Jan Mukařovský, geboren am 11. November 1891 in Písek in Südböhmen, studierte Linguistik, wurde 1929 habilitiert und lehrte Ästhetik an der Karlsuniversität in Prag. Mit Roman Jakobson, Fürst Nikolaj Trubeckoj, René Wellek und Bohuslav Havránek gehörte er dem 1926 gegründeten Cercle linguistique de Prague an, der - im Gegensatz zum russischen Formalismus - das Ästhetische nicht mit dem Formalen gleichsetzt. Die wichtigsten Schriften Jan Mukařovskýs erschienen 1948 in drei Bänden ("Kapitoly z české poetiky") und 1966 in dem Band "Studie z estetiky" (Studien aus der Ästhetik).