Ein berührender, aufrüttelnder Roman über Mobbing, Schlankheitswahn und Selbstvertrauen – von Wattpad-Star L. Ochrasy
»Du läufst durch die Welt und denkst, sie gehört dir. Du machst Menschen kaputt und hast nicht einmal eine Ahnung davon.«
In sechs Wochen kann viel passieren. In den Sommerferien verändert sich Linas Aussehen radikal: Sie verliert ihren Babyspeck, entdeckt Make-up und wird die gehasste Zahnspange los. Sie erkennt sich selbst nicht wieder – und das Beste ist: ihre Mitschüler, die ihr bisher das Leben zur Hölle gemacht haben, auch nicht! Lina beschließt, Rache zu nehmen. Allen voran an Jona Fitz. Doch dann funkt ihr Herz immer mehr dazwischen ...
»Ich liebe dein Buch! Es zeigt die bittere Wahrheit und redet nichts schön. Trotzdem ist die Geschichte total süß.« (Leserstimme auf Wattpad, Leonie36)
Triggerwarnung: Diese Geschichte behandelt die Themen Mobbing und Essstörungen.
Wattpad verbindet eine Gemeinschaft von rund 90 Millionen Leser:innen und Autor:innen durch die Macht der Geschichte und ist damit weltweit die größte Social Reading-Plattform. Bei Wattpad@Piper erscheinen nun die größten Erfolge in überarbeiteter Version als Buch und als E-Book: Stoffe, die bereits hunderttausende von Leser:innen begeistert haben, durch ihren besonderen Stil beeindrucken und sich mit den Themen beschäftigen, die junge Leser:innen wirklich bewegen!
Ich mag dieses Buch, wirklich, aber ich habe auch leider genauso Kritikpunkte. Lange Zeit erfährt man gar nicht wie viel Lina eigentlich abgenommen hat, doch irgendwann wird klar, dass es locker an die 40 Kilo sein müssten. Irgendwann wird auch am Rande erwähnt, dass sie bereits vor den Ferien begonnen hatte abzunehmen. Warum ich das spoiler? Damit es euch beim Lesen nicht geht wie mir, denn ich weiß wie schwer es ist abzunehmen und diese Menge an Gewicht, in 6 Wochen, haben mich gewaltig mit den Ohren schlackern lassen. Besonders als dann noch aufkam, dass ihr Körper, außer an einer Stelle, schon wieder schön straff sei. Sorry, aber das ist einfach nicht glaubwürdig. Wobei ich auch verstehe, dass die Autorin diesen Weg gewählt hat, um die Geschichte einfacher zum laufen zu bringen bzw. schneller zum eigentlichen Punkt zu kommen. Die Charaktere sind ebenfalls etwas anstrengend, denn Lina ist unfassbar naiv und Jona, der ist eben Jona. Wie schon der Klappentext verrät, ist sie auf dem besten Weg sich in ihn zu verlieben, obwohl er ihr immer das Leben zur Hölle gemacht hat - und damit auch nicht aufhört, zumindest anderen gegenüber, nur weil er jetzt nett zu ihr ist, da sie Germanys next Topmodel ist.
Entsprechend anstrengend ist es als Außenstehender die Fassung zu wahren, weil man Jona gern eine auf die Nase geben möchte, und Lina gleich mit. Dem einen für seine unfassbar arrogante Art und der anderen, weil sie einfach die Augen nicht aufmacht. Wer sich gespoilert fühlt, für den tut es mir leid, aber ich denke, dass ich nicht mehr verrate als der Klappentext eigentlich schon suggeriert. Zudem passiert natürlich noch einiges mehr in dem Buch, schließlich hat die Autorin knapp 300 Seiten mit der Geschichte gefüllt. Trotz meiner erwähnten Kritikpunkte, fand ich die Message hinter dem Buch unglaublich wichtig. Wir sollten uns dem Schönheitswahn nicht hingeben, auch wenn es bedeutet von dem einen oder anderen Menschen weniger akzeptiert zu werden. Es kommt auf die an, die uns akzeptieren. Wenn Mobbing auftritt, dann muss man sich wehren, oder eingreifen. Ebenfalls ein Thema, das in diesem Buch Platz findet. Nicht einfach die anderen machen lassen, denn auch Schweigen bestätigt denjenigen in seinem tun. Aber ich will jetzt hier gar nicht ausschweifen oder einen Vortrag halten. Ich wollte lediglich verdeutlichen, wie sehr mir diese Themen am Herzen liegen.
Besonders gegen Ende, als sich die Situation dann zuspitze, trieb mir die Geschichte die Tränen in die Augen. Hier möchte ich auch gar nicht mehr dazu sagen, außer dass ich es sehr fühlen konnte. Im Grunde würde ich sagen, dass es kein super Buch ist, auch kein so tolles, aber ein Buch, dass mich aufgrund seiner Thematik doch sehr mitgenommen hat. Lässt man einige unlogischen Punkte, wie super straffe Haut nach einer so große Abnahme, außer Acht, dann ist es tatsächlich ein bisschen wie im richtigen Leben. Leider.
Fazit:
Eine berührende Geschichte darüber, dass man es nicht jedem recht machen kann und man sich selbst treu bleiben sollte.
Dieses Buch habe ich ganz abseits des Mainstreams entdeckt. Ich bin mir nicht mehr sicher, ob ich es beim Vorschauendurchblättern gesehen habe oder es mir beim Surfen entgegengesprungen kam. Aber ich kann mich an keinen großartigen Social Media Hype erinnern. Dabei wäre das Buch dafür prädestiniert: Es geht um Body Shaming und Mobbing und die Autorin wurde bekannt durch die Plattform „Wattpad“. Letzteres ist für mich nicht sonderlich interessant, die Thematik aber umso mehr. Deshalb stand das Buch lange auf meiner Wunschliste und nun habe ich zugegriffen und losgelesen.
Bücher, die sich mit der Problematik des Dickseins in unserer Gesellschaft auseinandersetzen, sind mein Ding. Nicht etwa, weil es mir so gut gefällt, sondern weil ich selbst betroffen bin. Ich bin eine Plussize Frau, die mit dem Eintritt ins Schulgeschehen damit konfrontiert wurde, nicht auszusehen wie alle anderen. Man schaut mich an und folgert: faul, Vielfraß, unsportlich, ungesund. Das tut nicht nur weh, sondern verändert auch die Wahrnehmung. Ich bin mir meiner Erscheinung bewusst und bin mir sicher, dass man vorrangig über mein Gewicht nachdenkt, wenn man mich sieht. Das ist eine psychische Belastung, die ich wohl bis zu meinem Lebensende mit mir tragen werde. Umso schöner und motivierender finde ich es, wenn Autor*innen sich mit dem Thema auseinandersetzen und Protagonistinnen erschaffen, mit denen ich mitleiden, aber auch mitfiebern und von denen ich schließlich auch etwas lernen kann. Mit diesem Rucksack ging ich nun an die Lektüre von L. Ocharsys „FAT“ heran. Vielleicht hätte ich das Genre und das Alter der Autorin bedenken sollen…
… denn ich bin hochgradig enttäuscht von dieser infantilen und unreflektierten Geschichte. Doch bevor ich meine Kritik äußere, möchte ich auf die positiven Aspekte des Romans zu sprechen kommen, die durchaus vorhanden sind!
Der Schreibstil wird dem Genre Young Adult gerecht und besticht durch jugendlichen Charme. Es wird sehr schnell sehr deutlich, was die Autorin mit dem Buch bezwecken will. Die Ausprägungen des Schönheitswahns sind unerträglich und machen (nicht nur) Teenagerseelen kaputt. Es ist hart, das Mobbing gegenüber Lina mitzuerleben und nicht eingreifen zu können. Es tut weh, es löst etwas in mir aus, es macht mich wütend – und das ist sehr gut und spricht für die Qualität in diesem Bereich der Geschichte. Das Ende hat mich tatsächlich in meiner Meinung etwas wanken lassen: Ich war zu Tränen gerührt. Die Zuspitzung der Situation war sehr gut ausformuliert und die Schlussfolgerungen, die Lina gezogen hat, waren einsame Spitze. Dieses Ende ist der Grund, warum ich dieses Buch schrecklich und schön zugleich finde.
Doch leider, leider, leider hatte das Niveau des Schlusses nichts mit dem Rest zu tun. Der Anfang strotzte nur so vor Plakativismus und ließ mich schmerzlich Subtilität vermissen. Die Mutter ist in ihrer Rolle völlig überzeichnet, was in Karikaturen wirkt, mich aber im Kontext so eines Buches einfach nur wütend macht. Sie kann ja gern an ihrer Tochter rummäkeln (das kennen wir doch alle), aber nicht so. So herzlos, gemein und zermürbend. Es wäre viel logischer, wenn die Tochter bei ihrem Vater wohnen würde, der nur drei Straßen weiter gezogen ist und sie einfach liebt, wie sie ist. Lina sollte mir als Protagonistin ans Herz wachsen, doch ich möchte sie eigentlich nur schütteln. Sie ist naiv, gutgläubig und super egoistisch. Teenager hin oder her, was sie abzieht, zeugt von einem sehr unterschwelligen Charakter. In sechs Wochen hat sie sich scheinbar dreiviertelt (was völligiger Nonsens ist, aber dazu später mehr) und dabei nicht nur Gewicht, sondern auch Gehirnzellen verloren wie ihre Freundin Gloria so treffend formulierte (die Einzige übrigens, die das Herz am rechten Fleck hat). Das i-Tüpfelchen ist jedoch Jona. In all seiner boshaften Missverständlichkeit. Ich war auch mal ein dicker Teenie und ich hatte mit echt fiesen Jungs zu tun, aber bitte, es gibt Grenzen! So gemein ist niemand. Absolut NIEMAND. Das ist so überspitzt, dass es einfach nicht mehr schön ist. Ey, der Junge hat doch ein Herz in der Brust! Zu sehen an seinen ultracoolen Eltern und seiner taffen, kleinen Schwester, die es aufgrund von Narben im Gesicht auch nicht gerade leicht hat. Warum zum Teufel sollte so ein Junge so einen Hass auf dicke Menschen haben? Das ist absolut unbegründet. Er degradiert Lina ja regelrecht zu einem Objekt und spricht ihr völlig die Menschlichkeit ab. Das ist so widerlich und absolut ekelhaft, dass ich ihn nur aus vollem Herzen hassen kann. Jedes Wort, dass er an die „dünne Lina“ richtet, ist vergiftet mit all dem Scheiß, den er fabriziert, wenn er das Mega Arschloch raushängen lässt, weshalb ich nicht ein Fünkchen Verständnis dafür habe, dass sich Lina überhaut auf ihn einlässt. Egal, ob sie ihn nun reinlegen will oder sonst irgendwelchen pubertären Quatsch. Die Auflösung hat mich zwar etwas versöhnt, doch während ich das hier tippe, liegt mein Ruhepuls locker bei Hundertzwanzig und steigend. Ich finde diese Figur einfach unerträglich und finde es schade, wie wenig Finesse und Handwerk seitens der Autorin hier im Spiel sind.
Ganz ehrlich? Ich glaube, die Autorin hat keine Ahnung von dem, was sie da schreibt. Vielleicht ist sie mal gemobbt worden, aber vom Dicksein, von den Erfahrungen, Gedanken und Gefühlen, die da mit reinspielen, hat sie keinen blassen Schimmer. Es scheint auch nicht so, dass sie sich mit jemanden ausgetauscht hat, so wie es Kira Mohn in ihrem wundervollen Roman „The Sky in Your Eyes“ getan hat. Die Nachvollziehbarkeit und Faktenlage sind völlig verkehrt. Niemand nimmt innerhalb von sechs Wochen so viel ab, dass er zehn Kleidergrößen weniger tragen kann und dabei keine hängenden Hautlappen am Körper mitschleppt. Hier sind nur die Brüste ein Problem. Das ist so ein ausgemachter Humbug, dass es mich schon wieder wütend macht. Von Linas Gesundheit will ich gar nicht anfangen. Wie schädlich es ist, so schnell so viel abzunehmen und davon auszugehen, dass der Jojo nicht wieder irgendwann zuschlagen wird. Das ist ausgemachter Schwachsinn und zeigt die Unerfahrenheit und das Unwissen der Autorin.
Alles in Allem ist die Geschichte sehr eindimensional und an allen Ecken und Enden fehlt es an emotionaler Tiefe. Die Themen Schlankheitswahn, Mobbing, Bodyshaming usw. sind wichtig und richtig und werden hier auch mal härter, mal schwächer beleuchtet, doch es ist alles nicht wirklich rund. Ich finde Machart und Stil ganz fürchterlich, aber die Moral von der Geschicht ist der größte Pluspunkt dieser Story. Vielleicht bin ich zu alt, vielleicht bin ich zu tief drin in dem Thema, aber ich kann hiermit nichts anfangen. Ich baue keine (gute) Verbindung zu den Figuren auf, finde es absolut verwerflich, dass die Autorin eine Geschichte schreibt, zu der sie scheinbar absolut keinen Bezug hat und damit völlig ihre und die Glaubwürdigkeit des Romans in Abrede stellt. Eigentlich ist es ein Jammer, weil ich wirklich viel Potential sehe. Mir ist auch sonnenklar, warum die Autorin auf „Wattpad“ erfolgreich ist, doch zum Autor*innen Handwerk gehört mehr als Likes einsammeln.
Ich brauche echt nicht in jedem Satz lesen wie viel sie doch abgenommen hat, sorry aber es war echt langweilig. Ich wusste sehr früh schon wie es ausgeht.
Ein Buch, das viele Seiten menschlicher Abgründe aufzeigt, aber gleichzeitig auch die Entwicklung eben dieser Abgründe hervorhebt. Das Buch ist also wirklich interessant, tiefgründig, dramatisch, ein bisschen tragisch, aber voller Spannung. Erstmal inhaltlich betrachtet ist das Buch sehr interessant und aufklärungsreich. Ich finde es besonders beeindruckend wie Realitätsecht die Probleme der Protagonistin sind, wie ihr Verhalten und ihre Beziehung zu Essen dargestellt wird und wie sie sich selbst sieht. Denn es entspricht größtenteils dem klinischen Bild einer Essstörung und es wird auch nicht schön umschrieben. Denn im Grunde hat unsere Protagonistin ein etwas kompliziertes Selbstbild, dass immer wieder wechselt. Ich finde auch die verschiedenen Charaktere sehr interessant. Manche kann ich ganz gut leiden, andere wiederum überhaupt nicht. Zum Teil kann ich auch Jonas Verhalten nicht ganz nachvollziehen, wenn es um Beleidigungen geht und Mobbing. Sonst finde ich ihn sehr sympathisch, was verwirrend ist da er eigentlich schon ein ziemlicher Hitzkopf ist und das ist noch nett ausgedrückt. Er hat zwei Gesichter, ein liebes und freundliches und ein oberflächliches und negatives in sozialen Situationen. Die Story ist im gesamten betrachtet also wirklich vielfältig und informativ. Zusammengefasst kann man also sagen das es spektakulär ist. Die Story ist sehr aussagekräftig. Ein Mädchen, das in der Vergangenheit übergewichtig war und nun eine Wandlung hinter sich hat, versucht sich an ihre ehemaligen Mobber zu rächen. Ganz voran ihr Erzfeind, den heißesten Typen ihrer Schule. Doch sie hätte nie gedacht das ihr Plan sich ändert und sie Gefühle für eben diesen entwickelt. Jedoch muss sie sich die Frage stellen, ob ihre Liebe echt ist oder sie nur verblendet. Denn ihre Vergangenheit lässt sich nicht ändern, nur ihre Zukunft. Lina ist eine überaus vielschichtige Persönlichkeit. Sie war eine lange Zeit übergewichtig und hat dann in den Sommerferien stark abgenommen. Ebenso hat sie ihre Zahnspange verloren und sich oberflächlich betrachtet stark gewandelt. Doch dadurch hat sie andere Problemzonen bekommen. Außerdem ist sie innerlich noch nicht wirklich mit ihrer Vergangenheit und ihrer desaströs Beziehung zum Essen im reinen. Da sie in der Vergangenheit gemobbt wurde und nur eine Freundin hatte. Doch durch die neue Situation hat sie sich verändert und ihre Familie mit ihr, da ihre Eltern sich getrennt haben. An sich ist sie unsicher, freundlich und ruhig. Doch im Buch entwickelt sie sich stark in Richtung Oberflächlichkeit, wodurch sie jedoch an Selbstbewusstsein zulegt. Dadurch verliert sie für kurze Zeit sich selbst, kehrt aber dadurch viel stärker zurück. Es ist faszinierend, wie sie sich entwickelt und wie sie zu einer starken und unabhängigen jungen Frau wird, die ihren eigenen Wert erkannt hat. Jona ist ein sehr beliebter Junge, dem alle zu Füßen liegen. Er ist in einer liebevollen und fürsorglichen Familie aufgewachsen, in der seine Schwester eine starke Vernarbung im Gesicht hat. Doch trotz diesem äußerlichen Fehler seiner Schwester mobbt er andere für ihr unperfekt sein. Egal ob dick, pickelig oder stinkend, er mobbt sie alle. Doch wenn man ihn näher kennt, ist er vom Charakter her liebevoll, lustig, romantisch, freundlich. Zugleich kann er aber auch narzisstisch, überheblich und dämlich sein. Da er viele Sachen nicht mitbekommt und sein Verhalten nicht richtig einschätzen kann. Seine Entwicklung zeigt sich daran, dass er Gefühle für Lina entwickelt und aus seinen Fehlern lernt, auch wenn er nicht alle seine Verhaltensfehler einsieht. Zusammen sind die beiden sehr interessant zu beobachten. Eigentlich sind sie Todfeinde und ihre Beziehung ist geprägt von Hass. Doch durch Linas optische Wandlung hat sich ihre Beziehung verändert. Denn Jona umschwärmt Lina und die beiden fangen aneinander zu mögen, doch auch wenn sie Gefühle entwickeln, steht ihre Vergangenheit noch zwischen ihnen und verhindert ihr glücklich sein. Ich finde ihre Beziehung zueinander so ziemlich toxisch, aber auch total spannend. Das Ende war überaus gutgeschrieben. Es war eindeutig nicht vorhersehbar. Wenn ich ehrlich bin, habe ich auch nichts anderes von der Autorin erwartet, den in ihrem letzten Buch war das Ende auch total anders als ich gedacht hatte. So war es also auch in diesem Buch und ich habe es geliebt. Denn unsere Protagonistin hat eine starke charakterliche Entwicklung hingelegt und selbst eingesehen das vieles nicht so ist wie es sein sollte. Wodurch sie endlich einen Schlussstrich ziehen kann, und einsieht das die Beziehung zu Jona nicht gesund ist. Das Schöne ist hier auch wieder das unsere Protagonistin ihren eigenen Weg geht und einen Neuanfang wagt. Das zeugt von einer starken und unabhängigen Protagonistin und ich liebe es. Oft sind in Büchern die Enden so das alles Friede Freude Eierkuchen ist und es ist langweilig und nicht realistisch. Wohingegen dieses Ende viel besser und realitätsnäher ist. Das macht dieses Buch sehr einzigartig und hebt es von anderen Büchern ab. Zudem ist es einer der Gründe, wieso ich ein Fan der Autorin bin. Das Buch bekommt also eine vollkommene Leseempfehlung von mir.
Lina hat über die Sommerferien ihr Aussehen radikal verändert. Aus dem pummeligen, gemobbten Mädchen wurde eine, dem Schönheitsideal entsprechende, junge Frau. Diese Veränderung führt sogar dazu, dass ihr früherer Peiniger, sie nicht mehr erkennt und sie plötzlich mehr als nur etwas attraktiv findet.... Lina und ihre Freundin Gloria sehen darin die perfekte Gelegenheit Rache zu nehmen.
CHARAKTERE
Die Charaktere haben dieses Buch zwar einzigartig gemacht, dennoch halte ich sie auch für den Schwachpunkt der Geschichte. Lina ist ein Charakter, der größtenteils für den Leser sympathisch wirkt. Durch die Erzählperspektive aus ihrer Sicht, versteht man ihre Verletztheit und teilweise auch den Wahn danach, immer dünner zu werden. Viele Menschen in ihrem Umfeld scheinen sie diesbezüglich nämlich total zu unterstützen und sie nur zu lieben, wenn sie dünn ist. An diesem Punkt ist auch noch verständlich, warum ihr ihr Aussehen so wichtig ist, doch nach der Zeit könnte man sagen, dass das typische "Wattpad- Dilemma" auftritt. Wie es in so gut wie allen Büchern auf dieser Plattform geschieht, auch hier. Lina lässt sich von dem Gefühl nun "dazuzugehören" Voll und Ganz einnehmen und beginnt schon bald ihre wahren Freunde zu vernachlässigen. Das macht sie schon nach ungefähr der Hälfte des Buches ebenfalls zu einem unsympathischen Charakter und führt dazu, dass auch das Lesen nicht mehr so viel Freude bereitet, da man sich eben nicht mit ihren Entscheidungen identifizieren kann und ohne dieses verständnisvolle als Leser, verliert die Geschichte leider etwas an Potential. Der einzige Unterschied an Jona ist, dass er gar nicht versucht auch nur an irgendeiner Stelle des Buches liebenswert zu sein (außer vielleicht in der Nähe der dünnen Lina). Sein Charakter ist ziemlich konkret gesagt eine Schande gegenüber der Menschlichkeit und jeder, der so eine Person im wahren Leben kennt tut mir einfach nur Leid. Seine abscheuliche Art ist durch nichts zu entschuldigen und sein Verhalten ist so unmöglich, dass ich zwischendrin immer mal wieder aufhören musste zu lesen, um nicht vollkommen auszurasten. Wer sich hier also Charaktere erhofft, die man sich als beste Freunde wünscht, sollte wohl lieber zu einem anderen Buch greifen....
HANDLUNG
Das Highlight der Geschichte ist definitiv die Message, die dieses Buch in einer lockeren und recht jugendlichen Art vermittelt. Das Thema Bodyshaming wird altersgerecht angesprochen und spielt eine große Rolle. Mit recht tiefgründigen Einblicken, lernt man mehr darüber, wie es sich anfühlt nur aufgrund des Aussehens so furchtbar behandelt zu werden, wie auch, dass man sich selbst schätzen sollte. Wahre Freunde sind nämlich jene, die immer zu einem halten und das nicht ausmachen an dem Aussehen oder der Situation, in der man sich befindet. Was mir noch positiv gefallen hat ist das Ende der Geschichte. Es wurde größtenteils davon abgesehen, das Verhalten von Jona zu romantisieren und die Autorin hat ein Statement gesetzt, dass wichtig für viele junge Leute ist. Man darf zwar verzeihen, aber man sollte nicht vergessen! Was das Thema Bodyshaming und Selbstliebe angeht, hat dieses Buch viele tolle Ansätze und ist lesenswert. Als Roman oder ernsthaftes Buch, muss ich jedoch sagen, kenne ich bessere (Wattpad) Geschichten.
SCHREIBSTIL
Der Schreibstil ist noch recht jugendlich und locker. Mit etwas Humor und ein wenig Tiefe wird die Geschichte von Lina erzählt. Dabei kommt definitiv keine Langeweile auf und man ist recht schnell durch.
Fazit: Auch wenn ich der Meinung bin, dass es bessere Bücher im Thema Liebe und Bodypositivity gibt, denke ich, dass dieses Buch ein lesenswerter Read ist und man sich ihn definitiv einmal durchlesen sollte.
»Du läufst durch die Welt und denkst, sie gehört dir. Du machst Menschen kaputt und hast nicht einmal eine Ahnung davon.«
„FAT (Die besten deutschen Wattpad-Bücher): Du und ich und so viel mehr“ geht es um die Geschichte von Lina, die sich nach den Sommerferien verändert hat und nicht mehr das dicke Mädchen ist das früher immer gemobbt wurde. Jetzt will sie den Menschen aus ihrer Klasse selbst das Leben zur Hölle machen. Doch was hat das Schicksal vor?
Lina hatte immer mit Babyspeck zu kämpfen und wurde in ihrer Klasse auf übelste gemobbt. Sie hat nun in den Sommerferien etwas geändert und niemand scheint sie mehr zu erkennen. Wird sie erkennen, was richtig oder falsch ist?
Jona wirkt auf den ersten Blick wie der Möchtegern Typ der, wenn ihm etwas nicht passt, er sofort seinen Mund aufmacht und es ihm egal scheint, ob er andere damit verletzt. Seine Clique scheint im Schulalltag ihm Halt zu geben. Was steckt hinter seiner Fassade?
Der Schreibstil ist angenehm flüssig und wird am meisten aus der Perspektive von Lina erzählt und man spürt deutlich ihre Emotionen und Gedanken. Der Leser kann sie so noch näher kennenlernen und sie durch die Geschichte begleiten. Die Nebenfiguren, wie ihre beste Freundin, war für mich die Einzige, die nicht komplett falsch zu Lina war.
Die Spannung hat mich mit jeder neuen Seite mehr in die Geschichte von Lina gezogen und im ersten Moment, als ich das Thema Mobbing gelesen habe war ich direkt Feuer und Flamme. Ich selbst wurde 3 Jahre langwährend meiner damaligen Hauptschulzeit gemobbt und leider stand die ganze Klasse hinter diesem Jungen. Später dann gab es in meiner Beruf-Schulzeit eine schlimme Ausgrenzung, die mich sehr verletzt hat. Deswegen habe ich Lina mit jeder Phase verstehen können und auch wenn ich selbst nicht schlank bin, hat mich meiner Mutter nie fühlen lassen wie zum Beispiel Linas Mutter. Auf jeden Fall fühlt man wie auch Lina eine totale Unsicherheit und es ist nicht leicht, sich daraus zu kämpfen.
Lina ahnt nicht das bei ihrem Racheplan ihre Gefühle im Weg stehen und sie auf einmal aufpassen muss das nicht auch ihr Herz noch mehr verletzt wird. Natürlich gibt es neben dem Mobbing auch die Themen wie Oberflächlichkeit, Freundschaft und Essstörung, die nicht zu unterschätzen sind. Das Ende hat einfach zur Geschichte gepasst und ich kann die Autorin sehr gut verstehen, dass sie diesen Weg gewählt hat.
FAZIT :
Eine besondere Geschichte, die mich sehr bewegt und mitgerissen hat.
Ich glaube emotional und triggernd trifft es hier ganz gut. Sowohl die Protagonistin Paulina/Lina, als auch ihr Mobber Jonas sind ein wandelnder Trigger im Buch. Wer mit dem Thema Mobbing und Fatshaming nicht gut zurecht kommt, sollte das Buch vielleicht lieber nicht lesen bzw. zumindest nicht alleine 🥰 Das ganze Geschehen spielt in einer Schulszenerie, was mich mittlerweile nicht mehr ganz so abholt, da ich aus dem Schulalter raus bin und mich daher kaum noch mit Buchcharakteren, die sich in diesem Alter bewegen, identifizieren kann. Ändert aber nichts an der guten Message des Buches! Hier wird Mobbing nochmal ganz anders thematisiert und zwar, wenn man seinen Mobbern als neue Person begegnet und einfach nicht als das "Alte" Ich wiedererkannt wird. Hier tun sich wirklich Abgründe auf: Charaktere von denen man dachte sie gehören zu den Bösen, scheinen nicht mehr böse zu sein, die Guten verändern sich etc. Das Buch regt wirklich den heutigen Zeitgeist an (s. Body positivity vs. Fat and Thinshaming). Auch in welchen absurden Zwiespälten oder doppelmoralischen Denkweisen sich einige der Charaktere bewegen, ist hoch spannend und hat mich an mancher Stelle wirklich fassungslos gemacht. Wirklich ein tolles Buch von L. Ochrasy! Es zeigt einem nur nochmal auf, was die richtige oder eben auch falsche Gesellschaft für einen oder mit einem anstellt. Thema Oberflächlichkeit wird hier ganz groß geschrieben!
Ich mochte die Art und Weise wie die Autorin das Thema in ihrem Buch abhandelt, um darauf aufmerksam zu machen, dass es nicht nur unser Umfeld ist, das uns respektieren muss, sondern auch wir selbst uns lieben sollten wie wir sind, sonst kann uns das in eine Richtung verändern, die wir selbst nie wollten. Ob Lina das gelingt?
Die Geschichte ist sehr schön flüssig geschrieben und man fliegt regelrecht durch das Buch. Allerdings sind fast alle Charaktere zu klischeehaft, unglaubwürdig und oberflächlich beschrieben. Spätestens nachdem Jonas Schwester mit den Narben erwähnt wird, hatte ich gehofft, dass sein Charakter etwas mehr Tiefgang bekommt statt einfach nur "er ist halt ein Fiesling". Trotzdem war es unterhaltsam zu lesen und dass Lina ihn am Ende nicht zurück nimmt gibt einem dann doch noch ein bisschen Genugtuung, nachdem ihr Verhalten (und das der anderen) einen beim Lesen ständig einfach nur wütend macht.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Ich fand den Anfang von FAT eigentlich gut. Aber die Art der Protagonistin, dieses blinde verliebt sein, hat mich einfach nur genervt. Jona provozierte mich schon von Anfang an und von Jenny oder Erik möchte ich erst gar nicht anfangen.
Ich bin froh, dass ich das Buch fertig gelesen habe. Ich kann es leider nicht weiterempfehlen, obwohl ich mich darauf so gefreut habe😕
2 Sterne, weil die Kapitel gut gelesen werden können.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Das Buch war schockierend, vor allem die Mobbingszenen haben mir als Leser wirklich wehgetan. Ich möchte mir gar nicht ausmalen, wie das ist, wenn man dieses Mobbing jeden Tag am eigenen Leib erfährt. Dennoch waren auch lustige Szenen dabei, bei denen ich schmunzeln musste.
Leider waren ein paar Fehler enthalten (Pauline/Paulina, Petersen/Peterson etc.) die mich gestört haben.
Ich weiß nicht, aber mit den meisten Wattpad Büchern habe ich ein Problem... hier gings auch schon reativ früh los... so viele Zufälle auf einmal....oder bin ich einfach zu alt für diese Art von Büchern?
Ich fand das Buch ziemlich lustig und es hat auch sehr wichtige Themen beinhaltet, ich fand aber, dass Lina oft viel zu Naiv war und das hat mich ziemlich gestört
Das Buch ist sehr hautnah, besonders für Menschen die so etwas schon erlebt haben. Als ein Happy End Fan Girl hat mich das Ende jedoch ein bisschen enttäuscht. Sonst gutes Buch.