Jump to ratings and reviews
Rate this book

Raubtieraugen

Rate this book
Ein düsteres Schloss im Moor, ein grausames Geheimnis und ein Albtraum, aus dem es kein Erwachen gibt:
Gekonnt lässt Tobias Quast in seinem Horror-Thriller »Raubtieraugen« die anfängliche leise Beunruhigung zu wahrem Grauen anwachsen.

In London scheint der Münchner Julius am Ziel seiner Träume angekommen – doch dann steht er plötzlich ohne Job und ohne Wohnung da, und das ausgerechnet, als seine 6-jährige Tochter Emilia zu Besuch ist. Ein glücklicher Zufall beschert den beiden eine Einladung auf Wargrave Castle, den Familiensitz der Hardings in den North York Moors.
In dem düsteren Schloss verschwindet jedoch nicht nur Juliusʼ Handy spurlos und er hört Schritte, wo niemand ist: Die Hardings sind so begeistert von Emilia, dass Julius seine Tochter kaum noch zu Gesicht bekommt. Was dann geschieht, übersteigt selbst seine finstersten Albträume …

Der Horror-Thriller punktet nicht nur mit der unheimlichen Atmosphäre eines alten englischen Schlosses, in dessen zugigen Gemäuern sich mehr als ein Geheimnis verbirgt – er überrascht am Ende auch gekonnt mit einem echten Twist.

432 pages, Paperback

First published November 2, 2021

26 people want to read

About the author

Tobias Quast

4 books
Tobias Quast, aufgewachsen in Wuppertal, studierte Literatur- und Medienwissenschaft an der Universität Düsseldorf. Mehr als seine zahlreichen Jobs, etwa als Buchhändler, Journalist oder Übersetzer, prägte ihn, dass er mit einer Finnin verheiratet ist. Die Belustigung ihrer Familie zog er auf sich, als er aus Angst vor Bären nur noch singend durch den finnischen Wald joggte. Mit den Finnen teilt er die Liebe zu Lakritz, Kaffee und saunaolut – Saunabier. Seine Lieblingsstadt Helsinki ist ihm mittlerweile zur zweiten Heimat geworden.

Ratings & Reviews

What do you think?
Rate this book

Friends & Following

Create a free account to discover what your friends think of this book!

Community Reviews

5 stars
7 (12%)
4 stars
24 (43%)
3 stars
11 (20%)
2 stars
8 (14%)
1 star
5 (9%)
Displaying 1 - 13 of 13 reviews
Profile Image for Monika Schmidt.
76 reviews27 followers
January 13, 2022
4,5 Sterne
Eine spannende Geschichte wundervoll eingelesen von Maximilian Laprell.
Erinnerte mich stark an einen frühen Fitzek aber ohne dieses ständigen Wendungen. Raubtieraugen ist ein Gruseltriller nach meinem Geschmack. Ohne unrealistisch daher zu kommen, zieht Tobias Quast einen immer tiefer ins Geschehen und lässt einen nicht mehr los.
Ich will mehr von diesem Autoren :)
Profile Image for Marie-Theres.
338 reviews15 followers
November 9, 2023
Horrorthriller oder grausiges Buch?

Dieses angekündigte "schauerhafte" Buch, das angeblich ähnlichkeiten mit den Werken von Edgar Allen Poe haben soll, hat mir leider überhaupt nicht gefallen.

Kennt ihr diese Horror/Gruselfilme in denen die Figuren immer die dämlichsten Entscheidungen treffen und sich selbst in Gefahr bringen oder dabei sogar sterben?
Falls ja, dieses Buch ist 431 Seiten lang so.

Der Protagonist Julius ist dermaßen naiv und ohne Rückgrat, dass ich mich echt frage was da denn schief gelaufen ist.

Zudem nimmt dieses scheinbar alte Kinderlied in fast jedem Kapitel seinen Platz ein.... Was AUCH ÜBERHAUPT NICHT nervtötend war...

Als der Mond schien helle, kam ein Häslein schnelle, suchte sich sein Abendbrot; hu! Ein Jäger schoss mit Schrot. Traf nicht flinkes Häslein. Weh! Er sucht im Täschlein, ladet Blei und Pulver ein, Häschen soll es Todes sein.

Kann es jetzt schon selbst auswendig. 🥴

Die Story spielt immer abwechselnd im Jahr 2016 (London oder Wargrave Castle) und 1945 (München).

Wobei die Teile die 1945 spielen, eindeutig schauerhafter sind.



Für mich leider too much was die Zufälle und die Naivität des Protagonisten angeht.
Profile Image for maskedbookblogger.
443 reviews19 followers
November 2, 2021
Besonders jetzt wenn die Dunkelheit am Tag präsenter ist, Halloween stattfand und es kälter wird, wächst mein Interesse an Horror-Romanen sehr. Deswegen kam das Debüt „Raubtieraugen“ von Tobias Quast zum richtigen Zeitpunkt!

…. wenn das Leben wie aus dem Nichts den Bach runtergeht. Julius scheint überglücklich mit seinem Job in London zu sein. Doch plötzlich steht er ohne Job und ohne Wohnung dar. Als wäre dies nicht schlimm genug, soll Julius Tochter Emilia ihn besuchen kommen. Aber Julius hat Glück, da er eine Einladung auf das Wargrave Castle erhält, in dem die beiden Figuren für eine Zeit lang untertauchen können. Vor Ort passieren auf einmal komische Dinge – Julius Handy verschwindet und Julius nimmt nachts Schritte an Stellen wahr, wo eigentlich nichts sein sollte. Was danach passiert, passiert eigentlich nur in den schlimmsten Albträumen eines Menschen. Realität oder bildet sich Julius dies nur ein?

In das Buch bin ich mit keinerlei Schwierigkeiten eingestiegen, da mir der flüssige Schreibstil des Autors sowie die übersichtliche Darstellung der Handlung sowie der Figuren den Einstieg erleichtert hat. Hier merkte ich aber beim Lesen, dass mir der Einstieg sowie der Anfang der Handlung - bis so richtig Spannung aufkam - schon ein bisschen zu lang war. Hier fände ich es besser, wenn man den Einstieg ein bisschen kürzer gehalten hätte.

Dennoch kann ich sagen, dass nach dem etwas längerem Einstieg ein Spannungsfeuerwerk gezündet wird. Wenn man sich als Leser*In schon weiter in der Handlung sowie auf dem Handlungsort, dem Schloss, befindet, wird man durch eine sehr bedrohliche und dunkle Atmosphäre sowie unheimliche Figuren vor Ort gefesselt. Auch bedingt durch die Rückblicke in die Vergangenheit (anderer Handlungsstrang) wird die Handlung umso mehr mysteriöser. Man weiß als Leser nicht so richtig, was vor sich geht und folglich konnte mich das Buch gut unterhalten. Zudem setzt der Autor an den richtigen Stellen gute Wendungen ein, welche die Spannung positiv verstärkt haben. So waren auch die Ängste von Julius in meinen Augen authentisch durch den Autor dargestellt worden, sodass man mit ihm als Vater mitgefiebert hat. Am Ende des Buches entwirft der Autor ein spannendes Finale, welches mir im Ganzen ganz gut gefallen hat.

Fazit: Persönlich finde ich, dass der Autor mit seinem Debüt „Raubtieraugen“ einen gelungenen Horror-Thriller verfasst hat, in welchem ein bedrohliches Setting vorzufinden ist, welches besonders zu dieser Jahreszeit noch stärker zur Geltung kommt. Ich gebe dem Buch solide vier Sterne!
Profile Image for Anna-Lisa.
825 reviews75 followers
January 10, 2022
Abgebrochen - gar nicht meins. Erst eine brutal getötete Katze und dann diese Nazi Bezüge…sorry, aber das ist für mich nach wenigen Kapiteln einfach ein klares Nein, ich rege mich jetzt schon zu sehr drüber auf. Schade.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Tasha.
Author 8 books18 followers
November 3, 2021
„Raubtieraugen“ hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und ich hatte es innerhalb von zwei Tagen durch.
Ganz langsam nimmt das Grauen Einzug in den Alltag von Julius, dessen Leben in London eigentlich gerade wieder ganz gut läuft. Doch am gleichen Tag verliert er seinen Job und seine Freundin trennt sich von ihm. Zu allem Überfluss muss er auch noch eine grauenvolle Entdeckung in seinem Kühlschrank machen, die seinen Vermieter gegen ihn aufbringt. Langsam nimmt das Grauen Einzug in seinen Alltag und Julius gerät in einen Strudel, aus dem er sich nicht mehr befreien kann. Sein Lichtblick ist der Besuch seiner sechsjährigen Tochter Emilia und der Gedanke daran ist es, der ihn aufrecht hält.
In einer Bar begegnet er Philipp, der sich seine Geschichte anhört. Er und seine etwas egozentrische Mutter Agatha laden Julius über Weihnachten auf ihr Schloss ein. Julius lehnt dankend ab, aber als er direkt nach Emilias Ankunft ohne Dach über dem Kopf dasteht, bleibt ihm nichts anderes übrig, als doch noch auf das Angebot einzugehen.
Bereits auf der Autofahrt kommt es zu einem Zwischenfall, der Julius daran zweifeln lässt, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Dann scheint zunächst alles eine gute Wendung zu nehmen. Emilia ist begeistert von Wargrave Castle und wird von Agatha umschwärmt. Doch Julius verliert immer mehr den Boden unter den Füßen und die Kontrolle über die Situation. Ist Agatha nur freundlich oder versucht sie ihm Emilia wegzunehmen? Und zeigt Philipp wirklich sein wahres Gesicht?
Und dann beginnt ein Alptraum für Julius, der ihn in dunklere Gefilde führt, als er sich je hätte vorstellen können.
Parallel wird die Geschichte einer jungen Frau in Nachkriegsdeutschland erzählt, die immer wieder mit den grauenvollen und brutalen Taten eines Serienkillers konfrontiert wird. Gerade diese Passagen haben eine außerordentliche erzählerische Kraft und man fühlt tief mit der jungen Frau, die sich der Spirale aus Gewalt und Wahnsinn, in die sie geraten ist, nicht mehr entziehen kann.
Erst später kommt die grausame Erkenntnis, wie die beiden Erzählstränge miteinander verbunden sind.
Die Geschichte entfaltet einen unheimlichen Sog und man kann sich den immer neuen Wendungen nicht entziehen. Für mich ein gleichzeitig unheimliches wie faszinierendes Leseerlebnis, ähnlich wie ich es oft bei Stephen King oder den frühen Geschichten von Fitzek erlebt habe. Auch Anklänge von Edgar Allan Poe habe ich gemeint zu entdecken. So erinnert mich das schauderhafte abgelegene Schloss mitunter an mein geliebtes und gefürchtetes „House of Usher“.
Es sei noch einmal erwähnt, dass einige Szenen wirklich brutale Schilderungen haben, die zwar zum Werk passen, aber für Menschen, die so etwas ungern lesen vermutlich zu heftig sind. Manchmal geht es schon eher in Richtung Horror.
Ich muss sagen, dass ich so ein fesselndes Leseerlebnis, das einen einfach nicht mehr freigibt, schon seit einer ganzen Weile gesucht habe. Bei Harlan Coben und Lucy Foley wurde ich persönlich nicht fündig, aber „Raubtieraugen“ hat mich komplett überzeugt. Große Empfehlung für Thriller Fans!
Profile Image for Janine.
1,441 reviews20 followers
November 19, 2021
"In London scheint der Münchner Julius am Ziel seiner Träume angekommen – doch dann steht er plötzlich ohne Job und ohne Wohnung da, und das ausgerechnet, als seine 6-jährige Tochter Emilia zu Besuch ist. Ein glücklicher Zufall beschert den beiden eine Einladung auf Wargrave Castle, den Familiensitz der Hardings in den North York Moors.
In dem düsteren Schloss verschwindet jedoch nicht nur Juliusʼ Handy spurlos und er hört Schritte, wo niemand ist: Die Hardings sind so begeistert von Emilia, dass Julius seine Tochter kaum noch zu Gesicht bekommt. Was dann geschieht, übersteigt selbst seine finstersten Albträume …"

Erst einmal Hut ab für den mega tollen Schreibstil den Herrn Quast da abgeliefert hat. Da können einige bekannte deutsche Autoren sich defintiv eine Scheibe von abschneiden. Richtig gut geschrieben, das hat mich so positiv überrascht, weil ich es einfach nicht so erwartet hätte. Chapeau.

Herr Quast erschafft eine Atmosphäre, die schleichend düster wird und unter die Haut geht. Sehr gelungen.

Anfangs wird Julius vom Pech verfolgt und es wird detailliert beschrieben wie er mit dieser Situation umgeht, was jedoch nicht zu vielen des Guten ist. Parallel gibt es noch einen Handlungsstrang von 1945, den ich nicht richtig einordnen konnte inwiefern dieser mit der Gegenwart zu tun hat.

Es ist spannend und hat einige unheimliche Momente sowieso die eine oder andere blutige Szene.
Nicht zu übertrieben, sondern genau das richtige Maß, sodass die Geschichte authentisch bleibt. Auch hier können sich Einige eine Scheibe von abschneiden.

Julius war mir sehr sympathisch als Hauotprotagonist und ich finde, dass die Figur gut gelungen ist. Ich habe mit ihm gefühlt, mit ihm gefiebert und gehofft, dass alles gut gehen wird für ihn.
Ob die Geschichte gut enden wird, müsst ihr natürlich selbst herausfinden.

Leider habe ich auch einen Kritikpunkt. Das Ende!
Das ist einfach viel zu abrupt gewesen und rundet die Geschichte leider nicht richtig ab. Schade.
Auch die Auflösung zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart am Ende fand ich persönlich nicht so gut gelungen.

Dennoch insgesamt ein sehr gelungenes Debüt mit einem sehr guten Schreibstil, anhaltender Spannung und gelungener Atmosphäre. Für mich persönlich das beste Buch eines deutschen Autoren in diesem Jahr.
Leseempfehlung? Defintiv

4,5 von 5 Ottis 🦦🦦🦦🦦
Profile Image for Britsbookworld.
244 reviews13 followers
December 27, 2021
3 Sterne... weil das Buch dann ab Seite 200 ca wirklich Fahrt aufnimmt und auch die versprochene Spannung liefert. Geschrieben war es super, am Schreibstil lag es nicht. Jedoch konnte ich mit dem Protagonisten Julius nicht warm werden. Für mich war er sehr naiv... wenn so viele Dinge im Leben auf einmal geschehen, würde man damit anders umgehen.

Es dauert auch zu lange, bis Julius und seine Tochter endlich mal auf dem Anwesen ankommen. Die Story war hier zu konstruiert.

Der zweite parallele Handlungsstrang hat mein Interesse sogar mehr geweckt, als die Geschichte im Jahr 2016.

Ps: hier nur lesen, wer das Buch schon kennt. Wenn jemandem der kleine Zeh abgeschnitten wird. Dieser aber einen Druckverband erhält blutet man schon sehr schnell nicht mehr. Auch wenn die Wunde aufgeht blutet man nicht wie ein Schwein auf der Schlachtbank
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Marcel Haußmann.
768 reviews36 followers
November 22, 2021
Mit "Abtrünniges Blut" konnte mich Tobias Quast schon vor rund 3 Jahren richtig begeistern, nun war ich gespannt, ob er das mit Raubtieraugen auch schafft. Die Story klingt schon mal richtig gut:

Der Münchner Julius lebt und arbeitet in London und genießt sein Leben dort. Alles läuft gut für ihn, bis sich die negativen Ereignisse in Julius Leben häufen: Seine Freundin trennt sich von ihm, er verliert seinen Job und muss wahrscheinlich nach Deutschland zurück und er hat auf einmal das unheimliche Gefühl, beobachtet zu werden. Als er dann die Katze seines Vermieters tot und blutüberströmt in seinem Kühlschrank findet, verliert er auch noch die Wohnung. Und das gerade jetzt, da seine Tochter zu Besuch kommen soll. Da kommt die unverhoffte Hilfe der wohlhabenden Hardings wie gerufen. Sie laden Julius und seine Tochter nach Wargrave Castle ein. Doch die Hardings sind nicht so selbstlos, wie es zunächst scheint, und auf dem geheimnisvollen Schloss wartet das Grauen...

Tobias Quast hat sich ein interessantes Konzept für seinen Thriller ausgedacht, zum einen findet die Handlung auf zwei Zeitebenen statt, die beide im schockierenden Finale zusammenlaufen. Zum anderen befinden wir uns anfangs in London, wo noch alles relativ normal ist, bevor der Autor uns in das äußerst skurrile Wargrave Castle schickt, ein riesiges altes Herrenhaus. Hier gelingt es Tobias Quast ein ganz besonders Setting zu erschaffen, das sowohl dem Leser als auch dem Protagonisten Julius Schauer über den Rücken jagt.

Die Charaktere sind alle interessant angelegt und toll charakterisiert. Mit dem Protagonisten Julius bin ich direkt warm geworden und konnte mich gut in seine Situation hineinversetzten. Er scheint vom Pech verfolgt zu sein, versucht aber trotzdem das beste aus seiner Situation zu machen, gerade was auch seine Tochter betrifft. Auch das Mutter-Sohn Gespann, die Hardings, waren richtig cool geschrieben, da man sich die ganze Zeit fragt, was es mit den beiden auf sich hat. Mehr möchte ich dazu gar nicht sagen, das lest ihr dann, wenn ich euch nach Wargrave Castle begebt :)

Wie schon bei "Abtrünniges Blut" fand ich auch diesmal den Schreibstil von Tobias Quast wieder hervorragend. Schon nach den ersten Seiten möchte man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Sehr atmosphärisch lässt er die Spannung langsam immer weiter ansteigen und sehr subtil schleicht sich der Horror in die Geschichte ein. Besonders die Ereignisse auf Wargrave Castle haben es in sich und konnten mich überzeugen. Probleme hatte ich Anfangs mit den Rückblicken in die Vergangenheit, doch nach kurzer Zeit hab ich mich auch dort zurechtgefunden und am Ende stellt man fest wie gut die beiden Geschichten zusammenspielen.

Mit Raubtieraugen ist Tobias Quast ein atmosphärisch dichter Thriller gelungen, der mit einer ausgeklügelten Geschichte aufwartet. Der Schreibstil ist packend und lässt einen nicht mehr los, da man wissen möchte, was zum Teufel auf Wargrave Castle abgeht. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und ich hoffe auf weitere spannende Geschichten von diesem genialen Autor.

4,5 von 5 Sternen
Profile Image for Susi Aly.
778 reviews8 followers
November 7, 2021
Als ich „Raubtieraugen“ von Tobias Quast das erste Mal gesehen habe, war es Liebe auf den ersten Blick und ich musste es unbedingt lesen.
Doch seid gewarnt: Dieses Buch hält, was es verspricht. Unfassbar spannend, gruselig, nervenaufreibend und absolut atmosphärisch.
Definitiv nichts für schwache Nerven.
Eigentlich die perfekte Lektüre zu Halloween.
Sein Schreibstil ist fesselnd, bildgewaltig und absolut mitreißend.
Ein Buch das zwar zunächst mit sehr vielen mystischen Elementen punktet, bei dem das eigentliche Grauen aber stetig durchsickert.
Hervorheben muss ich wirklich die Charaktere.
Auch wenn man tatsächlich die meiste Bindung zu Julius und einer namenlosen Frau aufbaut. Aufgrund dessen weil man von beiden die Perspektive erfährt, was ihnen gleichzeitig sehr viel Tiefe und Intensität verleiht.
Julius hat mir unglaublich gut gefallen. Er ist herrlich normal und scheint das Pech förmlich anzuziehen. Aber ich mochte seine ganze Art einfach total gern. Auch wenn er ziemlich gutgläubig und naiv handelt.
Was wohl mit an seiner Verzweiflung und Hilflosigkeit liegt. Denn es ist schon heftig ,was ihm in so kurzer Zeit widerfährt. Das dies nicht normal sein kann, liegt quasi auf der Hand. Hinnehmen muss man es trotzdem.
Ertragbar ist das nicht mal ansatzweise.
Da konnte ich unglaublich gut nachvollziehen, dass er quasi den letzten vorhandenen Strohhalm ergriffen hat.
Die namenlose Frau dagegen übte auf mich einen unglaublichen Sog aus. Ich mochte sie, ich litt mit ihr und gleichzeitig spürte ich, wie der Wahnsinn immer mehr Besitz von ihr ergriff und aus ihr heraus sickerte.
Doch ist es tatsächlich der Wahnsinn, der aus ihr spricht?
Auch die Nebencharaktere waren absolut authentisch und einfach sehr gut gezeichnet, ich konnte sie wahnsinnig gut greifen und ihre Lebendigkeit spüren.
Überrascht war ich wirklich, dass die Geschichte auf zwei Zeitebenen spielte, was ich richtig genial und interessant empfand.
Es spielte 1945 in München und 2016 in London. Es sind immer abwechselnd erzählte Handlungsstränge.
Dadurch das es oft am Ende einen Cliffhanger gibt, ist es extrem gut aufgebaut.
Dazu das Setting rund um das geheimnisvolle Anwesen, das recht düster und mystisch wirkt. Als wäre es von einer anderen Welt. So bisschen hat mich das Ganze an die Edgar Wallace Filme erinnert. Der Autor versteht es gekonnt das Setting mit sehr bildhaften Details zu versehen, was gleichermaßen beklemmend und beängstigend ist.
Weil wirklich stetig das Grauen durch die Adern kroch, du aber keine Ahnung hast, woher das kommt. Zudem stieg die nervliche Anspannung stetig.
Recht früh hatte ich schon eine kleine Vermutung, womit ich aber komplett daneben lag.
Denn irgendwie mussten ja die beiden Handlungsstränge zusammenfinden ,da blieb nicht allzu viel Spielraum.
Mich haben beide Zeitebenen gleichermaßen begeistert. Weil sie nicht nur sehr mystisch und nervenaufreibend waren, sondern weil es mich auch emotional total gepackt hat.
Tobias Quast schildert die Empfindungen so intensiv, dass ich das Gefühl hatte, es selbst zu erleben.
Auch auf die Geschehnisse in der Gegenwart konnte ich mir absolut keinen Reim machen.
Ich wusste, da stimmt etwas ganz gewaltig nicht, aber ich wusste nicht, warum.
Es gab einfach nichts, woran ich mich festhalten hätte können.
Besonders psychologisch gesehen, ist die Story unglaublich gut ausgearbeitet.
Denn allein die Hintergrundgeschichte ist wirklich sehr bewegend und sid hat mich eigentlich ununterbrochen beschäftigt.
Er schürt die Angst vor dem, was man nicht sieht.
Er schafft Monster, die dich jederzeit attackieren können.
Sie haben Macht über dich, ohne das du dir dessen bewusst bist.
Angst Vor dem Wahnsinn, den menschlichen Abgründen und man fühlt sich gleichzeitig so hilflos und jeglicher Hoffnung beraubt.
Denn wer würde dir glauben, wenn du es selbst nicht tust?
Wenn du selbst nicht zwischen Realität und Wahn unterscheiden kannst.
Wenn du schlichtweg an dir selbst zweifelst.
Denn dieser Wahn lässt dich nicht aus seinen Fängen. Es giert förmlich nach dir und fordert Opfer. Und irgendwann hast du einfach keine Kraft mehr, diesem etwas entgegenzusetzen.
Aber nicht nur psychologisch gesehen passiert hier eine ganze Menge.
Auch die Brutalität wird mit wundervollen Details versehen. Was mir unglaublich gut gefallen hat, mich aber gleichzeitig unsagbar erschüttert hat.
Die Auflösung hätte ich tatsächlich niemals kommen sehen.
Denn die losen Fäden finden zusammen und ergeben ein schlüssiges Bild.
Tobias Quast hat es wunderbar miteinander verknüpft ,sowohl Tragik als auch Dramatik wunderbar mit eingewoben.
Der Grundkern ist unglaublich gut und hat mich merklich mit den Monstern sympathisieren lassen. Denn was diesem zugrunde liegt ist unmenschlich und grausam, dass man automatisch unsagbar mitfühlt.
Das Ende war absolut gigantisch. Ich wusste nicht ob ich lachen oder weinen sollte. So richtig schön makaber, wurde damit definitiv mein Nerv getroffen. Ein Twist, wie ernicht besser hätte vollzogen werden können.
Er hat hier nicht nur einen Horrorthriller de Luxe geschaffen. Er zeigt vor allem, das kein Erlebnis spurlos an dir vorübergeht. Aber er zeigt dir trotzdem ganz klar, das trotz der Narben die du in dir trägst, du selbst deinen eigenen Weg bestimmen kannst.
Wohin dieser führt, liegt allein in deiner Hand.
Einfach eine Story die von vorn bis hinten sehr gut durchdacht und ausgearbeitet wurde und definitiv nachhallt.
Der Stoff aus dem Alpträume gemacht sind.

Fazit:
Mit „Raubtieraugen“ hat Tobias Quast einen absoluten Pageturner zu Papier gebracht.
Mystisch, gruselig und wahnsinnig genial.
Was für ein Wortspiel.
Denn diesem Horrorthriller kriecht der Wahnsinn aus allen Poren.
Ein vielschichtiger Roman, der sich auf zwei Zeitebenen abspielt und einen wahren Sog auslöst.
Nichts für schwache Nerven.
Weil es nicht nur psychologisch gesehen extrem an die Nieren geht.
Ich bin einfach nur unfassbar begeistert, definitiv ein absolutes Highlight.
Profile Image for Bella.
268 reviews3 followers
January 2, 2022
Wow. Lange habe ich überlegt wie die beiden Handlungsstränge zusammen passen könnten aber auf die Idee bin ich nicht gekommen.
Auch mache ich mir gern ein Spaß daraus ziemlich schnell zu wissen wer der Mörder ist auch das habe ich hier mit keiner Faser fühlen können.
Das Weihnachtliche Setting mit dem alten Schloss und dem vielen Schnee war hervorragend gewählt. Die kleine aber ausreichende Anzahl an Protagonisten hat mich an den Kindle gefesselt.
Ich denke hier habe ich nicht nur ein Jahreshighlight sondern auch einen neuen Autobye Lieblingsautoren gefunden.

Danke an die rezis hier auf Goodreads denn ja auch mich erinnert es an einen frühen Fitzek.
Profile Image for Stella Delaney.
Author 9 books7 followers
December 24, 2021
Passend zur Jahreszeit (im Buch wird Weihnachten gefeiert).
Erinnert an klassische Gruselromane wie "House of Usher" und "Castle of Otranto", liest sich auch über lange Strecken sehr spannend.

Allerdings wäre das Pacing einer meiner Kritikpunkte: irgendwann wirkt die Geschichte etwas sehr in die Länge gezogen. Daneben wiederholen sich einige Ausdrücke mehrfach und z.T. wortwörtlich (z.B. das Schloss als Lebewesen mit Staub statt Blut in den Adern), was auch wieder eine "Verlängerung" wirkt.

Wer allerdings klassische düstere Geschichten mag, findet hier gute Unterhaltung.

Displaying 1 - 13 of 13 reviews

Can't find what you're looking for?

Get help and learn more about the design.