•Touch Down Baby von Carrie Brigthon•
Ich habe nun schon einige Bücher von Carrie Brigthon gelesen und diese jedes Mal sehr geliebt, weshalb ich mittlerweile hohe Erwartungen an ihre Bücher habe, wie es auch bei Touch Down Baby war. Allerdings muss ich sagen, dass dies das erste Buch von ihr war, das meine Erwartungen so gar nicht getroffen hat. Cayce und Steel konnten mich mit ihrer Geschichte leider einfach nicht überzeugen!💘
Aber natürlich ist die Gestaltung des Covers wieder einmal richtig gelungen, auch wenn ich es eigentlich nicht so mag, wenn reale Menschen auf dem Cover zu sehen sind. Aber hier passt es so, wie es ist, vor allem weil es Steel als Footballer nicht besser repräsentieren könnte. Zudem habe ich mich wieder einmal in Carrie Brigthons unglaublichen Schreibstil verliebt, der meine Emotionen hat kochen lassen. Es war so leidenschaftlich, emotional, heiß und einfach nur wunderschön. Ich liebe es, wie sie die Emotionen greifbar macht und die Charaktere zum Leben erweckt. Außerdem fliegt man einfach jedes Mal durch die Seiten.
Was ich von Cayce halten soll, weiß ich ehrlich gesagt bis jetzt nicht. Denn einerseits ist sie wirklich super nett, intelligent und selbstständig gewesen, aber auf der anderen Seite kann ich mich nicht wirklich daran erinnern, dass sie jemals erwachsen oder vernünftig gehandelt hat. Diese ganze Idee, die sie da verfolgt hat, hat sie ziemlich unreif, kindisch und überstürzt wirken lassen. Sie hat sich Steel gegenüber super mies verhalten und hat Dinge abgezogen, die wirklich lächerlich waren. Diese Frau hat mich ziemlich viele Nerven gekostet. Steel hingegen habe ich so viel lieber gemocht als Cayce. Ihm war es egal, was andere von ihm denken, und er ist niemals vor der Verantwortung davongelaufen, auch dann nicht, als es kompliziert wurde. Es war so unfassbar schön, wie er Cayce sofort helfen wollte und für sie da war, da tat es mir richtig leid, dass Cayce so unfassbar undankbar war. Klar hat auch Steel nicht immer unbedingt nach meinem Geschmack gehandelt, aber er war ein so viel reiferer Charakter als Cayce. Dieser Mann hat mein Herz höher schlagen lassen.
Auch bei den Nebencharakteren bin ich mir eher unsicher, ob ich sie wirklich mag. Denn Beccs schien zwar anfangs total cool und eine gute Freundin zu sein, die Cayce ins Gewissen geredet und sie gleichzeitig auch unterstützt hat, aber irgendwann hat sie irgendwie eine komplette Wendung gemacht und war eine ziemliche Zicke, die sich in Dinge eingemischt hat, die sie nichts angehen. Und auch Hightower war eigentlich ziemlich lässig und cool drauf, aber was aus ihm geworden ist, hat mich irgendwie traurig gemacht. Dieser Mann hätte so toll sein können, aber ich mochte es einfach gar nicht, wie er sich entwickelt hat. Die Einzige, die ich so richtig gerne mochte, war Steels Grandma Enny. Diese Frau war einfach nur wundervoll und so herzlich!
Bis jetzt haben die Bücher von Carrie Brigthon immer nur einen unglaublich guten Eindruck bei mir hinterlassen, sodass ich mich immer auf ein neues Buch gefreut habe. Natürlich waren dann auch meine Erwartungen dementsprechend hoch, was bei diesem Buch leider dazu geführt hat, dass ich sehr enttäuscht wurde. Zwar hat die Geschichte super vielversprechend und unterhaltsam angefangen, sodass ich unbedingt weiterlesen wollte, aber dann hat es sich leider zu etwas entwickelt, das nicht ganz meins war, und das lag nicht unbedingt an den Charakteren, sondern viel mehr an dieser Idee. Ich meine, irgendwie hat es sich super angehört, was der Klappentext gesagt hat, aber der Ablauf des Ganzen war nicht mal halb so gut. Cayces Idee war einfach nur unglaublich unreif und seltsam und so unfassbar unrealistisch, dass ich es teils schon echt lächerlich fand. Es hat die wundervolle Dynamik und Chemie zwischen ihr und Steel für mich total kaputt gemacht und mich nur immer wieder den Kopf schütteln lassen. Mir hat die Umsetzung des Ganzen einfach gar nicht gefallen, auch wenn man aus dieser Idee sicher mehr hätte machen können, damit es nicht so unfassbar unreif, überstürzt, hirnrissig und verrückt auf den Leser wirkt. Denn an sich muss ich sagen, dass Cayce und Steel ein schönes Paar abgegeben haben. Sie haben von Anfang an zusammengepasst und eine wundervolle Verbindung zueinander gehabt, sodass mein Herz hat warm werden lassen. Und es gab so viele schöne Momente zwischen den beiden, die mich teils gar nicht mehr losgelassen haben. Es lässt sich definitiv nicht leugnen, dass ich sie zusammen geliebt habe, aber das, was Cayce getan hat, hat die beiden für mich irgendwie ein wenig zerstört. Und ich fand es auch schade, dass Steels Footballkarriere so unfassbar schnell in den Hintergrund gerückt ist, wo ich das eigentlich sehr gerne mehr gesehen hätte. Nichtsdestotrotz kann ich nur sagen, dass das Ende noch einmal schön fürs Herz war und mich berühren konnte.
Fazit: abschließend gebe ich der Geschichte von Steel und Cayce 3 von 5 Sternen, was größtenteils einfach nur an dem Schreibstil, dem Cover und Steel selbst liegt. Das waren so ziemlich die einzigen Dinge, die ich an der Geschichte wahrhaftig geliebt habe.