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Irgendwas in mir

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Von einem Tag auf den anderen geht der 13-jährige Hugo nicht mehr zur Schule. Ängste bestimmen seinen Alltag. Zwischen den Stühlen seiner geschiedenen Eltern sucht er sich und seine Identität und findet Ullrich Lichte, einen Schulbegleiter, der ihn wieder in die Normalität zurückführen soll. Doch Hugos Angst und sein Misstrauen, den meisten Männern gegenüber, bilden eine heikle Ausgangslage für dieses Unterfangen. Ein Entwicklungsroman über das Seelenleben eines verunsicherten Jugendlichen, der die ersten Schwellen zur Erwachsenenwelt überschreiten muss.

268 pages, Paperback

Published October 15, 2021

17 people want to read

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Displaying 1 - 4 of 4 reviews
Profile Image for melodram.
143 reviews67 followers
November 13, 2021
Hugo ist dreizehn Jahre alt, ein guter Mannschaftssportler und beliebt bei seinen Freunden. Vom einen auf den anderen Tag kann er nicht mehr zur Schule gehen. Sobald er nur daran denkt das Schulgebäude zu betreten, überkommen ihn Wellen der Übelkeit. Es vergehen Wochen, Monate, dazwischen zahlreiche Arztbesuche, Krankenhausaufenthalte. Zusammen mit einer Psychologin kommt er dem Ursprung seiner Ängste näher, die ihn dazu veranlasst, sich selbst auszugrenzen.
Gemeinsam arbeiten sie seine Probleme auf: die Trennung der Eltern, der Auszug seines Bruders, fehlendes Interesse und Lieblosigkeit seitens des Vaters. Das alles hilft ihm, zur Schule kann er trotzdem nicht. Was wird ihm am Ende wirklich helfen können?
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Hendrik von Drachenfels hat einen Coming-of-Age-Roman geschrieben, der sich mit zentralen Themen des Erwachsenwerdens beschäftigt: die Suche nach der eigenen Identität, Versagensängste, enormer Leistungsdruck bereits in sehr jungen Jahren. Am Beispiel von Hugo erfahren wir, wie das Leben eines Dreizehnjährigen komplett entgleist, weil eine stetig wachsende Angst in ihm zu keimen beginnt. „Irgendwas in mir“ ist dabei ein sehr klug gewählter Titel, denn Hugo weiß nicht was mit ihm passiert, er fühlt sich verloren. Der Autor führt anhand seiner feinfühligen Geschichte aus, wie enorm wichtig es ist, Jugendliche in schwierigen Situationen aufzufangen, ihre Probleme ernst zu nehmen und ihnen Hilfe anzubieten um gemeinsam nach einem Weg zu suchen. Eine starke, wichtige Geschichte mit einigen coolen Retro-Momenten, an der sprachlich noch etwas gefeilt werden kann!
Profile Image for Hens Books.
147 reviews30 followers
December 7, 2023
Der einzig authentische Roman über Schulangst und Schulabsentismus!
137 reviews1 follower
October 18, 2021
Inhalt: Auf den ersten Blick führt der 13-jährige Hugo ein normales Leben. Er ist gut an der weiterführenden Schule angekommen, hat Freunde gefunden, hört gerne Rap-Musik und spielt Lacrosse. Doch eines Tages macht sich im Unterricht ein Übelkeitsgefühl in ihm breit, das fortan immer wieder auftaucht, wenn er nur an Schule denkt. Der Schulbesuch wird ihm plötzlich unmöglich: Je länger er nicht zur Schule geht, umso mehr nehmen ihn seine Gedanken gefangen, wodurch er immer tiefer zu versinken droht.

Persönliche Meinung: „Irgendwas in mir“ ist ein Coming of Age-Roman von Hendrik von Drachenfels, bei dem besonders das mentale Coming of Age beleuchtet wird. Erzählt wird der Roman aus der Ich-Perspektive Hugos, einem eigentlich lebensfrohen Jungen, der aber mit familiären Problemen belastet wird. Die Handlung spielt (zu Beginn) im Jahr 2005 und es finden sich viele Referenzen auf die Popkultur der frühen 2000er Jahre, mit der Hugo aufwächst. Durch diese Referenzen sind Hugos Lebenswelt und sein Alltag sehr realistisch und authentisch dargestellt. Leser*innen, die zu dieser Zeit aufgewachsen sind, werden dabei einiges Bekanntes (wieder)entdecken und wahrscheinlich einen kleinen Nostalgietrip erleben. Hugo hört z.B. den typischen Sound dieser Jahre, schaut K11 mit Michael Naseband und spielt mit Beyblades. Inhaltlich dreht sich der Roman um das Leben von Hugo, wobei die Schulangst, unter der Hugo leidet, eine große Rolle spielt. Mit diesem komplexen Thema geht Hendrik von Drachenfels sehr sensibel um. So wird ausführlich darauf eingegangen, wie Hugo sich fühlt und welche Auswirkungen die Schulangst auf das familiäre Umfeld bzw. den Freundeskreis besitzt. Die Schulangst, dieses „Irgendwas“ in ihm, das ihn einerseits innerlich zermürbt, das er andererseits aber sprachlich nicht wirklich greifen kann, wird dabei metaphorisch schön ausgearbeitet (wie genau, möchte ich an dieser Stelle nicht verraten). Der Erzählstil von „Irgendwas in mir“ ist angenehm, sodass sich der Roman flüssig lesen lässt. Insgesamt ist „Irgendwas in mir“ ein schöner Coming of Age-Roman, der sich sensibel mit dem wichtigen Thema „Schulangst“ auseinandersetzt. Gleichzeitig ist er eine kleine Zeitreise in die frühen 2000er Jahre und – was noch viel wichtiger ist – ein Appell an erwachsene Leser*innen, mentale Probleme von Kindern und Jugendlichen ernst zu nehmen und empathisch mit ihnen umzugehen.
31 reviews
July 18, 2022
Ich habe das Buch auf einer Zugfahrt gelesen, also genügend Zeit, sich wirklich konzentriert auf den Inhalt einzulassen, der mit dem Thema "Schulangst" auch kein leichtes ist. Thematisch und inhaltlich ist das Buch wirklich, wirklich gut gelungen. Man merkt, dass der Autor Ahnung von dem hat, worüber er schreibt. Es ist einfühlsam, sein Protagonist Hugo hat definitiv Substanz, ist lebendig und der innere Konflikt, den er durch seine plötzlich auftretende Schulangst hat, wird gut dargestellt. Auch alle anderen Konfliktfelder in der Familie werden sehr nachvollziehbar dargestellt, dass es auch für jüngere Leser verständlich ist.

Für ältere Leser dagegen ganz interessant sind die Bezüge zu den 1990/2000er Jahren, die einen nicht unerheblichen Nostalgiefaktor hervorrufen. Auf der anderen Seite fiel es mir schwer, die musikalischen Hinweise zu durchdringen, dafür hätte ich nebenher auf YouTube nach den benannten Liedern suchen müssen, denn die Anlehnungen bezogen sich weniger auf Popsongs, die zu damaliger Zeit rauf und runter liefen, sondern Szenemusik aus der Sprayer/Rapper/Punk Szene - passend für die Figuren, aber mir unbekannt.

Handwerklich bin ich über diverse Dinge gestolpert, wie beispielsweise Absätze mitten im Satz (eBook), in der wörtlichen Rede wird der Punkt trotz nachfolgendem Begleitsatz gesetzt, es ist relativ viel erklärt und die Parts aus Hugos Kindheit sind streckenweise passend kindlich naiv, dann aber wieder sehr analytisch geschrieben, als handle es sich um eine Rückschau des älteren Hugos, nach seiner Schulangst. Klassische Rechtschreibfehler sind mir keine aufgefallen, dennoch hatte ich hier meine Probleme, mich auf den Inhalt zu konzentrieren. Persönlich war mir das Erzähltempo im ersten Drittel auch etwas zu langsam, denn es bezieht sich auf Hugos Kindheit vor der Schulangst. Auch wenn gewisse Aspekte daraus für den Verlauf wichtig sind, wäre es mir lieber gewesen, die Szenen wären z. B. im Gespräch mit Hugos Psychiaterin aufgedröselt worden, dann hätte auch diese Figur, die für Hugos Laufbahn ja eine Schlüsselfigur ist, mehr Form bekommen. Die Nebenfiguren kamen mir nämlich teilweise etwas blass vor, sie hatten mehr eine Funktion als dass sie bei mir irgendeine Form von Gefühlen ausgelöst hätten.

Inhaltlich ein wirklich wichtiges Buch, ich hab es auch deutlich lieber gelesen als die meisten der Schulpflichtlektüren, aber es ist kein Werk, das ich aus Lust am Lesen ein zweites Mal in die Hand nehmen würde. Ich würde es aber Menschen empfehlen, die am Thema interessiert sind, evtl. auch selbst betroffen.
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