Η Ντενίζ δεν τα βγάζει ακριβώς πέρα με τη ζωή της. Δουλεύει σε ένα μεγάλο σούπερ μάρκετ, η κόρη της η Λίντα συχνά την κουράζει · χρόνια τώρα θέλει να πάει στη Νέα Υόρκη, η επιθυμία της αυτή όμως δεν είναι παρά ένα όνειρο – έστω και παρήγορο. Με τα λεφτά που βγάζει από τα γυρίσματα μιας ταινίας πορνό, θέλει επιτέλους να κάνει το όνειρό της πραγματικότητα, η αμοιβή της όμως καθυστερεί.
Ο Άντον, ένας αποτυχημένος και καταχρεωμένος πρώην φοιτητής της Νομικής που κοιμάται σε ξενώνα αστέγων, εμφανίζεται όλο και πιο συχνά στο ταμείο της Ντενίζ. Οι δυο τους πλησιάζονται πολύ προσεκτικά. Η Ντενίζ, οργισμένη αλλά περήφανη, παλεύει να βρει το δίκιο της και μια καλύτερη τύχη για την κόρη της, κι ο Άντον αντιστέκεται στη χρεοκοπία, συναντώντας φτασμένους φίλους απ’ το παρελθόν και ανοιγοκλείνοντας μια χαραμάδα ελπίδας. Μεταξύ τους αναπτύσσεται ένας έρωτας τρυφερός και σχεδόν αδύνατος. Και οι δύο προσπαθούν να ανοιχτούν, όμως όταν η Ντενίζ παίρνει επιτέλους τα λεφτά της και η δίκη του Άντον για τα χρέη του πλησιάζει, βρίσκονται αντιμέτωποι με το ερώτημα πόση εγγύτητα χωράει τελικά στη ζωή τους…
Ο Τόμας Μέλλε γράφει για έναν έρωτα στο περιθώριο της κοινωνίας, για την ανθρώπινη ύπαρξη σε όλη της την ευαισθησία και την άγρια ομορφιά– ένα τρυφερό και έντονο μυθιστόρημα για δυο ανθρώπους και για το ερώτημα τί αξία έχουν τρεις χιλιάδες ευρώ.
Thomas Melle, 1975 geboren, studierte Vergleichende Literaturwissenschaft und Philosophie in Tübingen, Austin (Texas) und Berlin. Er ist Autor vielgespielter Theaterstücke und übersetzte u. a. William T. Vollmanns Roman «Huren für Gloria». Sein Debütroman «Sickster» (2011) war für den Deutschen Buchpreis nominiert und wurde mit dem Franz-Hessel-Preis ausgezeichnet. 2014 folgte der Roman «3000 Euro», der auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis stand. 2015 erhielt Thomas Melle, der in Berlin lebt, den Kunstpreis Berlin.
Wenn Thomas Melle eins kann, dann ist es das Schreiben. Er besitzt eine ganz besondere Art mit Worten umzugehen und (seine) Geschichten zu erzählen. Nach "Die Welt im Rücken" hat mich auch diese Geschichte sehr berührt und auch traurig gemacht. Vielleicht, weil er so realistisch und echt erzählt, wer weiß... Ich hoffe jedenfalls, er bewahrt sich diese Gabe.
Habe die ganze Zeit mehr vom Buch verlangt. Als Kurzgeschichte wäre diese Geschichte wahrscheinlich besser geworden. Er hätte die Erzählung in 50 Seiten schaffen können. Immerhin ist das Buch schön geschrieben worden.
Was jetzt so besonders an diesem Roman sein soll, erschließt sich mir nicht. Lahme Story, blasse Charaktere und Dialoge, die extrem künstlich wirken und die man den Figuren nicht abkauft. Wirkt insgesamt wie der Schreibversuch eines Schülers.
kein Gewinn dieses Buch zu lesen. Zwei Leute, die mit ihrem Leben mehr schlecht als recht zurande kommen und irgendwie auch nicht zueinander kommen, was solls-interessiert eigentlich niemanden
Mit 300 Euro legt Thomas Melle ein bemerkenswertes Debüt vor: roh, direkt, stilistisch präzise und thematisch kompromisslos. Im Zentrum stehen zwei Figuren aus prekären Verhältnissen – Denise und Anton – deren Lebenslinien sich in Berlin streifen und kreuzen. Der Roman wirft einen schonungslosen Blick auf Armut, soziale Entfremdung und den fortschreitenden Verlust von Kontrolle über das eigene Leben.
Melle gelingt es über weite Strecken, das Elend seiner Figuren weder zu romantisieren noch zu moralisieren. Seine Sprache ist scharf, oft trocken, manchmal fast zynisch, dann wieder erschreckend nüchtern. Einige Passagen stechen durch ihre sprachliche und psychologische Wucht heraus – etwa wenn Denise in ihren eigenen Gewaltfantasien gegenüber der Tochter erschrickt, oder wenn Anton erkennt, dass es in seinem Leben längst keine Ereignisse mehr gibt, sondern nur noch „Folgen von Folgen von Folgen“.
Gerade diese Direktheit ist die große Stärke des Romans. Melle beobachtet präzise, wie Menschen sich in Selbsttäuschungen, Schuldabwehr und Haltungen retten, die zugleich Schutz und Selbstzerstörung bedeuten. Denise wird dabei zur tragischen Figur – nicht, weil sie scheitert, sondern weil sie sich einredet, nie eine Chance gehabt zu haben. Ihre Verachtung gegenüber Männern wirkt oft scheinheilig, gerade im Kontrast zu ihren eigenen Entscheidungen. Auch Anton, der Intellektuelle im sozialen Absturz, bleibt glaubwürdig: ein Mann, der sich längst im System verloren hat und nichts mehr zu halten weiß – auch sich selbst nicht.
Ein deutliches Defizit zeigt sich jedoch in der Konstruktion der Beziehung zwischen den beiden Protagonisten. Die scheinbar „mythische“ oder tief emotionale Verbindung, die der Text suggeriert, ergibt sich aus dem Erzählten kaum. Wenige Gespräche, flüchtige Begegnungen – das reicht nicht aus, um das Gewicht, das Melle dieser Beziehung zuschreibt, glaubhaft zu machen. Der Gedanke, dass diese zwei Gestrandeten sich gegenseitig Halt geben könnten, ist literarisch reizvoll – aber im Text selbst fehlt die psychologische und erzählerische Anbahnung. Selbst wenn die Verbindung am Ende scheitert, müsste sie zuerst überhaupt spürbar bestehen. So bleibt dieses zentrale Motiv eher konstruiert als erlebt.
Dennoch: 300 Euro ist ein ernstzunehmender, schonungslos beobachtender Roman, der soziale Kälte nicht beschreibt, sondern spürbar macht. Trotz einzelner Brüche in der Figurenzeichnung und einer überhöhten dramaturgischen Wendung am Schluss bleibt der Eindruck eines literarisch eigenständigen Debüts, das bereits vieles vorwegnimmt, was Melle in seinen späteren Büchern mit größerer Souveränität ausformulieren wird.
Αρχικά μου κίνησε το ενδιαφέρον όταν κυκλοφόρησε πέρυσι το Φθινόπωρο, αλλά τελικά δεν το αγόρασα, μέχρι που το πέτυχα στις διακοπές μου μεταχειρισμένο σε πολύ καλή τιμή και έτσι το τσίμπησα και στο καπάκι το διάβασα κιόλας (αφού έτσι κι αλλιώς είχα ξεμείνει από άλλα βιβλία). Λοιπόν, ωραίο ήταν, ιδιαίτερα καλογραμμένο και με αρκετά ενδιαφέρουσα θεματολογία, με τον συγγραφέα να ασχολείται λίγο με το περιθώριο και τους ανθρώπους που βρίσκονται σε δύσκολη κατάσταση (για τον έναν ή τον άλλο λόγο), χωρίς να γίνεται μελοδραματικό ή σαχλό, όμως και χωρίς να υπάρχει κάποια ένταση, κάτι το συγκλονιστικό. Δεν ξέρω, το περίμενα πιο σκοτεινό, πιο καταθλιπτικό και μαύρο, αν και σίγουρα μια μιζέρια υπάρχει. Γενικά, ναι, μου άρεσε, διαβάστηκε απνευστί, σχεδόν με μια ανάσα, λογοτεχνικά είναι αρκετά αξιόλογο, αλλά κατά τη γνώμη μου όχι δα και τόσο φοβερό και τρομερό. Άνετα τέσσερα αστεράκια, αλλά μέχρι εκεί.
Eine Geschichte aus dem Leben, klar und schnörkellos be- und geschrieben. Melle schafft es, die Figuren zum Leben zu erwecken und ihren Alltag zu beschreiben, ohne in Sozialkitsch zu verfallen. Dies sind Menschen wie du und ich, die aus einer beschissenen Situation das Beste zu machen versuchen. Ein wahres Kleinod, 5 von 5 Sternen.
Eine 3,5 würde ich vergeben. Die Geschichte hat mich schon gepackt, auch wenn sie mich deprimiert hat. Ich wollte wissen, wie es ausgeht, aber manchmal kamen mir die Formulierungen zu bemüht vor. Das letzte Kapitel hat die Geschichte dann im Zeitraffer etwas abrupt beendet, was mir dann irgendwie zu schnell ging.
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Also ganz ehrlich… ich habe mich da so durch gequält. Die Geschichte ist lahm, die Protagonisten künstlich und anstrengend und man hätte die Story auch in 50 Seiten packen können. Würde ich freiwillig nie lesen wollen. 🫣🥱😖
und wieder das leid der welt, die ausgestossenen, patscherten, in diesem fall auch psychisch kranken, spielen die hauptrolle in dieser stadterzählung, weil als solche würde ich die episode mit nachspiel zwischen anton und denise bezeichnen. mittel dahin erzählt, warum das wuf die shortlist dbp kommt, weiss ich nicht.
I really like this book! The story and the characters are unusual; the end is unusual. All of this combines to make an unusually good book. It is easy to understand why is was nominated for the prestigious "Deutscher Buchpreis". For those who don't read German, it'll be worth waiting for translation(s).
So stellen sich also deutsche Literaten die Armut vor. Einige starke Szenen mit Millieugespür inmitten eines sehr unbestimmten Plots. Stellenweise sehr individuelle Erzählstimme aber insgesamt dann doch sehr ungefährlich. Das völlig offene Ende hinterlässt allerdings ein etwas schales Gefühl. Aber mir fehlt zugegebenermaßen der Referenzrahmen für diese Art von Story.