Theo Marquardt ist Anfang 20 und lebt in einer Berliner Wohngemeinschaft für Menschen mit Behinderung. Ohne seinen Rollstuhl kommt er nicht weit, denn er leidet an Kongenitaler Muskeldystrophie. Als er eines Morgens erfährt, dass ein Mitbewohner die Nacht nicht überlebt hat, sitzt der Schock tief. Doch offenbar sind zur nächtlichen Stunde seltsame Dinge geschehen. Warum ist der Autist Keno wie aufgelöst und spricht immer wieder von einem Taucher? Was hat die kleine Wunde am Arm des Verstorbenen zu bedeuten, und warum hat es dessen Familie so eilig, ihn unter die Erde zu bringen? Die Fragen lassen Theo nicht los, und er beschließt, der Wahrheit auf den Grund zu gehen ...
Ein spannender, tiefgründiger und nicht zuletzt dank des liebenswerten "Sondereinsatzkommandos mit Handicap" ganz besonderer Kriminalroman.
Thomas Franke ist Sozialpädagoge und bei einem sozialen Träger für Menschen mit Behinderung tätig. In seiner Freizeit schreibt er gern witzige Geschichten und Fantasy-Romane. Er lebt mit Frau und seinen beiden Kindern in Berlin.
Absolut super. So, so liebenswerte Charaktere, witzige Situationen, Spannung pur. Der Cliffhanger am Ende war fies, musste mir sofort die Fortsetzung kaufen.
Thomas Franke schafft es, seine Bücher zu schreiben, dass sie wie ein Film im Kopf vorstellbar sind. So auch der Tote und der Taucher. Die Charaktere sind sehr sympathisch und realistisch. Die Geschichte spannend. Spannende Momente werden immer wieder durch lustige Situationen aufgefangen, sodass ich oft laut lachen musste. Überaus sympathisch ist auch der Berliner Dialekt bei einer der Charaktere, der einfach zum gesamten Typ perfekt passt. Eine Geschichte, die nicht nur unterhält, sondern auch zum Nachdenken anregt. Die Geschichte mit Menschen mit Handicap spielen zu lassen gibt einen Einblick in eine Welt, die manchem Leser sonst fremd wäre und man setzt sich mit Problematiken, Fragen und Sichtweisen auseinander, mit denen man vielleicht sonst weniger zu tun hat. Daher ist dieser Roman auch lehrreich und auf gute Art herausfordernd.