Rückkehr in die HölleMadonna hat nach ihrer Rückkehr nur einen Sie muss ihren Vater finden und so die Hetzjagd auf sie beenden. Doch alle Spuren verlaufen im Nichts. Bis sie Jaxx in die Hände fällt. Er ist einer der Teufel und hat den Auftrag, sie zurück nach Hause zu bringen. Denn das Schlachthaus existiert noch immer. Und mit ihm eine gnadenlose neue Feindin . . .
"Mit mir die Nacht" ist die gelungene Fortsetzung von Michaela Kastels ungewöhnlichem Thriller "Ich bin der Sturm". Dieser zweite Teil knüpft direkt an die Handlung des ersten Bandes an - weshalb ich hier auch ausnahmsweise keinen kurzen Inhalts-Happen geben werde und euch bei Interesse an der Reihe unbedingt davon abrate, sie in der falschen Reihenfolge zu lesen oder euch den Klappentext anzuschauen!
Stattdessen möchte ich hier einfach ein wenig Werbung für "Ich bin der Sturm" und "Mit mir die Nacht" machen - denn diese Thriller haben es wirklich in sich! Die Protagonist*innen und Neben-Figuren sind sehr, sehr gut gezeichnet, sie sind abgründig, tough, mutig und sehr lebendig. Die Handlung ist dabei nichts für schwache Gemüter, sie ist anders und absolut nicht 08/15 - vielmehr müssen sich alle Personen in den Büchern mit den schlimmsten menschlichen Untiefen herumschlagen und viele Traumata bewältigen. Der Spannungsbogen wird permanent oben gehalten und die Autorin versteht es mit ihrem besonderen Schreibstil einen wirklich guten und flüssigen Lesefluss zu erzeugen.
Auch wenn Band 2 für mich insgesamt etwas schwächer war als Teil 1 der Reihe um Madonna und die Teufel, mit denen sie es zu tun bekommt, habe ich mich wieder sehr gut unterhalten gefühlt und konnte den Thriller kaum aus der Hand legen. Wenn ihr Lust auf eine fesselnde, spannungsgeladene und aufregende Lektüre habt, kann ich euch Michaela Kastels "Ich bin der Sturm" und "Mit mir die Nacht" sehr empfehlen - jedoch möchte ich eine große Triggerwarnung für die Themen sexualisierte und körperliche Gewalt aussprechen.
Es war so spannend, wie der 1. Band. Kein Buch, was ich je gelesen habe, war je so finster, traurig und zugleich geliebt, wie hier. Ok, vllt doch, nämlich Märchenerzähler. Eine klare Empfehlung für Leser, die Bücher auf den Punkt lesen wollen und keine langausschweifende Geschichte bekommen möchten, sowie auch mit wirklich schlimmen Themen umgehen können. Die Szenen werden nicht in der jetzigen Gegenwart beschrieben, aber schon darüber geredet, was den Mädels an dem "Institut" passiert. Ich hätte aber wirklich gerne den Namen von einer bestimmten Person erfahren, das bis zum Schluss ein Gehimnis geblieben ist.
Die Fortsetzung von "Ich bin der Sturm" hat mich inhaltlich nicht hundertprozentig überzeugt. Die Autorin besticht aber wieder einmal durch ihre expressiven Schreibstil, der das Grauen vor allem in den Köpfen der LeserInnen entstehen lässt.
Sehr vieles von dem, was ich am ersten Teil kritisiert habe, wurde hier besser gemacht. Dafür haben wir diesmal andere Schwächen. Die letzten 50 Seiten des Buches waren dann irgendwie kein Thriller mehr, sondern ein banales Action-Gesplatter, bei welchem man gar nicht mehr folgen kann, wer jetzt wen umbringt, oder was genau jetzt in die Luft fliegt. Und auch wenn Thriller nicht realistisch sein müssen, waren bestimmte Szenen hier absolut abstrus und an den Haaren herbeigezogen.
Trotzdem habe ich das Buch mega gerne gelesen und bin schon sehr zufrieden.