔦𝔬𝔫 - Erzählerperspektive - Vergangenheitsform Bevor ich mit meiner Rezension beginne, möchte ich der lieben Autorin für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars danken. 𝔓𝔯𝔬 Unsere Geschichte beginnt mit einer jungen, eher zurückhaltenden Frau, die aus ihrem gewohnten Leben und den Vorschriften des Örtchens entfliehen möchte. Ihre Leichtsinnigkeit und der Wunsch nach einem anderen Leben, lassen sie in einen Strudel aus Angst und dem Kampf mit dem Tod ziehen. Denn bevor steht ihr eine Zwangsehe. Ein Ehemann aus einer anderen Schicht, den sie keinesfalls liebt und demnach noch weniger heiraten möchte. Doch auf Verständnis trifft sie hierbei in ihrem Umkreis nicht. Somit bleibt ihr nichts anderes übrig als den Ort Krall bei einer Nacht und Nebelaktion zu verlassen. Denn nichts wünscht sie sich sehnlicher, als aus wahrhaftiger Liebe zu heiraten. Bei der Flucht durch den dunklen Wald, dessen Durchquerung in dieser Konstellation eigentlich untersagt ist, erlebt sie eine Begegnung, die ihr komplettes Leben auf den Kopf stellt. Nebenbei beginnt für die Protagonistin auch eine Reise, in ihre ganz persönliche Vergangenheit und deren Geschichte dahinter. Denn die weise Alys ist bei ihrem Onkel und ihrer Tante aufgewachsen. Ihre Eltern starben bei einem schrecklichen Unfall und auch hierbei tun sich Mysterien auf, die für einen grandiosen Spannungsbogen sorgen. Im Verlauf der Geschichte, wechseln wir die persönliche Sicht unsere Protagonisten. Denn nicht nur Alys verfolgen wir auf ihrer Reise, nein, auch der junge Letifer wird ein wichtiger und entscheidender Teil des Geschehens. Letifer - der Todbringer. Dieser begegnet Alys im dunklen Wald, als sie sich auf ihrer Flucht befindet. Sobald ein Mensch von einem Todbringer als Todgeweihter ernannt wurde, ist dieser gnadenlos dazu verdammt, umgebracht zu werden. Und somit wäre es eigentlich auch das Schicksal der jungen Alys gewesen. Doch unerklärliche Gegebenheiten sorgen dafür, dass Letifer es dieses Mal nicht so einfach vollbringen kann. Somit verstößt er gegen einen Kodex, der auch ihn in Gefahr bringen wird. Den Umständen entsprechend begeben sie sich auf eine gemeinsame Reise aus Liebe und Flucht und man stellt sich die Frage: Reicht die Liebe über den Tod hinaus? Was erwartet dich in diesem Buch? - Liebesgeschichte - Dark Fantasy Elemente - Horror Außerdem trotzt die Autorin nur so vor wunderbaren Metaphern und Umschreibungen. Entscheidende Momente, werden unsagbar schön und fesseln umschrieben. Der Schreibstil ist detailreich und Jessica weiß, wie man mit den passenden Worten spielt. Neben dem grandiosen Schreibstil, trotzt der Verlauf der Geschichte auch nur so durch seine Vielfalt. Story Aspekte und Ideen die gekonnt eingearbeitet und ausgedacht wurden, sorgen für einen Wahnsinns Verlauf und einen dauerhaften Spannungsbogen. Denn immer wieder will man wissen: Wie entwickeln sich unsere Protagonisten? Wie werden sie sich entscheiden? Was werden sie als nächstes erleben? Denn besonders Alys wurde herzlich und mit viel Liebe von der Autorin ausgearbeitet. Sie durchlebt einen ganz entscheidenden Prozess innerhalb der Geschichte. Von einer zurückhaltenden und schüchternen Persönlichkeit, bis hin zu seiner selbstbewussten Frau, die sich selbst verteidigen kann und mittlerweile ganz genau weiß was sie möchte und kann. Besonders Richtung Ende bewegen wir uns auf einer emotionalen Ebene zwischen Magie und Liebe. Eine Liebe zwischen zweier "Wesen" die es so in dieser Form gar nicht geben dürfte. Ein Verlauf voller Hindernisse und Gefahren bürgt dieses Empfinden mit sich. Ps: Darf ich nochmal anmerken, wie sehr ich die Metaphern der Autorin liebe? Besonders schön ist die Metapher an Ende des Epilogs. *Schmacht* Doch wie sieht es aus mit der rein optischen Basis dieses Buches? Was für ein geiles Cover wird uns bei Deathbound denn bitte geboten? Das Design basiert genau nach meinem Geschmack und hat mir eindeutig Lust auf dieses Werk bereitet. Hierbei muss man jedoch anmerken, dass sich ein klein wenig darüber streiten lässt, inwiefern es inhaltlich wirklich zum Geschehen passt. Doch die gekonnte bildliche Umsetzung zwischen Totenschädel und Blumen gefällt mir wirklich sehr. Nebenbei ein riesiges Lob an die Autorin für die Grafiken und selbst erstellten Designs innerhalb des Buches und der Kapiteldesigns. Oh mein Gott, - ICH LIEBE SIE! Jedes einzelne wurde auf den Inhalt des abschließenden Kapitels angepasst und sieht so verdammt gut aus. Da ich hierbei weiß, das die Autorin mit sehr, sehr viel Liebe und Herzblut alles selbst erstellt und gezeichnet hat. Hut ab dafür. Dies spricht für sehr viel Liebe zum Detail und das sieht man sofort. Die Kapitellängen sind wunderbar abgepasst und ermöglichen einem das Lesen für zwischendurch. Dies ist allerdings nur der Fall, da wir innerhalb der Kapitel immer wieder den Sichtwechsel der Protagonisten haben, bei denen wir nach Möglichkeit pausieren können. Andernfalls wären einige Kapitel unsagbar lang gewesen und man hätte zwischendrin pausieren müssen. Doch somit wurde das Problem gut gelöst. ℭ𝔬𝔫𝔱𝔯𝔞 _ _ _
𝔉𝔞𝔷𝔦𝔱 Welch grandiose literarische Reise aus Liebe, Grusel und Fantasy. Unglaubliche Wendungen innerhalb der Geschichte die für Spannung und Lust auf mehr sorgen. Teilweise kann man dieses Buch nur sehr schwer aus den Händen legen. Das hierbei keine Contra - Punkte von mir aufgelistet wurden, sollte für sich sprechen. Lediglich die kurze Interpretation des Covers zum Inhalt des Buches lässt einen den winzigen Aspekt eines Contra - Punktes aufweisen, ist aber dafür eigentlich viel zu minimal. Wer also ein riesiger Fan ausgefallener Liebesgeschichten ist, wo die Liebe eigentlich so nicht sein dürfte und Spannung und Grusel nebenbei auch nicht zu kurz kommen, der ist mit diesem Buch perfekt bedient. Empfehlen werde ich dieses Buch Lesern zwischen dem 15 - 25 Lebensjahr. Ich denke die Spanne lässt sich hierbei ziemlich weit schätzen, denn durch die Vielfalt des Inhalts, kommt hier kaum ein Leser oder eine Leserin zu kurz. Die ausgedachten Dark Fantasy Elemente, haben mich absolut gepackt und ich fand es wunderbar, wie liebevoll und detailreich die Welt rund um die Protagonisten erstellt wurde. Wie ihr seht schwärme ich sehr für die einzelnen Darsteller, ihre Geschichte und die Reise. Eine Autorin die sehr wohl weiß was sie tut und wie sie es perfekt verkaufen und an den Mann bringen kann. Da es keinerlei negativen Aspekte (außer dem Cover in Sachen Inhalt) für mich gibt und ich durchgehend wunderbar unterhalten wurde, bekommt dieses Buch von mir 4,5/5 Fledermäuse. Ps: Dieses Buch werden ihr in der Februarausgabe des Tribus Magazins vorgestellt bekommen.
MEINUNG Der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen und war sehr ausgewogen im Verhältnis Story zu Umschreibungen. Die Welt und die Charaktere wurden wirklich toll beschrieben. Die Geschichte wird im Wechsel zwischen Alys, die keine Lust auf eine Zwangsheirat mit dem Sohn des Bürgermeisters hat und ein, Anfangs ihr unbekanntes Geheimnis in sich trägt und Letifer, ein Todbringer der Alys ins Jenseits befördern sollte, dies aber nicht konnte. Schon von der ersten Begegnung an war die Anziehung und das gegenseitige Begehren zwischen Letifer und Alys regelrecht greifbar. Doch es war keine stumpfe Liebesbeziehung die sich aufs körperliche reduzieren lässt, sondern es bestand eine wachsende, tiefe Verbindung zwischen den beiden.
Hauptsächlich wird die Geschichte im Wechsel der beiden Perspektiven erzählt, ab und an bekommt man als Leser:in aber auch Überschneidungen der Perspektiven vorgelet. Diese Überschneidungen der Szenen fand ich wirklich spannend zu Lesen. So, dass der Leser beide Gefühlswelten kennenlernt und beide Charaktere in ihrem Handeln und Denken besser verstehen kann!
Bei dem folgenden Absatz bitte nicht außer Acht lassen, dass ich ja kein riesen Fan von Romance in Büchern bin! Zwischendurch ebbt die Handlung für mich ein wenig ab und auch die Passagen von Alys werden oft emotionaler und gefühlsduseliger, was mir an manchen Stellen dann doch zu gefühlsgeladen war. Was aber während des Lesens wirklich nicht gestört hat! Weswegen ich, glaube ich wirklich, das Buch auch sicher an Leser:innen wie mich weiterempfehlen kann. Die sich gerade erst an Romance lastige Bücher heranwagen! Nicht zu viel Liebe aber auch nicht zu wenig, sondern wohl portioniert.
In der zweiten Hälfte hat das Buch noch mal ordentlich an Fahrt aufgenommen und hatte mich dann wieder vollkommen auf seiner Seite. Auch das Ende musste ich erst mal verarbeiten und sacken lassen!
FAZIT Eine düster romantische Geschichte die durch ihre ausgewogenen Mischung aus Tod, Spannung, Geheimnissen und Liebe besticht.
Mein persönliches Highlight in der Welt der Dunkelromantik. Es ist nun schon wieder einige Tage her, dass ich dieses Buch beendet habe, aber die habe ich auch gebraucht, denn ich war noch eine ganze Weile in diesem Buch gefangen. Ich musste es wirken lassen, habe es neu aufgeschlagen und darin geblättert und noch viel an Letifer und Alys denken müssen. Auch jetzt geistern sie noch in meinem Kopf umher und ich weiß, dass ich das Buch zeitig ein zweites Mal lesen muss, denn ich vermisse die fesselnde Atmosphäre, die düstere Tragik, die dunkle Romantik und die Charaktere, die hier so wunderschön und mit viel Herzblut gezeichnet wurden.
Dieses Buch hat mich so tief berührt und mitgerissen. Ich habe schon immer diese Faszination für das Düstere gehabt, sei es in Sachen Magie, Fabeln und Geschichten, in der Psyche und auch in der Entwicklung gewisser Figuren. Deathbound hat mir so viel mitgegeben, mich in den Sog der Magie und Finsternis gezogen und gleichzeitig habe ich mich unsterblich in beide Protagonisten verliebt. Alys, eine junge Frau und Überlebende, die so sanft, wunderschön aber gleichzeitig auch stark daherkommt und dann Letifer, der düstere Todbringer, gefährlich und blutrünstig, mit grenzenloser Dunkelheit in seinem Inneren. Das Schicksal der beiden lastet mir immer noch schwer auf dem Herzen, aber sie ist so unglaublich perfekt. Die Autorin hat hier meiner Meinung nach genau das richtige Gespür für die Charakterentwicklung finden können und die Story absolut passend um die beiden herum gestrickt. Auch ihr Schreibstil ist für mich so wunderschön gewesen, dass euch vermutlich noch das ein oder andere Zitat zeigen muss.
Gerade für die stürmischen Herbsttage und die düstere Stimmung rund um die schaurige Jahreszeit, ist dieser Roman absolut geschaffen. Ich hoffe, dass wir noch sehr viel aus Jessicas Feder lesen dürfen, denn ich habe mich unsterblich in ihren Stil verliebt.
Das Buch Deathbound ist unabhängig von anderen Büchern und kann daher ohne Vorwissen gelesen werden. Danke, dass ich ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen habe. In dem Buch geht es um ein Mädchen namens Alys welche für den Tod bestimmt ist. Als ihre Tante und ihr Onkel sie verheiraten wollen, versucht sie sich mit allen Kräften dagegen zu wehren. Sie verschwindet öfters in den Wald und zieht sich von anderen zurück. Dadurch gelangt sie in eine gefährliche Situation in der sie angegriffen wird. Statt vom Todbringer in die Welt der Toten geführt zu werden, wird sie von ihm gerettet. Damit beginnt für beide ein Wettrennen gegen den Tod. Doch nicht nur für sie wird es folgen haben auch ihre Freunde und Nachbarn sind in Gefahr. Mir gefällt es sehr dass das Buch aus verschiedener Sicht erzählt wird. Alys ist ein sehr sympathisches Mädchen, welches eine schwere Kindheit hinter sich hat, was man auch an ihrem Charakter merkt. Sie wird stärker im Laufe des Buches und selbstbewusster. Auch Letifer, der Todbringer wird immer sympathischer im Laufe des Buches. Es ist sehr interessant wie er von eiskalt und ohne jegliche Gefühle zu einer gefühlvollen und sensiblen Person wird. Dass er sich nur für Alys gegen seine Artgenossen wert und für sie kämpft ist sehr stark. Das Buch ist durchweg sehr spannend und es passiert sehr viel unerwartetes. Bis zum Ende ist unklar ob sie überleben oder nicht. Ich liebe Geschichten mit Hexen deshalb hat mir dieser Teil sehr gut gefallen. Auch die Hintergründe wie ihre Eltern starben waren sehr gut nachvollziehbar und perfekt in die Geschichte eingebunden. Trotz allem konnten mich die Personen nicht ganz von sich überzeugen. Allem in allem war es eine sehr schöne Geschichte eine richtig gute Idee und sehr sympathische Charaktere. War mal eine ganz andere Geschichte was ich echt sehr erfrischend fand. Mir hat nur irgendwie etwas gefehlt. Von mir bekommt das Buch 4 Sterne.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Der Schreibstil von Jessica Iser war mir bislang völlig unbekannt und das auch aus gutem Grund, denn dieses Buch ist ihr Debut. Und was für eines.
Ich habe mich von Jessica Iser sofort in den Bann ziehen lassen. Nicht nur durch den Schreibstil, der wunderbar harmonisch und doch düster ist. Das mag jetzt vielleicht ein bisschen komisch klingen, aber ich weiss nicht, wie ich das anders beschreiben soll. Die Geschichte hinter Letifer und Ayls ist bittersüß. Die junge Frau ist ein Charakter, der von anfang an eine unglaubliche Stärke aufweist und auch im Laufe des Buches noch über sich hinaus wächst.
Und können wir bitte mal darüber reden, wie toll ihr Letifer eigentlich gelungen ist? Derjenige, der eigentlich anderen den Tod bringen soll, entscheidet sich nicht nur für das Leben, sondern entdeckt quasi auch menschliche Züge an sich selbst. Gefühle, die er längst zu verloren geglaubt hat, machen sich in ihm breit und obwohl er weiss, dass er diese niemals zulassen darf, kann er sich auch nicht dagegen wehren. Diesen Zwiespalt zwischen dem Leben und dem Tod, zwischen Liebe und Leiden hat Jessica Iser in einer Form herübergebracht, die unglaublich .. toll und doch genauso melancholisch war. Die Beschreibungen des Settings oder der Charaktere haben es mir leicht gemacht, Der Spannungsbogen hält sich konstant aufrecht und zieht sich durch das gesamte Buch. Ich hatte an keiner Stelle das Gefühl, dass irgendetwas nicht passt oder das die Charaktere ihre Stärke verlieren. Bis hin zum bitteren Ende. Diesem Ende, dass mich regelrecht ans Buch gefesselt hat und vielleicht auch sogar ein wenig sprachlos gemacht hat. Aber das aus verdammt gutem Grund.
Ich muss sagen, dass ich den Roman von Anfang an sehr spannend und angenehm zu Lesen empfand. Die Geschichte zieht sich wie ein seidener Faden durch und als Leser darf man sich ebenfalls auf einige Überraschungsmomente gefasst machen. Was mir besonders gefallen hat ist der stets anwachsende Spannungsbogen bis zu einem wirklich überragenden Höhepunkt sowie eine authentisch dargebotene Darstellung von Charakteren, die das eigene Interesse wecken. Ich persönlich hätte mir noch eine etwas detaillierte Beschreibung der Orte und Charaktere gewünscht, jedoch konnte ich mich ziemlich gut in alles hinein fühlen und die dargestellten Erlebnisse visualisieren. Darüber hinaus finde ich es wirklich schön zu sehen wie viel Liebe im gesamten Werk steckt und wie professionell das Ganze für einen Debut-Roman dargeboten ist. Zudem finden sich noch einige wirklich schöne Illustrationen von der Autorin selbst darin. "Death Bound" ist ein selbst-publiziertes Buch, welches ich jedem geneigten Leser wirklich ans Herz legen kann.
Manchmal gibt es Bücher, bei denen weiß man einfach sofort, dass sie genau richtig für einen sind, Bücher, bei denen einfach alles passt.
Jessica Isers Debütroman Deathbound ist für mich so ein Buch. Von der ersten Seite an habe ich mich in ihrem Schreibstil verloren, mit jedem weiteren Wort ihre Charaktere lieben gelernt und schließlich diese wunderbar düstere und einzigartige Geschichte in mein Herz geschlossen.
Auch optisch ist der Roman etwas ganz Besonderes, denn die Autorin hat neben den kapitelübergreifenden Illustrationen auch für jedes Kapitel eigens eine Illustration angefertigt, von der jede Einzelne wirklich wunderschön und detailliert ausgearbeitet wurde und das Buch zu einem richtigen kleinen Juwel macht.
Der Titel des Buches spiegelt perfekt den Inhalt wider. `Deathbound` ist eine Dark Romance Fantasy Geschichte, die den Tod in den Mittelpunkt stellt. Durch Alys und Letifer reflektiert sich dieser in seinen unterschiedlichen Facetten.
Alys: Eine Flamme, die sich aus dem Feuer erhebt. Sie leuchtet hell und verheißungsvoll. Doch begrenzt in ihrer Existenz erlischt auch sie. Viel zu früh.
Letifer: Den letzten Akt vollziehend, emotionslos dahin existierend, findet sich ein Sinn, ein Gefühl, eine Emotion. Doch wie die Motte zum Licht, verschlingt die Flamme auch ihn.
Die Liebe erblüht hier wie die zarten Blüten einer Blume. Doch ein klassisches HEA wird man nicht finden. Was bleibt ist der Trost, die Erkenntnis und der emotionale Wunsch des Wiedersehens.
Also es war jetzt nicht besonders schlecht aber auch nicht besonders gut. Die Idee der Geschichte hat mir sehr gut gefallen, nur war der schreibstil und die Umsetzung eher so lala. Das Ende dagegen hat mir sehr gut gefallen!
"Deathbound" hat mich wirklich beeindruckt. Das ist ein Debütroman? Wow! Es ist lange her, dass ich ein Buch gelesen habe, in dem quasi alles stimmt, aber Jessica Iser hat es geschafft. Dabei hätte ich es, rein vom Cover her, nicht in die Hand genommen, was daran liegt, dass ich Totenköpfe einfach nicht mag ... Ein Glück, dass es anders kam.
Deathbound erzählt die Geschichte der jungen Frau Alys und des Todbringers Letifer. Sie sind durch den Tod verbunden, denn eigentlich soll Letifer Alys töten, aber aus ihm unerklärlichen Gründen verschont er sie. Sie fühlen sich mehr und mehr zueinander hingezogen, aber kann ihre Liebe überhaupt eine Chance haben, wenn der Tod zwischen ihnen steht?
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive von Alys und Letifer erzählt, wodurch ich in beide Figuren gute Einblicke bekam und mich mit ihnen identifizieren konnte. Mehr noch, es fühlte sich an, als wäre ich selbst vor Ort und nicht nur einmal habe ich Szenen mit offen stehendem Mund gelesen, weil es sich alles so real anfühlte. Mit dazu beigetragen hat Jessicas anschaulicher und gleichzeitig ein wenig poetisch anmutender Schreibstil. Die Handlung ist dicht gesponnen und es wird nie langweilig, dennoch war ich froh, als 1-2 Kapitel kamen, bei denen ich kurz durchatmen konnte. Denn die vorhandenen Schockmomente waren gut gesetzt, wollten aber auch erstmal verdaut werden.
Alys und Letifer sind zwei durch und durch tolle Protagonisten, die eine bemerkenswerte Entwicklung durchleben und die (bis auf wenige Momente bei Letifer, die aber nicht groß ins Gewicht fallen) auch wirklich glaubhaft ist. Neben den beiden gibt es zahlreiche interessante Nebenfiguren, wie Arwulf oder Alys' Zieheltern. Besonders hervorheben möchte ich die Existenz der sieben Todbringer. Grandios dargestellte Persönlichkeiten und nichts für zarte Gemüter. Bei der Gelegenheit möchte ich auch auf das Content Note-Verzeichnis am Ende des Buchs hinweisen.
A propos Ende: Das war ganz nach meinem Geschmack, mitreißend bis zur letzten Seite und in sich konsequent und schlüssig. Ich fand auch die Zeichnung nach dem Epilog sehr schön.
Ja, was bleibt mir noch anderes zu sagen, außer: Bücher wie "Deathbound" sind dafür verantwortlich, dass ich Dark Fantasy liebe. Riesengroße Leseempfehlung! Vielen Dank für das Rezensionsexemplar, das meine Rezension nicht beeinflusst hat. Bis auf die Tatsache, dass diese Perle sonst an mir vorbeigegangen wäre.