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Ohne Alkohol - Die beste Entscheidung meines Lebens

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Nathalie Stüben ist Anfang 30 und erfolgreich als Journalistin tätig, als sie sich eingestehen muss: Ich bin alkoholabhängig, so kann es nicht weitergehen. In Eigenregie macht sie einen Entzug, beginnt zu recherchieren und stößt auf eine Ungereimtheit nach der nächsten: Wieso unterscheiden wir zwischen Alkohol und Drogen? Wie kann ich abhängig sein, obwohl ich nicht jeden Tag trinke? Wieso muss ich mich als »Alkoholikerin« bezeichnen, wenn ich damit aufhöre? Und verbirgt sich hinter Abstinenz womöglich gar kein Verzicht?
Anhand ihrer eigenen Geschichte räumt die Autorin mit den größten Missverständnissen zum Thema Alkoholabhängigkeit auf. Mit ihrem frischen, unbestechlichen Blick gelingt es ihr begreiflich zu machen, was wir bisher nur ahnen: Das Problem grassiert in der Mitte unserer Gesellschaft.

Paperback

Published October 1, 2021

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Displaying 1 - 26 of 26 reviews
Profile Image for Jill.
126 reviews134 followers
September 11, 2025
das war gut :) viel Neues und hat bei mir im Kopf auf jeden Fall etwas angeregt!
Profile Image for ➸ Gwen de Sade.
1,226 reviews112 followers
November 17, 2022
Ich bin vor einiger Zeit auf Nathalie Stübens Youtube Kanal gestolpert und hängen geblieben. Selten so eine sympathische und einnehmende Person gesehen. HIER ist der Kanal, wenn es jemanden interessiert :).

Wie auch in diesem Buch, geht es auf ihrem Kanal um Alkohol. Grundsätzlich waren mir also weder die Themen, noch ihre Einstellung neu. So wusste ich zum Beispiel, dass sie ein eigenes 30 Tage Programm entwickelt hat, weil sie mit der Vorgehensweise der AA nicht ganz konform geht und, dass sie auch versucht ein bisschen die Vorstellung von Personen mit Alkoholproblem zu revidieren. In Buch wie auch Kanal kommen auch andere Betroffene zu Wort, es zeigt sich ein Bild, dass auch ich anders im Kopf hatte. Nämlich, dass auch hier wie so oft das Spektrum sehr breit ist und es nicht *den* Betroffenen gibt. Hier werden auch Menschen angesprochen, die nur ab und zu ein Glas Wein trinken, auch das kann, wenn gewisse Elemente hinzukommen, ein Problem sein.

Was auf ihrem Kanal nicht so eindeutig hervorkam war aber zB, wieso sie die AA als "veraltet" ansieht und sich nicht damit identifizieren konnte, plus allgemein sehr viel Wissenschaft und Studien zu der Thematik. Hier ein kleiner Disclaimer: Nathalie basht die AA nicht, sie betont sehr oft die Wichtigkeit und Daseinsberechtigung und wie vielen Menschen dadurch geholfen werden konnte, allerdings kommt die Institution auch aus einer Zeit, wo man vielleicht eine andere Vorstellung von Alkoholismus hatte als heutzutage. Die Autorin bemüht sich stets um eine wertfreie Betrachtungsweise und schafft auf diese Weise einen sehr wichtigen Safe Space.

Alles in allem ein sehr schönes, ehrliches und Buch, die Kombination aus Wissenschaft, autobiografischen Elementen und Betroffenen, die zu Wort kommen durften fand ich mehr als gelungen!
Profile Image for Shanoe.
1,942 reviews17 followers
April 2, 2023
Ich bin durch eine Freundin auf das Buch aufmerksam geworden, ohne ihre Rezension hätte ich es mir wahrscheinlich nicht näher angeschaut, was schade gewesen wäre. Ein sehr spannendes Buch zum Umgang mit Alkohl, Alkoholismus und Sucht. Besonders gut haben mir die Überlegungen dazu, wie stark Alkohl bei uns in die Kultur bzw. die Gesellschaft integriert ist, gefallen, dazu würde ich gern mehr lesen. Auch die Tatsache, dass man bei Alkoholsucht oft ein bestimmtes Bild im Kopf hat, fand ich durchaus augenöffnend, obwohl ich davor schon das Gefühl hatte, bei diesem Thema einen etwas anderen Zugang als die Mehrheit zu haben - und viele der Aussagen haben bestätigt, was ich bislang nicht so in Worte fassen konnte. Insgesamt gesehen gibts dafür von mir drei gute Sterne, zu manchen Themen hätte ich mir einfach ein bisschen mehr erhofft, aber trotzdem ein lesenswertes Buch.
Profile Image for Ira.
58 reviews21 followers
October 10, 2022
Als kürzlich jemand aus der engen Familie einer guten Freundin viel zu jung an den Folgen seines Alkoholismus gestorben ist, hat das bei mir Erinnerungen an meine eigene Familie, vor allen Dingen meine Eltern wach gerüttelt. Auch hier spielte Alkohol eine große und letztlich überwiegend negative Rolle. Auch ich habe jemanden viel zu früh an den Alkohol verloren. Das ist viele, viele Jahre her, aber erst jetzt, durch diesen frischen Trauerfall in meinem näheren Umfeld, erwachte in mir der Wunsch das Thema irgendwie endlich mal ein bisschen aufzuarbeiten. Besagte Freundin selbst empfahl mir daraufhin Nathalie Stübens Buch.
Viele Dinge waren mir bekannt. Nicht aus eigener Erfahrung, aber weil ich mit Menschen aufgewachsen bin, die abhängig waren, und an denen ich schon in früher Kindheit die Auswirkungen dieser Abhängigkeit auf das tägliche Leben beobachten konnte und leider auch mittragen musste. Aber ich habe auch viele Denkanstöße aus dem Buch mitnehmen können, über die ich so noch nie nachgedacht hatte. Am meisten hängen geblieben sind die Kapitel dazu, wie schwierig es ist Hilfe zu bekommen, wenn man noch nicht am Boden ist. Menschen, die merken, dass sie keine Kontrolle mehr über ihren Alkoholkonsum haben, die aber nach außen hin nicht dem Klischee von Alkoholabhängigen entsprechen (zitternde Hände, Aggressivität, ungepflegtes Äußeres, desaströses Arbeits- und Privatleben), werden oftmals nicht ernst genommen, wenn sie diesen Kontrollverlust vor sich selbst zugeben können und den Mut aufbringen, sich Hilfe zu suchen. "Na dann trinken Sie halt jedes Wochenende Ihre 2-3 Flaschen Wein, ist ja nichts dabei". Hilfe erst dann zu bekommen, wenn schon alles den Bach runter gegangen ist und die körperliche wie psychische Gesundheit in Trümmern liegt, ist laut Nathalie in etwa so als würde man Diabetikern erst Insulin zugänglich machen, wenn sie in ein diabetisches Koma gefallen sind. Oder als würde man Depressionen erst dann anerkennen und behandeln, wenn mindestens ein ernstzunehmender Suizidversuch vorliegt. Und ich habe festgestellt: es stimmt. Sogar ich, die ich mehrere AlkoholikerInnen in der eigenen Familie hatte, hätte das, was Nathalie aus ihrem eigenen Leben beschreibt vielleicht nicht auf Anhieb als Alkoholsucht definiert. Das ist, wie Nathalie zurecht feststellt, ein großes Problem in unserer Gesellschaft.
Für mich nehme ich aus diesem Buch mit, dass ich genauer hinsehen und mehr Offenheit und Verständnis aufbringen möchte. Es ist nicht an mir zu definieren, wann jemand ein Problem hat oder nicht - wenn Betroffene es so empfinden, dann ist es eines. Ich halte Nathalies Bericht für einen wirklich mutigen und inspirierenden Schritt.
Profile Image for Cailess_Books.
42 reviews1 follower
October 4, 2021
Was die Autorin geschaffen hat, grenzt für mich an ein persönliches Wunder. So einfach, so klar und so augenöffnend. Ein jeder sollte sich mit dieser Thematik befassen, um das - vor allem gesellschaftliche - Problem zu erkennen und beim Namen zu nennen. Danke für alles, liebe Nathalie!
Profile Image for Cheyenne Zorn.
32 reviews1 follower
February 26, 2025
schon vor dem lesen des buchs war mir bewusst wie normalisiert alkohol trinken ist und auch wie vielfältig eine sucht aussehen kann, aber das buch hat’s nochmal sehr anschaulich auf den punkt gebracht.
die geschichtlichen hintergründe waren mir neu und auch wie wenig raum frauen in der forschung zu dem thema haben.
egal, ob man trinkt oder nicht, sollte man gelesen haben. 4/5
Profile Image for Leah.
13 reviews
January 21, 2024
Sehr gutes Buch, allerdings hat man manchmal das Gefühl sie wiederholt sich
Profile Image for Hanni.
345 reviews2 followers
May 22, 2024
Dieses Buch ist einerseits Nathalie Stübens persönliche Geschichte mit Alkohol, wie sie sich damit auseinander gesetzt hat und schliesslich aus der Sucht gefunden hat. Es gibt interessante Einblicke darauf, ab wann man eigentlich als Alkoholiker gilt, über die anonymen Alkoholiker, die Werbebranche und lässt auch andere Menschen mit Alkoholproblemen zu Wort kommen. Natürlich ist auch etwas Eigenwerbung mit dabei, denn Nathalie hat einen Podcast und mittlerweile auch ein Programm, das Menschen mit Alkoholproblemen über die ersten Tage, Wochen und Monate des Abstinent seins unterstützt. Ich fand vor allem ihre Sichtweise und ihre Auseinandersetzung mit dem Thema sehr spannend.
Profile Image for mars.
47 reviews
February 17, 2025
Unterhaltsam, authentisch, erfrischend geschrieben. Interessantes und gutes Buch zum Thema Alkoholismus, egal ob man damit Probleme hat oder sich einfach dafür interessiert.
Profile Image for Claudia Mika.
83 reviews1 follower
December 10, 2022
Wenn wir an jemanden mit “Alkoholproblem” denken, welche Bilder entstehen da vor unseren Augen? Torkelnd durch die Gegend stolpern, regelmäßige Totalabstürze, um 9 Uhr das erste kleine Bier, zittrige Hände, aufgedunsenes Gesicht. Das sind die plakativen Extremfälle, die unser Bild von Alkoholmissbrauch prägen. “Ohne Alkohol - Die beste Entscheidung meines Lebens” ist ein sehr persönliches Buch, das mit dem Tabuthema Alkoholmissbrauch schon allein durch das Cover bricht: Stüben zeigt Gesicht und das nicht nur durch ein Portraitbild. In ihrem Buch thematisiert sie - natürlich - auch ihre eigene alkohol-lastige Vergangenheit, gibt aber auch viel wissenschaftlichen und historischen Input zum Thema Alkoholismus. So zeigt sie auf, warum in Deutschland die Trinkkultur so verankert ist, beschäftigt sich mit dem Image von Alkohol als Gesellschaftsdroge, taucht tief in das kontroverse Thema Anonyme Alkoholiker ein und widmet den Großteil ihres Buches eben nicht den Extremfällen, sondern vielmehr der alltäglichen Grauzone zwischen Genusstrinken und Abhängigkeit. Ein tolles und sehr authentisches Buch, mit einer gelungenen Mischung aus persönlicher Geschichte, Erfahrungsberichten Betroffener und Hintergrundinformationen. 
Profile Image for Teresa.
168 reviews10 followers
May 26, 2023
Interessant, sehr ehrlich und persönlich. Die Autorin gibt viele persönliche Eindrücke ihrer Alkoholabhängigkeit, und bettet alles in einen historischen und aktuellen Überblick des Alkoholkonsums/Abhängigkeit ein. Einige neue Einblicke, und im Gesamten ein gutes, lesenswertes Buch! Sich so zu öffnen und verletzlich zu machen, ist mit Sicherheit nicht einfach.
Trotz allem, wirkt ein Großteil des Buches wie eine Werbekampagne für ihr eigenes, kostenpflichtiges Abstinenz-Programm. Irgendwie hat mich das zwischenzeitlich etwas irritiert.
7 reviews
December 3, 2021
Ich habe etwas mehr von dem Buch erhofft, wahrscheinlich liegt es daran, das ich etwas anderes erwartet habe. Ich stellte es mir vor, dass es etwas wie „Your Brain on Porn“ von Gary Wilson mit vielen praktischen Tipps sein wird, weil man Ähnlichkeiten im Struktur der Bücher leicht erkennen kann (Briefe von Subscribers usw.). Allerdings ist das Buch eher eine Autobiographie, was aber die Mut von Nathalie und diese frische Art mit dem Thema umzugehen keinesfalls kleinreden soll.
1 review
October 24, 2021
Nathalie Stüben schreibt sehr persönlich, was der Alkohol ihr genommen und was er ihr nicht geben konnte. Und was das mit ihr und ihrem Leben machte. Als Leser litt und fühlte ich mit ihr und war teilweise fassungslos. Jede Geschichte, Anekdote und Erzählung von ihr macht mir klar, wie verführerisch, zerstörerisch, rauschhaft und perfide der Alkohol sein kann. In Nathalie Stübens Werk wird dabei deutlich, was und wieviel Alkohol verspricht und wie wenig er hält. Der Schreibstil ist super angenehm und frisch. Vor jedem Kapitel findet sich eine toll gemachte Zeichnung, die das Ganze auflockert und aufhellt.

Stüben räumt mit Vorurteilen zum Thema Alkohol auf und entlarvt weit verbreitete Irrtümer. Nathalie Stüben beschreibt dabei die Grauzone beim Alkoholkonsum. Das Spektrum beschreibt sie zwischen dem berühmten Glas Wein am Abend/ zum Essen und dem, der körperlich bereits abhängig ist und dessen Hände ohne Alkohol zittern und der alles ( Arbeit, Partner, Famile, Gesundheit, Würde) bereits verloren hat. Stüben stellt die Frage, welchen Platz der Alkohol in unserer Gesellschaft hat. Dabei lässt sie viele Menschen zu Wort kommen. Es wird klar. Der Alkohol ist mitten in der Gesellschaft und unter uns. Das Buch ist klug geschrieben und traut sich, genau hinzuschauen und präzise zu beschreiben. Was ist eigentlich normal und was akzeptieren wir als Status quo?

Stüben übersetzt komplexe Inhalte in verständliche Sätze udn Sprache. Sie filtert die Essenz aus unterschiedlichen Disziplinen, Anschauungen und setzt dabei den Kern des Kerns in kluge und nachvollziehbare Analyse. Nathalie Stüben macht dies ohne erhobenen Zeigefinger und Anspruch auf Deutungshoheit. Sie fragt und hinterfragt Meinungen, Glaubenssätze und wissenschaftliche oder historische Fakten, die wir in unser Kollektivverständnis und allgemeinen Wissensfundus aufgenommen haben. Dabei offenbart sie deren augenscheinliche Logikbrüche und manchen blinden Fleck. Ihre Schlüsse bauen Brücken und Stüben traut sich, Abstinenz neu zu denken, Altes zu hinterfragen und Dinge anders und durchaus neu zu sehen. Abstinenz bedeutet nicht Verzicht, es bedeutet Freiheit.

Nathalie Stüben forscht den Fragen nach: Ist Alkohol eine unheilbare Krankheit? Und wieviel persönliches Drama/Trauma braucht es, um in eine Alkoholabhängigkeit zu gelangen? Die überraschen und werden teilweise auf Widerhall stoßen. Sie bilden definitiv eine interessante Diskussionsgrundlage. Ihr Ansatz hat das Potential, das Bild und die Wahrnehmung von Alkohol in der Gesellschaft zu verändern.

Das Ende des Buches lautet „We‘ve only just begun“ und fühlt sich richtig an, es klingt wie ein verheißungsvolles Versprechen. Das Buch ist für mich das bisher beste deutschsprachige Buch zum Thema Abstinenz. Danke, Nathalie Stüben.
Profile Image for Christian Umami.
152 reviews1 follower
February 12, 2023
Ganz tolles Buch mit viel Inhalt, ich bin durch den YouTube Kanal darauf aufmerksam geworden.

Wichtig finde ich zu erwähnen, das der Kanal, der Podcast und auch das Buch sich an jene breite Masse richtig, die sich in der Grauzone von Alkoholismus bewegt. Jene die nicht jeden Tag trinken, aber auch nicht von loskommen, sei es aus Gewohnheit zu Trinken (Entspannung, Genuss) oder sozialen Aktivitäten, die das Forcieren und dadurch in eine Abhängigkeit, einen Teufelskreis, bzw. eine Abwärtsspirale geraten.

Erst beschreibt die Autorin ihren eigenen Leidensweg, mit all den schrecklichen Details und dann wie und wann Sie den Entschluss gefasst hat mit Alkohol aufzuhören. Man findet in dem Buch allerlei Wissen und Informatives rund um all die Nebenwirkungen von Alkohol (vor allem Mental), als auch Infos, wie man aus der Sucht herauskommt. Noch dazu sind etliche Kommentare von Teilnehmer/-innen und Gleichgesinnten dabei, was mir auch gut gefallen hat.

Die Autorin hat einen wunderbaren Schreibstil und man spürt richtig ihre positive Lebenshaltung, seit dem Entschluss und den Konsequenzen daraus.
Ich habe es ziemlich schnell durchgelesen und kann es daher nur empfehlen.
Profile Image for sarah ✨.
25 reviews
March 22, 2023
3.5
gutes buch mit inspirierender geschichte, die ich nathalie auf gar keinen fall in irgendeiner weise absprechen möchte. allerdings fehlte mir an der einen oder anderen stelle ein wenig das wie. sprich - wie kann man aufhören? was gibt es für hilfsmöglichkeiten? worauf kann/muss man sich gerade am anfang vielleicht einstellen? als selbst betroffene weiß ich, dass die meisten leute eben nicht “einfach mal so” mit dem trinken aufhören können, und dass nüchtern sein nicht automatisch die lösung aller probleme ist. wie gesagt - ich fand ihre geschichte inspirierend und freue mich für die autorin, dass sie ihren weg in dieser weise gefunden hat. allerdings war es für mich persönlich ein bisschen zu schwarz-weiß gedacht.
Profile Image for Rena.
17 reviews4 followers
May 12, 2022
Ich bin zufällig auf das Buch gestoßen und habe es in wenigen Tagen durchgelesen. Nathalie Stüben ist Journalistin und kann Geschichten erzählen - emotional packend und auch handwerklich super. Somit war ich von Beginn an sehr gefesselt von ihrem Weg und ihrem Geschehen und konnte mich mit einigen Gefühlen und Momenten identifizieren, obwohl ich wenig Alkohol trinke. Das Suchen nach dem eigenen Weg, Selbstzweifel und Abenteuer in den 20ern kenne ich auch zu gut, auch wenn es mir insgesamt viel besser ging als ihr. Und damit komme ich auch zu einer Reflexion: Im ersten Kapitel schildert sie eine Partynacht, die unter anderen Umständen und mit weniger Alkohol auch als schön und lustvoll empfunden werden könnte. In Nathalie Stübens Situation ist sie im Nachhinein aber eher herzzerreißend und schmerzhaft. Diese Ambivalenz und dass das von außen gleich aussehende Erlebnis ganz unterschiedlich erlebt werden kann, hat mich zum Nachdenken gebracht. Generell ist die Ehrlichkeit des Buchs ein riesiges Plus, wobei Nathalie Stüben sogar anmerkt, dass sie einige Geschichten oder krasse Erfahrungen rausgelassen hat. Die Erzählung steigt dennoch hinab in den Abgrund, den der Alkohol auftut. Der Weg zur Abstinenz nimmt dann verhältnismäßig wenig Raum ein, der Weg zur und durch die Sucht hingegen mehr. Auch gesellschaftskritisch und wissenschaftlich wird einiges beleuchtet, z.B. die Anonymen Alkoholiker, die Rolle der Droge Alkohol in Deutschland, etc. Ich habe das Buch als erzählendes Sachbuch sehr gern gelesen und hinterfrage seitdem auch noch stärker, wann bzw ob ich überhaupt etwas Alkoholisches trinken möchte. Große Empfehlung.
Profile Image for Laura.
65 reviews
December 7, 2022
So gut. So lehrreich & aus verschiedensten Ansätzen, sowie Perspektiven betrachtet. Dieses Buch gibt wirklich Hoffnung und bildet die Grundlage für Außenstehende Sucht zu verstehen, aber besonders fördert es Betroffene ihr Suchtproblem zu erkennen & selbst zu sezieren & akzeptieren. Für mich ein Must-Read um fundiert Alkohol & Sucht verstehen zu können.
Profile Image for Hannah.
19 reviews
March 25, 2023
Ein wichtiger Beitrag zum Thema Umgang der (deutschen) Gesellschaft mit Alkohol und eine spannende persönliche Geschichte. Ein gutes Buch, gerade weil es den Blick weg von den Extremen nimmt und ihn auf alle die richtet, die auch ein Alkoholproblem haben, wenn es ihnen und/oder großen Teilen der Gesellschaft (noch) nicht bewusst ist.
Profile Image for Sina.
201 reviews2 followers
December 7, 2023
Nathalie Stüben’s book „Ohne Alkohol: Die beste Entscheidung meines Lebens“ is about alcoholism, addiction and mental health and meant a lot to me. Reading her story was eye-opening, moving and emotional. I am so happy that she is able to help a lot of people with her insights. Well done. Four stars from me.
98 reviews1 follower
March 31, 2022
Hab ich nicht oft, dass ich mich so sehr mit der Autorin über ihren Lebenswandel freue.
Das Buch liest sich gut und schnell weg, fast schon schade, dass man es in zwei Stunden "durch-suchten" kann :-)
1 review
September 21, 2023
Unfassbar gut geschrieben wird hier Alkoholabhängigkeit thematisiert. Ein Thema das vor allem in Deutschland nach wie vor Tabu ist. Danke für dieses tolle Buch - es bestärkt mich nur darin weiterhin keinen Alkohol mehr zu trinken.
Profile Image for Finz.
70 reviews1 follower
January 4, 2022
my annual stop drinking book to increase my motivation for dry January , not the best i read so far .....
Profile Image for Lorenz Bung.
45 reviews1 follower
April 12, 2024
Ich trinke schon seit Jahren keinen Alkohol, obwohl ich nie selbst ein Problem damit hatte. Trotzdem (oder gerade deswegen?) war dieses Buch ein großer Augenöffner, durch den ich ein Gefühl davon bekommen konnte, wie Alkoholabhängigkeit sich äußert und was es mit einem macht. Abgesehen vom Inhalt ist dieses Buch sehr angenehm zu lesen und gut geschrieben.
Profile Image for Patrick Grebe.
3 reviews
August 8, 2024
Sehr gut geschriebenes Buch, welches einem nochmal klar macht, welche Rolle Alkohol teilweise in unserer Gesellschaft spielt, und welche katastrophalen Auswirkungen dieser teilweise hat.

Hat mich zumindest dazu gebracht, auch den eigenen Konsum einmal zu hinterfragen.
Displaying 1 - 26 of 26 reviews

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