Eine jahrelange unglückliche Liebe an der Nordsee und ein ungewöhnliches Happy End – der neue Sommerroman von Bestsellerautorin Anne Barns
Zeit für Kuchen und Meer
Völlig unerwartet erscheint eine Fremde auf der Beerdigung von Maries Vater. Niemand scheint sie zu kennen. Es gibt nur einen Hinweis zu dieser Frau, und der führt nach Norderney. Mit zwiespältigen Gefühlen, aber festentschlossen das Geheimnis zu lüften, das Marie hinter dem Auftauchen dieser Frau vermutet, packt sie ihre Koffer und fährt auf die beschauliche Nordseeinsel. Und wirklich: Hier zwischen Dünen und Meer lernt Marie ihren Vater noch einmal neu kennen. Und plötzlich kehren Erinnerungen zurück, an warmen Kirschkuchen und Sommertage voller Genuss, Sonne und Glück.
Marie lebt in Oberhausen, zusammen mit Oma, Mutter, Schwester und ihrem Freund Marc. Beruflich läuft es so lala und Marie ist sich nicht sicher wie es weiter gehen soll. Als dann die Nachricht eintrifft, ihr Vater wäre verstorben, ist Marie erst einmal sehr bestürzt. Sie macht sich mit ihrer Mutter und ihrer Oma auf den Weg nach Hooksiel, zur Beerdigung ihres Vaters. Auf der Beerdigung wird ihr von einer unbekannten Frau eine Tasche mit Andenken an ihren Vater hinterlassen. Um die geheimnisvolle Frau ausfindig zu machen, macht sich Marie auf nach Norderney und letztendlich nach Juist und was sie dort herausfindet, wird ihr Leben in mehr als nur einer Hinsicht gründlich verändern.
Maries Leben läuft eigentlich gut, man merkt von Anfang an, wie eng sie mit den Frauen ihrer Familie verbunden ist und wie sie alle damit zu kämpfen haben, dass der Vater so plötzlich verstorben ist. Und das, obwohl er schon lange nicht mehr Teil der Familie war. Ich mochte die Familie von Anfang an gerne, alles patente Frauen, die sich zu helfen wissen. Nur Marie lässt sich manchmal entmutigen, weil sie so anders als die anderen Frauen ist. Dabei hat sie einfach andere Qualitäten.
Ich fand das Buch ganz zauberhaft, ein richtiger Wohlfühlroman, der in der zweiten Hälfte auch ordentlich Spannung hatte. Da trifft man dann auch auf alte Bekannte aus den vorherigen Büchern der Autorin. Als ich das Buch am Ende zugeklappt habe, war ich traurig Marie und ihre Familie wieder verlassen zu müssen.
Von mir daher eine hundertprozentige Leseempfehlung!
Dies ist nun bereits das fünfte Buch, welches ich von Anne Barns gelesen und ich mag immer wieder den lockeren leichten Erzähstil sowie das Küstensetting in ihren Romanen.
Ich bin gut in die Geschichte reingekommen und fand Marie sehr sympathisch. Ich habe sie als sehr bodenständige und zuverlässige Frau empfunden. Gut gefallen hat mir auch die enge Verbindung zu ihrer Schwester, aber auch zu ihrer Mutter und Oma hat sie ein sehr gutes Verhältnis.
Die Geschichte rund um ihren Vater, die geheimnisvolle Frau auf der Beerdigung sowie die Reise nach Norderney hat mir sehr gefallen. Das Setting an der Nordsee war wieder wunderschön und ich hätte mir gewünscht, dass es ein wenig eher an die Küste geht, das hat hier diesmal ein wenig länger gedauert.
Außerdem werden wieder volle Sachen gebacken, die einen beim Lesen absolut hungrig macht. Schön fand ich es auch einige bekannte Charaktere wiederzusehen.
Die Liebesgeschichte bleibt in diesem Buch noch ein Stück mehr im Hintergrund, was mich nicht unbedingt gestört hat, aber so bleibt es mir in der Auflösung nicht so ganz nachvollziehbar und der männliche Part ist für mich ein wenig zu blass geblieben.
Der neue Sommerroman von Anne Barns alias Andrea Russo passt perfekt, um sich in diesen schwierigen Zeiten etwas abzulenken und wenigstens in Gedanken auf Urlaub zu gehen. Besonders als ich zwei sehr beklemmende Romane parallel gelesen habe, brauchte ich Abwechslung und dafür passt "Kirschkuchen am Meer" einfach perfekt!
Zuerst lernen wir Marie kennen, die nach Abbruch ihres Studium als Drogistin arbeitet. Ihr wurde erst eine Beförderung als Filialleiterin angeboten, doch ihr Herz schlägt fürs Kuchen backen. Zusätzlich wäre der neue Job weiter entfernt und sie müsste umziehen. Die Beziehung zu ihrem Freund Marc ist jedoch seit einiger Zeit etwas angegriffen, da käme ein Umzug nicht wirklich recht. Seit einem Burn Out ist er arbeitslos und steckt in einer Sinnkrise. Zusätzlich wirft die überraschende Nachricht vom Tod ihres Vaters Enno Marie aus dem Gleichgewicht. Seit der Scheidung von ihrer Mutter hatte sie und ihre ältere Schwester Lena kaum mehr Kontakt zu ihm. Das lag vorwiegend an seiner neuen Frau Ilonka, genannt "die Hexe". Trotzdem nimmt der plötzliche Tod ihres Vaters Marie richtig mit. Gemeinsam mit ihrer Mutter und ihrer Oma reist sie nach Hooksiel, um an der Seebestattung teilzunehmen. Die hochschwangere Lena muss leider zuhause bleiben, ebenso wie Maries Freund Marc, der ein Vorstellungsgespräch hat. Das Power-Trio trifft nicht nur auf die verhasste Ilonka und ihren Sohn Hannes, sondern auf eine unbekannte Frau mit kurzen roten Haaren, die weinend das Schiff verlässt, aber für Marie eine Tasche mit Erinnerungen da lässt. Bevor Marie sie ansprechen kann, ist sie verschwunden....
Von Beginn an war ich mitten im Geschehen und bin mit dem "Dreimädlerhaus" Richtung Norden gefahren. Zuerst zur Seebestattung, danach nach Norderney und Juist, wo wir auch auf altbekannte Figuren aus "Apfelkuchen am Meer" treffen. Marie, die unbedingt wissen will, wer die rothaarige Frau ist, beginnt nachzuforschen. Im Laufe ihrer Recherchen erfährt sie nicht nur mehr über ihre Familie, sondern auch über sich selbst. In Maries Erinnerung ist ihr Vater bis zur Scheidung ein toller Mann, der mit ihr zusammen Kirschen pflückte und den allerbesten Kirschenröster gemacht hat. Die ältere Lena hat hingegen die Schwierigkeiten der Eltern bereits mitbekommen. Marie versucht durch ihre Suche den Vater besser kennenzulernen und etwas mehr über sich selbst zu erfahren, denn sie stellt nicht nur ihre Bezieung in Frage, sondern macht sich auch Gedanken über ihren beruflichen Werdegang.
Familienzusammenhalt wird bei den vier Powerfrauen groß geschrieben. Außerdem wird wieder gebacken, was das Zeug hält. Ich hatte den herrliche Duft frischgebackener Kuchen in der Nase. Hungrig sollte man beim Lesen definitiv nicht sein! Schon ohne knurrenden Magen bekommt man Lust auf Süßes - vorallem, wenn man wie ich ein Zuckergoscherl ist! Aber auch die bildhaften Landschaftsbeschreibungen, die meine Sehnsucht nach Urlaub weckten und das Inselflair haben mich sofort wieder gepackt und sehnsüchtig seufzen lassen.
Die Charaktere sind wunderbar gezeichnet. Marie ist eine mutige junge Frau, deren große Liebe das Backen ist. Lena ist Maries engste Vertraute, die Oma ein Energiebündel voller Lebenslust. Marc hingegen ist voller Selbstzweifel und ich wusste nicht so recht, was ich von ihm halten soll. Ilonka ist die sprichwörtliche böse Stiefmutter und Hannes steht ihr an Berechnung in nichts nach. Die Inselbewohner neben Merle, die in "Apelkuchen am Meer" unsere Hauptprotagonistin war, sind liebenswürdig und voller Herzenswärme. Vorallem Matthias und Thomas aus der Kaffeerösterei "Bittersüß", aber auch Annie und Jutta werden bald zu guten Freunden.
Schreibstil: Ich liebe den bildhaften und lebendigen Schreibstil der Autorin, deren Wohlfühlromane mich in eine andere Welt abtauchen lassen. Die atmosphärische und bildhafte Landschaftsbeschreibung sorgt auch in ihrem neuen Roman für das nötige Lokalkolorit.Teils witizge Dialoge sorgen für Humor in der emotionalen Geschichte. Auch diesmal gibt es am Ende wieder leckere Rezepte, die auch im Roman eine Rolle spielten.
Fazit: Ein warmherziger Wohlfühlroman, den man auf keinen Fall hungrig lesen sollte. Eine Geschichte zum Abtauchen und um etwas Meerluft zu schnuppern, wenn auch nur in buchiger Form. Eine leichte Sommerlektüre mit schönen Momenten, die auch einige ernstere Töne anschlägt.
Marie scheint in ihrem Leben immer noch nach etwas zu suchen. Ihre Beziehung musste einige kleine Rückschläge einstecken und ihre Arbeit im Drogeriemarkt nach dem geschmissenen Studium füllt sie nicht richtig aus, so dass einiges auf der Kippe zu stehen scheint. Als sie und ihre Familie die Nachricht erhalten, dass ihr Vater, mit dem sie schon seit Jahren kaum mehr Kontakt hatten, gestorben sei, ist das Gefühlschaos perfekt. Um sich richtig verabschieden zu können, überreden sie Mutter und Großmutter dazu, an der baldigen Seebestattung des Vaters teilzunehmen. Um danach endlich wieder etwas Energie zu tanken, soll aus der Fahrt ein Wochenendtrip nach Norderney werden. Für Marie entwickelt sich die Reise jedoch noch in eine ganz andere Richtung, denn sie kommt ihrem Vater wieder näher und lässt wundervolle Kindheitserinnerungen wieder aufleben.
Anne Barns schickt uns mit Marie auf diese Reise und bindet den Leser wunderbar in das Geschehen mit ein, da sie nicht mit aufgesetzten Gefühlen jongliert, sondern alle Charaktere im Buch realistisch handeln und fühlen lässt. Genau das fand ich ungemein spannend. Bereits am Anfang der Geschichte konnte ich Maries zwiespältige Emotionen in Bezug auf den Tod ihres Vaters komplett nachvollziehen. Die schönen Kindheitserinnerungen, jedoch auch die Enttäuschungen als Scheidungskind, sowie das jahrelange Fehlen des Vaters spielen hier eine große Rolle. Auch besonders positiv empfand ich den familiären Zusammenhalt zwischen Töchtern, Mutter und Großmutter. Die Frauentruppe hat viel Power, jeder jedoch seinen eigenen Charakter, unterstützt sich aber gegenseitig perfekt ohne zu bestimmend zu werden. Solch eine Frauendynamik vermisse ich in so vielen Romanen! Auch später im Buch begegnen wir als Leser starken Frauenfiguren, die jedoch glücklich sind auch ohne andere schlecht dastehen zu lassen. Beide Daumen hoch für die tollen Frauen im Buch!
Auf den Inseln Norderney und Juist spielt sich vor allem Maries Entwicklung ab. Die Autorin schafft es auch hier dieses Inselfeeling gut rüber zu bringen, ohne vom Geschehen abzulenken. Ich, als Kind des Südens, fand die Dynamik der Inseln sehr spannend und konnte mir den Tagesablauf der dort Lebenden wunderbar vorstellen. Auch die Natur wird nicht ausgelassen und ich konnte nachvollziehen, wie sich Maries Unsicherheiten langsam vom Wasser wegspülen ließen.
Ich persönlich konnte keine Längen in der Geschichte feststellen. Ab dem Aufbruch zur Reise nimmt die Geschichte an Fahrt auf und liefert immer wieder spannende Stellen. Als Leser wollte ich richtig, dass Marie immer weiter macht und sich keine Entschleunigung einstellt. Auch an dieser Stelle wurde ich nicht enttäuscht.
Einen kleinen Kritikpunkt habe ich: das Ende bzw. die Entscheidung Maries in Bezug auf die Liebe. Hier hätte ich mir einen komplett anderen Ausgang gewünscht, jedoch ist dies mein persönlicher Geschmack.
Sprachlich gesehen gibt es von mir keinerlei Kritik. Anne Barns weiß, dass sie ihr Handwerk beherrscht und verzaubert den Leser mit den unterschiedlichen Orten und besonders durch die genussvollen Szenen mit wunderbaren Leckereien. Beim Lesen muss man damit rechnen, dass man Gelüste auf allerlei Gerichte oder Backwerk haben wird. Ihr seid hiermit vorgewarnt!
Die erwähnten Leckereien sind am Ende des Buches mit den Rezepten aufgeführt. Von den verführerischen "Sommerwölkchen" müsst ihr demnach nicht nur träumen, sondern könnt sie bald auch selbst genießen.
Was ich mir erhofft habe: Anne Barns ist innerhalb des letzten Jahres zu einer meiner Lieblingsautorinnen von Frauenromanen geworden, daher wollte ich das neueste Buch von ihr natürlich auch lesen.
Was mir gefallen hat: Das zentrale Ereignis in dem Buch ist der Tod von Maries Vater, zu dem sie und ihre Schwester seit Jahren kaum noch Kontakt hatten, hauptsächlich wegen des angespannten Verhältnisses zu ihrer Stiefmutter. Es geht darum, mit der Vergangenheit ins Reine zu kommen aber auch um die Frage, was Marie aus ihrem Leben machen möchte. Trotz des Fokus auf die zerrüttete Beziehung zu ihrem Vater fand ich es angenehm, dass es nicht die ganze Zeit darum ging, wie sehr Marie es bereut ihm nicht früher verziehen zu haben, auch wenn es schade ist, dass es so weit kam. Auch verzeihen braucht Zeit und es bedeutet nicht, dass dann alles wieder so ist wie früher. Ich mag es auch, dass die Liebesgeschichten in den Büchern nicht zwangsläufig darin enden, den aktuellen Freund gegen einen neuen einzutauschen.
Fazit: Wieder ein tolles Buch von Anne Barns. Trotz der Vorhersehbarkeit der Geschichten gefällt es mir, dass sich die Bücher von Anne Barns nicht primär darum drehen, dass sich unsere Heldin so schnell es geht an einem mehr oder weniger exotischen Ort verliebt. Und da ist auch Kirschkuchen am Meer keine Ausnahme. Das Buch bietet alles, was ich auch sonst bei Anne Barns mag: sympathische Heldinnen, tolle Frauenfreundschaften und Familiengeschichten. Und natürlich leckere Rezepte.
Danke an HarperCollings Germany für das Leseexemplar.
Anne Barns schreibt einfach schöne Romane. Muss ich noch mehr sagen?
Eventuell, dass ich dermassen in den Roman eingetaucht bin, dass ich auf Instagram das Gefühl hatte, jemand hätte mich gespoilert? Ich war lesend gerade kurz vor der Seebestattung von Maries Vater - und da schrieb jemand, dass da eine Fremde auftaucht. Hilfe, Spoiler, dachte ich noch, bis sie mir sagte, hey, das steht doch schon im Klappentext... Ha, stimmt! Den hab ich wie vieles anderes ausgeblendet, da ich voll in der Geschichte gefangen war.
Wie ihr sieht, hat mich der Roman total mitgerissen, von der ersten bis zur letzten Seite. Die Geschichte um Marie, ihren Vater, die unbekannte Frau, die Reise zusammen mit Maries Mutter und ihrer Oma und das Wiedersehen auf Juist mit altbekannten Figuren aus Anne Barns anderen Romanen. Einfach schön!
Sehr gut gefallen hat mir, dass für ein Mal nicht die Beziehungskiste aka Lovestory der Protagonistin an sich im Vordergrund steht, sondern man sich auf die Spuren von Maries Vater macht und eher seine Beziehungen das Thema sind.
Ebenso wird Frauenpower gross geschrieben, nicht nur das tolle Verhältnis von Marie zu ihrer Schwester Lena, auch das zur Mutter und Grossmutter ist sehr innig, ebenso die Aufnahme durch die Juister Frauengang.
Der Roman versprüht eine angenehme Wärme und erzählt über das Leben von Familienmitglieder, die man aus den Augen verloren hat. Voll schön!
Am Ende erwartet die Leser wieder einige Rezepte, allen voran das legendäre Kirschkompott, durch das Marie an ihre Kindheit erinnert wird.
Fazit: Um auf den Anfang zu kommen, und ich weiss, ich wiederhole mich: einfach eine schöne Geschichte! 5 Punkte.
„Kirschkuchen am Meer“ war für mich wieder ein typischer Anne Barns-Roman mit allem, was ich an ihren Büchern so liebe.
Als der Vater von Marie und Lena stirbt, zu dem die Schwestern seit langem keinen Kontakt mehr hatten, ist es keine Frage, dass Marie zur Seebestattung fährt, während die hochschwangere Lena per Whats app auf dem Laufenden gehalten wird. Dabei erhält Marie von einer fremden Frau eine Tasche mit Fotos und Rezepten in die Hand gedrückt und macht sich schließlich auf Spurensuche, wie ihr Vater die letzten Jahre verbracht hat, unterstützt von Mutter und Oma.
Die Geschichte um Marie, ihre Schwester Lena, ihre Mutter und Oma hat mich sofort den Bann gezogen. Die Frauen halten zusammen in guten und schlechten Zeiten. Dazu kommt, dass Marie mit ihrer beruflichen und persönlichen Situation unzufrieden ist.
Die Warmherzigkeit, gepaart mit Nordseeflair und dem Duft nach Kirschkuchen macht den Roman zu einem echten Wohlfühlbuch, in dem ich gerne versunken bin.
Zudem treffen wir auf Juist auf alte Bekannte, das war wie ein Wiedersehen mit alten Freunden.
Volle Punktzahl, alle Daumen hoch und eine unbedingte Leseempfehlung.
"Wer ein Warum hat zu leben, erträgt fast jedes Wie." (Friedrich Nietzsche/Buchauszug) Völlig überraschend und unerwartet verstirbt Marie und Lenas Vater in Hooksiel. Viel zu lange hatten die beiden keinen Kontakt mehr zu ihm, besonders wegen seiner neuen Frau Ilonka. Umso erstaunter sind sie, als sie die Einladung zur Seebestattung bekommen. Die hochschwanger Lena darf nicht und Marie möchte am liebsten ebenfalls nicht hingehen. Jedoch gemeinsam mit ihrer Mutter und Oma reist sie dann doch nach Hooksiel. Dort entdecken sie bei der Seebestattung eine unbekannte Frau, die für Marie eine Tasche übergibt. Alle Spuren zu der Frau scheinen auf die Insel Norderney zu führen. Deshalb beschließen sie gemeinsam, weiter auf die Nordseeinsel zu reisen. Derweil kehren bei Marie wieder die alten Kindheitserinnerungen zurück. Bei Kirschstreusel, Kirschröster und Milchreis lernt sie ihren Vater noch mal von einer ganz anderen, neuen Seite kennen.
Meine Meinung: Das bunte Cover wie ich es seither von der Autorin kenne, passt hier wieder sehr gut zur Geschichte. Der Schreibstil ist locker, flüssig, ernsthaft, humorvolle und wieder einmal gespickt mit wunderschönen Zitaten und Lebensweisheiten. Am Ende des Buchs befinden sich ebenso wie in all ihren Büchern, einige der Rezepte die in der Geschichte auftauchen. Maries Leben und Liebe läuft in allen Belangen gerade nicht so, wie sie es sich wünscht. Im Job als Drogistin ist sie nicht gerade glücklich und ihre Liebe zu Marc scheint auch etwas abgekühlt zu sein. Darum ist die Seebestattung ihres Vaters nicht nur eine Pflicht, sondern es ist vor allem die Suche nach der Vergangenheit und einer neuen Zukunft für sich. Der neue Sommerroman wartet wieder einmal mit viel Wärme, Harmonie, idyllischer Lokalkolorit durch die Nordsee mit Hooksiel, den Inseln Norderney und Juist auf. Man spürt sofort wieder das Faible für diese Region, das es der Autorin angetan hat. Ihre Liebe zur Nordsee und den Inseln fließt dabei so phänomenal in die Geschichte mit ein, sodass ich sofort ein Urlaubsfeeling hatte. In ihren Büchern tauchen meist Standorte und Örtlichkeiten auf, die man sogar danach real besuchen kann. Wie z. B. hier die Kaffeerösterei "Bittersüß" auf Norderney, die in dieser Geschichte auftaucht. Genauso werden die Rezepte im Anhang von der Autorin unter die Lupe genommen und getestet, bevor sie in ihre Geschichte einfließen dürfen. Deshalb bekommt man meist bei ihren Büchern nicht nur Lust auf Urlaub, sondern ebenso Hunger auf die leckeren Köstlichkeiten. Zudem freute ich mich auf ein Wiedersehen mit einigen Bekannten aus vorherigen Büchern. Überzeugen konnte mich vor allem etwas zwiegespaltene und verunsicherte Marie die jedoch eine ganz warmherzige Art an sich hat. Besonders jetzt in der Corona-Krise wo wir alle so am Boden sind, konnte mich dieses Buch noch mehr begeistern und in eine wunderschöne, normale Urlaubszeit katapultieren. Deshalb von mir eine Leseempfehlung und 5 von 5 Sterne.
Maries Vater, zu dem sie seit langer Zeit nur wenig Kontakt hatte, verstirbt. Marie reist zusammen mit ihrer Mutter und ihrer Oma zur Seebestattung, um ihrem Vater die letzte Ehre zu erweisen und anschließend noch ein paar Tage Auszeit am Meer zu genießen. Doch als eine unbekannte Frau mit roten Haaren auf der Beerdigung auftaucht und Marie eine Tasche mit privaten Dingen ihres Vaters überreicht, wirft das Frauen-Trio alle Pläne über Bord und sie machen sich auf die Suche nach der Unbekannten. Die Spurensuche führt sie nach Norderney. Marie fühlt sich auf der Insel sofort sehr wohl und trotz der vielen ungeklärten Fragen kann sie sich zum ersten Mal seit langem wieder richtig entspannen und durchatmen. Tatsächlich findet sie auf der Insel auch weitere Hinweise zu ihrem Vater und dessen Vergangenheit, die sie weiter verfolgen möchte.
Meinung "Kirschkuchen am Meer" von Anne Barns hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Es ist ein kurzweiliger Roman mit viel Gefühl, vielen Leckereien und einer kleinen Prise Humor.
Marie ist der Hauptcharakter der Geschichte und als eine Frau wie du und ich, macht sie es dem Leser leicht sich mit ihr und ihren Ängsten und Nöten zu identifizieren. Noch sympathischer waren mir ihre Mutter und ihre Oma. Zusammen sind sie ein tolles Trio über das man gerne mehr Geschichten lesen möchte.
Der Spannungsbogen der Geschichte ist sehr gut gelungen. Man möchte unbedingt erfahren, wer die unbekannte Frau ist und was sie mit Maries Vater zu tun hat. Lediglich das Ende der Geschichte hat mich etwas überrumpelt. Es fügt sich für mich am Ende alles etwas zu schnell und zu wenig reibungslos, was für mich auch nicht zum Rest der Geschichte passt. Aus meiner Sicht wäre es auch nicht schlimm gewesen, wenn man den ein oder anderen Punkt gar nicht auflöst, sondern für den Leser offen lässt. Eventuell hätte sich damit sogar die Möglichkeit für einen zweiten Band geboten.
Titel und Cover gefallen mir gut, passen zur Geschichte und machen Lust auf Urlaub.
Fazit Fast alle Däumchen hoch für eine romantische Geschichte, die wie ein kleiner Urlaub im Kopf ist: 4 von 5 Sternen.
In " Kirschkuchen am Meer " erfährt Marie über ihre große Schwester Lena, das die 'Stiefmutter' Ilonka ihnen mitteilen wollte, das ihr Vater Enno plötzlich verstorben ist und die Beisetzung als Seebestattung in Hoksiel geplant geplant wäre. Marie ist darüber erschüttert und tieftraurig und das, obwohl sie fast keinen Kontakt mehr zu ihren Vater hatte, da Ilonka dagegen agierte. Zusammen mit Lena erinnert sie sich aber auch an gute Momente und fährt in Begleitung ihrer Mutter und Oma hin, um sich von ihm zu verabschieden. Leider ohne Lena, da diese hochschwanger ist und dadurch die Reise nicht antreten kann. Auch ihr Verlobter Marc kann sie nicht begleiten, da er selbst gerade in einer Sinnkrise steckt. Vor Ort treffen die drei aus der 'Drei-Generationen-Powerfrauen' Familie auf Ilonka und deren Sohn Hennes. Aber auch auf eine unbekannte rothaarige Frau, die Marie eine Tasche voll Erinnerungen von Enno, ihrem Vater, zukommen lässt. Noch bevor Marie sie ansprechen kann, ist sie auch schon verschwunden. Das ganze lässt Marie nicht zur Ruhe kommen und mit Unterstützung ihrer Familie macht sie sich auf den Weg, das Rätsel um die Unbekannte zu lösen. Doch was dann alles aus der Vergangenheit ihres Vaters ans Licht gebracht wird, zeigt nochmal das Enno trotz allem Marie und Lena geliebt hatte. Das Marie durch die ganzen Begebenheiten auch über ihr derzeitiges Leben nachdenken musste, war ein angenehmer Nebeneffekt und ein großer Schritt in eine glücklichere Zukunft. Die Story hat mich gleich in ihren Bann gezogen, dabei bleibt sie abwechslungsreich sowie spannungsgeladen. Man darf mit Marie mitfiebern und die verschiedesten Emotionen erleben. Es gibt einiges zum schmunzeln, aber auch das ein oder andere Tränchen zu vergießen. Da ich erfahren wollte, wie das ganze für Marie und den anderen Frauen aus der Drei-Generationen-Powerfrauen-Famile ausging, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Das Buch bekommt von mir eine Lese / Kaufempfehlung und 5 ⭐⭐⭐⭐⭐ Sterne.
Wenn man das Buch anfängt zu lesen und Gänsehaut bekommt. Auf einmal geht es um den Ort wo man geboren wurde. Da fallen Ortsnamen und Beschreibungen, die einen in die Heimat katapultieren. Unfassbar. Ein echt emotionaler und besonderer Einstieg ins Geschehen. Auch wenn es nur ein kleiner Einblick war, war er für mich absolut besonders.
Anne Barns hat einen grandiosen Schreibstil und schafft es immer, mich mit ihren Worten direkt an die Handlungsorte zu katapultieren. Jegliche Personenbeschreibungen sind absolut treffend. Emotionen kommen bei mir als Leserin an, genauso wie die Neugierde.
Marie erhält die Nachricht, das ihr Vater verstorben ist. Leider hatten sie nicht mehr viel Kontakt, aber ihn nie wieder sehen zu können, trifft sie hart. Ihre Gedanken sind absolut nachvollziehbar für mich. Sie reist mit ihrer Mutter und ihrer Oma zur Seebestattung an. Was sich da ergibt, damit hat wahrlich niemand gerechnet. Nun nimmt die Story an fahrt auf, Geheimnisse kommen auf den Tisch und die Neugierde wächst. Nun werden Erinnerungen wach und man erlebt tolle Momente aus der Kindheit von Marie. Ihre Liebe zum Backen bekommt noch mal eine wundervolle Rolle und die Hinterlassenschaften ihres Vaters sind grandios. Eine Frau zeigt ihr noch mal eine ganz andere Seite von ihm und das ist total schön.
Am Ende des Buches gibt es wieder tolle Rezepte, auf die man richtig Lust bekommt. Da wird bestimmt mal was von ausprobiert.
Wer die Bücher von Anne Barns noch nicht kennt, hat meiner Meinung echt etwas verpasst. Dieses Buch war durch den Anfang schon etwas ganz besonderes für mich.
Marie ist gerade bei ihrer Oma und macht Erdbeermarmelade - allein schon bei den Beschreibungen lief mir das Wasser im Mund zusammen. Oma ist noch im Garten und pflückt die restlichen Garten, als Maries Schwester Lena anruft. Ihr Vater ist vor zwei Tagen gestorben. Die beiden Schwestern sind geschockt und traurig, obwohl sie kein gutes Verhältnis mehr zu ihrem Vater hatten und ihn schon länger nicht mehr gesehen hatten. Das lag jedoch vor allem an seiner zweiten Frau. Soll Marie zur Seebestattung fahren oder nicht? Lena ist hochschwanger und sie kann nicht mitkommen, aber dafür kommen ihre Mutter und ihre Oma mit und sie verbinden es mit einem Kurzurlaub an der Nordsee. Maries Verlobter Marc kann auch nicht mitkommen, denn er hat ein Vorstellungsgespräch.
Wer die Romane von Anne Barns kennt, weiß, dass man sich hier immer auf Anhieb wohlfühlt und man sich immer auf leckere Rezepte freuen kann - so auch hier im Anhang. Außerdem gibt es hier ein Wiedersehen mit einigen Personen aus einem der anderen Romane. Dieses Buch war einfach viel zu schnell ausgelesen und ich wäre liebendgerne noch länger verweilt. Was mir sehr gefallen hat: dieses Mal steht keine Liebesgeschichte so im Vordergrund; es geht mehr um Selbstfindung und Vergangenheit und Familiengeschichte. Ich werde die Tage definitiv mal schauen, ob ich die Zutaten für mindestens eines der Rezepte zu Hause habe. So kann ich noch etwas länger hier "verweilen".
Ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Roman von Anne Barns, wann immer er erscheinen wird.
Leider konnte mich dieser Roman von Anne Barns nicht so recht überzeugen. Ich fand Marie als Protagonistin sehr anstrengend, weil sie immer nur reagiert und nie agiert. Ich hatte auch nicht das Gefühl, dass sie im Lauf ihrer Geschichte viel lernt und ihren Freund fand ich auch sehr mühsam. Er war mir zu Beginn extrem unsympathisch und das lag teilweise auch an der Art und Weise, wie sein Verhalten beschrieben wird, er wirkt faul, antriebslos und als würde er sich von Marie aushalten lassen. Da hatte man die Dynamik auch mehr auf "burn-out, auf der Suche nach dem Lebenssinn, schlechtes Gewissen ob der Ungleiche im Beziehungskonstrukt" legen können und schon wär das eine ganz andere Geschichte gewesen. Die erste Hälfte plätschert auch plottechnisch nur dahin, erst ab der zweiten Hälfte (wo eigentlich auch der Klappentext ansetzt, also wieder mal viel zu viel vorweg nimmt) nimmt es etwas Fahrt auf. Aber selbst der Auftritt von bereits bekannten Personen aus "Apfelkuchen am Meer" konnte es für mich leider nicht rausreißen. Mehr als zwei Sterne kann ich leider nicht geben.
in dem Buch Kirschkuchen am Meer geht es um eine vergessen Liebe an der Nordsee.
Völlig unerwartet taucht ein fremder auf der Seebestattung von Maries Vater auf, zu dem sie selbst in den letzten Jahren kaum noch Kontakt hatte. Es gibt nur ein Hinweis zu dieser Frau, und der führt nach Norderney.
kleines Highlight am Rande: im hinteren Teil des Buches findet man Rezepte die im Buch auch gebacken werden.
𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥: Ich fand das Buch sehr schön ich hab es zum Einstieg des Sommers gelesen also als der Sommer so angefangen hat ist es wirklich ein sehr schöner Einstieg in den Sommer.
Nette Story, ich bin nur kein Fan davon, wenn Sprecher in einem Hörbuch versuchen Akzente/Dialekte darzustellen. Ich persönlich möchte das Buch einfach nur vorgelesen bekommen... sonst würde ich mir ein Hörspiel anhören. 🙈
Ich habe mir ehrlicher Weise nicht viel von diesem Buch erwartet und war überrascht wie treffend es doch gepasst hat. Man bekommt glatt Lust de Traum vom eigenen Café zu verwirklichen auch wenn einem das bestimmt nicht so leicht in die Hände fällt wie bei Marie, aber darüber sehr ich gerne hinweg 😉
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