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Eine Ermittlerin im Polarkreis.

Anelie Andersson hat es an eine Polizeistation im nordschwedischen Polarkreis verschlagen. Hier lebt man fast das ganze Jahr in Eis und Schnee. Als sich eine Frau bei ihr meldet, weil ihr siebzehnjähriger Sohn verschwunden ist, macht Anelie sich an die Arbeit. Bald wird der Junge aufgefunden; er ist – in Felle gehüllt – überfahren worden. Doch offenbar wurde er zuvor irgendwo gefangen gehalten. Je intensiver sie ermittelt, desto mehr sagen Anelie ihre Erfahrung und Intuition, dass es um mehr geht als um einen Unfall. Sie findet heraus, dass in den letzten Jahren mehrere Menschen ebenfalls spurlos verschwanden. Und dann werden zwei deutsche Touristen vermisst.

in spannender Plot – mit einem einzigartigen Schauplatz: der hohe Norden Schwedens.

378 pages, Paperback

Published October 11, 2021

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About the author

Madita Winter

13 books2 followers

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Community Reviews

5 stars
23 (20%)
4 stars
44 (40%)
3 stars
27 (24%)
2 stars
10 (9%)
1 star
6 (5%)
Displaying 1 - 26 of 26 reviews
Profile Image for Oneofthefoxes.
747 reviews25 followers
January 20, 2023
Stereotype Figuren, problematischer Darstellung samischer Figuren vor allem die Hintergründe der negativen Einstellung gegenüber staatlichen Behörden wird nicht erläutert und damit so dargestellt, als seien die Sami das Problem.Dass sie historisch gewachsene Gründe haben wird völlig ignoriert. Meiner Meinung nach übernehmen die Autoren ( M Winter ist das Pseudonym eines Ehepaares Winter) Vorurteile unreflektiert und stellen Sie hier extrem einseitig dar.
Der Kriminalfall ist ganz interessant, wird aber durch obig genannte Punkte für mich in den Hintergrund gedrängt.
Die Polizistin ist quasi eine Superheldin , ihre Chefin genauso einseitig die böse Polizeichefin.
Irgendwann hat dann auch die letzte Person kapiert das es kalt ist.Von dem ständigen an und ausziehen irgendwelcher Schneeklamotten kann man ein Trinkspiel machen und wäre schön nach dem ersten Kapitel betrunken...klar es ist Winter in einer Gegend, bei der Kälte wirklich gefährlich werden kann.Aber meiner Meinung nach wird das so überbetont, dass dadurch Atmosphäre verloren geht.Zum Teil merkt man ehrlich gesagt auch, das hier ein deutsches Lesepublikum angesprochen wird.Es gibt so einen Erklärbärtonfall den man nur anschlägt, wenn man glaubt die Person vor dem Buch hätte keine Ahnung von irgendwas...
Nun gut, theoretisch ist dies der erste Band einer Reihe.Es wird wohl nicht verwundern, das ich definitiv nicht weiter lesen werde.
Profile Image for Dani Siegismund.
9 reviews2 followers
February 23, 2022
4 1/2 Sterne. Fing etwas langsam an die Story, aber wurde dann so spannend, dass ich sie komplett durchhören musste. Ist nun 2:45 nachts 😅😅😅 Sehr unterhaltsam, auch wenn das Ende bisschen langgezogen ist. Kann ich empfehlen :) Musste sie aber mit 1.25 hören, sonst war es mir echt zu langsam gelesen.
Profile Image for Simon Schmidt.
26 reviews
March 25, 2025
Liest sich echt schön, n richtiger Durchblätterer wie man in Fachkreisen sagen würde.

Aber manche Entscheidungen und Konsequenzen waren schon sehr random und nicht nachvollziehbar.
Profile Image for Libertine.
192 reviews16 followers
November 28, 2024
Geheimnisse am Polarkreis

Das Leben im nordschwedischen Polarkreis ist manchmal eine Herausforderung. An kalten Tagen hält ein voller Handyakku kaum eine Stunde und das Wetter ist unberechenbar. Wenn ein Sturm über das Land fegt, kann ein Fehler tödlich sein. Selbst wenn man seit der frühesten Kindheit daran gewöhnt ist.

Anelie Andersson ist nicht am Polarkreis aufgewachsen. Für ihren Mann hat sie ihren Wohnort und ihren Arbeitsplatz gewechselt – in eine Gegend, in der Morde eine Seltenheit sind. Anelies berufliche Zukunft ist ungewiss. Bleibt ihre Stelle bestehen oder wird sie zukünftig zu einer anderen Polizeistation wechseln müssen?

Diese Sorgen sitzen so tief, dass sich Anelie sogar einen Mord wünscht. Doch bald schon merkt sie, dass man vorsichtig sein muss, was man sich wünscht. Denn als ein junger Mann, eingewickelt in Tierfelle, stirbt, bleiben viele Fragen offen. Hat er gegen die harten Seiten der Natur verloren oder was ist mit ihm geschehen?

»Dieses Wolkenphänomen kennt er gut genug, um zu wissen, dass sich da etwas ganz Übles zusammenbraut. Der Wetterbericht hat zwar einen Schneesturm vorhergesagt, aber eigentlich erst für den kommenden Tag. Nur hält sich der Polarkreis leider nicht an derartige Vorhersagen, er hat seine eigenen Regeln in puncto Wetter, die keiner wirklich durchschaut.«

Doch je länger die Ermittlungen andauern, desto mehr Fragen tauchen auf. Wo war der Verstorbene zwischen seinem Verschwinden und seinem Tod?

Andersson merkt schnell, dass sie etwas Großem auf der Spur ist. Aber nicht nur die Verdächtigen legen ihr Steine in den Weg – auch ihre Chefin und mögliche Zeugen sind nicht hilfsbereit.

»Die Dunkelheit bricht herein, obwohl es erst früher Nachmittag ist. Der Schnee schenkt ihm noch für einige Zeit eine milchige Helligkeit. Er hat jedoch gerade keine Augen für die Schönheit dieser winterlichen Zauberwelt, die ihn so schmeichelnd umgibt.«

Madita Winter gelingt es, die Leser:innen in ihrem Kriminalroman ›Mordlichter‹ immer tiefer in die Geschehnisse am Polarkreis hineinzuziehen. Die düstere Atmosphäre des Romans, begleitet von wohligen Momenten, schlägt die Leser:innen in ihren Bann. Anelie Andersson ist eine tolle Protagonistin, die sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen lässt.

Doch auch die Nebencharaktere in ›Mordlichter‹ können sich sehen lassen. Winter entführt in ihren Kriminalroman in Gegenden, die ihren eigenen Regeln folgen. Altes und Neues treffen aufeinander und erzeugen Spannungen.

»Für einen Moment glaubt er, einen Schatten zwischen den Bäumen gesehen zu haben. Ich sehe schon Gespenster. Wahrscheinlich nur ein Tier, redet er sich Mut zu.«

Wer skandinavische Krimis liebt, sollte definitiv einen Blick auf ›Mordlichter‹ werfen. Eine raue, wunderschöne Wildnis, die sich dem Menschen nicht beugen will. Tiefes Misstrauen herrscht in der Gesellschaft, nicht alle begrüßen die Veränderungen, die bevorstehen. Ich bin schon sehr gespannt wie es weiter geht für Anelie Andersson!


Rezension erstmals erschienen auf Libertine Literatur
Profile Image for Wendel.
8 reviews
July 27, 2025
Als ich im Bücherladen den Aufdruck "preisreduziertes Mängelexemplar" las, dachte ich, es handle sich um das beschädigte Cover und nicht den Inhalt.

Mordlichter erzählt zwar von einen interessanten Kriminalfall, jedoch durchbrachen diverse Störelemente den Lesefluss.
Die Handlung nimmt nur langsam an Fahrt auf, in den ersten Kapiteln irritiert ein Überfluss an Adjektiven ("Die Espressomaschine faucht wie ein kleiner silberner Drache. Während ich damit beschäftigt bin, diesem dampfenden Ding einen kohlrabenschwarzen Espresso mit einer wunderbaren Crema abzubringen, schlurft Daniel in die Küche.") Im Verlauf der Handlung verbessert sich dies, jedoch befinden sich viele Rechtschreibfehler im Text sowie unnachvollziehbare Abschnitssumbrüche mitten in Gesprächen. Ein aufmerksamer Lektor hätte das bemerken müssen. Zudem sind Zwischeneinschübe mit durchaus interessanten Informationen über Lappland sind teilweise ungeschickt im Text platziert.
Immerhin ist der Kriminalfall tatsächlich interessant, mein Verdacht hat sich nicht erhärtet. In meinen Augen wurde jedoch eine gute Chance liegen gelassen, mehr über die Hintergründe der Feindseligkeiten der Sami gegenüber den anderen Einwohnern Lapplands zu erklären. Wie andere Rezensionen hier bereits ansprechen, gibt es historische Gründe für deren Verhalten. In diesem Roman sind die wenigen vorkommenden Figuren der Sami einseitig abgebildet, weshalb man sich als Leser fragt, weshalb sie sich so feindselig verhalten.
Außerdem erschließt sich mir das Verhalten der Figuren teilweise nicht. Zum Schluss beschließt einer der Protagonisten, ein geborener Lappländer, zuerst eine Leiche aus der Wildnis zu bergen statt sich um seine Ehefrau zu kümmern, die gerade während der Januarkälte Lapplands vermisst wird.
This entire review has been hidden because of spoilers.
22 reviews1 follower
January 29, 2022
Die Geschichte spielt im hohen Norden und nimmt diese Atmosphäre perfekt in der Geschichte mit auf. Der Anfang klingt einfach, aber wenn man den durchsteht, wird eine geschickt verschachtelte Mordserie mit Spannung und überraschendem Mörder daraus. Ich warte auf eine Fortsetzung
Profile Image for Alica.
232 reviews
December 5, 2021
Zu diesem Krimi habe ich vor allem wegen des Covers gegriffen. Schnee passt doch so langsam zur Jahreszeit. Die Handlung spielt dann auch vollständig im schwedischen Winter in Lappland, wo teilweise meterhoher Schnee liegt und die Temperaturen gerne mal bei -20°C liegen. Diese eisige Atmosphäre passt meiner Meinung nach auch gut zu einem Krimi.
Gelesen wird das Hörbuch von Rebecca Madita Hundt, die ich bisher nicht kannte. Sie fängt für mich aber Anelies Stimme perfekt ein und weiß den Krimi lebendig vorzutragen.

Man begleitet hier Anelie, eine Kriminalbeamte, die der Liebe wegen aus Stockholm weggezogen ist, um nahe des Polarkreises in einer kleinen Polizeistation gemeinsam mit ihrem Kollegen Arne zu arbeiten. Meistens ist der Alltag dort eher schlicht und es passieren keine großen Straftaten. Bis ein 17-jähriger Junge verschwindet und kurz darauf überfahren wird. Da er in Rentierfelle gehüllt ist und auch abseits des schweren Unfalls Verletzungen aufweist, wird Anelie misstrauisch und forscht nach. Schnell findet sie heraus, dass es in den vergangenen Jahren mehrere Vermisstenfälle gab, die bis heute ungeklärt sind. Besteht vielleicht ein Zusammenhang?

Es handelt sich um den ersten Band einer neuen Krimi-Reihe und dafür fand ich den Mix aus privaten Aspekten rund um Anelie und ihren Kollegen und dem Kriminalfall an sich sehr ausgewogen. Manchmal erlebt man es ja, dass im ersten Band das Privatleben der Ermittelnden zu sehr im Vordergrund landet. Natürlich erfährt man auch hier viel über Anelie, ihre Motive und ihre Beziehung, aber es nimmt nie Überhand. Überhaupt war mir Anelie schnell sympathisch. Sie ist engagiert, scheut die Kälte in Lappland nicht und bleibt hartnäckig, wenn sie einen Verdacht hat, egal wie viele Steine ihr in den Weg gelegt werden. Dabei bleibt sie stets professionell und menschlich.
Aber auch ihren Kollegen Arne, der anfangs eher schroff wirkt, mochte ich bald. Ebenso wie die meisten anderen Charaktere. Eventuell trug dazu aber auch bei, dass sich in Schweden offenbar immer alle direkt mit Vornamen ansprechen, egal wie lange sie sich kennen. War mir irgendwie sympathisch.

Der Fall selbst beginnt dadurch, dass man erlebt, wie der Junge das Opfer der Tat wird. Sowas stört mich persönlich immer etwas, weil man dann schon teilweise weiß, was passiert ist und einen Wissensvorsprung vor den Ermittelnden hat. Dabei macht für mich den Reiz eines Krimis gerade aus, dass man im Dunkeln tappt und die Puzzleteile zusammenfügen muss.
Abseits davon lebt der Fall vor allem durch die Verstrickungen der Anwohnenden und den Differenzen mit den Sami (indigenes Volk in Lappland). Anelie muss hier bei so manchen Menschen hinter die Fassaden schauen, um Antworten zu finden. Das hat mir gut gefallen. Der Fall selbst läuft aber eher ruhig ab und wird erst am Ende etwas dramatisch.

Was der Autorin besonders gelingt ist die Landschaftsbeschreibung. Man fühlt sich beim Zuhören direkt in die eisige, verschneite Landschaft Lapplands versetzt und bekommt dabei auch mal das Frösteln. Die Atmosphäre in den weißen Weiten wird sehr lebendig eingefangen.

Insgesamt konnte mich der Fall und vor allem Anelies Ermittlungsart sehr gut unterhalten und kurzweilige Hörstunden bescheren. Einen besonderen Reiz macht definitiv das Setting in Lappland aus. Ich bin gespannt auf weitere Bände der Reihe.
Profile Image for Karai Khan.
82 reviews2 followers
November 19, 2021
Anelie Andersson ist Polizistin im Norden Schwedens. Dorthin ist sie der Liebe wegen nach einer erfolgreichen Karriere als Mordermittlerin in Stockholm gezogen. Ihre kleine Polizeidienststelle steht vor der Schließung - die Kriminalitätsrate ist niedrig, ihrer Vorgesetzten ist sie ein Dorn im Auge und die Vermieterin hat eine kräftige Mieterhöhung angekündigt.
Da verschwindet ein siebzehnjähriger Junge. Dass sie aus dessen kurz darauf erfolgtem Unfalltod eine größere Ermittlung macht, indem sie die besonderen Umstände seines Todes in Beziehung zu mehreren ad acta gelegten Vermisstenfällen in der Umgebung setzt, wird ihr höheren Ortes sehr schnell als Übermotivation ausgelegt. Und so kämpft sie nicht nur mit teils sehr störrischen Zeugen, sondern auch noch gegen den Widerstand der Polizeiadministration.
Der Plot ist genretypisch, aber durchaus spannend. Was mir hingegen gar nicht gefällt ist, ist die Figurenzeichnung. Das ist alles sehr holzschnittartig, die Menschen sind entweder sehr nett oder sehr abstoßend. Die Beweggründe der regionalen Polizeichefin, ihre Ermittlungen zu behindern, sind plump dargestellt und wirken dadurch nicht sehr überzeugend.
Was mich aber besonders abgestoßen hat, ist der kaum verhohlene Rassismus, der sich durch den ganzen Roman zieht. In Stockholm herrscht das Verbrechen - natürlich wegen der vielen Ausländer. Die auftretenden Sami sind durchweg negativ gezeichnet, treten herrisch, arrogant und abweisend auf (es wird ständig betont, wie hilfreich und unterstützend »die Menschen hier« zueinander sind - außer natürlich, es sind Sami, die wollen die Leute im Wald verrecken lassen). Das Aussehen der behandelnden Ärzte wird nur in einem Fall thematisiert und da denkt die Protagonistin über die großen weißen Augäpfel nach. Etc. etc.
Man nenne mich überempfindlich, aber ich empfand das als sehr unangenehm und abstoßend und es macht den Roman in meinen Augen völlig unerträglich.
Profile Image for Karola.
882 reviews7 followers
October 22, 2021
Mehr als nur ein spannender Krimi!
Im winterlichen Norden Schwedens wird nicht nur die Natur zur tödlichen Falle besonders für Menschen, wie die junge Amelie Andersson, sehr erfolgreiche Ermittlerin aus Stockholm, seit 3 Jahren feststellen muss. Mit Eis und Schnee fast ganzjährig am Polarkreis rund um Jokkmokk umgeben, ist sie auf der Suche nach einem vermissten siebzehnjährigen Schüler, der jedoch bald von einem LKW überfahren, in Rentierfällen gehüllt und mit diversen Verletzungen an Extremitäten tot aufgefunden wird. Ihre intensiven Ermittlungen offenbaren direkte Anzeichen einer größeren Anzahl unaufgeklärter, mysteriöser Vermisstenfälle in dieser Gegend, alles junge Männer. Auf der Suche nach Beweisen, dass es sich hier nicht nur um Unfälle handelt, gerät sie selbst in große Lebensgefahr.
Welche lebensnotwendigen Vorsichtsmaßnahmen dortige Bewohner gegen die Kälte treffen müssen, wird klar herausgestellt. Auch werden die Probleme der Samen mit ihren Rentierherden thematisiert, verbunden mit wachsendem Tourismus, Ausbeutung weiterer Resourcen der Natur durch den Bau von Minen, Staudämmen etc.. Diese Ureinwohner äußern verstärkt ihre Abneigung gegenüber dem Staat und allen Nicht-Samen.
Profile Image for Evalitera.
681 reviews11 followers
February 11, 2022
Die erwartungsvolle Leserin versinkt im Schnee Lapplands und erfährt, dass es ein schwedisches Lappland gibt.
Lappland ist ein veralteter Begriff, aber noch sehr bekannt. Es ist das sämische Sprachgebiet der Samen.
Das Autorenteam lebt übrigens in dieser Gegend.

Der Krimi ist durchweg spannend und hat viel Atmosphäre.
Die Konflikte zwischen der sämischen Bevölkerung und den Touristen und Schweden werden gut und m. E. fair dargestellt.
Leseempfehlung.
Profile Image for Kerstin.
27 reviews
November 9, 2021
Was für ein spannender Krimi. Er hat mir wirklich sehr gut gefallen. Vor allem das Setting im hohen Norden Schwedens bei Schnee und Eis war einfach großartig. Das Buch ist genau richtig um es sich mit einer Tasse Tee und einer Kuscheldecke auf dem Sofa bequem zu machen.
230 reviews
February 15, 2022
Inhalt:
In Jockmock am nördlichen Polarkreis kehrt ein Jugendlicher nicht von einem Wochenendausflug mit seinen Freunden zurück. Anelie Andersson vom hiesigen Polizeirevier wird alarmiert und findet heraus, dass der 17jährige Stellan seine Freunde an einer Hütte verließ und sich ganz alleine mit seinem Schneemobil auf den Weg gemacht hat. Bei Temperaturen um die -40 Grad nachts stehen die Überlebenschancen des Jugendlichen nicht gerade hoch. Als der Junge in Felle gewickelt von einem LKW überfahren wird, soll das Ganze als Unfall zu den Akten gelegt werden. Doch Anelie findet an der Leiche Spuren, die auf ein Verbrechen hindeuten. Gemeinsam mit ihren Kollegen ermittelt sie auf eigene Faust. Und stößt dabei auf mehrere ungelöste Vermisstenfälle...

Meine Meinung:
Schon das hübsche, gleichzeitig idyllisch wie bedrohlich wirkende Cover hat mich auf Anhieb angesprochen. Und einmal angefangen, konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, die Handlung wird größtenteils aus Sicht von Annelie geschildert, aber auch das Opfer Stellan kommt zu Wort, sodass der Leser Annelie und ihren Kollegen gegenüber zu Beginn einen Wissensvorsprung hat.

Absolutes Higlight war für mich das Setting des Krimis. Die bildhaften und atmosphärischen Beschreibungen der Landschaft, der rauhen, aber wunderschönen Natur und der dortigen von Verzicht, aber auch Zufriedenheit geprägten Lebensweise haben mir unglaublich gut gefallen. Die Begeistertung des hinter dem Pseudonym Madita Winter steckenden Autorenpaars ist auf beinahe jeder Seite zu spüren und ansteckend. Auch die Kultur der Sami findet an mehreren Stellen Erwähnung, was ich persönlich als sehr interessant empfand.

Aber auch die Charaktere haben mir ausnahmslos gut gefallen. Protagonistin Annelie war mir auf Anhieb sympathisch. Sie war früher einmal bei der Mordkommission, ist inzwischen aber wegen der Liebe nach Lappland gezogen. Sie hat Biss, eine gute Beobachtungsgabe und Spürsinn und es macht Spaß, sie bei den Ermittlungen zu begleiten. Aber auch ihre beiden Kollegen, auf die sie sich absolut verlassen kann, ihr Verlobter Daniel, der in Sachen Suvival wirklich was auf den Kasten hat, und Daniels IT-verrückte Schwester habe ich schnell ins Herz geschlossen und so hoffe ich sehr auf ein Wiedersehen!

Der Plot an sich ist spannend und verzwickt. Schnell kristallisiert sich heraus, dass Annelie mit ihrem Verdacht, dass Stellans zwischenzeitliches Verschwinden etwas mit den ungelösten Vermisstenfällen zu tun hat, Recht hat. Doch die tatsächlichen Zusammenhänge, der Täter sowie das Motiv bleiben sehr lange im Verborgen. Einige Faktoren, wie bspw. die ungezähmte Natur und eisigen Termperaturen, sorgen dafür, dass die Ermittlungen zusätzlich erschwert werden, trotzdem geht dies zu keinem Zeitpunkt zu Lasten der Spannung. Der Leser wird dazu animiert, mitzurätseln, wird bei der Identität des Täters aber geschickt auf falsche Fährten gelockt, sodass die schlussendliche Auflösung überrascht, aber zugleich überzeugt. Vor allem das letzte Drittel hat es spannungstechnisch in sich und konnte mich auf ganzer Linie begeistern.

Fazit:
Spannender und fesselnder Krimi, der nicht nur mit tollen Charakteren sondern auch einem atmosphärische Setting begeistern kann. Ich hoffe sehr auf weitere Fälle für Annelie und ihre Kollegen.
Profile Image for Sim Hel.
385 reviews2 followers
August 13, 2025
Wer eine schnelle, leicht zu lesende Lektüre sucht, ist bei "Mordlichter" richtig.
Ich habe die Geschichte um die schwedische Polizistin Anneli gerne gelesen. Sie bietet Spannung, eine einmalige Atmosphäre und interessante Einblicke in das Leben im Polarkreis.
Besonders gut gefallen hat mir, dass das Autorenduo versucht, uns Deutschen, die Atmosphäre und das Leben im hohen Norden nahezubringen. Man erfährt, wie hart das Leben besonders im Winter sein kann, aber dass es durchaus auch seine Reize hat. Von Vorteil ist hierbei, dass die Autoren selbst aus Deutschland stammen und somit den direkten Vergleich haben.

Der Krimi ist für einen Debütroman spannend und verzichtet auf unnötigen Füllstoff. Wenn man über ein paar Klischees, was Handlung und Figuren betrifft, hinwegsehen kann und auch eine gewisse Vorhersehbarkeit, was den Täter angeht (so viele Möglichkeiten gibt es ja nicht!), ignorieren kann, der wird gut unterhalten.
Das Buch lässt sich zudem schnell runterlesen, was an dem ziemlich einfachen Schreibstil liegt, der auch nicht immer ganz hasenrein ist, da meiner Meinung nach einiges ein bisschen zu glatt läuft und manches nicht ganz glaubwürdig ist, z.B. dass ein Mann, der einen mittelschweren Herzinfarkt erleidet, nach ein paar Tagen schon wieder zur Arbeit geht.

Ein insgesamter gelungener Auftakt mit ein paar Schönheitsfehlern.
Profile Image for Margarethe.
572 reviews
January 4, 2022
Also das soll dann ein Krimi sein?
Anfangs kann sich das Buch nicht entscheiden, ob es ein Reiseführer Lapplands soll, eine Gebrauchsanweisung für das Leben am Polarkreis, Liebesroman oder doch der angekündigte Krimi. Hat man sich damit abgefunden, kann man die Krimihandlung und die Landschaftsbeschreibungen geniessen.
Was mir gar nicht gefallen hat war, dass die Ermittlerin zum Beispiel wirklich gut ist und echt Ahnung und wirklich weiss was sie will und sehr erfahren ist, und das wird andauernd betont, die Liebe ihres Lebens, die Kollegen sind echt alle super nett und toll und fähig, die Regierung in Schweden bzw. der ihr gehörenden Konzerne sind böse und die Sami, die das Land seit Jahrhunderten bevölkern, stellen doch glatt Besitzansprüche an ihr Land, wo es so tolle Bodenschätze hat und die Rentiere, die da oben herumwandern sind echt doof.
Dieses Buch gehört zu der Kategorien - ich schreibe mal ein Krimi von einem Ort oder einer Gegend, in die ich immer in Urlaub fahre bzw. in die ich übergesiedelt bin und zeige alle wie toll ich mich da auskenne.
Kann amüsant sein, kann interessant sein - muss aber nicht.
11 reviews
April 14, 2023
Ein durchschnittlicher Krimi, bei dem mich aber doch ein paar Sachen gestört haben. Stellan, der vermisste Junge scheint recht fähig und verständig zu sein. Er befreit sich aus seinem Gefängnis, rüstet sich aus und schlägt sich durch die Wildnis zu einer Straße durch, nur um auf dieser dann vor einem LKW auf und ab zu hüpfen, von dem er dann überfahren wird? Das passt doch nicht zusammen. Wieso sollte er nicht ausweichen?
Außerdem wird bereits bei der großen Suchaktion nach ihm erwähnt, dass in der Nähe eine Bärenhöhle ist. Warum wird die nicht auch durchsucht? Nur damit im Plot mehr Fragen länger offen bleiben?
Ebenfalls etwas übertrieben waren die Darstellungen des unfassbar perfekten, muskulösen und fähigen Freundes Daniel, sowie die sehr negative Polizeichefin, die gegen jegliche Ermittlungen ist, nicht sehr realistisch.
Die Frage ist auch, wie dieses Buch wohl bei den Sami selbst ankommen würde, da sie hier doch als sehr missgünstiges und problematisches Volk beschrieben werden und in kein gutes Bild gerückt werden.

PS: Ich habe das Hörbuch gehört und die Sprecherin hat den Hot Tub leider die ganze Zeit den Hot Tube genannt, also eine heiße Röhre...
Profile Image for Elke.
1,943 reviews42 followers
April 6, 2022
In der eisigen Kälte Lapplands ermittelt Anelie Andersson im Fall eines verschwundenen Teenagers. Kurz darauf wird dieser überfahren - doch es sind auch Spuren zu finden, die darauf hindeuten dass der Junge gefangen gehalten wurde. Als Anelie immer weiter nachforscht, stößt sie auf weitere Vermisstenfälle. Alles deutet auf eine Serie hin, und so beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, denn jederzeit könnte der Täter erneut zuschlagen...
Während das Rätsel um die vermissten Personen und die Auflösung des Falles ganz meinen Geschmack trafen, konnte mich gerade die Hauptperson Anelie nicht gänzlich überzeugen, ohne dass ich aber genau sagen könnte warum. Die Stärke des Buches liegt eindeutig in der Handlung, aber nicht unbedingt in den Dialogen und der Interaktion (besser vermag ich es leider nicht in Worte zu fassen).
Ich liebe Thriller die im Winter oder winterlichem Klima spielen. Die Eiseskälte passt gut zu grausigen Fällen und verstärken auf wohlige Weise die Gänsehaut, die diese auslösen - zumindest solange ich beim Lesen im Warmen sitzen und es mir gemütlich machen kann. Auf jeden Fall haben die Mordlichter für ein paar spannende Lesestunden gesorgt.
Profile Image for Barbara Heckendorn.
479 reviews13 followers
October 28, 2024
‘Mordlichter’ is Madita Winter's first book. The content has a lot to do with her life situation. It is set in Lapland, Sweden, where Anelie Anderson, a former homicide detective in Stockholm, has moved for love and now works as a police officer in a small police station. Madita Winter has also moved to the far north with her husband.
In the Arctic Circle in northern Sweden, people live in ice and snow almost all year round. When a woman contacts Anelie because her seventeen-year-old son has disappeared, Anelie sets to work. The boy is soon found. He has been wrapped in furs and run over by a car. But he was obviously held captive somewhere beforehand. The more Anelie investigates, the more her experience and intuition tell her that there is more to it than just an accident. She discovers that several people have also disappeared without trace in recent years.
In faraway Lulea, people don't like the fact that she has discovered something and bites into it like a bloodhound, because they want to close Anelie's little police station for good.
This was a very gripping thriller. I'm already looking forward to the next book.
118 reviews
January 24, 2025
Mir gefällt die ungewöhnliche Umgebung dieser Serie: Nordschwedische Polarkreis, fast das ganze Jahr in Schnee und Eis. Viel Natur und Wissenswertes über die Region. Es arbeiten auch in dieser Serie viele Protagonisten mit der Polizistin Anelie Andersson zusammen. Manchmal erscheint etwas unlogisch oder unprofessionell, ich konnte darüber aber ganz gut hinweg hören.
1 review
January 2, 2022
Sehr spannender und fesselnder Krimi! Ich freue mich, dass die Autoren bereits an weiteren Romanen mit den gleichen Protagonisten arbeiten.
Profile Image for Felkyo Grey.
6 reviews
March 8, 2022
Dieses Buch ist soooo schlecht. Rassistisch, schlecht geschrieben, eindeutig schlampig recherchiert und lächerlich unspannend D:
Profile Image for Cantona.
567 reviews
November 13, 2024
Überraschend gut.
Nicht zu überdreht. Tolle Charaktere.
Interessantes Setting.
Displaying 1 - 26 of 26 reviews