Dieses Buch ist im Grunde genommen ein Action Film. In der ersten Szene bringt ein Profi-Killer eine Reporterin um, von der seine Auftraggeber vermuteten, dass sie belastende Akten zu etwas namens Cross hatte. Er und seine Crew versuchen diese Mord zu vertuschen, indem sie ihn dem Liebhaber der Reporterin, einem US Senator in die Schuhe schieben. Gleichzeitig hat die Crew eine andere Frau, die als Finanzvorstand einer bedeutenden Firma arbeitete ebenfalls getötet und diesen Mord als Tat eines Serienmörders kaschiert.
Unser Held, McRyan, der Teil einer Cop-Familie ist und außerdem sein Anwaltsstudium summa cum laude abgeschlossen hat, bevor er sich nach dem Tod seiner Cousins im Dienst entschloss, doch Polizist zu werden, wird auf den Fall angesetzt.
Das Buch schildert die Ereignisse abwechselnd auf Sicht von McRyan wie er der Verschwörung immer näher kommt und der Crew, die immer weiter mordet, um dies zu verhindern. Dabei wird überdeutlich, dass der Autor einen Kinofilm vor Augen hatte, denn einige Szenen bieten sogar schnelle Wechsel zwischen den Parteien, um die Action zu steigern.
Da es ein Action-Film ist, muss man auch über einige Lächerlichkeiten hinwegsehen. Die Wunderwaffe Bildbearbeitung hat wieder ihren Auftritt, wobei ich da ehrlich gesagt schon schlimmeres gesehen habe.
Eine Sache, die aber definitiv erwähnen muss, ist die Sache mit dem Serienkiller. Unabhängig davon wie intelligent es ist als Trittbrettfahrer eines Serienkillers aufzutreten, insbesondre wenn das Opfer so gar nicht in das Täterprofil passen möchte, gab es eine Sache, die mich wirklich störte. Als die Polizei dank McRyans Bemühungen kurz davor ist, den Serienkiller zu fassen, beschließt die Crew ihn zu töten, um zu verschleiern, dass das eine Opfer nicht von ihm ist. Wiederum stellt sich die Frage, warum die Möglichkeit, dass der Täter gefasst wird, nicht vorher bedacht wurde. Zuerst will die Crew ihn in einer öffentlichen Toilette töten. Da aber einer der Polizisten zufällig hinein kommt, weil er diesen Ort selbst aufsuchen muss, müssen sie den Abschlag abbrechen. Stattdessen bringen sie ihn dann Tage später auf dem Weg zum Gericht mit einem Scharfschützen um. Warum die Crew nicht einfach am nächsten Tag es noch einmal in der Toilette probiert hat? Wahrscheinlich weil das nicht so spannend ist.
Wie gesagt: das Buch ist ein Action-Film. Sehr unterhaltsam, aber man sollte das Ganze teilweise nicht so genau hinterfragen. Natürlich müssen die „Bösen“ Fehler machen, damit unser Held sie fangen kann. Aber gegen Ende waren diese Fehler teilweise schon sehr ungeschickt. Nicht etwas, was man von Profis erwartet.