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Steine schmeißen

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Man bekommt immer, was man verdient. Am letzten Tag des Jahres wollen Anna und ihre Freund:innen das alte Jahr loswerden. Niemand hat mehr gute Vorsätze, aber alle haben ein schlechtes Gewissen. Sophia Fritz, 24, hat einen Roman über bittere Lust und neue Berührungen geschrieben.

Wien, heute: In der Silvesternacht wollen Anna und ihre Freund:innen das alte Jahr rituell verabschieden. Dazu sollen sie ihre Tiefpunkte auf therapeutische Steine schreiben und später in die Donau werfen. Doch weil sich mit Drogen und Feuerwerk doch nicht alles betäuben lässt, brechen nach und nach Lügen, Misstrauen und Gewalt hervor. Dann reißt ein ungebetener Gast alles mit, woran sich Anna und ihre Freund:innen festgehalten haben. – Virtuos, scharf und mit viel Humor verfolgt Sophia Fritz das Ringen einer Generation mit sich selbst, die Rebellion durch Achtsamkeit ersetzt und ihr Weltvertrauen irgendwo zwischen den Quellenverweisen im Internet verloren hat.

260 pages, Hardcover

First published September 1, 2021

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About the author

Sophia Fritz

7 books49 followers

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Community Reviews

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56 (17%)
1 star
16 (4%)
Displaying 1 - 26 of 26 reviews
Profile Image for Leah.
528 reviews71 followers
December 26, 2023
What the ausgekotzte Poetry Slam Scheiße war das bitte?
Wenn jeder Satz ein Vergleich ist, dann sorry, ist dein Buch einfach nicht gut. Und dieses Buch kommt besonders pseudo sarkastisch und pseudo intellektuell daher, dass es einfach nur nervig ist.
Die Handlung war auch nicht vorhanden, vielleicht minimal und erinnerte eher an einen Tumblr-Blog aus dem Jahr 2014.
Profile Image for laleliest.
430 reviews66 followers
November 11, 2021
Annas Mama schreibt ihr am Silvesterabend mehrere Nachrichten. Sie sortiert Sachen aus. „Brauchst du das noch?“ und „Passt dir das noch?“ reihen sich neben einigen Emojis in den Chatverlauf. Wie passend, denn wann, wenn nicht an Silvester, räumt man auf und mistet aus, macht sich frei für das neue Jahr? Anna verbringt den Abend mit Freund*innen bei Marie und auch hier ist diese Stimmung des Abschlusses und Neuanfangs spürbar. Im Verlauf des Abends reflektieren sie das Jahr, machen sich frei von Ballast und merken, welche Steine vielleicht doch gar nicht vom Herzen zu befreien sind.
Sophia Fritz hat mit „Steine schmeißen“ einen Roman geschrieben, der stellvertretend für meine Generation gesehen werden kann. Wieso? Die Autorin ist im selben Jahr wie ich geboren und spricht genau auf die Art und Weise Themen an, wie ich sie mit meinen Freund*innen besprechen würde. Ihr Schreibstil ist dabei voll von Vergleichen, Metaphern und Wortwitz. Es klingt immer etwas komisch, aber hier kann ich aus vollster Überzeugung sagen: sie malt Bilder mit ihren Worten. Wörtliche Rede ist nicht als solche gekennzeichnet, womit ich eigentlich immer ein Problem habe. In „Steine schmeißen“ ist es mir allerdings kaum aufgefallen. Auch wenn der Abend mit Freund*innen auf humorvolle Art im Vordergrund stehen mag, so haben Themen wie Trennung und Trauer doch eine tiefere Bedeutung in der Geschichte. Ich hätte gerne noch mehr Seiten zum Lesen gehabt, um mich noch mehr in die Charaktere hineinversetzen zu können. Ich freue mich aber auf zukünftige Werke der Autorin, denn das hier war wirklich toll!
6 reviews6 followers
September 10, 2022
Dieser Roman scheint eigentlich sehr viel über seine Generation zu verstehen und sagen zu wollen, verliert sich dann für meinen Geschmack aber zu sehr in einem Taizé-Singsang der Aneinanderreihung von einfallsreichen Metaphern. Das Ganze spitzt sich dann in einen seifenoperreifen Streit zu, erst danach wird es dann besser und tatsächlich verletzlich. So bleibt ein Roman über langweilig selbestreflektierte Menschen der Gegenwart, der über diese Gegenwart selbst aber scheinbar nichts weiter sagen will. Trotzdem gespannt, was da noch kommt.
Profile Image for Janina.
870 reviews80 followers
August 24, 2023
Uff, hätte nicht gedacht, dass ich das so genießen werde, aber es ist so. Ich sage öfter, dieses Buch (hier einen beliebigen Titel einfügen) ist echt authentisch und realitätsnah, aber diesmal meine ich das besonders. Hat sich angefühlt, als könnte das genau so stattfinden. Die Figuren waren facettenreich und chaotisch und die Schreibweise war richtig schön. Musste mir viel markieren. Das Cover ist traumhaft (finde ich) und passt sehr gut zum Inhalt. Ich bin auf jeden Fall gespannt, was Sophia Fritz als nächstes herausbringt (Daumen drücken!).

tw/cw: Betrug, ungesunde Bewältigungsmechanismen, selbstzerstörerisches Verhalten, Tod eines Elternteils, Drogen, Alkohol
Profile Image for literarischsam.
113 reviews5 followers
August 5, 2024
Irgendwie war es nicht das was ich mir gewünscht habe
(Wo waren auch die Gänsefüßchen???)
Profile Image for Eilene.
4 reviews
January 11, 2022
"Das Leben macht schon weiter, während ich noch nachdenke, das Leben ist kein Zuhörer, das Leben ist ein Schlagabtausch."

Kurz vorweg: Das Buch habe ich in der Buchhandlung entdeckt und es wegen des Covers näher angesehen. Der Klappentext hat mich dann gegen Ende des Jahres 2021 zum Kauf bewegt, weil auch ich "das alte Jahr loswerden" wollte.

Das Buch hat eine angenehme Länge, ist allerdings eine kleine Herausforderung. Zum einen ist die Sprache sehr bildhaft und beschreibend. Man kann sich die verschiedenen Szenen gut vorstellen und entwickelt ein Gefühl für die Stadt. Die Personen erhalten durch die lebendige Sprache alle ein Gesicht und auch Charakterzüge, das gelingt der Autorin tatsächlich auf den wenigen Seiten. Auf der anderen Seite fehlt es durchgehend an Anführungszeichen, obwohl die Figuren untereinander sprechen. Ungewohnt und gewöhnungsbedürftig, aber nach einigen Seiten hat man den Dreh raus und das Buch lässt sich gut lesen. Außerdem habe ich oft das Gefühl gehabt, dass in den Situationen gesprungen wird, eine Figur, die gedanklich noch irgendwo sitzt, ist plötzlich im Flur und rempelt jemanden an.
So wirklich fassen konnte mich das Buch ungefähr ab der Hälfte, ab dann konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen und bin den Geschehnissen gespannt gefolgt.
Der Roman hätte auch vier Sterne erhalten können, allerdings lassen sich unheimlich viele Rechtschreib-, Satzzeichen- und Grammatikfehler sowie fehlende Leerzeichen finden. Die haben den Lesefluss ungemein gestört, da fragt man sich, ob solche Bücher nicht vor dem Druck auch gegengelesen bzw. korrekturgelesen werden?

Fazit: Es ist ein Buch, an das man während des Lesens Gefallen findet. Vor allem entwickelt man unfassbare Sympathien für die Figuren und ihr Leben. Man kann ihre Herausforderungen nachempfinden und verstehen und vor allem ist es ein schönes Leitmotiv aufzuzeigen, dass es gerade auch in unserer Generation viele Menschen gibt, bei denen eben nicht alles rund läuft, auch wenn man es von außen betrachtet meinen möchte. Der Roman zeigt bildhaft auf, wie die Vergangenheit unser Hier und Jetzt beeinflusst und wie sich Freundschaften verändern können, ohne im Ergebnis anders zu sein. Zum Schluss ein weiterer positiver Aspekt: Das Einbringen von Therapiemöglichkeiten ist wirklich nennenswert, gerade in einer Zeit, in der Therapien kein Tabuthema mehr sein sollten.
Profile Image for Juliane.
138 reviews2 followers
February 25, 2022
Irgendjemand hat in den Rezensionen geschrieben das es sich wie ein Roman aus den 20ern liest. Und das obwohl die Protagonisten alle so jung sind. Merkwürdig. Auch der Schreibstil hat mir gar nicht gefallen. Ich konnte oft nicht vom normalen Text und Gesprochenem unterscheiden, da es weder Absätze noch die üblichen Gänsefüßchen gibt.
Profile Image for Dana.
281 reviews25 followers
March 18, 2024
War leider nicht mein Fall. Was ich noch am meisten mochte, war der Schreibstil, wobei ich mir sicher bin, dass nicht alle damit zurechtkommen. Es gibt keine Anführungszeichen für wörtliche Rede, sodass diese mit den Gedanken der Protagonistin verschwimmt, was ich sehr passend fand. Ich mochte auch die genutzten Vergleiche, Bilder und Beschreibungen und die unterschwellige Ironie, die dabei mitschwingt.
Was ein bisschen schade ist, ist, dass bei meiner Ausgabe zumindest das Korrektorat nicht besonders stark (falls überhaupt existent) war, sodass zwischendurch doch plötzlich Anführungszeichen auftauchen, Satzzeichen fehlen oder doppelt sind oder manchmal ganze Wörter fehlen.

Auch die grundsätzliche Idee fand ich extrem spannend: alles innerhalb einer Nacht spielen zu lassen und dabei unausgesprochene Geheimnisse und Konflikte hochkochen zu lassen. Dabei ist allerdings Fremdgehen das zentrale Thema und das ist schlicht in Thema, das mich persönlich nicht wirklich abholt. Das Konzept einer Beziehung, die eigentlich schon seit langem nicht mehr läuft, hätte interessant sein können, allerdings scheiterte es für mich an der Umsetzung.
Die Protagonistin fand ich weitgehend einfach nur unfassbar unsympathisch, allerdings nicht auf eine interessante Weise, sondern nur auf eine, bei der ich dauernd bei den Dingen, die sie tut, sagt oder denkt, die Augen verdrehen musste. Ich hatte absolut keine Ahnung, was genau sie jetzt eigentlich will, mir fehlte jedes Bewusstsein dafür, was ihre Handlungen oder Aussagen bei anderen auslösen und gefühlt inzeniert sie sich ständig als Opfer.
Insgesamt konnte ich zu keiner der Charakteren wirklich einen Bezug herstellen. Ab irgendeinem Punkt fand ich das Buch somit auch nur noch extrem langweilig und war froh, als ich durch war.
Profile Image for Kathi.
89 reviews4 followers
January 23, 2022
"Das Schlimmste ist, dass ich vorgestern ein Attest brauchte und der Arzt meinte, zeigen Sie mir mal genau, wo es jetzt gerade wehtut, und dass ich dann angefangen habe, zu weinen, weil mich das so lange niemand mehr gefragt hat, ich brauche ein neues Leben."

In Steine schmeißen geht es um das Loswerden, das Lügen, die verlorene Generation der Millenials mit ihrem inneren Kind, Drogen, psychischen Krankheiten und den Enttäuschungen.

Eine Freundesgruppe feiert gemeinsam Silvester, die Leute schreiben auf Steine die Dinge, die sie aus dem letzten Jahr loswerden wollen, um sie in der Fluss zu werfen und die Tiefpunkte loszusein.
Dabei kommen Lügen hoch, es entsteht ein Chaos an Vertrauensbrüchen und Gewalt.

Sophia Fritz' Sprache ist grandios. Ich habe viele Stellen unterstrichen und markiert, weil sie einfach so gut sind. Die Autorin findet Worte für das Unaussprechliche, sie hat einen Blick für die Dinge. Schöne Metaphern, nices Buchcover.
Die Idee und der Schreibstil haben mir sehr gefallen.
Die Charaktere konnten mich aber nicht ganz überzeugen - die Protagonistin verbringt 200 Seiten damit, anderen die Schuld für ihr Fremdgehen zu geben, alle Figuren sind irgendwie toxic und unsympathisch.
Vorallem gegen Ende hat sich das Ganze zu chaotisch und nicht ganz rund angefühlt.
Es gab auch viele Zeichenfehler, die beim mehrmaligen Lesen hätten auffallen können.
Insgesamt aber ein interessanter Roman voller großartigen Sätzen.



Ein paar meiner vielen Lieblingsstellen:

"Fedes Vater hat früher nie viel gesprochen, nur einmal hat er sich während des Autofahrens zu uns auf der Rückbank umgedreht und laut gesagt, es tut mir leid, dass das nichts geworden ist mit der Idylle.
An den Satz denke ich öfter."
-34

"Wenn ich an meine Mutter denke, dann immer mit Fußnoten, dann immer mit der Hoffnung, dass sie weiß, wie sehr ich sie, wenn wir da auf meinen Zug warten, ihre Plastiktüten mit Butterbroten in meiner Hand, ihr Zurechtrücken meiner Kleidung, ihr Zusammenfalten der Wäsche, ihr Nachfragen, mein Ausweichen, mein Weggehen, mein Fernbleiben, immer die Hoffnung, dass wir doch dieselbe Sprache sprechen und uns dasselbe sagen wollen, wenn sie fragt wie es mir geht, und ich erwidere, dass es mir gut geht, immer unsere Angst vor den letzten fünfzehn Jahren, vor den Vorwürfen, die mit mir aufgewachsen sind, vor den Eingeständnissen, die genau so alt sind wie ich, vor unserem Nichtvergessen, das wir gemeinsam großgezogen haben.
Ich möchte ihr am Telefon von den Männern erzählen, die mir nachschauen und dann nicht nach mir schauen, Mama, will ich sagen, sieh, wie wir uns ähnlich werden, wie wir uns vermischen, wie ich langsam Gefallen finde am Gefälligsein, wie ich anderen aus der Hand fressen kann, wie ich mich an meine Zähne gewöhne."
-48


"Häuslichkeit, sagt er, das sind die Sofas und die Fotos am Kühlschrank, das sind die Feiertage und das Fernsehen, und ich verstehe nicht, warum sie das nicht schulische Gewalt nennen, wenn jemand einen in der Schule gegen die Wand schubst, oder pärkliche, sträßliche, nächtliche Gewalt. Nur die häusliche Gewalt, die gibt es, als gäbe ist für dieses System Ausnahmen, in denen es verständlich ist, dass einer den Teller nimmt und ihn durch den Raum schmeißt, dass einer dem anderen den Kopf durch das Treppengeländer drückt."
-68

"Ich mache eine Liste der Dinge, vor denen ich Angst habe. Vor den nicht abgehörten Sprachnachrichten, dem gemeinsamen Essen, den Gesprächen im Gang, den Abgabeterminen, den Wasserflecken, den ersten Stunden auf einer Geburtstagsfeier, vor dem Gehen am Bahngleis, vor dem Schlafzimmerboden, dem Zuspätkommen am Morgen, vor der Kälte, den Fahrkartenkontrolleuren, den leichten Enttäuschungen, den Litfaßsäulen, den Ersatzhandlungen, den Taschentüchern, den fleckigen Ärmeln, den auf links gedrehten Klamotten, den Durchsagen, den Schamhaaren, dem Umsehen im Warteraum, vor der Mittelmäßigkeit aus Zeitdruck, von meiner Gegenwartslosigkeit und vor meiner Beklemmung über den Haarausfall der Menschen, die ich liebe."
-74

"Ich halte nicht viel von Vorsätzen, aber in dem Moment nehme ich mir vor, im nächsten Jahr mutig genug zu sein, um eine Strichliste für die schwache Momente anzulegen und sie dann an der Kühlschranktür zu befestigen
(...)
Die Abwesenheit von Zuversicht ist mir vertraut, weil ich noch nie wusste, was ich antworten soll, wenn jemand sagt, ja, ja, deine Generation will doch immer nur größer, höher, weiter. Ich wollte noch nie größer, höher, weiter, ich hatte immer nur Angst dass alles schlimmer wird."
-90

"Ich suche seine Handgelenke, seinen Daumen, seine Unterarme. Seit ich Samir kenne, habe ich das Bedürfnis, seinen Händen etwas zu sagen, ich lege sie mir über das Gesicht, ich presse sie mir auf den Mund, aber ich finde keine Sprache, die sie verstehen würden, außer meine Finger mit seinen zu verschränken, die Gelenke glatt zu streichen und zu versuchen, aus seinen Lebenslinien zu lesen und ihm vorauszusagen, wie viele Kinder er bekommen wird und wie viele davon nicht mit mir."
-123

"Das Leben überrascht mich immer wieder, es sagt mir hier, hier, hier bin ich, so bin ich, und ich sage, okay, lass uns darüber reden, aber das Leben will gar nicht darüber reden. Das Leben macht schon weiter, während ich noch nachdenke, das Leben ist kein Zuhörer, das Leben ist ein Schlagabtausch."
-154

"Silvester, sagt er, ist der einzige Glaube, den wir noch haben, das sind diese zehn Sekunden Ehrfurcht im Jahr, von denen alle immer träumen.
Ich habe keine Ehrfurcht vor Neujahr, sage ich ich habe schon seit Jahren keine mehr vor gar nichts, nur manchmal träume ich davon, in einer Kirche alle Gedenkkerzen auf einmal anzuzünden."
-161, 162

"Ich zeige Fede die drei Nachrichten, die er am besten ignoriert hat: Ich glaube, mein schlechtes Gewissen hat dir mehr Liebeserklärungen gemacht, als ich.
Und: wem außer dir soll ich sagen, dass es weh tut.
Und: Zu Neujahr bekommst du von mir eine Liste mit Personen die mich jeden Tag an dich erinnern.
Ich sage Fede nicht, dass ich nachts immer noch von Alex Füllwörtern träume und davon, seine Leserlichkeit zu verbrennen, dass ich unsere Geschichte schwärze, damit am Ende nur noch die Worte übrig bleiben, die sich reimen, dass ich unsere Erinnerungen kürze und sie auswendig wie einen Psalm aufsage, weil die ausführliche Geschichte nicht aushaltbar ist."
-166
Profile Image for Vika.
98 reviews1 follower
February 20, 2022
Ein Buch, das sich wie ein Mitte-20er Drama liest. An und für sich total spannend, mir hat durchgehend das Herz geklopft, ich war aufgeregt zusammen mit der Protagonistin und am Ende auch erleichtert, als die Spannung von ihr abfiel und die Situation sich entspannte.

Das Interessante: Die Handlung spielt sich mehr oder weniger an einem Abend ab - mit Rückblicken und Einblicken in das Leben unterschiedlicher Menschen. Themen handeln sich um alles, was Jemanden in dem Alter und Millenials beschäftigt- einschließlich aktueller Themen.

Ich kann das Buch definitiv empfehlen (und liebe vor allem auch das Cover). Es war spannend, ich konnte es teils nicht weiter lesen wg zu viel Spannung, teils konnte ich es aus dem gleichen Grund nicht weglegen.

Es gab aber auch so einige Situationen, wo ich mir teils dachte - "Wie kann mensch sowas verzeihen?" Oder "Wie können sich Menschen so verhalten - moralisch gesehen?"

(Zugang zum Buch über Netgalley erhalten)
Profile Image for Michael Bohli.
1,107 reviews54 followers
December 29, 2022
Eine Feier zu Neujahr, junge Menschen versuchen ihren Ballast abzuwerfen. Das geschieht mit Diskussionen und Streit, Alkohol und Eskapaden.
Eventuell bin ich bereits zu alt für diesen Roman, aber obwohl mir die lockere Sprache gefallen hat, nervten mich die Figuren leider oft. Wirkliche Erkenntnisse blieben aus.
Profile Image for Minsky97.
45 reviews1 follower
February 3, 2025
Fand das Buch leider echt nicht besonders gut (s.u.), besonders Plot und Figuren. Schreibstil ist mir nicht besonders aufgefallen, weder gut noch schlecht.

Positiv hervorheben würde ich, dass die Beziehungen zB zwischen Protagonistin und ihrem besten Freund nicht völlig kohärent/linear, sondern ein bisschen messy und ambivalent ist. Außerdem wird einem nicht zu allem schon die Deutung mitgeliefert, sondern viel Spielraum für eigene Interpretationen gelassen (was mich an vielen anderen politischen Romanen stört).

Ab hier Spoiler und Kritik:
Profile Image for Co_winterstein.
146 reviews11 followers
February 26, 2022
Steine schmeißen, Sophia Fritz🚀
Die Handlung des Buches spielt in einer Sylvesternacht, in der Fede, Samir, Lukas, Jara, Marie und die Ich-Erzählerin Anna auf Steine schreiben, was sie im nächsten Jahr loswerden wollen. Eigentlich sollen diese Steine (von den anderen ungelesen) in der Donau versenkt werden, doch die Stein-Aufschriften kommen ans Licht und damit auch alle gut gehüteten Geheimnisse, Affären und Lügen. Eine Deklinationstabelle des Betrugs, niemand der Anwesenden, ist das, was er vorzugeben scheint. Es folgen Auseinandersetzungen, Streit und Versöhnungen ...
Beeindruckt bin ich von Sophia Fritzs Sprache. Inhaltlich gelungene Gespräche ohne Zwangsvulgarismus.
Metaphernreichtum. Wörtliche Rede ohne Gänsefüßchen.
In der Mitte des Textes habe ich allerdings etwas geschwächelt. Der Handlungsort - die Wohnung - als sozialer Raum, indem Strukturen der Gruppe und ihre individuellen Merkmale gezeigt werden, nimmt mit über 150 Seiten sehr viel Platz ein. Mit dem erlösenden Steinwurf erfolgt ein Schauplatzwechsel und die Handlung nimmt wieder an Fahrt auf. Das Ende hat mir sehr gefallen, aber an dieser Stelle kein Spoiler.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for yellowdog.
853 reviews
September 25, 2021
Der Roman Steine schmeißen erzählt vom Lebensgefühl von Young Adults.
Sprachlich nimmt es Motive von einem Jugendroman und führt es zu einem zeitgenössischen Bild zusammen.
Dabei steht die Gefühlswelt der Icherzählerin Anna im Vordergrund. Sie hat Verluste erlitten, zum Beispiel den Tod des Vaters und das ihr langjähriger Freund Alex sie verlassen hat. Viel ist sie noch mit ihrem schwulen Freund Jede zusammen, den sie ebenfalls noch aus der Schulzeit kennt.
Dann gibt es noch Samir und Marie.
Zentral steht ein Silvestertag und -abend, an dem die Freunde zusammenkommen. Das ergibt auch viele bildhaft getextete Passagen.

Die Autorin Sophie Fritz ist 24 und offensichtlich nahe dran an den Figuren und kann die Emotionen und Selbstzweifel glaubhaft darstellen.
Vom provokanten Titel und irritierenden Cover bis zum Stil ist der Roman ausdrucksstark.
12 reviews1 follower
September 6, 2022
Vom Schreibstil her erinnert es mich an Juli Zeh, wahnsinnig schön und klug geschrieben. Ich wollte jeden 2. Satz unterstreichen. Von der Beschreibung der Menschen her erinnert es mich an Sally Rooney. Nur eben von einer deutschen Autorin und mit Schauplatz Wien. Insgesamt wirkt die Erzählung modern, die Charaktere echt und mit Fehlern und daher tiefgehend. Es passiert nicht sehr viel, die gesamte Geschichte passiert über den Verlauf eines einzigen Silvesterabends (mit gelegentlichen Rückblenden). Ein bisschen mehr Action hätte die Beziehungen zwischen den Personen noch spannender machen können. Dennoch bin ich sehr froh, es gelesen zu haben. Es ist ein kluges Buch, das mir das Gefühl gegeben hat, die Autorin versteht die heutige Generation tatsächlich. Sehr im Hier und Jetzt verankert, gute Personenbeschreibungen, lyrische Formulierungen.
Profile Image for Freddy.
17 reviews1 follower
August 30, 2022
Großartiges Buch! Fritz Stil ist Klasse - viele Sätze drücken in schlichten, überraschenden Bildern und Vergleichen ganze Welten von Gefühlen aus, die sich lesen, wie einem selbst direkt vor der Seele herunter geschrieben. Insbesondere das Gefühl der Verlorenheit in den Mittzwanzigern, um die Fragen "Wo komme ich her?", "Wo gehe ich hin?", "Was und wer sind mir wichtig?" kommt toll zum Ausdruck. Einziges Manko ist für mich die Handlung, die mir kurz vor Ende ein wenig zu willkürlich/beliebig und fantastisch wird.
Profile Image for Conni Marell.
17 reviews
August 3, 2025
Irgendwie fand ich in die Story, die mit Rückblicken an einem Silvesterabend spielt nicht wirklich rein, zu dialoglastig und teilweise zu bildhaft. Deprimierende Grundstimmung, nur ein bis zwei spannende Handlingssequenzen.
Profile Image for wortmagie_.
3 reviews5 followers
June 26, 2022
Interessanter, metaphorischer Schreibstil, hat mir gut gefallen, auch wenn es zeitweise anstrengend zu lesen war. Leider sind in dem Buch noch einige Rechtschreibfehler aufgefallen.
Profile Image for Xenia.
10 reviews
October 25, 2023
Ich musste es leider abbrechen..
Viel zu viel wirres Zeug und sehr viel woke Negativität auf einmal.
Profile Image for Anne.
40 reviews
May 29, 2024
Die Geschichte wäre wesentlich interessanter, wenn nicht ständig irgendwelche Poetry-Slam-mäßigen Vergleiche kämen
Displaying 1 - 26 of 26 reviews

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