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Jetzt halt doch mal die Klappe, Mann!: Warum wir auf Mansplaining keinen Bock mehr haben

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Ob im Büro, im Bus oder zu Hause, Männer erklären weiblich gelesenen Personen gerne ungefragt ihren Job, ihre Emotionen, ihren Körper, eben ihre ganze Welt – und das oft ohne jegliche Kompetenz, dafür mit reichlich Arroganz und völlig unabhängig davon, ob ihr Gegenüber ausgewiesenermaßen Expert*in Die Herren der Schöpfung halten einfach nicht ihre Klappe. Das sogenannte Mansplaining weist Frauen automatisch eine untergeordnete passive Rolle zu und gesteht ihnen in Wort und Tat keinen Platz zu. Doch woher kommt dieses Verhalten und was hat es mit unserer patriarchal geprägten Gesellschaft zu tun? Die Feministin und preisgekrönte Slammerin Fee Brembeck erklärt die Gründe für den männlichen Erklärungsdrang, verknüpft sie mit persönlichen Erfahrungen und schlägt eine Brücke zu anderen Kampfplätzen des Feminismus wie Geschlechterstereotypen, Emotional labor, Manspreading und toxischer Männlichkeit. Dazu gibt sie hilfreiche Tipps, wie man mit Klasse und Humor die Mansplainer in ihre Schranken weist oder sogar selbst vom Mansplainer zum Feministen wird. Ein kluges, unterhaltsames und längst überfälliges Werk!

257 pages, Kindle Edition

Published October 18, 2021

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Fee Brembeck

3 books1 follower

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Displaying 1 - 11 of 11 reviews
Profile Image for Elena.
1,041 reviews417 followers
November 15, 2021
"Damit uns irgendwann mehr bleibt, als fassungslos, belustigt, entnervt, manchmal verzweifelt im Nachhinein zu lachen und uns doch wieder herabgewürdigt zu fühlen." - Fee Brembeck, "Jetzt halt doch mal die Klappe, Mann!: Warum wir auf Mansplaining keinen Bock mehr haben"

Laut Wikipedia bezeichnet "Mansplaining" herablassende Erklärungen eines Mannes, der davon ausgeht, er wisse mehr über den Gesprächsgegenstand als die - meist weibliche - Person, mit der er spricht. Fee Brembeck widmet diesem Phänomen ein ganzes Buch - und das sowohl gekonnt, als auch zurecht! Denn ich würde mal behaupten, dass alle weibliche gelesenen Personen schon in sehr viele Situationen geraten sind, in denen ihnen cis Männer die Welt erklärt haben - unaufgefordert, meist ohne jegliche Kompetenz und dabei mit vor Arroganz triefendem Auftreten. Dass Mansplaining aber gar nicht nur nervig ist, sondern auch einen toxischen Nährboden für andere patriarchale Missstände wie Geschlechterstereotype, sexualisierte Gewalt, Emotional Labor und viele mehr bietet, arbeitet die Autorin fundiert anhand von Quellen und auch anhand persönlicher Anekdoten heraus.

Gerade Letztere fand ich besonders gelungen, denn Feminismus gepaart mit Humor (obwohl Frauen* doch gar nicht lustig sein können *Ironie off*) finde ich besonders bereichernd und spannend. Was als lustig empfunden wird und was nicht ist ja meist vom persönlichen Geschmack abhängig (dass diese Aussage nicht ganz richtig ist, kann man auch in diesem Buch entdecken), Fee Brembeck zupft aber genau an der Saite von Witz, die mich schmunzeln lässt. Das kommt auch nicht von ungefähr, denn die selbsternannte Berufsfeministin ist ein Multitalent: Sie ist Kabarettistin, angehende Opernsängerin, Poetry Slammerin - und Autorin, offensichtlich. Aus ihren verschiedenen Lebensbereichen lässt sie auch verschiedenste Facetten in ihr Buch einfließen. Ob nun Mozarts Oper "Don Giovanni" als Einleitung für die Debatte um sexualisierte Gewalt und wem eigentlich geglaubt wird herhält oder eine Preisverleihung für einen Poetry-Slam-Preis sich vor allem durch einen mehr als peinlichen Mansplaining-Moment für dieses Sachbuch qualifiziert hat: Gerade diese erfrischend neue Mischung aus Erfahrungen hat mir hier ein besonders eindrückliches und tolles Leseerlebnis beschert. Zudem konnte ich viel frisches Wissen anhäufen, zum Beispiel wie viele männlich gelesene Erklärbären es im Kinderfernsehen gibt und was für Auswirkungen das auf Mädchen* hat.

"Jetzt halt doch mal die Klappe, Mann!: Warum wir auf Mansplaining keinen Bock mehr haben" klingt vielleicht erst mal nach einem ziemlich polemischen und feindseligen, etwas aggressiven Titel. Er ist aber berechtigt. Denn ich habe definitiv keine Lust mehr auf die Dieters, Peters, Jans und Michaels dieser Erde, die denken, sie würden alles besser wissen als ich. Oder sich die Ideen von FLINTA* anhören und sie dann als den eigenen, gerade gefassten Geistesblitz ausgeben. Mir reichts - und Fee Brembeck auch. Dieses Sachbuch sollte unbedingt gelesen werden, denn es ist begründet, intersektional, schlagfertig und vor allem: notwendig.
Profile Image for Ksenia.
160 reviews12 followers
August 25, 2022
Da zeigt es sich wieder, don’t judge a book by its cover! Ich habe weit mehr gekriegt, als ich erwartet habe! Ich dachte anhand des Covers und auch anhand der Tatsache, dass die Autorin u. a. Kabarettistin ist, dass ich in dieses Thema eher locker, leicht und mit Humor verpackt und eher auf einer oberflächlichen Schiene eingeführt werde. Ich wurde positiv überrascht. Das Buch ist zwar locker geschrieben, aber geht trotzdem in die Tiefe und hat Hand und Fuß. Auf ein paar der witzig gemeinten Fußzeilen hätte ich persönlich durchaus verzichten können, aber das hat mein Leseerlebnis nicht großartig gestört.

Kann ich nur weiterempfehlen.
Profile Image for Rike.
138 reviews20 followers
November 8, 2021
Welche weiblich gelesene Person kennt es nicht – bei der Arbeit, in der Freizeit oder in Schule und Ausbildung, regelmäßig versuchen Männer FINTAs ungefragt zu erklären, wie die Welt funktioniert. Dabei ist völlig egal, ob man die gleiche Ausbildung genossen hat, wenn nicht sogar höher qualifiziert ist, denn es wird direkt davon ausgegangen, dass „Mann“ mehr Ahnung hat und die belehrenden Wortbeiträge natürlich auch erwünscht ist.

Diesem Thema widmet sich die Poetry Slammerin, Berufsfeministin und Autorin Fee Brembeck in ihrem neusten Werk „Jetzt halt doch mal die Klappe, Mann“! In neun Kapiteln befasst sie sich mit den Gründen für Mansplaining, erzählt zahlreiche Anekdoten und zeigt einige Ansätze auf, wie damit umgegangen werden kann. Gleichzeitig werden thematisch überlappende Bereiche, wie Geschlechterstereotypen, Privilegien, Care Arbeit, Schuldzuweisungen gegen Opfer von sexueller Gewalt und toxische Männlichkeit behandelt.

Besonders interessant fand ich, wie das deutsche Kinderwissensfernsehen in Hinblick auf Gleichberechtigung und fehlende Vorbilder beleuchtet wurde und viele Beispiele aus Social Media, von Prominenten oder aktuellen Strafverfahren mit einbezogen wurden, sodass das Buch keineswegs trocken ist, sondern stets mit lebhaften Beispielen untermalt wird.

Ergänzt wird das Ganze von Brembecks Humor und der Art und Weise, wie sie diesen im Text und in zahlreichen Fußnoten einbringt ohne die eigentliche Thematik kleinzureden.

In Hinblick auf die Nutzung von Literatur möchte ich zudem positiv hervorheben, dass die Autorin von Anfang an klar definiert, dass das Thema Mansplaining nicht nur cis Frauen betrifft, sondern alle FINTA Personen. Bei einer der genutzten Quellen zeigt sie daher auch klar auf, dass es sich bei dieser nicht um intersektionalen Feminismus handelt und bestimmte Personengruppen ignoriert werden.

Insgesamt war es ein gelungen strukturiertes und recherchiertes Sachbuch, in dem das Thema Mansplaining mit viel Witz, aber auch der notwendigen Ernsthaftigkeit behandelt wird, das ich sehr weiterempfehlen kann. 5 Sterne!
Profile Image for Mira123.
672 reviews9 followers
December 5, 2021
Ich denke nicht, dass es da draußen einen als weiblich gelesenen Menschen gibt, der:die nicht schon mal Mansplaining erlebt hat. Mansplaining ist, wenn mir zum Beispiel mein Cousin, der die Schule noch nicht abgeschlossen hat, erklärt, was Literatur ausmacht oder wenn mir fremde Menschen, die meinen Blog gerade gefunden haben, ungefragt erklären, was eine Dystopie ist, weil sie dieses Wort in einer meiner Rezensionen gelesen haben und nur sichergehen wollen, dass ich auch wirklich verstanden habe, was das ist. Dass ich einen Bachelor in Literaturwissenschaft habe und meine Bachelorarbeit über Dystopien geschrieben habe, scheint diesen Menschen egal zu sein. Aber natürlich wurde ich auch schon in anderen Lebensbereichen gemansplained. Beliebt sind dabei scheinbar vor allem technische und seit Corona auch medizinische Angelegenheiten. Versteht mich nicht falsch: Ich habe nichts dagegen, wenn mein Arzt mir die Vorteile einer Auffrischungsimpfung nochmal ins Gedächtnis ruft oder mein Bruder mir bei Computerproblemen hilft, nachdem ich ihn darum gebeten habe. Was mich stört, ist, wenn Max Mustermann ungefragt glaubt, er müsse mir jetzt erklären, wie ein Kaffeeautomat funktioniert. Aber hey: Langsam wird auch immer mehr Männern bewusst, dass dieses Phänomen existiert. Und damit das immer schneller passiert, lese und rezensiere ich Bücher wie dieses.

Hier geht Brembeck, Poetry-Slammerin, Autorin und angehende Opernsängerin, auf dieses nervige Phänomen ein. Denn auch sie hat Erfahrung damit und erzählt hier Anekdoten, die genauso witzig wie tragisch sind. Gleichzeitig geht sie auf Statistiken zum Thema ein. Wer dieses Buch liest, weiß danach nicht nur, wie Mansplaining aussieht, sondern auch, warum das eigentlich so schlimm ist, welche Auswirkungen das auf FINTA hat. Ja, diese Abkürzung gehört zu den neuen Dingen, die ich aus diesem Buch gelernt habe. FINTA steht für Frauen, Inter-Menschen, nicht-binäre Menschen, trans* Menschen und agender Menschen. Finde ich eine gute Abkürzung, die ich in Zukunft definitiv öfter nutzen werde.

Der Stil dieses Sachbuchs ist trotz des sehr ernsten Themas unterhaltsam, positiv und oft sogar witzig. Man merkt einfach, dass die Autorin sich ausdrücken kann und stellenweise hatte ich auch das Gefühl, dass ihre Erfahrung als Poetry-Slammerin sichtbar wurde. Aufgrund des angenehmen und nicht zu komplizierten Stils ist dieses Buch meiner Meinung nach auch für Menschen geeignet, die sich mit diesem Buch zum ersten Mal mit dem Thema beschäftigen.

Mein einziger Kritikpunkt ist, dass im Korrektorat leider der ein oder andere Fehler übersehen wurde. Es stört den Lesefluss nicht, aber es ist mir halt doch aufgefallen.

Mein Fazit? Ein gut gelungenes Sachbuch und eine klare Empfehlung.
Profile Image for Mybellelibrary.
81 reviews20 followers
January 9, 2022
4,5 ⭐️

„Ich möchte mich nicht dafür entschuldigen, Wahrheiten und klare Meinungen auszusprechen. Wer sich davon angegriffen fühlt, dass jemand ein krankendes diskriminierendes System anprangert, sollte sich überlegen, warum ihm an diesem System so sehr gelegen ist. – S. 61

Fee Brembeck widmet sich in ihrem Buch „Jetzt halt doch mal die Klappe, Mann! Warum wir auf Mansplaining keinen Bock mehr haben“ einer ganz bestimmten Thematik – ihr ahnt es schon – dem Mansplaining. Zugegeben, den Titel empfand ich zunächst als sehr abschreckend, irgendwie reißerisch und feindselig und hätte es mir ohne einige positive Stimmen hier auf Instagram wohl auch nicht zugelegt. Doch da wäre mir definitiv etwas entgangen.

Mansplaining bezieht sich auf herablassende Erklärungen eines Mannes, der davon ausgeht, er wisse generell mehr über das Gesprächsthema als sein Gegenüber, die meist weiblich gelesene Person. Fee Brembeck geht hier auf die Techniken und Hintergründe dieses Phänomens ein. Mit den harten Fakten geht sie dem Mansplaining an den Kragen und deckt die patriarchalischen Strukturen auf, die diesem zugrunde liegen. Dass in dieses Buch einiges an Recherche geflossen ist, verdeutlicht allein das Quellenverzeichnis. Zugleich lässt Fee Brembeck immer wieder eigene Erfahrungen einfließen und macht das Buch so und durch ihren lockeren, sehr humorvollen Schreibstil ausgesprochen zugänglich. Die Ernsthaftigkeit des Themas geht dabei auch nicht unter. Man merkt hier durchaus, dass sie auch als Kabarettistin und Poetry-Slammerin tätig ist (und wie ein waschechtes, obercooles Multitalent auch als Opernsängerin!). Ich konnte dem Buch wirklich viele wichtige Informationen entnehmen und war nicht selten einfach wiedermal sprachlos über einige Gegebenheiten. War euch zum Beispiel bewusst, dass Informationssendungen im TV zu ungefähr zwei Dritteln von Männern moderiert werden? Nein? Mir auch nicht, also empfehle ich dringend einen Blick in „Jetzt halt doch mal die Klappe, Mann! Warum wir auf Mansplaining keinen Bock mehr haben“. Von solchen Beispielen brauche ich dringend mehr, denn oftmals waren die geschilderten Fälle eben doch sehr Einzelfall-behaftet und hier geht es um eine breite Masse. Im letzten Kapitel gibt sie der Leserschaft auch ein paar Tipps an die Hand wie man mit Mansplaining umgehen kann. Alles in allem ist dieses Sachbuch auf jeden Fall geeignet neue Denkanstöße und spannende Argumente zu sammeln, also lest selbst!
Profile Image for janasbuecherwelt.
304 reviews21 followers
November 9, 2021
Wer weiß was der Begriff "Mansplaining" bedeutet und hat sich bereits bewusst damit beschäftigt?

Mir war der Begriff zuvor bereits ein Thema, aber ausreichend, bewusst und intensiv habe ich mich mit der Thematik zuvor nicht auseinander gesetzt. Umso glücklicher war ich, als ich dieses Buch gesehen hatte.
Vielen Dank für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars liebes @bloggerportal.

Fee Brembeck, Poetry Slammerin und Berufsfeministin, widmet sich genau diesem Thema des Mansplainings. In neun Kapiteln hat die Autorin erzählt die Autorin von Gründen des Mansplainings, Anekdoten aus ihrem Leben und zeigt konstruktive Ansätze auf, wie mit der Thematik umgegangen werden kann. Zudem werden Themen wie Privilegien, Care Arbeit und toxische Männlichkeit thematisiert.

Einige Kapitel beinhalteten für mich sehr wichtige und neue Punkte, über die ich mir zuvor noch nie Gedanken gemacht habe. Das Buch empfand ich an keiner Stelle als trocken, es wurde durch viele Beispiele aufgelockert, trotz eines ernsten und wichtigen Themas. Die Botschaft wurde dabei auch nie aus den Augen gelassen.

Für mich ist dieses Buch sehr strukturiert und besonders gut recherchiert aufgebaut. Die Kombination von Witz und der erforderlichen Ernsthaftigkeit machen es zu einem besonderen Leseerlebnis.
Ich kann das Buch uneingeschränkt weiterempfehlen.
Profile Image for Aengelchen.
118 reviews
December 28, 2021
Wichtige Lektüre für Mädchen und Frauen, die sich sicher in vielen Situationen wieder erkennen ebenso wie das Gefühl das man hatte, ohne es genau in Worte fassen zu können. Man hat in einer Situation eine kognitive Dissonanz ohne sie formulieren zu können. In diesem Buch werden die Situationen beschrieben.
Ich habe der ersten Lesung der Autorin in Saarbrücken beigewohnt und freue mich auf weitere Werke von ihr, denn sie hat etwas zu sagen, was von Bedeutung ist.
Profile Image for Finja.
67 reviews2 followers
April 12, 2022
4 ⭐️
“Solange Männer immer wieder Männer fragen, wird sich daran nicht ändern. Solange vor allem Männer Medien führen, Männer Politik machen, Männer als Experten in den Medien auftreten, wird sich daran nichts ändern“. (Zitat S. 13).

Fee Brembeck hat mit „Jetzt halt doch mal die Klappe Mann!“ ein wahnsinnig informatives Buch geschrieben, dass super viele Bereiche abdeckt; Alltag, Politik, Arbeitswelt, Entstehung, Bedeutung für heutige Gesellschaft, Lösungsansätze… Dabei hat sie so gut wie jede These mit entsprechenden Quellen belegt, aber vor allem auch ihre eigene Meinung und an passende Stellen Ironie eingebaut. Ich hatte zwischendurch echt „Aha-Momente“ und bin super happy, da ich vieles davon für meine Facharbeiter nutzen kann.

Kategorie: MUST READ
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