Rolf Hochhuths Stück ist die szenische Untersuchung des moralisch ewig beunruhigenden Problems, ob ein einzelner seine politische Überzeugung zum Wohle der Gesellschaft auch mit einer verabscheuungswürdigen Tat durchsetzen darf. Dem Leser oder Zuschauer wird zugemutet, moralisch Stellung zu beziehen.
Hochhuth ist ein deutscher Dramatiker und ein maßgeblicher Anreger des Dokumentartheaters. Internationalen Erfolg erzielte er mit Der Stellvertreter. AEr setzt sich wiederholt mit der NS-Vergangenheit und aktuellen politischen und sozialen Fragestellungen auseinander. In einer Vielzahl Offener Briefe versuchte er seit den sechziger Jahren, Einfluss auf die Politik zu nehmen.
Hochhuth ist Mitglied des P.E.N.-Zentrums Deutschland, der Bayerischen Akademie der Schönen Künste in München (seit 1989) und der Freien Akademie der Künste Hamburg (seit 2004)und der Akademie der Künste in Berlin (seit 1986).