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Ministry of Souls #2

Ministry of Souls - Die Schattenarmee

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London, 1850: Unbemerkt von der Öffentlichkeit sorgt das Ministry of Souls dafür, die Seelen Verstorbener in die Zwischenwelt zu befördern. Der Soulman Jack und die arabische Prinzessin Naima sind dem mysteriösen Schattenspieler auf der Spur ― einem Wesen, das zwischen den Welten wechseln kann und Jack mit einem Fluch belegt, der dafür sorgt, dass er immer mehr an Kraft verliert und so durchscheinend wird wie Glas. Ihnen bleibt wenig Zeit, um nicht nur den Fluch zu brechen, sondern auch die finsteren Pläne des Schattenspielers zu durchkreuzen.

371 pages, Kindle Edition

Published September 30, 2021

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About the author

Akram El-Bahay

26 books36 followers
Akram El-Bahay, geboren 1976, hat seine Leidenschaft, das Schreiben, zum Beruf gemacht: Er arbeitet als Journalist und Autor. Als Kind eines ägyptischen Vaters und einer deutschen Mutter ist er mit Einflüssen aus zwei Kulturkreisen aufgewachsen. Dies spiegelt sich auch in seinen Romanen wider: klassische Fantasy-Geschichten um Drachen und Magie, die ebenso sehr an den "Herrn der Ringe" wie an orientalische Märchen erinnern. Mit seinem ersten Roman "Flammenwüste" war er für mehrere Preise nominiert, er gewann den Seraph Literaturpreis als bestes Fantasy-Debüt des Jahres.

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Akram El-Bahay, born 1976, has made his passion, writing, his profession: he works as a journalist and author. As the child of an Egyptian father and a German mother, he grew up with influences from two cultures. This is also reflected in his novels: classic fantasy stories about dragons and magic that are as much reminiscent of the "Lord of the Rings" as they are of oriental fairy tales. He was nominated for several prizes with his first novel "Flammenwüste", winning the Seraph Literature Prize for best fantasy debut of the year.

Translated with www.DeepL.com/Translator (free version)

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Displaying 1 - 21 of 21 reviews
Profile Image for black-eyes-black.
261 reviews8 followers
October 14, 2021
Ich habe aus der Feder von Akram El- Bahay schon einige Fantasy- Bücher und auch Kinderbücher gelesen, welche mir allesamt gut gefallen haben. Daher war es naheliegend, dass ich auch „Die Schattenarmee – Ministry of Souls“ gelesen habe. Dies ist die Fortsetzung zum Vorgänger „Das Schattentor“ und damit auch der Abschlussband der Dilogie. Meiner Meinung nach ist es für ein besseres Verständnis sinnvoll, dass man bereits den Vorgänger gelesen hat. Damit steigert man das Lesevergnügen enorm.

Klappentext:
London, 1850: Unbemerkt von der Öffentlichkeit sorgt das Ministry of Souls dafür, die Seelen Verstorbener in die Zwischenwelt zu befördern. Der Soulman Jack und die arabische Prinzessin Naima sind dem mysteriösen Schattenspieler auf der Spur — einem Wesen, das zwischen den Welten wechseln kann und Jack mit einem Fluch belegt, der dafür sorgt, dass er immer mehr an Kraft verliert und so durchscheinend wird wie Glas. Ihnen bleibt wenig Zeit, um nicht nur den Fluch zu brechen, sondern auch die finsteren Pläne des Schattenspielers zu durchkreuzen.

Bereits der erste Band „Das Schattentor“ konnte mich gut unterhalten, auch wenn ich ein paar kleine Kritikpunkte hatte. Daher war ich sehr auf die Weiterführung der Story gespannt. Voller Vorfreude auf ein Wiedersehen der Charaktere habe ich mich in ein weiteres Abenteuer mit ihnen gestürzt.
Wie ich es bereits aus anderen Werken von Akram El- Bahay gewohnt war, war auch dieses Mal der Schreibstil wieder sehr angenehm. Er schreibt sehr bildhaft, sodass gekonnt Bilder vor dem geistigen Auge entstehen. Auch wird dabei eine dichte Atmosphäre aufgebaut, man hat als Leser das Gefühl Teil der Geschichte zu sein. Man ist dabei mitten im Geschehen, ist an der Seite der Charaktere und fiebert dem weiteren Verlauf der Handlung entgegen.
Natürlich trifft man im zweiten Band die Protagonisten aus dem vorherigen Buch wieder. Dabei steht auch dieses Mal der Soulman Jack im Zentrum, an seiner Seite ist die arabische Prinzessin Naima und der Geisterkater Oz. Im ersten Band habe ich die passive Art von Jack bemängelt. In „Die Schattenarmee“ ist Jack aktiver – er beteiligt sich aktiv am Geschehen und lenkt dieses. Auch trifft er nun eigene Entscheidungen und bedenkt dabei auch mal die Konsequenzen. Mir hat er in diesem Werk bedeutend besser gefallen. Aber auch Naima nimmt sehr aktiv an der Handlung teil. Sie ist sehr eigenständig, tough und erfüllt hierbei nicht die typischen Klischees, wenn man den Titel Prinzessin hört. Mein persönlicher Lieblingscharakter ist jedoch Oz, der Geisterkater. Dieser lockert mit seinen coolen Sprüchen oftmals die Situation auf oder hebt die Stimmung mit diesen. Oftmals rettet er mit seinen Zaubersprüchen die Lage und hilft hierbei seinen Freunden. Ich mochte einfach seine lockere Art und wie er die Situationen angeht.
Gelungen fand ich in diesem Buch auch die Darstellung vom Gegenpart. Dieser ist ein mächtiger Ifrit, welcher mit Hilfe einer Schattenarmee Rache nehmen will. Im Verlauf der Story bekommt man einen tieferen Einblick in seine Vergangenheit und Entstehungsgeschichte. Man kann zwar seine Beweggründe besser verstehen, jedoch wird er dadurch nicht unbedingt sympathischer.
Auch hat mir der Mix aus viktorianischem England und orientalischem Setting gefallen. Im zweiten Band der Reihe werden wir in die Heimat von Prinzessin Naima entführt und lernen diese Gegend besser kennen. Der Wechsel der Lokalitäten hat mir gut gefallen und dadurch hat man einen vielseitigeren Einblick in die Kultur dort bekommen.
Schade fand ich, dass die Nebencharaktere doch recht blass bleiben. Auch der Bruder von Naima wird nur wenig beleuchtet, obwohl er für den Verlauf der Story doch eine wichtige Rolle spielt.
Auch den Showdown fand ich nicht hundertprozentig gelungen. Mir persönlich war dies ein bisschen zu viel hin und her. Aber dies ist Geschmackssache.

Insgesamt hat mich der Autor Akram El- Bahay mit „Die Schattenarmee – Ministry of Souls“ gut unterhalten. Mit Spannung habe ich die Handlung verfolgt und mit den Protagonisten mitgefiebert. Auf Grund ein paar kleiner Kritikpunkte möchte ich insgesamt 4 Sterne vergeben.
Profile Image for Mietze's.
388 reviews7 followers
October 25, 2021
Im London des Jahres 1850 sind der Soulman Jack und die orientalische Prinzessin Naima noch immer auf der Flucht vor dem mysteriösen Schattenspieler, der Angst und Schrecken sowohl in der Zwischenwelt der Geister als auch in der Welt der Lebenden verbreitet. Und ihnen läuft die Zeit davon. Nicht nur Jacks Leben hängt davon ab, ob sie die finsteren Pläne des magischen Wesens durchkreuzen können - auch die moderne Welt und die Seelen der Verstorbenen zählen auf die Hilfe des Trios rund um Jack...

Die Geschichte schließt nahtlos an die Ereignisse des Auftakts an und vor allem Naima und Oz sind zunächst in der Pflicht sich um den Lauf der Dinge zu kümmern. Ich mag vor allem Oz super gerne und habe mich auch über jede Passage aus seiner Sicht gefreut. Generell fand ich es super, in diesem Band die diversen Wechsel der Erzählsicht zu haben, ohne dass diese überhandgenommen haben. Verschiedene Situationen brauchen für mich auch einfach immer andere Erzähler um ein gutes Gesamtbild als Leser zu bekommen.
Im zweiten Band (dem Abschluss?) spielt die Geschichte zu meiner Freude zum großen Teil außerhalb von London und das hat mir von der Atmosphäre besonders gut gefallen. Wohin es geht? Das verrate ich euch hier natürlich nicht. Aber es wird insgesamt noch rasanter als im ersten Teil und es gibt jede Menge Action und wird stellenweise richtig gefährlich. Dabei decken sie das unglaubliche Geheimnis des Schattenspielers auf, bekommen tierische Hilfe im Kampf gegen das Böse und müssen alle Verbündete an ihre Seite rufen, um im letzten Kampf gegen die dunkle Macht bestehen zu können. Freut euch auf die volle Ladung orientalischer Magie!
Ein sehr gelungener 2. Band und nach dem Ende vermutlich auch der Abschluss der Reihe. Magisch, geisterhaft und vor allem voller Katzen. Perfekte Mischung oder? Ich habe Jack, Naima, Oz und viele andere Charaktere in mein Herz geschlossen und mochte die Geschichte rund um das Ministerium und die Soulmen wirklich sehr gerne ♥

Für mich ein gelungener Abschluss einer orientalisch-magischen Geschichte, in der es passend zur Jahreszeit vor Geistern nur so wimmelt. Von der Atmosphäre nicht ganz so düster wie der erste Band, dafür ein neuer toller Schauplatz in der Welt des 19. Jahrhunderts und wieder jede Menge Katzen. Der Soulman Jack, die Prinzessin Naima und der Archivar Oz müssen nochmal alles geben um die Welt vor der Armee der Geister zu schützen. Empfehlung für alle Liebhaber von orientalischen und historisch angehauchten Fantasygeschichten - und natürlich Katzenliebhabern ;=)

Schaut vorbei: https://cat-buecher-welt.blogspot.com...
Profile Image for JuliesBookhismus.
1,187 reviews
November 2, 2021
Besser als Band eins
Der zweite Teil der Ministry of Souls geht nahtlos weiter, wo Band 1 aufgehört hat. Diesmal sind mir die Charaktere allerdings wesentlich sympathischer, was vermutlich daran lag, dass ich auf das Hörbuch zurückgegriffen habe und der Sprecher das richtig gut gemacht hat.
Dennoch hat mich die Geschichte nicht überzeugt. Mir hat das alles zu lange gedauert und irgendwie war auch so viel Verwirrung in der Story. Am besten hat mir nach wie vor Oz gefallen. Ich will auch so einen Kater, der zaubern und sprechen kann.
Es ist dennoch ein gutes Buch und die Ausarbeitung der Details und der verschiedenen Völker finde ich bewundernswert. Ob dabei historische Ereignisse eingearbeitet wurden, kann ich allerdings nicht sagen, denn so viele waren es ja in Band zwei nicht. Wer allerdings auf die Zeit um Königin Victoria und deren England steht, sowie die arabische Seite dieser Zeit, wird hier gut bedient.
Geister sind nach wie vor interessant und auch dieses Ministerium ist sehr faszinierend. Vielleicht gibt es irgendwann ja noch eine Urban Fantasy zu dem Thema, wo die Ereignisse von „damals“ aufgegriffen werden. Das würde mich jedenfalls sehr freuen.
Profile Image for Linda in Utopia.
310 reviews9 followers
February 18, 2022
dnf.

nein nein nein. Ich lese einfach keine Bücher mehr weiter, die mich in 100 Seiten nicht abholen. Thats a rule. Und hier war es genauso. Ich habe sogar über 200 Seiten gelesen, aber einfach gemerkt, wie ich anfange Seiten zu skippen und dann irgendwann nicht mehr weiter geblättert habe, weil es mich einfach nicht interessierte, was noch passiert.

Nicht mal der kleine Oz konnte mich dabei behalten.
Das Pacing geht hier wie aus Band 1 weiter und es nervt mich noch viel mehr.
Jacks und Naimas Beziehung ist allenfalls weird und ich habe nach wie vor nicht gespürt, dass da was echtes zwischen den beiden ist. Es war einfach irgendwie so... erzwungen.

Was so in der Zwischenwelt passiert, war zwar teilweise mit interessanten twists gespickt, aber hat für mich auch nicht gereicht um dabei zu bleiben.

An sich eine tolle Duologie, vielleicht hätte sie mir vor 10 Jahren mehr Spaß gemacht, ich weiss auch nicht. Es war einfach nichts für mich. Zu schnell, zu viel rum-erklären und zu wenig Tiefgang.
Profile Image for helens_buchuniversum.
87 reviews1 follower
October 5, 2021
Das Cover finde ich wieder sehr schön und passend zum ersten Band gestaltet, das ist mir immer wichtig und wird hier gut aufgegriffen.

Die Geschichte von Naima, Jack und Oz wird nahtlos aus dem ersten Band weitergeführt. Glücklicherweise kommt man durch eine geschickt gestaltete Zusammenfassung wieder sehr gut in die Handlung rein. Die Sprache ist wie immer sehr bildreich und macht es der Fantasie einfach. Es war toll, den altbekannten Charakteren wieder zu begegnen und gerade Oz bringt einfach Schwung in die Geschichte, die mich dieses Mal aber leider nicht so sehr fesseln konnte. Allgemein kam es mir etwas langatmig vor, die Handlung konnte mich einfach nicht mitnehmen. Außerdem kamen ziemlich viele Wiederholungen vor, in denen dauernd der Kater getreten wird oder ein unechtes Miau zu hören war, das fand ich etwas übertrieben. Trotzdem ist insgesamt irgendwie so viel passiert, dass es mir schwer gefallen ist, den Überblick zu behalten.
Was mir hingegen sehr gut gefallen hat ist, dass wir in diesem Band Naimas Heimat näher kennenlernen und einiges an Zeit dort verbringen. Das hat etwas Abwechslung reingebracht und war schön zu lesen. Die zeitliche Recherche scheint sehr umfangreich gewesen zu sein und wirkt überzeugend und atmosphärisch.

Insgesamt hat mir der erste Band viel besser gefallen und ich kann hier leider nur 3,5 Sterne vergeben. Es ist aber trotzdem schön, die Dilogie nun abgeschlossen zu wissen und habe sie gerne gelesen.
Profile Image for Maria.
6 reviews1 follower
June 13, 2022
Humorvolle Fantasy im Londoner Stil trifft auf arabische Wüstenmärchen.

Insgesamt hat mich die Dilogie sehr gut unterhalten, auch wenn mir einiges an mancher Stelle zu leicht von der Hand ging und zu schnelllebig war. Im Vergleich zu den anderen Werken des Autors wirkte die Geschichte etwas schwächer als gewohnt. Und trotzdem sind die beiden Bücher auf jeden Fall lesenswert, denn sie sind gefüllt mit vielen schönen Fantasyelementen und einer guten Portion Humor.

Übrigens kann ich euch hierzu auf jeden Fall auch die Hörbücher empfehlen, die von Thomas Schmuckert mal wieder grandios gelesen werden.
Profile Image for Moni2506.
395 reviews
October 30, 2021
„Die Schattenarmee“ ist der zweite und finale Band der „Ministry of Souls“-Reihe von Akram El-Bahay, in der ein junger Soulmen, eine Katze und eine Prinzessin den dunklen Plan des Schattenspielers vereiteln müssen. Erschienen ist der Roman im September 2021 bei Bastei Lübbe.

London, um 1850: Der Kampf gegen den Schattenspieler geht weiter. Nur knapp konnten der Soulman Jack, Prinzessin Naima und Kater Oz fliehen, doch ein Fluch hat Jack getroffen und dieser wird dadurch immer schwächer. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg nach Ra‘s -Al-Chaima, das Königreich der Prinzessin, und hoffen dort eine Lösung zu finden. Doch neue Probleme tauchen auf. Anscheinend zieht der Schattenspieler eine Armee aus dunklen Geschöpfen zusammen und möchte diese aus der Zwischenwelt in die echt Welt bringen. Es bleibt nur noch wenig Zeit, um diesen Plan zu verhindern und dabei brauchen Jack, Naima und Oz jede Hilfe, die sie bekommen können.

Endlich konnte ich die Geschichte rund um die Zwischenwelt, die Soulmen und ein ungewöhnliches Dreier-Gespann weiterlesen. Die Welt, die Akram El-Bahay in der „Ministry of Souls“-Reihe erschaffen hat, ist reich an Fantasie und vielen unterschiedlichen Elementen und gibt einen neuen Einblick in das mögliche Leben nach dem Tod.
Der Schreibstil des Autors zieht einen wie eh und je sofort in seinen Bann. Ich mag die Art, wie er Dinge beschreibt und ich liebe das Lesegefühl, dass bei seinen Geschichten entsteht. Einerseits ist es locker-leicht und liest sich schnell weg, andererseits wird einem auch eine gewisse Tiefe geboten, um über bestimmte Themen nachzudenken. Diesmal wurde das alles noch mit einer ordentlichen Prise Humor versehen, die mir sehr gut gefallen hat.
Der Spannungsbogen hat mir gut gefallen. Immer wieder gibt es einen Schlagabtausch mit dem Schattenspieler, der neue Erkenntnisse zu Tage fördert. Spannende Szenen und kleinere Verschnaufpausen wechseln sich ab, insgesamt steigert sich die Spannung von Begegnung zu Begegnung und am Ende kann man das Buch kaum noch aus den Händen legen.
Die Geschichte spielt zu großen Teilen in der echten Welt und in der Vergangenheit. Dies hat eine neue Art der Recherche vorausgesetzt. Denn die Details mussten stimmen, damit alles ein rundes Gesamtbild ergibt. Die Verbindung der echten Historie mit der Fantasie-Welt ist dem Autor extrem gut gelungen. Wieder einmal schafft es Akram El-Bahay Dinge miteinander zu verbinden, wo man auf den ersten Blick sagen würde, das passt nicht zusammen. Hier trifft ein bisschen echte Historie auf Aberglauben, das Leben nach dem Tod, Katzen und 1001 Nacht.
Mit den Personen im Buch habe ich wieder mitgefiebert und ich wollte unbedingt, dass sie den Kampf gegen den Schattenspieler gewinnen. Allerdings hat mir der Kater Oz, im Gegensatz zu Jack und Naima mein Herz gestohlen. Ich liebe diesen Kater einfach. Er war so bissig, so majestätisch und hat einen Spruch nach dem anderen rausgehauen. Ich mochte sein Selbstbewusstsein und die Selbstverständlichkeit, wie er Dinge für sich in Anspruch nimmt und dennoch hat man immer gemerkt, dass das Herz am rechten Fleck sitzt. Jack und Naima wirken dagegen etwas blass, dennoch mochte ich auch diese beiden. Jack wirkt zwischendurch weiterhin etwas unbeholfen, wenn es drauf ankommt, ist er aber voll da und handelt im Zweifelsfalle selbstlos, was mir sehr imponiert hat. Die Prinzessin hat eine gewisse Sanftheit an sich und kann Mensch und Tier schnell für sich einnehmen, so dass sie immer wieder vermittelt, wenn sich Jack und Oz mal wieder necken.
Zusatzmaterial gibt es zumindest im ebook nicht. Die Personenanzahl im Buch ist überschaubar und fremde Begriffe werden direkt im Text erklärt. Wer schon andere Bücher von Akram El-Bahay gelesen hat, wird das ein oder andere sicher wiedererkennen und sich besonders darüber freuen aus welcher ungewöhnlichen Bibliothek dieses Buch stammt. Ein kleines Nachwort hätte ich gut gefunden, weil ich glaube, dass man da schon die ein oder andere interessante Information hätte einbringen können, die man jetzt dann nur bei einer Lesung oder durch ein Interview bekommt.

Fazit: Ein weiteres Mal konnte mich Akram El-Bahay für seine Geschichte begeistern. Eine Geschichte, die fantasievoll, märchenhaft und humorvoll ist und diesmal sogar ein bisschen Historie enthält. Okzident trifft auf Orient, echte Welt auf Zwischenwelt und Fantasie trifft auf Aberglauben. Eine wirklich gelungene Mischung, die sich schnell lesen lässt und dennoch Tiefe hat. Wer schon andere Bücher des Autors begeistert gelesen hat, kann hier beruhigt zugreifen.
Profile Image for Nor Bert.
48 reviews2 followers
October 5, 2021
Mit dem Fantasy-Roman "Die Schattenarmee" schließt Akram El-Bahay seine 2021 mit "Das Schattentor" begonnenen Zweiteiler "Ministry of Souls" ab. Inhaltlich knüpft das Buch unmittelbar an den ersten Band an, wobei die Ereignisse aus Teil 1 zu Beginn kurz rekapituliert werden.

Worum es geht

Im viktoriansichen London im Jahr 1850 verfolgen Soulman Jack und die arabische Prinzessin Naima die Spur des geheimnisvollen Schattenspielers, einem Ifriten, der zwischen den Welten hin und her wechseln kann. Als dieser Jack verflucht, wodurch er durchsichtig wird und zunehmend an Kraft verliert, liegt es an der Prinzessin und der sprechenden Katze Oz, eine Lösung zu finden. Die Jagd führt in Naimas Heimat, wo sich in der königlichen Bibliothek ein altes Buch befindet soll, welches den Schlüssel enthalten könnte, um den Fluch zu brechen. Während der Ifrit eifrig Seelen zu einer dunklen Heerschar um sich sammelt, zeigt sich dort, dass das Geheimnis der Schattenarmee eng mit ihrer eigenen Familie verknüpft ist.

Kritik

Das markante Cover hat Wiedererkennungswert. Nach dem furiosen Auftakt von "Ministry of Souls", in dem Akram El-Bahay eine faszinierende Welt erschaffen hatte, deren Reiz nicht nur im historischen Schauplatz, sondern vor allem in der Beschäftigung mit dem Thema Sterben lag, konnte man sich als Leser auf die nun mit "Die Schattenarmee" vorliegende Fortsetzung freuen. Während jedoch in "Das Schattentor" der Fokus der Geschichte auf der Aufgabe der sogenannten Soulmen lag, die Seelen der Verstorbenen über eine Zwischenwelt ins Jenseits zu begleiten, führt "Die Schattenarmee" die Helden der Geschichte aus dem viktorianischen London mit einer abenteuerlichen Reise nach Arabien, der Heimat der Prinzessin Naima. Dieser exotische Schauplatz, der natürlich zu verwendeten Mystik des Ifriten passt, ist einerseits reizvoll und klang auch in ersten Teil an, andererseits wird dadurch der Roman weniger Urban Fantasy und mehr eine Erzählung aus 1001 Nacht. Nicht zum ersten Mal sucht El_Bahay Inspiration bei orientalischen Märchen. Durch Jacks geschwächte, prekäre Lage wird Naima, die schon zuvor als erfrischend mutige und starke Frauenfigur geschildert wurde, zum Hauptprotagonisten. Der Autor bricht hier bewusst mit dem Klischee der Märchenprinzession, die vom strahlenden Helden gerettet werden muss, indem er die Rollen vertauscht. Unterstützt werden die beiden wieder von der sprechenden Katze Oz, die teilweise die Rolle des Comic Relief übernimmt.

Obwohl der Mittelteil des Romans ein paar Längen aufweist, wo man als Leser den Eindruck hat, die Handlung dreht sich kurzfristig im Kreis, ist das Tempo der Erzählung insgesamt ähnlich hoch wie im ersten Band. Es ist nicht immer ganz einfach als Leser den Überblick über die einzelnen, verwobenen Handlungsfäden zu behalten. Der Autor bleibt seinem Stil treu, einen flüssig lesbaren Text abzuliefern, in den immer wieder auch längere, verschachtelte Sätze eingebaut sind. Zum Finale, wenn alle Handlungsstränge zusammenlaufen, setzt der Roman dann noch einmal richtig auf actionreiche Kämpfe und präsentiert eine zufriedenstellende Auflösung.

Fazit

Auch wenn mich der zweite Teil von "Ministry of Souls" nicht ganz so überzeugt hat wie "Das Schattentor", so ist "Die Schattenarmee" für sich genommen ein gelungener Fantasy-Roman und eine würdige Fortsetzung. Gerne würde man mehr aus der Welt der Soulmen erfahren, vielleicht aus anderen Epochen, doch der Autor hat mehrfach betont, dass dieses Thema nun abgeschlossen ist. Schade! Wer Band 1 gelesen hat, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen.
Profile Image for Ladylike0.
295 reviews11 followers
October 20, 2021
Jack, wir haben ein Problem

ACHTUNG! Band 2 der Reihe!

Ich habe den Schreibstil von Akram El-Bahay bereits vermisst. Seine Geschichten sind geschrieben, wie alten Märchen und Sagen. Beim Lesen habe ich immer eine Erzählstunde vor Augen, an dem sich die Familie um einen Kamin schart und alten Geschichten lauscht. Voller fantastischer Elemente und mit viel trockenem Humor.

Der zweite Teil schließt relativ nahtlos an den Vorgänger an. Jack und Naima sehen sich im Kampf gegen den Ifriten und versuchen einen Plan zu entwickeln, wie sie als Sieger hervortreten können. Damit schickt sie ihr Abenteuer nach Ägypten und in die Palastbibliothek. Gleichzeitig bleibt ihr Gegner nicht untätig, stellt Fallen und bietet jede Menge Gefahr.

Es gibt einige Sachen aus Band 1, an die ich mich nach dem Jahr Lesepause nicht mehr so gut erinnern konnte. Die meisten Details waren mir noch präsent, aber der nahtlose Übergang von Auftakt zur Fortsetzung, erschwerte mir trotzdem den Einstieg. Auch gab es ein paar Andeutungen an die Geschehnisse aus dem Vorgänger, die ich einfach nicht überrissen habe. Hier hätte ich mir mehr Klarheit bzw. Wiederholungen gewünscht.

Den Standort der Geschichte habe ich absolut geliebt. Alles Orientalische spricht mich total an und der Autor hat ein absolutes Händchen dafür, den Geist dessen einzufangen. So hat man direkt einen prächtigen Palast, die zahlreichen und bunten Gewänder vor Augen oder den Duft von Kümmel in der Nase, während die Protagonisten über den Marktplatz wandern.

Und mitten in dieser schönen, bunten Welt befinden sich unsere Helden dieser Geschichte. Als Leser begegnet man wieder der altbekannten Truppe aus der Geisterkatzenlady Agatha, dem sprechenden Kater Oz, der Tochter eines arabischen Emiraten Naima und dem Soulman Jack. Ich habe mich so gefreut alle wieder zu sehen.

Die Protagonisten schreiben eine atemanhaltende Geschichte, voller Gefahren, Mut und Selbstlosigkeit. Mit viel Geschick greifen sie ausweglose Situationen an und versuchen das Böse aus der Welt und ihrem Herzen zu halten. Sie stellen tolle Hauptfiguren da, die nach schönen Weisheiten und schöner Moral leben.

Agatha tritt leider insgesamt etwas kürzer, aber dafür wird Oz immer präsenter. Für mich gehört Oz, der alte Archivar im Körper einer Katze, zu meinen liebsten Buchcharakteren. Er nimmt eine entscheidende Rolle im Buch ein, sorgt mit seiner verstaubten Art immer wieder für Schmunzler und legt eine erstaunliche Entwicklung hin. Auch er war für mich ein absoluter Held.

Letztendlich baut sich der Spannungsbogen der Geschichte immer mehr auf, um dem Leser mit einem Knall wieder zu entlassen. Der Handlungsverlauf wird blutig, wartet mit Verlusten und Krieg auf. Daher würde ich die Geschichte unseren jüngsten Lesern vielleicht nicht unbedingt empfehlen. Grundsätzlich sehe ich es allerdings als geeignete Familienlektüre für Erwachsene und die etwas größeren Kinder.

Fazit:

Hier verbindet sich ein toller Schreibstil mit furchtlosen Helden, trockenem Humor und einer Menge Magie. Mir fiel der Einstieg etwas schwieriger, wegen der doch etwas längeren Pause zwischen den zwei Bänden. Trotzdem habe ich im Abenteuer viel Freude empfunden und mitgefiebert. Ich habe mich gefreut alle liebgewonnenen Charaktere wiederzusehen, während der Gegenspieler nochmal für eine gehörige Lesespannung sorgt. Hier jedoch nochmal eine Warnung an unsere ganz kleinen Leser: Die Geschichte ist ganz schön gruselig!

Zitat:

"»Lügen können krank machen«, sagte er leise.

»Doch die Wahrheit kann töten.«"


"Bei Problemen, wirf die Katze."
Profile Image for Petra.
340 reviews1 follower
October 4, 2021
London 1850: Der Soulman Jack Smith wurde vom Fluch des Ifriten getroffen, der ihn immer wieder schwächt, und letztlich wahrscheinlich töten wird. Oz und Prinzessin Naima versuchen ihr möglichstes, ihm zu helfen, aber auch Naima muss weiter geschützt werden. Man reist in Naimas Heimat, um eine Möglichkeit zu finden, den Ifriten zu besiegen, doch auch dort braut sich Übles zusammen.

Der Abschlussband der Dilogie setzt unmittelbar an Band 1 an und führt die Geschichte nahtlos weiter, wobei die Geschehnisse aus Band 1 knapp, aber gut, und nicht aufdringlich rekapituliert werden, schnell kommt die Erinnerung wieder. Man trifft (fast) alle bekannten Charaktere wieder, später kommen noch weitere hinzu, wie Naimas Bruder Amir, der, als ihre Familie ermordet wurde, bereits in die Heimat zurückgereist war, und jetzt das von Briten besetzte Land regiert.

Im Vorgängerband empfand ich vor allem die beiden Protagonisten Jack und Naima als zu blass, das hat sich in diesem Band etwas geändert, vor allem Jack ist mir näher gekommen, was wahrscheinlich daran liegt, dass er trotz des Fluches immer wieder versucht, über sich hinauszuwachsen. Mit Naima habe ich immer noch mehr Schwierigkeiten, ich kann sie nur schlecht fassen, allerdings ist es auch bei ihr etwas besser geworden. Die Stars der Geschichte sind aber auch dieses Mal wieder andere, allen voran Oz, der wieder für Humor sorgt, und kein Nebencharakter mehr ist. Ohne ihn wären die anderen ganz schön aufgeschmissen, auch wenn sie ihn nicht immer entsprechend behandeln – alleine, dass es eine gute Möglichkeit ist, Geister abzuschrecken, wenn man den Kater wirft – sagt schon alles … Auch Agathe und der Archivar Terry sind wieder mit von der Party, wenn auch nur in kleinen Rollen.

Naimas Bruder Amir hat mich enttäuscht, ihm fehlt eindeutig die Stärke seiner Schwester. Gut, er ist noch jung, aber immerhin der Thronfolger und nun Herrscher, da hätte ich schon ein bisschen mehr Contenance erwartet.

Gut gelungen ist der historische Hintergrund, auch wenn diese Welt natürlich nicht ganz unsere ist, sondern eben einen phantastischen Anteil hat, baut sie doch auf der unseren auf. Dieses Mal spielt die Geschichte vorwiegend in Naimas Heimat, aber auch London und die Zwischenwelt werden besucht. Die jeweilige Setting wird atmosphärisch gut integriert.

Band 2 empfinde ich spannender als Band 1, aber auch er hat seine Längen. Es gibt aber auch überraschende Wendungen, vor allem mit einer habe ich gar nicht gerechnet, und diese stellt manches auf den Kopf und macht die Lage noch schwieriger, da sie viele Emotionen ins Spiel bringt.

Ich habe mich lange gefragt, wie man den Ifriten am Ende besiegen will – die Auflösung hat mir gut gefallen, und ich finde es auch schön, dass man noch erfährt, wie es danach weitergeht. So hat die Dilogie einen guten Abschluss erhalten, auch wenn mir der Weg dahin nicht immer gemundet hat. Insgesamt hat mich dieser Zweiteiler, wenn ich ihn mit anderen Werken des Autors vergleiche, leider eher enttäuscht.

Die Dilogie ist okay, wenn man aber den Autor kennt, weiß man, dass er deutlich bessere Romane geschrieben hat, z. B. die Flammenwüste- oder die Bücherstadt-Trilogie. Ich finde vor allem seine Romane, die überwiegend phantastisch sind, wo er seine Phantasie austoben und ganz besondere Wesen erschaffen kann richtig gut. Für diesen zweiten Band der Dilogie vergebe ich 3,5 Sterne (aufgerundete wo nötig), weil ich ihn spannender als den ersten finde, und mir Naima und Jack etwas näher kamen.
298 reviews
October 6, 2021
gute Fantasy

Soulman Jack und die arabische Prinzessin Naima verfolgen einen Schattenspieler, der Jack mit einem Fluch belegt hat.

Diese Fortsetzung der Geschichte der Ministry of Souls spielt in London Mitte des 19. Jahrhunderts. Soulman Jack kümmert sich um die Seelen Verstorbener wie bereits im ersten Buch dieser Serie und Abenteuerliches wartet auf ihn und die arabische Prinzessin Naima. Die Zwsichenwelt ist dem Leser bereits bekannt, dennoch gibt es Neues zu entdecken und eine abenteuerliche und gefährliche Reise in den Orient zu begleiten. Die Charaktere dieses Fantasyromans sind jugendlich beschrieben, die Zielgruppe wird in jedem Fall erreicht. Wenn man sich auf die Geschichte einlässt, verfolgt man mit Spannung die Entwicklung und taucht ein in eine Welt voller interessanter Begebenheiten. Ich konnte mich sehr gut mit den Protagonisten identifizieren, Die Geheimnisse der Zwischenwelt, die Gefahren für Lebende und der Weg der Verstorbenen hat mich fasziniert. Die Vorstellung, dass man nach dem Tod nicht allein sein wird, gefällt mir sehr. In diesem Band der Serie bleibt der Autor nicht allein im historischen London, sondern entführt in die Heimat das arabischen Prinzessin Naima - eine orientalische Erfahrung. Die sprechende Katze Oz gehört ebenso wieder dazu wie auch die mystischen Gegner - hier Iftrit. Jack und Naima sind eher ein Team - das hat mir gefallen. Urban Fantasy trifft hier auf Märchen und abenteuerliche Kämpfe.

Mir gefällt der Schreibstil des Autors gut, das Buch war durchaus spannend, wenn auch einige Längen zu überwinden waren. Der Rückblick auf Band 1 zu Beginn ist sicher hilfreich. Das Cover ist auffällig und verspricht eine gute Fantasy Geschichte, die mir gut gefallen hat. Ich gebe diesem Buch 5 Sterne.






Profile Image for Frank Lang.
1,371 reviews15 followers
December 10, 2025
Den ersten Teil der Ministry of Souls Dilogie habe ich 2020 gelesen. Der Nachfolger erschien nur ein Jahr später, ist aber irgendwie an mir vorübergegangen, ohne auf sich aufmerksam zu machen. Jetzt ist mir die Schattenarmee bei Audible über den Weg gelaufen, so dass ich den zweiten Band als Hörbuch gehört habe.

Ohne Umwege wird die Geschichte weitererzählt, was angesichts der Anzahl der Jahre, seit ich den ersten Band gelesen habe, den Einstieg erschwert hat. Die Dilogie heißt zwar „Ministry of Souls“, das Ministerium spielt in diesem Band aber eher eine untergeordnete Rolle. In diesem Band geht es um den Ifrit, einen Rachegeist, der die Seelen der königlichen Familie braucht.

Der Gegenpart sind die Katze Oz, in dem die Seele eines Magiers steckt, der Soulman Jack und die Prinzessin Naima. Beide Parteien spielen ein Katz-und-Maus-Spile in der hiesigen und in der Schattenwelt. Die Idee, einen verstorbenen Magier in eine Katze zu stecken war sicherlich ein guter Schachzug des Autors Akram El-Bahay. Das lockert die Ereignisse enorm auf, die ansonsten zwar spannend erzählt, aber schon sehr vorhersehbar sind. Und ehrlich gesagt gibt die Handlung auch nicht sonderlich viel mehr her.

Der Erzähler Thomas Schmuckert ist mir bisher nicht über den Weg gelaufen und hat eine angenehme Stimme, wenn er das Buch „normal“ einliest. Wählt er hingegen eine verstellte Stimme, so kann das manchmal etwas anstrengend zu hören sein. Das sind aber lediglich Ausrutscher bei einer ansonsten soliden Arbeit.

Fazit
Es war mir vorab schon klar, dass hier kein Meisterwerk auf mich wartet, sondern ein Buch, das mich einfach nur unterhalten möchte. Diesem Anspruch wird das Buch gerecht. Sehr viel mehr darf der Leser indes nicht verlangen, um nicht enttäuscht zu werden.
Profile Image for Martina Suhr.
137 reviews3 followers
October 6, 2021
Nachdem mich bereits der erste Band begeistert hat, war ich natürlich neugierig, wie es weitergeht – und ich wurde nicht enttäuscht.
Sprachlich hat Akram El-Bahay wieder alles gegeben und gezeigt, wie sehr er sich darauf versteht, mit Worten zu verzaubern. Einmal angefangen, konnte ich mich dem Sog, den die Geschichte auf mich ausübte, kaum entziehen. Diesmal bereisen wir gemeinsam mit Jack, Oz und Naima den Orient, kehren in Naimas Heimat zurück, um die Pläne des Schattenspielers zu durchkreuzen. Doch leider sind ihnen nicht alle wohlgesonnen und der Kampf gegen die Schatten birgt so einige Risiken, wodurch sie mehrfach in Gefahr geraten … Aber mehr möchte ich nicht zur Handlung sagen, entdeckt sie lieber selbst.
Allerdings muss ich erwähnen, dass auch dieses Buch wieder einige Gesellschaftskritische Töne aufweist und uns all die negativen Seiten der Kolonisierung zeigt. Mir gefällt, wie er Fiktion und Fakten vermischt und dies zu einem überaus spannenden Abenteuer verwebt.
Alles in allem hatte ich wirklich wundervolle Lesestunden, die mich nicht nur in Atmen gehalten haben, sondern mich auch immer mal wieder schmunzeln ließen.
Profile Image for Tanpopo.
314 reviews
September 3, 2022
Da mir der erste Band so sehr gefallen hatte, bin ich voller Spannung an den zweiten Teil herangegangen. Ich muss gestehen, dass ich doch deutlich mehr Zeit benötigt habe, um die Handlung voll einzusteigen. Die Erzählung schließt zwar nahtlos an den ersten Band an, ist mir aber dennoch zu ausufernd unspektakulär und daher ein wenig langatmig vorgekommen. Vielleicht liegt es an dem rasanten Ende der Vorhandlung, dass ich da gleich zu Beginn dieses Buches mehr erwartet hätte.

Doch ansonsten?
Nun, die Handlung geht über London hinaus in den Orient, so dass all die kleinen Bilder, die man so im Kopf hat, wenn man die Geschichten aus „1001 Nacht“ mag voll zum Tragen kommen. Der Autor gestaltet dabei die weitere Entwicklung von Jack, Naima und Oz sehr abwechslungsreich und plastisch. Letzteres schätze ich am Schreibstil von Akram El-Bahay sehr. So konnte ich gerade die Symbiose des Geistes Oz und des Palastkaters Ramses dadurch sehr viel abgewinnen.


Da die Handlung im zweiten Drittel dann aber sehr an Fahrt aufnahm kann ich das Buch mit Bestem Gewissen weiterempfehlen, wenn es auch ein klein wenig schwächer als „Das Schattentor“ war.
542 reviews
October 19, 2021
Toller Abschluss

Dieser zweite Band führt direkt dort weiter, wo wir die Geschichte am Ende des ersten Bandes hinter uns gelassen haben. Und sofort war ich wieder gefangen von der tollen Geschichte und dem wunderbaren Setting. Mit Prinzessin Naima wird hier der Bogen zu einem orientalischen Hauch geschlagen. Soulman Jack gefiel mir auch hier wieder richtig gut. Ein Buch wie ein Märchen, in dem das Gute über das Böse siegt, ein Buch voller Magie und Phantasie, ein Hauch viktorianisches London gepaart mit dem orientalischen Flair. Ein begnadeter Erzähler, der uns hier mitnimmt auf eine Reise, die leider viel zu schnell beendet war und mich leider wieder zu rasch in die Realität zurück gebracht hat.
Profile Image for Elli Engelmann.
21 reviews
January 20, 2022
Die Geschichte hat mir gefallen, aber der Schreibstil war manchmal etwas, wie soll ich sagen, nervig. Es wurden auffällig oft Formulierungen verwendet, die die Zahl 1001 enthalten, nur weil die Geschichte zum Teil in einem fremden Land spielt. Diese Anspielungen auf ,,Tausend und eine Nacht'' sind so auffällig, dass sie meiner Meinung nach störend sind. Ähnlich ging es mir auch mit anderen Formulierungen, weswegen ich dem Buch nur 3/5 Sternen geben kann.
226 reviews
January 31, 2022
Inhalt:
Soulman Jack, Prinzessin Naima und Archivar Oz sind bei dem erfolglosen Versuch, den Ifriten zu besiegen, nur knapp mit dem Leben davongekommen. Jack ist nicht länger als Soulman beim Ministry of Souls beschäftigt. Und zu allem Überfluss ist er nun auch noch verflucht.
Auf der Suche nach einer Möglichkeit, den Ifriten doch noch besiegen zu können und gleichzeitig Jack von seinem Fluch zu heilen, begeben die drei sich auf eine Reise in Naimas Heimat. Doch die Diener des Infriten sind ihnen dicht auf den Fersen. Und gleichzeitig scheint sich etwas Unheilvolles anzubahnen....

Meine Meinung:
Der bildhaft Schreibstil hat mir wie bereits beim Vorgängerband sehr gut gefallen. Mitreißend, atmosphärisch und vorallem humorvoll schildert der Autor das nächste Abenteuer der drei ungleichen Freunde.

Nachdem mir bereits der Vorgängerband sehr gut gefallen hat, war ich sehr gespannt, wie es Jack, Naima und Oz bei ihrem Kampf gegen den übermächtigen Ifriten ergeht. Da die Handlung direkt an die des Vorgängers anknüpft, empfiehlt es sich, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen, um die Geschichte richtig genießen zu können und alle Details zu verstehen.

Der Plot an sich ist gelungen, auch wenn er gerade im Mittelteil ein paar kleinere Längen aufweist und man kurzzeitig das Gefühl hat, die Geschichte steckt ein wenig fest. Gegen Ende hin wird es dann aber wieder zunehmend spannende. Einige ungeahnte Ereignisse sorgen für Spannung und überraschende Wendungen und obwohl man als Leser natürlich miträtselt und sich seine eigenen Gedanken macht, konnte mich das schlussendliche Ende überraschen und zugleich überzeugen.

Besonders gefallen haben mir auch dieses Mal wieder die so skurilen wie herzerwärmenden Charaktere. Insbesondere die tote, inzwischen als Geist ihr Unwesen treibende Katzenfrau Agatha, die sich hartnäckig weigert ins Jenseits zu gehen, sowie der in der Gestalt einer Katze gefangene, nicht um Sprüche verlegende Archivar Oz haben es mir angetan und mir während des Lesens mehr als einmal ein Schmunzeln entlockt.

Fazit:
Unterhaltsame und atmosphärische Fortsetzung, die zwar nicht ganz an den Vorgänger heranreicht, aber trotzdem mit tollen Charakteren, viel Humor und einer spannenden Story aufwartet.
Profile Image for M.andthebooks.
806 reviews
May 28, 2022
Rezension: (kann Spoiler enthalten)

Danke an den Verlag und Netgalley für das Rezensionsexemplar!

Auf den zweiten Band hatte ich mich nach dem Ende des ersten Bandes sehr gefreut. Aber ich habe wohl etwas zu spät mit Band 2 angefangen, denn als ich begann und es nahtlos nach den Ereignissen von Band 1 weiterging, habe ich erstmal ein wenig gebraucht, um wieder reinzukommen.
Aber mir hat es gut gefallen, dass hier nun auch Naimas Familie und ihr Land eine größere Rolle spielen und wir das Setting wechseln. Das fand ich sehr interessant, gerade weil die Kultur auch eine ganz andere war.
Oz war tatsächlich meine liebste Figur, weil er die ernste Stimmung sehr schnell auflockern konnte, wenn er wollte, und damit immer Abwechslung geboten hat.
Die Handlung an sich erschien mir spannend und schlüssig aufgebaut, doch zwischendurch gab es so Kleinigkeiten, bei denen ich mir zuerst dachte, das man das doch so niemals auflösen kann und oft hat sich erst ziemlich spät ergeben, dass es doch noch halbwegs Sinn ergab. Das hat mich hier so ein bisschen gestört, weil ich von der Entwicklung dann für einen Moment irritiert war.
Gegen Ende wurde auch alles etwas hektischer, das Tempo der Handlung wurde schneller und für mich war es einen Tick zu hektisch und chaotisch. Damit war man zwar schnell durch den Showdown und das Buch, doch ich hatte so das Gefühl, nicht alles voll erfassen zu können.
Aber insgesamt war es eine durchaus gute Fortsetzung, die mir lediglich gegen Ende etwas zu schnell war.

4 Sterne
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