Zuerst einmal zum dritten und letzten Band:
Wie ich finde ein sehr gelungener Abschluss einer ziemlich coolen Reihe. Hat mir viel Spaß gemacht. Lysander und Gorm waren für mich ein tolles Team. Doch bleibt eine Frage offen: was wurde nun aus Frater? 🤔
Meinung zur gesamten Reihe:
4,5 Sterne für die komplette Reihe
Die Beschreibungen der Schlachten, davon gab es ja viele, waren gut, aber nicht sehr gut. Sie lasen sich für mich eher wie eine trockene taktische Erklärung. Was es irgendwo auch war, aber das gefiel mir mit der Zeit weniger.
Wie die Figuren gezeichnet sind, gefiel mir richtig richtig gut. Das waren authentische Figuren in Graustufen! Beispiel Keno:
Den mochte ich anfangs und seine Motive waren klar. Sein Streben nach Frieden für sein Volk war für ihn oberstes Ziel und doch hat er sich und eben dieses Ziel aus den Augen verloren und ließ ihn unsympathisch werden. Und im Gegenzug mochte ich Nathaniel zu Beginn relativ wenig, mit der Zeit aber schon. Dabei war alles realistisch wirkend und authentisch in der Entwicklung. Absolut top.
Manche Sätze wirkten oftmals etwas...falsch? Vermutlich sollten diese Sätze die damalige Sprechweise zeigen oder so, keine Ahnung, aber mir der nen Sprach-Fetisch hat, gefielen diese Sätze nicht 😅 Wobei es nicht übermäßig störend war. Es waren auch nur hier und da mal ein Satz, somit zu verkraften.
Die moralischen Punkte die der Autor in die Geschichte mit eingebaut hat, hat mir auch sehr sehr gut gefallen. Das war top umgesetzt ohne zu sehr mit dem Finger zu zeigen. Hier wurde sich klar gegen Rassismus, Diskriminierung und so ausgesprochen. Toll gemacht.
Es dürfte erst die dritte Reihe eines deutschen Selfpubl sein die ich am Stück gelesen habe. Es gibt sie also doch: die deutschen Autoren die nicht nur Mittelmaß sind. Wenngleich es natürlich kein Top Niveau eines Sanderson&Co war. Gelohnt hat es sich aber allemal 😊