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Dürre

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Wir dachten, wir hätten noch Zeit. Jetzt bezahlen wir den Preis.

Der Klimawandel beschleunigt sich unaufhaltsam. Dürren und Ernteausfälle nehmen weltweit zu. In ganz Europa herrscht Hungersnot. Um der wachsenden Bedrohung etwas entgegenzusetzen, beschließen die Länder drastische Maßnahmen: Landwirtschaftliche Betriebe werden verstaatlicht, eine App soll den CO2-Fußabdruck eines jeden Bürgers kontrollieren. Als die Geschwister Julian und Leni des CO2-Betrugs angeklagt werden, verlieren sie ihre Existenzgrundlage – und werden erbarmungslos gejagt.

464 pages, Paperback

First published September 13, 2021

88 people want to read

About the author

Uwe Laub

15 books9 followers
Uwe Laub worked as a broker at the German stock exchange and as a pharmaceutical representative for well known pharmaceutical companies. He is married and father of a daughter. He lives in Munich, Germany. He is a well-known bestselling author in Germany when it comes to suspense, thriller books, crime and climate fiction.

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Community Reviews

5 stars
32 (18%)
4 stars
68 (39%)
3 stars
51 (29%)
2 stars
18 (10%)
1 star
3 (1%)
Displaying 1 - 29 of 29 reviews
Profile Image for Nadine Schrott.
685 reviews65 followers
November 7, 2021
Interessantes Thema....für mich trivial und nichtssagend umgesetzt....SCHADE..!

Laub schreibt durchaus flüssig....inhaltlich aber geradezu unfassbar naiv und abgeschmackt...wobei das Thema wirklich gut gewählt ist...was hätte man da alles daraus machen können!

In einer nahen Zukunft herrscht in Deutschland Mangel....Grund ist die durch den menschengemachten Klimawandel verursachte Unfruchtbarkeit der Agrarböden.
Das Geschwister Paar Leni und Julian versuchen mit ihrem Bauernhof zu überleben....doch böse Machenschaften der Überwachungseinheit und eine CO2 App erschweren ihr Leben...

Inhaltliche Schwachpunkte, kaum überraschende Spannungselemente und ein trivial/vorprogrammierter Plot lassen dieses Buch für mich schlicht und ergreifend durchfallen....

Keine Leseempfehlung....sorry...!
Profile Image for Steffi.
3,281 reviews183 followers
September 15, 2021
Bei den Thriller von Uwe Laub reizt mich insbesondere die aktuelle und brisante Thematik, die er in seinen Geschichten verarbeiten. In "Dürre" geht es diesmal um den Klimawandel und die sich verschärfende Dürre, auch in Europa. Jeder Bürger ist verpflichtet eine App zu nutzen, die den eigenen Co2-Abdruck kontrolliert und evtl. auch sanktioniert.

Mich konnte die Geschichte sehr schnell packen und das Setting wurde sehr eindrucksvoll und eindringlich beschrieben. Wir begleiten Julian, der mit seiner Schwester, einen Schweinehof in Bayern führt und mit der Wasserknappheit und Geldmangel zu kämpfen hat, bis die beiden plötzlich angeklagt und verfolgt werden.

Die Geschichte wird sehr rasant erzählt und man kommt hinter immer mehr Geheimnisse und die Machenschaften, die bis zu den Entwicklern der App zurückführen. Der Schreibstil ist sehr flüssig, die Kapitel teilweise sehr kurz, so dass man durch die Seiten fliegt.

Ich fand es sehr gelungen wie das Thema Klimawandel und Dürre in die Geschichte eingebunden worden ist. Ich bin schon sehr gespannt, um was es im nächsten Buch des Autors gehen wird.
Profile Image for Gabis Laberladen.
1,243 reviews
October 11, 2021
Darum geht's:

Wenige Jahre in der Zukunft: Der CO2-Fußabdruck wird selbst für Privatleute und erst recht für Firmen immer wichtiger, denn der Klimawandel lässt auch in Deutschland das Leben immer unwirtlicher und härter werden. Klimaneutralität ist die Devise und der tägliche Blick auf das eigene CO2-Konto über die Aequitas-App wird zur Routine. Die Geschwister Julian und Leni bewirtschaften einen kleinen Bauernhof am Rande des Existenzminimums. Als sich Julian einen kleinen Vorteil verschafft, macht ihn das angreifbar und pöltzlich muss er um seine und Lenis Existenz bangen - er droht, den Hof zu verlieren.

Meine Meinung dazu gibt’s hier
Profile Image for Sebastian.
754 reviews67 followers
January 2, 2024
Die Klimakrise verschärft sich mit jedem Tag auf dramatische Weise und einst gesetzte Ziele zur Reduzierung der globalen Erwärmung werden krachend verfehlt. Wie lässt sich die Klimakatastrophe angesichts täglicher Horrormeldungen noch abwenden?

In Uwe Laubs Umwelt-Thriller scheint die Lösung eine simple App zu sein, die von zwei cleveren Studenten erfunden wurde, um den ökologischen Fußabdruck jedes einzelnen zu überwachen und zu regulieren. Ein paar Jahre später ist aus der schlauen Idee eine düstere Dystopie geworden, in welcher die EU mithilfe dieser Technik ihre Bürger knallhart kontrolliert und es angesichts schrecklicher Dürren und Hungersnöte einen erbitterten Kampf um CO2-Credits gibt.

Es ist ein spannendes und zugleich äußerst beunruhigendes Setting, welches Laub in "Dürre" erschaffen hat, allerdings gelingt es dem Autor wie schon in seinem Thriller "Sturm" nicht wirklich, mit einer packenden Geschichte durch das bedrohliche Zukunftsszenario zu führen. Die meist oberflächlichen Charaktere laden kaum zum Mitfiebern ein und die Story entpuppt sich als relativ banale 08/15-Handlung, welche dem komplexen Thema nicht gerecht wird und ab der Hälfte überwiegend auf belanglose Action setzt.

Das ergibt insgesamt zwar einen durchaus unterhaltsamen, aber eben auch recht austauschbaren Thriller, der das Potenzial der guten Ausgangsidee leider in großen Teilen ungenutzt lässt.
Profile Image for nilskai.
73 reviews
December 2, 2021
Thema könnte viel bieten, hier ist die Umsetzung aber ziemlich trashig geraten. Schade.
Profile Image for Rienchen 2.6.
2 reviews1 follower
October 2, 2021
Zusammenfassung und Hintergrundwissen

„Dürre“ ist ein 2021 im Heyne-Verlag erschienener Thriller von Uwe Laub.

Handlung und Protagonisten
Die Geschichte spielt in einer nahen Zukunft in Deutschland, in der Klimakatastrophen wie Dürren immens zugenommen haben und die gesamte Weltbevölkerung unter den Folgen wie beispielsweise massive Hungersnöte leiden. Als Reaktion auf die wachsende Bedrohung durch die Klimaerwärmung sucht die EU nach neuen Lösungen, diese doch noch eindämmen zu können. Die zwei Programmierer Alex Baumgart und Tom Valcke bieten entwickeln das Programm ‚Aequitas‘, welches den CO2-Fußabdruck jedes Menschen und jeder Organisation ermittelt, überwacht und reguliert, indem es sogenannte Credits als Währung für den eigenen CO2-Austoß einführt. Die Zuteilung dieser Credits ist sehr knapp bemessen und Aequitas überwacht nun jeden EU-Bürger in allen Bereichen des Lebens und wird als Bewertung und Sanktionierung ganzer Länder herangezogen. Zur Überwachung des Creditflusses und zur Vermeidung des Betrugs wird die ACON-Behörde ins Leben gerufen, deren gefürchtete Oberinspektoren mit großer Macht ausgestattet sind. Die Geschwister Leni und Julian Thaler werden plötzlich selbst mit ihrem kleinen Bauernhof in Ermittlungen der ACON-Inspektorin Dana Kilian verwickelt. Um sich zu verteidigen, verfolgen sie die Spuren eines Aequitas-Betrugs, der weit über ihren Bauernhof und Deutschland hinausgeht.

Die Kernthemen des Buches sind die drohende Klimakrise, die Gefahr eines Überwachungsstaates durch datensammelnde Programme und die weiter voranschreitende gesellschaftliche Spaltung in Arm und Reich.

Zusätzliche Facts

Uwe Laub ist in Rumänien geboren.

Rezension

Gestaltung

Das Taschenbuch hat 463 Seiten und kommt im klassischen Format daher. Das Cover passt durch seine dunkle und schlichte Aufmachung zum Genre Thriller und die Farbgestaltung in gelb sowie der Funkeneffekt passen zum Thema. Das Cover wirkt hochwertig durch den Mix aus mattem Hintergrund und glänzendem Titel.
Schriftgröße, -art und Textformatierungen sind sehr angenehm zu Lesen, die Kapitel sind durchnummeriert und beginnen immer auf einer neuen Seite.

Thema und Umsetzung

Die behandelten Themen sind hochaktuell und relevant, die Beschreibung der nahen Zukunft ist geradezu erschreckend realitätsnah und nachvollziehbar. Auf wissenschaftliche Details zum Klima oder dem Programm wird nicht eingegangen, das Buch reiht sich somit in die klassischen populären Wissenschaftsthriller für die breite Masse ein.

Inhalt und Geschichte

Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, in der Hauptsache aus Sicht der Programmierer von Aequitas Alex und Tom, aus der Sicht der Oberinspektorin Dana Kilian und aus der Sicht von Julian Thaler. Zwischenzeitlich nimmt der Leser in Kapiteln auch die Sicht von Nebenfiguren ein, wie beispielsweise Julians Onkel Hector. Dadurch ist die Gesamthandlung schlüssig und nachvollziehbar und der Leser kann mit den Figuren mitfiebern. Obwohl einem dadurch mehr Informationen zur Verfügung stehen als dem Protagonisten, bleibt die Geschichte spannend und die genaue Auflösung erfolgt erst am Ende. Insgesamt ist die Handlung in sich schlüssig, das Ende ist passend, wenn auch im Groben nicht unerwartet. Der Epilog ein Jahr später ist meiner Meinung nach nicht gut umgesetzt, da die verpasste Zeit in einem sehr gestelzten Dialog nacherzählt wird, a la „Das ist zwar schon ein Jahr her aber erzähl mir doch jetzt nochmal grundlos, was wann wie passiert ist nachdem der Leser nicht mehr mitgenommen wurde“. Der Inhalt des Epilogs ist aber wieder schlüssig, wenn auch etwas klischeehaft.

Es gibt Nebenstränge, wobei diese fast immer nur zur Untermauerung der Hauptgeschichte dienen. Einzig der Nebenstrang um Onkel Hector zeigt zudem auch etwas mehr von der zukünftigen Welt außerhalb von Aequitas, da hier auf sein Unternehmen Frankfurt Mining und dessen Rolle in der zukünftigen Welt eingegangen wird.

Liebe und Romantik spielen in diesem Buch nahezu keine Rolle, was ich persönlich als passend und angenehm empfinde!

Die Charaktere sind zum Teil sehr klar in Sympathieträger und Bösewichte unterteilt und werden in diesen Rollen auch sehr einseitig dargestellt. So ist der Underdog Julian klar ein sympathischer und eigentlich rechtschaffender Mensch, der nie etwas wirklich Falsches oder Böses tut, wohingegen die Antagonistin Dana brutal, unerbittlich und gierig ist. Die Programmierer Alex und Tom sowie der Onkel Hector werden differenzierter beschrieben und wirken somit realer. Auch wenn hier die charakterlichen Ecken und Kanten an vielen Stellen fehlen, ist das auch nicht der Anspruch des Buches. Als Leser erfährt man zwar wenig über die inneren Vorgänge der Figuren, aber man kann sich dadurch auch leichter mit ‚dem Guten‘ identifizieren. Die Frage für den Leser ist nicht, welches Verhalten richtig ist, sondern ob diese Welt richtig ist.

Der Schreibstil ist leicht verständlich, nicht anspruchsvoll oder lyrisch und klassisch der Belletristik für das breite Publikum entsprechend. Die Kapitel werden zum Ende des Buches hin kürzer, wodurch sich unbewusst das Lesetempo dem Ereignistempo anpasst und die Spannung wächst, das empfinde ich hier als sehr gelungenes Stilmittel!

Generell kann man sich gut in die Welt und die Figuren einfühlen, auch wenn wenig detaillierte Beschreibungen gemacht werden. Die Parallelen zu unserer heutigen Welt sind groß und es wird hier ein klares Schwarz-Weiß-Bild vermittelt, indem man sich schnell zurechtfindet.

Insgesamt ist das Leseerlebnis angenehm, das Buch lässt sich durch die Sprache und die auf die spannende Kernhandlung beschränkte Erzählweise schnell lesen. Der Leser muss nicht aktiv mitdenken oder konzentriert zurückblättern, es wird alles verständlich geschildert.

Fazit

Bei Dürre handelt es sich um einen klassischen Wissenschaftsthriller für ein breites Publikum zu hochaktuellen Themen digitale Überwachung und Klimakrise. Das Buch ist spannend, leicht zu lesen und bietet ein angenehmes Leseerlebnis. Der Autor regt hier weniger durch die Figuren, als durch die Geschichte zum eigenen Nachdenken an, wobei die Moral der Geschichte durch die plakativen Kernthemen bereits mit serviert werden. Es geht hier nicht um Fragen persönlicher Moral, sondern um die Aufmerksamkeit für bereits bekannte, aber gesellschaftlich unterschätzte Themen. Die Geschichte selbst hat dadurch für mich keinen großen Nachhall erzeugt, aber definitiv meinen Fokus auf die Themen verstärkt.

Insgesamt ist das Buch genau so, wie man es anhand des Klappentextes und der Aufmachung erwarten würde. Auch wenn es sich hier nicht um ein literarisches Meisterwerk handelt finde ich es aufgrund der relevanten Themen und der Spannung und Verständlichkeit empfehlenswert für viele. Als Zielgruppe würde ich die klassischen Spiegel-Bestseller-Leser von Jugendlichen bis hin zu Erwachsenen definieren, die Spannung und Thriller mögen und leichte Lektüre gerne mit einer realen Problematik kombinieren möchten.

Weitere Werke des Autors sind „Sturm“ und „Leben“, die vom Stil her wahrscheinlich vergleichbar zu Dürre sind. Für mich persönlich ist Dürre vergleichbar zu den Werken von Marc Elsberg wie „Zero“ oder „Blackout“; wer hieran Gefallen gefunden hat sollte sich Dürre einmal anschauen.
Profile Image for Plantybookknot.
16 reviews3 followers
November 30, 2022
Ein total spannender wissenschaftlicher Thriller, der erschreckend realistisch gewirkt und mir ehrlich Angst um die Zukunft gemacht hat.
63 reviews
December 6, 2022
Mega interessante Thematik zur derzeitigen Klimaproblematik. Sehr spannend.
Profile Image for Buchbesprechung.
211 reviews24 followers
September 24, 2021
REZENSION – Nicht zuletzt durch seinen vorigen Roman „Leben“ (2020) hat sich der deutsche Schriftsteller Uwe Laub (50) als Autor spannender Umwelt- und Wissenschaftsthriller hervorgetan, was er mit seinem neuen, im September im Heyne Verlag veröffentlichten Thriller „Dürre“ erneut bestätigt. Sein neuer Roman spielt in nicht allzu ferner Zukunft in Deutschland. Bei immer stärker fortschreitendem Klimawandel und über Jahre andauernder Dürre haben Ernteausfälle zugenommen und in ganz Europa für Hungersnot gesorgt. Alle größeren landwirtschaftlichen Betriebe wurden bereits verstaatlicht, den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union werden abhängig von der Höhe ihrer CO²-Emission die Lebensmittel zugeteilt, Einwohner müssen sich ihre Zuteilung auf dem Markt abholen. Um die EU-Bürger zum Umweltschutz zu zwingen und Missbrauch kontrollieren zu können, hat die EU eine von den Informatikstudenten Alex Baumgart und Tom Valcke entwickelte App namens Aequitas zur Messung individueller CO²-Fußabdrücke zwangsweise eingesetzt. Jedem Menschen steht – vergleichbar dem heute schon bekannten Emissionshandel bei Unternehmen – auf seinem Aequitas-Konto ein gewisses Maß an CO²-Credits zu, die bei jeder Fahrt, bei jedem Einkauf, bei jeder emissionsgebundenen Handlung automatisch an den Zentralrechner im Valcke-Tower gemeldet und von seinem Konto abgebucht werden. Spart der EU-Bürger CO²-Emission, darf er überschüssige Credits verkaufen. Verbraucht er übermäßig viel, wird er bestraft. Doch dieses nur in der Theorie gerecht erscheinende System bringt durch allzu knappe Credit-Zuteilung die meisten Bürger in Armut und Hunger, was in Folge zu Betrug und Diebstahl verführt. Die von der EU gegründete Kontrollgesellschaft ACON hat als eine Art Geheimpolizei über die Aequitas-App absoluten Zugriff auf alle persönlichen Daten eines jeden Bürgers und verfolgt Fehlverhalten. Eines Tages steht Oberinspektorin Dane Kilian vor den Geschwistern Julian und Leni Thaler, die den kleinen Hof ihres abwesenden Vaters allein bewirtschaften, und beschuldigt sie des CO²-Betrugs.
Wieder verbindet Autor Uwe Laub auch in „Dürre“ wissenschaftliche Fakten – diesmal zum Klimawandel – mit Fiktion und Vision in einem locker geschriebenen Roman. So macht er es seinen Lesern leicht, sich auf unterhaltsame Weise auch als Laie diesem ernsten Thema zu nähern. Laub gehört nicht zu jenen Autoren, die als „Publikumsbeschimpfer“ ihre Leser für allzu sorgloses Verhalten mit schlechtem Gewissen strafen. Er droht vielmehr mit einer beängstigenden Dystopie, die wir alle nicht Wirklichkeit werden lassen wollen.
Bei etwas kritischerer Betrachtung ist festzustellen, dass sich der erste Teil des Romans von seinem zweiten im Niveau unterscheidet: Ist es anfangs eine durchaus fundierte, anhand von wissenschaftlichen Erkenntnissen und Schlussfolgerungen – mit einem zehnseitigen Nachwort faktisch unterlegt – logisch aufgebaute Szenerie, die als Vision ernst genommen werden kann, flacht der Roman später zum reinen Actionroman ab, der mit Mord und Totschlag endet. Manches Handeln der Protagonisten, wenn auch der Dramaturgie geschuldet, erscheint dann unlogisch. Statt des romantischen Schlusskapitels wäre ein offenes Ende mit Blick in eine ungewisse Zukunft wirkungsvoller und dem ernsten Thema gerechter gewesen. Doch alles in allem ist „Dürre“ ein packender Umweltthriller, den man nur ungern aus der Hand legt. Nach der Lektüre bleibt es unsere Entscheidung, unsere Lebensweise zu überdenken und notfalls Konsequenzen zu ziehen.
327 reviews1 follower
October 7, 2021
Buchtitel: Dürre
Autor: Uwe Laub
Verlag: Heyne
ISBN: 9783453441187
Ausgabe: Taschenbuch
Erscheinungsdatum: 13.09.2021

Inhalt:
"Wir dachten, wir hätten noch Zeit. Jetzt bezahlen wir den Preis.
Der Klimawandel beschleunigt sich unaufhaltsam. Dürren und Ernteausfälle nehmen weltweit zu. In ganz Europa herrscht Hungersnot. Um der wachsenden Bedrohung etwas entgegenzusetzen, beschließen die Länder drastische Maßnahmen: Landwirtschaftliche Betriebe werden verstaatlicht, eine App soll den CO2-Fußabdruck eines jeden Bürgers kontrollieren. Als die Geschwister Julian und Leni des CO2-Betrugs angeklagt werden, verlieren sie ihre Existenzgrundlage – und werden erbarmungslos gejagt."

Meinung:
Zuerst möchte ich mich beim Bloggerportal, dem Verlag und beim Autor für dieses Rezensionsexemplar bedanken!
Vor allem anderen möchte ich einmal kurz auf das Cover aufmerksam machen. Vor einer Weile kam ich ja bereits in den Genuss "Leben" des Autors zu lesen und war da schon vom Coverdesign begeistert. Auch bei "Dürre" ist es meiner Meinung nach einmal wieder richtig gut gelungen. Vom allgemeinen Design passt dieser Teil perfekt zum Rest der Reihe, "Leben" und "Sturm", jedoch hat er für seinen Titel und dem Inhalt die perfekte Farbe. Generell finde ich ja den Kontrast zwischen dem schwarzen Hintergrund und den knalligen Orangetönen sehr schön.
Kommen wir aber nun auch endlich zum Inhalt. Dieser hat mich bereits beim Klappentext gecatched, weswegen ich es unbedingt lesen wollte. Meine Begeisterung wurde auch großteils während des Lesens erfüllt. Vor allem zum Beginn des Buches merkt man ein gewisses Niveau des Inhalts, welcher großteils sogar auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruht. Trotz des ziemlich fundierten Textes, hat auch dieser Teil des Buchs eine gute Grundspannung. Leider wechselt "Dürre" ab einem gewissen Punkt von einer wissenschaftlich fundierten zu einer Action geladenen Story, was mir persönlich nicht so gut gefallen hat. Dadurch ging in meinen Augen auch einiges an Spannung verloren, welche hauptsächlich im großen Finale erst wieder richtig steigt. Die generelle Thematik wiederum ist eigentlich perfekt passend für die heutige Zeit gewählt, weswegen das gesamte Buch recht authentisch wirkt.
Die Protagonisten hingegen fand ich durchwegs gut gelungen. Man erfährt nach und nach so einiges über die meisten der handelnden Personen, wodurch jeder von ihnen eine ziemlich gute charakterliche Tiefe bekommt. So wirkt nicht nur die Thematik des Buchs, sondern auch die Protagonisten recht authentisch und man kann ihre Handlungen gut nachvollziehen. Vor alle durch den Wechsel zwischen den Perspektiven, wodurch auch Nebenprotagonisten eine Bühne geboten wurde, bekommt man einen guten Einblick in die Handlung.
Der Schreibstil ist durchaus angenehm, was das Lesen auf jeden Fall erleichtert hat und wodurch ich das Buch innerhalb schnellster Zeit durchgelesen hatte.

Fazit:
Alles in allem ist das Buch also einmal wieder ein toller Thriller mit der Thematik Klima, welchen ich an jeden Thriller-Fan weiterempfehlen würde, genauso wie die anderen Bücher des Autoren!
740 reviews2 followers
January 28, 2022
Der Anfang: «Nicht im Traum hätte Alex Baumgart jemals gedacht, dass ein zerknitterter, nach Bier stinkender Kassenbon einer verrauchten Studentenkneipe in Karlsruhe sein Leben verändern würde. Doch manchmal hielt das Schicksal Überraschungen bereit.»

Das Szenario der Dystopie ist in unsere Zukunft gedacht – gar nicht weit entfernt. Der Klimawandel beschleunigt sich unaufhaltsam – die Regierungen bekommen es nicht in den Griff. Wie soll man den CO²-Fußabdruck von Firmen und Bürgern messen und die disziplinieren, die sich falsch verhalten? Dürren und Ernteausfälle nehmen weiter weltweit zu, Wetterkatastrophen machen den Menschen zu schaffen. Alex Baumgart macht sich Gedanken, wie man CO² sparen kann, regt sich auf über die Pflicht auf, Kassenbons auszustellen – sogar der Wirt seine Lieblingskneipe muss ihm einen für sein Bier ausstellen. Nicht zu fassen!

«Damit könnte man den Äquator fünfzigmal umwickeln. Zur Herstellung dieser Papiermassen werden 12 500 Tonnen Holz verbraucht. Das entspricht etwa 8500 Fichten mit einer Höhe von 25 Metern und einem Durchmesser von 0,4 Metern. Um es dir anschaulicher zu machen: Das entspricht einem gefällten Baum pro Stunde! Ist das zu fassen?»

Alex überlegt. Jeder einzelne Mensch ist ein Faktor – das muss man doch berechnen können! Davon ausgehend setzt er sich hin und programmiert eine App. Alex ist zwar ein Superhirn, aber niemand, der sich verkaufen kann. Darum holt er sich seinen Kumpel Tom ins Boot. Gemeinsam präsentieren sie diese App der EU-Kommission: Eine App, die den CO²-Fußabdruck eines jeden Bürgers und das jedes Unternehmens kontrollieren kann! Die EU Kommission schlägt zu: Deal! Und umgehend wird die App «Aequitas» verpflichtend für jeden Bürger eingeführt. CO²-Credits sind die neue Währung! Die Bürger erhalten Credits; jedoch für jeden Verbrauch (Benzin, Strom, Fahrten mit der Bahn, Wasser usw.) werden Credits automatisch zentral abgezogen; sichtbar auf der App. Wer sparsam ist, kaum etwas verbraucht, kann seine überschüssigen Credits verkaufen, sich etwas dafür kaufen. Wer jedoch zu viel verbraucht, wird sanktioniert. Dummerweise fallen in diesem Szenarium viele Menschen aus dem System. Sie werden obdachlos und hungern. Die Schere zwischen reich und arm schnappt immer weiter auf.

Ein paar Jahre später: Die EU hat landwirtschaftliche Betriebe verstaatlicht, nur kleine Höfe durften in Privateigentum bleiben; Extremwetterlagen zerstören Ernten, extreme Hitze lässt Ernten verdorren. In ganz Europa herrscht Hungersnot, Nahrungsmittel werden fast nur noch per Lebensmittelgutschein verteilt, die Länderzuteilung seitens der EU richtet sich nach der jeweiligen CO²-Emission. Die Kontrollgesellschaft für CO² heißt ACON, ist die Macht im Staat. Die Geschwister Julian und Leni betreiben einen kleinen Hof in Bayern. Als durch eine defekte Solaranlage der Schweinestall abbrennt, fliegt ihr Schwindel auf. Offiziell gehört der Hof dem Vater, doch der hatte im Sterben dazu geraten, seinen Tod nicht zu melden, denn Leni, noch nicht volljährig, würde wahrscheinlich vom Jugendamt abgeholt. Und so blieb alles beim Alten: Der Verbrauch des CO²-Fußabdrucks für den Haushalt wird für drei Personen berechnet, sie erhalten Lebensmittelmarken für drei. Julian wird nun wegen Betrugs angeklagt und Leni wird zum verhassten Onkel nach Frankfurt gebracht, der mit «Urban Mining» (Häuser abreißen und die Rohstoffe recyceln) und als Bauriese in Frankfurt viel Geld verdient. Er lebt in Saus und Braus in einer riesigen Wohnung mit Klimaanlage und vollem Kühlschrank; hier gibt es sogar Käse, Wurst und Fleisch. Während Leni sich noch wundert, warum sich ein «Bluthund» (oberste Fahnder der ACON) für den kleinen Betrug der Geschwister interessierte, hört sie durch Zufall heimlich beim Onkel ein Gespräch mit. Denn genau dieser «Bluthund», der auf ihrem Hof auftauchte, macht illegale Geschäfte mit dem Onkel. Ist «Aequitas» manipulierbar?

So sehr wie mir der Anfang des Thrillers gefallen hat, nach gut der Mitte schlug der Schreibstil um. Sehr spannend, keine Frage, doch vom wissenschaftlichen Thriller keine Spur mehr, sondern reines Actionszenario, an einigen Stellen unglaubwürdig. Das Thema der App und des Überwachungsstaats ist im Actiontrubel aus der Story herauskatapultiert worden. Man hatte das Gefühl, plötzlich bei einem anderen Autor gelandet zu sein. Ich habe dann wirklich mal das Cover angeschaut – real, ich war immer noch beim gleichen Roman. Schade. Mal schnell in einem öffentlich zugänglichen, kritischen Internetforum nach einem Hacker für Staatssoftware fragen – und schon meldet sich der Beste der Besten. Ich hatte eher damit gerechnet, dass der Staatsschutz an der Tür anklopft. Die Geschwister Julian und Leni tapsen extrem naiv und unwissend durch die Geschichte. Auf der einen Seite hat Julian einiges technische Knowhow drauf, Solartechnik und digitale Steuerung von landwirtschaftlichen Geräten, trickst die App aus, aber andererseits scheint er banalste digitalen Überwachung nicht zu kennen. Das Ende war etwas abrupt und für mich keinesfalls schlüssig. Die digitale Überwachung durch die App kam mir letztendlich viel zu kurz. Hier hatte ich nach dem guten Anfang ein wenig mehr erwartet. Was macht sie mit den Menschen? Auch darin, was sich in der Zukunft für die Menschen geändert hat. Technische Raffinessen! Wir befinden uns in der Zukunft, aber die Menschen haben Smartphones, Kopfhörer, Smartwatches, TV, Solardächer, fahren SUVs und mit Bundesbahn, die immer noch unter Verspätung leidet, nachts nicht fährt; die Bauern züchten Hühner und Schweine, düngen herkömmlich; man duscht trotz Wassermangel; keine Ideen für die Zukunft ... Insgesamt ein sehr spannender Thriller, keine Frage. Gut ist der Blick auf die Welternährung, Explosion der Geburten zur Sterberate, Verbrauch von Nahrungsmitteln und das wiederum mit der Produktion von Nahrung im Zusammenhang mit dem Klimawandel. Was können wir uns noch erlauben und was könnte auf uns zukommen? Das wird mit Fakten gut im Nachwort erläutert. Genau das, was ich hier finde, hätte ich mir eingebunden in die Story gewünscht, dafür weniger Daueraction als Drehbuchvorlage. Der Mensch lernt oft nur durch Verbote bzw. Gesetzesänderungen, die ein Verhalten verändern. Ein guter Ansatz zur Erfindung der App «Aequitas». Totale Überwachung! Lassen die Menschen der EU sich das einfach so schnell vorschreiben? Untergrundbewegungen, illegaler Credit-Handel; das wäre für mich eine logische Konsequenz gewesen. Nach dem guten Anfang zu einem sehr interessanten Thema muss ich letztendlich sagen, dass die Protagonisten leider insgesamt zu plakativ sind, im Konstrukt schwächeln, ebenso die zweite Hälfte des Buchs. Das Ende klang, als wenn der Abgabetermin drückte. Denn hier fehlte eine Menge. So, wie es ist, glaubt es keiner. Spannendes Buch für zwischendurch – aber letztendlich dann doch kein Wissenschafts-Thriller, sondern ein Actionroman. Uwe Laub kann es besser; das hat er mit den ersten zwei Büchern gezeigt. Klasse Thema, gute Denkansätze.


Uwe Laub wurde 1971 in Rumänien geboren. Er war zwei Jahre alt, als seine Eltern mit ihm nach Deutschland zurückkehrten. Laub arbeitete mehrere Jahre im Pharma-Außendienst, seit 2010 führt er das Unternehmen eigenständig. Seine Liebe gilt dem Schreiben. Für seine Wissenschafts-Thriller recherchiert er jahrelang. Sein Roman »Sturm« wurde zum Bestseller.
Profile Image for Sarah🌻.
92 reviews8 followers
April 22, 2022
Eine Zukunft, heiß, trocken und hoffnungslos. Die Erde ist den Folgen des Klimawandels unterlegen und zeigt sich von ihrer schlechtesten Seite. Dürre und Kargheit haben sich in Europa ausgebreitet und die Menschen erleiden Hunger. Zur Regulierung des CO2 Verbrauchs nutzen die Menschen eine App, die den CO2-Abdruck kontrolliert. Jedoch stellt sich die Frage, ob diese App wirklich dabei helfen kann die Probleme zu lösen.

Da die Thematik des Klimawandels und seiner Folgen so aktuell sind fand ich das Buch sehr ansprechend. Laubs Roman ist sehr informativ und wirklich sehr ausführlich geschrieben. Man bekommt alle nötigen Informationen, um in die Welt einzutauchen, die bloß ein paar Jahre in der Zukunft liegt.
Der Einstieg in das Buch startet wirklich spannend mit der Entwicklung der App, die der Menschheit dabei helfen soll, den Klimawandel einzudämmen. Das fesselnde dabei ist, dass alles sehr realistisch klingt und man wirklich glauben könnte, dass unsere Zukunft so aussehen kann.
Der Schreibstil ist wirklich angenehm und einfach zu lesen.
Auch wenn man leicht in die Geschichte eintauchen kann hat sich der Lauf der Geschichte jedoch für mich gezogen. Die Geschichte, die so spannend und vielversprechend gestartet ist, schwächt immer mehr ab. Ich habe mich auf eine spannende und auch belehrende Geschichte gefreut, aber leider hat mir das gewisse Etwas gefehlt.
Hauptsächlich ging es nicht mehr um die Auswirkungen des Klimawandels, sondern um eine bloße Verfolgungsjagd, die nichts mehr mit der eigentlichen Thematik zu tun hatte.
Außerdem waren mir die Plottwists und die ganze Geschichte zu vorhersehbar. Ich habe darauf gewartet, dass mich der Verlauf der Geschichte richtig umhaut und etwas passiert, womit man überhaupt nicht rechnet, jedoch vergeblich.
Auch das Ende war mir zu klischeehaft und vorhersehbar. Eine viel zu einfache und offensichtliche Lösung, mit der jeder gerechnet hat und keine Befriedigung bringt.

Für mich hat eindeutig die richtige Raffinesse gefehlt, die dem Buch die passende Spannung gegeben hätte. Man kann das Buch gut für zwischendurch mal lesen, jedoch sollte man keine spannende Zukunft erwarten, da das Deutschland der Zukunft genauso aussieht, wie heute, nur Verändert durch Hitze und Nahrungsmangel.
Profile Image for Ramona (Kielfeder).
202 reviews78 followers
November 8, 2021
Vom Autor Uwe Laub habe ich bisher weder etwas gelesen und, es tut mir total leid, auch noch nichts gehört. Nur zufällig bin ich auf sein neues Buch Dürre gestoßen. Da ich es sehr gerne lese, wenn aktuelle Themen aus unserer Wirklichkeit in Büchern aufgegriffen werden, kam ich um dieses Buch nicht herum. Denn im Fokus steht der Klimawandel.

Dürre spielt in gar nicht allzu ferner Zukunft. Allerdings haben sich die Lebensbedingungen auf unserer Erde rapide verschlechtert. Hunger, Wasserknappheit, Hitze. Dinge, die uns tatsächlich erwarten könnten, wenn wir und die Politik unsere Lebensweise nicht ganz bald anpassen.

Tatsächlich bin ich durch die Seiten wirklich durchgeflogen. Uwe Laub hat ein spannendes Gedankenspiel eröffnet. Und zwar eine App, mit der alle Bürger*innen ihren CO2-Fußabdruck kontrollieren können. Und über die sie natürlich auch kontrolliert werden. In seinem Nachwort erklärt er übrigens auch alle Themen, die er im Buch aufgegriffen hat. Es bleibt also nicht völlig unerklärbar.

Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Normale Bürger*innen, Betrüger*innen und Menschen, die natürlich nur ihr eigenes Wohl im Sinn haben. Fand ich super, denn so hat das ganze Buch noch mal eine ganz andere Tiefe bekommen.

Das Beklemmende an Dürre von Uwe Laub ist schlicht und ergreifend, dass es sehr real ist. Dass er ein Thema aufgriffen hat, was nicht aus der Luft gegriffen ist, sondern uns wirklich betrifft. Es ist kein Szenario, was abwegig wird. Das macht es noch mal bedrückender. Ich kann euch diesen Thriller nur sehr empfehlen. Und ich werde mir jetzt wohl mal die anderen Bücher von Uwe Laub anschauen.
Profile Image for Moni2506.
395 reviews
October 9, 2021
„Dürre“ ist der neueste Roman von Uwe Laub, in dem es diesmal um den Klimawandel und staatliche Überwachung des CO2-Abdruckes aller Bürger geht. Erschienen ist der Roman im September 2021 bei Heyne.

Der Klimawandel beschleunigt sich immer deutlicher und Ereignisse wie Dürren und Hungersnöte häufen sich. Die EU sieht sich gezwungen massiv einzugreifen. Dabei helfen soll ihnen die App Aequitas der jungen Programmierer Tom Valcke und Alexander Baumgart. Diese berechnet den CO2-Fußabdruck eines jeden Bürgers genau. Trotz massiver Widerstände wird an der Einführung festgehalten und schon bald wird jeder Bürger genau überwacht. Es gibt Gewinner und Verlierer des Systems und Betrug wird gnadenlos bestraft.

Aktueller können die Themen eines Buches kaum sein und so war ich sofort neugierig als ich von dem Buch erfahren habe. Wie sieht eine Welt aus, in der der CO2-Abdruck jedes Menschen genau gemessen wird? Wie fühlt sich das Leben an in einem Deutschland, das deutlich wärmer geworden ist und in dem die Ernten deutlich geringer ausfallen? Dies waren so die ersten Fragen, die mir in den Sinn kamen.
In die Geschichte bin ich schnell reingekommen, auch wenn ich mir einen etwas spektakuläreren Start gewünscht hätte. Der Schreibstil des Autors lässt sich gut lesen. Die Kapitel sind alle recht kurz gehalten und die Szenen wechseln immer wieder mal. Gerade zum Schluss wird die Geschichte richtig schnell und ein Ereignis reiht sich an das nächste.
Es werden immer wieder Informationen dazu eingestreut, wie sich das Leben durch den beschleunigten Klimawandel geändert hat, aber ich muss gestehen, die Eindringlichkeit, die diese Geschichte eventuell transportieren wollte, ist bei mir nicht angekommen. Das Buch sieht diese drastischen Veränderungen schon für die nächsten 15 Jahre vor und das war für mich gefühlt zu unrealistisch und dieser Eindruck wurde durch das Nachwort nicht entkräftet. Der Fokus war außerdem auf die beiden Extreme arm und reich gerichtet. Wie es einem Durchschnittsbürger mit diesen Neuerungen ergeht, erfährt man hingegen nicht.
Insgesamt wirkte die ganze Geschichte zu konstruiert auf mich. Es gab für meinen Geschmack zu viele Zufälle und es ist zu sehr auf „Es muss jetzt was Heftiges passieren“ getrimmt. Das Wissenschaftliche stand weniger im Vordergrund, dafür viel Action und dramatische Entwicklungen. Für mich persönlich ist es ein Thriller, ohne Umwelt oder Science davor. Dafür hätten diese Themen für meinen Geschmack mehr im Fokus stehen müssen.
Ob mir von den Personen jemand lange im Gedächtnis bleiben wird, kann ich nicht wirklich sagen. Ich habe mit niemanden extrem mitgefiebert. Julian und seine Schwester Leni werden es wohl eher nicht sein. Mit den beiden hat es der Klimawandel nicht gut gemeint. Sie haben einen Bauernhof, der die beiden mehr schlecht als recht ernährt und die ungewollt in die ganze Geschichte hineingezogen werden. Die beiden bleiben dennoch seltsam blass. Ihr Onkel Hektor hingegen ist auf der Gewinnerseite des Klimawandels gelandet. Er ist reich und ein Alkoholiker mit Gewaltproblem und einer gestörten Selbstwahrnehmung. Seine Darstellung war mir irgendwie zu einseitig. Die ACON-Inspektorin war für mich noch am auffälligsten, weil sie keinerlei Skrupel kennt und an sich kein Mensch ist, der sich groß in die Gesellschaft einfügt. Sie ist nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht. Die beiden App Erfinder Tom Valcke und Alex Baumgart habe ich schon fast wieder vergessen, obwohl diese für das Konstrukt der Geschichte nicht unerheblich sind.
Die Personenanzahl im Roman ist so überschaubar, dass es keines Personenverzeichnisses bedarf. Im Nachwort greift der Autor nochmals die Themen aus dem Buch auf und liefert dazu noch einige Fakten und den Hinweis, dass man auf seiner Webseite noch weiterführende Informationen findet. Im Nachwort kam für mich fast mehr die Dringlichkeit dieser Themen zum Ausdruck als in der eigentlichen Geschichte.

Fazit: Für mich ein durchschnittlicher Thriller, der das Interesse durch die sehr aktuellen Themen wecken konnte, diesen aber für meinen persönlichen Geschmack nicht gerecht wurde. Wer gerne Thriller mit viel Action und dramatischen Entwicklungen liest und auch einer etwas konstruierten Geschichte nicht abgeneigt ist, ist bei diesem Roman an der richtigen Adresse.
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September 27, 2021
Mein Eindruck:
Schon vor Monaten habe ich das Buch in der Verlagsvorschau entdeckt und schon nach einem kurzen Blick auf den Inhalt war klar, dass das Buch unbedingt gelesen werden muss. Dazu habe ich auch schon viele positive Stimmen über die anderen Bücher des Autors gelesen und wollte mir selbst ein Bild machen.

Kurz nachdem das Buch bei mir einzog, begann ich auch schon mit dem Lesen, denn ich war auch sehr neugierig darauf, was er aus diesem wichtigem Thema gemacht hat.

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir sehr leicht, denn der Schreibstil des Autors lässt sich leicht und flüssig lesen und ich flog nur so durch die Seiten.

Wir lernen gleich zu Anfang Alex Baumgart und seinen besten Freund Tom Valcke kennen, die als Studenten das ganze ins Rollen brachten. Aus einer Idee mitten in der Nacht wurde Wirklichkeit.

Der Hauptteil der Geschichte spielt in der Zukunft, in der das Wetter verrücktspielt. Kaum Regen, brüllende Hitze und Dürre, wohin man schaut. Daraus resultieren Ernteausfälle und Hungersnot. Die Menschen bekommen Lebensmittel nur noch rationiert und werden auf Schritt und Tritt kontrolliert. Die normalen Bürger können sich kaum was leisten, die Reichen werden im Gegensatz dazu immer reicher und finden Mittel und Wege, wie sie ihre Credits (nur mit ihnen darf man Lebensmittel kaufen, den Strom benutzen etc.) auffüllen.

Mitten drin sind Julian und seine kleine Schwester Leni, die jeden Tag ums Überleben kämpfen.

Julian war mir auf Anhieb sympathisch. Ein junger Mann, der sich aufopferungsvoll um seine kleine Schwester kümmert. Der aber auch nicht auf den Kopf gefallen ist und versucht, das Beste aus der Situation zu machen.

Kilian gefiel mir aber auch sehr gut. Auch wenn sie hier „der Bösewicht“ war, fand ich sie und ihre Rolle klasse. Der Autor schaffte es mit seiner Beschreibung, dass ich sie mochte und die Szenen mit ihr sehr gerne gelesen habe. Von der Ausstrahlung her erinnerte sie mich irgendwie an Lara Croft.

Die Charakterzeichnungen haben mir aber nicht nur in Bezug auf Julian und Kilian sehr gut gefallen, sondern zog sich auch durch das Buch. Alle wirkten in ihren Rollen natürlich und handelten in meinen Augen authentisch. Auch konnte ich mir ein gutes Bild der einzelnen Charaktere machen und mich in sie hineinfühlen.

Kommen wir zur Spannung: Auch hier kann ich nur sagen, alles richtig gemacht. Die Spannung war nach sehr kurzer Zeit da und steigerte sich im Laufe der Geschichte bis zum Schluss. Gut, das Ende war für mich irgendwie nicht ganz so überraschend, aber der Weg bis dahin allerdings schon.

Während des Lesens regt die Geschichte, die auch ziemlich realistisch wirkt, zum Nachdenken an. Wie sieht es bei uns in ein paar Jahren aus, wenn wir so weitermachen wie bisher? Wäre es möglich, dass irgendwann auch unsere CO2-Fußabdrücke registriert werden und wir nur noch mit irgendwelchen Credits einkaufen, Auto fahren, Strom zu Hause haben können? Wenn man bedenkt, wie das Wetter mittlerweile verrücktspielt, ist diese ganze Szenerie gar nicht mal so abwegig. In vielen europäischen Ländern herrscht schon Dürre, das Wasser wird knapp und Gebiete werden zur Wüste. Wenn das weiter auf diesem Level voranschreitet und kein Umdenken stattfindet, kann ich mir gut vorstellen, dass das irgendwann mal auch zu unserer Realität wird.

Mein Fazit:
Ein dystopischer Thriller, der mich nicht nur mit der Thematik und der Spannung fesseln konnte, sondern mich auch noch mit den gut ausgearbeiteten Charakteren und dem hervorragendem Schreibstil komplett überzeugen konnte. Von mir gibt es auf jeden Fall eine Leseempfehlung.
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September 30, 2021
Aequitas ist eine App, die den CO2-Fußabdruck der Bewohner Europas kontrollieren soll, um den Klimawandel aufzuhalten. Die beiden Entwickler Tom Valcke und Alex Baumgarten haben diese App entwickelt und der EU vorgestellt, die sie umgesetzt haben. Allerdings hat Alex noch eine Hintertür eingebaut. Einige Jahre später ist die App im Einsatz und es herrscht in Europa eine große Dürre. Julian und Lina leben auf einem Bauernhof in Bayern und nach einem Brand geraten sie in den Fokus der ACON, der Kontrollbehörde, des Staates. Diese tritt in Gestalt der Oberkommissarin Dana Kilian und ihres Kollegen auf. Ein Verstoß gegen die Auflagen kann die beiden ins Gefängnis bringen und ACON weiß alles. Wegen eines Verstoßes werden die beiden getrennt und Lina kommt zu ihrem Onkel Hector, währenddessen Julian fliehen kann. Doch auch bei Onkel Hector trifft sie auf Dana Kilian, die aber scheinbar einen größeren Deal, als den mit ihrem Onkel hat. Bei einer Räumungsaktion kommt ihr Onkel zu Tode und die beiden müssen fliehen. Doch jetzt will Julian nicht mehr länger warten und nimmt die Aktionen selber in die Hand und trifft auf einen sehr interessanten Hacker. Ob der Ihnen gegen ACON helfen kann?
Dieser Roman „Dürre“ von Uwe Laub beschreibt schon eine Story, die sehr bedrohlich erscheint. Eine App, die unser Leben komplett kontrolliert und ein Überwachungsstaat, der das Leben nur für einige lebenswert erscheinen lässt. Willkommen in der „schönen neuen Welt“. Aber das absolut bedrohliche ist die Willkür, der man ausgesetzt ist und die Korruption, die sich bis in die höchsten Stellen verbreitet. Das Bedrohungsszenarium erscheint greifbar und aktuell. Nun gut die klimatischen Auswirkungen, wie sie beschrieben werden sind noch nicht aufgetreten, aber das es zu Veränderungen in dieser Hinsicht kommen kann, ist nicht ausgeschlossen. Die beiden Hauptbetroffenen, Julian und Lina, sind Menschen wie du und ich, leben allein und versuchen mit, vielleicht nicht ganz legalen, Mitteln über die Runden zu kommen. Meine Sympathien lagen von Anfang auf ihrer Seite und ich habe mitgefiebert, ob sie es am Ende schaffen. Die böse Seite dieses Romans, mit Tom Valcke, Dana Kilian unnatürlich kurz Hector, werden schon sehr gut beschrieben. Jedes System hat auch seine Schattenseiten und es ist natürlich kurios, dass Tom Valcke seine Partner wegen Betrugs vor die Tür gesetzt hat und er selbst in großem Maßstab das System ausnutzt. Bei Dana Kilian ist es natürlich das pure Machtstreben, das sie antreibt und natürlich das Geld, ebenso wie bei Hector. Sehr nachvollziehbar sind diese Personen beschrieben, ebenso wie die ganze Story immer wieder zwischen Fiktion und Wirklichkeit hin und herpendelt. Ja es ist noch nicht so schlimm, aber Ansätze kann man wohl schon entdecken. Auf jeden Fall ist dem Autor gelungen den Spannungsbogen bis zum Finale sehr nachhaltig zu entwickeln. Das wird auch an der Abfolge der Kapitel sehr deutlich, von Wochen, Tagen auf Minuten heruntergebrochen. Mir hat das sehr gut gefallen.
Dieser Roman hat mich stark gefesselt, ob seiner spannenden Thematik und einer Zukunftsvision, die zwar unglaublich erscheint, aber und vielleicht doch mal irgendwann einholt. Vielleicht regt ein Buch wie „Dürre“ zum Nachdenken an. Mich hat es auf jeden Fall betroffen gemacht. Aber trotzdem ist es tollen Unterhaltung, die auch noch sehr spannend überkommt. Sehr empfehlenswert.
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October 17, 2021
"Dürre" von Uwe Laub hat mein Interesse aufgrund des brandaktuellen Themas geweckt. Hinzu kam, dass der Klappentext einen sehr spannenden Zukunftsthriller verspricht. Und dieses Versprechen kann der Roman auch über weite Strecken halten.
Uwe Laub ist ein extrem abwechslungsreicher Roman gelungen, der die Themen ökologischer Fußabdruck, CO²-Killer, globale Erwärmung und Cyberkriminalität sehr gekonnt mit einwebt und vor allem durch die beiden Hauptfiguren überzeugt, die nicht nur um ihr Leben sondern um die Zukunft Deutschland zu kämpfen haben, auch wenn sie dies zunächst nicht ahnen.

Die Handlung spielt ein paar Jahre in der Zukunft. Nachdem stark steigende Temperaturen und damit verbundene lange Trockenperioden Hungersnöte auch hier in Deutschland ausgelöst haben und eine App entwickelt wurde, die den CO²-Fußabruck jeden Bürgers und jeder Firma kontrolliert, muss jeder Bürger sich für seine Verbrauchsverhalten rechtfertigen. Fehlverhalten werden streng geahndet. Als die Geschwister Julian und Leni des CO²-Betrugs angeklagt werden, droht ihnen nicht nur ihre Lebensgrundlage zu verlieren. Vielmehr werden sie in einen Strudel voller Intrigen reingezogen, die bis in die höchsten Kreise reichen. Beide werden plötzlich gejagt und müssen um ihr Leben kämpfen.
Generell sind die Figuren in diesem Roman sehr gut gezeichnet. Erschreckend realistisch führen sie den Lesern vor Augen wie das Leben in der nahen Zukunft aussehen könnte, wenn wir nicht alles daran tun diese zu verhindern. Die Figuren sind sehr lebensnah. Alle Facetten des menschlichen Lebens finden in diesem Roman ihren Platz. Von den hungernden verzweifelten Menschen bis hin zu den raffgierigen und nach ultimativen Reichtum strebenden Egomanen bildet dieser Roman ein Querschnitt der menschlichen Gesellschaft ab.

Uwe Laubs sehr bildhafte Sprache sorgt dafür, dass man die Geschehnisse real vor Augen hat und alles als stiller Beobachter miterlebt. Mit den passenden Spannungsspitzen schafft er einen durchgehenden Spannungsbogen der allerdings leider in ein etwas überdrehtes Ende gipfelt, welches die Leser zum Schluss etwas fragend zurücklässt.
Der Autor schafft es extrem gekonnt Auswirkungen eines wissenschaftlichen Themas in die Rahmenhandlung seines Thrillers mit einzuweben, so dass man beim Lesen sogar noch etwas lernt. Sehr leserfreundlich vermittelt er mit dem Thema Klimawandel verbundene Konsequenzen ohne, dass man dies als wissenschaftliche Abhandlung wahrnimmt. Vielmehr wird man von den Ereignissen und den Erlebnissen der Charaktere mitgerissen und versinkt tief in den Thriller und nimmt diese Fakten als Nebenprodukt mit auf.

Fazit:
"Dürre" von Uwe Laub ist ein extrem spannender und abwechslungsreicher Zukunftsthriller geworden, der die Themen ökologischer Fußabdruck, CO²-Killer, globale Erwärmung und Cyberkriminalität sehr gekonnt leserfreundlich mit einwebt. Der Roman überzeugt vor allem durch sehr willensstarke Charaktere, die mehr als einmal für sich und ihre Zukunft kämpfen müssen. Lediglich ein etwas überdrehtes Ende, welches Fragen offen lässt, dampft das Lesevergnügen ein wenig.
Ich kann für diesem Roman eine unbedingte Leseempfehlung aussprechen!

Note: 2+ (💗💗💗💗)
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169 reviews6 followers
October 14, 2021
🧊💧🧊💧🧊
Wasser ist für Leben unerlässlich. Doch was ist, wenn es plötzlich immer weniger davon gibt?

Der Autor lässt die Geschichte 2022 beginnen, es wird eine App entwickelt, die den CO2-Fußabdruck jeder Person und jeder Firma in Europa überwacht und dadurch die Einhaltung der Klimaziele bis 2050 garantieren soll. Klingt erst einmal interessant. Einige Jahre später läuft jedoch nicht alles so perfekt und fair, wie es eigentlich sollte... Julian wird eines CO2 Betrugs angeklagt, entdeckt aber kurze Zeit später dank seiner Schwester Leni einen noch größeren Betrug, der die Lebensmittelverteilung in ganz Europa betrifft. Die Geschwister müssen plötzlich vor den "Bluthunden" der App-Firma fliehen... doch Julian hat eine Idee, wie er alles aufdecken kann.

Uwe Laub schreibt so direkt, dass ich mir manchmal gewünscht hätte, er hätte es eben nicht getan. Manche Szenen sind so deutlich vor Augen, aber zugleich so heftig, dass ich kurz schlucken musste. Dafür schafft er es aber auch, in relativ kurzen Kapiteln eine enorme Spannung aufzubauen. Es gibt recht viele Protagonisten, die aber fast alle ihren berechtigten Platz haben und für die Handlung tatsächlich wichtig sind. Der Autor greift viele Themen auf, die uns in Zukunft betreffen könnten - Wassermangel, technischer Fortschritt und dadurch resultierende Überwachung, Nahrungsmittel- und Ressourcenknappheit, Korruption und Mord. Ob die ganzen IT-Passagen zu hundert Prozent korrekt sind, kann ich nicht beurteilen. Es liest sich aber logisch und wirkt stimmig und wirkt nicht überladen.

Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen, so spannend war es. ⭐⭐⭐⭐⭐ von mir.
139 reviews1 follower
September 24, 2021
In dem neuen Thriller von Uwe Laub geht es um eine Welt, die durch den Klimawandel geschädigt ist. Der einzige Ausweg ist eine App. Sie kontrolliert die Menschen und schreibt ihnen ihren Lebenswandel vor. Wer Fleisch essen möchte, mit dem Auto fahren, … der muss teuer dafür bezahlen. Ein Deutschland gezeichnet durch den Klimawandel, verstaatlichte Felder, …
Der Schreibstil ist sehr flüssig und gerade im letzten Drittel konnten mich das Buch und die Story wirklich fesseln. Zum Ende hin konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Das Speil mit längeren und kürzeren Kapiteln erzeugt ein hohes Maß an Spannung und leitet den finalen Showdown gekonnt ein.
Julian und Leni (Geschwister) stehen im Mittelpunkt der Handlung und nehmen die Leser*innen mit auf ihren Hof. Schnell wird klar, dass die beiden auch etwas zu verbergen haben. Sie müssen innerhalb der Story viel durchstehen. Durch die beiden werden die Konsequenzen des Klimawandels und das System hinter der App deutlich. Die Auswirkungen des Klimawandels werden ausdrucksstark beschrieben.
Einen besonderen Fokus möchte ich hier auf das toll recherchierte Nachwort legen. Die Fakten sind wirklich beängstigend real und regen stark zum Nachdenken an. Hier wird einem aktuellen und wichtigen Thema Raum gegeben. Darunter leidet jedoch nicht die Spannung der Story.
Im Mittelteil hat mir etwas der Thrill gefehlt, den der Schluss jedoch bieten konnte.
Ein spannender Thriller zu einem aktuellen und so wichtigen Thema. Von mir bekommt „Dürre“ insgesamt 4,5/5 Sternen und eine Empfehlung an alle Thriller-Fans.
237 reviews
October 21, 2021
Der Klimawandel beschleunigt sich immer mehr und nimmt ungeahnte Dimensionen an. Es kommt landesweit zu Ernteausfällen, Dürren und es herrscht Hungersnot. Die App Aequitas soll der Bedrohung entgegenwirken und den CO²-Fußabdruck jeden Bürgers kontrollieren. Als die Geschwister Julian und Leni des CO²-Betrugs angeklagt werden, verlieren sie ihre Existenzgrundlage und werden gejagt...

Die Geschichte beginnt mit der Idee zweier Freunde, die sich fragen wie es wäre, wenn jeder nur für den CO²-Verbrauch aufkommen würde, den er auch wirklich verursacht. Das ist die Geburtsstunde von der App Aequitas und Jahre später bestimmt diese den Alltag aller Menschen. Ich war sofort fasziniert von dieser Idee und gleichzeitig erschrocken was dieses Buch in dieser Hinsicht noch bietet und vor allem wie aktuell dieses Thema heutzutage schon ist.

Besonders spannend und mitreißend fand ich die Kapitel um Julian und Leni, die einen CO²-Betrug begehen um zu überleben und dabei auffliegen. Für sie beginnt ein Wettlauf um Leben und Tod und ich habe auf jeder Seite mit ihnen mitgefiebert.

Und auch bei der Behörde ACON, die diese App überwacht, gibt es so manch schwarzes Schafe. Die so einiges auf dem Kerbholz haben und gerade Julian und Leni das Leben zur Hölle machen.

Somit bietet dieser Thriller genau die richtige Mischung aus Wissenschaft und Fiktion und hält bis zur letzten Seite jede menge Spannung bereit. Daher kann ich diesen Thriller nur jedem empfehlen, der genau so eine Mischung bei Spannungsliteratur mag.
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101 reviews9 followers
January 30, 2022
Die Coverbeschreibung von Uwe Laubs Thriller mit dem Titel DÜRRE beschreibt eine Geschichte, die ich außerordentlich gerne gelesen hätte. Leider zeigt sich der dort genannte Plot eher nebensächlich im Gesamtkorsett des Buches. Es geht im vorliegenden Roman vielmehr um die Geschwister Julian und Leni, die plötzlich im Fokus der neuen Regierungsbehörde stehen und mit fadenscheinigen Begründungen gejagt werden. 
Die grundsätzliche Idee, unter Verwendung des genannten Settings, erinnerte mich sehr an einen Plot, wie ihn zum Beispiel John Marrs hätte schreiben können. In diesem Fall wäre die interessant klingende App-Variante sicher in einem hochspannenden Thriller aufgetreten. 
Uwe Laub geht jedoch nicht diesen Weg. Leider, denn die Idee spricht für sich und zeigt den Einfallsreichtum des Autoren. In der Umsetzung kümmert er sich jedoch nahezu ausschließlich um das Geschwisterpärchen, welches sich auf der Flucht befindet. Darüber hinaus erinnerte mich der Einbruch in das extrem abgesicherte Rechenzentrum sehr stark an den ersten Mission Impossible Film mit Tom Cruise. Darüber könnte man natürlich aufgrund der eingängigen Schreibweise noch hinwegsehen, wäre die Anzahl der plötzlich auftretenden Zufälle zur Fortschreibung der Geschichte auf einem erheblich niedrigeren Niveau.
Uwe Laubs Plot ist viel zu einfach aufgebaut und sorgt somit die gesamte Zeit für ein Gefühl von verschenktem Potenzial. 
Wie gesagt: Der Text im Umschlag beschreibt einen interessanten und spannenden Thriller mit tollen Ideen - der Inhalt des Buches wird diesem nicht gerecht und funktioniert somit nicht für Vielleser. 
Schade, denn die grundsätzliche Idee ist grandios und auch die genannte Lösung des Emissionsausstoßes per App besitzt einen gewissen Reiz.

hysterika.de / JMSeibold / 30.01.2022
422 reviews4 followers
December 7, 2021
Unterhaltsamer Thriller über den Klimawandel

‚Dürre‘ macht ein Szenario auf, dass uns in der Zukunft erwarten könnte. Uwe Laub hat in seinem dritten Thriller, der in der Tat ein Climate fiction Thriller ist, das Thema des Klimawandels unterhaltsam aufgegriffen.
Dürre bringt uns fiktional das Szenario nahe, dass in Deutschland eine anhaltende Trockenheit herrscht und die Folgen der Dürre uns als Gesellschaft in Schach hält. Spannend ist auch die Idee, dass jeder Bürger in diesem Szenario eine CO2-Messungs-App auf dem Handy hat und je nach Verbrauch auch straflich belangt wird. Nur so scheinen die übergeordneten Klimaziele erreichbar.
Uwe Laub schreibt sehr kurzweilig, spannend und es ist gruselig wie realitätsnahe er sein Szenario ausgestaltet hat. Er ist bekannt für fundierte Recherche und baut sein wissenschaftliches Wissen nonchalant in den Thriller ein. Aber, wirklich kein Sachbuch! Hier lernt man nebenbei und wird nachdenklich was die Zukunft anbelangt ohne trocken oder gar belehrend zu sein.
Kein optimistischer Blick auf die Zukunft und daher so packend. Denn es ist unabdingbar sich das Klimaziel an handfesten Beispielen vor Augen zu führen um die Brisanz des 1.5 Grad-Klimaziels zu verstehen. Hier ist ein Thriller aus meiner Sicht eine gute Ergänzung und für manchen auch greifbarer als eine Sachbuchabhandlung.
580 reviews4 followers
October 31, 2021
Das Cover sieht unglaublich toll aus - der perfekte Eyecatcher! In einem Buchladen würde ich auf jeden Fall zu diesem Buch greifen. Es passt auch perfekt zum Inhalt und die Farben spiegeln die Dürre und Feuer wider.
Der Schreibstil ist flüssig, spannend und sehr angenehm zu lesen. Durch die bildhaften Beschreibungen kann man der Geschichte ohne Probleme folgen. Das Buch hatte mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen und ich konnte es nur sehr schwer aus der Hand legen. Die kurzen Kapitel und wechselnden Handlungsorte steigern für mich die Spannung nochmals, dadurch wurde wiederum auch mein Lesetempo erhöht.
Dürre und andere Umweltkatastrophen stehen an der Tagesordnung, eine App kontrolliert unseren CO2-Verbrauch, es gibt kontrollierte Essensration für alle. Ich hoffe, dass das Buch kein Blick in unsere Zukunft ist. Aber dennoch ist es doch realistisch.
Ich habe das Buch wirklich verschlungen. Bei Büchern dieser Art arbeitet mein Kopf nebenbei ganz schön mit. Was wäre, wenn, wie, warum und vor allem was können wir wie, wann, wo dagegen machen? Auch das Nachwort war sehr interessant zu lesen. Dieses Buch kann ich nur jedem Leser wärmstens ans Herz legen.
Ich vergebe für diesen großartigen Thriller 5 von 5 Sterne.

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45 reviews2 followers
February 20, 2022
Eine spannende Geschichte mit Nervenkitzel und schockierend aktueller Thematik!
Der Schreibstil war sehr detailliert und flüssig. Ganz zu Anfang gab es kleine Längen, aber rückblickend sind die alle notwendig für das Gesamtkonzept gewesen. Neben der Handlung, die besonders im zweiten Teil so packend gewesen ist, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte, ist das Thema an sich noch viel bedeutender für meine Bewertung. Uwe Laub beschreibt ein fiktives Nahzukunftsszenario, das keinesfalls weit hergeholt ist. Ich habe mehr als einmal da gesessen und mich gefragt, ob das alles tatsächlich unsere Zukunft sein wird und mir zu häufig ein "Ja, vermutlich" als Antwort geben müssen. Besonders das Nachwort hat mich extrem berührt und mir wieder bewusst gemacht, wie viel gerade falsch läuft auf dieser wunderschönen Welt. Und auch wenn ich ein paar klitzekleine Logikfehler gefunden habe, die für mich nicht recht plausible waren, kann ich dem Buch kein Stern dafür abziehen, weil ich finde, dass jede*r diese Geschichte gelesen haben muss!
28 reviews
October 28, 2022
Das Buch hat mich gut unterhalten und es ist natürlich klar, was der Autor mit der Geschichte bezwecken will. Es gelingt ihm gut, eine Welt zu schaffen, die, in Hinblick auf den Klimawandel und dadurch entstehende Hungersnot, wohl unserer Zukunft entsprechen kann. Auch die Idee der totalen Überwachung ist ein verständlicher Punkt, aber die Charaktere selbst fand ich teilweise etwas überspitzt. Die skrupellose Agentin, der sich aufopfernde Bruder, das rausgekickte Computergenie. Nun hab ich teilweise vielleicht beim Hören etwas abgeschaltet und Details nicht ganz mitbekommen, aber der Clou kam mir ebenfalls etwas konstruiert vor, genau wie das letzte Kapitel, in dem drei Charaktere an einen Tisch gesetzt werden und alles Revue passieren lassen, letztendlich nur damit die offenen Enden für den Leser aufgegriffen werden.
Alles in allem ein unterhaltsames leichtes Buch mit einem guten Kern aber dadurch meiner Meinung nach eben eine etwas dünne Geschichte.
44 reviews2 followers
October 10, 2023
Absolutely fascinating topic: in a world of droughts and failing crops, the EU introduced a C02 allowance for citizens. Sadly, the book turns into a thriller about hackers and corruption and not so much about the effects of climate change and how people deal with it. Beginning: 3-3.5 stars, ending 2.5 stars
Profile Image for tintenwoerter.
53 reviews2 followers
May 12, 2024
Ich habe lange nicht mehr so ein spannendes Buch gelesen. Und dabei lernt man auch einiges über Klimawandel, dessen Folgen und über einen möglichen Umgang damit. Ich werde definitiv nochmal ein Buch des Autoren lesen!
29 reviews
August 13, 2023
Das schlechteste der drei Uwe Laub Bücher (Sturm, Leben, Dürre). Dem Sachthema wird zu wenig Raum geschenkt. Stattdessen stehen die wenig spannenden zwischenmenschlichen Geschichten im Vordergrund.
41 reviews
June 8, 2025
joa rasanter thriller in einer dystopischen welt
nette geschichte
alles in allem aber sehr vorhersehbar wenige überraschende Momente
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